VLN 2015 – Lauf 3: Start, Feuer, Sieg!

VLN 2015 – Lauf 3: Start, Feuer, Sieg!

Es ist das typische Eifelwetter, vormittags Regen, dann Sonne, Wolken und alles bei kühlen Temperaturen. Dieser dritte Lauf ist insgeheim der Saisonauftakt des VLN-Jahres, waren zuvor die Rennen geprägt von den Werksteams und deren Vorbereitung auf das 24h-Rennen- trumpfen nun die auf, die ohne die ganz großen Budgets in die Eifel reisen. 

Start-Ziel-Feuer-Sieg! Die Frikadelle gewinnen zum fünften Mal in der Eifel

Von der Pole zum Sieg, sowas nennt man eigentlich einen Start-Ziel-Sieg, wenn dazwischen nicht die Dramatik eines brennenden „Frikadelli-Porsche“ in der Boxengasse gewesen wäre. Es war keine Stunde mehr zu fahren als beim 57. ADAC ACAS H&R Cup der in Führung liegende Frikadelli Porsche in der Boxengasse Feuer fängt. Doch das Team behält einen kühlen Kopf und der Porsche fährt mit kaum merklicher Verspätung aus der Box heraus. Der Porsche wird gelöscht, der letzte Boxenstopp abgehandelt.

An der Spitze wurde es danach noch ein Mal richtig eng. Der von Startplatz 2 in das Rennen gestartete Wochenspiegel-Porsche konnte nach zwei Runden die Führung von Sabine Schmitz im Frikadelli Porsche übernehmen, fliegt dann jedoch spektakulär im Bereich „Einfacher GP-Strecke“ ab.

Das Rennen für den Wochenspiegel-Porsche damit beendet.

Am Ende robben sich die Black Falcon Jungs „Gerwin“, Metzger und Eng im Porsche 911 Cup GT3 auf Platz 2 und lassen nur eine überschaubare Lücke zum Sieger-Team.

VLN lauf 3 03 2015

VLN ohne Werks-GT3-Übermacht bedeutet vor allem auch, ein Auge für die Cup-Klassen zu haben:

Zum Beispiel die Toyota GT86:

Schon am Samstagvormittag, bei noch teilweise feuchter Strecke war Arne Hoffmeister schnellster Fahrer im Feld der Toyota-Piloten und stellte den GT86 mit der Startnummer 534 mit einer Zeit von 11.12,307 Minuten auf die Pole-Position. „Wir sind gleich zu Beginn der Qualifikation schnell rausgefahren und hatten noch recht gute Bedingungen. Als es dann stärker zu regnen begann war klar, dass unsere Zeit nicht zu schlagen sein würde“, beschreibt Arne Hoffmeister die Situation. Im Rennen bei perfekten äußeren Bedingungen ging dann sein Teamkollege Fabian Wrabetz vom Start weg in Führung und baute diese Position kontinuierlich aus. „Als ich das Steuer übernahm, hatten wir bereits einen komfortablen Vorsprung. Ich konnte mich ganz darauf konzentrieren, meinen Rhythmus zu fahren und das Rennen zu kontrollieren“, berichtete Hoffmeister nach der Zieldurchfahrt. „Erst gegen Ende, als der Verkehr durch die vielen Ausfälle deutlich weniger wurde, habe ich noch einmal richtig Gas gegeben,“ lacht der 26-jährige Hobbyrennfahrer, der in 9.43,834 Minuten da auch die schnellste Rennrunde drehte.

„Super glücklich“ über Platz zwei war Olivier Muytjens, zumal der Belgier diesmal auf seine beiden verhinderten Stammpiloten „Brody“ und Bruno Barbaro verzichten musste. Als Ersatz heuerte er kurzfristig den VLN-erfahrenen Briten Joe Moore an. „Joe hat seine Sache richtig gut gemacht, obwohl er das Auto nicht kannte. Wir hatten heute einfach ein perfektes Rennen“, jubelte Muytjens nach der Siegerehrung.

In der Anfangsphase des Rennens konnte auch Kevin Hönscheid (WH Motorsport) im Kampf um einen möglichen Podiumsplatz mitmischen und war zunächst sogar erster Verfolger von Hoffmeister. In der dritten Runde kam es aber im Bereich Wehrseifen zu einem „unfreundlichen Feindkontakt“, wie Teamchef Wolfgang Hönscheid das Pech seines Sohnes umschrieb. Bei einem Notstopp wurde das vorne rechts an der Front beschädigte Auto mit viel Tape „geflickt“ und das Vater-Sohn-Duo erreichte danach immerhin noch auf Rang fünf das Ziel.

VLN lauf 3 02 2015

Und noch spannender, der mit Dunlop ausgerüstete BMW M235i Cup:

Hier fiel die Entscheidung erst in der letzten Runde. Am Ende hatte der BMW M235i mit Weidinger, Schrey und Ebertz die Niere vorne. Dahinter folgten Lesien, Jäger und auf P3 der BMW M23i mit der Startnummer #687. Beim Team Die Martino / Oberheim (#687) entschied der Tankstopp in der vorletzten Runde. Bei den knallharten Duellen über 4 Stunden reichte dieser letzte „Splash’n’Dash“ um den Sieg zu verpassen.  Dabei war die Klasse Cup 5 selbst nach fast 4 Stunden bei den Top 4 noch in einer Zeitspanne von nur 2.6 Sekunden unterwegs – da passen dann kaum mehr Autos rein.

Die BMW M235i bestreiten ihr Rennen alle auf den Einheitsreifen von Dunlop, und auch die restliche Technik ist identisch, hier entscheiden am Ende wirklich die Rennfahrer und das Team dahinter, über Sieg oder Niederlage.

Der nächste VLN-Lauf startet am 04.07.2015 – Wer noch nicht dabei war, sollte das dann endlich mal auf die eigene Agenda setzen, oder er schaut sich den Livestream des VLN-Laufes an

 

 

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