Range Rover Evoque: Facelift für den Offroad-Beau

Range Rover Evoque: Facelift für den Offroad-Beau

Kein ganz leichter Spagat, den der Range Rover Evoque seit ein paar Jahren hinlegen muss. Auf der einen Seite ist das kompakte SUV der Briten das „Lifestyle-SUV“ par excellence, auf der anderen Seite muss auch ein „kleines SUV“ bei den Briten durch das Gelände marschieren. Da gehören 50 Zentimeter Wattiefe durchaus zum Pflichtprogramm.

Botox für den Briten

Vorstellung des Range Rover Evoque

Es ist ein zartes Facelifting für den Range Rover Evoque. Allzu viel wollte man vermutlich auch nicht verändern. Ist das kleine englische SUV doch seit seinem Erscheinen 2011 ein Dauerseller im Programm von Range Rover. Und der mit der größten Stückzahl zudem. Rund 450.000 Fahrzeuge in vier Jahren. Da kann man sich beim anstehenden Facelift ein wenig zurück halten.

Test Fahrbericht 002 Range Rover Evoque Herstellerfotos

Die größte Neuheit steckt dann auch unter der Hülle. Neben dem neuen Triebwerk ist es ein überarbeitetes Fahrwerk. Optional bietet man „Magnaride-Dämpfer“ und damit in der Wirkung variable Stoßdämpfer. Das richtige Werkzeug, um dem Evoque in beiden Disziplinen, dem soften Touren und dem sportlichen Wedeln noch einmal nachzuhelfen. Dass zudem die Lenkung neu abgestimmt wurde, hilft beim Erfahren der neuen Fahrwerksabstimmung. Für ein SUV ist der Evoque angenehm direkt, geht freudvoll aktiv zur Sache. Dabei verkneift sich das Fahrwerke jedwedes Poltern. Der Evoque fühlt sich erwachsen an. Und das bei seiner überschaubaren Größe.

Damit sich das Fahrwerk auch gefordert fühlt, zog eine neue Motorengeneration unter der Motorhaube ein. Die ältlichen 2.2 Liter Diesel (aus einer Kooperation mit Peugeot stammend) mussten ihren Platz räumen, an ihre Stelle treten nun moderne 2.0 Liter Dieselmotor der „Ingenium-Generation“. Diese Voll-Aluminium Triebwerke sind eine Jaguar / Land-Rover Eigenkonstruktion und dank AdBlue-Technik zu 100% auf EU6 getrimmt. (In Zeiten wie diesen muss man das ja auch mal erwähnen! )

Die Diesel-Triebwerke der neuen Ingenium-Generation sind rund 20 Kilogramm leichter als die 2.2 Liter Motoren und werden aktuell in zwei Power-Varianten angeboten. Der Evoque nagelt entweder 150 oder 180 PS stark durch die Lande. Das Geräusch des Selbstzünders kann der Evoque nie ganz verstecken, im Stand noch prägnant, verschwimmt es bei Richtgeschwindigkeit dann aber mehr und mehr im Hintergrund.

Der 150 PS starke Diesel ist als eD4 mit Frontantrieb erhältlich, ptional auch als Allradler. Den 180 PS Diesel gibt es hingegen nur mit Allradantrieb. Was dem Frontantriebler jedoch definitiv fehlt, ist die Option, das 9-Gang Automatikgetriebe von ZF als Option zu ordern. Im Gegensatz zum eher knochig zu schaltenden manuellen Getriebe verwöhnt der Automat mit verschliffenen Gangwechseln und einer immer passenden Übersetzung.

Test Fahrbericht 056 Range Rover Evoque Herstellerfotos

Fünf Türen oder drei?

Vor allem eine optische Frage. Die Antwort muss sich jeder selbst geben. Der Dreitürer sieht noch einmal eine Nummer verschärfter aus. Range Rover nennt die Variante „Coupé“ – nun, kann man tun.

Lifestyle kostet

Der Range Rover Evoque ist ganz sicher der Lifestyle-Experte unter den kompakten SUVs, allerdings lassen sich die Briten diesen „Glanz“ auch ganz ordentlich bezahlen. Zwischen 34.500 und 56.400 € bewegt sich die Spanne für die Eintrittskarte in das „königliche“ Lifestyle-SUV. Dabei bleibt immer noch ein wenig Luft für die Optionen auf der Aufpreisliste.

Die bietet allerhand Schmankerl. Vom adaptiven LED-Scheinwerfer und einem großen Panorama-Glasdach über klimatisierte Sitze, Einpark-Assistenten, Premium-Soundsystem und verschiedenen Paketen, in denen thematisch die wichtigsten Ausstattungs-Details zusammengefasst wurden.

Mit 7.200 € kostet das Luxuspaket soviel wie anderswo ein Kleinwagen, beinhaltet jedoch das Panorama-Glasdach, neue Assistenzsysteme, das Meridian-Soundsystem, Keyless-Go, eine elektrische Heckklappe und noch einige andere Details.

Test Fahrbericht 050 Range Rover Evoque Herstellerfotos

Fazit:

Der Evoque bekam ein mildes Facelift, ein wenig Botox in die Stoßfänger des britischen Style-SUV. Er bleibt dennoch das kompakte SUV mit beeindruckenden Restwerten, überzeugt mit modernen Motoren und kombiniert den Großstädter-Chic mit den Trekking-Talenten eines bequemen Wanderstiefels.

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2 Kommentare

  1. News: Range Rover SV Autobiography – Britain´s next Top Model › Mein Auto Blog
    29. Januar 2016 zu 09:06 Antworten

    […] will der längste, teuerste und stärkste Range Rover in der 45jährigen Historie des Klassikers sein: Der „Range Rover 5,0L Supercharged SV […]

  2. Gero
    3. November 2015 zu 11:33 Antworten

    Der Erfolg mag ihm Recht geben, aber ich kann mich irgendwie mit dem Design des Range Rovers immer noch nicht anfreunden… Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, aber der Übergang Motorhaube zu Scheinwerfer/Kühler passt irgendwie nicht. Innen sieht es dagegen deutlich besser aus!
    Viele Grüße!