Test: TomTom Curfer – Der digitale Beifahrer

Test: TomTom Curfer – Der digitale Beifahrer

TomTom kennt man eigentlich mehr als Navigations-Experten. Seit einiger Zeit bietet TomTom jedoch ein spannendes Gadget an: Den CURFER.

Der digitale Beifahrer – Der CURFER

OBD-Bluetooth-Dongle und Smartphone App zur Überwachung und der Analyse der eigenen Gewohnheiten.

— Daten in Echtzeit —

Den Bluetooth-Dongle der kaum größer ist als zwei Deckel für die klassischen Wasserflaschen, steckt man einfach nur in den OBD-Port des Fahrzeuges. Je nach Fahrzeug findet man den mal schneller und mal weniger schnell. Manch Hersteller versteckt den Port sehr gut. So hat sich der aktuelle Jaguar XF zum Beispiel erfolgreich gewehrt. Eigentlich hilft der Curfer bei der Einrichtung und gibt Hinweise wo der OBD-Port steckt, allerdings kennt er noch nicht alle neuen Autos.

Einige der m-a-b Testfahrzeuge Autos konnten dem Test mit dem Dongle unterzogen werden. Zum Beispiel ein Ford Mustang 5.0 und ein Land Rover Sport Hybrid. Wobei TomTom auf der eigenen Webseite darauf hinweist, dass der Curfer nicht mit Hybrid- und Elektroautos kompatibel ist.

So verbindet man den Curfer mit dem Smartphone

Sobald der TomTom Curfer im OBD-Port steckt wird er von diesem mit Strom versorgt. Die kostenlose Smartphone-App zieht man sich aus dem Play-Store oder dem Apple-App Store. Die Bluetooth-Verbindung am Smartphone starten, nach dem OBD suchen und verbinden. Eine genaue Schritt-für-Schritt Anleitung liegt dem Curfer-Paket natürlich bei.

TomTom Curfer 005 Test OBD Bluetooth mab

Links der Deckel einer Wasserflasche, rechts – das ist der CURFER.

Was kann der Curfer?

Zusammen mit der App zeigt der Curfer Echtzeit-Informationen vom Fahrzeug an. Im „Experten-Modus“ sind das so Werte wie die Motordrehzahl, unterschiedliche Temperaturgeber (Motoröl, Getriebe-Öl, Ansauglufttemp., usw.) – im Prinzip die gesamten Informationen die man in Echtzeit abgreifen kann.

In Verbindung mit der Smartphone-App werden ein digitaler Tacho und die aktuellen Fahrdaten angezeigt. Fahrstrecke, Geschwindigkeit, Durchschnitt, ect. Der Ford Mustang 5.0 kam zum Beispiel während der Testfahrt auf GPS-verbriefte 249 km/h. Und dank des integrierten G-Sensors lassen sich auch die Querbeschleunigungswerte auslesen. Die gesamten Daten für eine Fahrt kann man auch aufzeichnen lassen. Für diese Aufzeichnung ist jedoch eine Aktivierung im letzten Modul-Fenster von Nöten. Erst danach zeichnet der CURFER die Fahrten auf. Wobei die GPS-Informationen vom Smartphone stammen, die App muss also ebenso gestartet werden.

Hat man erst einmal ein paar Fahrten erledigt, zeigt einem der CURFER den persönlichen Fahrstil. Ähnlich einem Fahrlehrer oder Coach, vergibt der CURFER für 4 Bereiche Punkte: Beschleunigung, Bremsen, Kurven und Leerlauf. Je ausgewogener und ökonomischer die Fahrt, desto höher die Punktzahl.

Je höher die Punktzahl – desto mehr grinst das schematisch in der App dargestellte Autogesicht. Das ist erst einmal nur eine Art „Fitness-Check“ für den eigenen Fahrstil. Ähnlich einem Schrittzähler am Handgelenk, überwacht Curfer die Tätigkeiten des eigenen Autos.

Wichtig zu wissen: Die gesammelten Daten verbleiben in der CURFER-App und werden von TomTom nicht für die Verarbeitung zu Routing-Hinweisen genutzt.

TomTom Curfer 011 Test OBD Bluetooth mab

Was kann der Curfer nicht?

Dem Curfer fehlt ein eigener GPS-Tracker, sowie eine SIM-Karte. Erst in Verbindung mit dem Smartphone wird aus dem Curfer ein vollwertiges Trackingtool. Der Curfer entstammt dem TomTom Telematics-Bereich, muss aber ohne die dort genutzte Web-Oberfläche auskommen. Der „Link 100“ ist damit die „Consumer-Lösung“ aus dem TomTom-Konzern für Flottenmanagement und bringt vor allem Unterhaltung.  Was es nicht ist: Ein digitales Fahrtenbuch.

Was nützt es mir?

Auf mein-auto-blog fahren wir mir unseren Testfahrzeugen immer auch Verbrauchsmessungen. Immer die gleiche Strecke, immer der gleiche Fahrer, immer die gleiche Tankstelle an der nachgefüllt wird. Wir legen also Wert auf nachvollziehbare und belastbare Daten.

Mit Hilfe des TomTom Curfer könnten wir diese Daten in der Zukunft für Euch, grafisch, noch eleganter und mit GPS-Informationen unterfüttert aufbereiten. Und – die Fahrzustände werden sichtbar: Also: Wie schnell ist man gefahren? Wie oft stand das Fahrzeug? Fuhr man in den gleichen Bedingungen und so weiter.

Was nützt es Euch?

Wer ein wenig Spaß daran hat, die Information aus seinem OBD-Port abzugreifen und in einer grafisch schön umgesetzten Lösung darzustellen, der sollte sich den CURFER anschauen. Zudem könnt Ihr Euch bei Eurem Fahrstil coachen lassen. Virtuelle Medaillen werden verliehen und ihr könnt euch dabei helfen lassen, wie ihr in Zukunft sparsamer unterwegs sein könnt.

Fazit zum TomTom Curfer

Ein cooles Gadget für Auto-Freaks und Fans. Ein Spielzeug, aber auch ein Hilfsmittel – und wir überlegen jetzt einmal, wie wir die Funktionen des TomTom Curfer für Euch sinnvoll in den Test-Alltag integrieren. 

 

 

Disclosure: TomTom hat den CURFER kostenfrei zur Verfügung gestellt. Für dieses Review / Test wurde keine Aufwandsentschädigung gezahlt! 

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