VLN: Girl-Power bei WS-Racing

VLN: Girl-Power bei WS-Racing

Dabei geht es allerdings um mehr als bloße Einzelergebnisse, denn die Truppe aus dem rheinland-pfälzischen Pellingen verfolgt einen ehrgeizigen Plan: Sie wollen die Männerdomäne Motorsport mit geballter Frauenpower aufmischen. Dazu bringt Teamchef Thorsten Willems mit Tina Annemüller, Tatjana Hanser und Sarah Ganser drei schnelle Ladies an den Nürburgring, die genau wissen, wie man ein Rennauto bewegt. Ihr Ziel: Das nächste 24h-Rennen als reine Damenmannschaft bestreiten. Der legendäre Eifelkurs ist aber natürlich keine Rennstrecke wie jede andere, die Racerinnen bereiten sich daher gründlich auf ihre Aufgabe vor.

Schnelle Frauen sind in der ‚Grünen Hölle‘ nichts Neues: Das Eifeler Urgestein Sabine Schmitz belehrt schon seit vielen Jahren all jene Herren, die dem schöneren Geschlecht das Fahrtalent absprechen wollen, eindrucksvoll eines Besseren. Dabei ist sie nicht alleine: In der aktuellen VLN-Saison hat mit Michela Cerruti außer Schmitz noch eine weitere Frau die oberste Stufe des Siegerpodests erklommen. Doch trotz dieser positiven Beispiele ist weiblicher Esprit hinterm Steuer im Motorsport immer noch die Ausnahme.

Willems erklärt: „Wir wollten schon länger mal ein reines Damenteam aufstellen, und jetzt ist es bald soweit. Mit Tina Annemüller, Sarah Ganser und Tatjana Hanser haben wir drei schnelle Mädels, mit denen wir 2016 beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring starten wollen.“ Das Ganze soll aber keine bloße PR-Aktion werden – die Truppe bereitet sich mit vollem Einsatz auf ihre Mission vor: So bestreitet Tina nach einigen Jahren im Rallye-Sport ihre erste RCN-Saison, während Tatjana bereits seit vergangenem Jahr bei einzelnen VLN-Rennen mit von der Partie war. Und auch für Sarah ist die Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring nach ihren RCN-Erfahrungen der logische nächste Schritt in ihrer Rennfahrerkarriere. Daher wird die Stolbergerin beim sechsten VLN-Lauf für WS-Racing ins Lenkrad greifen.

„Ich war schon einmal in einem reinen Ladies-Team unterwegs und es war spannend zu sehen, was wir Mädels ausrichten können“, erzählt Sarah. „Mit Männern gibt es einfach eher Konkurrenzdenken, wenn eine Frau schneller ist als sie. Daher freue ich mich besonders auf dieses Projekt. Das ist das Beste, was passieren kann.“

Die 20-Jährige Nachwuchspilotin träumt dabei schon länger von Einsätzen in der VLN: „Eine komplette Saison zu fahren ist ein großes Ziel von mir. Bis jetzt hatte ich leider immer Pech, wenn ich dort starten wollte, deshalb hoffe ich natürlich, dass es dieses Mal besser läuft.“ Der legendäre Eifelkurs hat es ihr besonders angetan: „Der Nürburgring hat etwas Magisches, was einem keine andere Strecke geben kann.“ Ihre zukünftige Teamkollegin Tatjana teilt diese Begeisterung: „Die Nordschleife ist immer wieder eine Herausforderung. Jede Kurve kommt doch anders als gedacht, wenn man auf den Verkehr reagieren muss – das bedeutet Spannung pur. “

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