Techno Classica – Volkswagen im Rausch des Golf GTI

Techno Classica – Volkswagen im Rausch des Golf GTI

Gran Turisme Injection – abgekürzt GTI – steht für eine ganz besondere Erfolgsgeschichte. Der sportliche Golf sollte eigentlich nur eine Kleinserie werden, doch daraus wurde weit mehr als das. Die Kultgeschichte des Volkswagen Golf GTI jährt sich 2016 zum vierzigsten Mal und das nehmen die Wolfsburger zum Anlass, die Geschichte des GTI mit den verschiedenen Modellen nachzubilden – von der Vergangenheit bis zum neuesten Modell.

Zunächst sollten nur 5.000 Exemplare des „Sport-Golf“ aufgelegt werden, doch die Nachfrage war so groß, dass aus dieser Kleinserie ein fester Bestandteil der Golf-Palette wurde, der nicht mehr wegzudenken ist. Deshalb ist das Kultmodell, das einst die Klasse der sportlichen Kompakten begründete, als Exponat auf der Techno Classica in Essen zu finden. Dieser Golf I GTI stammt aus den Niederlanden und war der erste GTI, der überhaupt in unserem schönen Nachbarland zugelassen wurde. Mit 110 PS und 1.6 Litern Hubraum holte dieser Golf aus, um das Establishment zu jagen – und das gelang ihm, wie kaum einem zweiten.

Neben jenem Golf ist auch ein Golf I GTI „Azubi Projekt“ ausgestellt. Dieser 1983 zugelassene Kompakt-Sportler verzeichnete einen Hubraumzuwachs auf 1.8 Liter und bot 112 PS, die mit den 930 kg Leergewicht leichtes Spiel hatten. Damit das Ausstellungstück perfekt dasteht, wurde die Karosserie komplett auseinandergenommen und für die Oldtimer-Messe in Bestform wieder zusammengebaut. Das war beim nächsten Exponat, dem Volkswagen Golf II GTI Gruppe A wohl öfter der Fall, da dieser immerhin ein Rallye-Auto darstellt, das wenig schonend bewegt wurde. Sein 1.8er Vierzylinder leistete 176 PS, die nur 880 kg bewegen mussten. So ausgerüstet, konnte das Volkswagen Motorsport Team einen WM-Titel in der Gruppe A einfahren.

Golf GTI (Golf III)

Nach zwei kommt drei – so auch beim Golf GTI. Das Exponat, ein Golf III GTI „20 Jahre“ von 1997 sorgte damals für Aufsehen. Nicht, weil er nahezu dieselbe Leistung hatte wie sein Urahn, sondern weil man ihn als 1.9 TDI bekommen konnte. Der Diesel leistete 115 PS, sorgte aber zunächst für Stirnfalten, da man einen Selbstzünder nicht für ein sportliches Aggregat hielt. Doch der damals stärkste Vierzylinder-Diesel seiner Zeit konnte mit niedrigen Verbräuchen überzeugen, was seine Modellbrüder nicht schafften. Der 2.0 Liter Benziner mit 115 oder 150 PS galt nicht gerade als Kostverächter. Ein Golf IV GTI wird nicht ausgestellt. Verständlich, schließlich mutierte der Kult hier zur reinen Ausstattungslinie – vom Jubi-GTI mit 180 PS und 1.8 Liter Turbomotor einmal abgesehen.

Zur Geschichte des Golf GTI gehört auch der GTI Roadster Vision Gran Turismo von 2014. Unter seiner Motorhaube sorgt ein aufgeladener 3.0 Liter 6-Zylinder für Furore. Seine Leistung von 503 PS beschleunigt das Showcar in 3,6 Sekunden auf 100 km/h und soll ihn bis zu 309 km/h schnell machen. Zunächst gab es den Roadster aber nur in der virtuellen Welt in Form eines Playstation-Spiels. Doch für das Wörtherseetreffen wurde das Showcar letztendlich Realität.

Im Hier und Jetzt angekommen, zeigt das Geburtstagsmodell, der Volkswagen Golf VII GTI Clubsport, wie ein Kompakt-Sportler heutzutage aussieht. Der Wolfsburger leistet 265 PS, holt diese Performance aus einem 2.0 Liter Turbo-Motor mit vier Zylindern und kann seine Leistung sogar auf 290 PS steigern. Per Boost kann man dem aktuellen Jubiläums-GTI die Leistungsspritze für zehn Sekunden verabreichen.

Für die entsprechende Show in Essen sorgen aber nicht nur die Ausstellungsstücke, sondern auch das Rahmenprogramm. So sprechen Experten in einer Talkrunde über ihren Kontakt mit dem Kultmodell. Dazu zählen Zeitzeugen, wie etwa Anton Konrad, einer der „Väter des GTI“. Außerdem spricht Gunhild Liljequist, ehemaliger Designer, über seine Einfälle, wie etwa dem Golfball als Schaltknauf. Ebenfalls mit dabei ist kein geringerer als Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck, selbst Besitzer eines Golf I GTI und Rennsport-Legende. Zusätzlich zeigt sich der Rapper und VW-Fan MC Fitti auf der Techno Classica. Der Gifhorner und Volkswagen-Fan gibt dort eine Autogrammstunde.

 

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Ein Kommentar

  1. 25 Jahre Skoda und VW – Zwei, die sich ergänzen › Mein Auto Blog
    16. April 2016 zu 09:06 Antworten

    […] es „schon“ oder „erst“ 25 Jahre, seit Skoda zum Volkswagen-Konzern gehört? Die älteren Auto-Enthusiasten mögen empfinden, als sei es gestern gewesen, dass […]