HONDA Accord Type S i-DTEC

180PS Dieselmotor. Klingt nicht spektakulär. Ist das doch mittlerweile im Kreise der üblichen Verdächtigen eine normale Motorisierung für Vertreter-Limousinen.

Und in der Tat, reinsetzen – Motor starten und ein wenig enttäuscht sein über diese fast langweilige Kraftentfaltung über das gesamte Drehzahlband. Wer häufig Volkswagen oder Audi Diesel Modelle der letzten Generation gefahren ist, wird sagen: Buh, der zieht ja die Wurst nicht vom Teller.

Aber so wird unsere Auris interna getäuscht. Bevor Sie jetzt skeptisch bei Wikipedia nachschlagen: Auris interna ist das Innenohr und zusammen mit dem Kleinhirn unter anderem dafür zuständig das wir beim aufrechten Gang nicht auf die Nase fallen. Und eben auch verantwortlich um „Beschleunigung“ zu „spüren“. Und an dieser Stelle führt der neue ACCORD Type S i-DTEC mit dem 2.2l 180PS Dieselmotor unser Gespür für die Beschleunigung an der Nase herum. Denn er täuscht unser  Kleinhirn mit seiner  subtil vorgetragenen Kraft der gleichmäßigen Beschleunigung – über alle 6 knackig übersetzenden Gänge und beschleunigt in Wahrheit als wäre die heilige Mutter Maria der gesegneten Vertreter-Diesel hinter ihm her.

Das beeindruckt erst, wenn man es begreift. Dazu hilft es, nach der Auffahrt auf die Autobahn den Tacho im Blick zu behalten. Denn weder die Fahrgeräusche noch nervöse Karosseriebewegungen verraten die binnen Sekunden anliegende Reisegeschwindigkeit.

Überrascht war ich von der Sitzposition hinter dem angenehm in der Hand liegenden Lenkrad.  Bequeme Teilledersitze in Verbindung mit dem dunklen Dachhimmel und den wertig wirkenden Bedienelementen sorgen für eine angenehme und zugleich sportlich orientierte Atmosphäre.

Wirklich überrascht war jedoch von den ersten Fahreindrücken. Kaum nennenswerte Antriebseinflüsse in der Lenkung. Insgesamt war dieser ACCORD Type S einer der Frontantriebs-Vertreter die am ehesten an die sportliche Leichtfüßigkeit eines BMW heran kommen. Soweit der erste Eindruck.

35,575,–€ kostet der HONDA Accord  in der S-Type Ausführung mit dem 180PS starken Benziner.

Wer auf S-Type Ausstattung und 30 Zusatz-PS verzichtet, steigt für 29.200,–€ in die Accord Limousine mit dem modernen 2.2l Direkteinspritzer-Diesel Motor ein.  Der Griff zum Kombimodell wird mit 1.300,–€ in Rechnung gestellt.

Weitere Infos – direkt beim HONDA-Händler.

VW Phaeton V10 TDI im Fahrbericht

Fahrbericht zum Volkswagen Phaeton V10 TDI (Fahrbericht aus 2003)

Eines ist klar:  Mit dem 7er von BMW lässt er sich nicht vergleichen.

Der Phaeton hat eine ungeahnte Verarbeitungs-Qualität aufzubringen. Das Interieur des Flaggschiffes von Volkswagen lässt keine Wünsche offen. Es gibt bestimmt viele Menschen, die lieber in einem Volkswagen Phaeton wohnen würden, als im eigenen Haus. Ich glaube, ich zähle mich dazu! 😉

Der Testwagen ist das erste Auto mit einer echten Bi-Xenon Anlage (Bericht ist aus 2003!) – d.h. er hat 2 XENON- Brenner pro Scheinwerfer. Das macht nicht nur beim Einsatz  der Lichthupe extrem viel Eindruck, es macht die dunkelste Nacht in der Front vor dem Fahrzeug zum Tag.

Ausgerüstet mit Komfort-Sitzen. ist die Klimatisierung im Inneren des Phaeton vermutlich die angenehmste Umgebung, die man sich sowohl an heißen wie an kalten, an feuchten oder trockenen Tagen vorstellen kann. Vollklimatisierte Sitze und die absolut zugfreie Klimaanlage sorgen binnen Sekunden für ein absolut unglaublich angenehmes Klima im Inneren des Wolfsburger Flaggschiffes.

Die ersten 650km haben wirklich Spass gemacht.

An die Handlichkeit und die Wendigkeit eines BMW 730d’s kommt der Phaeton jedoch nicht ran, was aber kein Wunder bei 2.500kg Lebendgewicht sein dürften.
Aber dieses unbeschwerte Wegziehen aus dem Stand – wie ein Büffel, ist schon beeindruckend –  vor allem die Geräuschkulisse dabei.
Tacho 270km/h  sind drin, das GPS vermeldet dabei 256km/h – allerdings muss man schon ein wenig umdenken bei dieser Geschwindigkeit, denn  er fährt sich ein wenig wie ein Ozean-Tanker. Stur zieht er seine Bahn und will nicht gebremst werden – handlich würde ich in diesem Fall nicht als angemessen bezeichnen.
Ein wirklich großes Lob verdient die Sound-Anlage im Wagen, das „Infotainment-System“ mit Lautstärken, die einem das Gehör frei blasen und einem Klangbild, das ich noch nicht besser gehört habe. Nicht in Serienfahrzeugen. (Nicht in 2003!)

Wie bereits angesprochen: Die Sitze im Phaeton sind super-bequem und super-verstellbar und mit einer „Lüftung“ versehn. Also selbst nach einer Bohnensuppe zum Mittag herrscht im Inneren kein schlechtes Klima 
Die Luftfederung könnte komfortabler sein, da bilde ich mir ein,  ist die Stahlfederung im BMW 730d zum einen komfortabler und zum anderen sportlicher (dank EDC).
Das eingebaute Abstands-Radar war leider zu keiner Zusammenarbeit zu überreden. Vermutlich hätte die Bedienungsanleitung weitergeholfen, aber die war leider nicht im Fahrzeug.

Alles in allem ein saugeiles Auto,
aber so wie er vor der Tür steht 100.491,29€ teuer
und ob er DAS wert ist???

Nach vielen weiteren Kilometern konnte ich mich davon überzeugen, dass man auch bei Tempo – also „alles was geht“ – die Fuhre rechtzeitig bremsen kann, wenn auf der Autobahn wieder einmal ein Vertreter in seinem Diesel-Passat die Fahrspuren ohne Rücksicht wechselt. Wenn man alle elektronischen Spielereien im Fahrzeug verwendet, dann kann dank „S-Modus“ und entsprechender Fahrwerkseinstellungen sogar ein 2.5to. Panzer wie der Phaeton im kurvigen Spessart mit „fast sportlichem“ Fahrvergnügen auftrumpfen. Hierbei muss jedoch erwähnt werden: Um einen E55 AMG abzuschütteln, muss der Fahrer des Phaeton schon reichlich schmerzbefreit und der Fahrer des Mercedes Benz E55 unkundig sein, was die Streckenführung angeht.

Verbrauch

Überland „reisen statt rasen“ -> 7,8l
Autobahn zügig -> 11.2
Autobahn verdammt schnell -> 14.5
Stadt Stop&Go -> 15-16l (brütende Sonne + Klima auf 20° und außen 41°) …

Verdammt, warum ist die Kiste nur so brutal teuer …

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