VLN: Uwe Alzen, das Doppel im Visier

VLN: Uwe Alzen, das Doppel im Visier

Nordschleifenurgestein Uwe Alzen feierte am 18. August seinen 48. Geburtstag und könnte sich nur vier Tage darauf mit einem Erfolg beim sechsten VLN-Lauf der Saison 2015 ein verspätetes Geburtstagsgeschenk machen. Es wäre der zweite Sieg in Folge, denn bereits vor drei Wochen konnte der Betzdorfer an der Seite von Dominik Schwager die oberste Stufe des Podests besteigen. Anfang August noch im Ford GT seines Bruders Jürgen Alzen unterwegs, nimmt er jetzt allerdings für Haribo Racing im Mercedes AMG SLS GT3 Platz. Damit könnte Alzen der erste Fahrer in der VLN sein, der in zwei aufeinanderfolgenden Läufen einer Saison mit zwei verschiedenen Fabrikaten gewinnt.

Du hast schon auf Porsche und BMW gewonnen – war der Triumph im Ford etwas Besonderes?
Zum einen war es etwas Besonderes, weil ich mich natürlich sehr für das Team meines Bruders Jürgen und für H&R gefreut habe, zum anderen aber auch, weil das Auto sehr schwierig zu fahren war. Man hat gesehen wie anstrengend es war, als mein Teamkollege Dominik Schwager aus dem Auto stieg. Der war völlig fertig und hatte Kreislaufprobleme.

Wie sehr musst du dich fahrerisch vom Ford auf den Mercedes umstellen?
Den SLS kannst du vergleichen mit einem gut sitzenden Schuh: Du gleitest rein, da passt die Pedalerie, da passt das Lenkrad, du kannst alles für den Fahrer individuell verstellen. Die Ergonomie was die Anordnung der Schalter angeht ist super, die Lenkung ist leichtgängig, die Bremse einfach zu betätigen – es ist ein Traum, dieses Auto zu fahren. Dabei hat der Motor ein bombiges Drehmoment, das Getriebe schaltet butterweich – einfach ein perfektes Rennauto. Der Wechsel dürfte also nicht allzu schwer fallen.

Welche Chancen rechnest du dir für das kommende Rennen aus?
Wir haben im SLS einige Renneinsätze für Haribo hinter uns und waren so oft kurz davor, zu gewinnen oder zumindest einen Platz auf dem Podium zu erreichen, haben aber leider ein ums andere Mal mit der Technik gehadert. Jetzt ist es hoffentlich endlich soweit, dass der Knoten platzt, weil das Team um Haribo Racing es wirklich verdient hat. Zudem hätte ich die Möglichkeit, in zwei aufeinanderfolgenden Rennen in zwei unterschiedlichen Fahrzeugen zu gewinnen und das muss die Zielsetzung sein. Das Auto ist gut, die Mannschaft ist gut, wir haben einen tollen Reifenpartner, zusammen also ein super Paket. Jetzt brauchen wir nur noch das nötige Quäntchen Glück und dürfen keine Fehler machen. Dann glaube ich, dass wir ein Wörtchen mitreden können wenn es um den Sieg geht.

Wie fühlt es sich an, jetzt gegen Dominik Schwager zu fahren, mit dem du dich beim vergangenen Lauf noch abgewechselt hast?
Das betrachte ich ganz nüchtern: Für mich heißt Rennfahren das Maximum zu geben. Ich schaue, was ich für ein Paket habe, ob ich mit stumpfen Waffen kämpfe oder die Chance habe, aufs Treppchen zu fahren. Und wenn ich diese Chance sehe, werde ich sie nutzen. Natürlich freue ich mich, wenn ich den Dominik irgendwo auf der Strecke sehe, in dem Auto, in dem ich selbst noch vor einigen Wochen gesessen habe. Aber letztendlich geht es darum, Rennen zu gewinnen.

Werden dich die VLN-Fans in diesem Jahr noch öfter auf der Eifelstrecke sehen?
Ich freue mich, in meinem Stammteam bei Haribo wieder Rennen zu bestreiten. Die VLN-Läufe sechs, sieben und acht sind geplant und da geht es für mich darum, Siege und Podiumsplätze einzufahren, ganz klar.

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