VLN 6-Stunden Rennen am Nürburgring

Um 12 Uhr fiel an der traditionsreichen Rennstrecke in der Eifel die Startflagge zum zweiten Höhepunkt der VLN-Saison 2012. Neben dem 24 Stunden Rennen ist das 6-Stunden Rennen in jeder Saison ein Volksfest für die Fans rund um die Strecke.

Ein besonderes Highlight war der Schubert BMW Z4 GT3 mit der „Ja, zum Ring“ Beklebung. Mit Claudia Hürtgen neben den Herrenfahrern Posavac und Buchardt war der Z4 theoretisch gut besetzt. Eine unübersichtliche Situation im Training, mit anschließendem Windschatten-Überholmanöver war verantwortlich für einen eher dezenten sechsten Startplatz.

Sag Ja zum Ring - Schubert BMW Z4 GT3

Sag Ja zum Ring – Schubert BMW Z4 GT3

Völlig anders erging es dem zweiten Dunlop-Entwicklungsteam: Denn der ROWE Motorsport  AMG SLS GT3 mit der Startnummer 7 war der glückliche Schubert-Windschatten-Genießer und konnte mit einer beeindruckenden 8:07.736min die Pole-Position sichern.

Bei einem 6 Stunden Rennen ist die Pole-Position nicht die Vorentscheidung – ähnlich dem 24 Stunden Rennen. Auf der Nordschleife und der GrandPrix-Kurzanbindung können innerhalb der 6-Stunden Renndistanz große und kleine Tragödien stattfinden. Und auch das siebte Rennen der VLN-Meisterschaft bot einige dieser Wendungen.

Auch davon betroffen, ausgerechnet der Schubert BMW Z4 mit der „Sag Ja, zum Ring“ Renn-Bemalung, um 15:22  der Schrecken: In langsamer Fahrt auf der GP-Strecke unterwegs und schließlich ausrollend. Als Ausfallgrund wird ein „Materialfehler im Bereich Krümmer“ genannt. Aus Sorgen um die Gesundheit der Fahrer, zieht das Team Schubert daraufhin den Z4 zurück. Durch den gebrochenen Krümmer konnten Abgase in den Innenraum gelangen und wurden dadurch zu einer Gefährdung des Fahrers.

Deutlich erfolgreicher an diesem fast trockenen und teilweise sogar sonnigen Tag in der Eifel: Der ROWE Motorsport SLS GT3.

Vor allem in der zweiten Hälfte des Rennens fesselte ein spannendes Duell an der Spitze die Aufmerksamkeit. Dem Wettergott war die Spannung auf den ersten 3 Plätzen aber anscheinend noch nicht groß genug. Knapp 20 Minuten vor Renn-Ende schickte er an einigen Stellen der Strecke mit feuchten Grüßen in Form von Regenschauern seine Anerkennung hinab. Die Teams und ihre Fahrer auf der Strecke hätten vermutlich gerne darauf verzichtet.

Das Team ROWE Motorsport setze sich am Ende nicht nur gegen den Wettergott mit seinem späten Regen-Humor durch, sondern auch gegen die beiden Audi R8 LMS der Teams Raeder Motorsport und Phoenix.

Das Sieger-Trio vom Team ROWE Motorsport. v.l.: Michael Zehe, Thomas Jäger, Roland Rehfeld

Das Sieger-Trio vom Team ROWE Motorsport. v.l.: Michael Zehe, Thomas Jäger, Roland Rehfeld

Besonders beeindruckend nach dem Zieleinlauf war die Differenz zwischen den 3 Teams die auf dem Podium landeten. Nach 6 Stunden und 42 Runden, lagen nur gut 90 Sekunden zwischen dem Sieger und dem Dritten des Rennens. Ein klarer Beleg für die Qualität des Langstrecken-Sports in der Eifel. Mit der VLN hat der Nürburgring weiterhin eine der stärksten und spannendsten deutschen Motorsport-Serien am Start. Nicht nur deswegen ist es notwendig, die Zukunft der Eifel-Rennstrecke zu sichern.

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Was ich noch gelernt habe:

Aus Mario Barth wird kein Rennfahrer mehr. Zum Glück. Er war wohl zu Gast am Ring, gesehen habe ich ihn mehrfach in der Box von Uwe Alzen und dem „Brüllkäfer-Team“. Auf meine saloppe Frage, ob man ihn demnächst im Rennwagen sehen wird, kam ein deutliches „Nää“. Nun gut, viel verloren scheint damit nicht zu sein.

Disclosure: Mit freundlicher Unterstützung durch Dunlop! - Dunlop hat die Reisekosten übernommen.

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