Renault Clio mit dezentem Rouge – Facelift für den Bestseller

Renault Clio mit dezentem Rouge – Facelift für den Bestseller

Dreizehn – für viele eine unheilvolle Zahl. 13 Millionen sind wiederum nicht von schlechten Eltern, wenn man sie beispielsweise auf dem Konto hat. Renault hat andere 13 Millionen: Diese Zahl steht für die verkauften Einheiten des Renault Clio, seit die erste Generation das Licht der Welt erblickte. Nun wurde die vierte Generation des französischen Kleinwagens fit für ihre zweit Lebenshälfte gemacht. Doch die Retuschen vielen dezent aus, sodass man zwei Mal hinschauen muss, um das Facelift zu erkennen. 

Warum muss ein Facelift aber auch immer Berge versetzten? Der Renault Clio war und ist ein attraktiver Kleinwagen und brauchte nur wenige Handgriffe, um wieder etwas jünger zu wirken. Dafür bekam der Kühlergrill etwas markantere Querstreben verpasst, die von einer ebenfalls neu designten Frontschürze begleitet werden. Optional leuchtet der Renault Clio nun die Dunkelheit mit LED-Scheinwerfern aus – das kann nicht jeder Kleinwagen. Das Tagfahrlicht – ebenfalls in LED-Technik – bildet ein asymmetrisches „C“ und soll mehr Eigenständigkeit schaffen. Am Heck erwartet den Betrachter eine ebenfalls neu gestaltete Heckschürze, die aber nicht sofort ins Auge sticht. Augenscheinlicher sind da schon vier neue Lackfarben, von denen das Intense-Rot besonders gut zum Renault Clio passt.

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Nur der Kenner sieht, dass hier die Facelift-Variante steht. Moderat umgestaltetes Heck

Natürlich passten die Franzosen auch den Innenraum des Kleinwagens an. Beim Raumangebot bleibt alles gleich, während die Materialien nun denen höherer Fahrzeugklassen entsprechen sollen. Das soll sich in einer gesteigerten optischen wie haptischen Qualität ausdrücken, wie beispielsweise an nun gemaserten Kunststoffoberflächen. Neue Polsterstoffe und etwas matter Chrom-Zierrat entsprechen dem üblichen Facelift-Ansatz.

Unter dem Blech wurde das Angebot an Motoren erweitert. So gesellt sich nun ein neuer Top-Diesel hinzu, den Renault ENERGY dCi110 nennt. Er wird mit einer 6-Gang-Handschaltung kombiniert. Auch der Spitzenbenziner, der ENERGY TCe120, ist nun mit einer manuellen 6-Gang-Box bestellbar. In dieser Variante ist das Triebwerk im jüngst vorgestellten Renault Captur Crossboarder verfügbar. Im Clio ergeben sich somit insgesamt elf Antriebsvarianten – einzigartig in der Kleinwagen-Klasse.

Beim Infotainment setzt der Renault Clio auf drei verschiedene Varianten, darunter unter anderem das bekannte R-Link Evolution, die allesamt up to date sind. Die Smartphone-Anbindung ist bei den Systemen ebenso vorgesehen, wie etwa Apps, die das Infotainment auf dem Smartphone spiegeln. Erhältlich zu zudem ein Bose-Soundsystem, das schlussendlich auch für einen weiteren Funken Premium-Anspruch stehen soll. Dazu passen die Rückfahrkamera und der teilautonome Ein- bzw. Ausparkassistent. So knüpfen die Franzosen sicherlich an alte Erfolge an.