Service: Reifen-Check vor dem Urlaub nicht vergessen!

Service: Reifen-Check vor dem Urlaub nicht vergessen!

Reifen-Service: Sicherheitscheck vor der Urlaubsfahrt nicht vergessen

Jedes Jahr fahren rund 19 Millionen Deutsche mit dem Auto in den Urlaub – ein Sicherheitscheck im Vorfeld der Fahrt sorgt für ein gutes Gefühl. Dazu gehören auch die Reifen: Ein Rad, also eine Felge mit Reifen, ist gerade einmal so schwer wie ein Grundschulkind und trägt mit den übrigen drei Reifen einen Kombi oder einen SUV. Pro Rad kommen da schnell 500 Kilogramm an Gewicht zusammen. Für den einzigen Kontakt zwischen Automobil und Straße bedeutet das eine echte Höchstleistung. Jeder Autofahrer sollte sich vor der Urlaubsfahrt mit seinen Reifen beschäftigen, wenigstens kurz! Auch Premium-Reifen sollten kurz geprüft werden!

Grundsatz 1: Sommerreifen im Sommer

Haben Sie im Sommer auch Moonboots an? – Wahrscheinlich nicht. Deswegen sollten Sie jetzt auch mit Sommerreifen und nicht mit Winterreifen unterwegs sein. Sommerreifen sind auf die hohen Temperaturen abgestimmt und sind in ihrer Beschaffenheit, also der Gummi-Mischung, speziell auf hohe Sommertemperaturen abgestimmt. Mit Sommerreifen ist der Bremsweg im Sommer deutlich kürzer als mit „weichen“ Winterreifen.

Grundsatz 2: Luftdruck anpassen

Reifen sind die einzige Verbindung zur Straße und übertragen Antriebs-, Lenk- und Bremskräfte auf die Fahrbahn. Sie dämpfen Schläge und Stöße bei der Fahrt über schlechte Straßen ab und federn das Auto. Damit der Reifen diese Aufgaben optimal und sicher erledigen kann, ist es nötig, den Luftdruck entsprechend anzupassen. Der Luftdruck eines Reifen ist durchaus mit dem Blutdruck eines Menschen vergleichbar. Ist er zu niedrig, fühlt man sich schlapp und träge, ist er zu hoch, wird der gesamte Kreislauf stark belastet. Auf den Reifendruck übertragen heißt das: Zu niedriger Luftdruck führt zu schnellerem Verschleiß, weil der Reifen stärker beansprucht wird, bei zu hohem Luftdruck verringert sich die Kontaktfläche zur Straße, womit der Bremsweg länger wird. Der vom Automobil-Hersteller empfohlenen Luftdruck findet man in der Betriebsanleitung, im Tankdeckel oder am Türholm. Neben einem Sicherheitsgewinn und mehr Komfort sorgt der optimale Luftdruck übrigens auch für weniger Spritverbrauch und schont so den Geldbeutel. Bei erhöhter Fahrzeugbeladung wird der Reifendruck üblicherweise um 0.2 bis 0.6 bar angehoben. Genaue Informationen liefert Ihnen das Handbuch des Fahrzeugs.

Grundatz 3: Profiltiefe prüfen

Schwimmen gehört zu einem Sommerurlaub wie Sonnencreme – aber bitte nicht auf der Straße. Wenn es einmal heftig regnet, ist es wichtig, dass das Auto nicht auf der Straße aufschwimmt. Der Fachmann spricht dann von Aquaplaning. Der Effekt ist der vollständige Verlust des Kontaktes zwischen Reifen und Fahrbahn. Weder Lenk- noch Bremskräfte können dann übertragen werden. Deshalb prüfen Sie vor Fahrtantritt unbedingt die Profiltiefe. Auch im Sommer-Urlaub kann es zu heftigen Regengüssen kommen. Experten empfehlen mindestens 3 mm Restprofil bei Sommerreifen, damit die Reifen das Wasser auf der Fahrbahn ableiten können. Zudem sollten Sie das Reifenlabel beim Kauf zur Hilfe ziehen, Premium-Reifen bieten generell mehr Sicherheits-Reserven als „Billig-Importe“.

Andere Sicherheitsfaktoren nicht vergessen

Neben Reifen und Bremsen gehören noch mehr Bauteile zu einem Urlaubscheck: Funktioniert die Lichtanlage reibungslos? Sind alle Flüssigkeiten in ausreichender Menge vorhanden, vom Öl bis zum Kühlwasser? Ist die Abgasanlage intakt? Ist die Klimaanlage funktionstüchtig und sorgt in heißen Gefilden für einen kühlen Kopf und damit eine sichere Fahrt? – All das sollte vor dem Start in den Urlaub überprüft sein.

So gewappnet steht der sicheren Fahrt in den Urlaub nichts mehr entgegen!