Škoda Yeti 4×4 2,0 TDI – selbst in diesem Winter eine helle Angelegenheit

Škoda Yeti 4×4 2,0 TDI – selbst in diesem Winter eine helle Angelegenheit

„Wie können wir Dir denn mal was Gutes tun?“ Mit dieser Frage eröffnete Ober-Testfahrer Bjoern vor einigen Tagen unser Gespräch. Wir sind hier die Testfahrer. Statt immer nur über Motorsport zu schreiben, bat mich Bjoern für das Blog das zu tun, was dem Blog seinen Namen gibt. Wenige Tage später stand ein Škoda Yeti 4×4 2,0 TDI vor meiner Tür.

Meine Beziehung zu Škoda war zuvor etwas unterentwickelt. Zwar erzählt mein 97 Jahre alter Großvater gern, was der tschechische Hersteller vor dem Krieg für tolle Autos gebaut habe. Doch mein Bild ist eher von den Škoda 105 und 130 geprägt, die es in den 1980er-Jahren sogar bei uns im hohen Norden vereinzelt gab. Dabei gehört Škoda seit mehr als 20 Jahren zu Volkswagen.

Inzwischen ist Škoda selbst in mehr als 100 Ländern der Erde vertreten. Mit Modellen wie dem Octavia und besonders auch dem Superb gewinnt Škoda dabei immer öfter Kunden, die vorher ihr Auto in Schweden bei Saab oder Volvo ein Auto gekauft haben. Dazu bieten die Tschechen mit dem Yeti ein Kompakt-SUV an, der eigene Duftmarken setzt.

Meine Testfahrt beginnt daher mit einer Heimkehr. Obwohl ich zuvor noch nie in einem Škoda gesessen habe, fühle ich mich sofort heimisch. Schon beim ersten Einsteigen in den Yeti trifft der langjährige Kunde des Volkswagen-Konzerns, der ich bin, auf viel Bekanntes.

Viele gute Bekannte, im Innenraum und unter der Motorhaube

Denn das Bekannte fängt unter der Motorhaube an. Hier ist im Škoda Yeti, den ich teste, genau das 2,0 TDI-Aggregat zu Hause, das so etwas wie das Rückgrat des Konzerns ist. Mit Ausnahme der Edeltöchter Bentley und Lamborghini setzen alle Konzernmarken der Wolfsburger auf diesen Motor. Dazu verkaufte Volkswagen den Motor auch an Kunden wie Dodge, wo dieser Motor von 2006 bis 2010 auch den Caliber souverän antrieb.

sKODA yETI tESTFAHRT
Im Dschungel der Großstadt macht der Škoda Yeti 4×4 2,0 TDI macht eine gute Figur.

Mit 140 PS Leistung und einem Drehmoment von 280 Nm ist auch dieser Yeti mehr als ausreichend motorisiert. Egal, ob in der Stadt, auf der Landstraße oder der Autobahn – ein Verkehrshindernis sieht anders aus. Ausgerüstet mit einem Sechs-Gang-Getriebe ermöglicht der Tscheche mit deutschen Wurzeln in jeder Situation ein drehzahlarmes Gleiten durch die Landschaft.

Das ist gut für den Benzinverbrauch des Škoda Yeti 4×4 TDI 2.0

Denn auch wenn sich der Yeti anders anfühlt, hier wird Leergewicht von immerhin 1.530 Kilogramm bewegt. Mit mir, einigem Gepäck und einem vollen Tank an Bord knacken wir locker die Marke von 1,6 Tonnen. Trotzdem schaffe ich mit einer Tankfüllung eine Strecke von 853 Kilometern.

Erst dann zeigt der Bordcomputer nur noch eine Testreichweite von weniger als 50 Kilometern an. In den Tank passen jetzt rund 57 Liter. Im Schnitt habe ich für 100 Kilometer also 6,68 Liter Diesel verbraucht. Da ich mit dem Yeti viel im Stadtverkehr unterwegs war, aber auch Autobahnpassagen mit Höchstgeschwindigkeit (190 km/h) absolviert habe, ist das in meinen Augen für dieses Fahrzeug ein guter Wert.

Auf der Fahrt beeindruckt der Testwagen von Škoda Deutschland mit einer herausragenden Ausstattung. Ungewöhnlich ist, dass selbst ich den Sitz nicht ganz nach hinten rücken muss, um angenehm im Škoda Yeti zu sitzen. So bleibt, selbst wenn der Fahrer mehr als zwei Meter lang ist, auf der Rückbank noch ausreichend Platz für einen Mitfahrer.

Noch besser würde ich allerdings sitzen, wenn sich das Lenkrad noch etwas weiter herausziehen lassen würde. Dann müsste ich meine langen Beine nicht so stark anwinkeln. Gleichwohl, ich jammere jetzt auf hohem Niveau.

Nicht in die Berge, sondern in die Wüste geht es dieses Mal mit dem Yeti

Das Navigations- und Soundsystem

Ausgerüstet ist der Testwagen mit einem umfangreichen Radio-Navigationssystem. Es bietet mit einem großen Touchscreen-Farbdisplay und zahlreichen Anschluss- bzw. Verbindungsmöglichkeiten alles, was Autofahrern heute wichtig ist. Mir reicht, dass ich in Verbindung mit meinem iPhone über Bluetooth Musik hören kann. Praktisch sind die Bedienelemente am Lenkrad. So kann ich beim Fahren bequem steuern, welchen Titel ich höre oder wie laut es dabei zugehen soll.

Bei der Kopplung des Telefons mit dem Auto musste ich jedoch eine unerwartete Hürde überwinden. Denn die entsprechende Funktion lässt sich nicht über die Setup-Taste erreichen. Die Kopplung lässt sich – bei stehendem Fahrzeug – ebenfalls über das Lenkrad vornehmen. Gut, dass das Auto dabei mit Hilfetexten unterstützt. Warum aber bei Anzeige der Hilfetexte die festen Elemente wie die Uhrzeit, die Außentemperatur und der Kilometerstand angezeigt werden müssen, ist das Geheimnis der Entwickler. Es wäre besser, wenn das gesamte Display für die Hilfetexte zur Verfügung stehen würde.

skoda yeti parklenkassistent

Ein besonderes Vergnügen mit diesem Škoda Yeti ist das Einparken. Denn der Testwagen ist mit dem Parklenkassistenten ausgerüstet. Der Yeti wird so fast vollautomatisch in geeignete Parklücken gestellt. Die Lenkung übernimmt der Mann des Jahres 1982, dem Fahrer bleibt vorbehalten Gas und Bremse zu bedienen. Praktisch, aber treibt den Preis des Yeti nochmals um mindestens 480,00 € nach oben. Gerade hier, in einem Altbauviertel, wo Parkplätze knapp sind, kann das gut angelegtes Geld sein.

Lass die Sonne rein

Ebenfalls gefallen hat mir das elektrisches Panoramaschiebedach mit elektrischem Sonnenrollo. Selbst in diesem Winter wird das Fahren im Yeti so zu einer hellen Angelegenheit. Das passt zu diesem Škoda Yeti.

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