Jeep Wrangler 3.6 V6 Pentastar

Um eine vollständige Neuentwicklung handelt es sich  bei dem in Frankfurt auf der IAA2011 erscheinenden  3,6 Liter-Pentastar-V6-Benzinmotor, der ab dem Modelljahr 2012 das Antriebsspektrum des Jeep Wrangler und Jeep Wrangler Unlimited erweitert. Der Jeep Wrangler, Gallionsfigur der Marke Jeep, wird wegen seiner außergewöhnlichen Geländegängigkeit und seines einzigartigen Charakters weltweit geschätzt. Sein neuer 3.6 V6-Benziner  leistet beeindruckende 209 kW/284 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 347 Newtonmeter. Kombiniert wird der neue Motor zu Gunsten einer verbesserten Schaltqualität und Leistungsverhalten mit einem  optimierten Fünfgang-Automatikgetriebe. Das bewährte Sechsgang-Schaltgetriebe ist für diese Motorvariante weiterhin  erhältlich.

Der Jeep Wrangler verbindet einen optimierten Akustikkomfort mit nochmals verbessertem Fahrkomfort auf der Straße. Der neue Benziner stellt damit eine attraktive Alternative zur Turbodieselvariante 2.8 CRD dar, die – ebenfalls wahlweise mit Fünfgang-Automatikgetriebe oder Sechsgang-Schaltgetriebe – auf dem europäischen Mark bereits erhältlich ist. Die Markteinführung des Jeep Wrangler mit Pentastar-Benzintriebwerk in Europa erfolgt ab November 2011, verfügbar sind die Modelle in den Ausstattungen Sport, Sahara und Rubicon.

Jeep Wrangler „Arctic“
Das neue Editionsmodell „Arctic“ in Frankfurt würdigt die legendäre 4×4-Performance des Jeep Wrangler – zählt doch die Arktis zu den besonders anspruchsvollen Geländeformen, die dem Jeep Wrangler dank seiner außergewöhnlichen Offroadfähigkeiten zugänglich sind. Wie beim Modell Sahara ist auch hier das Namen spendende Design auf den ersten Blick erkennbar: Exklusive Stylingelemente wie „Arctic“-Logos und Aufkleber erinnern an den mythischen Schneemenschen Jeti, der nach Erzählungen und Sagen in der unberührten Natur des hohen Nordens lebt.

Weitere optische Kennzeichen des Editionsmodells sind schwarze Räder im17-Zoll-Format, Originalzubehör des Spezialisten Mopar ® und ein exklusives Interieur mit besonderen Farben und Designelementen. Als mögliche Antriebsvarianten bieten sich der neue 3,6 Liter V6-Benzinmotor mit Fünfgang-Automatikgetriebe und die Dieselversion 2.8 CRD wahlweise mit Fünfgang-Automatikgetriebe oder Sechsgang-Schaltgetriebe an. Der Jeep Wrangler Arctic steht in den Karosserievarianten Jeep Wrangler und Jeep Wrangler Unlimited zur Verfügung, die Markteinführung in Europa erfolgt im ersten Quartal 2012.

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Jeep Grand Cherokee SRT8

Die neue Generation des Jeep Grand Cherokee SRT8 erlebt auf der IAA 2011 in Frankfurt ihr Europadebüt und verbindet legendäre Fahreigenschaften mit faszinierender Motorsporttechnologie. Ein vollständig neu entwickelter 6,4 Liter-HEMI-V8-Motor mit einer Leistung von 346 kW/470 PS und einem maximalen Drehmoment von 630 Newtonmetern generiert mit einer Beschleunigung von 4,8 Sekunden von Null auf 100 Kilometer pro Stunde, einer Höchstgeschwindigkeit von 255 Kilometern pro Stunde und einem Bremsweg von 35 Metern (100-0 km/h) Fahrdynamikwerte der Spitzenklasse.

Dank eines aktiven, über die elektronische Selec-Trac-Vierradantriebs-Steuerung geregelten Feder-Dämpfer-Systems ist der Grand Cherokee SRT8 auch in puncto Fahreigenschaften und Handling der beste Jeep aller Zeiten. Ein aktive, ventilgesteuerte Abgasanlage ermöglicht zudem den Einsatz Kraftstoff sparender Technologien, die eine 13-prozentige Reduzierung des Autobahn-Kraftstoffverbrauchs und Reichweiten von bis zu 720 Kilometern mit einer Tankfüllung ermöglichen. Das abgesenkte Karosserieprofil, der vom Motorsport inspirierte Innenraum und das exklusive SRT-Lenkrad mit integrierten Schaltwippen unterstreichen den leistungsbetonten Auftritt des Jeep-Flaggschiffs und seine Fähigkeiten auf Straße und Rennstrecke. Erhältlich ist der Jeep Grand Cherokee SRT8 bei den europäischen Vertragshändlern im ersten Quartal 2012.

Mitsubishi i-MiEV im Kurzbericht

Die Türen öffnen, einsteigen, den Schlüssel in das Zündschloss stecken. Das Anfangsritual ist wie bei allen Großserien-Fahrzeugen. Doch dann ändert sich etwas. Mit dem drehen des Zündschlüssels startet kein Benzin- oder Dieselmotor.

Aus einem Lautsprecher erklingt jediglich  ein simples  “Dinggg”.  Es klingt wie eine Mikrowelle, ist jedoch ein Schritt in eine neue Epoche der Automobilität. Der Mitsubishi i-MiEV überrascht bereits vor dem losfahren den Elektrofahrzeug-Neuling mit einer ungewohnten Ruhe. Fast hat man kurz ein schlechtes Gefühl. Ähnlich dem Gefühl wie es einen überkommt, wenn der eigene Wagen in der Garage nicht anspringen will.

Mit dem lösen des Bremspedals ändert sich das jedoch sofort – wie eine Automatik-Limousine rollt er los, nur die vollkommene Abwesenheit von jeglichem Motorgeräusch irritiert.  Bereits mit den ersten Metern erwächst ob der ungewohnt lautlosen Bewegung  ein Grinsen im Gesicht des vom Umweltlärm geplagten i-MiEV Piloten. Wenn man denn von einem  Motorgeräuschen beim Elektroauto reden will, so sind es allenfalls leise Summgeräusche die man –  jedoch auch nur dann –  hört,  wenn man angestrengt versucht die Dynamik der Bewegung wie gewohnt mit Fahrgeräuschen zu verbinden.

An der ersten Kreuzung, nach wenigen Metern Fahrstrecke, erschrickt man sich ob der völligen Ruhe bei Stillstand noch einmal kurz. In der ersten Sekunde denkt man mit einem mulmigen Gefühl daran zurück, als man zum ersten mal ein Auto beim anfahren abgewürgt hat.

Das dieser Gedanke fehl am Platz und die Situation des „abwürgens“ in einem E-Mobil nicht möglich ist,  merkt man in der zweiten Sekunde. Sobald man das Bremspedal wieder loslässt und mit sanftem Druck das Gaspedal berührt, verschwindet jedes mulmige Gefühl und weicht einer bleibenden Begeisterung, die analog zur Gummiband ähnlichen Beschleunigung wächst.Der Mitsubishi i-MiEV ist zusammen mit seinen Geschwistern dem Peugeot iOn und dem Citroen Z-Cero das erste in Großserie hergestellte Elektroauto, das jedermann kaufen kann.

Von aussen definiert sich der i-MiEV durch sein One-Box Design. 
Die 4 Räder – denn das hat sich bei allem Fortschritt nicht verändert – sitzen möglichst weit außen, so entsteht zum einen kein nennenswerter Karosserie-Überhang, zum anderen ist der Radstand für ein Auto dieser Größe mit 2,55m relativ lang. Dank diesem in der Relation langen Radstand kann der  knapp 3,5m lange Elektro-Zwerg nicht nur mit einer grandiosen Ausnutzung des Innenraums für die 4 Mitfahrer punkten, sondern auch durch hohe Fahrstabilität überzeugen. So ist z.Bsp. ein VW Fox fast 40cm länger, hat jedoch einen um etwa 10cm kürzeren Radstand.
Der lange Radstand zum einen und die Auslegung als Heckantriebs-Fahrzeug lassen den i-MiEV behände über Landstraßen schwingen. Zu keinem Zeitpunkt hat man das Gefühl einen immerhin fast 1.200kg schweren Kleinwagen zu fahren. (Bsp.: Ein VW Fox wiegt im Vergleich 200kg weniger.)

Heckmotor und Heckantrieb, das klingt nach Sportwagenbau. Oder aber nach einem SMART.
Im Gegensatz zum SMART Zweisitzer bietet der Mitsubishi i-MiEV jedoch 4 ausgewachsenen Personen Platz und nimmt dabei sogar noch 2 Kästen Wasser im Kofferraum mit auf die Reise.

Das Platzangebot auf den Sitzen in der ersten Reihe ist ausreichend und auf der Rücksitzbank der Fahrzeugklasse entsprechend – denn – schauen wir den Tatsachen ins Auge und für das Ladekabel nach einem freien Steckplatz, die Platzverhältnisse müssen für 4 Personen gar keine gesteigerte Langstreckenqualität haben.

Kritiker von Elektrofahrzeugen nennen deren eingeschränkte Reichweite und die aktuell mangelhafte Infrastruktur für Ladestationen gerne als Hauptargument – gegen die Elektrifizierung des Automobils. Völlig zu recht – mag man angesichts einer Reichweite von 150km (Herstellerangabe) im Falle des i-MiEV meinen. Völlig zu Unrecht wenn man über 230V Steckdosen spricht – aber leider wieder richtig wenn man die wesentlich  sinnvolleren 3-Phasen Starkstrom Anschlüsse meint.

Bei unseren Testfahrten haben wir im Schnitt 100 km zurückgelegt bis wir etwa 16kW/h Strom nachgeladen haben. Für den Nachladevorgang an der Haussteckdose bedeutet das eine Pause von 6 Stunden. Hätte man Gleichstrom-Steckdosen mit 50kW Ladeleistung zur Verfügung sinkt die Ladedauer auf 30min für 80% Akkuleistung.

Bei extrem defensiver Fahrweise und kluger Routenwahl haben wir mit unserem Test-Elektro Mitsubishi  fast 150km zurück legen können, bis der 16kW/h Batteriespeicher aus Lithium-Ionen Batterien unter dem Fahrgastraum nach “frischem Saft” verlangte.

Nun sind 150km defensive – oder 50km Autobahn mit dem Maximal-Tempo von 130km/h  natürlich in der Tat eine Einschränkung, bedenkt man die enorm lange Ladedauer an üblichen Steckdosen und vergleicht das mit der aktuell gewachsenen Infrastruktur die auf das simple nachtanken von fossilen Brennstoffen ausgelegt ist.

Doch das Nutzungsszenario für eine Großzahl an Autos sieht völlig anders aus.
Denn der Durchschnitts-Autofahrer bewegt sein Auto per Tag nur 27 bis 43km (1).Die mögliche Reichweite ist also gar kein Argument gegen den i-MiEV, sondern gerade zu eine Bestätigung diese Wegstrecken möglichst  CO² neutral zurück zu legen. Denn es ist gerade dieses Art an täglichen Fahrten, die in der Summe eine beträchtliches Einsparpotential bieten.Lehnen Sie sich zurück und denken Sie einen Augenblick darüber nach, wieviel CO² Sie jedes Jahr sparen könnten – wenn Sie Ihre tägliche Wegstrecke mit einem Elektroauto,  sauber, leise und CO²-Neutral fahren würden?
Und natürlich auch an die Kraftstoffkosten denken.
In unserem Fahrtest haben wir etwa 16kW/h für 100km benötigt. Im Fall von unserem Ökostrom-Lieferanten (100% Öko-Strom 26ct. je kW/h) sind das 4,16€ Kraftstoffkosten für 100km.

Verbunden ist die Fahrt im Elektroauto jedoch mit Verzicht.
Da wäre der Verzicht auf einen Auspuff. Der Verzicht auf Abgase aus dem Auspuff. Aber auch der Verzicht nach umfänglichen Wartungsarbeiten wie Ölwechsel und Zündkerzen ersetzen. Sowie der Verzicht auf CO² bei der Nutzung. Verzicht auf Motorlärm. Der Verzicht auf ein schlechtes Gewissen.
Nicht verzichten muss man dagegen auf Komfortmerkmale wie 4 elektrische Fensterheber, Sitzheizung oder eine Klimaanlage. Das alles bietet der i-MiEV in Serie.  Auch auf den Federungskomfort muss man nicht verzichten.
Weil der i-MiEV über die Hinterachse angetrieben wird, ist das Fahrgefühl ähnlich einer großen Limousine mit sensibel einlenkender Vorderachse und anders als in vielen Kleinwagen frei von Antriebseinflüssen im Lenkrad.Der Federungskomfort ist für Freunde der sportlichen Fahrweise bereits eine Nummer zu weich- erleichtert aber den Umstieg für Autofahrer die zwar Rücksicht auf die Umwelt nehmen wollen, aber nicht auf eine komfortable Fortbewegung verzichten möchten.
So kann man nach ein paar Tagen und Kilometer zusammen mit dem Mitsubishi i-MiEV von einem kleinen Auto für Mitsubishi sprechen, aber von einem großen für die Menschheit.

P.S.: i-MiEV bedeutet: i-Mitsubishi innovativ Electric Vehicle – und weckt, als Abkürzung ausgesprochen völlig falsche Assoziationen die garantiert nicht erfüllt werden. Liebe Mitsubishianer morst nach Japan und fragt nach einem sympathischen Namen. Bitte.

 

>>Bjoern Habegger 2011 | Foto & Text<<

Mitsubishi i-MiEV macht 0 Mief

Mitsubishi i-MiEV – Auto fahren ganz anders

Es war die Erfindung des Autos, die auf die Entwicklung der Wirtschaft und Industrialisierung im 20. Jahrhundert  maßgeblich Einfluss nahm. Das Automobil ist eine tragende Säule für die moderne Gesellschaft geworden, so wie wir sie heute kennen. Zudem ist das Auto zum Wirtschaftsfaktor Nr.1 in Deutschland geworden.  Und das Auto ist der Garant für eine individuelle Mobilität. Doch auch wenn das Auto viele Aufgaben gemeistert und Probleme gelöst hat – es stellt uns auch vor völlig neue Probleme. Wer jemals in einer Innenstadt wie Frankfurt im Stau stand, der versteht sofort – im kleinen Maßstab – um welche Probleme es sich handelt.

Fortschritt als Stillstand

In seiner Grundkonstruktion als individuelles Transportmittel hat das Automobil seit mehr als einem Jahrhundert eine Antriebsquelle, die sich über die Jahre zwar weiter entwickelt hat, aber noch immer auf der gleichen Grundfunktion basiert.

Ganz egal ob Benzin- oder Dieselmotor – es sind fossile Brennstoffe die die Energie für die autonome Mobilität liefern. An diesem Wirkprinzip haben die Ingineure seit Jahrzehnten gefeilt und entwickelt – und sind in Effizienz-Bereiche vorgedrungen, die noch vor einigen Jahren als undenkbar galten. Nur ein Problem lässt sich dabei nicht lösen: Der Verbrennungsvorgang von Diesel, Benzin oder auch Gas erzeugt Emissionen.

Der Arbeitsweise des Verbrennungs-Motors  ist verbunden mit einer nicht unerheblichen Schadstoffentwicklung. So ist das als Klimakiller bekannt gewordene CO²,  eines der Hauptprobleme. Doch nicht nur die direkte Belastung der Umwelt mit Abgasen ist ein Problem des klassischen Expansionsmotors, es ist auch ein Problem der Geräuschemissionen. Ganz egal wie genial die Entwickler an der Geräuschdämmung arbeiten, die Funktionsweise des Benzin- und Dieselmotors lässt sich nicht verleugnen.

Zurück zu unserem Stau in einer Innenstadt bedeutet dies für alle direkt und indirekt Beteiligten, eine Belastung der Atemluft durch Abgase und des Nervenkostüms der Menschen, durch den Motorenlärm.

Doch es gibt eine Lösung

Mitsubishi hat mit dem i-MiEV das erste in Serie hergestellte Elektrofahrzeug im Angebot, das jedermann vor Ort bei seinem Mitsubishi-Händler kaufen kann. Und täglich fahren kann.

Den Mitsubishi i-MiEV in meinem Kurz-Test (bereitgestellt durch Mitsubishi Deutschland) konnte ich 4 Tage lang über etwa 400 km fahren und mir einen ersten Eindruck über die neue Form der „lokal-emissionslosen“ Fortbewegung  bilden.

Und es ist eine eindeutige Meinung die ich mir am Ende der Testfahrt gebildet habe:  Elektroautos sind genial, wenn man sie richtig einsetzt.

Die Rückfahrt vom Büro zurück zum Mitsubishi Hauptsitz nach Flörsheim (Technical-Center Mitsubishi Motors DE) führte mich an einem Montag-Vormittag über Landstraßen im Spessart und durch die Städte: Hanau, Offenbach und Frankfurt.

Ruhe. Diese himmlische Ruhe beim fahren – sie ist auf den ersten Metern ungewohnt. Doch schon nach kurzer Zeit vermisst man selbst als alter Petrolhead die Abwesenheit vom üblichen 4 Zylinder Brummen nicht.

Natürlich bin ich noch immer ein Fan vom Sound eines Lamborghini 12 Zylinders oder eines bollernden V8.

Aber – unsere Brot- und Butter Autos sind Autos mit 4-Zylindermotoren und wenn wir nicht gerade über die schreienden DTM Motoren aus den 90 zigern des letzten Jahrhunderts reden, dann sind diese Motoren eben keine Musikinstrumente, sondern sorgsam entwickelte Effizienz-Bausteine im Spagat zwischen komfortablen Individualverkehr, einer ausgewogenen Kosten-Nutzen Relationen und notwendiger Umweltfreundlichkeit.

Selbst ich als Freund von emotionalen Motorengeräuschen, vermisste im Stau stehend kein nervtötendes Motorengerappel.

Stattdessen freue ich mich über die gegenwärtige Ruhe – und noch während ich in der Ruheoase an der roten Ampel stehe, frage ich mich: Warum müssen wir uns eigentlich mit Verbrennungsmotoren im Stop&Go durch die Innenstadt quälen? Den Nachbar und die eigene Nerven mit lauten Motoren strapazieren und uns die eigene Atemluft mit Abgasen versauen?

Warum – wenn es doch auch ganz anders geht?

Eine Fahrt mit einem Elektro-Auto durch die Innenstädte ist an dieser Stelle eine vollkommen neue Erfahrung. Der Mitsubishi i-MiEV, dessen wenig gelungener Namen im deutschen eine Assoziation weckt, die er nicht erfüllt, ist in meinen Augen nicht viel weniger als ein Meilenstein in der Entwicklung der individuellen Mobilität.

Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Hybriden-Antriebskonzepten ist ein Elektroauto in der Lage eine völlig CO² neutrale Fortbewegung zu ermöglichen. In meinem Fall wurde der i-MiEV für die gesamt ca. 400km mit 52 kW/h Ökostrom (100%) befüllt. Das bedeutet: Ich habe 400km zurückgelegt ohne auch nur ein einziges Gramm CO² zu emittieren oder andere mit dem Geräusch meines  Autos zu belasten. Grandios.

Ist der i-MiEV damit zugleich auch die Lösung für Jedermann? Nein!

Ein Elektro-Fahrzeug wie der i-MiEV ist derzeit ein reines Nischen-Nischenautomobil. Die Reichweite von bis zu 150 km per Akkuladung wird nur unter bestimmten Bedingungen erreicht (keine Vollastfahrten, keine Klimaanlage ect.) und so sollte man für den Alltag mit Reichweiten von um die 110 km rechnen.  Das ist für 70% aller Autofahrer vermutlich völlig ausreichend, denn üblicherweise nutzen wir das Automobil um die Strecke zwischen dem eigenen Zuhause und dem Arbeitsplatz zurückzulegen. Und in diesen Fällen sind 110km Tagesfahrstrecke eher zuviel – als zuwenig.

Dennoch ist es die Reichweite von um die 100 km die dem Fahrer eines E-Mobils eine völlig neue Aufgabe stellt. Mal eben die Oma im 250 km entfernten Klein-Nickelhausen besuchen ist nicht drin – nicht ohne daraus einen Kurz-Urlaub mit 6-stündigen Lade-Zwangspausen werden zu lassen.

Der Mitsubishi i-MiEV ist derzeit also vor allem eines: Ein Beweis dafür, dass Elektromobilität funktioniert – aber auch erst am Anfang der Entwicklung steht. Schauen wir zurück in die Vergangenheit unserer geliebten Benzinkutschen – so waren die ersten Autos auch keine Lösung um weite Strecken problemfrei zurück zu legen. Zu groß war die Anfälligkeit der neuen Technik, zu dünn das Tankstellen-Netz. Reisen mit dem Auto war viele Jahrzehnte lang ein Abenteuer. Bertha Benz dürfte dazu einiges an Geschichten auf Lager haben!

Die Zukunft

Es ist davon auszugehen, daß die Phase der Abenteuer und der Einschränkungen in der Nutzbarkeit und der Verwendungsszenarien für E-Autos deutlich kürzer sein wird, als bei deren Vorgängern, den Benzin-Droschken.

Doch bis an jeder Autobahnraststätte Schnell-Ladestationen vorhanden sind und die Akkutechnik den Spaß am Elektroauto nicht durch unglaubliche Preisaufschläge verdirbt, werden wohl noch einige Generationen brummender 4 Zylinder, völlig neue Effizienz-Maßstäbe erreichen.

So lange sind e-Mobile wie der Mitsubishi i-MiEV eine willkommene Abwechslung im Allerlei der täglichen Fortbewegungsmittel.

Als Pionier einer neuen Zeit wird der i-MiEV und seine baugleichen Schwester-Modelle von Peugeot (iOn) und Citroen (C-Zero) noch ein wenig Basisarbeit leisten müssen, bis es an allen roten Ampeln heißt: “Null Mief.”

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