Erste Ausfahrt: Der neue VW Polo

Üblicherweise trottet die Automobil-Industrie den aktuellen Multimedia- und Smartphone-Themen immer nur frustriert hinterher. Da hat man tolle Navigationssysteme entwickelt und dann kommt Google daher und lässt die Menschen mit aktuellen Karten, schneller, mobiler – vor allem aber; kostenlos navigieren. Gut, dann eben mp3 integrieren. Kaum war das geschafft, nutzte man seine Musik nicht mehr von einem lokalen Speicher, sondern per Streaming aus der Cloud. Kurzum: Die Entwicklungszyklen in der Automobil-Industrie waren für das, was man im „Internet- und Mobil-Cloud-Streaming-Hipster-Twitter-Facebook-Foursquare-Glympse-Zeitalter“ brauchte, schlicht zu lang.

Der neue VW Polo hat das nun so radikal auf den Kopf gestellt, dass er schlicht als „early adopter“ verstanden werden muss. (Und wer nur wissen will, was es damit auf sich hat, scrollt bis zum letzten Absatz!)

Besser zu früh, als zu spät!

Der neue VW Polo – die erste Ausfahrt

In diesem Artikel sind nicht die falschen Fotos verwendet. Das auf den Fotos ist der neue Polo. Man muss es dazu sagen, denn die Veränderungen sind so marginal, man könnte selbst als Profi in die Verlegenheit kommen, den „neuen“ für den „alten“ zu halten.  Und so bezeichnet das Adjektiv „neu“ in diesem Fall ein Facelift mit dem die Wolfsburger vor allem die inneren Werte des Kleinwagen pflegten.  Was ist denn nun neu am Polo 2014?

  • Er wurde sparsamer
  • Er wurde sicherer
  • Er wurde zum „early adopter“

Zudem bekam er einen Premium-Nachschlag bei der Serien-Ausstattung. Anstelle auf 14-Zoll Felgen, rollen fortan alle Modelle mindestens auf 15 Zoll großen Rädern. Die geteilte Rücksitzbank und der doppelte Ladeboden gehören nun auch zur Grundausstattung. Eine Funkfernbedienung ist weniger überraschend, eine Reifendruckanzeige ist es schon eher – aber beides gehört nun zum Serien-Umfang.

VW Polo Fahrbericht mirror-Link

Sparsamer

Das Motorenprogramm des neuen Polo enthält nur noch Motoren die die EU6-Norm erfüllen. Bei den Benzinern wird im Sommer der neue 1.0 Liter TSI-Motor als BLUEMOTION als sparsamster Motor das Programm vervollständigen und mit 94 Gramm je Kilometer die CO²-Emissionen beeindruckend nach unten schrauben. Der sparsamste Diesel schafft es dennoch, diesen Wert noch einmal zu unterbieten. Mit nur noch 82 Gramm je Kilometer wird man hier den effizientesten Vertreter seiner Klasse im Programm haben.

Der Polo TDI BlueMotion soll nach Norm mit 3.1 Liter auf 100 Kilometer auskommen. Ein beeindruckender Wert. Denn der Polo ist schon seit einer Modellgeneration nicht mehr der Kleinwagen, für den man ihn hält. Mit einer Länge von 3.97 Metern übertrifft die aktuelle Generation den Ur-Ahn um satte 47 Zentimeter.  Weder die Platzverhältnisse im Innenraum, noch die Technik an Board des VW Polo zwingt zum Verzicht.

VW Polo Cockpit Innenram

Sicherer

Mit dem sanften Facelift, die Änderungen im Design sind wirklich so marginal, dass Besitzer des Vorgängers froh sein werden, zogen umso wichtigere Updates bei den inneren Werten in den Polo ein. Während die neuen LED-Scheinwerfer (optional) an der Front eventuell noch auffallen, bleiben die neuen Assistenzsysteme im verborgenen. Bis man sie braucht.

Zwischen 30 und 160 km/h arbeitet der Tempomat nun mit einem Frontradar zusammen. Für den Tempomaten übernimmt das Radar die Entfernungsmessung zum Vordermann und verringert die Geschwindigkeit soweit, damit trotz Tempomat der richtige Abstand eingehalten wird. Ein Feature aus der Premium-Klasse, angekommen im VW Polo. Ebenso wie die Multikollisionsbremse und eine Müdigkeitserkennung. Zusätzlich bekam der neue Polo einen City-Notbrems-Assistenten. Bis 30 km/h kann dieses System Auffahrunfälle in der Stadt vermeiden, oder wenigstens mildern.

Das neue optionale Sportfahrwerk, mit auf Knopfdruck verstellbaren Dämpfern, gehört eher in die Kategorie Fahrspaß denn zum Thema Sicherheit. Doch bei der ersten Ausfahrt hat sich gezeigt, der Polo braucht diese Spielerei nicht. Das Serienfahrwerk ist völlig in Ordnung – wen es nach mehr Fahrspaß dürstet, wird im kommenden Polo GTI den richtigen Partner finden.

VW Polo Multimedia

Besser zu früh – Der „early adopter“

Zum ersten Mal seitdem ich mich mit Autos beschäftige, erlebe ich diese Situation. Volkswagen hat für den neuen VW Polo das bordeigene Multimediasystem so weit aufgebohrt, dass die Schnittstelle Mirror-Link bereits integriert ist und zwar, noch bevor man bei den Smartphone-Herstellern für die notwendige Software gesorgt hat. Der Testwagen war bereits mit der optionalen Schnittstelle „Mirror Link“ ausgerüstet, wollte aber nicht mit meinem Android-Handy kooperieren.  Theoretisch verbindet man das eigene Handy (Mirror-Link wird nur mit Android und Nokia-Symbian-Geräten zusammenarbeiten) per USB-Kabel mit dem Multimedia-System im Fahrzeug, wählt die Option Mirror-Link und erhält die Inhalte vom eigenen Smartphone über das große Touchscreen dargestellt. Zudem wird es Apps geben die Mirror-Link kompatibel sind. Derzeit ist das zum Beispiel Facebook, Glympse und ein paar andere. Das eigene Handy landet dann in einer speziellen Schale, die wiederum eine Verbindung zu einer externen Antenne bereithält (optional). So wird das Handy sicher im Auto verstaut, man kann es über das Multimedia-System bedienen, die Freisprecheinrichtung nutzen und dank USB-Verbindung wird das Handy auch geladen. Kurzum: So stelle ich mir die Zukunft von meinem Smartphone im Auto vor.

Und jetzt kommt das „Aber“: HTC hat angekündigt die aktuellste Android-Version, die dann Mirror-Link unterstützt, im Mai zum Update anzubieten. Für das HTC One. Samsung redet beim S4 über den Sommer und andere Hersteller oder Modelle sind derzeit noch völlig offen. Somit wird tatsächlich – zum ersten Mal – ein Automobil-Hersteller zur Speerspitze einer neuen Technik die sich um Smartphone, Multimedia und „always on“ dreht.

Volkswagen der neue Polo

Der Polo.

Neben LED-Scheinwerfern, neuen Erfolgen bei der Minimierung von CO²-Emissionen und der erwartet guten Verarbeitungs-Qualität eines Wolfsburger-Derivat, ist es in der Tat diese „Mirror-Link-Geschichte“ die mich wirklich beeindruckt hat. Denn, das der Polo – z.Bsp. als TDI mit 90 PS und DSG locker flockig durch die Landschaft trommelt, dabei gewohnt verschliffen die Gänge wechselt und niemals das Gefühl von Leistungsarmut aufkommen lässt, war zu erwarten.

Gewohnt solide wirkt der Innenraum. Knistern und klappern? Das ist dem Polo so fremd wie dem Mittellandkanal echter Wellengang.

Aber das man mit Mirror-Link ausgerechnet im neuen Polo zu den allerersten auf dem Markt gehört – noch bevor die Smartphone-Hersteller ihre Systeme upgedatet haben, ist wirklich eine Überraschung. Eine positive!

 Zu den technischen Daten:

 

Wer sich nur für die Multimedia-Integration interessiert, sollte sich auch die Apple-Lösung durchlesen: Apple CarPlay. (Link)

Fahrberichte von Kollegen:

Aktuelle Suchanfragen:

Technische Daten VW Polo 1.2 TSI BMT

Polo 1.2 TSI BMT 81 kW
(110 PS)
Motor, Elektrik
Art des Motors 4-Zyl.- Ottomotor BMT
Hubraum effektiv cm³ 1.197
Ventile pro Zylinder 4
Einspritzung / Aufladung Direkteinspritzung / Turbocharger
Max. Leistung (DIN) kW (PS) bei 1/min 81 (110) 5.000
Max. Drehmoment Nm bei 1/min 175 / 1.500 – 4.000
Fahrleistungen (bei Leergewicht + 200 kg)
0 – 80/100 km/h s 6,3 / 9,3
Elastizität 80 – 120 km/h, 4./ 5. Gang 9,0 / 12,0
Höchstgeschwindigkeit km/h 196
Kraftstoffverbrauch nach 99/100/EG
Kraftstoffart Superbenzin 95 ROZ
Kombiniert l/100km 4,7
Emission (CO2) kombiniert g/km 109
Effizienzlabel B
Schadstoffklasse Euro 6
Kraftübertragung
Getriebe 7-Gang-DSG
Außenabmessungen
Anzahl der Türen 2
Länge/Breite/Höhe mm 3.972/1.682/1.453
Radstand mm 2.470
Spurweite vorn/hinten mm 1.463/1.456
Gepäckraum
Länge, Sitzbank aufgestellt/umgeklappt mm 699/1.371
Volumen nach VDA-Messung: Sitzbank aufgestellt/umgeklappt l 280 – 952
Gewichte
Leergewicht (EU, inkl. 75 kg Fahrer) kg 1.163
Zul. Gesamtgewicht kg 1.660
Zuladung kg 421 – 521
Zul. Achslast vorn/hinten kg 910 / 800
Zul. Anhängelasten bei 12 % / 8%  gebremst kg 1.100 /1.100
Zul. Anhängelast ungebremst kg 580
Füllmengen
Kraftstoffbehälter l ca. 45
Aktuelle Suchanfragen:

Technische Daten VW Polo 1.4 TDI BMT

Polo 1.4 TDI BMT 66 kW
(90 PS)
Motor, Elektrik
Art des Motors 3-Zyl.-  Dieselmotor TDI BMT
Hubraum effektiv cm³ 1.422
Ventile pro Zylinder 4
Einspritzung / Aufladung Common Rail / Abgasturbolader
Max. Leistung (DIN) kW (PS) bei 1/min 66 (90) 3500
Max. Drehmoment Nm bei 1/min 230  / 1.500 – 2.500
Fahrleistungen (bei Leergewicht + 200 kg)
0 – 80/100 km/h s 7,4 / 10,9
Elastizität 80 – 120 km/h, 4./ 5. Gang 9,5 / 13,0
Höchstgeschwindigkeit km/h 184
Kraftstoffverbrauch nach 99/100/EG
Kraftstoffart Diesel min. 51 CZ
Kombiniert l/100km 3,4
Emission (CO2) kombiniert g/km 88
Effizienzlabel A+
Schadstoffklasse Euro 6
Kraftübertragung
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe
Außenabmessungen
Anzahl der Türen 2
Länge/Breite/Höhe mm 3.972/1.682/1.453
Radstand mm 2.470
Spurweite vorn/hinten mm 1.463/1.456
Gepäckraum
Länge, Sitzbank aufgestellt/umgeklappt mm 699/1.371
Volumen nach VDA-Messung: Sitzbank aufgestellt/umgeklappt l 280 – 952
Gewichte
Leergewicht (EU, inkl. 75 kg Fahrer) kg 1.151
Zul. Gesamtgewicht kg 1.670
Zuladung kg 428 – 531
Zul. Achslast vorn/hinten kg 920 / 800
Zul. Anhängelasten bei 12 % / 8%  gebremst kg 1.100 / 1.200
Zul. Anhängelast ungebremst kg 570
Füllmengen
Kraftstoffbehälter l ca. 45
Aktuelle Suchanfragen:

Zeitreise: VW Polo Baujahr 1977

Du bekommst einen dürren, kleinen Schlüssel in die Hand gedrückt. Das Gewicht des Schlüsselanhängers mit der Inschrift: „Volkswagen Classic“ wiegt schwerer in der Hand, als der Original-Schlüssel für diesen besonderen Testwagen alleine. Es ist der Auftakt zu einer Testfahrt die anders ist.

Früher war alles besser

Volkswagen Polo – Zeitreise im 37 Jahre alten VW Polo

Klein, zierlich und fragil parkt der erste Polo zwischen seinen jungen Enkeln. Eigentlich sollte es bei diesem Termin ja um dessen Überarbeitung gehen – doch die Vergangenheit lockt. Erinnerungen wollen aufgefrischt werden. Mit einfachen und klaren Linien, ganz wie bei der ersten Ausführung des größeren Bruder (der Golf, das Auto) hat der italienische Designer Giorgio Giugiaro den ursprünglich als Audi 50 konstruierten Kleinwagen gezeichnet. Spindeldürre A-Säulen, schmale Stoßstangen aus Chrom und ein schlichter Kunststoff-Kühlergrill mit zwei runden H4-Scheinwerfern. Sein Design ist frei von Spielereien, nüchtern wie der Papst am Sonntag-Morgen.

Es waren wilde Zeiten damals und bei VW brauchte man einen Nachfolger für die aus dem Programm gefallene günstigsten VW Käfer-Variante. Und so wurde der kleinste Audi, quasi über Nacht zu einem Volkswagen. Es war im Prinzip auch der Beginn der Mehrmarken-Strategie, basierend auf der gleichen Technik. Im Gegensatz zum Audi 50 wurde der erste Polo noch einmal um unnötigen Luxus befreit. Die Türverkleidungen waren so preiswert, wie sie sich auch heute noch anfühlen.  Der abschließbare Tankdeckel, eine Sonderausstattung gegen Aufpreis. Das Frischluftgebläse zweistufig? Gegen Aufpreis. Einen rechten Außenspiegel? Am Anfang gar nicht lieferbar. Der VW Polo war schlicht, einfach und absolut nicht aufregend.

VW Polo erste Generation Cockpit Armaturenbrett

Zeitreise – Der Geruch von früher.

Echte Türgriffe, mit einer kleinen Chromspange und beim betätigen spürt man die Mechanik dahinter arbeiten. Der Ur-Polo vermittelt bereits bevor man los gefahren ist, diese vertraute Gefühl von Technik die man versteht. Wer auf den putzigen Velour-Sitzen Platz nehmen darf, fühlt sich wie im Gewächshaus. So viel Glas, so viel Licht von außen, so eine geniale Rundumsicht. War früher nicht einfach alles so viel besser? Parkpiepser? Dieses Auto brauchte das so wenig wie den rechten Außenspiegel.

Das spindeldürre Lenkrad liegt unwirklich in der Hand. Ein Dreh am Zündschlüssel weckt den 1-Liter Vierzylinder-Vergasermotor auf, er meldet sich murrig mit leicht nasaler Stimme zu Wort. Kupplung, Gaspedal, Lenkung ohne Servo. Auto zu fahren ist in diesem 37 Jahre Polo eine sehr direkte Arbeit. Doch das Abgas-Parfum des Kat-freien Motors sorgt für einen Geruch, der einem im Kopf sofort die Bilder von damals hervorholt. Die ersten Kilometer im ersten eigenen Auto. Es gibt Erfahrungen die werden zukünftige Generationen nicht mehr machen dürfen. Wann schiebt man den Choke wieder vollständig rein? Ist der süßliche Duft des zu fett laufenden Motors eine Charaktereigenschaft die man bei heutigen Autos vermisst?  So ähnlich. Es sind ganze Volksweisen die der Geruch des Polos zu erzählen weiß.

Fettes Gemisch, kein Kat und dann der Geruch im Innenraum. Selbsterklärend. Und voller Erinnerungen.

VW Polo Audi 50 Motor 1 liter hubraum

 

Mit den knapp 700 Kilogramm Leergewicht der ersten Polo-Generation hat selbst der nur 40 PS starke Vergaser-Motor leichtes Spiel. Der erste Versuch bei flotter Stadt-Geschwindigkeit den fünften Gang einzulegen, endet jedoch mit leichter Verwirrung. Ach ja, vier Gänge. Die reichten damals völlig aus. Richtig. Und auch den Vierten sollte man nicht zu früh einlegen, der Vergaser-Motor möchte gerne in seinem Drehzahlband nicht zu tief absacken. Sonst verschluckt er sich unwillig und erinnert den Fahrer an den Fortschritt, der später kam. Es sind einfach viele Kilometer, viele Tage und Jahre vergangen. Perfekte Technik? Wir nehmen sie heute als gegeben hin. Der erste Polo mag mürrischer gewesen sein, aus der Sicht heutiger Kleinwagen schon fast eine diffizile Diva, aber er war vor allem ein wirklich praktischer Partner. Eine große Heckklappe, eine umklappbare Rücksitzbank, das freie Raumgefühl dank der großen, steilen, Scheiben.  Zündkerzen wechseln? Kein Problem. Trotz einer Länge von nur 3.50 Metern bot der Polo nicht nur vier Personen Platz, sondern auch einen Motorraum im dem man als Hobbyschrauber noch selbst Hand anlegen konnte. Unfassbar für heutige Verhältnisse, wie leicht man die Glühbirnen aus den H4-Scheinwerfern ausbauen konnte.

Während ich den alten Polo einmal um den Tegernsee fahre, quäkt das Radio aus einem einzelnen Lautsprecher vor sich hin. Eigentlich müsste das Radio noch heute die Hitparade von 1977 spielen – dann wäre die Illusion perfekt. Einzig die drängelnden Mittelklasse-Limousinen im Rückspiegel stören die Zeitreise. Das man ab dem Ortsschild eine kleine Ewigkeit braucht, bist man eine für aktuelle Verhältnisse angebrachte Geschwindigkeit auf der Landstraße erreicht hat, verstehen die anderen Verkehrsteilnehmer nicht.  Nicht mehr. Zu schnell haben wir uns an den Fortschritt gewöhnt und zu schnell haben wir vergessen, wie schön die Zeit damals war. Und wie einfach.

Volkswagen Polo erste Generation fahrbericht

 

Da klingelt bereits wieder das Handy; wo wir denn stecken würden? Der neue Polo wartet, da kann man das Handy dann per Mirror-Link mit dem Multimedia-System koppeln.  Was Mirror-Link ist? ein Kapitel des Fortschritts eben, aber bis wir unsere Zwischenstation erreicht haben, schalte ich das Handy aus, lausche dem trötenden Sound des Vergaser-Motors, streichle das dünne Lenkrad und überlege mir – ob es stimmt:

War damals alles besser?

 

 

Polo – Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/VW_Polo_I
Produktionszeitraum: 1975–1981
Klasse: Kleinwagen
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
0,9–1,3 Liter
(29–44 kW)
Länge: 3512 mm
Breite: 1560 mm
Höhe: 1344 mm
Radstand: 2335 mm
Leergewicht: 685–700 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: VW Polo II

 

Der erste Volkswagen-Polo – Die Galerie:

 

Aktuelle Suchanfragen:

Video: Hund klaut SUBARU

Catcontent? Langweilig. Hunde sind viel cooler.

Das sieht man auch in Russland so. Dort hat der SUBARU-Importeur einen Clip produzieren lassen, der einen gerissenen Hund zeigt. Das Video hat am Anfang viel von den typischen russischen Dash-Board-Cams. Nur filmt die Kamera von der Rücksitzbank aus. Ein Frau fährt in der Nacht auf einer einsamen Landstraße als plötzlich von links ein Hund die Straße kreuzt. Er sieht das Auto – bleibt stehen und lässt sich theatralisch fallen. Dann verschwindet der Hund aus dem Blickfeld der Kamera. Die Frau bremst hart, setzt ein paar Meter zurück, schaltet die Warnblinkanlage an und steigt aus.

Der Hund ist nach dem zurück setzen des Fahrzeugs wieder im Blickfeld zu sehen. Er liegt regungslos und flach auf dem Boden.

Die Frau geht zu ihm hin, schaut ihn an, holt ihr Handy und dreht sich zum telefonieren mit dem Rücken zum Hund. Und was passiert dann?

Na was wohl 😉 – aber schaut euch das Video selbst an!

 

Aktuelle Suchanfragen:

Nick Heidfeld geht für Nissan in die Grüne Hölle

Ich hatte es gestern in einem der Artikel über das VLN-Rennen vom Samstag bereits angekündigt, heute lässt Nissan die Katze aus dem Sack!

Zur 42. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring tritt Nissan am Wochenende des 21./22. Juni mit drei über 550 PS starken Nissan GT-R NISMO GT3 an. Das hochkarätige internationale Fahreraufgebot für den Eifel-Klassiker führt Nick Heidfeld an. Der Mönchengladbacher zählt seit 2012 zur Jury der deutschen Wertung der GT Academy und spannt im Auto des Teams RJN unter anderem mit GT Academy Gewinner und Newcomer Florian Strauss zusammen. Der vom Konsolenspieler zum „echten“ Rennfahrer gereifte Berliner gewann vor acht Monaten das Finale der deutschen GT Academy in Silverstone auch dank des Votums des 183-fachen Formel-1-Piloten. Nun freut sich der 28-jährige Strauss, weitere Tipps von seinem Academy-Trainer zu erhalten.

Quelle: Nissan-Presse

 

Als ich vor zwei Wochen zum ersten Mal davon hörte, war ich doch massiv überrascht, aber auch hoch erfreut. Denn anders als der PR-Stunt von Audi, wird Nick Heidfeld als „Promi“ und „Zugpferd“ für den Einsatz, auch eine ordentliche Portion Talent und Erfahrung mit in das Cockpit bringen.

 

3 Nissan GT-R bei den 24h-Stunden? Geile Sache!

VLN 3: Klassensieg für den AVIA-Aston Martin

Großer Jubel bei AVIA racing: Nach zwei Ausfällen in den bisherigen Saisonrennen hat sich der Rennstall mit dem Aston Martin V8 Vantage im dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft eindrucksvoll zurückgemeldet. Wolfgang Weber, Norbert Bermes und Hendrik Still sicherten sich mit großem Vorsprung einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg in der GT4-Klasse SP10. Außerdem fuhr das erfolgreiche Trio bei rund 200 Fahrzeugen auf die starke 31. Gesamtposition.

„Dieser Erfolg fühlt sich wahnsinnig gut an“, strahlte Hendrik Still, der die letzten Rennrunden absolviert hatte und anschließend auf Position eins über die Ziellinie gefahren war. Zuvor hatte Wolfgang Weber schon im Zeittraining ein erstes Ausrufezeichen gesetzt: Mit einer Rundenzeit von 8:55.756 Minuten holte er in der GT4-Klasse die Pole-Position. Im Rennen knüpften der Routinier und seine Teamkollegen an diese Leistung an, sodass der Triumph des Trios zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war. „Am Ende musste ich den Sieg nur noch ins Ziel tragen. Unser Aston Martin lief absolut perfekt und nach den beiden Rückschlägen ist das eine riesige Genugtuung“, so Still glücklich.

Opel Astra #342 kleines karusell

Raphael Hundeborn, Marc Legel und Stephan Kuhs kamen im Opel Astra OPC auf der guten sechsten Position ins Ziel. Vor allem zu Beginn des Vier-Stunden-Rennens konnte das Opel-Team auftrumpfen: „Ich habe mich bis zum ersten Boxenstopp auf Rang drei vorgekämpft und die Spitze war sogar in Reichweite. Wir hatten ein fantastisches Set-up“, sagte Marc Legel, der den Start übernommen hatte. „Zum Ende hin hat sich leider ein Getriebeproblem angedeutet. Der sechste Platz ist daher ein super Ergebnis“, ergänzte Raphael Hundeborn.

BMW 235i #680 VLn 3 Training 2014

Durchwachsen verlief der dritte Saisonlauf für den BMW 235i von AVIA racing. Eine Kollision zu Beginn des Rennens kostete wertvolle Zeit, sodass das Team zurückfiel. Dennoch kam der bayrische Sportwagen auf Rang neun ins Ziel.  So konnte AVIA racing auch in diesem Rennen wichtige Testkilometer und Erfahrungswerte mit dem Fahrzeug sammeln.

„Wir freuen uns riesig über den Sieg“, sagte Stephan Hauke von AVIA racing. „Das ist die Belohnung für unser Team und nicht zuletzt auch für alle Fans, die uns immer wieder die Daumen drücken.“ Dem nächsten Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft (17. Mai) blickt AVIA racing nun mit großen Erwartungen entgegen: In drei Wochen sollen die nächsten Erfolge her.

VLN 3 – Ein Blick in die Cup5-Klasse

Nachdem es ein wenig holprig losging, sind die BMW M235i Cup-Fahrzeuge beim dritten Lauf der VLN bereits ordentlich auf Tempo gekommen. Im Training war der Neugeborene „Eifelblitz“ vom Team Scheid der schnellste und legte mit 9:16,888 bereits eine ordentliche Zeit vor. Das es bei den Cup-BMW noch ein wenig schneller geht, zeigte die schnellste Rennrunde des Eifelblitz, hier blieb die Uhr bei 9:15,324 stehen. Das im Training nicht mehr ging, dürfte dem Andrang auf der Strecke und den vielen Gelb-Phasen, die es bereits im Training gab, geschuldete gewesen sein.

Das am Ende – nach 4 Stunden Renndauer – zwischen dem Sieger der Cup 5 und dem Zweiten nur eine Lücke von gut 7 Sekunden klaffte, ist auch ein Beweis für die tolle Renn-Vorstellung die von den Cup-BMW geliefert wird. Knallharte Fights, Türklinke an Türklinke sind im Rennen ganz normal. Und damit niemand sagen kann, der Reifen wäre schuld gewesen, fahren alle Teams auf den gleichen Slick-Reifen von Dunlop!

BMW M235i Racing Cup – der dritte Lauf im Rahmen der VLN

Ergebnisse im Detail:

BMW 235i #666

Startnummer 666 – Team Scheid-Partl Motorsport

Im Training mit einer 9:16,888 der schnellste M235i Cup-Racer im Feld. Am Steuer Max Partl und Jörg Weidinger. Am Ende mit guten 7 Sekunden Vorsprung als Klassensieger über die Ziellinie gefahren

 

BMW 235i #678

Startnummer 678 – Adrenalin Motorsport

Im Training mit einer 9:18,274 die drittschnellste Zeit gefahren, reichte es im Rennen am Ende für die Piloten Daniel Zils, Norbert Fischer und Uwe Ebertz zum vierten Rang in der Klasse.

 

 

BMW 235i #687 VLn 3 Training 2014

Startnummer 687 – Team TKS-Motorsport

Im Training mit einer 9:22,625 unterwegs gewesen, reichte es im Rennen zum fünften Platz. Die Piloten am Steuer des M235i Cup-Racers: Michele Di Martino, Jannik Olivo und Markus Maier-Schambek.

 

 

BMW 235i #680 VLn 3 Training 2014

Startnummer 680 – Team Mathol Racing

Im Training noch mit einer 9:27,461 unterwegs, reichte es im Rennen im besten Fall nur zu einer 9:39,673 und damit doch zu einigem Abstand zum Cup-Schnellsten. Nach 4 Stunden-Renndauer kamen Wolfgang Weber, Andres Serrano, Volker Wawer und Daniel Schwerfeld auf Rang 9 in ihrer Klasse ins Ziel.

Ergebnis Cup5 – VLN Lauf 3

  1. #666 Team Scheid-Partl
  2. #679 Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop
  3. #688 MSC Adenau
  4. #678 Adrenalin Motorsport
  5. #687 TKS-Motorsport
  6. #684 Team Ring-Police
  7. #669 Schflitzl, Piepenbrink
  8. #683 Österlund,Honkanen, Suominen
  9. #680 Avia Racing / Mathol Racing
  10. #668 Adrenalin Motorsport
  11. #670 Scheid-Partl Motorsport
  12. #694 Securtal Sorg Rennsport

 

 

Einen Überblick über alle Teilnehmer des BMW M235i Racing-Cup liefert diese Tabelle:

Startnummer Team
666 Team Scheid – Partl Motorsport
668 Adrenalin Motorsport
669 Valentin Racing Event GmbH
670 Team Scheid – Partl Motorsport
678 Adrenalin Motorsport
679 Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop
680 Team Mathol Racing e.V.
683 Ring-Attack
684 Team Ring Police
687 Team TKS-Motorsport
688 Rent2Drive Racing
694 Team Securtal Sorg Rennsport
696 Reifen Hollerweger
700 Bonk Motorsport

Aktueller Tabellenstand in der Meisterschaft [klick]

 

Aktuelle Suchanfragen:

VLN 3: Klassensieg für den GetSpeed Porsche #101

Klassensieg für den Cup-Porsche von GetSpeed Performance

Die Fahrer Osieka, Jans und Mies haben sich im dritten Saisonrennen der VLN Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife einen souveränen Sieg in der Porsche-Cup-Klasse gesichert.  

Nach dem Unfall im zweiten Lauf fanden das Team beim dritten VLN Lauf wieder zu gewohnter Stärke zurück. 

„Unsere Mechaniker hatten in den letzten Wochen unglaublich viel zu tun, denn bei dem Unfall wurde das Auto sehr stark beschädigt“, erklärte Steve Jans.

Mit dem Klassensieg und Gesamtrang elf machten der 25-Jährige Steve Jans und seine Teamkollegen deutlich, dass sich die unermüdliche Arbeit von GetSpeed Performance gelohnt hatte: „Unser Porsche hat einwandfrei funktioniert und wir hatten nicht das kleinste Problem. Diesen Erfolg hat sich die gesamte Mannschaft verdient.“

Im Zeittraining am Samstagmorgen hatte Christopher Mies im Porsche 911 GT3 Cup bereits die Pole-Position geholt. Auch im Verlauf des Vier-Stunden-Rennens ließen sich Mies, Adam Osieka und Steve Jans anschließend nicht aus der Ruhe bringen. Das Trio überzeugte mit einer gewohnt starken Performance und ließ der Konkurrenz keine Chance. Damit erkämpften sich Steve Jans und sein Team wie schon beim Saisonauftakt den ungefährdeten Start-Ziel-Sieg in der Wertungsklasse für Porsche-Cup-Fahrzeuge.

An diesen Erfolg will der Luxemburger in drei Wochen anknüpfen. Am 17. Mai findet dann der nächste Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft statt: „Natürlich greifen wir beim nächsten Rennen wieder an. Denn wir haben heute bewiesen, dass wir uns als Team von einem Rückschlag so schnell nicht stoppen lassen“, sagte Steve Jans mit einer gewohnten Portion Ehrgeiz.

Aktuelle Suchanfragen:

VLN 3. Lauf TMG GT86 Cup: Erster Cup-Erfolg für Vantage Motorsport

Hochspannenden Motorsport bot der dritte Lauf des TMG GT86 Cup im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring (VLN). Bei besten äußeren Bedingungen in der Eifel ging der 56. ADAC ACAS H&R Cup planmäßig über die volle 4-Stunden-Distanz. Nach 23 Runden fuhr der von den britischen Geschwistern Nigel und Sarah Moore pilotierte TMG GT 86 CS-V3 mit der Startnummer 539 als Erster ins Ziel. Platz zwei sicherte sich das Toyota Swiss Racing Team  mit den Fahrern Werner Schmid, Oliver Burri und Roger Vögeli. Das Podium komplettierte mit Rang drei das Team Leutheuser Racing&Events mit Jutta Beisiegel, Pawel Ledwon sowie Ralf Goral. 

Besonders strahlende Gesichter gab es in der Eifel diesmal beim Team Vantage Motorsport, die in dieser Saison neu in den Cup eingestiegen sind. Vom ersten Auftritt  auf dem Nürburgring an gehörten die Nordschleifen-Neulinge Sarah und Nigel Moore zu den Schnellsten der Cup-Saison 2014. Pech verhinderte allerdings, dass die schnellen Briten ihr Potential im Rennen in zählbare Ergebnisse ummünzen konnten. „Wir hatten zunächst einige Probleme, uns auf das für uns neue Auto einzustellen“, begründet Team-Eigner Mark Robinson die bisher fehlende Punkteausbeute. „In enger Zusammenarbeit mit TMG konnten wir unsere Probleme analysieren und abstellen. Der Sieg heute ist der beste Beweis dafür. Jetzt sind wir einfach nur glücklich“, freut sich der Brite. 



„Heute haben wir endlich einen Grund zu feiern. Unser erster Sieg bei einem Rennen auf der Nordschleife bedeutet uns sehr viel. Diese Rennstrecke ist einfach unglaublich, eine extreme Herausforderung und so viel anders als alle anderen Strecken, auf denen wir bisher gefahren sind. Dieser Sieg stimmt uns natürlich auch optimistisch für den weiteren Saisonverlauf. Ich hoffe sehr, dass dies nicht unser letzter Erfolg im TMG GT 86 Cup bleiben wird“, sagte Sarah Moore. 

Das britische Geschwister-Duo war von Rang drei ins Rennen gegangen. In der nervösen Anfangsphase des Rennens mit vielen kleineren Zwischenfällen orientierte sich Nigel Moore, der den Startabschnitt absolvierte, sofort Richtung Spitze. Gut eine Stunde nach dem Start in die Einführungsrunde übernahm er erstmals die Führung. Nur noch bedingt durch Boxenstopps mussten die Briten ihre Spitzenposition danach abgeben, der Sieg geriet letztlich aber nicht mehr in Gefahr. 

Nico Ehlert, Principal Engineer Customer Motosport: „Meine Gratulation gilt heute der Mannschaft von Vantage Motorsport für eine besonders gute Leistung. Dass ein neues Team im TMG GT86 Cup schon im dritten Rennen erfolgreich sein kann, ist ein Beweis für die Chancengleichheit in unserem Markenpokal. Der Erfolg ist auch deshalb bemerkenswert, weil Sarah und Nigel Moore vergleichsweise wenig Erfahrung auf der Nordschleife haben.“ 

Pressemeldung

Canon EOS 6D - Fotos Bjoern Habegger

Felix Baumgartner beim 24h-Rennen

Wenn Motorsport zum PR-Stunt wird

Ein paar Gedanken zum Einsatz von Felix Baumgartner:

Wer wünscht sich nicht, seine Kindheitsträume in die Realität umsetzen zu können? Den meisten von uns bleibt dies vergönnt, ein paar wenige erhalten diese Chance. Felix Baumgartner sprang im letzten Jahr aus einer Kapsel in der Stratosphäre hinab auf die Erde. Es war ein waghalsiges Manöver und nicht wenige sagten, hierfür braucht es vor allem eines: Die Lust am Wahnsinn. Felix Baumgartner tat etwas, wozu zweifelsohne eine gehörige Portion „Cojones“ gehört. Ob der Wahnsinn mit von der Partie war – keine Ahnung. Er tat es im Umfeld einer hoch professionellen Medienarbeit von RedBull.  RedBull ist schon lange mehr als nur eine Koffein-Brause. RedBull ist vor allem ein Medien-Imperium.  Und wer sich mit den z.T. gefährlichen Sportarten beschäftigt die von RedBull vermarktet werden – der kommt auch an diesem Video nicht vorbei:

Aber es soll ja gar nicht um RedBull gehen, denn die Idee zum Einsatz von Felix Baumgartner beim 24h-Rennen kommt anscheinend alleine aus dem Hause Audi.

Nun hat sich die Audi-Sportabteilung in den Windschatten des Medien-Erfolges von Felix Baumgartner gehängt. Und wenn man Felix Baumgartner bei der Pressekonferenz zum pre24h-Rennen vor zwei Wochen zuhörte, so war das Rennen fahren schon immer ein „Buben-Traum“ von ihm. Und das 24h-Rennen auf dem Nürburgring die größte Herausforderung.

2014 will Felix Baumgartner am 24h-Rennen in der Eifel teilnehmen. 

Audi ermöglicht ihm diesen Traum und bereitet ihn entsprechend auf den Einsatz vor. Anders als von Profis empfohlen, startet Felix Baumgartner jedoch nicht in einem langsamen Fahrzeug, es muss gleich die Königsklasse am Ring sein, ein GT3-Fahrzeug mit soviel Druck, um den Österreicher notfalls wieder ins All zu schießen. Um das Potential eines GT3-Rennwagen zu nutzen, reicht es jedoch nicht aus lebensmüde Stunts vollführt zu haben. Das war an den Rundenzeiten der Startnummer 22 gut abzulesen. Wann immer der R8 LMS ultra Zeiten über 9 Minuten fuhr (VLN Lauf 3), saß Felix Baumgartner am Steuer. Lagen die Zeiten wieder auf dem Niveau der anderen SP9-Fahrzeuge, steuerte Pierre Kaffer den Rennwagen über das Eifelrund. Das bei der Vorbereitung bereits zwei Fahrzeuge zu Kernschrott verwandelt wurden, dazu gibt es keine Aussage und in den üblichen Medien ist dafür auch kein Platz. Talent ist das eine, Rennen fahren in der grünen Hölle – etwas ganz anderes.

Motorsport vs. Medienstunt

Es ist ein PR-Stunt den Audi hier vollführt. Die Risiken? Sie sind anscheinend kalkulierbar, oder?

Die Meinungen hierzu sind kontrovers und das ganze Vorhaben wird im Fahrerlager heiß diskutiert. Auf der einen Seite steht die Meinung: Na klar, wer würde diese Chance nicht ergreifen? Und sicherlich, als Nicht-Profi in einen GT3 zu steigen, bedarf mindestens drei Eiern. Aber auf der anderen Seite steht die Frage nach dem Sinn des Motorsports? Geht mit Geld alles? Es gibt viele Talente denen der Aufstieg in eine höhere Klasse verwehrt bleiben – mangels Sponsor.
Nicht das Talent entscheidet – der Sponsor entscheidet. Das aber führt den Motorsport in eine Sackgasse.

Wenn Medienprofis den Motorsport für sich entdecken, dann führt dies selten zum Wohle des Motorsports. Und ein 24h-Rennen braucht eigentlich keinen weiteren Promi mit Drang zur Selbstverwirklichung. Es gibt bereits genug Herrenfahrer die sich in schnelle Porsche eingekauft haben und dann, mit mangelnden Kenntnissen der Strecke, selbst kleineren Fahrzeugklassen im Weg stehen.

Audi R8 #22

Man kann einem Rennstall nicht vorschreiben, wen er verpflichtet. Die Motorsport-Historie ist voll mit Beispielen von Promis, die sich im Rennwagen versucht haben. Die Nordschleife und speziell das 24h-Rennen ist jedoch eine Veranstaltung mit wenig Spielraum für Fehler. Wer hier nicht aufpasst, der landet schnell in der Leitplanke, oder dahinter.

Schlechtes Wetter und miese  Sichtbedingungen sind ebenso üblich – es wird spannend wie weit sich Felix Baumgartner noch verbessern kann. Und wie die Strategie von Audi am Ende aussehen wird.

Felix Baumgartner fährt übrigens einen R8 mit Werbung für die Audi Driving Experience – und dort kann sich jedermann zum Rennfahrer ausbilden lassen. Das nötige Kleingeld vorausgesetzt. 

 

 

 

 

VLN 2013 – Lauf 3 – So lief das Rennen

Nürburg. Bewölkt, aber trocken und vereinzelt blinzelte sogar die Sonne in die Rennwagen. Als die Fahrzeuge zum Vorstart geschoben wurden, konnte man am Wetter nichts aussetzen. Das dachten sich vermutlich auch die vielen Zuschauer. Was man bei anderen Rennserien nicht darf, gehört bei der VLN zum ganz normalen Wahnsinn. Rennfahrer und Rennfahrzeuge hautnah. Jeder Zuschauer der sich ein Fahrerlager-Ticket kauft, darf sich den Vorstart auf der Start-Ziel Geraden anschauen.

VLN Lauf 3 – 56. ADAC ACAS H&R-Cup – Das Rennen

Nachdem die Startaufstellung geräumt wurde, ging es fast pünktlich in die Einführungsrunde. Vorne weg – zum ersten Mal – ein NISSAN NISMO GT-R GT3. Am Steuer u.a. der Gewinner der GT Academy 2008 Lucas Ordonez. Als die Ampel auf der Start-Ziel Gerade ausging und das Vier-Stunden-Rennen eröffnet wurde, war es dann mit der Führung aber auch schnell wieder vorbei. Der Frikadelli-Porsche mit Startfahrer Huismann erhöhte mächtig den Druck und bis es raus auf die Nordschleife ging, war nicht nur der 911 GT3R  am Nissan vorbei, auch der SLS mit Haupt am Steuer konnte am starken Japaner vorbei gehen.

Mercedes SLS #9 VLN 3 Training 2014

Nachdem sich die BMW im Training wieder zurück gehalten hatten, gingen sie das Rennen mit mehr Elan an. Allen voran „Uns Uwe“ im BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 2. Zwei Runden nach Start lag der Betzdorfer mit seinem Frontspoiler im quasi im Luftfilterkasten von Huismann, der Rückstand des Z4 auf den Frikadelli-Porsche betrug gerade einmal 0.165 Sekunden. Am Ende reichte es für den Alzen Z4 zum vierten Platz.

Als nach 90 Minuten die erste Runde der Boxenstopps durch waren, flogen der R8 von Phoenix Racing und der 911 GT3 von Frikadelli mit dem Abstand von weniger als zwei Sekunden über die Nordschleife.

Nach 8 Runden und einer Runden-Bestzeit bis dahin von 8:25,490,  übergab Pierre Kaffer den Audi R8 LMS ultra an den Stratosphären-Springer Felix Baumgartner auf P2 liegend. Die Rundenzeiten stiegen in der Folge auf  9:05 (Beste!) an. Der R8 wurde von den Top-Fahrern in der SP9 durchgereicht.

In Runde 18 wechselte der Race Experience Audi R8 LMS wieder zurück in die Profi-Hände von Pierre Kaffer.  Am Ende reichte es – die #22 war in der Zwischenzeit bis auf Platz 24 zurück gefallen – nur für einen 14. Platz im Gesamt-Ergebnis. (Angesichts der Frage ob man nun heulen sollte, oder froh sein, dass nichts schlimmeres passiert ist – gibt es noch einen Extra-Artikel zum „Fall Baumgartner“.)

Audi R8 #22

Nach zwei Stunden, zur Hälfte des Rennens, ein gänzlich unerwarter Führender – der McLaren von Dörr Motorsport. Bereits im Training sorgte der McLaren MP4 12C GT3 mit dem dritten Startplatz und einer 8:08,154 für aufsehen. Und dieses Mal sollte der McLaren halten und dazu auch noch ordentliche Rundenzeiten auf die Bahn legen. Die Paarung aus Zuverlässigkeit und Performance brachte den Dörr McLaren nach dem Rennen auf einen erfreulichen zweiten Platz!

#27 McLaren, Adams, Estre, Klasen
#27 McLaren, Adams, Estre, Klasen

 

Manchmal reichen 0.3 Sekunden um für lange Gesichter zu sorgen. In diesem Fall waren es die 0.3 Sekunden die beim Boxenstopp des Frikadelli-Porsche fehlten. Eine folgende Stop & Go Strafe vereitelte die Möglichkeit auf das Podest. Am Ende stand Rang 6 für die rasende Frikadelle im Ergebnis – und damit das beste Porsche-Ergebnis an diesem Renn-Samstag.

Porsche 911 GT3 #30 VLN 3 Training 2014
#30 Abbelen, Schmitz, Huismann

 

Die Sieger des dritten VLN-Lauf

Im Training erneut mit beeindruckender Ruhe unterwegs, war es der Fahrbarkeit des BMW Z4 GT3 und dem Renngott zu verdanken, dass wieder ein Marc VDS BMW auf dem Treppchen ganz oben stand.

Im Interview mit vln.de sagten die Sieger:

„Ich freue mich riesig“, sagte der dreifache VLN-Champion Adorf nach dem Rennen. „Auch wenn unser Einsatz der Vorbereitung auf das ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring diente, nehme ich diesen Sieg natürlich gerne mit. Er war hart umkämpft und speziell in der Schlussphase wurde es noch einmal richtig spannend.“ Das Marc VDS-Team war von Position zwölf aus in das Rennen gestartet und wählte eine Strategie mit einem frühen Boxenstopp. Über die Distanz war der BMW dann das schnellste Fahrzeug. „Wir haben uns nur auf uns selbst konzentriert und sind – ohne besonderes Augenmerk auf unsere Mitstreiter – unser eigenes Rennen gefahren“, sagte Catsburg, der am niederländischen Nationalfeiertag seinen zweiten VLN-Sieg feierte. „Dabei war vor allem deutlich spürbar, dass unser Z4 auch neben der Ideallinie komfortabel zu bewegen war. Das ist bei einem Langstreckenrennen, bei dem man viele Fahrzeuge überrunden muss, von großer Bedeutung.“  Quelle: VLN.de

BMW Z4 GT3 #26 VLN 3 TRaining 2014

Wieder einmal waren die Marc VDS im Quali-Training langsamer unterwegs, als im Rennen. Ein Kunststück das in der SP9-Klasse sonst kein anderes Team schafft.

Nissan NISMO GT-R

Für den von der Pole gestarteten Nissan GT-R reichte es am Ende zu einem achten Platz im Gesamtergebnis. Die tolle Trainings-Performance konnte im Rennen nicht vollständing umgesetzt werden. Die Pole-Position konnte der Nissan nicht über die erste Runde retten, nach 5 Runden lag man noch auf Platz 2 – dahinter aber ein extrem gut aufgelegter Pierre Kaffer im R8. Der erste Boxenstopp war nach sieben Runden fällig und sorgte für einen ersten Platzverlust.  Nach 10 Runden war man bis auf Platz 13 zurück gefallen. Nach 19 Runden erfolgte der zweite Boxenstopp.  Am Ende lag man auf Platz 8, hinter dem Falken-Porsche. Falken, Nissan, 24h-Rennen? Da war doch mal was?

Richtig – die legendären Nissan GT-R mit Allrad fuhren damals mit Falken-Bemalung, aber das ist lange her. Für dieses Jahr plant man allerdings einen mindestens ebenso beeindruckenden Auftritt.

Zwei Nissan GT-R gelten als gesetzt. Und in einem wird es eine außerordentliche Fahrer-Paarung geben – soviel kann ich heute bereits sagen.  Mehr dazu am kommenden Montag!

 

Das Ergebnis des dritten VLN-Lauf in der Übersicht:

1 26 SP9 B BMW Sports Trophy Team Marc VDS
F Catsburg Nicky, Niederlande
F Adorf Dirk, Michelback
BMW Z4 GT3
NL26501
IC1063471
2 27 SP9 B Dörr Motorsport GmbH
F Adams Rudi, Ahütte
F Estre Kevin, Österreich
F Klasen Arno, Karlshausen
McLaren MP4 12C GT3
IC1043330
F171715
IC1063634
3 5 SP9 B PHOENIX RACING
F Basseng Marc, Rosenbach
F Fässler Marcel, Schweiz
F Stippler Frank, Bad Münstereifel
Audi R8 LMS ultra
IB1056009
CH8841
IB1039089
4 2 SP9 B H&R Spezialfedern GmbH & Co.
F Alzen Uwe, Betzdorf
F Wlazik Philipp, Gladbeck
BMW Z4 GT3
IB1057962
IC1041821
5 9 SP9 B BLACK FALCON
F Buurman Yelmer, Niederlande
F Haupt Hubert, München
F Menzel Christian, Kelberg
Mercedes-Benz SLS AMG GT3
NL20308
IB1059620
IC1061155
6 30 SP9 B Frikadelli Racing Team
F Abbelen Klaus, Barweiler
F Schmitz Sabine, Barweiler
F Huisman Patrick, Niederlande
Porsche 911 GT3 R
IC1049933
IC1051485
NL2205
7 4 SP9 B Falken Motorsports
F Henzler Wolf, Nürtingen
F Ragginger Martin, Österreich
F Imperatori Alexandre, China, Volksrepublik
Porsche 911 GT3 R
IB1038197
JA1113
IF174
8 23 SP9 B Nissan GT Academy Team RJN
F Buncombe Alex, Großbritannien
F Ordonez Lucas, Spanien
F Strauss Florian, Berlin
Nissan GT-R NISMO GT3
GB80281
IB26M
GB277743
9 35 SP9 B Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop
F Oeverhaus Ralf, Osnabrück
F Walkenhorst Henry, Melle
BMW Z4 GT3
IC1128229
IC1097171
10 458 SP9 B GT Corse by Rinaldi
F Mattschull Alexander, Bad Homburg
F Seefried Marco, Wemding
F Devigus Arturo, Schweiz
Ferrari F 458 Italia GT3
IC1037283
IB1054341
CH6403

 

Mehr zum dritten VLN-Lauf:

 

Das Titelbild ist ein Pressefoto von vln.de - alle anderen Fotos sind von mir.

VLN – Training Dritter Lauf 2014 – 56.ADAC ACAS H&R Cup

Der dritte VLN-Lauf in der Eifel und noch immer spielen einige Teams mit verdeckten Karten. Selbst den Streckensprechern geht diese “Angst vor der BOP” auf den Senkel. Es sind vor allem die BMW Z4 GT3 die mit gehörig Respekt vor einer nachteiligen BOP-Entscheidung auf die Bremse treten. Vermutlich wird man die aktuelle Performance der BMW Z4 GT3 erst nach dem 24h-Rennen erkennen. Bis dahin lautet die Devise: Handbremse auf der Start-Ziel-Gerade anziehen.

Die Zurückhaltung der einen, ist der Vorteil der anderen. Beim Training zum dritten VLN-Lauf des Jahres, dem 56. ADAC ACAS H&R-Cup hat sich der dicke Brummer der NISSAN GT Academy auf die Pole-Position geschoben. Am Steuer unter anderem Lucas Ordonez und Alex Buncombe. Die Pole-Zeit von 8:07,059 wurde vom Briten Alex Buncombe gefahren.

 

Die Startaufstellung zum dritten VLN-Lauf:

1 23 Buncombe 8:07.059 6 8:07.059 180.037 SP9 S
2 30 Abbelen 8:07.532 6 00.473 8:10.549 179.863 SP9 S
3 27 Adams 8:08.154 6 01.095 8:08.154 179.633 SP9 S
4 9 Buurman 8:09.201 7 02.142 8:27.491 179.249 SP9 S
5 22 Baumgartner 8:09.636 5 02.577 8:19.995 179.090 SP9 S
6 5 Basseng 8:09.875 7 02.816 8:09.875 179.002 SP9 S
7 2 Alzen 8:10.581 4 03.522 8:10.581 178.745 SP9 S
8 4 Henzler 8:11.485 8 04.426 8:11.485 178.416 SP9 S
9 458 Mattschull 8:12.714 7 05.655 8:12.714 177.971 SP9 S
10 154 Weiss 8:12.846 7 05.787 8:12.846 177.923 SPPRO S 1

 

Das Rennen lässt rund um die Nordschleife kostenlos anschauen. Wer die Tribünen am Nürburgring besuchen will und Renn-Luft in der Boxengasse schnuppern will, der bekommt die Tickets für sparsame 15 € – unter 14 Jahren ist der Eintritt sogar kostenlos.

Wer keine Zeit mehr hat um an den Ring zu kommen, der kann das Rennen wie immer live aam PC verfolgen: Hier geht es zum VLN-LIVESTREAM: 

Impressionen aus dem Training

VLN lauf 3 IMG_8867 56 adac acas VLN lauf 3 IMG_8901 56 adac acas VLN lauf 3 IMG_8917 56 adac acas VLN lauf 3 IMG_9006 56 adac acas

 

Erste Ausfahrt mit dem neuen Nissan Qashqai 1.2 DIG-T

Was für ein Name. Und wer hätte bei der Vorstellung der ersten Qashqai-Generation einen solchen Erfolg erwartet? Bei einem Namen den nur die wenigsten Käufer unfallfrei aussprechen können. Doch die Bezeichnung in Anlehnung an ein Nomaden-Volk konnte dem Erfolg des Crossover-SUV keinen Abbruch tun.

Insgesamt wurden 1.5 Millionen Stück vom Vorgänger abgesetzt. Zeit das Profil des Qashqai nach zu schärfen und ein neues Modell auf den Markt zu bringen. Immerhin, die Nachahmer in diesem Fahrzeug-Segment blieben nicht aus und auch andere Hersteller haben schöne Crossover-SUVs.

Nissan Qashqai 1.2 DIG-T im ersten Fahrbericht

Kofferraum statt Hubraum!

Ein wenig länger, ein wenig breiter, ein wenig flacher. Der neue Qashqai stellt eine Evolution dar, keine Revolution. Gleichwohl er auf einer neuen Plattform steht. CMF nennt die Französisch-Japanische Allianz aus Renault und Nissan diese gemeinsame Plattform. Dem Wesen des Qashqai tut diese gemeinsame Plattform keinen Abbruch – er bleibt der Softroader im Segment. Die Kunden lieben den Qashqai weil man so bequem sitzt, weil man höher sitzt und weil man genug Platz für Kind und Kegel hat. Der neue Qashqai ist da nicht anders gestrickt. Er verbindet jedoch den Feinschliff im Innenraum, mit mehr Charakter beim Design. Und mehr Kofferraum-Volumen. Anstatt 410 Litern warten nun 430 Liter auf die Einkäufe.

 

Qashqai-Fahrer wählen selten den Weg über Stock und Stein, darum ist der größte Teil der verkauften Qashqai mit reinem Frontantrieb ausgerüstet. Für den neuen Qashqai gibt es auch weiterhin die Möglichkeit einen Allradantrieb zu wählen, allerdings sind die Kombinationsmöglichkeiten aktuell noch eingeschränkt.

nissan qashqai 1-2 turbo fahrbericht

 

Allrad nur mit Diesel

Wer sich für einen Qashqai mit Allradantrieb interessiert, bekommt automatisch den potenten 1.6 Liter 130 PS Diesel angeboten. Und auch beim Getriebe bleibt die Wahl für den All-Mode 4×4 übersichtlich: 6-Gänge, manuell geschaltet, keine Alternative.

Ähnliches passiert beim Wunsch nach einem Automatik-Getriebe, die Lage ist klar: Kein Allradantrieb und nur ein Motor: der 1.6 Liter dCi-Diesel.

Wer sich damit begnügt die Gänge selbst zu sortieren und mit Frontantrieb bereits glücklich ist, der darf zwischen dem neuen 1.2 Liter Turbomotor, dem 1.5 dCi-Diesel mit 110 PS und dem 130 PS Diesel wählen.

In wenigen Wochen kommt der neue Qashqai als 1.6 Diesel mit Automatik zum Test vorbei, bei meiner ersten Ausfahrt mit dem neuen Qashqai konzentrierte ich mich deswegen auf den neuen 1.2 Liter Vierzylinder-Turbomotor mit 115 PS.

Nissan Qashqai Motor Turbo vierzylinder

 

Crossover mit dem Zwang zum sparen

Downsizing, ein Trend der schon lange kein Trend mehr ist, sondern Alltag. Im Bug des Qashqai haben die Nissan-Techniker einen 1.2 Liter kleinen Vierzylinder-Turbomotor versteckt. Dank des Blasebalg kommt der Humbraumzwerg auf beachtliche 115 PS und kräftige 190 Nm bei 2.000 Umdrehungen. Kraftlos sieht anders aus. Und so fährt sich der Crossover auch. Untermalt von einem deutlichen Turbofauchen, drückt sich der immerhin 1.350 Kilogramm schwere Qashqai souverän aus den Startblöcken der innerstädtischen Ampel. Erster, zweiter, dritter, schnell und problemlos auch mit niedrigen Drehzahlen, lässt es sich auf Stadt-Tempo beschleunigen. Nissan gibt für den Sprint auf Landstraßentempo gute 10 Sekunde an – klingt erstmal glaubhaft!

Raus aus der Stadt, rauf auf die Autobahn. Gemütlich bis 150 beschleunigt, der Qashqai wirkt nicht, als würde er am Rande seiner Leistungsfähigkeit bewegt. Erstaunlich wie viel Souveränität man in 1.2 Liter Hubraum packen kann. Da muss nur der Turbo groß genug und das gesamte Package clever abgestimmt sein.

Die erste Ausfahrt führte nicht in den Urlaub – aber nach einem Autobahn-Sprint doch immerhin in das oberste Stockwerk des Flughafen-Parkhaus. Anfahren ohne Gas, früh im zweiten Gang durch das Parkhaus rollen? Der Qashqai wehrt sich nicht und ruckelt nicht bockig in seinen Motorlagern. Der kleine 1.2 Turbo scheint wirklich ausreichend für den Crossover.

Im Parkhaus und beim rangieren zeigt sich der Qashqai dann von seiner Schokoladenseite. Dank dem 360° Around-View-Monitor behält man auch bei engen Parklücken den Überblick. Dieses praktische Ausstattungsdetail ist Teil des  „Nissan Safety Shield Paketes“ und hilft aktiv beim Unfall vermeiden. Wer den Überblick zwar hat, sich aber nicht sicher ist, der lässt den Qashqai einfach selbst parken. Kein Problem für die zweite Generation des japanischen Crossovers.

 

Geparkt und nun aussteigen?

Eigentlich will man lieber sitzen bleiben. Denn die Japaner haben dem Innenraum des Qashqai einiges an Asiatischem-Pragmatismus ausgetrieben und die Lücke mit gut gewählten Kunststoffen ausgefüllt. Er fühlt sich doch glatt eine Klasse hochwertiger an.

Bevor man aussteigt, muss man einsteigen und bevor man einsteigt – steht der Kauf des Nissan Qashqai an. Bei den Preisen ist Nissan der Erfolg des Vorgängers nicht zu Kopfe gestiegen. Man bleibt dem Volke nah und unterbietet noch immer 20.000 € Hürde. In der Einstiegs-Version Visia kostet der kleine Turbo-Benziner genau 19.940 €.

Weiterhin gibt es bei Nissan drei Ausstattungslinien für den Qashqai. Visia bildet die Basis, dann folgt Acenta und darauf Tekna.

Nissan Qashqai fahrbericht ausfahrt

 

[one_third]PRO

Mit einem Minimal-Wert von 99 Gramm CO² je Kilometer ist der Qashqai mit dem 1.5 dCi-Motor einer der besonders sparsamen Crossover geworden. Zudem gibt es den Qashqai mit LED-Licht, ein wirklich helles Extra!

[/one_third]

[one_third]CONTRA

Das Motorenangebot und die Möglichkeit zur Wahl zwischen Automatik und Manuell, zwischen Allradantrieb und Frontantrieb ist noch sehr überschaubar. Hier könnte ein wenig mehr Angebot nicht schaden!

[/one_third]

[one_third last=last]UND

Das praktische Nissan Safety Shield Paket mit 360° Kamera ist nur gegen Aufpreis und nur für die exclusive Tekna-Version erhältlich. Hier sollte Nissan noch einmal darüber nachdenken ob es wirklich sinnvoll ist, Sicherheit an Ausstattungslinien zu koppeln.

[/one_third]

 

Fazit:

Das der neue Qashqai nicht den Erfolg des Vorgängers fortführen wird, ist unwahrscheinlich. Zu gelungen ist das neue Modell. Dank besserer Materialien im Innenraum und sparsamen Motoren, wird der neue Qashqai mindestens so erfolgreich wie der Vorgänger. Wobei – dem neuen Modell fehlt die +2 Version mit mehr Platz – Aufsteiger werden in der Zukunft den Nissan X-Trail wählen und wie der gelungen ist, werde ich in ein paar Wochen berichten können.

 

[notification type=“notification_info“ ]Fakten zum neuen Nissan Qashqai[/notification]

Verkaufsstart:  Februar 2014
Basispreis:  19.940 – 33.450 €
Motorleistung:  110 PS – 150 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang manuell, Stufenlose Automatik
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.377, 1.806, 1.590, 2.646
Normverbrauch: 3,9 – 4,9l / 100km
Höchstgeschwindigkeit:  183 – 190 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  9,9 – 11,1 Sekunden
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Citroen C-XR Concept: Kompakter SUV mit jeder Menge Sportlichkeit

Der SUV-Markt boomt auch in China. Verständlich wenn dort jeder Autohersteller mitmischen wollen. Citroen schickte auf der Auto China 2014 in Peking den C-XR Concept ins Rennen und erhofft sich damit, so einige asiatische Marktanteile einzusacken. Die Kooperation mit der Dongfeng Motor Group hat sich damit gelohnt, denn das erste SUV vereint Komfort mit Sportlichkeit in einem gelungenen Corssover-Design.

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Der 4,26 Meter lange, 1,79 Meter breite und 1,56 Meter hohe Franzose kommt dank Radstand von 2,56 Metern mit besonders großzügigem Innenraum daher. Der VW Tiguan lässt grüßen. Sein kompaktes und wiedererkennbares Design mit SUV-Charakter weist harmonische Proportionen und eine bewusst gewählte Linienführung auf, die seine Sportlichkeit betonen sollen. Ein breit verchromter Kühlergrill prägt zusammen mit den Scheinwerfern und den LED-Tagfahrleuchten die markante Front. Durch die zusätzlichen Doppelendrohre und der enormen Bodenfreiheit soll echtes Offroad-Feeling aufkommen. Dank „Grip Control“ kommt man auch in unwegsamerem Gelände nie aus dem Tritt. Das Citroen-Logo umschließt die gesamte Front und verleiht dem SUV aus französisch-chinesischer Kooperation ein markantes Aussehen.

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Dank eines flach abfallenden Daches entsteht die Silhouette eines Coupés. 3D-Rückleuchten verleihen dem Heck Volumen und Dynamik. Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Crossover-SUV Peugeot 2008 ist dabei nicht von der Hand zu weisen. Unter der Haube leistet ein 1,6-Liter-Turbobenziner seinen Dienst und presst bis zu 200 PS auf die 17-Zoll-Räder. Geschaltet wird per Automatik, wie es sich für ein urbanes Fahrzeug gehört. Man möchte es in der Stadt ja auch bequem haben.

Markstart ist für 2015 anvisiert und der Citroen C-XR Concept könnte es sogar bis nach Europa schaffen. Wie viel er kosten soll, darüber schweigen sich die Franzosen allerdings noch aus.

Daimler Denza: Neuer E-Stromer als Stützpfeiler Chinas

Die Automesse in Peking ist für so manche Überraschung bekannt. Eine der Weltpremieren, die für Wirbel gesorgt hat, ist die Vorstellung des „Denza“. Das Elektrofahrzeug wurde von Daimler in Zusammenarbeit mit BYD (Build Your Dreams) entwickelt und soll dank massiver staatlichen Beihilfen, den boomenden Markt in China unter Strom setzen und so eine Elektro-Revolution in China einführen.

Der geräumige Fünfsitzer wird mit einer Reichweite bis zu 300 Kilometer angegeben und umgerechnet knapp 43.000 Euro kosten. Ein stolzer Preis, der sich aber mit der Hilfe von staatlichen Subventionen kleinrechnen lässt. In den Metropolen Peking und Shenzhen werden zum Beispiel Unterstützungen in Höhe von ca. 13.900 € gewährt und lassen die Kosten für den Denza somit auf weniger als 30.000 Euro fallen. Zudem wird es einfacher sein, die Fahrzeuge in China zuzulassen. Die dafür notwendigen Kennzeichen werden oft im Los-Verfahren vergeben. Elektroautobesitzer werden dabei bevorzugt.

Interior of all-electric DENZA & exterior of all-electric DENZA / Serienmodell des Elektrofahrzeugs DENZA, gemeinsam entwickelt von Daimler und BYD

Von einem 86 Kilowatt starken Elektromotor angetrieben, was einer PS-Leistung von ca 116 PS entspricht, schafft es der Denza bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Das sollte für den, eher für seine Mega-Staus bekannten Verkehr in chinesischen Großstädten mehr als ausreichend sein. Pro 100 Kilometer sollen sich die Stromkosten bei weniger als umgerechnet 2,35 Euro belaufen.

Interior of all-electric DENZA & exterior of all-electric DENZA / Interieur des Elektrofahrzeugs DENZA, gemeinsam entwickelt von Daimler und BYD

Den Denza wird es in zwei Ausstattungsvarianten geben: Lifestyle und Executive. Serienmäßig mit an Bord sind immer ein Multifunktionsbildschirm, 18-Zoll-Felgen und bequeme Ledersitze. Beim Topmodell Executive kommen zusätzlich noch Xenonscheinwerfer, Navigationssystem und ein hochwertigeres Soundsystem oben drauf. Die Elektro-Ladestationen, die nicht im Preis inklusive sind, wurden zusammen mit dem Schweizer Technik- und Energiekonzern Asea Brown Boveri konzipiert.

Der Denza ist das erste Fahrzeug von Daimler, welches komplett außerhalb Deutschlands entwickelt und gebaut wurde. Zugleich soll es ein wichtiger Baustein der Elektrofahrzeugstrategie Daimler-Konzerns werden. Der neue E-Stromer soll im September dieses Jahres auf den Markt kommen. Für die von Feinstaub und Luftverschmutzung geplagten Großstädte Chinas, ein bezahlbarer Hoffnungsschimmer.

Lexus NX: Jetzt wird’s Kompakt

Lexus erreicht mit seiner neuesten Serienversion des NX ein neues Level und steigt damit in das wachsende Segment der Kompakt-SUV ein. Basierend auf dem Konzeptfahrzeug LF-NX wirkt der kleine Kompakte sehr hochwertig und dürfte im Großstadtdschungel so manche Blicke auf sich ziehen. Seine betont kantigen Linien sorgen für einen ordentlichen Auftritt des Offroaders. Ein markentypischer Diabolo-Kühlergrill, der bis hoch in die Motorhaube gezogen ist, sorgt für die nötige Durchsetzungskraft. Diese setzt sich auch im Heck markant fort. Flache LED-Scheinwerfer mit abgesetzten LED-Tagfahrlichtern verleihen ihm dabei einen betont aggressiven Blick, der im Rückspiegel der anderen für den nötigen Wiedererkennungswert sorgen wird. Laut Lexus bietet der NX zudem noch den größten Gepäckraum seiner Klasse und somit großzügige Gepäckmitnahme.

Luxuriöses Shopping im Großstadtdschungel? Ja, bitte!

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Fahrinsassen finden in bequemen Sportsitzen Platz und dürfen sich von einem neuen Bedienkonzept faszinieren lassen. Im NX kommt anstelle des Lexus-typischen Mauszeigers, ein Touchpad zum Einsatz. Ein Breitbild-Infotainment-Monitor steht frei und wirkt dabei wie ein kleiner Flachbild-Fernseher. Nur hochwertige Materialien wie mattes Holz und zweifarbiges Leder samt farblich abgesetzten Nähten kommen hier zum Einsatz. Im Fond ist für ausreichend Platz gesorgt, sodass sich auch Sitzriesen im neuen NX wohlfühlen. Überall findet sich die klassische Lexus Designsprache L-finesse weg vom futuristisch anmutenden Concept Car. Zusätzliche hochwertige Details wie eine Analoguhr zwischen den Lüftungsgittern und die elektrisch betriebene Heckklappe werten den Edel-Kompakten nochmals zusätzlich auf.

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Was die technischen Daten anbelangt, so wollten die Japaner nicht so recht damit herausrücken. Fakt ist, dass der Lexus NX mit zwei Benzinmotoren (ein Sauger und ein Turbo) sowie mit einem Hybrid-Motor (NX 300h) zu haben sein wird. Dieser besteht aus einem Atkinson-Benzinmotor mit 2,5-Liter-Hubraum, einem Generator, einem Elektromotor und natürlich einer Hybridbatterie. Der vermutlich aus dem Lexus IS 300h übernommene Motor bringt es auf stolze 223 PS. In Deutschland wird das edle Gefährt wohl hauptsächlich als Hybrid mit einem 2,5-Liter-Vierzylinder und einer Leistung von rund 200 PS auf den Markt kommen. Zusätzlich kann man noch zwischen einem Front- und einem Allrad-Antrieb wählen. Ebenfalls vorgesehen für den deutschen Markt ist ein neuer Zweiliter-Turbo, der auf knapp 240 PS gepusht wird. Eine 6-Stufen-Automatik drückt hier die Kraft auf die Räder.

Ab wann und für wie viel es den sportlichen Crossover geben wird, ist noch nicht bekannt. Man darf also gespannt sein, wann der eigentümliche Edel-Kompakte auf den Markt geworfen wird.

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Autofaszination verpflichtet Peach Weber als Testimonial

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WERBUNG:  Autofaszination, der grösste Automobilzubehörhändler der Schweiz, setzt auf eine gute Portion Humor: Das Unternehmen hat den bekannten Komiker Peach Weber unter Vertrag genommen. Er wird als kostümierter «Fascination Man» in Videoclips auftreten und als Fürsprecher der Schweizer Automobilbranche fungieren.

14_01_21_Peach Weber setzt sich als Fascination Man für die Automobilbranche einKomiker Peach Weber ist das prominente Aushängeschild von Autofaszination, des grössten Autozubehör-Shops der Schweiz (www.autofaszination.ch). Als «Fascination Man» hat er den Auftrag, auf humorvolle Art seinen Teil zur Rettung der Automobilbranche beizutragen. So tritt er in dieser Rolle in mehreren Videoclips auf, stellt sich für Fotoshootings zur Verfügung und macht dabei auf die Vorzüge der rund 100 000 Produkte von Autofaszination aufmerksam. Zudem begutachtet und prüft er Autozubehör sowie Anhängerkupplungen und unterzieht sie speziellen Härtetests.

«Mein Auto ist wie eine zweite Wohnung für mich»

Carlos Kuk, Geschäftsführer von Autofaszination: «Wir haben Peach Weber für diese Aufgabe verpflichtet, da er mit seinen Spässchen und Liedern seit Jahrzehnten die Menschen in der Deutschschweiz zum Lachen bringt. Ihn kennen und mögen sowohl kleine Kinder als auch Renterinnen und Renter. Er ist sympathisch, erfrischend und ein Publikumsmagnet.» Auch Peach Weber ist angetan von seiner Funktion: «Die Idee, eine ironische Werbefigur zu kreieren, überzeugt mich, da ich mich aufgrund meines Berufes weniger für seriöse Werbeaufträge eigne. Auch das Tätigkeitsfeld des ‹Fascination Man› finde ich spannend. Denn zu Autos habe ich seit jeher eine innige Beziehung – ich lege damit rund 30 000 bis 40 000 Kilometer pro Jahr zurück. Mein Auto ist also wie eine zweite Wohnung für mich.»

Der «Fascination Man» trägt, in Anlehnung an den Comichelden Superman, ein spezielles Muskelkostüm, das aus einem roten Umhang, Stiefeln, Handschuhen und einem gepolsterten Six-Pack-Bauch besteht. Peach Weber ist jedoch nicht der einzige verkleidete Fürsprecher der Automobilbranche – ihm zur Seite steht stets seine ebenfalls kostümierte Assistentin «Fascination Woman».

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Grösster Autozubehörhändler der Schweiz

Autofaszination ist mit über 100 000 Produkten der grösste Autozubehörhändler der Schweiz. Die Angebotspalette umfasst zum Beispiel Werkzeuge, Reifen, Felgen sowie Zubehör zur Fahrwerkvermessung, Innenraum-Luftreinigung und Leistungssteigerung. Der Ablauf von der Bestellung der Produkte über die Montage bis zum Abholen des Fahrzeuges ist durchdacht: Zuerst bestellen die Kunden das gewünschte Zubehör online auf www.autofaszination.ch. Anschliessend können sie eine beliebige Autogarage für die Montage der Produkte auswählen. Mittels Online-Anmeldung buchen sie auch gleich den Wunschtermin, bringen das Auto am vereinbarten Datum in die Garage und holen es anschliessend wieder ab.  Mit diesem fortschrittlichen Geschäftskonzept beabsichtigt das Unternehmen, die Automobilbranche der Schweiz zu revolutionieren.

 

Punktereform zum 1. Mai. Das muss man wissen!

Neue Punktevergabe: Reform des Verkehrszentralregisters in Flensburg

  • Was Autofahrer ab dem 1. Mai zu erwarten haben
  • Sicher und punktefrei unterwegs mit Coyote 

 

Autofahrer aufgepasst: Am 1. Mai 2014 tritt die Neuregelung des Verkehrszentralregisters in Flensburg und die dazugehörige Reform des Punktesystems in Kraft. Coyote, der europäische Marktführer für community-basierte Verkehrsinformationen in Echtzeit, erklärt, was sich für Verkehrsteilnehmer ab jetzt ändert.

Die neue Punkteregelung im Überblick*

Ins Verkehrszentralregister werden Ordnungswidrigkeiten ab einer Geldbuße von 60 Euro (vorher 40 Euro) sowie Verkehrsstraftaten eingetragen. Punkte für Vorfälle, die nach neuem Recht nicht mehr relevant für das Register sind, werden zum 1. Mai gelöscht. Neu ist außerdem, dass bereits ab 8 Punkten in Flensburg der Führerschein entzogen wird. Aber wie kommen die Punkte ab 1. Mai 2014 überhaupt zustande?

Wie viele Punkte gibt es für welchen Verstoß?

  • Mit einem Punkt werden verkehrsbeeinträchtigende Ordnungswidrigkeiten geahndet, wie zum Beispiel das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, das Unterschreiten des gebotenen Abstandes zum vorausfahrenden Fahrzeug oder das Hinterlassen von Gegenständen auf der Fahrbahn, die den Verkehr behindern.
  • Mit zwei Punkten werden besonders verkehrsbeeinträchtigende Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten mit Bezug auf die Verkehrssicherheitgeahndet, die noch keinen Entzug der Fahrerlaubnis zur Folge haben. Dazu gehören gefährliche Eingriffe und die generelle Gefährdung des Straßenverkehrs, beispielsweise durch zu schnelles Fahren an besonders unübersichtlichen Stellen.
  • Mit drei Punkten werden Straftaten geahndet, die zum Entzug der Fahrerlaubnis oder einer Sperre führen. Darunter fallen weitestgehend die gleichen Vorfälle, die auch zwei Punkte zur Folgen haben können, allerdings mit einer schwerwiegenderen Ausprägung.

 

Welche Konsequenzen folgen?

Wer 4-5 Punkte (vorher 8-13) angesammelt hat, muss mit einer Ermahnung rechnen. Auf 6-7 Punkte (vorher 14-17) folgt eine VerwarnungAb 8 Punkten(vorher ab 18) wird die Fahrerlaubnis entzogen.

Wie wird der alte Punktestand umgerechnet?

Der alte Punktestand in Flensburg wird ab dem 1. Mai an die neuen Regelungen angepasst und umgerechnet:

  • 1-3 Punkte (alt) = 1 Punkte (neu)
  • 4-5 Punkte (alt) = 2 Punkte (neu)
  • 6-7 Punkte (alt) = 3 Punkte (neu)
  • 8-10 Punkte (alt) = 4 Punkte (neu)
  • 11-13 Punkte (alt) = 5 Punkte (neu)
  • 14-15 Punkte (alt) = 6 Punkte (neu)
  • 16-17 Punkte (alt) = 7 Punkte (neu)
  • Ab 18 Punkte (alt) = 8 Punkte (neu)

 

 

 

Coyote: weniger Punkte, mehr Sicherheit

coyote informiertZiel der staatlichen „Punktevergabe“ ist es, die Straßen sicherer zu machen und Autofahrer zu einer umsichtigen Fahrweise zu bewegen. Dieses Ziel verfolgt auch Coyote: Durch die community-basierten Echtzeit-Verkehrsinformationen der Coyote Community ist ein Autofahrer frühzeitig über alle relevanten Informationen auf seiner Strecke informiert. Dies ermöglicht genügend Zeit, die eigene Fahrweise an die jeweils aktuelle Verkehrssituation anzupassen. So erhöht der Coyote Service die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und schont noch dazu deren Punktekonto in Flensburg.

Unter anderem informiert Coyote über:

  • Geschwindigkeitsbegrenzungen: Nicht nur die dauerhaften Geschwindigkeitsbegrenzungen aller Straßen sind in der Coyote Datenbank hinterlegt. Dank Echtzeitmeldungen werden auch kurzfristige Einschränkungen mit der Community geteilt.
  • Risikozonen: Die Autofahrer informieren einander über verschiedene Arten von Risikozonen. Eine dauerhafte Risikozone kann neben einem festen Blitzer beispielsweise eine sehr enge Kurve oder ein schlecht einsehbare Kreuzung sein. Eine temporäre Risikozone umfasst neben einem mobilen Blitzer auch Menschen oder Tiere auf der Fahrbahn. In jedem Fall wird der Autofahrer frühzeitig gewarnt und kann sein Fahrverhalten der entsprechend anpassen.
  • Hindernisse: Befindet sich ein Gegenstand wie eine Radkappe auf der Fahrbahn oder verengt sich die Fahrbahn auf weniger Spuren, so kann dies ebenfalls mit nur einem Klick gemeldet werden. Innerhalb von Sekunden werden die nachfolgenden Autofahrer informiert – und eine Gefahrensituation verhindert.

 

Coyote hat im Laufe der Zeit einen ausgefeilten Algorithmus entwickelt, der Informationen aus verschiedenen Verkehrsdatenbanken, sowie die stets aktuell von der Community gemeldeten Daten verarbeitet. Ein leistungsfähiges Filtersystem führt die Daten zusammen und speist sie in die Coyote Cloud ein, um sie den Usern innerhalb weniger Augenblicke zugänglich zu machen. Die Kombination aus verschiedenen Quellen – den Verkehrsdatenbanken sowie der Community, die inzwischen mehr als 2,5 Millionen Nutzer europaweit umfasst – macht den Service von Coyote besonders zuverlässig.

*Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

Fahrbericht: SEAT Mii Erdgas

Jammern. Lautes wehleidiges Jammern. Fangen wir den Fahrbericht mit „Jammern“ an. Auto fahren ist so teuer geworden -und stop – denn jetzt kommt der ultimative Fahrbericht für Menschen, die sparen wollen!

Der Basispreis des Seat ist bereits der niedrigste im Umfeld der Drillinge aus dem VW-Konzern (VW up, Skoda Citigo, Seat Mii). Wer aber dann noch die täglichen Kraftstoffkosten auf ein längst vergessenes Niveau fallen lassen will, der sollte sich den Mii mit Erdgas-Antrieb anschauen. Ich habe das getan und erlebte einen Kleinwagen, der den Alltag erwachsener als manch Kompakter meisterte und dabei ein Minimal-Budget an Treibstoffkosten aufrief.

Billiger wird es nicht mehr!

Der Seat Mii Ecofuel im Fahrbericht

Längst hat jeder verstanden, wie das System mit den gleichen Baugruppen im Automobilbau funktioniert. Der Volkswagen up! besitzt zwei Brüder. Einen aus dem Hause Skoda (Fahrbericht autophorie) und einen von der spanischen Schwester SEAT, eben den Mii. Marginale optische Unterschiede sollen dabei helfen, den Käufer die Unterschiede zwischen den Varianten zu erklären. So richtig gelingt dies nicht. Der Mii ist technisch einfach nur ein up!. Aber billiger. Während der VW up! als „take up!“ mit dem 60 PS Motor bei 9.750 € startet (3-türig), wollen die Spanier nur 8.990 € für die gleiche Motorisierung. Ein klarer Hinweis auf eine weniger ausgeprägte Qualität beim spanischen Bruder ist dies nicht. Hier spricht nur das Marken-Image aus der Preisliste.

just mii fotos

 

[one_half] [notification type=“notification_mark“ ]Die Basics:[/notification]
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  • 2 Wochen im Test
  • 2.550 Testkilometer 
  • Basispreis: 13.510 €
  • Testwagenpreis: 16.660 €

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[one_half last=last] [notification type=“notification_mark“ ]Der Testverbrauch:[/notification]
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just a mii fotos

Erdgas, also?

Weniger als 0.5% aller zugelassenen Fahrzeuge fahren mit Erdgas. Und das, obwohl Erdgas als „alternativer Treibstoff“ einer staatlichen Förderung unterliegt. Doch Erdgas-Autos unterliegen auch dem Henne/Ei-Problem. Wenig zugelassene Fahrzeuge bedeuten auch: Wenige Tankstellen. Nicht einmal 1.000 Tankstellen in Deutschland führen Erdgas (CNG) und das bei einem Tankstellennetz von mehr als 14.000 Tankstellen, die Benzin und Diesel führen. Wer sich für ein Erdgas-Auto entscheidet, muss seine Route noch immer clever planen. Auf der anderen Seite werden die Tankstellen das Angebot an CNG-Ladestellen kaum aufstocken, so lange es so wenige Erdgas-Autos gibt.

Dabei ist Erdgas als Kraftstoff ziemlich clever. Und emittiert weniger Schadstoffe. Zum Beispiel bis zu 70% weniger Kohlenmonoxid und bis zu 25% weniger Kohlendioxid. Erdgas-Fahrzeuge sind emissionsarme Fahrzeuge. Der Mii kommt in der CNG-Version auf eine CO²-Emission von 79 Gramm je Kilometer.

Man kann normale Benzinmotoren für die Nutzung von CNG umrüsten – wobei man Erdgas nicht mit Autogas verwechseln darf. Erdgas wird unter hohem Druck im Fahrzeug mitgeführt. Komprimiert auf 200 bar wird das Gas über spezielle Zapfsäulen in den Druckspeicher der Fahrzeuge gepumpt. Der Verbrauch von Erdgas-Fahrzeugen wird in kg je Kilometer angegeben.

Tanken mit Erdgas:

Der Seat Mii soll mit 2.9 kg auf 100 Kilometer auskommen. Im Test-Alltag bewegte sich der Verbrauch zwischen 2.7 und 3.3 kg auf 100 Kilometer. Um den Verbrauch leichter zu erklären: 1 Kilogramm Erdgass entspricht in etwa 1.5 Liter Superkraftstoff.

Der Erdgastank des Mii fasst knapp 12 kg und beschränkt den Radius auf etwa 300 Kilometer. Neben dem Erdgastank steht noch ein normaler Benzintank mit rund 10 Litern Volumen zur Verfügung. Sobald der Erdgastank leer gefahren wurde, schaltet der Mii von alleine auf Benzinantrieb um und ermöglicht so die Weiterfahrt bis zur nächsten Tankstelle. Eine rein von Erdgas angetriebene Version macht aufgrund des aktuellen Tankstellen-Netzes leider wenig Sinn.

Bei Erdgas-Fahrzeugen wird unterschieden zwischen monovalenten (Optimierte Verbrennung, niedrigere Emissionen, nur mit Erdgas betrieben), bivalenten (Benzinmotor mit der Möglichkeit zur Nutzung von Erdgas, Steuereinstufung jedoch nach Emissionen im Benzinmodus) und quasimonovalenten (Optimiert auf Erdgas, Benzin nur für den Notbetrieb) Modellen unterschieden.

Der Seat Mii (wie seine Erdgasbrüder aus dem VW-Konzern, der VW Up! Eco und der Skoda CitiGo GreenTec ) ist ein so genannten „Quasimonovalentes Erdgasfahrzeug“ – der kleine Benzintank bietet somit nur eine Notfall-Ration Kraftstoff an, um bis zur nächsten Erdgas-Tankstelle zu kommen.

Seat Mii Ecofuel Fahrbericht

 

Der Alltag im Mii

Einsteigen, Motor starten, los fahren. Der Erdgas-Mii fährt sich so simpel und problemlos wie seine Brüder mit normalen Antrieb. Dass der Motor mit einem Gas betrieben wird, dessen Oktanzahl deutlich höher liegt als bei Benzinern (Erdgas ~130 zu 95 bei Super) mag das feine Gehör des Fahrers nur dann vernehmen, wenn der Motor für den Gebrauch des Gases optimiert wurde. Im Falle der Erdgas-Bande aus dem VW-Konzern klingen die Modelle mit Erdgas ein wenig metallener im Verbrennungsgeräusch. Eine Tatsache, die man im Alltag schnell vergessen hat. Man freut sich am beschwingt loslegenden Dreizylinder, dreht locker durch die Gänge und merkt vom günstigen Treibstoff nichts.

Der Mii ist, wie der bereits früher gefahrene Citigo, ein überraschend erwachsen wirkender Kleinstwagen. Dank einer weitläufigen Sitzverstellung lässt sich auch für große Menschen eine ordentliche Sitzposition finden. Ja, die Türen haben einen lackierten, aber unverkleideten Bereich. Metall schimmert in den Innenraum. Aber das alles wirkt praktisch, nicht billig. Wer von A nach B will und dabei darauf verzichtet, die Umwelt mit einem protzigen Auto beglücken zu wollen, der findet in dem kleinen Spanier einen guten Freund.

Die ersten Meter im Mii waren für mich wie eine Reise zurück in die Zeit, als Autos noch Gadgetfreie-Zonen waren. Radio an Bord, links einen elektrischen Fensterheber, manuelle Verstellmöglichkeiten für den Sitz und ansonsten die pure Konzentration auf die Kernaufgabe eines Autos. Mehr braucht es eigentlich nicht.

 

So fährt er sich

Natürlich zieht mit einem 1 Liter großen und 68 PS starken 3-Zylindermotor nicht der Wunsch nach Sprintduellen und Langstreckenfahrten in den Mii ein, aber hey, unsere Eltern sind mit der Hälfte der Motorleistung über die Alpen in die Sommerferien gefahren. Da sollte man sich ein wenig besinnen, sich am fraglos vorhandenen Fahrspass des Winzlings erfreuen und die Konzentration zurück zum Wesen des Automobils kehren lassen. Es bringt uns von A nach B. Und der Mii tut dies sparsam und sicher.

Dass er hierbei ordentlich federt und völlig frei von Klapper- oder Knistergeräuschen ist, vermittelt einen unerwarteten Eindruck von Solidität und Souveränität. So klein und dennoch so erwachsen.

 

Seat Mii im Fahrbericht

 

Positiv-Liste:

[one_third]+++ Kosten

Für 10 € Sprit 300 Kilometer zurück legen? Wann hatte ich das zum letzten Mal? Erdgas zeigt sich als clevere Alternative zum Dieselantrieb. Dank des überschaubaren Basispreises sparen aber auch Kurzstreckenfahrer mit dem Mii EcoFuel.

[/one_third]

[one_third]++ Fahrspass

68 PS klingt nach frustriertem Schwung holen am Berg. Dank des Leergewichtes von unter 1 Tonne fährt sich der kleine Mii wie seine Brüder, flott genug. Natürlich könnte immer mehr gehen – aber eigentlich reicht die Leistung völlig aus.

[/one_third]

[one_third last=last]+ Verarbeitung

Wer hätte gedacht, ein Kleinstwagen für unter 10.000 € Basispreis könnte so gut verarbeitet sein? Natürlich hat man im gütigsten Fall Hartplastik und ansonsten viel nacktes Blech, aber hey, alles sauber verarbeitet und klapperfrei!

[/one_third]

 

SEAT Mii CNG Fahrbericht

 

So spart er sich ins Autofahrer-Herz

Wer sich für die Erdgas-Variante des Mii interessiert, sollte mit folgendem Budget planen:

Der Basispreis des Mii Ecofuel beträgt 13.510 € in der gefahrenen Version Mii Style. Bei den Uni-Farben sind gelb und rot ohne Aufpreis zu bekommen. Den Metallic-Lack in „Reflex Silber“ stellt Seat mit 400 € in Rechnung.  14 Zoll Stahlräder sind Serie und reichen völlig aus. Die optionalen 15-Zöller Leichtmetallräder mit den 185/55-15 Reifen kosten 550 € Aufpreis.  Empfehlenswert ist das 375 € Navigationssystem. Es arbeitet mit dem Radio-System des Mii zusammen und dient auch als Bordcomputer. Bei längeren Routenplanungen warnt das Navi-System beim Überschreiten der Gas-Reichweite und bietet an, eine CNG-Tankstelle mit in die Routenplanung aufzunehmen. Es arbeitet nicht wahnwitzig schnell, aber es funktioniert.

Wer sich den Mii mit Parkhilfe, Winterpaket und Tempomat gut ausstattet, landet bei einem Endpreis von 16.660 € – wie beim gefahrenen Testwagen. Viel Geld für einen Kleinwagen. Doch das Ergebnis stimmt. (Testwagen-Konfiguration)

Und der Spar-Spaß beginnt ja erst beim Losfahren. Im Alltag lassen sich 300  Kilometer mit 9 Kilogramm Erdgas (CNG) zurücklegen. Danach tankt man für 8-10 € wieder voll. Wobei der Erdgaspreis an den Tankstellen deutlich stärker schwankt als die Benzinpreise. Während des Tests ging die Spanne von 99 ct je Kilo bis zu 1.69€.

Die KFZ-Steuer für den Mii beträgt 20 € und selbst Versicherungen haben besondere Rabatte für Erdgasfahrzeuge im Programm. Es lohnt sich also! Und die Umwelt freut sich über magere 79 Gramm CO2 je Kilometer!

Seat Mii Erdgas fahrbericht artikel

 

Fazit

Billiger wird es nicht mehr. Wir können es uns abschminken, heulend den Tanz um das goldene Kalb einläuten. Spritpreise werden in unseren Hemisphären langfristig nie wieder günstiger werden. Alternative Mobilitätslösungen sind spannend und eine Frage für unsere Zukunft – aber der Verzicht auf ein eigenes Auto kann nur eine Not-Lösung sein. Im Falle des Mii sollte man sich die Anschaffung der Car-Sharing-Kundenkarte zweimal überlegen. Denn der Mii schont als Erdgasauto mit einer unschlagbaren Kosten-Effizienz den eigenen Geldbeutel. Kein Geld für das eigene Auto? Da sollte man noch einmal genauer nachrechnen.

 

n2d hat den Mii EcoFuel gegen den Benziner getestet – hier geht es zum Video

Hier geht es zum SEAT Mii Konfigurator … 

Technische Daten: Verbrauch und Emissionen:
Leistung: 68 PS
Kraft: 95 Nm
Beschleunigung 0-100 km/h: 16.3 Sek. 
Höchstgeschwindigkeit: 164 km/h 
Effizienzklasse: A 
Abgasnorm: EU 5 plus
Normverbrauch komb.: 2.9kg  / 100km
CO²-Emission kom.: 79 g/km
Daten lt. Hersteller.
Anmerkung: Der Testwagen wurde mir kostenfrei von SEAT Deutschland zur Verfügung gestellt.

 

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