Test: Subaru Outback Diesel

Test: Subaru Outback Diesel

Test: Subaru Outback Diesel Bjoern

Test-Bewertung

Karosserie
Fahrkomfort
Motor & Getriebe
Fahrdynamik
Kosten & Umwelt
Emotionen

Summary: Outback: Crossover lange bevor es das Wort gab!

3.6

Alltags-Pragmatiker

Benutzerbewertung: 4.3 (3 Stimmen)

Der Outback war schon ein Crossover, da wusste noch niemand,  dass es ein solches Segment gibt. Die maximale Form des Pragmatismus, so groß wie ein Fünfer Touring von BMW, nur eben viel praktischer. Der Outback als 2.0 Diesel mit stufenloser Automatik im Test von mein-auto-blog.

Macht auch ohne Matsch Spaß

Test des SUBARU Outback 2.0 Diesel

Matsch more Premium. 

Beim neuen Outback hat SUBARU einen spürbaren Schritt nach vorne gemacht. Wo immer man im Cockpit hinlangt, es fühlt sich gut verarbeitet an. Das Schreckens-Szenario von Plastik-Bombern aus Japan, alles trist und trostlos in schwarz gehalten, ist vorbei. Es ist Geschichte.

Man hat sich viel Mühe gegeben, den pragmatischen Habitus des SUBARU nun auch mit Stil, Haptik und so etwas wie einem „Premium-Feeling“ zu krönen. Ach, und komfortabel ist ein Auto mit soviel Federweg sowieso.

Fahrbericht Subaru Outback 1

Mit dem Outback im „hessischen Outback“ unterwegs.

Matsch more Fahrspaß

Neben einer frischen Optik bekam der neue Outback aber auch zum ersten Mal ein neues Paket an Assistenzsystemen, basierend auf einer Stereokamera vom Zulieferer Hitachi. Darunter ein Notbrems-Assistent und ein Assistent gegen ungewollte Fahrspurwechsel. SUBARU nennt dieses neue Assistenzsystem-Paket „Eyesight“ und bringt damit zum ersten Mal ein Sicherheits-Gadget mit an Bord, das so sonst nirgendwo verbaut wird. Und das ist so eine typische Eigenart der Japaner. Der eigene Weg. Besonderheiten, die man anderswo vergeblich sucht. Ein permanenter Allradantrieb ist so eine Sache, die stufenlose Automatik in diesem Segment auch, ebenso der Dieselmotor in Boxer-Bauweise – und alles kombiniert? Einzigartig.

herbst outback subaru 2

Er könnte auch einfach ohne Straße auskommen – aber heute: Wir bleiben auf dem Weg!

Permanenter Allradantrieb, boxender Diesel

Neben den technischen Besonderheiten überzeugt der neue Outback im Test durch sein großartiges Raumgefühl und die wertige Verarbeitung.

Wenngleich sich auch die sechste Generation des Outback nicht dem Diktat des Windkanals und der Aerodynamik entziehen kann. So ein SUBARU ist eben immer ein wenig anders. Von Nonkonformismus sprechen die Kunden gerne. Sprich: Steilere Scheiben, mehr Platz und keine modischen Gags.

Selbst beim Ritt durch den Wald lässt sich der Outback nicht aus der Reserve locken. Fast 70% soll er steifer sein als sein Vorgänger. Hochfesten Stählen und neu konstruierten Blechformen sei Dank. Das Ergebnis? Selbst bei der Hatz über tiefe Furchen im Wald, massive Baumwurzeln und fiese Schotterwege bleibt es still im Outback. Da knarzt nichts, da klappert nix. Nein, es scheppert auch nix.

Und das hilft dem großen Kombi auch im Alltag auf dem Asphaltband. Souverän fährt der Outback geradeaus, fast stoisch, um dann in schnellen Wechselkurven mit einer für einen „Crossover“ beeindruckenden Agilität zu punkten. Dass der permanente Allradantrieb allen „Hang-On“ Lösungen überlegen ist, sobald die Straße nass ist, Laub liegt oder gar Schnee, spürt man. Eindeutiger Sicherheitsgewinn durch die permanent variable Kraftverteilung.

Die im Vergleich zum Vorgänger direktere Lenkübersetzung und die steifere Karosse punkten direkt bei Fahrgefühl und Handling im Outback. Eine ebenso neue Stoßdämpfer-Abstimmung und eine neue Achsgeometrie lassen ihn auf Asphalt fast so behände um Kurven manövrieren wie einen normalen Kombi. Im Gelände sind dann die 20 Zentimeter Bodenfreiheit wieder ein echtes Argument. Denn der Outback marschiert anstandslos über üble Pfade und wühlt sich dank seines permanenten Allradantriebes und dem bis Tempo 40 aktiven X-Mode Offroad-Programms durch Schlammgruben, vor denen viele andere SUV beschämt kneifen würden. Bergab bremst er sich zudem dank seiner im X-Mode integrierten „Bergabfahrkontrolle“ selbst ein.

Matsch more Komfort

Waren die letzten SUBARU-Testwagen alle noch mit reichlich unbrauchbaren Yokohama-Alljahresreifen vom Typ Geolander ausgerüstet, kam der Testwagen nun auf Premium-Winterreifen zum Test. Frostige Temperaturen, matschige Wege, überfrierende Nässe und geflickte Waldwege waren dank der Reifenwahl und dem permanent arbeitenden Allradantrieb kein Thema.

Subaru Outback Diesel Fahrbericht

SUBARU – Die Marke für Förster? Kann sein. Dann haben Förster gute Autos!

Volle Konzentration also auf die jüngste Entwicklungsstufe des stufenlosen Getriebes: Lineartronic

Matsch more Gänge

Es ist aktuell der einzige Boxer-Dieselmotor der Welt. Der 2.0 Liter Vierzylinder-Turbodiesel von SUBARU leistet 150 PS und bringt 350 Nm Kraft mit. Zusammen mit der Lineartronic lässt sich der Outback nun relativ zügig und dennoch ohne Drehzahl-Orgien bewegen. Anders als im Benziner bringt die Lineartronic im Outback jedoch eine Einteilung in sieben virtuelle Stufen mit. Damit lässt sich das schmalere Drehzahlband des Diesels besser nutzen. Mit dem Diesel und seinen 350 Nm Kraft kommt auf der Autobahn dann auch so etwas wie „Durchzug“ auf. Diese Abstimmung des stufenlosen Getriebes ist die bislang beste Vorstellung eines CVT, die ich in den fünf Jahren von mein-auto-blog erfahren konnte.

Subaru Outback Diesel Boxer im Test

Ein wenig Audi-Grill im Gesicht? Stimmt! Der neue Outback bleibt aber ein SUBARU.

Matsch more Platz

Der Outback erfüllt im Alltag seiner Besitzer die Funktion einer eierlegenden Wollmilchsau. Dank seiner fünf Sitzplätze, 559 Liter Kofferraum-Volumen, bis zu 2.0 Tonnen Anhängelast und einer Zuladung bis zu 518 Kilogramm ist der Outback ein echter Familien-Kombi.

Dass man mit vier Erwachsenen plus Kinderwagen fürstlich reisen kann, hat der Testwagen bei uns unter Beweis stellen dürfen. Dass Hund, Kind, und Schwiegermama das Fahren ebenso entspannt finden, hat bei der Dame des Hauses gepunktet. Dass man sich auch nach acht Stunden hinter dem Lenkrad nicht gerädert gefühlt hat, freute jeden, der sich hinter das Steuer geklemmt hat. Sitze, Raum und Platz – auf dem Niveau der oberen Mittelklasse.

Unter der Motorhaube des Subaru Boxer Diesel

Der einzige Boxer-Dieselmotor am Markt!

Matsch more preiswert

Einzigartige Technik, bessere Haptik, neue Assistenzsysteme – eigentlich hätte der neue Outback im Preis einen Aufschlag erhalten müssen. Aber getäuscht, auch in diesem Punkt. Der neue Outback ist sogar günstiger als sein Vorgänger. Der 150 PS starke Diesel startet bei 34.400 € mit dem manuellen 6-Gang Getriebe und bei 38.400 € mit der stufenlosen Lineartronic. Als Comfort in „silber Metallic“ und Leder-Ausstattung und 18-Zoll Felgen stehen rund 45.000 € auf der Bestellung.

Fahrbericht des Subaru Outback mit Dieselmotor

Spazieren? Fahren!

Matsch more Crossover

SUBARU Outback – der Vorzeigepragmatiker im Crossover-Kleid

Eine überzeugende „Matsch more“ Vorstellung, mal ganz ohne Matsch. Kein anderer Hersteller geht so überzeugend den ganz eigenen Weg wie SUBARU. Autos, die ganz klar der Prämisse folgen, die Technik muss stimmen, dann der Rest.

 

 

Daten zum SUBARU Outback 2.0D Lineartronic

Verkaufsstart:  sofort – Auslieferung ab dem 28. März 2015
Basispreis:  38.400 €
Motorleistung:  150 PS aus 1.998 ccm³
Antrieb und Getriebe:  Stufenlose Automatik mit 7 (virtuellen) Schaltstufen
Beschleunigung:  n.a. Sekunden von 0-100 km/h
Normverbrauch:  6.1 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  192 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.815, 1.840, 1.605, 2.745 mm

 

Alle Fotos: Bjoern Habegger

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2 Kommentare

  1. News: Subaru Impreza – Solides Angebot › Mein Auto Blog
    28. Februar 2016 zu 15:07 Antworten

    […] Subaru hat den Einstiegspreis des Impreza um fast 2.400 Euro gesenkt, so dass der Allradler jetzt in der neuen Basisausstattung Trend ab 18.600 Euro zu haben ist. Für den Preis gibt es den 84 kW/114 PS starken 1,6-Liter-Boxerbenziner und Fünfgang-Handschaltung. Als Alternative zu dem kleinen Benziner bietet das Unternehmen nun auch den 2,0-Liter-Boxerbenziner mit 110 kW/150 PS und Sechsgang-Schaltung an, allerdings nur in Verbindung mit höheren Ausstattungslinien. Mindestens 21.500 Euro werden so für den Kompakten fällig. Ein CVT-Getriebe steht für den 1.6er mit 1.700 Euro und für den Zweiliter mit 2.000 Euro in der Preisliste. […]

  2. Subaru Impreza – Einstiegspreis sinkt unter 20.000 Euro › Mein Auto Blog
    24. Januar 2016 zu 18:07 Antworten

    […] neuen Modelljahr senkt Subaru den Einstiegspreis für den kompakten Impreza. Jetzt kostet der Fünftürer mit dem 84 kW/114 PS […]