Zero Touch – Einfach fahren

… und telefonieren. Und SMSen. Und WhatsAppen. Und Musik streamen. Und… Das klingt nach einem teuren Vergnügen. Nach einem Vergnügen, das nach einem Häkchen in einer Optionsliste beim Kauf eines neuen Autos schreit. Doch weit gefehlt: Logitch bietet den Zero Touch an – eine Halterung für das Smartphone, die mit einer App verknüpft ist und ziemlich clever funktioniert. Das System ist herrlich unkompliziert und leicht durchdringen, blitzschnell installiert und bereit für die Nutzung.

zero-touch-information

Die Vernetzung schreitet immer weiter voran. Man liest von bayerischen Automobilherstellern, die das Smartphone mittlerweile als Buttler und Reisehelfer verstehen und noch viele Weitere Schandtaten auf Lager haben. Alles schön und gut, aber die meisten haben nicht das nötige Kleingeld auf der hohen Kante, um sich ein Fahrzeug der Premium-Liga zu kaufen, das einem die Integration des Smartphones in das Auto ermöglicht.

Wenn man seinen alten Liebling – hier gemeint, das Auto! – also ein wenig aufrüsten möchte und sein Smartphone unterwegs nutzen mag, hat Logitch eine spannende Alternative im Angebot. Eine intelligente Handyhalterung mit Sprachsteuerung – und das ohne ein Vermögen auszugeben oder das Auto für den Umbau in die Werkstatt geben zu müssen. Es gibt zwei Varianten: Zum einen kann man die Version des Zero Touch wählen, die an den Lüftungsdüsen angebracht wird und zum anderen ist eine Lösung mit einem Saugnapf erhältlich, die entweder an der Scheibe oder auf dem Armaturenbrett installiert wird.

Danach installiert man schnell die App und legt sein Smartphone auf der Halterung ab. Der Bildschirm ist jederzeit gut ablesbar, da das Telefon aufrecht angebracht werden kann. Wie das funktioniert? Mit Magie! Nein? Okay, Spaß beiseite. Mit einem Magneten. Zufrieden? Gut, denn die Halterung funktioniert bestens: Sobald man das Handy – Bluetooth eingeschaltet – anbringt, verbindet es sich von selbst. Was folgt, ist die einfache Bedienung per  Sprachsteuerung.

Die Idee mit der Sprachsteuerung ist nicht neu – zugegeben. Aber so ausgereift wie beim Zero Touch war sie noch nie. Man muss keine Befehle auswendig lernen und das System nicht anlernen sondern einfach drauflos reden – denkbar einfach. So kann man sprachgesteuert die beste Freundin anrufen, wenn es zu einer längeren Fahrt ins Outlet geht oder seine Textnachrichten beantworten – ganz ohne Hände. Einfach einen Befehl aussprechen und Zero Touch setzt ihn gekonnt um. „Schreib Patrick, dass es heute einen Schmoll… ähm.. Rollbraten zum Essen gibt“, und schon weiß Patrick Bescheid.

Damit aber nicht genug, steuert man per Sprachansage noch weitere Funktionen. Will man gerade nicht mit der Außenwelt kommunizieren, kann man auf Ansage seine Musik hören und sogar Streaming-Dienste anwählen. Für den richtigen Weg quatscht man mit dem Logitech Zero Touch und aktiviert einfach Google Maps oder einen anderen Dienst, der sich auskennt. Zudem kann man seinen Standort einfach per Glympse mit seinen Freunden teilen – alles ohne Berührung, sondern nur über die natürliche Spracherkennung. Für das Aufwecken der App oder das einfache Stummschalten genügt dabei eine einfache Geste – schließlich hat man ja ein modernes Smartphone vor sich.

Unterstützt werden viele kabellose Bluetooth-Systeme im Auto. Voraussetzung ist, dass man ein Android System ab der Version 4.4 verwendet. Eine iOS-Lösung ist noch nicht verfügbar. Das dürfte aber eine Frage der Zeit sein, schließlich ist die Apple-Gemeinde nicht eben klein. Ansonsten bleibt es beim einfach-intelligenten System. Aufstecken und die Aktivierung erfolgt von selbst. Abnehmen und das System trennt sich wieder. Dabei spielt es keine Rolle ob man nun eine oder mehrere Zero Touch System verwendet – zum Beispiel in verschiedenen Fahrzeugen. Schön ist zudem, dass die App andere Smartphone-Funktionen nicht beeinträchtig, wie es manch andere Auto-Apps leider gerne tun.

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War sonst noch etwas? Ach ja: Der Logitech Zero Touch verfügt über eine Batterie und erspart einem damit das lästige Kabelverlegen im Auto. Das hat seine Vorteile: Zum einen sieht der Kabelsalat, den man von Ladestationen, mobilen Navigationssystemen und anderen Systemen bislang kannte, furchtbar aus und wird einem somit erspart. Zum anderen stellt die Batterie einen Sicherheitsgewinn dar: Ein Verheddern im Kabel entfällt – so viel ist sicher. Das Schöne ist aber, dass man die Batterie nicht ständig laden muss, da sie bei normaler Nutzung von zwei bis drei Stunden am Tag rund zwei Jahre hält.

Erhältlich ist der Zero Touch ab 59 Euro, was absolut fair erscheint. Schließlich spart man sich einige Tausend Euro für den Kauf eines entsprechenden festen Navigationssystems, das diese Funktionen sonst üblicherweise bietet. Ein paar Tausender mehr spart man sogar, wenn man den Kauf eines neuen Fahrzeugs hinzuaddiert. Und bei der Ausgereiftheit und Funktionalität darf der Logitech Zero Touch ohnehin als günstig eingestuft werden – zumal die App gratis ist.

UND WIR VERLOSEN 3 ZeroTouch!

Und wie spielt man mit?

Einfach unter diesem Artikel kommentieren. Alle Kommentare bis zum 15.10.2016 zählen und nehmen an der Verlosung teil! Gewinnen war nie einfacher! 

Aktuelle Suchanfragen:

Renault Zoe R400 – Rüsselsheim aufgepasst

Erst kürzlich haben die Bayern von BMW den i3 mit einer Reichweite von 300 km vorgestellt – ein Schritt in die richtige Richtung. Aber erst mit dem Opel Ampera-E kann man auf den Gedanken kommen, ein E-Fahrzeuge als vollwertiges Substitut für einen Verbrenner anzusehen. Warum? Er bietet 400 km Reichweite und ist damit weitaus flexibler in seinem Einsatzbereich, als die bisherigen Stromer. Mittlerweile haben die Rüsselsheimer sogar auf 500 km hoch-korrigiert – was man so hört. Dementsprechend wollen die Franzosen natürlich mitziehen und präsentieren in Paris nun den Renault Zoe R400 mit 400 km Reichweite. Opel darf sich also auf einen deutsch-französischen Schlagabtausch gefasst machen. Read more

Aktuelle Suchanfragen:

BMW Concept X2 – Nischenbesetzung

Die Bayern zeigen mal wieder etwas Neues: Diesmal – oh Wunder – ein Kompakt-SUV. Klar, schließlich boomt das Segment, wie kein zweites. Und da diese Nische scheinbar noch nicht gut genug besetzt ist, zeigt BMW auf dem Pariser Autosalon das BMW Concept X2. Es will mit eigenständigem Design gefallen und soll sich von den anderen X-Modellen differenzieren. Das Mittel: Anleihen an die Coupé Historie von BMW, womit  im Ergebnis ein sportliches, urbanes und kompaktes Konzept entstand. Hier kommen die Details. Read more

Aktuelle Suchanfragen:

Livestream: Mercedes-Benz vom Automobilsalon in Paris

Mercedes-Benz Media Night: Weltpremiere – Mercedes-AMG GT C Roadster

Höhepunkt der Mercedes-Benz Media Night vor der Eröffnung des Pariser Automobilsalons wird die Weltpremiere des neuen Mercedes-AMG GT C Roadstersein. Der offene Zweisitzer ist das neueste Mitglied der AMG GT Familie. Tobias Moers, Geschäftsführer von Mercedes-AMG, gibt einen Ausblick auf neue AMG Modelle.

Mercedes-Benz Cars Pressekonferenz: Weltpremiere Mercedes-Benz Showcar

Schon das Design des Mercedes-Benz Standes auf dem Pariser Automobilsalon verspricht grundlegende Neuigkeiten. Digitale Displays mit interaktiven Komponenten bilden den Rahmen für die Weltpremiere eines Mercedes-Benz Showcar, das einen konkreten Ausblick auf eine völlig neue Fahrzeuggeneration mit batterieelektrischem Antrieb geben wird. Weiter im Mittelpunkt: die Weltpremieren der electric driveVersionen des neuen smart fortwo, des smart fortwo cabrio und erstmals auch dessmart forfour. Somit ist smart die einzige Marke, die ihre komplette Modellpalette sowohl mit Benzinmotoren als auch mit Elektromotoren anbietet.

Mercedes-Benz Media Night – 28. September, 19:35 Uhr MESZ (nur Englisch)
Mercedes-Benz Cars Pressekonferenz – 29. September, 11:00 Uhr MESZ (nur Englisch)

 

Video: An epic RollsTrip – THE MOVIE

ACHTUNG: Roadtrip-/Reisedoku mit viel Gelaber und vermeintlich sinnfreien Inhalten. Diesmal keine Drifts, keine 0-100 km/h Szenen, keine Burnouts (ausser beim Kameramann) und keine Kofferraumvoluminas! Bitte nur anschauen, wenn Ihr nachhaltiges Interesse an einem schrägen Roadtrip mit einem geilen Auto habt, total gelangweilt seid, viel zu viel Zeit habt oder/ und über eine ausreichende Menge Alkohol verfügt. 😉

MotorOli & FotoRalph unterwegs zum größten Sportwagentreffen Europas in Velden am Wörthersee im schönen Österreich. Das Ganze in einem glamourösen handgefertigten Coupé aus Goodwood, dem Rolls Royce Wraith.

Leistungsfragen wurden früher kühl mit „sufficient“ beantwortet, doch heutzutage ist man in dieser Hinsicht offener. Kann man auch, denn der Wraith ist das stärkste jemals gebaute Fahrzeug der Manufaktur. Ein 6,6 Liter V12 Bi-Turbo lässt das Kleidchen der Spirit of Ecstasy ordentlich im Winde wehen und mobilisiert die Kleinigkeit von 632 PS sowie 800 Nm. Wenn er will, kann er seine Insassen in 4,6 Sek. auf Landstrassentempo geleiten – das Ganze in einer Symbiose aus bestimmender Leichtigkeit und vehementer Zurückhaltung, die nur ein Rolls Royce zu bieten hat. Ab Werk wird der über 2,4 Tonnen schwere Leichtigkeitgleiter bei 250 km/h eingebremst. Preise und der Verbrauch werden im Video verarztet.

Wer es geschafft hat, das Video ohne „Vorspulen“ anzuschauen, verdient unseren uneingeschränkten Respekt und darf sich gerne in den Kommentaren mit Lob, übelster Kritik und Anregungen verewigen.

Danke vorab & thanks for watching!

Edler Vertreter – Der VW Passat von ABT

In der Mittelklasse, sofern diese noch existent ist, fährt man als bodenständiger Pilot VW Passat. So war lange Zeig zumindest die allgemeine Stimmung. Die Diskussion um die Schere zwischen Arm und Reich, den Mittelstand und sonstigen Klassen, soll hier gar nicht geführt werden. Viel mehr geht es darum, dass der Wolfsburger Klassiker vorwiegend im Flottengeschäft eingesetzt wird. Gut 80 Prozent der Neuzulassungen fallen auf Geschäftswagen. Das war in den Anfangszeiten des Passat noch ein wenig anders: 1973 fuhr man auch gern privat ein niedersächsisches Mittelklassefahrzeug. Seitdem begleitet aber auch ABT Sportline den Wolfsburger und macht ihn nicht nur ansehnlicher, sondern auch zügiger. Schauen wir uns doch einmal an, was der aktuelle ABT Passat auf dem Kerbholz hat. Read more

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Frisch auf den Tisch im Porsche Cayman GT4

Auf der Rennstrecke geht es mal wieder richtig zur Sache: Mit einem Porsche Cayman GT4 wollen es die Moderatoren Matthias Malmedie und Helge Thomsen von Grip so richtig wissen. Mit dabei: MICHELIN Sternekoch Markus Semmler. Doch dieser hat ein kleines Geheimnis, das die beiden ziemlich erstaunt aus der Wäsche gucken lässt. Die Anforderung lautet: Wer als Schnellster um die Pylonen fährt, ohne diese umzustoßen.

Was die beiden Jungs nicht wissen: Markus Semmler steht zwar professionell immer in  der Küche, doch auch er hat Renn-Erfahrung. Beim Porsche Carrera Cup konnte der Küchenchef schon öfter beweisen, dass er nicht nur die Töpfe zum Kochen bringen kann. Schon beim ersten Versuch gelingt den beiden erfahrenen Moderatoren eine Spitzenzeit.

Kein Wunder, denn mit den MICHELIN Pilot Sport Cup 2-Reifen liegt der Porsche Cayman wie auf Schienen. Diese hervorragenden Leistungseigenschaften dienen natürlich in erster Linie der Total Performance des jeweiligen Fahrzeugs. Fünf Hightech-Features stecken darin wie zum Beispiel präziseres Lenkverhalten, nahezu konstante Aufstandsfläche auch bei hohen Geschwindigkeiten und dynamischeres Fahrverhalten. All diese Eigenschaften finden sich ebenfalls im MICHELIN Pilot Sport Cup 2-Reifen für Ultra-High-Performance Fahrzeuge wie den Porsche Cayman GT4. Somit bringt Michelin die Rennstrecke auch auf die Straße, wovon sich die drei Herren überzeugen konnten. Und mit dem MICHELIN CrossClimate ist der Autofahrer sogar auf alle Wetterlagen vorbereitet. Nasse Fahrbahn? Kein Problem. Gelegentlicher Schneefall? Papperlapapp. Zum Glück herrscht das perfekte Wetter für das kleine Rennen, was zu einem erstaunlichen Ergebnis führt.

Nach so einem spannenden Rennen ist der Hunger groß. Somit geht es gemütlich und gemächlich im Stadtauto zu Markus Semmlers Sternerestaurant in Berlin. Das Auto ist mit dem MICHELIN CrossClimate ausgestattet, denn damit ist man in vielen Regionen oder in der Großstadt gut auf alle Wetterlagen vorbereitet – ein Reifensatz fürs ganze Jahr, unkompliziert und komfortabel. Immerhin muss Helge Thomsen noch seine verlorene Wette vom WEC-Rennen einlösen: Ein Menü mit Sternekoch Semmler in dessen Küche zaubern. Ob der Virtuose hinter dem Steuer genauso gut in der Küche ist, wird Matthias Malmedie entscheiden. Doch dieser darf nicht nur genießen, sondern muss ebenfalls mit Hand anlegen. Mitgegangen, mitgefangen. Am Ende gibt es ein Spitzenmenü für alle, welches sie mit viel Genuss verspeisen. Ende gut, alles gut. Und wenn Sie wissen wollen, was man tun muss, um mit einem MICHELIN Stern ausgezeichnet zu werden, sehen Sie sich das Video an.

 

Guten Appetit.

Mercedes-Benz E-Klasse All-Terrain – Leicht angehoben

Audi oder Volvo bieten bereits seit vielen Jahren Kombi-SUV-Zwitter wie den A6 Allroad oder V70 Cross Country. Jetzt reagiert auch Mercedes und präsentiert auf dem Pariser Autosalon (1. -16. Oktober 2016) das E-Klasse T-Modell als offroadig angehauchtes Derivat namens All-Terrain. Im Frühjahr 2017 soll der Kombi-Kraxler durchstarten.

Im Frühjahr 2017 wird der Stuttgarter Autobauer den All-Terrain in den Markt bringen
Im Frühjahr 2017 wird der Stuttgarter Autobauer den All-Terrain in den Markt bringen

Mercedes setzt beim Design des All-Terrain auf klassische Zutaten. Front- und Heckschürze suggerieren mit angedeutetem Unterfahrschutz mehr Robustheit. Gleiches gilt für die zusätzlichen Schweller-Elemente in den Flanken oder die Kunststoffrahmung der Radhäuser. Zudem gibt es ein eigenes Kühlergrilldesign mit zwei großen Querstreben.

Selbstverständlich kommt der All-Terrain hochbeiniger als das normale T-Modell daher. Verantwortlich hierfür sind einerseits die Räder mit 19 oder 20 Zoll Durchmesser. Hinzu kommt noch eine Höherlegung in Kombination mit einem Luftfahrwerk. Im Normalfall bietet der All-Terrain eine Bodenfreiheit von 12,1 Zentimeter. Wer ins Gelände will, kann dank der Luftfederung den Benz um weitere 3,5 Zentimeter hoch fahren. Bei maximaler Bodenfreiheit begrenzt das Fahrzeug die Höchstgeschwindigkeit auf 35 km/h. Zusätzlich werden in diesem Offroad-Fahrmodus die Parameter der Fahrdynamikregelung angepasst. Der Allradantrieb ist zudem Teil der Serienausstattung.

Für den Kombi-SUV-Zwitter hat Mercedes klassische Zutaten wie etwa eine Robust-rundum-Beplankung gewählt
Für den Kombi-SUV-Zwitter hat Mercedes klassische Zutaten wie etwa eine Robust-rundum-Beplankung gewählt

Zunächst hat Mercedes zwei Motoren angekündigt. Zum Marktstart gibt es den Vierzylinder 220d, später soll noch der Sechszylinder 350d folgen. Der serienmäßig mit einer Neungangautomatik kombinierte Vierzylinder leistet 143 kW/194 PS und soll den 4×4-Kombi in 8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen. Maximal sind 232 km/h möglich, der Verbrauch soll bei rund 5 Litern liegen.

Im Innenraum unterscheidet sich der All-Terrain von seinen E-Klasse-Brüdern unter anderem durch ein Carbonzierteil und Gumminoppen
Im Innenraum unterscheidet sich der All-Terrain von seinen E-Klasse-Brüdern unter anderem durch ein Carbonzierteil und Gumminoppen

Einen Preis für den All-Terrain nennt Mercedes noch nicht, doch dürfte angesichts der umfangreicheren Serienausstattung (Avantgarde, Allrad, Luftfederung) die Basisversion knapp unterhalb von 60.000 Euro loslegen. (Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Bentley Bentayga mit Diesel – Nagelnde Noblesse

Alternativ zum Zwölfzylinderbenziner gibt es für den Bentley Bentayga nun einen V8-Diesel. Das bereits aus dem Audi SQ7 bekannte Vierliter-Triebwerk mit 320 kW/435 PS verfügt neben zwei Abgasturboladern auch über einen elektrisch angetriebenen Verdichter, der vor allem bei niedrigen Touren eingreift. Das maximale Drehmoment von 900 Nm liegt dadurch bereits bei 1.000 Umdrehungen an. Den Spurt auf Tempo 100 absolviert der Allrader mit Achtgangautomatik in 4,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 7,9 Litern (210 Gramm CO2/km) an. Der Preis für das erste Diesel-Modell der Markengeschichte beträgt 175.335 Euro.

Bislang gab es das erste SUV der VW-Konzernmarke ausschließlich mit einem 447 kW/608 PS starken Zwölfzylinderbenziner. Der sechs Liter große Motor verbraucht laut Norm 13,1 Liter und stößt 296 Gramm CO2 aus. Die Preisliste startet bei 208.488 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Autosalon Paris 2016: Spannungsspitzen und Stars

Ein Thema für Paris: Die Zukunft ist elektrisch. Allen voran will sich die Deutsche Automobil-Industrie von der elektrischen Seite zeigen. E-Premium nur von TESLA? Nicht mehr in der nahen Zukunft!

Die wichtigsten Highlights vom Pariser Automobil-Salon

Mittlerweile wird deutlich, der VW-Dieselskandal dient als Beschleuniger der Elektrifizierung. Für Mercedes-Benz, BMW und den Volkswagen-Konzern ist der Exit aus dem Diesel-Sektor keine Frage mehr. Den Vorsprung den man zudem an TESLA abgab, will an sich zurückholen und so werden die genannten Marken den Automobil-Salon in Paris für ein Feuerwerk der Elektromobilität nutzen. Mercedes-Benz wird einen Tesla-Gegner präsentieren, VW wird in naher Zukunft kaum mehr eine Baureihe ohne Elektrifizierung anbieten und bei BMW wird man sich Gedanken darüber machen müssen, ob die Idee der i-Marke wirklich richtig war? Steht nicht eine integrierte Philosophie der Antriebsalternativen am Ende besser da? Paris wird einen Ausblick auf die Elektro-Zukunft bringen. Bei der Schlagkraft der Premium-Hersteller darf man auf die Reaktionen der Vorreiter gespannt sein. Waren es doch Marken wir Mitsubishi und Renault-Nissan die mit der E-Mobilität mutig voran gegangen sind, während andere noch die Diesel-Emissionen manipuliert haben.

Der Automobil-Salon in Paris wird spannend. 

Die Weltpremieren von Paris im Überblick
• Audi A5 Coupé, A5 Sportback, Audi Q5

• BMW i8 Spyder, i8 Coupe, BMW X2
• Honda Civic Fließheck, Civic Type R
• Hyundai i30
• Infiniti QX50
• Kia Rio
• Land Rover Discovery
Mercedes -Benz E-Klasse All-Terrain
Mercedes-AMG GT Roadster / GT C
Roadster
• Nissan Micra
• Opel Ampera-e
• Porsche Panamera, Panamera –
Plug-in – Hybrid
Skoda Kodiaq
Smart ForTwo EV
Smart ForFour EV

 

Audi
Audi bleibt in Sachen Design vorsichtig. Wie schon beim Ende 2015 erneuerten A4 unterscheidet sich auch dessen SUV-Ableger Q5 erst auf den zweiten Blick von seinem Vorgänger. Unter dem etwas schneidiger gepressten Blech gibt es allerdings einen neuen Spar-Diesel mit 48-Volt-Bordnetz, einen Garagenfahrt-Assistenten und Laser-Matrix-Licht. Auch ein Plug-in-Hybridantrieb ist geplant, allerdings erst für Ende 2017. Preise für den neuen Q5 sind noch nicht veröffentlicht.

Neben dem trendigen Mittelklasse-SUV hat Audi auch die A5-Coupés beim Modellwechsel eher vorsichtig angefasst. Zwei- und Viertürer (Sportback) bleiben ihrer bewährten Linie treu, sollen dank Leichtbau und neuer Motoren allerdings deutlich sparsamer werden.

Alfa Romeo
Mit dem Namenszusatz Veloce präsentiert Alfa Romeo zwei sportliche Antriebsversionen der neuen Giulia. Neben einem 210 PS starkem Diesel wird es künftig einen Zweiliter-Turbobenziner mit 280 PS geben. Beide Motorvarianten werden als eigenständige Untermodelle mit dem Namenszusatz Veloce angeboten und verfügen unter anderem über spezielle Stoßfänger, 18-Zoll-Leichtmetallräder, Diffusorheck mit Doppelendrohrauspuff sowie Xenon-Schweinwerfer.

BMW
Messepremiere feiert der geliftete BMW 3er GT. Der Fließheck-Gran-Turismo erhält neue Materialien für die Cockpitgestaltung, ein überarbeitetes Infotainment-System und serienmäßig LED-Scheinwerfer sowie eine neue Rückleuchtengrafik. Neu im Motorenprogramm ist der um 6 PS auf 165 kW/224 PS erstarkte und rund 47.000 Euro teure 325d, der in Kombination mit der nunmehr serienmäßigen Achtgang-Automatik einen halben Liter weniger Kraftstoff als bisher konsumieren soll.

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Citroen
Mit dem neuen C3 bringt Citroen wieder Farbe in die Kompaktklasse. Das weltweit wichtigste Modell der Marke orientiert sich in der Neuauflage am kreativen C4 Cactus, trägt ähnliche Airbump-Seitenschoner und ein einprägsames Kühlergrillgesicht mit zusammengekniffenen Scheinwerferaugen. Auch im Innenraum versuchen sich die Franzosen von der eher biederen Konkurrenz abzuheben, bauen etwa eine Selfie-Kamera hinter den Innenspiegel. Nur beim Antrieb ist alles beim Alten geblieben: Statt Elektromotoren gibt es die bekannten Dreizylinderbenziner und den Vierzylinderdiesel. Preise stehen noch nicht fest.

Dass man bei Citroen wieder stärker auf das avantgardistische Erbe zurückgreifen möchte, zeigt auch die Studie CXperience. Die 4,85 Meter lange Fließhecklimousine mit reduziertem Innendesign deutet auf den Nachfolger der Flaggschiffe C5 und C6 hin.

Dacia
Die rumänische Renault-Tochter zeigt die überarbeitete Logan/Sandero-Familie. Gleich vier Modellvarianten werden damit aufgefrischt: Sandero, Sandero Stepway, Logan und Logan MCV. Auffälligste Änderung ist ein neuer Kühlergrill, bei dem ein wabenförmiges Gitter die bisherige Querspangen-Optik beerbt. Darüber hinaus wurden die Scheinwerfer neu gestaltet, die fortan ein integriertes LED-Tagfahrlicht am äußeren Rand bieten. Auch für die Rückleuchten verspricht Dacia eine auffälligere Grafik. Darüber hinaus wurden für alle vier Baureihen die Innenräume aufgefrischt. Neben neuen Materialien kündigen die Franzosen neue Komfortdetails an. Schließlich will die Billigmarke mit rumänischen Wurzeln auch neue Antriebsvarianten für Sandero und Logan einführen.

Ferrari
Die Italiener präsentieren eine offene Version des Supersportlers LaFerrari. Das limitierte Cabrio wird mit einem Hardtop aus Carbon und Softtop ausgestattet, hat einen V12-Motor mit 588 kW/800 PS sowie einen E-Motor mit 120 kW/163 und kommt entsprechend auf eine Gesamtleistung von 708 kW/963 PS. Wie viele Exemplare man bauen will, wie die genaue Spezifikation und der Name des Hybridsportlers sein werden, verrät Ferrari noch nicht, nur das er bereits ausverkauft ist.

Der familientaugliche GTC4 Lusso V12 kam bei Ferrari-Kunden derart gut an, dass die Italiener nun eine V8-Version in Aussicht stellen. Einen relativ konkreten Ausblick gibt die Studie GTC4 Lusso T, mit einem 610 PS starken 3,9-Liter-V8-Turbomotor. Der Spurt von null auf 100 km/h dürfte in wenig mehr als drei Sekunden zu absolvieren sein, die Höchstgeschwindigkeit liegt jenseits der 300 km/h.

Ford
Ford vollzieht einen Strategiewechsel in der Kleinstwagenklasse. Die Kölner ersetzen den dreitürigen Kleinstwagen Ka durch einen geräumigeren Fünftürer. Der Neue kommt unter dem Namen Ka+ für knapp 10.000 Euro in den Handel. Punkten will er vor allem mit seinem ordentlichen Platzangebot auf rund vier Metern Länge. Unter der Motorhaube gibt es dem preissensiblen Segment entsprechend Hausmannskost: zwei 1,2-Liter-Saugbenziner mit wahlweise 52 kW/70 PS oder 63 kW/85 PS. Wer eine schönere Optik und mehr Fahrspaß will, wartet auf die neue Generation des Fiesta, die 2017 mit größeren Abmessungen und gewachsenem Anspruch auf den Markt kommt.

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Honda Civic
Er ist eine der dienstältesten Baureihen auf dem Markt: der Honda Civic. Anfang 2017 kommt in Europa bereits die zehnte Generation des kompakten Japaners auf den Markt. Die Neuauflage präsentiert sich trotz des weiterhin ungewöhnlich geschnittenen Hecks insgesamt weniger futuristisch als die extrovertierten Generationen neun und acht. Das liegt auch an den neuen Proportionen: Die Länge wuchs um gleich 13 Zentimeter auf nunmehr 4,50 Meter, womit Civic fast schon eine Klasse höher antritt als bisher. Das verspricht mehr Platz für die Insassen, auf die praktischen Kinosessel-Sitze hinten muss der Käufer aber künftig verzichten. Für den Antrieb gibt es zwei neue Turbobenziner mit 1,0 und 1,5 Litern Hubraum, die auf 95 kW/129 PS beziehungsweise 134 kW/182 PS kommen. Wirklich prunken will der Honda mit seinen zahlreichen serienmäßigen Assistenzsystemen, darunter ein Kollisionswarner, ein Spurhalte-Automat und ein Toter-Winkel-Radar. Zum Inklusivpaket gehören noch Rückfahrkamera fürs sichere Ausparken und eine Verkehrszeichenerkennung. Preise sind noch nicht bekannt.

Hyundai
Entwicklung in Korea, Feinschliff in Europa: Nachdem Hyundai bereits beim aktuellen i30 Ambiente und Qualitätseindruck auf hiesiges Niveau gehievt hat, soll der Neuauflage dies nun auch in Sachen Fahrdynamik gelingen. Das zumindest war die Aufgabe der Ingenieure im Entwicklungszentrum Rüsselsheim, wo der Kompakte fit für Europa gemacht wurde. Und schon das Design ist schnittiger: Der i30 ist ein wenig länger und breiter geworden, dafür in der Höhe eine Idee geschrumpft, was insgesamt für einen sportlicheren Auftritt sorgt. Verstärkt wird das durch eine leicht nach hinten versetzte A-Säule und die daraus resultierende längere Motorhaube. Die Schulterlinie steigt dynamisch nach hinten an. Neu im Antriebsportfolio ist ein 1,4-Liter-Turbobenziner mit 103 kW/140 PS, mit dem die Koreaner sich auch in Sachen Motorisierung der europäischen Mode anpassen. Preise stehen noch nicht fest.

Jeep
Die amerikanische Geländewagenmarke stellt ihr Kompakt-SUV Renegade als Sondermodell Desert Hawk vor. Neben dieser robuster angehauchten Version zeigt der Offroad-Spezialist zudem erstmalig für den Renegade den 120-PS-Basisdiesel in Kombination mit Doppelkupplungsgetriebe.

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Kia Rio
In der hart umkämpften Kleinwagenklasse will sich der Kia Rio künftig selbstbewusster behaupten. Vor allem am Design wurde für die Neuauflage gefeilt: Die Front ist breiter und aggressiver, mit längerer, nicht mehr so steil ansteigender Motorhaube. Der Radstand ist gestreckt, die aufrechtere C-Säule und mehr Kanten am Heck lassen den Fünftürer markanter wirken. Unter der Motorhaube des 4,07 Meter langen Kleinwagens werkelt erstmals der neue Dreizylinder-Turbobenziner mit wahlweise 73 kW/100 PS oder 88 kW/120 PS. Dazu kommen zwei Vierzylinder-Saugbenziner und erneut ein Diesel. Die Produktion des neuen Modells soll Ende 2016 zunächst für Europa beginnen.

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Land Rover
Die britischen Offroad-Spezialisten fahren mit der Erneuerung ihrer Modellpalette fort. Gut zwei Jahre nach dem Discovery Sport kommt nun der größere, technisch nicht verwandte Discovery zu Premiere-Ehren. Auch in der fünften Auflage behält der große Allrader seine typischen Designmerkmale bei: So trägt er im Dach weiterhin die auffällige Stufe auf Höhe der Fondsitzbank, ebenso von den Vorgängern bekannt ist die schräg nach vorne gerichtete C-Säule. Bei der Frontgestaltung orientiert sich der Discovery mit seinen schmalen Scheinwerfern nun jedoch stärker am Lifestyle-SUV Evoque. Für den Antrieb kommen unter anderem die Vierzylinderdiesel der Marke in Frage, dazu wird es wohl weiter einen V6-Selbstzünder geben. An Technik-Highlights gibt es unter anderem Laserlicht oder die „transparenten Motorhaube“. Das kamerabasierte System soll dem Fahrer bei Geländepassagen das Terrain direkt vor dem Fahrzeug zeigen.

Lexus
Die edle Toyota-Tochter setzt in Europa voll auf das SUV. Nachdem den Limousinen der Marke hierzulande eher übersichtliche Verkaufserfolge zuteil wurden und auch der Hybridantrieb als Alleinstellungsmerkmal nicht zündete, sollen es nun die Crossover richten. Wie das dritte Modell unterhalb von NX und RX aussehen könnte, zeigt in Paris die Studie UX.

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Mercedes
Mehr Lifestyle, weniger Transporter: Das T-Modell der Mercedes E-Klasse eignet sich zwar weiterhin für schnöde Transportaufgaben – immerhin fasst der Kofferraum bis zu 1.820 Liter -, will aber darüber hinaus durch gediegene Eleganz gewürzt mit einer Prise Sportlichkeit überzeugen. Bis zu B-Säule gleicht der Kombi der Limousine; die dahinter modisch abfallende Dachlinie und die stärker geneigte Heckscheibe tragen deutlich zu schnittiger Dynamik bei. Das Heck mit den breiten Schultern und horizontalen Akzenten wie den schmalen Rückleuchten oder der verchromten Griffleiste ist jetzt um einiges präsenter als zuvor. Wer es besonders kernig mag, kann künftig die „All-Terrain“-Variante im Offroad-Stil à la Volvo XC70 und Co. wählen.

Zum Markstart stehen zwei Benziner und ein Diesel zur Wahl, die bereits aus dem Stufenheckmodell bekannt sind: Der E 200 (135 kW/184 PS) und E 350 (155 kW/211 PS) sowie der E 220 d (143 kW/194 PS). Im vierten Quartal folgen E 200 d (110 kW/150 PS), der Sechszylinder-Diesel E 350 d (190 kW/258 PS) und der Sechszylinder-Benziner E 400 4matic (245 kW/333 PS). Noch stärker ist die veredelte Version von Mercedes-AMG: Das E 43 4matic T-Modell mit 295 kW/401 PS starkem 3,0-Liter-V6-Biturbo ist ebenfalls ab viertem Quartal erhältlich. Auch die Innovationen der E-Klasse Limousine sind an Bord, serienmäßig beispielsweise der aktive Bremsassistent, der autonom bremst und auch Fußgänger erkennt. Darüber hinaus sind die teilautonome Funktion „Drive Pilot“ und das automatische Einparken von außen per Smartphone-App auf Wunsch an Bord.

Hingucker am Pariser Stand der Schwaben dürfte trotzdem die Roadster-Variante des Mercedes-AMG GT sein. Mit Stoffverdeck und mindestens 350 kW/476 PS aus acht Zylindern tritt der offene Zweisitzer ab dem kommenden Frühjahr gegen das Porsche 911 Cabrio an. Mit dem 410 kW/557 PS starken Top-Modell GT C Roadster rückt der AMG-Renner auch leistungsmäßig an das stärkste Modell der Konkurrenz aus Zuffenhausen heran. Außer mit der Mehrleistung wartet die Spitzenvariante unter anderem mit aktiver Hinterachslenkung, elektronisch gesteuertem Hinterachs-Sperrdifferenzial und adaptivem Sportfahrwerk auf. Zu den Preisen der Roadster-Familie sagt Mercedes-AMG noch nichts, er dürfte aber deutlich über dem des GT Coupés liegen, das mindestens 116.400 Euro kostet.

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Mitsubishi
Mit der Studie GT-PHEV Concept gibt Mitsubishi einen Ausblick auf die nächste Generation seiner Hybrid-SUV. Darüber hinaus soll die Studie die künftige Designlinie der Marke zeigen. Für den Antrieb des großen Crossovers sorgt eine Kombination aus einem Verbrennungsmotor und drei Elektromotoren, die im Zusammenspiel auch einen Allradantrieb erzeugen. Die japanische Marke will mit der Studie ihre Kompetenz bei elektrischen Antrieben zeigen. In die gleiche Kerbe schlägt die bereits von anderen Messen bekannte Studie eX, ein kompakte SUV mit reinem Elektroantrieb.

Nissan Micra
Der Nissan Micra will in der neuen Generation wieder Ford Fiesta, Opel Corsa und VW Polo angreifen. Der japanische Hersteller verabschiedet sich dafür bei der Neuauflage vom Konzept eines Weltautos für alle Märkte. Der neue Kleinwagen kommt deutlich dynamischer daher als der biedere Vorgänger und wird wohl auch preislich eine Stufe höher positioniert als die aktuelle Generation.

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Opel Ampera-e
Nach dem Scheitern des E-Mobils Ampera wagt Opel nun den Neustart im Elektroauto-Segment – und zwar mit Mega-Reichweite. Mehr als 400 Kilometer weit soll der neue Ampera-e pro Akkuladung kommen, mehr als jedes andere E-Auto im Volumensegment. Der Motor ist mit 150 kW/204 PS relativ stark ausgelegt, macht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 150 km/h möglich. Angesichts der vielversprechenden Werte ist der Preis des möglichen E-Auto-Revolutionärs besonders spannend – er wird noch auf der Messe genant. Das Schwestermodell Chevrolet Volt kostet in den USA umgerechnet 34.500 Euro.

Konventionell motorisiert aber ungewöhnlich gestaltet fährt der Opel Karl Rocks vor. Die im Offroad-Design gehaltene Variante des Budget-Kleinstwagens ist ab dem Ende des Jahres bestellbar. Preise sind noch nicht bekannt.

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Peugeot
Klassisches SUV statt unkonventioneller Crossover: Peugeot macht seinen 3008 bei der Neuauflage massentauglicher. Dazu erhält das kantig gestaltete Kompaktmodell modernste Cockpit-Technik. Die Van-Elemente des Vorgängers sind verschwunden, stattdessen orientiert sich die zweite Generation optisch nun stärker an Segments-Bestsellern wie Nissan Qashqai, VW Tiguan und Ford Kuga. Auch technisch wird aufgerüstet: Zum ersten Mal in der Markengeschichte gibt es einen aktiven Tempomat mit Bremsfunktion, dazu kommt ein aktives Spurhaltesystem, das selbsttätig Lenkkorrekturen vornimmt. In puncto Motoren bleibt es aber zunächst bei alten Bekannten: Das Portfolio umfasst aufgeladene Dreizylinder mit bis zu 96 kW/130 PS, ein 121 kW/165 PS starker Vierzylinder sowie Diesel mit einer Leistungsbandbreite von 74 kW/100 PS bis 132 kW/180 PS. Zum 3008 gruppiert sich künftig noch ein zweites Peugeot-SUV. Denn der bisher als Kompakt-Van auftretende 5008 gibt sich nun auch zumindest optisch als kerniger Geländegänger. Allradantrieb gibt es zwar auch bei ihm nicht, dafür aber robuste Beplankungen, sieben Sitzplätze und richtig viel Platz.

Porsche
Eine Generation reichte Porsche, um sich mit dem Panamera in der Limousinen-Oberklasse zu etablieren. Die Neuauflage soll nun mit schlankerem Design, geringerem Gewicht und jeder Menge Hightech den Erfolg festigen. Motorenseitig wartet das Fließheck zunächst mit drei neuen Turbo-Aggregaten auf: Den leistungsmäßigen Einstieg macht ein 4,0 Liter großer V8-Selbstzünder mit 310 kW/422 PS, knapp darüber rangiert der 324 kW/440 PS starke V6-Benziner. Für einen niedrigen CO2-Flottenausstoß soll das 340 kW/462 PS starke Plug-in-Hybridmodell mit seinem Normverbrauch von 2,5 Litern sorgen. Vorläufiges Topmodell ist der Panamera Turbo, dem ein neu entwickelter V8 mit 404 kW/550 PS Beine macht. Das Fahrwerk kann nun auf Wunsch richtig komfortabel, wird auf Knopfdruck aber extra steif und sportlich. Dazu gibt es eine aktive Wankstabilisierung und eine Hinterachslenkung, die den Viertürer in der City handlicher und außerorts agiler machen soll. Doch damit nicht genug: Auf Wunsch gibt es Keramikbremsen, eine Burmester-Soundanlage mit 21 Lautsprechern, ein Abstands-Tempomat, der in Zusammenarbeit mit dem Navigationssystem bis zu drei Kilometer nach vorne schaut und schon weiß, dass ein Tempolimit kommt, ehe man das Schild überhaupt sehen kann, eine Smartphone-Anbindung, die es sogar erlaubt, Navigationsziele drahtlos vom Handy ans Auto zu schicken, und so weiter und sofort. Entsprechend teuer ist der S-Klasse-Konkurrent: 116.954 Euro werden mindestens fällig.

Renault
Nachdem der Kompakt-Van Renault Scénic bereits im Frühjahr in Genf Premiere gefeiert hat, steht in Paris nun die Langversion Grand Scénic. Wie sein kleiner Bruder setzt das auf 4,63 Meter gewachsene Familienauto optisch stark auf moderne SUV-Elemente. Statt der bisherigen Einzelsitze bietet der große Kompakt-Van hinter den Vordersitzen nunmehr eine asymmetrisch geteilte Rückbank, deren beide Hälften sich unabhängig in der Länge verschieben lassen. Zusätzlich bietet der Grand zwei optionale Sitze, die sich im Kofferraumboden verstecken lassen. Wie beim kleinen Scénic umfasst das Motorenangebot zwei Turbobenziner mit 84 kW/115 PS und 96 kW/130 PS sowie drei Dieselaggregate mit 81 kW/110 PS, 96 kW/130 PS und 118 kW/160 PS.

Seat
Weil ihr neues Kompakt-SUV Ateca die Markteinführung bereits hinter sich hat, promotet Seat seinen Hoffnungsträger in Paris mit einem mattolivgrünen Showcar, dessen Komponenten künftig durchaus in die Optionslisten Einzug halten könnten. Untenrum ist der Allrader etwas robuster ausgelegt, wie etwa seine Frontschürze mit angedeutetem Unterfahrschutz unterstreicht. Der militärische Außenanstrich soll weniger empfindlich sein als Standardlack, während die grobstolligen Reifen selbst mit schlammigem Untergrund gut zurechtkommen dürften. Das Naturfarbthema der Außenhaut setzt sich im Innenraum übrigens fort. Neben Wildledersportsitzen gibt es dort zudem noch dicke Gummimatten. Antriebsseitig kommt bekannte Serientechnik zum Einsatz.

Skoda
Tiguan in groß: Skoda legt mit dem Kodiaq ein neues SUV-Flaggschiff auf. Mit 4,70 Metern ist der Fünf- bis Siebensitzer 20 Zentimeter länger als sein Wolfsburger Technik-Bruder und stößt so locker ins Mittelklasse-Segment vor. Mit einem Einstiegspreis von rund 24.000 Euro ist der Tscheche zudem günstiger. Markentypisch sind auch die originellen Ausstattungs-Extras wie ein Mikrophon, mit dem der Fahrer Infos an die Mitreisenden gibt. Oder der automatisch ausfahrende Türkantenschutz, der 90 Prozent aller Lackschäden beim Öffnen in Parklücken verhindern soll. Unter der Haube findet sich Vertrautes. Zwei Diesel und drei Benziner stehen zur Wahl, allesamt aus anderen Modellen der VW-Familie bekannt. Der günstigste Alaska-Bär wird vom 1,4-Liter-Benziner befeuert, der immerhin 92 kW/125 PS an die Vorderräder schickt.

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Smart
Rund zwei Jahre nach der Benziner-Version kommt nun auch der elektrisch angetriebene Smart auf den Markt. Erstmals nicht nur als zweisitziges Fortwo-Coupé und als Cabrio, sondern auch als Forfour mit vier Sitzen. Der Elektromotor der „Electric Drive“-Modelle leistet 60 kW/81 PS und wird von einem 17,6 kWh starken Akku gespeist. Die Reichweite steigt gegenüber dem Vorgänger nur unwesentlich auf 160 Kilometer, dafür soll das Laden nun deutlich schneller gehen. Die Preise starten bei 21.940 Euro und damit 1.740 Euro unter denen des Vorgängers.

Ssangyong
Der koreanische Autohersteller Ssangyong gibt einen seriennahen Ausblick auf sein für 2017 erwartetes SUV-Modell Rexton. Die Studie LIV-2 ist die Weiterentwicklung einer bereits 2013 gezeigten Studie und soll gleichzeitig die neue Designsprache der Marke vorstellen. Das größte SUV der Marke wird demnach auf gut fünf Meter wachsen und edler auftreten als zuletzt. Für den Antrieb – so viel ist schon bekannt – wird es neben einem 2,2-Liter-Diesel auch einen 2,0-Liter-Turbobenziner geben. Allradantrieb ist zumindest optional zu haben. Wer will, kann das große SUV auch mit dritter Sitzreihe ordern.

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Suzuki
Suzuki hat mit dem SX4 das Mini-SUV-Segment erfolgreich mitbegründet, mit dem Ignis könnte das nun eine Klasse tiefer erneut gelingen. Denn mit nur 3,70 Metern Länge ist der Crossover deutlich kürzer als die üblichen Mini-SUV. Für den Antrieb gibt es unter anderem einen 1,2-Liter-Benziner. Preise für den Anfang 2017 startenden Fünftürer sind noch nicht bekannt.

Zudem zeigt Suzuki den SX4 S-Cross, dem man zur Mitte seines Lebenszyklus eine komplette Gesichtsoperation verpasst hat – Facelift wäre da deutlich untertrieben. Fehlte es dem SX4 zuletzt optisch ein wenig an Präsenz, tritt die geliftete Version mit wuchtigem Kühlergrill und zwei Powerdomes auf der Motorhaube nun deutlich selbstbewusster auf. Neues Basistriebwerk ist ein 1,0 Liter großer Dreizylinder-Benziner mit Turboaufladung und 82 kW/111 PS, darüber rangiert ein 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 103 kW/140 PS. Allradantrieb gibt es nur für den stärkeren Benziner und gegen Aufpreis. Serienmäßig ist die Technik bei der unverändert angebotenen 1,6-Liter-Dieselvariante (88 kW/120 PS) an Bord. Der Startpreis liegt bei 19.790 Euro.

Toyota
Toyota steigt in den boomenden Markt für kleine SUV ein – und wirft gleich auch noch seine stilistische Zurückhaltung über Bord. Mit dem für Anfang 2017 erwarteten Mini-Crossover C-HR greifen die Japaner direkt Nissan Juke und Co. an. Die technische Plattform stammt vom Prius, entsprechend gibt es auch einen Hybridantrieb. Alternativ ist ein kleiner Turbo-Benziner zu haben. Punkten will der Neuling auch mit umfangreicher Sicherheitsausstattung. Preise nennen die Japaner noch nicht.

Mit aufgefrischter Optik und mehr Ausstattung kommt bereits im Herbst der Toyota GT86 auf den Markt. Den Vortrieb übernimmt weiterhin der 2,0-Liter-Boxermotor mit 147 kW/200 PS. Dank neuer Fahrwerksabstimmung mit veränderter Federung und Dämpfung soll sich der GT86 agiler fahren. Der Preis steigt um rund 1.000 Euro auf 30.000 Euro.

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VW
Mit einer Studie geben die Wolfsburger einen Ausblick auf fünf neue Elektroautos. Das Concept Car soll trotz kompakter Abmessungen Platz wie in der Mittelklasse bieten, die Reichweite wird mit 400 bis 600 Kilometern angegeben. In Serie könnte der Kompaktwagen ab 2019 gehen. VW nimmt ihn enorm wichtig, sieht ihn in einer Reihe mit Käfer und Golf.

Ford, Volvo und Mazda sparen sich den Auftritt in Paris. Auch ein Zeichen der Zukunft. Noch halten sich Automobil-Messen als Publikumsmagnete und Kommunikationsanlässe, aber wie lange noch? Auch dazu wird es nach der Messe von Paris neue Stimmen geben.

 

 

 

 

 

 

(Mit Material von SP-X (Holzer))
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VW e-Crafter Concept – Elektrotransporter kommt 2017

Die Studie einer Elektroversion des Transporters Crafter präsentiert VW auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover (bis 29. September). Die Serienversion soll bereits ab dem kommenden Jahr in Dienst gehen. Für den Antrieb des e-Crafter sorgt ein 100 kW/136 PS starke E-Motor, der von einem Lithium-Ionen-Akku mit 43 kWh Kapazität gespeist wird. Die Reichweite gibt der Hersteller mit 208 Kilometern an, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h. Das Ladevolumen beträgt 11,3 Kubikmeter, an Zuladung sind 1.709 Kilogramm möglich. Ein Preis für den Elektro-Transporter ist noch nicht bekannt. (Holger Holzer/SP-X)

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Daimler forciert den Elektroantrieb bei den Nutzfahrzeugen – Van, Truck und Bus – das futuristische Trio

Es ist das gleiche Bild wie beim Pkw-Pendant in Frankfurt: Wer in diesen Tagen bei der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover den Daimler-Stand besucht, wird auf eine Zeitreise mitgenommen. Auf einen Trip in die Zukunft. Denn hier stehen nicht die Laster von morgen, sondern die von übermorgen. Mit einem Aufwand, wie man ihn in dieser Branche so noch nicht erlebt hat, haben die Entwickler der Bus-und-Truck-Sparte aus dem Sternen-Imperium gleich drei visionäre Studien verwirklicht: Vision Van, Urban e-Truck und Future Bus.

Wie weit uns Mercedes mit diesen drei spektakulären Studien, die allesamt auf reinen Elektroantrieb setzen, in die Zukunft blicken lässt, weiß keiner genau. Wolfgang Bernhard, der für die Nutzfahrzeugsparte zuständige Daimler-Vorstand, ist allerdings überzeugt, dass die Zeitenwende bei der Elektro-Mobilität bereits eingesetzt hat und sie sich „viel dynamischer entwickelt, als wir das alle für möglich halten würden“.

Die dritte Zukunftsvision, die Mercedes auf der Nutzfahrzeug-IAA vorstellt, ist der Future Bus
Die dritte Zukunftsvision, die Mercedes auf der Nutzfahrzeug-IAA vorstellt, ist der Future Bus

Und kühn ergänzt der 56-Jährige, dass Daimler mit der Umsetzung der visionären Ideen „den Transport völlig neu erfindet“. Für Güter und Personen. Auf Autobahnen und in Städten. So sei der Urban e-Truck als erster emissionsfreier schwerer Truck die beste Antwort auf immer rigideren Zufahrtsbeschränkungen in verstopften Großstädten. Der sogenannte Verteilerverkehr im eher innenstädtischen Bereich könne mit ihm flüsterleise und sauber durchgeführt werden. Und mehr noch. Er ist komplett vernetzt, und bietet einschließlich eines intelligenten Reichweiten-Managements quasi ein Rundum-Sorglos-Paket für Transport- und Logistik-Unternehmen aus einer Hand.

Das umfasst eine flexible und effiziente Routenplanung, die Staus und sogar die Wetterlage mit einbezieht, die Optimierung des Energieverbrauchs, das Ansteuern der Ladestationen bis hin zum kompletten Lademanagement. „Das garantiert einen hoch effizienten Betrieb“, erklärt Bernhard. Und zudem will Daimler künftig auch noch stationäre Stromspeicher anbieten, die schon heute aus Antriebsbatterien von Elektroautos hergestellt werden. „Wir müssen uns von einem reinen Hersteller in einen Dienstleistungsanbieter verwandeln“, gibt der Kopf der Nutzfahrzeug-Division die Marschrichtung für die Zukunft vor.

In gut zwei Stunden soll man den Urban e-Truck laden können und mit einer Ladung gut 200 Kilometer weit kommen
In gut zwei Stunden soll man den Urban e-Truck laden können und mit einer Ladung gut 200 Kilometer weit kommen

Ehrgeizige Pläne, wobei der Urban e-Truck aber allein schon technisch beeindruckt. Verantwortlich für den leisen Auftritt des 25-Tonnen-Kolosses sind zwei Elektromotoren an der Hinterachse direkt neben den Naben, die für eine Gesamtleistung von 250 kW/340 PS sorgen und es im Zusammenspiel auf ein Drehmoment von 1.000 Nm bringen. Damit ist volle Durchzugskraft direkt aus dem Stand garantiert. Die drei modularen Batteriepakete mit einer Gesamtleistung von 212 kWh sind immerhin für eine Reichweite von 200 Kilometern gut, was für eine Tagestour im Verteilerverkehr üblicherweise voll ausreicht. Die Ladezeit an einer 100-kW-Säule soll nur knapp über zwei Stunden betragen, allerdings sind solch potente Kraftquellen derzeit noch eine Seltenheit.

Und auch wenn die Lithium-Ionen-Akkus zusammen fast 2,5 Tonnen wiegen, wird der Stadt-Laster mit einer Nutzlast von 12,8 Tonnen, wie sie im Verteilerverkehr gängig sind, fertig. Auch der typische 7,4 Meter lange Kühlkoffer für den Frischedienst-Einsatz von Supermärkten und Einzelhandelsgeschäften mit Lebensmitteln lässt sich hinterm Fahrerhaus verbauen.

Während Wolfgang Bernhard die Einführung rein elektrischer Antriebe im schweren Truck auf der Langstrecke für „physikalisch unmöglich“ hält, gibt er dem Verteiler-Lkw eine gute Chance. „Der Urban e-Truck würde im Vergleich zu einem Diesel-Lkw heute sicher einen Aufschlag in fünfstelliger Höhe erfordern“, erklärt der Nutzfahrzeug-Chef. Allerdings sei der stromernde 25-Tonner frühestens Anfang des nächsten Jahrzehnts serienreif und bis dahin seien die Batteriepreise allemal günstiger. Hinzu kämen aber auch noch die deutlich geringeren Betriebskosten. Denn erstens liegen die Stromausgaben rund 40 Prozent unter einem vergleichbaren Dieselverbrauch und zweitens besitzt ein E-Antrieb viel weniger Verschleißteile, was die Wartungs- und Instandhaltungskosten maßgeblich reduziert. Auch Ölwechsel fallen ja nicht mehr an.

Der Future Bus soll vor allem die Möglichkeiten für autonom fahrende Nahverkehrsbusse aufzeigen. Außerdem hat Mercedes sich beim Interieur-Design ausgestobt, das zwar sehr wohnlich wirkt, jedoch keine realistischen Chancen für den Serienbau aufzeigt
Der Future Bus soll vor allem die Möglichkeiten für autonom fahrende Nahverkehrsbusse aufzeigen. Außerdem hat Mercedes sich beim Interieur-Design ausgestobt, das zwar sehr wohnlich wirkt, jedoch keine realistischen Chancen für den Serienbau aufzeigt

Mindestens genauso futuristisch von Chefdesigner Gordon Wagener gezeichnet präsentiert sich der Vision Van, der mit einer Cloud-basierten Steuerungssoftware ebenso in ein Gesamtkonzept einer komplett digitalisierten Lieferkette eingebunden werden soll. Das Fahrzeug kommuniziert beispielsweise auch über ein als „Kühlergrill“ gestaltetes Black Panel mit der Umwelt und soll vor allem den Lieferverkehr „auf der letzten Meile“ revolutionieren. So gibt es im Cockpit weder Lenkrad noch Pedalerie, dafür aber auf dem Dach zwei Landeplätze für Drohnen, die bei der Auslieferung den letzten Teil des Zustellungsweges vom Auto zum Kunden überbrücken sollen.

Eher als Meilenstein auf dem Weg zu einem autonom fahrenden Omnibus gilt der Mercedes Future Bus, der auch bereits in der Praxis bewiesen hat, dass mit einem City-Pilot an Bord zumindest teilautomatisiertes Fahren im öffentlichen Nahverkehr technisch bereits möglich ist. Auf der knapp 20 Kilometer langen Strecke vom Flughafen Amsterdam Schiphol bis nach Harlem musste der Fahrer jedenfalls kein einziges Mal Gas oder Bremse betätigen.

Der Vision Van ist ein Logistikcenter auf Rädern
Der Vision Van ist ein Logistikcenter auf Rädern

Dass Mercedes auf der Nutzfahrzeug-IAA mit den drei Zukunftsstudien aber nicht nur eine Show fern jeglicher Realität abzieht, beweist die Ankündigung, schon 2018 mit zwei voll elektrischen Fahrzeugen auf den Markt zu kommen. So ist ein ausschließlich mit Strom angetriebener Bus ebenso versprochen wie ein Sprinter mit E-Antrieb. Und schon im nächsten Jahr ist die Kleinserie eines Fuso e-Canter geplant. Der Kleinlaster der japanischen Tochter, ein Überbleibsel der einst gescheiterten Fusion mit Mitsubishi, setzt je nach gewünschter Reichweite auf individuelle Batteriesätze mit drei bis sechs Akkupacks à 14 kWh, mit denen die Kunden ihre Bedürfnisse in puncto Reichweite, Preis und Gewicht flexibel anpassen können. Er werde um einen vierstelligen Betrag teurer sein als ein vergleichbarer Diesel, würde in den Betriebkosten aber rund 1.000 Euro auf 10.000 Kilometer einsparen und sich so bereits nach drei Jahren amortisieren. (Michael Lennartz)

Der Motortausch beim Smart – Standardeingriff?

Der Smart: Die einen lieben den Bonsai-Flitzer, die anderen …naja, eben nicht. Dabei kann er durchaus seine Vorteile haben, schließlich braucht der kleine Hecktriebler wenig Platz und macht die Parkplatzsuche in den Innenstädten angenehm. Das zumindest galt noch bis zur zweiten Modellgeneration, mit der man auch quer in Parklücken fahren konnte und damit niemanden behinderte. Die aktuelle, dritte Generation verzeichnet einen Längenzuwachs zu ihren Vorgängern und muss auf gewöhnliche Art und Weise parken – vor allem als Viertürer. Doch es ist nicht alles eitel Sonnenschein beim Knubblbenz: Gerade von der ersten Generation hört man nicht selten von Motorschäden, die zum Tausch zwingen. Grund genug für uns, einmal genauer hinzusehen.

Gespräche unter eingefleischten Smart-Fans, vor allem der ersten Generation,  beginnen nicht selten folgendermaßen: „Ich hab den dritten. Und Du?“ – „Ich erst meinen zweiten, aber der Dritte wird nicht lange auf sich warten lassen“. Die Rede ist nicht etwa vom Fahrzeug selbst, sondern vom Antrieb. Foren sind voll von Unglücklichen, die ihr Leid über den kleinen Heckmotor schildern.

Beim aktuellen Smart, besonders beim hier gezeigten „electric drive“ sind Motorenprobleme noch nicht bekannt.

Dabei sind die Zeichen des kleinen Motörchens oftmals gut zu erkennen – auch für den Laien. Eines der stärksten Indizien, auch bei anderen Fahrzeugen, ist ein hoher Ölverlust. Beim Smart sollte man zudem darauf achten, ob die Zugkraft nachlässt. So ist es schließlich nicht selten, dass Ventile und Zündkerzen verbrennen und die Kolbenringe zerstört werden, was zu einem kapitalen Motorschaden führen kann. Um das jedoch zu vermeiden, sollte man direkt nach dem Bemerken des erhöhten Ölverbrauchs einen Experten aufzusuchen. Zudem kann es hilfreich sein den Schlauch zum Ventildeckels checken zu lassen und im Ernstfall auszutauschen.

Emissionsfrei durch die Stadt: Im Juli 2006 startet in London ein Pilotprojekt der Marke smart. Der fortwo ed (electric drive) bietet eine Leistung von 30 kW (41 PS) und damit adäquate Fahrleistungen. Die Reichweite beträgt rund 100 Kilometer. ; Zero-emission motoring in the city: In July 2006, the smart brand launched a pilot project in London. The fortwo ed (electric drive) generates an output of 30 kW (41 hp) for adequate performance and has a range of some 100 kilometers (62 miles).;
Probleme machen vorwiegend die Motoren der ersten Generation

Immer schön geschmeidig bleiben

Ist der Schaden dennoch zu groß, bleiben nur noch die Motorüberholung oder der Motortausch. Deshalb ist es mehr als nur ratsam, die Ölstandkontroll-Leuchte immer im Auge zu behalten. Am besten lässt man es gar nicht erst soweit kommen und kontrolliert den Ölstand bereits davor und in regelmäßigen Abständen. Für Smart-Motoren ist es sehr wichtig, auf das Öl zu achten und die Wechselintervalle von, in der Regel, 15.000 km streng einzuhalten. Experten wechseln ihren Motorenschmierstoff oftmals sogar nach der Hälfte des vorgeschriebenen Intervalls.

Nicht nur in der Politik ist es wichtig, was hinten raus kommt. So sollte man auch bei seinem Bonsai-Benz stets darauf achten, was aus seinen Endtöpfen strömt. Ist der Rauch grau-blau, kann das einen Turbolader-Schaden bedeuten. Eine andere Alternative – und ebenso häufig – ist ein Defekt der Zylinder-Kopfdichtung. Stellt man also verfärbte Abgase fest, sollte man seinen Smart am besten nicht mehr Starten, da man nur noch größeren Schaden anrichten kann.

smart fortwo Benzinmotor ; smart fortwo petrol engine;
Sorgenkind: Der Dreizylinder ist nicht frei von Mängeln…

Die Essenz des Lebens: Wasser!

Wichtig ist es auch auf den Wasserhaushalt des Cityflitzers zu achten. Unter uns: Wer macht das schon in aller Regelmäßigkeit? Ist der Verbrauch des Kühlwassers aber hoch, liegt ein Problem vor. Lassen sich bei laufendem Motor zudem starke Geräusche wahrnehmen, lässt das auf eine defekte Wasserpumpe schließen. Bleibt die Behebung dieses Schadens aus, folgt unweigerlich das Ende des Dreizylinders.

Ist dies tatsächlich der Fall, führt – abgesehen vom Umweg über den Verwerter – kein Weg an einem Austauschmotor vorbei. Das Problem beim Tausch bzw. bei der Generalüberholung ist aber, dass das Fahrzeug selbst geradezu winzig ist. Dadurch hervorgerufen ist der Raum für den Motor ebenfalls sehr eng, sodass man als Laie schlecht an die entsprechenden Schrauben und Punkte herankommt. So müssen für eine Inspektion oder einen Teiletausch in der Regel einige Teile der Karosserie entfernt werden. Sogar der Ölwechsel will gekonnt sein, da eine Ölablassschraube bei nicht wenigen Smart-Motoren schlicht nicht vorhanden ist. Dementsprechend muss das Öl abgesaugt werden, was wiederum eine Fachwerkstatt auf den Plan ruft. Legt man gerne selbst Hand an und wechselt den Schmierstoff alle 7.000 bis 8.000 km, empfiehlt sich der Wechsel der Ölwanne auf ein Pendant mit Ablassschraube. Zumal hier der Ölwechsel wesentlich gründlicher ist, als es das Absaugen je sein kann.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Was kann man also tun, um einen kapitalen Schaden vorzubeugen. Wie bereits geschildert, sollte man das Kühlwasser stets kontrollieren. Wann habt Ihr das zum letzten Mal gemacht? Es ist nur eine kleine Fingerübung, die aber einen Haufen Bares sparen kann. Außerdem sollte immer genügend Frostschutzmittel im Kühlwasser enthalten sein. Es verhindert nicht nur das Einfrieren des Motors, sondern schützt ihn außerdem vor Korrosion. Auf dem Beachten der Ölwechsel-Intervalle und des korrekten Stands will ich nicht erneut herumreiten – das Thema sollte in aller Breite geklärt sein?

smart fortwo cdi Dieselmotor ; smart fortwo cdi diesel engine;
…aber auch der Dreizylinder-Diesel kann Ärger machen. Obwohl er wenig verkauft wurde

Motortausch: Aus Alt mach Neu

Sollte es schließlich so weit sein, dass der kleine Flitzer nicht mehr weiter mag, kommt man an einem Motortausch in der Regel nicht vorbei. Der Pool mit Anbietern ist nicht klein und wirft verschiedenste Preise auf. Los geht es bei rund 889 Euro. Dann muss man allerdings selbst Hand anlegen und den kleinen Dreizylindermotor selbst in das Heck des Zweisitzers verfrachten. Ein Kompletteinbau kostet etwa 1.300 Euro. Angesichts von Preisen für die Motorrevision bzw. für Austauschmotoren bei anderen (und auch größeren) Fahrzeugen, sind die Kosten verhältnismäßig überschaubar. Zumal oftmals eine Garantie inbegriffen ist.

Ein seriöser Anbieter (zum Beispiel die Firma CDM GmbH (www.smart-motor.net) aus Niestetal) verbaut generalüberholte Maschinen ins Heck. Und gibt hieraus eine Garantie von 48 Monaten oder 50.000 Kilometern, je nachdem was zuerst eintritt.

Der neue smart fortwo 2014: smart fortwo und forfour Dreizylindermotor ; The new smart fortwo 2014: smart fortwo and forfour engine;
Beim aktuellen Motor (hier im Bild) stand Renault Pate

Beim entsprechenden Profi für Smart-Aggregate sind zudem alle gängigen Antriebe erhältlich. Instandgesetzt werden also nahezu alle Motorisierungen: Von 600 über 700 bis 1.000 cm³ ist alles möglich. Sogar der wenig verkaufte Diesel ist von der Problematik betroffen und findet sich auf den Listen der Austauschmotoren. So kommt der Motorentausch bei Smart-Fahrern finanziell dem gleich, was manch anderer für einen Satz Bremsscheiben ausgibt. Das muss zur Aufheiterung bei diesem mehr oder weniger traurigen Thema auch einmal gesagt sein.

 

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120 Jahre ABT Sportsline: Innovation und Tradition II

Gestern haben wir Euch bereits die ersten beiden Jubiläumsmodelle von ABT Sportsline gezeigt, nun kommen die verbleibenden zwei. Und diese beiden haben es wahrlich in sich, ist doch die Basis bereits mit guten sportlichen Talenten gesegnet. Die Rede ist vom Audi TTS und von etwas „zivileren“ TT. Die Kemptener von ABT Sportsline haben zu ihrem 120 jährigen Firmen-Jubiläum zwei auffällige Boliden kreiert, die eine große Portion Fahrspaß mitbringen.

Ja , der Audi TTS ist von Haus aus schon kein Kind von Traurigkeit. Aber mit der ABT POWER Technologie befinden sich nun 370 rassige Rösser unter der scharfkantigen Haube des Ingolstädters, was – der Korrektheit halber – 272 kW entspricht. Serienmäßig leistet der 2.0 Liter Turbo aber bereits 310 PS und legt schon gut vor. So steigt das Drehmoment auch eher moderat von 380 auf 460 Nm. Dennoch ist die Höchstgeschwindigkeit nach der Leistungssteigerung etwas  ernüchternd: Mit 265 km/h ist der ABT TTS  nun 15 km/h schneller als das bei 250 km/h abgeriegelte Serienfahrzeug.

Der Innenraum des ABT TTS bleibt nahezu unangestatet
Der Innenraum des ABT TTS bleibt nahezu unangetastet

Dagegen ist die Optik wesentlich überzeugender und schärft die bereits dynamische Serie ordentlich nach. So wird der ABT TTS genauso lackiert, wie der ABT SQ3, den wir bereits gestern kurz vorgestellt haben. So zeigt sich die Karosserie in Daytonagrau und wird durch eine silberne Folierung und rote Elemente aufgewertet. Besonders der riesige Kühlergrill trägt das Rot und erinnert etwas an einen mit Lippenstift geschminkten Mund. Fehlen darf natürlich auch das Geburtstagslogo nicht. Ansonsten warten eine extra für das Jubiläumsmodell entworfene Frontschürze, Spiegelkappen, ein auffälliger Heckflügel und ein Heckschürzenset auf die Betrachter. Hier zeigt sich die Vierrohr-Abgasanlage sauber integriert und demonstriert das Potential des Sportlers. Abgerundet wird das Bild von 20-Zoll-Rädern vom TYP CR, die der Farbenlehre der Karosserie entsprechen.

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Grau, Rot und Schwarz: Das sind die Farben der Jubi-Modelle von ABT Sportsline

Doch auch die zivilere Variante, der Audi TT wurde von ABT angefasst und optimiert. So leistet die veredelte Version nun 310 anstatt der serienmäßigen 230 PS und trumpft mit einem Drehmoment von 440 Nm auf. Die Serie liegt bei 370 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 260 km/h und liegt nur fünf Stundenkilometer unter dem gedopten TTS. Hat ABT hier etwa Konkurrenz im eigenen Hause geschaffen?

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Nissan e-NV200 – Nun mit fünf Jahren Garantie

Nissan verlängert die Garantie für seinen Elektrotransporter e-NV200 auf fünf Jahre. Die bisherige Neuwagengarantie wird dafür kostenlos um einen zweijährige Anschlussgarantie erweitert. Der Umfang deckt mechanische und elektrische Komponenten des Lieferwagens ab und gilt auch für die Batteriekapazität. Darüber hinaus ist ein Pannendienst inbegriffen.

Der e-NV200 ist seit April 2014 erhältlich. Der kleine Transporter wird von einem 80 kW/109 PS starken E-Motor angetrieben und fährt pro Akkuladung bis zu 170 Kilometer weit. Die Nettopreisliste startet bei 20.352 Euro (brutto: 24.219 Euro) zuzüglich Batteriemiete (ab 73 Euro netto). Inklusive Akku gibt es den Kastenwagen ab 25.310 Euro (brutto: 30.119 Euro). (Holger Holzer/SP-X)

Porsche Cayman GT4 Clubsport – Der Budget-Rennwagen

Auf Basis des Cayman GT4 hat Porsche mit der Version Clubsport künftig ein günstiges Rennauto im Angebot. Statt Kunden den Umbau auf eigene Faust zu überlassen, haben die schwäbischen Ingenieure jetzt eine Racing-Version selbst auf die Slicks gestellt.

Der GT4 Clubsport bietet einen radikal entleerten Innenraum. Für den Fahrer gibt es einen engen Schalensitz, auf der Beifahrerseite befindet sich nur noch ein Feuerlöscher. Jede überflüssige Verkleidung ist rausgeflogen, nicht nur die Bedienelemente für die optionale Klimaanlage und der PDK-Wahlhebel hängen etwas verloren im Nichts.

Richtig gelesen, den Clubsport gibt es nur mit Doppelkupplungsgetriebe. Sowohl Profis als auch weniger geübte Lenker können im anspruchsvollen Rennstreckeneinsatz über Schaltwippen die Gänge wechseln und dabei beide Hände am Lenkrad behalten.

Anders als das Getriebe hat Porsche den Motor des Clubsport aus dem GT4 übernommen: Der aus dem alten Carrera S entliehene, noch freiatmende 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxer leistet 283 kW/385 PS und sorgt mit 420 Newtonmeter Drehmoment für einen heftigen Tritt ins Kreuz. Das Fahrwerk besteht zum Großteil aus 911-GT3-Komponenten. Außerdem gibt es eine mechanische Hinterachs-Quersperre und eine Rennbremsanlage. Ebenfalls serienmäßig: Ein eingeschweißter Überrollkäfig und ein 90-Liter-Tank, damit bei einem Verbrauch von rund 50 Litern pro 100 Kilometer im Renneinsatz eine gute Stunde ohne Tankstopp möglich ist.

Für 132.090 Euro bekommen die Kunden ein nur 1.300 Kilogramm schweres Rennauto, mit dem sie unter anderem bei der VLN Langstreckenmeisterschaft oder den GT4-Serien an den Start gehen können – und das bei Bedarf mit relativ wenig Aufwand. Wer kein komplettes Techniker-Team nebst mobiler Werkstatt mit zur Strecke bringen will, kann den GT4 Clubsport zuhause beim Porsche-Händler vorbereiten, und bei Bedarf nach dem Rennen dort auch wieder in Stand setzen lassen. (Michael Gebhardt/SP-X)

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120 Jahr ABT Sportsline: Innovation und Tradition I

Ein solches Firmenjubiläum muss natürlich gefeiert werden und deshalb legt der Kemptener Veredler ein paar besondere Eisen ins Feuer. Optimiert wurden der Audi Q3, der Audi TT und TTS sowie der Volkswagen Multivan T6. Sie sind nicht nur in ihrer Optik typische ABT, sondern überzeugen auch mit Ihrer Leistung , die bei allen angehoben wurde. Leider ist jedes Modell auf 40 Exemplare limitiert – aber das unterstreicht nur die Exklusivität der Jubi-Varianten. Read more

Ram Trucks geben ihr internationales Debüt in Hannover – Der Rammbock drängt in neue Märkte

Während die Vision des ehemaligen Daimler-Chefs Jürgen Schrempp, im Zusammenschluss mit der amerikanischen Marke Chrysler unter schwäbischer Führung eine „Welt AG“ zu erschaffen, jämmerlich gescheitert ist, hat sich die Fiat-Chrysler-Allianz zu einer echten Erfolgsstory entwickelt. Speziell die nach wie vor boomende Marke Jeep hat den Italienern schon ein ums andere Mal die Bilanz gerettet.

Zum Inventar des übernommenen US-Konzerns gehört aber auch noch der nach einem Rammbock benannte Hersteller Ram Trucks, der seine Produkte bisher ausschließlich auf dem nordamerikanischen Markt verkauft hat. Die Nutzfahrzeug-IAA in Hannover nutzten die US-Boys nun, um ihr Debüt auf dem internationalen Parkett zu verkünden. Der Chrysler-Ableger, dessen mächtige Pickups bis zum Fiat-Einstieg 2009 noch unter dem Label Dodge liefen, wurde unter italienischem Dach als eigenständige Nutzfahrzeug-Marke von den Dodge-Pkw abgetrennt und hat sich seitdem prächtig entwickelt.

Absatzsteigerungen gingen allerdings nicht allein auf das Konto der halbstarken US-Pritschenwagen, die mit großvolumigen V8-Hemi-Motoren ja schon Kultstatus besitzen. Vielmehr legten die Zulassungen auch deshalb signifikant zu, weil die italienische Konzern-mutter diverse Fiat-Nutzfahrzeuge in den Staaten unter dem Ram-Label mit dem markanten Widderkopf verkaufte und damit für eine deutliche Ausweitung der Modellpalette sorgte. So wird der Ducato in den USA als Ram ProMaster und der Doblo Cargo als Ram ProMaster City angeboten.

Bob Hegbloom, der Leiter von Ram Truck International bei Fiat Chrysler Automobiles (FCA) – so der offizielle Konzernname nach der 100-prozentigen Fiat-Übernahme im Januar 2014 -, sieht „die Zeit für eine Ausweitung des Geschäfts auf neue Märkte gekommen und die wich-tigste Messe in der Welt der Nutzfahrzeuge als perfekten Einstieg dazu“. Die Fans des V8-Pickups sollten sich allerdings nicht zu früh freuen. An eine baldige Präsenz auf dem deut-schen und europäischen Markt ist vorerst nicht gedacht.

Wirtschaftlich würde die Einführung einer neuen eigenständigen Marke keinen Sinn machen, solange die lediglich aus einem einzigen Nischenmodell besteht. Die restlichen Ram-Produkte sind hierzulande schließlich als Fiat-Modelle etabliert. Hegbloom denkt eher an den asiatischen Raum. „Der Mittlere Osten, Indien und vor allem China“, nennt der Amerikaner die Länder, in denen er großes Potenzial sieht. Diese Länder sind für die Nutzfahrzeug-Sparte Fiat Professional noch weiße Flecken auf der Landkarte. Über Ram Trucks könnte hier also auch Fiat neue Absatzmärkte erschließen.

Ach ja, das erste Ausstellungsfahrzeug in Hannover ist – natürlich – ein Ram 1500 Quad Cab Sport, der einen 385 PS starken 5,7-Liter-V8-Motor unter der gigantischen Haube mit einem Achtgang-Automatikgetriebe kombiniert. Der Benzinmotor des in Bright White lackierten Ram ist aber für den Betrieb mit Flüssiggas (LPG) umgebaut und bietet damit einen etwas günstigeren Verbrauch und eine größere Reichweite im Vergleich zur Benzinversion, denn das System arbeitet sowohl mit LPG als auch mit Benzin. Hierzulande müssen sich die Fans dieses US-Rammbocks den martialisch aussehenden Pickup weiterhin auf dem etwas um-ständlicheren Weg über den Hamburger Importeur A.I.C. besorgen. (Michael Lennartz)

VW Passat – Mittelmaß ohne Mittelmäßigkeit

Jeans oder Maßanzug? Chart-Hits oder Zwölftonmusik? Mallorca oder Trekkingtour im Himalaya? Es gibt so viele Möglichkeiten, sich von der Masse zu abzusetzen – da muss man das nicht auch noch mit seinem Auto tun. Denkt man. Und kauft sich einen VW Passat. Falsch macht man damit nichts.

Fast 60.000 Passat-Neuwagen sind im laufenden Jahr allein in Deutschland bereits zugelassen worden. Eines von 40 neuen Autos entstammt damit der Mittelklassebaureihe aus Wolfsburg beziehungsweise Emden. Nur der Golf kommt auf eine höhere Quote. Einen Originalitätspreis gewinnt man als Passat-Käufer also nicht. Vor allem nicht, wenn man auch noch den – Dieselskandal hin oder her – wohl gängigsten Motor wählt, den 2,0 Liter großen Vierzylinderdiesel in der Version mit 110 kW/150 PS.

Der Selbstzünder ist wie der ganze Wagen: In allen Belangen gut, ohne irgendwo wirklich Spitze zu sein. Ausgewogen halt. Allerdings durchaus auf hohem Niveau, wie der Passat bei jeder Gelegenheit klarmacht. Die in diesem Fall getestete Limousine wirkt mit ihrem zurückhaltend-elegant geschnittenen Blech und den mittlerweile 4,77 Metern Länge noch mehr als seine Vorgänger wie ein kleiner Phaeton. Von biederem Handelsvertreter-Flair ist nichts mehr zu spüren, mit ihm könnte selbst die Geschäftsführung ohne Gesichtsverlust vorfahren.

Am Motor fällt zunächst vor allem seine Unauffälligkeit auf, besonders die akustische
Am Motor fällt zunächst vor allem seine Unauffälligkeit auf, besonders die akustische

Der Innenraum kann sich gleichfalls sehen und anfassen lassen: Materialauswahl und Verarbeitung setzen immer noch den Klassenstandard diesseits der echten Premiumhersteller. Allerdings unterscheidet sich das Ambiente kaum von anderen Modellen der Marke. Und Originelles, Überraschendes oder gar einen echten Blickfänger sucht man vergebens. Die absichtlich anachronistische Analoguhr im Armaturenbrett wirkt da eher als etwas bemühter Versuch, dem Cockpit Oberklasseflair im Phaeton-Stil einzuhauchen. Jenseits von Geschmacksurteilen muss man dem Passat-Innenraum dennoch Respekt zollen. Das Platzangebot vorne wie hinten ist sehr gut, die Sitze ebenso. Ablagen sind in ausreichender Zahl vorhanden, die Bedienung ist einfach und durchdacht.

Ähnlich unaufgeregt fährt der Passat auch. Schon allein der lange Radstand sorgt für komfortables Gleiten, sämtliche Unbill des Straßenbaus steckt die Limousine klaglos weg. Ob lange Wellen, kurze Schläge oder schlechter Asphalt – wirklich irritieren lässt sich der VW nicht. Die große Tour beherrscht er also aus dem Effeff. Und auch kurvige Landstraßen oder stockenden Stadtverkehr kann er – auch wenn das insgesamt überzeugend sanfte Doppelkupplungsgetriebe die bauarttypisch leichte Bockigkeiten beim Langsamfahren und Rangieren noch nicht ganz abgelegt hat. Am Motor fällt zunächst vor allem seine Unauffälligkeit auf, besonders die akustische. Sobald er warm ist, lässt der gut gekapselte Vierzylinderdiesel kaum mehr etwas von sich hören. Außer man fordert ihn zum Überholen auf; das erledigt er souverän ohne nervige Turboverzögerung. Auch beim Anfahren kommt er ausreichend schnell in Tritt. Der Durchschnittsverbrauch von fünf bis sechs Litern auf 100 Kilometern geht ebenfalls in Ordnung. So gibt es zwar durchzugskräftigere, leisere oder sparsamer Motoren, in der Summe seiner Eigenschaften passt der Euro-6-Selbstzünder aber perfekt zum generell ausgewogenen Passat.

Einziger Wermutstropfen ist wie so oft bei VW der Preis. Mindestens 30.875 Euro werden für die Diesel-Limousine fällig, mit der zur Not verzichtbaren Automatik sind es 33.125 Euro. Wer den praktischeren Kombi in der gleichen Motorvariante wählt, zahlt 33.175 Euro beziehungsweise 35.425 Euro. Dazu kommt noch das Geld für die Ausstattung, denn das Basismodell hat zwar das Nötigste wie Klimaanlage und Radio an Bord, Vielfahrer würden sich aber auch über Extras wie Freisprechanlage, Tempomat oder die sehr rückenfreundlichen Ergositze freuen, so dass die Rechnung sich schnell in Richtung 40.000-Euro-Marke addiert.

Materialauswahl und Verarbeitung setzen immer noch den Klassenstandard diesseits der echten Premiumhersteller
Materialauswahl und Verarbeitung setzen immer noch den Klassenstandard diesseits der echten Premiumhersteller

Für Dienstwagenberechtigte ist das wohl eher zweitrangig, sie brauchen den Passat als schnelles, bequemes und nicht zu extrovertiertes Langstreckenauto. Doch auch wer die Limousine privat kauft und es individualistischer mag, wird heute bei VW nicht mehr komplett alleingelassen. Neben den auffälligen Lacktönen „Sand Gold“ und „Crimson Red“ gibt es schließlich zumindest den Kombi als „Alltrack“-Modell im Offroad-Stil. Ein bisschen von der Masse absetzen kann man sich also sogar mit einem VW Passat. (Holger Holzer/SP-X)

Mercedes-Maybach S 600 Pullman Guard – Bombensicherer Big-Benz

Vor allem Regierungsoberhäupter dürften jetzt hellhörig werden: Mercedes bietet den Maybach S 600 Pullman, also die Highend-Stretchversion der S-Klasse, künftig auch in einer besonders geschützten Guard-Ausführung an. Dank aufwendiger Panzerung soll sie sogar Bomben widerstehen soll.

Von außen sieht man dem S 600 Pullman Guard seinen gewaltigen Panzer kaum an
Von außen sieht man dem S 600 Pullman Guard seinen gewaltigen Panzer kaum an

Man soll es dem Mercedes-Maybach S 600 Pullmann Guard nicht gleich ansehen, dass er eine derartige Panzerung mit sich trägt. Der verborgene Schutzmantel soll im durchsichtigen wie undurchsichtigen Bereich Sprengbelastungen nach der Richtlinie ERV 2010 sowie Beschuss nach der Widerstandsklasse VR9 abwehren. Nicht nur Kugeln aus Sturmgewehren haben hier keine Chance, auch vor Minen, Handgranaten oder TNT-Bomben sollen Insassen sicher sein.

Um eine so aufwendige Panzerung zu realisieren, musste Mercedes bereits im Rohbauprozess die Grundstruktur stärken. Außerdem wurden Hohlräume mit Spezialstählen, Aramid- und PE-Komponenten aufgefüllt. Stolze 5,1 Tonnen bringt die mit Schutzmaterial vollgepropfte 6,5-Meter-Limousine auf die Waage. Allein die Einstiegstüren sind so schwer, dass Elektromotoren beim Öffnen und Schließen helfen müssen.

Der großzügige Fond des Mercedes-Maybach S 600 Pullman bietet eine Vis-à-vis-Bestuhlung
Der großzügige Fond des Mercedes-Maybach S 600 Pullman bietet eine Vis-à-vis-Bestuhlung

Neben dem besonderen Schutz bietet der S 600 Pullman außerdem reichlich Luxus. Bequeme Executive-Sitze mit enormer Beinfreiheit empfangen die Fahrgäste im vollständig belederten Fond. Diskrete Atmosphäre gewünscht? Per Knopfdruck schieben sich Vorhänge vor die hinteren Fenster, außerdem gibt es eine absenkbare Trennscheibe zum Fahrerbereich, die sich auf Wunsch auch undurchsichtig machen lässt.

Standesgemäß ist auch die Motorisierung: Hier kommt der V12-Biturbo-Motor zum Einsatz, der 390 kW/530 PS sowie 830 Newtonmeter Drehmoment bereitstellt. Wenn auch ein eigentlich souveräner Antrieb, darf der Pullman Guard maximal nur 160 km/h schnell fahren.

6,5 Meter lang, 5,1 Tonnen schwer und 1,4 Millionen Euro teuer: Der Mercedes-Maybach S 600 Pullman Guard ist ein Mobil der Superlative
6,5 Meter lang, 5,1 Tonnen schwer und 1,4 Millionen Euro teuer: Der Mercedes-Maybach S 600 Pullman Guard ist ein Mobil der Superlative

Ausliefern will Mercedes die ersten Guard-Varianten des S 600 Pullman in der zweiten Hälfte 2017. Während die ungepanzerte Version rund eine halbe Million Euro kostet, müssen Kunden für die Guard-Version in Deutschland 1,4 Millionen Euro bezahlen. (Mario Hommen/SP-X)

Ferrari GTC4 Lusso T Concept – Neue Basis

Ferrari wird auf dem Pariser Autosalon (1. – 16. Oktober) eine V8-Version des GTC4 Lusso als Konzeptfahrzeug vorstellen. Der Shooting-Brake-Viersitzer bietet einen konkreten Vorgeschmack auf eine Serienversion, die schon bald einen günstigeren Einstieg in die GTC4-Baureihe erlauben dürfte.

Wie bereits die V12-Version des GTC4 Lusso wird auf das V8-Derivat mit mitlenkender Hinterrachse kommen
Wie bereits die V12-Version des GTC4 Lusso wird auf das V8-Derivat mit mitlenkender Hinterrachse kommen

Von einer Einstiegsversion zu sprechen, wäre in diesem Fall allerdings unangemessen. Der 3,9-Liter-V8-Turbomotor leistet imposante 610 PS und 760 Newtonmeter. Fahrleistungen werden nicht genannt, doch dürfte der GTC4 Lusso T nur etwas langsamer als die 690 PS starke V12-Version sein, die den Sprint aus dem Stand auf 100 in 3,4 Sekunden erledigt und bis zu 335 km/h schnell wird.

Anders als die allradgetriebene V12-Version wird GTC4 Lusso T über einen reinen Heckantrieb verfügen
Anders als die allradgetriebene V12-Version wird GTC4 Lusso T über einen reinen Heckantrieb verfügen

Ferrari verspricht für die V8-Version einen markigen Motorsound und messerscharfes Handling. Letzteres sollen unter anderem die mitlenkende Hinterachse als auch die jüngste ESP-Generation 9.0 garantieren. Anders als beim allradgetriebenen V12 wird der Lusso T über einen Heckantrieb verfügen. Auch deshalb dürfte sich die V8-Version preislich deutlich unterhalb des rund 260.000 Euro teuren V12 bewegen und vermutlich auch deutlich weniger als 15 Liter verbrauchen. (Mario Hommen/SP-X)

Seat Ateca – Abgasprobleme sorgen für Lieferstopp

Wegen Problemen mit der Abgasreinigung muss Seat den Produktionsstart für eine Dieselvariante des Kompakt-SUV Ateca verschieben. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung „berichtete, ist das besonders beliebte Frontantriebsmodell mit zwei Litern Hubraum und 110 kW/150 PS von der Verzögerung betroffen; der Hersteller hat es bereits vorläufig von der Liste bestellbarer Modellvarianten gestrichen.

Seat will den Ateca 2.0 TDI entgegen den ursprünglichen Plänen nun doch mit einem SCR-Katalysator ausrüsten, der den Stickoxidausstoß (NOx) deutlich mindert. Wann die Auslieferung des modifizierten Fahrzeugs startet, sagt das Unternehmen noch nicht. Kunden, die das entsprechende Modell bereits bestellt haben, soll die Möglichkeit zum Wechsel auf eine andere Variante gegeben werden. Darüber hinaus will Seat ihnen „ein Mobilitätsangebot“ machen, bis der neue Ateca ausgeliefert wird.

Zur Art der Abgasprobleme äußert sich Seat nicht. Da nun aber mit einem NOx-Minderungssystem nachgebessert wird, dürfte das Kompakt-SUV wohl an den Grenzwerten dieses Schadstoffs gescheitert sein. Das gleiche Gas war auch Auslöser des Volkswagen-Skandals. Andere Ausführungen des Ateca sind offenbar nicht betroffen. Bei der Allradvariante mit gleichem Motor beispielsweise kam von vornherein ein SCR-Katalysator zum Einsatz, während das 2WD-Modell mit dem weniger leistungsfähigen NOx-Speicherkat Vorlieb nehmen musste. Ob der Preis für den Frontantriebs-Diesel angesichts der nun nötigen aufwendigeren Technik steigt, ist noch nicht klar. Zuletzt kostete das Modell 27.560 Euro, die Allradausführung mit SCR-Technik kommt auf 29.410 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

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Neuer Elektro-Smart – Erstmals zu dritt

Smart bietet seine neue Kleinstwagen-Generation ab Anfang 2017 wieder mit Elektro-Antrieb an. Während sich an der Technik gegenüber dem Vorgänger nur Details geändert haben, gibt es nun bei den Karosserieversionen Zuwachs: Erstmals ist neben dem zweitsitzigen Fortwo und dem davon abgeleiteten Cabrio auch der viersitzige Forfour mit Batterieantrieb zu haben. Die Preise starten bei 21.940 Euro und damit 1.740 Euro unter denen des Vorgängers.

Die Preise starten bei 21.940 Euro und damit 1.740 Euro unter denen des Vorgängers
Die Preise starten bei 21.940 Euro und damit 1.740 Euro unter denen des Vorgängers

Für den Antrieb der drei neuen Modelle übernimmt Smart weitgehend die Technik des Vorgängers. Im Heck der Kleinstwagen sitzt der aus dem bisherigen Brabus-Sondermodell bekannte E-Motor mit 60 kW/81 PS, dessen Drehmoment jedoch von 135 auf 160 Nm steigt. Der bei der Daimler-Tochter Accumotive gefertigte Lithium-Ionen-Akku hat unverändert eine Kapazität von 17,6 kWh, die Normreichweite steigt leicht von 145 Kilometern auf 160 Kilometer.

Verbesserungen verspricht Smart bei der Ladezeit. An der Haushaltssteckdose soll das Auffüllen des Stromvorrats dank eines neuen On-Board-Ladegeräts nun 40 Prozent schneller gehen und nach sechs Stunden abgeschlossen sein. An einer Wallbox dauert der Vorgang 3,5 Stunden. Im Laufe des kommenden Jahres darüber hinaus gegen Aufpreis wieder ein 22-kW-Schnelllader zu haben sein, der den Akku in 45 Minuten füllt. In der vergangenen Generation kostete die Sonderausstattung rund 3.000 Euro.

Die E-Mobile starten Anfang 2017
Die E-Mobile starten Anfang 2017

Premiere feiern die drei neuen Smart-Stromer auf dem Pariser Salon (1. bis 16. Oktober). Kurze Zeit später gehen sie zunächst in den USA auf den Markt, Anfang 2017 ist Europa dran. Das Fortwo Cabrio wird in Deutschland dann 25.200 Euro kosten, der Forfour 22.600 Euro. Gegenüber den konventionell motorisierten Modellen entspricht das einem Aufpreis von rund 10.000 Euro, der teilweise durch bessere Ausstattung ausgeglichen wird. Ein Angebot zum Kauf des Fahrzeugs ohne Batterie mit anschließender Miete des Stromspeichers wird es künftig nicht mehr geben. (Holger Holzer/SP-X)

Dauertest-Notizen: Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander 2016

Notizen aus dem Dauertest-Alltag mit dem Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

Wie sehr nervt der Stecker?

Null. Gar nicht. Es ist im Prinzip erstaunlich, wie schnell man sich daran gewöhnt. Wobei die Hauptnutzung des Fahrzeuges als „Familien-SUV“ auch dafür sorgt, dass man prinzipiell zu Hause in der eigenen Garage lädt. Wir haben hierfür eine 22 kW-fähige mobile Wallbox angeschafft. Die ist für den Plug-in Hybrid Outlander massiv überdimensioniert, verleiht aber Freiheiten, die man sonst nicht hätte. Die von „CAR-GO-ELECTRIC“ stammende Multicharger-Ladebox mit 22 kW und Typ-2 Dose hat sich als extrem praktisch herausgestellt. Bei uns hängt die mobile Wallbox in der Garage und der Stecker für den Outlander PHEV ist dort eingesteckt. Das Garagentor zumachen und zuvor das Auto an den Strom stecken? Mittlerweile ein Handgriff. Unser Outlander-Testwagen wird primär über die 3.7 kW-Option geladen, der ChaDeMo kommt kaum zum Einsatz. Das Fahrzeug an den Strom zu stöpseln ist so normal geworden, wie Türen zu verriegeln oder ähnliches.

Fazit: Nein, ein Auto per Stecker „tanken“ nervt nicht. Im Gegenteil, unsere 2-Jährige wunderte sich zuletzt, als ein anderes Testfahrzeug zum „Tanken“ an die Tankstelle musste. Die Zeiten ändern sich eben.

Was macht der aktuelle Verbrauch?

Aktuell liegen wir wieder deutlich unter der NEFZ-Angabe. Mit 1.44 Litern auf 100 km (ausgerechnet auf 2.600 km) können wir die Vorteile des Plug-in Hybriden im Alltag vollständig nutzen. Viele Fahrten laufen unterhalb der 40 km Grenze ab und sind rein elektrisch.

Was ist bislang kaputt gegangen?

Nichts. Es ist fast ein wenig frustrierend. Wir sind bald über 30.000 km mit unseren PHEVs gefahren und nichts ist kaputt gegangen. Gar nichts.

Was würden wir anders machen?

Wir würden dem Plug-in Hybrid Outlander einen „pure EV“ Mode verpassen. Es gibt Tage, da möchte man nicht auf das Gaspedal aufpassen und dennoch rein elektrisch fahren. Ein „Pure EV-Mode“ könnte da Abhilfe schaffen. Und wir würden dem Outlander 2x 230 Volt-Steckdosen im Innenraum gönnen. Da das Projekt mit der Bi-Direktionalen Powerbox bislang nicht richtig zum Laufen kommt, wären klassische Schuko-Steckerbuchsen ein Anfang. Denn mit der Power eines Akkus könnte sich ein Outlander Plug-in Hybrid auf dem Campingplatz als „mobiler“ Stromgenerator ganz gut machen. Apropos Camping: Wir sind den Test mit dem Anhänger noch schuldig. Der wird nachgeholt und kommt! Versprochen ist versprochen!

 

 

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Der Alltag im Outlander Plug-In Hybrid

Ich freue mich darauf, auch in der Zukunft weitere Fragen beantworten zu dürfen. Wenn Sie ein Thema haben, dass noch nicht bearbeitet wurde, Sie aber interessiert, schreiben Sie mir!
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Was für ein Krimi! Der VLN Lauf Nummer 8 am Nürburgring 2016

Filmreifes Finish: Haribo-Racing feiert zweiten Saisonsieg

Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring war gleich in mehrfacher Hinsicht filmreif. Handlungsstrang Nummer eins: In einem packenden Finish setzten sich Kevin Estre und Earl Bamber im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,371 Sekunden gegen Uwe Alzen und Lance David Arnold im Mercedes-AMG GT3 des Haribo Racing Teams durch. Die Freude über den Sieg währte aber nur kurz, denn gegen das Manthey-Duo wurde nach dem Rennen eine 35-Sekunden-Zeitstrafe wegen Überholens unter gelber Flagge verhängt. So blieb ihnen nur Platz zwei vor Peter Dumbreck und Martin Ragginger im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports. Handlungsstrang Nummer zwei war der Kampf um die Meisterschaft. Alexander Mies und Michael Schrey fuhren nach sieben Klassensiegen in Folge beim 48. ADAC Barbarossapreis im BMW M235i Racing Cup nur auf Rang drei. Die erbeuteten Punkte reichen den beiden Piloten von Bonk-Motorsport jedoch, um ihre überlegene Spitzenposition in der Tabelle zu verteidigen. Unter normalen Umständen ist Mies und Schrey der Titel nicht mehr zu nehmen, die Chancen der Konkurrenten sind rein theoretischer Natur.

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Christian Krognes hatte im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop im Zeittraining mit einer Rundenzeit von 7:53,375 Minuten die Pole-Position errungen. Teampartner Jesse Krohn übernahm nach dem Start die Führung und verteidigte sie gegen den Haribo-Mercedes-AMG GT3, den Manthey-Porsche 911 GT3 R und den Lexus RC F GT von Dominik und Mario Farnbacher. Der Dritte im Walkenhorst-Fahrerteam, der Schwede Victor Bouveng, kam wegen eines Unfalls in Runde zwölf nicht mehr zum Einsatz. Der Farnbacher-Lexus, der für einen Umlauf die Führung übernahm, schied nach 14 Runden vorzeitig aus, als das Fahrzeug beim Boxenstopp Feuer fing. Dabei wurde ein Mechaniker verletzt, der mit Verbrennungen an den Händen im Krankenhaus stationär behandelt wird.

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Führungskilometer sammelten ebenfalls der Frikadelli-Porsche (Klaus Abbelen, Patrick Huisman, Norbert Siedler und Sabine Schmitz wurden am Ende Sechste) und der Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon, mit dem Manuel Metzger allerdings in Runde 18 in der Hohenrain-Schikane wegen Flüssigkeit auf der Strecke (nach einem vorangegangenen Unfall) in die Streckenbegrenzung flog.

„Die letzten Runden in der Box zu verfolgen, war für mich die Höchststrafe“, gestand Uwe Alzen. „Das war ein unglaubliches Finish.“ Teamkollege Lance David Arnold ergänzte: „Wir hatten heute keine Zeit zum Verschnaufen, mussten jede Runde am Limit fahren.“ Nach seinem Sieg beim sechsten Lauf feierte das Haribo Racing Team nicht nur den zweiten Saisonsieg, sondern auch den dritten Podestrang in Folge. „Das ist vor allem für unser Team ein großartiger Erfolg“, bilanzierte Alzen. „Wir haben lange dafür gearbeitet und in den letzten zwei Jahren auch den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen müssen. Umso schöner, dass es aktuell für uns so gut läuft.“

Auch wenn es am Ende nicht den Sieg zu feiern gab, zeigte sich Kevin Estre erleichtert. „Ich bin nach meinem Crash beim 24h-Rennen zum ersten Mal wieder auf der Nordschleife gefahren“, sagte der Franzose. „Von daher fühlt es sich sehr gut an, das Rennen erfolgreich beendet zu haben.“ Mit der Performance des 911 GT3 R war auch der Drittplatzierte Peter Dumbreck zufrieden: „Unser Team hat den Porsche sehr gut weiterentwickelt, und wir haben einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.“

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Ein neuer Rundenrekord gelang Nico Verdonck im Ford GT von H&R Spezialfedern. Im zweiten Umlauf umrundete der Belgier die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses und Nordschleife in 7:58,558 Minuten. Damit unterbot er die bisherige Bestzeit von Jens Klingmann, der 2014 mit einer Zeit von 7:59,045 Minuten als erster Fahrer die 8-Minuten-Marke geknackt hatte.

Mies und Schrey: uneinholbar in Führung, aber eben noch keine Meister
Das Saisonrennen Nummer acht war für Alexander Mies und Michael Schrey eine Zitterpartie. Nach sieben souveränen Klassensiegen im BMW M235i Racing Cup riss die Glückssträhne. Im Training kam Mies von der Strecke ab und beschädigte sein Auto. „Sieben Rennen lang hat unser BMW keinen Kratzer abbekommen und jetzt das“, ärgerte sich Mies. Die Bonk-Mannschaft leistete Großes und brachte den M235i rechtzeitig an den Start. Von Position drei aus gestartet, fiel das Duo in der Anfangsphase ans Ende des Feldes zurück: Mies musste auf der Strecke anhalten, um seinen Sitz neu zu justieren. Danach starteten er und sein Kollege eine fulminante Aufholjagd, die sie bis auf Rang drei in der mit 20 Fahrzeugen erneut stark besetzten Cup-Klasse nach vorne brachte. Damit liegen Schrey und Mies nach acht Rennen in der Meisterschaft praktisch uneinholbar in Führung. Zwar wäre es den Verfolgern rein rechnerisch möglich, den beiden den Titel noch streitig zu machen; bei den bisherigen Durchschnittszahlen in den in Frage kommenden Klassen ist dies jedoch nur theoretischer Natur, so dass für Bonk-Motorsport am Ende der Saison der vierte VLN-Titel zu Buche stehen wird.

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Der Sieg in der BMW-Cup-Klasse ging an Heiko Eichenberg, der als Solist im M235i des Teams Securtal Sorg Rennsport seinen zweiten VLN-Klassensieg feierte. Die Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing entschieden Marc Hennerici und Moritz Oberheim erneut für sich. Ihr sechster Klassensieg bedeutet gleichzeitig den vorzeitige Titelgewinn der in diesem Jahr neu eingeführten Cayman-Trophy. Derweil haben Manuel Amweg und Thomas Lampert vom Toyota Swiss Racing Team mit ihrem vierten Klassensieg 2016 die Tabellenführung im TMG GT86 Cup ausgebaut.

Der neunte Saisonlauf findet bereits in zwei Wochen am 8. Oktober statt. Das DMV 250-Meilen-Rennen – Ausrichter ist der MSC Adenau – führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Seat Ateca X-Perience – Iberischer Iltis

Auf dem ersten Blick könnte man meinen, Seat will mit dem Ateca X-Perience Militärs als neue Zielgruppe ins Visier nehmen. Die Konzernmutter VW hat das mit dem Iltis ja vor Jahrzehnten erfolgreich vorgemacht. In Wahrheit soll das matte Olivgrün der Außenhaut allerdings Abenteuer-Flair vermitteln, mit dem der Ateca X-Perience auf dem Pariser Autosalon (1. – 16. Oktober) mehr Lust auf Kraxeltouren machen soll.

Sehr wahrscheinlich gibt die Studie Ausblick auf eine künftige Ausstattungsvariante des neue Seat Ateca
Sehr wahrscheinlich gibt die Studie Ausblick auf eine künftige Ausstattungsvariante des neue Seat Ateca

Das gelingt dem Konzeptfahrzeug vor allem über die Optik. Untenrum ist Fahrzeug etwas robuster ausgelegt, wie etwa mit seiner Frontschürze mit angedeutetem Unterfahrschutz. Der olivgrüne Außenlack ist zudem weniger empfindlich, während die grobstolligen Reifen selbst mit schlammigem Untergrund gut zurechtkommen dürften. Das Naturfarbthema der Außenhaut setzt sich im Innenraum übrigens fort. Neben Wildledersportsitzen gibt es dort zudem noch dicke Gummimatten.

Im Innenraum des Seat Ateca X-Perience setzt sich das Farbthema der Außenhaut fort
Im Innenraum des Seat Ateca X-Perience setzt sich das Farbthema der Außenhaut fort

Antriebsseitig kommt bekannte Serientechnik zum Einsatz. Der 2.0 TDI leistet 140 kW/190 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment, die via 7-Gang-DSG und Haldex-4×4 an Vorder- und Hinterachse bedarfsgerecht verteilt werden. Offroad-Schmankerl wie eine Getriebereduktion oder Differenzialsperren wurden hingegen keine montiert.

Unter anderem mit grobstolligen Reifen und angedeutetem Unterfahrschutz soll die Ateca-Studie mehr Offroad-Kompetenz versprühen
Unter anderem mit grobstolligen Reifen und angedeutetem Unterfahrschutz soll die Ateca-Studie mehr Offroad-Kompetenz versprühen

Offiziell handelt es sich beim Ateca X-Perience zwar um eine Studie, allerdings hat diese wohl seriennahen Charakter. Sehr wahrscheinlich wird eine entsprechende Variante schon bald das Ateca-Portfolio nach oben hin abrunden. (Mario Hommen/SP-X)

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Einblicke in die Zukunft der Trucks – ZF Innovation Truck

Wie zeigt man, was man im Alltag nicht sehen kann? Wie erklärt man, was automatisch abläuft? Wie demonstriert man die Kompetenz, wenn die eigenen Produkte immer unter dem Label der großen Marken bekannt werden? So wie es ZF auf der Nutzfahrzeug-Messe 2016 in Hannover getan hat. Mit einem Truck aus Acryl-Glas.

Der ZF Innovation Truck, der Sicherheit unter das Blechkleid geschaut

ZF hat eine Vision. Die „Vision Zero„. Und damit 100% Sicherheit. Die Vision des unfallfreien Fahrens. Aber ZF baut doch gar keine Autos? Stimmt. Die Fahrzeuge kommen von den großen Marken, aber ohne die großen Zulieferer gäbe es keinen Fortschritt. Und ZF ist einer der Schrittmacher für diesen Fortschritt. Man forscht, man entwickelt und dann bietet man komplette Systemlösungen an. Die Automobil-Hersteller bedienen sich an diesen Baukästen.

Global Press Event ZF TRW 002 Truck LKW Sicherheit

SEE. THINK. ACT.

Es sind die Systeme von ZF, die Fahrzeugen dabei helfen, die Umgebung zu erfassen, Situationen zu beurteilen und dann entsprechend zu reagieren. Vom Radarsystem über Kamera-Einheiten bis zur aktiven Hinterachslenkung und den integrierten Bremssystemen. Es ist Know-how aus Deutschland, Know-how von ZF, mit dem Autos seit Jahren sicherer und intelligenter werden. Für den Konzern ZF, groß und bekannt geworden durch aufwendige Mechanik, Präzision und die Expertisen bei der Getriebe-Herstellung, ist der Wandel in der Automobil-Industrie eine spannende Herausforderung. Den Veränderungen trägt man Rechnung. Weg von der reinen Mechanik, hin zu einem Konzern, der alle Disziplinen des modernen Fahrzeugbaus kombiniert. Das Streben nach Effizienz und dem Absenken von Emissionen führt zu elektrischen Antrieben. Die Elektrifizierung steht vor dem Durchbruch. Und gleichzeitig werden unsere Autos immer intelligenter. Clevere Büchsen auf Rädern, die uns schon bald autonom von A nach B bringen werden. Und ZF sieht sich an der vordersten Front in der Entwicklung der Zukunftstechniken.

Vom PKW zum LKW

mein-auto-blog ist als reines Autoblog gestartet, die Welt der Trucks war außen vor. Doch in dieser Welt tut sich noch viel mehr als bei den PKW. Es ist also an der Zeit, sich dort ein wenig mehr umzuschauen! Die berühmte „letzte Meile“, der Stadtlieferverkehr – er nimmt weiter zu und wird immer wichtiger. Gleichzeitig ist die Globalisierung ohne Fernlastverkehr nicht mehr vorstellbar.

Sicherheit im professionellen Lastverkehr? Ein wenig beachtetes Thema. In die Schlagzeilen gerät es nur, wenn wieder einmal ein LKW in ein Stauende fährt. Dass sich beim Thema Sicherheit bei den LKW aber ebenso viel tut, zeigt ZF mit seinem „Innovation-Truck“.

Sicherheit für Brummi-Fahrer

Zusammen mit den Kollegen von rad-ab.com und ausfahrt.tv hat sich mein-auto-blog auf der Nutzfahrzeug-IAA auf dem Stand von ZF umgeschaut. Und ZF hat sich ein besonderes Schaustück einfallen lassen. Einen Truck vollständig aus Acrylglas. An diesem Truck wird einem dann erstmalig bewusst, wo überall ZF drinsteckt. Am besten, ihr schaut Euch das VIDEO an!

Wer mehr zum Thema Sicherheit und Zukunft erfahren möchte, der sollte sich das ZF -Magazin „drive“ herunterladen (klick).

 

 

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