trive.me: Parken, leichter als gedacht!

trive.me: Parken, leichter als gedacht!

Es gibt Dinge, die versteht man als Technik affiner Autoblogger nicht. Zum Beispiel, weshalb es noch immer keine alltägliche Indoor-Navigation gibt? Steige ich in mein Auto, dann sagt es mir nach Eingabe des Ziels genau, wann ich dort bin und erklärt mir die beste Route dorthin. GPS-Signal, Kartenmaterial, Verkehrsfluss und Bewegungs-Informationen sei Dank. Wer kann sich noch daran erinnern, wie man mit der Karte auf dem Schoss den Weg gesucht hat? Streit mit dem Beifahrer beim Lesen der Karte? Gibt es nicht mehr. Das Navi kennt den richtigen Weg, den besten Weg. Sobald man sich im öffentlichen Raum zu Fuß bewegt, sieht das anders aus. Ja, Google-Maps kennt den Weg von A nach B, aber in einem Kaufhaus den schnellsten Weg zum nächsten Apple-Store? Da verlässt man sich auf Wegweiser. Gedruckt und aufgehängt. Wenn man diese findet, findet man sich zurecht. Sonst? Sucht man. Wie man auch in einem vollen Parkhaus zur Weihnachtszeit einen freien Parkplatz sucht.

Ich drehe schon seit Stunden, hier so meine Runden. Ich finde keinen Parkplatz, ich will doch nur …“ Das hat mal Herbert Grönemeyer gesungen. Ist lange her, die älteren unter Euch erinnern sich eventuell. 

Das soll sich jetzt aber ändern. Wenn es nach der Parkhaus-App des Start-Ups „trive.me“ geht, dann finden wir uns in der Zukunft auch indoor ganz leicht zurecht.

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Indoor-Navigation – Mobilität auch indoor neu gedacht

Die app nennt sich „trive.park“ und setzt auf eine Indoor-Positionierungstechnologie, mit deren Hilfe man auch in geschlossenen Räumen die Orientierung nicht verliert. Vom Start zu Hause bis zum freien Parkplatz im Parkhaus, mit der trive.park App lässt sich eine echte „End-to-End“ Navigation umsetzen. Möglich wird dies durch eine Kombination aus mehreren Technologien. Die Sensorik des Smartphones, WLAN, Bluetooth, Fahrzeugdaten und GPS werden zu einem Paket gebündelt und über die Softwarelösung von trive.me zu einer APP kombiniert. Eine weitere Funktion von trive.park ist der „Car Finder“, der automatisch erkennt, ob man noch parkt oder bereits weggefahren ist. Höchst benutzerfreundlich, da die geparkte Position automatisch gespeichert wird, aber auch essenziell für die Parkhausplanung. Denn aus diesen Informationen lassen sich auch Prognosen für die Belegung ableiten und die bisher verwendete Hardware zur Erkennung von freien Parkplätzen reduzieren.

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Indoor-Navigation per trive.park APP

Alexander Süssemilch, der verantwortliche Projekt-Leiter für trive.park, erklärte bei der Demonstration der APP: Im Rahmen der Eröffnung einer neuen Niederlassung der EDAG in Wolfsburg wurde unser Produkt erstmalig der Öffentlichkeit im Live-Einsatz zur Verfügung gestellt. Das war ein wichtiger Meilenstein für uns. Unser Team hat zum Schluss Tag und Nacht daran gearbeitet, um am Stichtag das Release vorstellen zu können. Durch unsere erfahrenen Softwareentwickler und unseren agilen Entwicklungsprozess konnten wir den gewünschten Funktionsumfang fristgerecht umsetzen. Bisher konnten wir nur im Labor und auf kleineren Arealen testen. Herausforderung bei dem Projekt in Wolfsburg war daher vor allem, dass die eigenentwickelte App und die Algorithmen jetzt in einem riesigen Parkhaus mit ständig veränderter Belegungssituation valide funktionieren mussten. Dass wir genau das geschafft haben, konnten uns zahlreiche Tester und Kunden bestätigen. Jetzt sind wir „ready“ und können die Algorithmen rund um die Indoor-Positionierung am Markt als downloadbaren Softwarebaustein anbieten. Darauf sind wir mehr als Stolz.

Ey Mann! Wo ist mein Auto?

Wieder einmal zeigt es sich: Gute Apps und notwendige Lösungen fangen im Kopf an. Manchmal ist das Problem so simpel und im Falle der „Indoor-Navigation“ ist es eben auch einfach so normal – man nutzt Wegweiser. Aber die Macht der Daten, die Vernetzung und die APP-Philosophie der „Jetzt-Zeit“ erfordert einfach eine Veränderung. Vermutlich werden sich nächste Generation wundern, wofür es diese Wegweiser früher gab. Die konnten doch nie so genau sein wie die Karten basierte Navigation. Karten? Bald nur noch ein Relikt der Vergangenheit. Ach und natürlich freue ich mich persönlich vor allem auf eine Funktion: Das „Auffinden“ des eigenen Autos im Parkhaus. Wie oft ist es mir schon passiert? Am Flughafen geparkt, nach zwei Tagen zurück gekommen und dann vor der Frage gestanden: „Ey Mann! Wo ist mein Auto?“  … mit trive.park hat sich das dann auch erledigt ;)

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Über trive.me, eine Marke der EDAG Engineering GmbH

Unsere Vision ist das Fahren 4.0 – das geniale Vernetzen von Fahrer, Fahrzeug und Umwelt. Wir sind trive.me! Wir treten an, um die Automobilbranche und die digitale Welt zusammenzubringen. trive.me verbindet die Expertise von gestandenen Automotive Entwicklern mit dem Spirit und Ideenreichtum von Programmierern, Designern und Netzmenschen. Für uns ist Software im Auto nicht nur Beiwerk, sondern beschreibt die entscheidende Schnittstelle zwischen Fahrer und Mobilität. Sie ist essentiell für die Vision vom Fahren 4.0.

 

 

4 Kommentare

  1. Thilo
    12. September 2016 zu 11:08 Antworten

    Ein etwas ungewöhnlicher Artikel auf unserem schönen Blog hier :P, aber finde das Thema total spannend :)!
    In welchem Parkhaus bzw. in welcher Stadt wird denn die Indoor-Navigation weiter ausgerollt/erprobt?
    Kann man sich das mal anschauen kommen?

    • Bjoern
      Bjoern
      12. September 2016 zu 11:12 Antworten

      Oha, da hat der Autor es echt verpasst. Aktuell funktioniert es in einem Parkhaus in Wolfsburg, direkt bei der dortigen EDAG-Dependance.

  2. Rainer
    11. September 2016 zu 18:23 Antworten

    Der Ansatz ist ja durchaus spannend, aber aktuell ist da wohl eine ganze Menge Wunschdenken dabei? Stichwort WiFi n Parkhäusern, Indoor Navigation in Tiefgaragen, Reservierungsfunktion, etc.pp….

    • Bjoern
      Bjoern
      12. September 2016 zu 09:04 Antworten

      Es ist wie immer: Einer muss anfangen ;)