5x: Diese Autos wollen wir auch – Exotisch-erotisch

Unsere Konsumwelt wird immer mehr zu einem globalisierten Einheitsbrei. Fußgängerzonen sind, von wenigen Details abgesehen, international austauschbar geworden. Auch in der Autoindustrie gibt es diese Gleichmacherei, da zunehmend mehr Hersteller auf Modelle für möglichst viele Märkte setzen. Und doch verlangen einige Regionen noch immer nach ganz speziellen Autos, die anderen vorenthalten bleiben. Wir stellen fünf Mobile vor, die das Straßenbild hierzulande durchaus bereichern könnten.

Einer dieser Kopfverdreher kommt aus Australien und hört auf den für deutsche Ohren etwas kuriosen Namen Ute. Gemeint ist eine kuriose Mischung aus Pick-up und Sportlimousine. In Down Under hat dieses Fahrzeugsegment den Namen Utility bekommen. Ute ist einfach nur die Kurzform. In seiner schärfsten Ausbaustufe kann der Holden Ute aus einem Sechsliter-V8 über 540 PS und fast 700 Newtonmeter Drehmoment mobilisieren, um die maximal eine Tonne Ladegut zu bewegen. Nach Deutschland hat es Ute bislang nicht verschlagen. Es wurden allerdings schon Exemplare dabei beobachtet, wie sie auf dem Nürburgring einige Runden drehten. Kein Wunder, denn der Holden Ute wurde als Vauxhall Maloo R8 LSA seit einiger Zeit in Großbritannien offiziell vertrieben. Als Rechtslenker, versteht sich.

Großes Auto, große Leistung: Mit dem Ford F-150 Raptor wird die Pampa zur Autobahn
Großes Auto, große Leistung: Mit dem Ford F-150 Raptor wird die Pampa zur Autobahn

Eine andere Pick-up-Ikone, ein anderer Kontinent: Raptor heißt das Allradmonster von Ford. Genauer gesagt F-150 Raptor. Auch dieser gewaltige Laster bietet eine besonders reizvolle Mischung aus Nutzwert und Sportlichkeit. Mit mächtigen 450 PS kann man den Hochbeiner durch die Pampa scheuchen, als sei sie asphaltiert. Ganz klar ein Machoauto für Angeber. Doch wer mit diesem Monstertruck auf einem hiesigen Aldiparkplatz vorfährt, hat die Aufmerksamkeit der Umstehenden für sich gepachtet. Unmöglich ist der Raptor-Traum nicht, denn es gibt einige Importeure, die es wagen, ihn auch in Deutschland anzubieten.

Honda S660: Der kleine Open-Air-Feger kostet in Japan umgerechnet nur rund 15.000 Euro
Honda S660: Der kleine Open-Air-Feger kostet in Japan umgerechnet nur rund 15.000 Euro

Aus ganz anderem Holz ist ein Zwerg von Honda geschnitzt. S660 heißt der noch frische Roadster, der in der in Japan so beliebten Kei-Car-Klasse antritt. Im Land der aufgehenden Sonne begünstigt das Besteuerungssystem Modelle im Zwergformat mit höchstens 660 ccm Hubraum. Aus europäischer Sicht treibt dieser Minimalismus bisweilen seltsame, aber auch wie im Fall des S660 faszinierende Blüten. Der zweisitzige Mini-Roadster hat einen 0,7-Liter-Benziner, der mit 64 PS sogar ein wenig Fahrspaß erlaubt. Vor allem aber auffallen könnte man mit diesem Liliput-Exoten in Deutschland. Und dann wäre der Micro-Flitzer nicht mal teuer: Rund 15.000 Euro muss man umgerechnet für den S660 in Japan bezahlen. Für einen Roadster ein eigentlich niedriger Kurs. Allerdings: Die Kosten für einen Import nach Deutschland samt Einzelabnahme dürften eine deutlich höhere Summe verschlingen.

Holden VF SSV Ute: Die Mischung aus Pick-up und Limousine kommt bei Australiern gut an. Und viel PS dürfen die Kleinlaster auch noch haben
Holden VF SSV Ute: Die Mischung aus Pick-up und Limousine kommt bei Australiern gut an. Und viel PS dürfen die Kleinlaster auch noch haben

Teurer und exklusiver ist der ebenfalls aus Japan stammende Mitsuoka Roadster. Mitsuoka ist auch so ein ganz spezielles Nippon-Phänomen. Es handelt sich um einen Kleinserienhersteller, der schwülstig-barocke Modelle anbietet, die in etwas skurriler Weise Ähnlichkeiten mit historischen britischen Autos aufweisen. Besagter Roadster ähnelt zum Beispiel entfernt dem Jaguar XK 120 aus den 1950er-Jahren. Vielleicht beim dritten Hinsehen kann man allerdings erkennen, dass eine ganz moderne Basis unter seiner ausladenden Blechhaut steckt: Ein Mazda MX-5 verbirgt sich unter der von Mitsuoka drastisch modifizierten Karosserie. Seit gut einem Jahr gibt es den Roadster sogar in Großbritannien für umgerechnet gut 75.000 Euro. Mittlerweile werden auch fast neuwertige Gebrauchtexemplare von Mitsuoka UK für rund 45.000 Euro angeboten. Allerdings als Rechtslenker, versteht sich.

Mit diesem Umbau eines BMW 3er Coupés von Bilenkin aus Moskau wird man ganz sicher auffallen
Mit diesem Umbau eines BMW 3er Coupés von Bilenkin aus Moskau wird man ganz sicher auffallen

Ebenfalls bis zur Unkenntlichkeit modifiziert wird in Moskau ein ebenfalls guter Bekannter. Der Karossier Bilenkin macht aus dem zwischen 2005 und 2013 gebauten BMW 3er Coupé ein optisch radikal anderes Retromobil, mit einer ganz eigenen Ausstrahlung. Während die Außenoptik Erinnerungen an die 60er-Jahre-Ikone Volvo P 1800 weckt, fasziniert der Innenraum mit einem radikal-barocken Restyling, das verschiedenste Stilelemente in schriller und irgendwie doch faszinierender Weise vermengt, obgleich die Technik zeitgemäße Standards bietet. Vorgestellt haben die Russen ihre Umbauten 2015 in Dubai, was auch verdeutlicht, wie es um die Möglichkeiten steht, einen Bilenkin nach Deutschland zu bekommen: Gut, wenn man bereit ist, eine Summe zu investieren, die zumindest Otto Normal als absurd hoch erscheinen dürfte. (Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Neues zum Apollo Arrow – Italo-Connection

Aus der Konkursmasse der Gumpert Sportmanufaktur hat sich mit chinesischem Geld die Sportwagenmarke Apollo Automobil neu formiert. Im März 2016 konnte das wiederbelebte Projekt mit der Studie Arrow auf dem Genfer Autosalon für Aufmerksamkeit sorgen. Zumal die Aussicht auf die Produktion eines Serienmodells angedeutet wurde. Wann und wie es mit dem Projekt vorangeht, haben die Macher jetzt verraten.

Unter dem Projektnamen Titan arbeitet Apollo derzeit an einer reinen Rennwagen-Variante des Arrow. Dafür haben sich die Apollo-Verantwortlichen mit Scuderia Cameron Glickenhaus (SCG) und der Manifattura Automobili Torino (MAT) kompetente Entwicklungspartner ins Boot geholt. MAT hat schon Projekte wie etwa im Jahr 2010 den New Stratos oder 2015 den Rennwagen Glickenhaus SCG 003C gestemmt. Dieser Glickenhaus soll übrigens auch in einer Straßenversion namens SCG003S auf dem Genfer Autosalon 2017 debütieren.

Neben einer Rennversion soll es auch eine Straßenversion des Arrow geben. Derzeit ist die Manifattura Automobili Torino in dem Projekt involviert
Neben einer Rennversion soll es auch eine Straßenversion des Arrow geben. Derzeit ist die Manifattura Automobili Torino in dem Projekt involviert

Für Apollo werkelt man parallel bei MAT an einer V12-Saugmotor-Version des Arrow, die sich dann im Sommer 2017 auf dem Festival of Speed in Goodwood erstmalig zeigen soll und vermutlich in der darauffolgenden 2018 ihre ersten Renneinsätze haben dürfte. Parallel wird außerdem die Straßenversion Arrow S weiterentwickelt, die dann, wie schon die Genf-Studie, über einen V8-Biturbomotor verfügen soll. Die Leistung des auf der Frühjahrsmesse vorgestellten Prototypen wurde mit 1.000 (Mario Hommen/SP-X)

Fiskers neue Flunder – Comeback mit Tesla-Fighter

Obwohl der Auto-Designer Henrik Fisker mit seinem Projekt Fisker Karma im Jahr 2013 wirtschaftlichen Schiffbruch erleiden musste, ist der Däne in Sachen Autobau umtriebiger denn je. Neben seinem Engagement bei VLF Automotive arbeitet der Erschaffer von BMW Z8 und Aston Martin DB9 unter dem Namen Fisker Inc. an einem E-Mobil, das neue Maßstäbe setzen soll.

Erste Bilder zeigen einen flach bauenden, sportlichen Viertürer mit gegenläufig nach oben öffnenden Türen. Markante, sichelförmige LED-Adaptivscheinwerfer und eine mit diversen Luftöffnungen dramatisch inszenierte Front versprechen coole Optik und gehobene Dynamik. 265 km/h hat Fisker bereits als Höchstgeschwindigkeit verlauten lassen.

Für ein Elektroauto eine selbstbewusste Zahl, doch noch wesentlich selbstbewusster kündigt Fisker den Stromer sogar als Game Changer an. Zumindest in Hinblick auf die Batterietechnik soll das Fahrzeug einen Paradigmenwechsel einleiten, den Fisker mit seiner Firma Nanotech erreicht haben will. Eine neue Technik soll vergleichsweise kleine Stromspeicher mit großer Reichweite erlauben. Zudem sollen die Batterien kostengünstiger sein als zum Beispiel die von Tesla verwendeten. Statt die derzeit übliche Lithium-Ionen-Technik will der Designer Supercaps auf Graphen-Basis einsetzen. Der Däne verspricht ein Reichweitenfenster von über 400 Meilen, was mindestens 640 Kilometern entspricht.

Auch ein Bild von der Front des kommenden E-Mobils hat Fisker bereits auf Twitter veröffentlicht
Auch ein Bild von der Front des kommenden E-Mobils hat Fisker bereits auf Twitter veröffentlicht

Bei der Karosserie sollen vor allem Aluminium und Carbon als Werkstoffe zum Einsatz kommen, was ein besonders niedriges Gewicht verspricht. Außerdem hat Fisker angekündigt, das Fahrzeug mit einer Technik auszustatten, die vollautonomes Fahren ermöglichen soll. Auch einen Preis hat der Autodesigner angedeutet: Der Hightech-Stromer soll in etwa so viel wie ein Tesla Model S in der Topversion kosten. In Deutschland liegt der Preis für ein 90D bei etwas über 100.000 Euro.

Ein wenig Zeit wird es allerdings dauern, bis ein neuer Fisker-Stromer der Konkurrenz das Fürchten lehren kann. Nächstes Jahr soll ein Prototyp fertig werden, doch bis eine echte Serienproduktion starten kann, dürfte noch deutlich mehr Zeit vergehen. (Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Neues VW-SUV feiert Premiere in den USA – Atlas nicht für alle Welt

Der amerikanische Volkswagen-Chef Hinrich J. Woebcken muss sich wohl ein wenig wie ein Elfmeter-Schütze fühlen, der zum alles entscheidenden Schuss anläuft. Einem, der einfach treffen muss. Geht er daneben, droht der Abstieg aus der ersten Liga. Das historische Santa-Monica-Pier, Endpunkt der ebenso berühmten Route 66, ist die Arena für den Showdown von VW in den USA. Wird der hier erstmals gezeigte VW Atlas ein Flop, war´s das wohl für die Deutschen im zweitgrößten Automarkt der Welt. Nur ein neues SUV, das sich in die Herzen der kritischen Amerikaner fährt, kann den Ärger und die Enttäuschung über den Diesel-Betrug vielleicht vergessen machen.

So gesehen ist die Wahl des Namens wohl nicht zufällig. In der griechischen Sage muss Muskelmann Atlas all die Last der Welt auf seinen Schultern stemmen. Eine ähnlich tragende Rolle ist in den USA dem mit 5,04 Metern Länge ebenfalls recht imposanten rollenden Atlas zugedacht. Er muss die Wende schaffen und die Amerikaner davon überzeugen, dass VW ehrliche und gute Autos baut.

In Deutschland wird es den Siebensitzer nicht geben
In Deutschland wird es den Siebensitzer nicht geben

Natürlich muss ein neues Modell für den so wichtigen US-Markt ein lupenreines SUV sein, bevorzugt vor Ort gebaut. Hier hatte VW bislang im Gegensatz zur heimischen und asiatischen Konkurrenz nichts zu bieten, das böse Wort vom „Verschlafen“ machte die Runde. VW setzte viel zu lange auf zwei normale PKW-Modelle: Jetta und US-Passat verkauften sich anfangs glänzend, konnten aber nur solange punkten, bis die Diesel-Bombe platzte. Da die Limousinen oft mit der Mogelpackung im Motorraum unterwegs waren, brach der Absatz der beiden Modelle dramatisch ein.

VW ist aus der Schockstarre erwacht, beschleunigte die Entwicklung des Atlas, der genau ins Beuteschema der derzeit so kauffreudigen Amerikaner passt. Hochgebaut für guten Rundumblick dank erhabener Sitzposition, ein Paket an Komfort, kombiniert mit einem gewaltigen Kofferraum, in dem sogar noch Platz für eine dritte Sitzreihe bleibt. Trotz Geländewagen-Look ist Allrad nicht zwingend nötig, wird aber gern genommen. Natürlich ist auch eine serienmäßige Automatik Pflicht. Und schließlich muss sich so ein SUV-Musterknabe auch mit der Außenwelt verständigen können. Vernetzung per Smartphone ist das Stichwort. Der neue VW soll außerdem bei den Preisen mit seinen zahllosen Rivalen auf dem US-Markt mithalten können. Was nahelegt, dass er für rund 30.000 Dollar (ca. 27.500 Euro) den Besitzer wechselt. Offiziell soll der Preis des Atlas in gut zwei Wochen bekannt gemacht werden.

Der Atlas ist über fünf Meter lang
Der Atlas ist über fünf Meter lang

All diese Voraussetzungen bietet der Neuling, von dem US-Chef Woebcken sagt: „Dies ist der größte und markanteste Volkwagen, den wir je in den USA gebaut haben“. Eine Erkenntnis, die sich schon aus dem Datenblatt ergibt. Sprung über die Fünf-Meter-Marke, fast zwei Meter breit und 1,77 Meter hoch. Zu groß für mitteleuropäische Straßen und verwinkelte Altstädte. Deshalb wird der Atlas nur in den USA, später auch in Russland und Nahost angeboten. Die autohungrigen Chinesen bekommen mit dem Teramont ihr eigenes Modell, das dem Atlas aber ähnelt.

Auch wenn der Atlas nicht im Heimatland rund um Wolfsburg in den Schaufenstern stehen wird, ist er durchaus wegweisend. Das neue VW-Gesicht ist geprägt vom breitgezogenen Grill mit LED-Leuchteinheiten als seitliche Begrenzungen. Eine scharf gezeichnete Gürtellinie teilt die Seitenansicht und wölbt sich dabei recht markant über die beiden Radhäuser. Die Motorhaube ist etwas kürzer geraten als bei manchen Rivalen. Dafür trägt das Heck den klassischen Kombi-Look, der auch in der SUV-Gilde gebräuchlich ist. Keine Experimente also beim Design, bei aller Modernität herrscht sichtbare Gediegenheit auf großem Raum. Da Neuwagenkäufer meist etwas älter und demnach vornehmlich konservativ gepolt sind, darf sich VW diesem Trend nicht entziehen. Ein großer SUV muss durch seine Dimensionen punkten und nicht durch ein extravagantes Kleid.

Das Cockpit ist im typischen Markenstil gehalte
Das Cockpit ist im typischen Markenstil gehalte

Ähnliches gilt für den Innenraum. Alles muss passen, einfach zu bedienen sein und darf die Klientel nicht überfordern. VW liefert das mit dem bewährten Cockpit-Konzept, das in vielen Modellen Dienst gut. Die Zentralarmatur kann vom Fahrer nach eigenem Gusto gestaltet werden, auf dem großen Navi-Monitor können weitere Apps mittels einer Kacheloptik leicht aktiviert werden. Natürlich geht der Atlas auch online, arbeitet mit allen Smartphone-Systemen zusammen. Die Materialien machen einen durchaus gediegenen Eindruck, auch wenn sie nicht die Hochwertigkeit erreichen, die der viel teurere Touareg seinen Insassen bietet.

Ausgeklügelt ist die Nutzung des langen Innenraumes. Die im Wagenboden versenkbare dritte Sitzreihe schafft Platz für zwei weitere erwachsene Mitreisende. Der dann noch verbleibende Kofferraum entspricht immerhin dem eines Kompaktmodells, auch wenn VW noch keine genauen Daten nennt. Der Zugang für die hinteren Hinterbänkler wird übrigens durch ein klug konstruiertes Schrägstellen der Rücksitzlehnen in Reihe Zwei erleichtert, selbst groß gewachsene Mitfahrer müssen sich nicht verrenken. Bleiben die Zusatzsitze leer, kann die zweite Reihe um 20 Zentimeter nach hinten verschoben werden, was fürstliche Beinfreiheit im Fond schafft. Ist nur das Frontgestühl belegt, wächst der Laderaum um ein Vielfaches, es werden wohl um die 2.000 oder mehr Liter sein, auf denen sich Kisten, Möbel, Freizeitgeräte oder der Wocheneinkauf für eine Großfamilie ausbreiten können. Das steigert natürlich den Nutzwert des Atlas und trifft den Geschmack der US-Kunden.

Platz ist vorhanden
Platz ist vorhanden

Im Motorraum findet sich Vertrautes, aber natürlich keine Dieselmotoren. Der kleinere der beiden Benziner hat zwei Liter Hubraum, vier Zylinder und leistet dank Turboaufladung 175 kW/238 PS. Dann hat der Atlas Frontantrieb. Allrad auf Wunsch ist nur in Verbindung mit dem 3,6-Liter-Sechszylinder (206 kW/280 PS) zu haben. Beide haben serienmäßig eine Achtgang-Automatik an Bord. Bestellbar sind moderne Assistenzsysteme wie automatische Notbremsung, Abstandsradar oder aktives Spurhalten. Natürlich kann der Riese auch halbautomatisch eingeparkt werden.

Ein großes SUV zu einem attraktiven Preis also, das durchaus das Zeug zum Erfolgsmodell an Bord hat. Zusammen mit dem im Januar in Detroit debütierenden Tiguan (mit verlängertem Radstand und ebenfalls bis zu sieben Sitzen) sollte das Duo die Wende stemmen. Ein VW-Manager mit US-Pass begründet den Optimismus: „Schließlich sind wir Amerikaner nicht nachtragend“. (Peter Maahn/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

10 Fragen zum neuen Mercedes-Benz Pick-Up

Weltpremiere für ein Konzept. Großer Bahnhof in den Schärengärten in Schweden. Was wohl irgendwie einen Sinn ergibt, denn Steine und Bäume können die Schweden – und Steine und Bäume wirken gerade genug rustikal und „down to earth“, um einen Pick-Up zu präsentieren. Nicht irgendeinen – den Mercedes unter den Pick-Ups. Vorhang auf, für einen ganz zarten unter den Harten: Den Premium-Pick-Up aus Stuttgart!

Mercedes-Benz X-Class Concept

Ganz egal, ob GLT, GLX oder X-Class, was Mercedes in der Nähe von Stockholm präsentiert hat, gehört zu den Dingen, die eigentlich niemand mehr braucht. Aber vermutlich die Hälfte der Anwesenden direkt mitgenommen hätte, weil es eben dieses „will ich haben“ Gefühl auslöst. Egal, wie sinnfrei es sein mag. Eine Premium-Pick-Up Klasse? Mal ehrlich. Ein Hirngespinst von Marketing-Schulabrechern, oder? Oder nicht. Einfach nur eine logische Konsequenz. SUVs hat jeder. Will jeder. Und der Pick-Up? Der verliert gerade sein hemdsärmeliges Image und wandelt sich zum Lifestyle-Kumpel. Wie der Kombi, vor bald 40 Jahren. Das stellt einen natürlich vor ein paar Fragen. Zehn davon beantworte ich in diesem Artikel! 

weltpremiere-mercedes-benz-042-x-class-konzept-glt-glx

1.) Braucht es dieses Ungetüm wirklich?

Nein. Oder doch? Fakt ist: Es gibt Märkte, auf denen diese Pick-Up Fahrzeuge unfassbar gut verkauft werden. Süd-Amerika, Australien, Russland und auch die USA. Aber bislang gibt es keinen echten Trend zu Premium Pick-Ups. Das will Mercedes-Benz ändern und mit der X-Class ein Angebot etablieren, mit dem man neue Bedürfnisse weckt. Die Premiere der beiden Varianten in Stockholm hat darauf einen Vorgeschmack geliefert. Sowohl der „goldene“ als auch der Perlmutt-Weiße haben die Blicke auf sich gezogen. Und ja, beim Design sprechen wir noch vom Concept-Status, aber die Richtung ist klar. Maskulin oder elegant. Offroad oder urban. Hot oder cool – und nein, über die „sinnliche Klarheit“ sagen wir an dieser Stelle kein Wort. Das tun andere bereits genug. Natürlich ist ein Pick-Up keine Antwort auf die Fragen der modernen Mobilität in den hochkonzentrierten urbanen Lebensumfeldern – aber, die Frage stellt eben nicht jeder. Es gibt Märkte, da braucht es mehr als einen elektrischen smart. Und Mercedes-Benz sieht sich in der Rolle, alle Antworten liefern zu können. Auch wenn die Frage noch nicht gestellt wurde.

weltpremiere-mercedes-benz-005-x-class-konzept-glt-glx

2.) Welche Motoren werden kommen?

Mercedes wird den bekannten V6 Diesel in den Pick-Up packen. Das garantiert zuverlässige Technik, genug Druck und einen annehmbaren Verbrauch. Dass man damit den Lebenszyklus der V6-Triebwerke noch ein wenig verlängert, im Controlling dürfte das gut angekommen sein. Denn klar ist auch: Mercedes-Benz steht gerade an der Schwelle zu einer neuen Motorengeneration.

Neben dem 250+ PS starken Diesel wird es auch den 2.3 Liter Nissan Dieselmotor geben. So als Einstieg in die Premium Pick-Up Klasse. Preislich attraktiver, aber widersprüchlich zur Idee des Premium Pick-Up, oder?

weltpremiere-mercedes-benz-025-x-class-konzept-glt-glx

3.) Kann der Laster auch Last, oder was?

Ja. Bis zu 1.2 Tonnen Zuladung sollen sich auf der Pritsche breit machen können. Das sind Zielwerte und weil man bei Mercedes-Benz auf eine Einzelradaufhängung an der Hinterachse vertraut, könnte der V6-Diesel auch eher bei 1.05 Tonnen landen. Das wird man abwarten müssen. Bei der Premiere wurde Mercedes-Benz jedoch nicht müde zu betonen, wie ernst man den Einstieg nehme. Und auch wenn man ein neues Segment schaffen will – muss auch ein Premium Pick-Up die Leistungswerte der Mid-Size Pick-Up Klasse erfüllen. Auch ohne rustikale Starrachse. Warten wir mal ab – vermutlich landen auf der Ladefläche der „X-Class“ am Ende doch nur Rotwild-Mountainbikes, Surfboards und hin- und wieder ein Billy-Regal.

weltpremiere-mercedes-benz-010-x-class-konzept-glt-glx

4.) Wie ernsthaft nimmt man die Allradtechnik?

Ernst. Zumindest die V6-Dieselvariante wird mit einem Allrad-Antriebsstrang von Mercedes-Benz kommen. Zwei Differentialsperren und ein Untersetzungsgetriebe inklusive. Und mit einem permanenten 4matic-Allradantrieb. Aber – ja – es wird auch eine „Einstiegsvariante“ mit Allradantrieb-System vom Kooperationspartner geben, bei der primär die Hinterachse angetrieben wird.

weltpremiere-mercedes-benz-015-x-class-konzept-glt-glx

5.) Hat der Daimler einen Konkurrenten?

Laut Daimler erfindet man das Segment gerade neu. Was natürlich nur die halbe Wahrheit ist. Ein Volkswagen Amarok mit V6-Diesel wird in der gleichen Preisklasse liegen und dürfte die gleiche Zielgruppe adressieren. Ansonsten ist die neue X-Class eben durchaus eine Kombination, die man sonst eher nicht kennt.

Auch das Interieur des Concepts zeigt die Richtung gut an. Eine Mischung aus V- und C-Klasse. Ein Hauch E-Klasse und eine Anmutung, die deutlich oberhalb der gängigen Pick-Up Erfahrungen liegt.

weltpremiere-mercedes-benz-021-x-class-konzept-glt-glx

6.) Wie steht es um die Sicherheit des Pick-Up?

Da lässt es sich Mercedes-Benz natürlich nicht nehmen, alles an Bord zu stopfen, was man gerade so in den Schubladen hat. Bei den Sicherheits- und Assistenzsystemen wird man sich an der neuen E-Klasse orientieren. Abstandshalter, blind-spot-warner und wie die Dinger sich nennen. Bei der Frage der Crashsicherheit wird man kurz mal den Atem anhalten, denn die Basis für den GLT / GLX / „die X-Klasse“, der Nissan Navara hat nur 4-Sterne im EuroNCAP Crashtest. Und 4-Sterne für einen Daimler? Da hatte man sich beim CITAN bereits blamiert – ich bin gespannt, wie man hier vorgeht!

weltpremiere-mercedes-benz-037-x-class-konzept-glt-glx

7.) Machen die das jetzt nur wegen den Amis?

Pick-Up = Amerika. Nein. Lustigerweise kommt einem beim Thema Pick-Up sofort der US-Markt in den Sinn. Und ja, in den USA sind Pick-Ups so etwas wie der VW Käfer bei uns nach dem Krieg. Aber: In den USA kauft man „Full-Size Trucks“. Die haben dann gerne mal 3.5 Tonnen Zuladung und sind eine andere Klasse. Deutlich rustikaler. Deutlich günstiger. In dieses Segment will Mercedes-Benz (aktuell) nicht. Also: Nein – der GLT / GLX / „die X-Klasse“ wird nicht wegen den Amis oder für die Amis gebaut. Die Zielmärkte sind Australien, Russland und Süd-Amerika. Fertigen wird man den Pick-Up im übrigen in den Nissan Werken in Barcelona und in Argentinien.

weltpremiere-mercedes-benz-046-x-class-konzept-glt-glx

8.) Wird es eine AMG-Variante geben?

Schaut man sich den Perlmutt-Weiß lackierten an, dann kann man das AMG-Badge schon förmlich riechen. Eine Variante mit 4.0 Liter V8-Bi-Turbo und 500 PS? Ja, warum denn nicht.

weltpremiere-mercedes-benz-068-x-class-konzept-glt-glx

9.) Wie teuer wird dieser Pick-Up?

Natürlich hat Mercedes-Benz noch keine Preise genannt. Es ist noch ein Concept. Aber. Orientieren wir uns am Volkswagen Amarok, dann würden ich mit einem Einstiegspreis von 42.205,50 € für den „kleinen“ Nissan-Diesel rechnen – und knapp 60.000 € für den V6-Diesel mit Mercedes-Antriebsstrang.

weltpremiere-mercedes-benz-023-x-class-konzept-glt-glx

10.) Und was ist jetzt Nissan daran? Und warum?

Buh! Nur ein „re-badged“ Nissan. Das ist ja gar kein Mercedes. Das war auch meine Befürchtung – und ja, unter den Konzeptfahrzeugen in Stockholm war die pure Nissan-Welt zu finden. Aber ich glaube, Mercedes-Benz ist sich bewusst, was es bedeutet, das Wort Premium in das Produkt einfließen zu lassen. Und bei den Technik-Themen hat man sich scheinbar deutlich mehr ins Zeug gelegt, als beim CITAN-Projekt. Eigene Achsen, eigene Motoren, eigene Getriebe, eigene Elektronik, eigene Sicherheits- und Assistentenzsysteme. Und eine deutlich veränderte Blechhaut. So sind zum Beispiel die Türen in der Oberfläche verändert. Nicht die Form, die bleibt dem Spender-Chassis treu, aber die Blechhaut, die man sieht. Im Prinzip spart man sich die Entwicklung eigener Leiterrahmen. Man nimmt die moderne Plattform von Nissan und adaptiert dann die Elemente, die das Fahrgefühl und die Wahrnehmung beeinflussen.

Das spart Kosten und lässt den Einstieg in ein neues Segment mit einem überschaubaren Kostenrisiko zu. Aber ist es ein Risiko?

Vor der Premiere hätte ich diese Frage anders beantwortet – jetzt suche ich nach Gründen, weswegen ich einen Pick-Up brauche … 

Aktuelle Suchanfragen:

Drei Milliarden für neue Motoren bei Mercedes-Benz

Die wichtigste Botschaft? Der Verbrenner und der Selbstzünder, sie sind noch nicht tot. Noch nicht. Mercedes-Benz hat jetzt eine völlig neue Motoren-Familie präsentiert. Drei Milliarden Euro hat man in die Entwicklung dieser Triebwerke gesteckt. Drei Milliarden, die man vor fünf Jahren (geschätzt) für die neue Motoren-Generation als notwendig erachtet hat. Heute – mit der Aussicht auf ein Verbot von Triebwerken mit fossiler Nutzung – wirkt das unangebracht. Ist es aber nicht. Denn auch wenn wir mit Vollstrom auf eine elektrische Zukunft steuern, noch sind der Benziner und sein öliger Bruder, der Diesel, nicht tot. Noch nicht. Willkommen zur „Next Generation Motorenfamilie“ bei Mercedes-Benz, eventuell „the last Generation?“

Neue Motoren bei Mercedes-Benz

Die neue Motorenfamilie brennt eigentlich schon seit der Premiere des Mercedes-AMG GT ein Feuerwerk ab. Dessen Hot-V Achtzylinder Turbo war der erste Vertreter der neuen Familie. Jetzt hat Mercedes-Benz auch das Tuch vom Reihensechszylinder und dem neuen Vierzylinder-Benziner gezogen. Reihensechszylinder? JA! Endlich haben die Gerüchte ein Ende, endlich kommen die Fakten auf den Tisch. Und die haben es in sich!

tecday-mercedes-benz-004-motoren

48 Volt, E-Turbo und Partikelfilter für den Benziner

Wenn 2017 das Facelift, der Schwabe mit Stern sagt Mopf, für die S-Klasse erfolgt, dann feiert der neue Reihensechszylinder-Benziner endlich Premiere. Sechs Zylinder, 3 Liter Hubraum, 500 Kubik pro Zylinder, wie bei allen in der neuen Motorenfamilie. Dazu das neue 48 Volt-Bordnetz für die Aggregate und zwei Turbolader. Ein Twinscroll-Lader im Abgasstrang und ein elektrischer Turbolader, der binnen 300 Millisekunden mit bis zu 70.000 Umdrehungen Druck aufbaut. Adieu, du schnödes Turboloch!

Getrost können wir hier auf 400+ PS hoffen und dank Effizienzsprung mit dennoch weniger Verbrauch als die bisherigen V6-Benziner, die mit rund 333 PS auskamen. Der neue Motor (intern M256) erhält zudem einen integrierten Startergenerator in der Getriebeglocke. Damit entfällt nicht nur der Anlasser, es lässt sich so zudem Leistung in das 48 Volt Bordnetz zurückspeisen – die zusätzliche 48 Volt Lithium-Ionen Batterie gesellt sich zum normalen 12-Volt Bordnetz hinzu. Der Startergenerator dient auch als elektrischer Booster mit bis zu 220 Nm zusätzlicher Kraft. Und noch einmal: Adieu, du schnödes Turboloch! Dass der Direkteinspritzer-Benziner zudem einen Partikelfilter bekommt, zeigt die Ernsthaftigkeit in der Entwicklung. Das 48-Volt Bordnetz des Aggregates versorgt die leistungshungrigen Nebenaggregate des Motors. Von den Wasserpumpen über Servopumpen zum Klimakompressor bis hin zum E-Turbolader. Der so eingesparte Riementrieb des neuen Sechsers sorgt zudem für einen kompakten Aufbau des Motors. So steigt die Leistung des Reihensechszylinders auf Werte, die ehemals den Achtzylindern vorbehalten waren – die Bauraumgröße ähnelt jedoch eher einem Vierzylinder-Triebwerk.

Anders als ein Vierzylinder genießt der Reihensechser jedoch die Balance der sich selbst eliminierenden Massenkräfte. Wie ein V12, so surrt auch ein Reihensechser in eleganter Ruhe und frei von störenden Massenmomenten. Seidenweicher Lauf, gleich einer Turbine. BMW-Fans wissen das. Und auch beim Daimler hatte man Reihensechser. Bis man eine V-Motorenfamilie benötigte, weil – ja warum eigentlich. Doch das ist Geschichte. 500 Kubik und 90 Millimeter Zylinderabstand – die neue Motorenfamilie beim Daimler.

tecday-mercedes-benz-002-motoren

Vierzylinder mit 48-Volt (M264)

Der neue Turbo-Vierzylinder M264 muss erst einmal auf einen elektrischen Turbolader verzichten. Erst einmal. Die 100 kW Leistung je Liter Hubraum lassen auch so aufhorchen. 136 PS pro Liter. Bei 4 Zylindern mit je 500 Kubik entspricht das einer Leistung von rund 272 PS. Premiere wird der neue Vierzylinder mit Twinscroll-Lader in 2017 feiern. Auch der Vierzylinder erhält ein 48-Volt Bordnetz und einen Starter-Generator, allerdings nicht auf der Kurbelwelle wie beim Sechsender, sondern Riemen getrieben. Auch der Vierzylinder wird damit in die Lage versetzt, Leistung zu rekuperieren, bis zu 12.5 kW, und auch elektrisch zu boosten. Bis zu einer Drehzahl von rund 2.500 Umdrehungen wird der Riemenstartergenerator mit elektrischer Kraft den Benziner aus dem Turboloch treiben. Also auch hier: Adieu, du schnödes Turboloch!

Damit es mit den Partikel-Emissionen hinhaut, bekommt auch der Vierzylinder-Turbobenziner einen Partikelfilter. Direkteinspritzer mit hoher Effizienz haben ein Partikel-Problemchen. Der Partikelfilter für Benziner hebt das neue Aggregat auf ein Emissionslevel, weit vor der aktuellen Gesetzgebung. Das ist wichtig – denn nur so lässt sich der Einsatz von Verbrennern überhaupt noch argumentieren. Der elektrische Antriebsstrang, er zieht dennoch langsam und sicher in unser Automobil. Noch versteckt er sich unter 48-Volt Bordnetzen und Starter-Generatoren, aber auch hier – alles nur ein weiterer Schritt zur Elektrifizierung. Die Grenzen der Hybridisierung verschwinden zunehmend. Mit dem 48-Volt Bordnetz und den Riemen-Startergeneratoren oder den integrierten Starter-Generatoren bei den Sechszylindern erwächst der Verbrenner zum Hybriden.

tecday-mercedes-benz-005-motoren

Diesel-Reihensechser OM 656

Zwei Turbolader in Reihe, eine so genannte Twin-Turbo-Konfiguration, ein Aluminium-Motorblock mit Stahlkolben und der NANOSLIDE-Beschichtung und mehr als 310 PS Leistung. Der neue Dieselmotor mit sechs Zylindern in Reihe gehört zu den besonderen Leckerbissen. Für Menschen mit Diesel in der Blutbahn. Noch ein letzter satter Aufschlag, bevor wir alle rein elektrisch fahren. Noch einmal Drehmoment-Orgien erleben. Satter Schub aus dem Keller, Effizienz, wie man sie zuvor nicht kannte.

Der neue Reihensechser ist eng verwandt mit dem in der E-Klasse vorgestellten neuen OM 654 Vierzylinder-Dieselmotor.  Bis 2019 will Mercedes-Benz alle Dieseltriebwerke in allen Baureihen auf diese neue Generation umgestellt haben. Damit werden dann auch die neuen Abgasvorschriften nach RDE-Anforderung erfüllt.

 

Aktuelle Suchanfragen:

Kia Optima Sportswagon – Sondermodelle für Gewerbekunden

Ausschließlich für Gewerbekunden bietet Kia nun den Optima Sportswagon in den Ausstattungslinien „Business“ und „Business Supreme“ an. Zur Serienausstattung zählen jeweils Navigationsgerät, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und Tempomat, die Supreme-Ausführung bietet zusätzlich einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz in Lederimitat, Xenonlicht und ein Assistenten-Paket. Für den Antrieb sorgt ein 1,7-Liter-Diesel mit 104 kW/141 PS, der 4,4 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen soll (113 g CO2/km). Der Preis für das Businessmodell beträgt 26.290 Euro, die höherwertige Ausstattung gibt es für 30.290 Euro. Den Kundenvorteil gibt der Hersteller mit bis zu 3.485 Euro an. (Holger Holzer/SP-X)

Fiat 500X Trekking Sondermodell – Matschversion mit Preisvorteil

Als Sondermodell Trekking kommt Fiats 500X im expressiven Offroad-Outfit und einer bereits gehobenen Serienausstattung vorgefahren. Zu den serienmäßigen Extras gehören unter anderem das Entertainmentsystem Uconnect mit Fünf-Zoll-Touchscreen, 16-Zoll-Alus, Tempomat, Klimaanlage und Bluetooth-Freisprechanlage.

Der Kunde kann zwischen drei Motorvarianten ausschließlich in Kombination mit Frontantrieb wählen. Die beiden Benziner leisten 81 kW/110 PS beziehungsweise 103 kW/140 PS. Alternativ ist ein 1,3-Liter-Diesel mit 70 kW/95 PS verfügbar. Der Einstiegsbenziner ist abzüglich eines von Fiat gewährten, sogenannten Händlerbonus von 3.000 Euro für rund 17.000 Euro zu haben. Wer möchte, kann das Sondermodell mit einigen Extras in Form von optionalen Ausstattungspaketen zusätzlich aufrüsten. (Mario Hommen/SP-X)

Finger weg von der „Pure PHEV“ Box von V-TECH!

Natürlich wollen wir alle gerne rein elektrisch fahren. Und Mitsubishi hat das verstanden und wird das Modelljahr 2017 des Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlanders mit einer „pure EV“ Funktion ausrüsten. Vorab haben wir mit unserem Dauertestfahrzeug die „V-tech Pure PHEV“ Box ausprobiert.

Der polnische Vertrieb hat uns die Box kostenfrei zur Verfügung gestellt – hierfür ein Dankeschön nach Polen. Dennoch, wir können die Box nicht empfehlen.

Punkt 1:) Es gibt keine Einbauanleitung

Ein simpler Karton dient als Verpackung. Darin eine schwarze Kunststoffbox in der Größe einer Zigaretten-Packung. Wohin damit? Damit lässt einen die Box erst einmal im unklaren. Also: Motorhaube auf. Es wird sich doch ein Stecker finden, an den die Box passt.

Nein. Es findet sich nichts. Nach 10 Minuten aufgegeben und das Internet bemüht. Wo passt diese Box denn nun ran?


Die Google-Suche findet dieses Youtube-Video. Und zeigt bereits am Schreibtisch, der Einbau ist Fummelarbeit. Und es wird zur Fummelarbeit. Vor dem Fußraum kniend müht man sich ab, bricht sich fast die Finger, verknotet sich die Hände und fixiert die Box am Ende per Kabelbinder.

Punkt 2:) Die Box tut was man erwartet, aber

Ja, die Box tut, was sie verspricht. Man fährt rein elektrisch. Wer den grünen Button in der Mittelkonsole drückt (ECO-Mode), der aktiviert das Software-Programm der V-TECH Box. Und? Es funktioniert. Der Plug-in Hybrid Outlander fährt, auch bei Temperaturen unter 7°, rein elektrisch los. Bleibt auch bei Vollgas im rein elektrischen Mode und erst ab rund 130 km/h schaltet sich der Benziner direkt auf die Vorderachse zu. Kurz im Seriel-Mode, dann sofort im Parallel-Mode.

Nun das,  aber: Was also macht die Box?

Die Box spielt dem Motorsteuergerät des Plug-in Hybrid Outlanders falsche Parameter vor, so das die Steuerung des Antriebsstranges verändert wird. Ob das gut oder schlecht ist? Darüber bleibt immer eine unangenehme Gewissheit offen.

Mitsubishi hat den Plug-in Hybrid Outlander als ersten Plug-in Hybrid SUV der Welt konzipiert und auf die Straße gebracht. Das Layout mit den beiden E-Motoren und dem kleinen Benziner ist bewusst gewählt, ebenso die Funktonsprinzipien und Methodik des Plug-in Hybrid Antriebsstrang. Wer haftet für Schäden die aus der Benutzung der Box entstehen? Was, wenn die Box Sicherheits-Hürden des Betriebssystems überspielt?

Bei aller Einhaltung der versprochenen Funktion, es bleibt ein Gefühl der Unsicherheit. Daher werden wir 2017 den neuen Plug-in Hybrid Outlander mit der erweiterten EV-Strategie testen und dann noch einmal über den Einsatz und die Wirkung der „Pure PHEV V-Tech Box“ nachdenken.

screenshot-2016-10-30-08-19-06

 

Aktuelle Suchanfragen:

Subaru BRZ Modelljahr 2017 – Botox-Kur für Boxer-Sportler

Der BRZ von Subaru startet ins Modelljahr 2017 mit zahlreichen Neuerungen. Bereits optisch fallen einige Änderungen ins Auge, wie etwa die neuen Voll-LED-Scheinwerfer mit integriertem Tagfahrlicht. Auch bei den Nebelscheinwerfern und Rückleuchten kommt jetzt LED-Technik zum Einsatz. Ebenfalls neue Akzente setzen eine überarbeitete Frontschürze, neue Leichtmetallräder und ein Heckspoiler, der nicht mehr direkt auf der Kofferraumkante platziert ist, sondern sich von dieser mit kleinen Füßen abhebt.

Der Heckspoiler des Subaru BRZ setzt nicht mehr direkt auf der Heckklappe auf, sondern steht künftig auf Füßen
Der Heckspoiler des Subaru BRZ setzt nicht mehr direkt auf der Heckklappe auf, sondern steht künftig auf Füßen

Neben dem höheren Anpressdruck an der Hinterachse aufgrund des neuen Heckflügels sollen außerdem geänderte Federraten und Stoßdämpfer zusammen mit einem verstärkten hinteren Stabilisator für ein dynamisch optimiertes Fahrverhalten sorgen. Für den Schleuderschutz VDC bietet Subaru künftig vier Vorwahlmöglichkeiten. Der Track-Modus soll dezentes Übersteuern bei Kurvenfahrten erlauben. Alternativ lassen sich bei der Antriebsversion mit manuellem Schaltgetriebe die Assistenzsysteme sogar deaktivieren. Motorseitig bleibt es übrigens bei Zweiliter-Boxer, der unverändert 147 KW/200 PS und 205 Newtonmeter Drehmoment wahlweise über das Handschaltgetriebe oder eine Sechsstufenautomatik allein an die Hinterachse abgibt.

Wie bisher bietet Subaru den BRZ in der Ausstattung Sport an, die um ein neues Audiosystem mit 6,2-Zoll-Touchsreen aufgewertet wurde. Die Entertainment-Einheit ermöglicht die Einbindung von Smartphones und umfasst eine Bluetooth-Freisprechanlage. Das Audiosystem kann auch über Tasten an dem griffiger gestalteten Lenkrad bedient werden. Schließlich hat Subaru das Anzeigenarsenal im Kombiinstrument um ein 4,2-Zoll-Display erweitert. Neben Bordcomputerinformationen kann dieser Längs- und Querbeschleunigungswerte sowie eine Stoppuhr anzeigen.

Auch die Rückleuchten des BRZ wurden zum Modelljahr 2017 mit LED-Technik aufgewertet
Auch die Rückleuchten des BRZ wurden zum Modelljahr 2017 mit LED-Technik aufgewertet

Zusätzlich zur Ausstattung Sport kommt die Version Sport+ neu ins Programm, die als herausragendes Detail noch Sportsitze mit Leder-/Alcantara-Bezügen bietet. Für die Basisversion Sport in Kombination mit dem Handschalter wurde der Preis um 900 auf 32.400 Euro angehoben, die Ausstattung Sport+ kostet in der gleichen Getriebevariante 34.400 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Nissan e-NV200 Workspace – Office to go

Nissan hat in Zusammenarbeit mit britischen Designern ein Konzeptauto namens e-NV200 Workspace auf die Räder gestellt, das im Innern einen feschen wie auch funktionalen Arbeitsraum bietet. Das Office-Mobil soll digitale Arbeitsnomaden noch unabhängiger von einem festen Büroarbeitsplatz machen und ihnen als Alternativ-Basis für die stetig flexibler werdende Arbeits- und Bürowelt dienen.

Der Nissan eNV200 Workspace bietet neben dem reinen Arbeitsplatz auch noch eine kleine Küchenzeile, die unter anderem mit einer schicken Kaffemaschine und einem Mini-Kühlschrank ausgestattet ist
Der Nissan eNV200 Workspace bietet neben dem reinen Arbeitsplatz auch noch eine kleine Küchenzeile, die unter anderem mit einer schicken Kaffemaschine und einem Mini-Kühlschrank ausgestattet ist

Für den Umbau hat Nissan den Kleintransporter NV200 in der rein elektrisch getriebenen Variante gewählt. In den Laderaum des Stromers wurde ein zwar etwas beengtes aber dafür sehr wohnlich gestaltetes Mini-Büro eingelassen. Für Behaglichkeit sorgen unter anderem das Bootsdeck-Parkett und eine schicke LED-Fußboden-Beleuchtung. Einen auffälligen Farbkontrast zum weitgehend weiß gehaltenen Innenraum setzen die beiden orangefarbenen Designer-Bürostühle. Zudem bietet das Büro einen Office-Schrank mit ausklappbarer Schreibtischplatte sowie eine kleine Küchenzeile, die mit Mini-Kühlschrank und einer Kaffeemaschine gerüstet ist.

Der Arbeitsbereich bietet einen herausklappbaren Schreibtisch und einen Touchscreen-Computer
Der Arbeitsbereich bietet einen herausklappbaren Schreibtisch und einen Touchscreen-Computer

Die für einen Office-Arbeitsplatz nötige Technik ist ebenfalls an Bord. So gibt es einen großen Touchscreen-Computer, WLAN oder eine Handyladestation. Wer mit seinem Büro auf Rädern einen attraktiven Parkplatz ergattert hat und zur Mittagspause ein wenige Kilometer entferntes Restaurant besuchen möchte, kann das Auto stehen lassen und sich das in der linken Hecktür angebrachte Klapprad schnappen.

Wer einen attraktiven Parkplatz ergattert hat, muss diesen nicht aufgeben. Dank des bordeigenen Klapprades kann das Auto stehen bleiben, falls man irgendwo hin möchte
Wer einen attraktiven Parkplatz ergattert hat, muss diesen nicht aufgeben. Dank des bordeigenen Klapprades kann das Auto stehen bleiben, falls man irgendwo hin möchte

Trotz vieler spannender Ansätze und dem gehobenen Wohlfühlcharakter: Der e-NV200 Workspace ist ein Einzelstück und wird es vermutlich auch bleiben.

Als Basis für den Umbau zum "Workspace" hat sich Nissan für die rein elektrisch betriebene Variante des NV200 entschieden
Als Basis für den Umbau zum „Workspace“ hat sich Nissan für die rein elektrisch betriebene Variante des NV200 entschieden

(Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Fiat hat die frühere Kultmarke Abarth wiederbelebt – Spaß und Tradition

Wie das Schicksal manchmal so spielt. Fast wäre in der berühmten italienischen Tuning-Firma Abarth deutsch gesprochen worden. Schließlich lebte der Rennfahrer Karl Abarth in Wien. Als Südtirol aber nach dem Krieg zu Italien kam, entschied sich dessen in Meran wohnender Papa für die neue Staatsbürgerschaft, der Sohnemann zog über die Alpen, aus Karl wurde Carlo. Der junge Tüftler mit Sternzeichen Skorpion wechselte dann nach Bologna und schuf das Unternehmen mit eben jenem Krabbeltier im Firmenlogo. Fast wären Abarth samt Skorpion seit den 70er-Jahren in Vergessenheit geraten. Die Rechte am als typisch italienisch geltenden Namen gehörten längst dem allmächtigen Fiat-Konzern, der sich eher halbherzig um die Kultmarke kümmerte.

Jetzt ist Abarth wieder auferstanden. Natürlich sind alle Modelle mit dem gelb-roten Logo bekannte Fiat-Kreationen. So musste sich der knuddelige 500 gleich viermal im neu geschaffenen Sportstudio einer Kraftkur unterziehen, um sich Abarth nennen zu dürfen. Der Adelstitel ist eine Zahl am Heck, nirgendwo am Blechkleid ist der Name Fiat zu entdecken. Da sich Abarth inzwischen wieder um den Motorraum kümmert, geizt das Kleinwagen-Quartett nicht mit satter Leistung und Rennsporttechnik. Basis ist immer der 1,4-Liter-Turbomotor, der je nach Version zwischen 107 kW/145 PS und 140 kW/190 PS an die Vorderräder schickt. Letzterer ist derzeit das Ende der PS-Fahnenstange, nennt sich 695 Biposto (zwei Sitze), ist 230 km/h schnell und mindestens 39.900 Euro teuer. Aus dem Autodromo di Monza oder dem Nürburgring direkt in öffentlichen Verkehr.

Schon seit einiger Zeit ist der Fiat 500 alias Abarth 595 darum bemüht, den Mythos Abarth wieder aufleben zu lassen
Schon seit einiger Zeit ist der Fiat 500 alias Abarth 595 darum bemüht, den Mythos Abarth wieder aufleben zu lassen

Doch auch die anderen Ableger des Alltagsautos sind keine Kinder von Traurigkeit, spielen aber in einer anderen Preisliga als der erwähnte Rabauke: Zwischen 18.290 bis 24.790 Euro reichen, um sich ein Autochen zu gönnen, das wohl kaum ein Nachbar in der Garage hat. Alle führen die Zahl 595, die durch Zusätze wie „Turismo“ oder „Competizione“ ergänzt werden. Alle sind auch als Cabrios zu haben. Immerhin gelang es der deutschen Fiat-Tochter im letzten Jahr, 1.886 Deutsche vom Kauf eines solchen Abarths zu überzeugen. In den ersten neun Monaten 2016 waren es auch schon wieder 1.626 neue Kunden. Eine Erfolgsstory also, die nach und nach für Präsenz der Traditionsmarke auf den Straßen zwischen Flensburg und Oberbayern sorgt.

Ende dieses Monats nun zündet Abarth die nächste Stufe der Reinkarnation. Eine völlig andere Ansage als die Liliput-Garde. Der zweisitzige Roadster Abarth 124 Spider ist die Sportversion des gleichnamigen Fiat, wird von Mazda in Japan gebaut und ist eine italienisch-japanische Co-Produktion, letztlich aber ein Mazda MX5, dessen Kleid sich zumindest an der Frontpartie deutlich vom fernöstlichen Erfolgsmodell unterscheidet. Auch der schmucke Oben-Ohne-Flitzer vertraut auf den 1,4-Liter-Vierzylinder, der im Spider auf 125 kW/170 PS kommt. Das Spaßmobil kostet 40.000 Euro, ist recht komplett ausgestattet und bietet eine erfreulich kurze Aufpreisliste. Die LED-Scheinwerfer im Paket mit diversen Sensoren fürs Einparken oder automatisches Lichteinschalten bei Dunkelheit ist mit 1.890 Euro das teuerste Goodie.

Mini mit maximaler Leistung: Topmodell der 500-Abarths ist der 695 Biposto, der immerhin 190 PS in den Vortrieb wirft
Mini mit maximaler Leistung: Topmodell der 500-Abarths ist der 695 Biposto, der immerhin 190 PS in den Vortrieb wirft

Der bildschöne Spider, bei Bedarf bis zu 232 km/h flott, wird den Namen Abarth weiter bekanntmachen und die Verkäufe deutlich nach oben treiben. Carlo Abarth, der auf einem Wiener Friedhof seine letzte Ruhe fand, wird vom Tuner-Himmel aus mit alpenländischer Genugtuung gen die Erde blicken. (Peter Maahn/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Mercedes-Benz E63 AMG – Duo infernale

Die Anfang 2016 gestartete neue E-Klasse-Generation ergänzt Mercedes Anfang 2017 um den E63 AMG. Wie schon beim Vorgänger wird sie in zwei Varianten antreten. In der Standardausführung sind 420 kW/571 PS und 750 Newtonmeter angesagt, die S-Version kann sogar 450 kW/612 PS und 850 Newtonmeter an alle vier Räder wuchten. Statt der bisherigen 5,5-Liter-Maschine kommt im E63 künftig der aus dem AMG GT bekannte 4,0-Liter-V8-Biturbo zum Einsatz, der trotz des deutlich verkleinerten Hubraums neben mehr Leistung auch bessere Fahrleistungen erlaubt. Die Sprintzeit gibt Mercedes mit 3,5 respektive 3,4 Sekunden für den S an. Bisher lagen die Werte bei 4,2 beziehungsweise 3,6 Sekunden. Bei der Höchstgeschwindigkeit bleibt es bei den obligatorischen 250 km/h. Dieses Limit lässt sich ab Werk aber auf 300 km/h anheben, sofern man das Driver’s Package ordert.

Ordert der Kunde das Driver's Package, fährt der E63 AMG sogar werksseitig 300 km/h schnell
Ordert der Kunde das Driver’s Package, fährt der E63 AMG sogar werksseitig 300 km/h schnell

Verantwortlich für die deutliche Verkürzung der Sprintzeit bei der Standardversion ist der grundsätzlich serienmäßige Allradantrieb 4Matic+, der im Zusammenspiel mit einem ebenfalls serienmäßigem Sperrdifferenzial dafür sorgt, die überbordende Kraft in Vortrieb umzusetzen. Der Allradantrieb verfügt künftig über eine elektromechanische Kupplung, die, anders als bei der bisherigen 4Matic, eine variable Momentenverteilung erlaubt. Hieraus ergibt sich für die S-Version die Möglichkeit, im Drift-Modus alle Kraft an die Hinterachse zu schicken, was kontrolliertes Querfahren erlauben soll. Ebenfalls serienmäßig ist die neue neunstufige Sportautomatik, die mit nasser Anfahrkupplung statt des bisherigen Drehmomentwandlers ein besseres Ansprechverhalten bei weniger Gewicht ermöglichen soll. Das Getriebe soll außerdem schnelle Mehrfachrückschaltungen und eine Zwischengasfunktion bieten, was ein emotionales Schalterlebnis verspricht.

Neben der S-Version mit 612 PS bietet Mercedes die E-Klasse als 63 AMG noch in einer Standardvariante mit 571 PS an
Neben der S-Version mit 612 PS bietet Mercedes die E-Klasse als 63 AMG noch in einer Standardvariante mit 571 PS an

Die umfangreichen Antriebsneuerungen sorgen nicht nur für eine bessere Performance, sondern im Zusammenspiel mit einer Zylinderabschaltung auch für einen geringeren Spritkonsum. Den Normverbrauch für den E63 AMG gibt Mercedes mit rund 9 Litern auf 100 Kilometer an. Beim allradgetriebenen Vorgänger lag der Wert noch auf zweistelligem Niveau.

Der Innenraum des E63 AMG ist nobel und sportlich zugleich
Der Innenraum des E63 AMG ist nobel und sportlich zugleich

Darüber hinaus kann der neue E63 AMG noch mit einigen weiteren fahrdynamischen Veränderungen aufwarten. So wurde im Vergleich zum Vorgänger die Spur verbreitert. Zusatzverstrebungen sollen zudem eine noch steifere Karosserie garantieren. Außerdem gibt es eine Luftfederung namens Air Body Control, die es erlaubt, per Knopfdruck zwischen einer sportlichen oder komfortablen Einstellung zu wechseln. Ebenfalls in drei Stufen einstellbar ist die variabel übersetzte Parameterlenkung, die bei langsamer Fahrt nur nach leichten Lenkbewegungen verlangt.

Leder und Carbon bietet der E63 AMG satt
Leder und Carbon bietet der E63 AMG satt

Mitte November 2016 feiert der neue E63 auf der Los Angeles Autoshow Weltpremiere. Bestellbar ist der brachiale Familien-Benz ab Anfang 2017. Die Auslieferung startet im Frühjahr. Einen Preis haben die Stuttgarter noch nicht genannt, doch angesichts der technischen Aufrüstung dürfte der bisherige Basispreis von 109.000 Euro wohl deutlich steigen. (Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Peugeot 3008 – Das etwas andere SUV

Statt als Van ist die zweite Generation des Peugeot 3008 als lupenreiner SUV angetreten. Ab Ende Oktober ist der neue Peugeot ab 22.900 Euro in Deutschland zu haben.

Äußerlich kommt der 3008 im typischen SUV-Stil mit bulligem Kühler und kantiger Karosserie daher. Der Innenraum setzt hingegen sehr eigene Akzente. Das Kombiinstrument zum Beispiel ist nicht hinter dem Lenkrad, sondern oberhalb platziert. Diese eigenwillige Lösung hat Peugeot vor einigen Jahren bereits beim 208 eingeführt. Doch statt auf analoge Rundinstrumente wie beim Kleinwagen-Bruder setzen die Franzosen beim 3008 auf das rein digitale i-Cockpit.

Fahrtechnisch hinterlässt der Franzose einen angenehmen, pkw-artigen Eindruck. Trotz erhöhter Bodenfreiheit und Sitzposition hat man eigentlich nicht das Gefühl, in einem SUV zu sitzen. Der 3008 ist handlich und direkt, folgt präzise den Lenkvorgaben und bietet dennoch sehr manierlichen Federkomfort

Bereits der kleine 1,2-Liter-Basisbenziner vermittelt auch längsdynamisch Fahrfreude. Trotz Downsizing mobilisiert der Turbomotor 96 kW/130 PS und 240 Newtonmeter Drehmoment. Damit kann der 3008 in immerhin 10,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 sprinten und bis zu 188 km/h schnell werden. Der Normverbrauch ist mit 5,1 Litern hingegen niedrig. Einen halben Liter mehr braucht der 1,6-Liter-Einstiegsdiesel BlueHDi 120, der 88 kW/122 PS und 300 Newtonmeter Drehmoment leistet. Wer den Diesel will, muss im Vergleich zum Einstiegsbenziner mindestens 5.500 Euro Aufpreis hinnehmen. Allerdings gibt es den 1.6 HDi erst mit der nächsthöheren Ausstattung Active, die unter anderem Nettigkeiten wie eine Klimaautomatik oder eine Audioanlage bietet. Neben dem 122-PS-Selbstzünder bietet Peugeot noch Diesel mit 110 kW/150 PS und 132 kW/180 PS an. Allradantrieb ist übrigens für keine Variante im Angebot. Immerhin sorgt die Regelelektronik mit speziellen Fahrprogrammen für Sand, Matsch, Schnee und Asphalt für etwas Offroad-Kompetenz.

Grundsätzlich üppig ist das Platzangebot im 3008, auch für erwachsene Gäste im Fond. Der Kofferraum hat standardmäßig Platz für über 500 Liter Gepäck, zudem gibt es einen verschiebbaren Kofferraumboden. Bei umgeklappter Rückbanklehne wächst der Stauraum auf 1.500 Liter. (Dirk Schwarz/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Abarth 695 biposto – Mehr geht nicht

Schon der Name gibt Rätsel auf. Biposto steht mitnichten für einen besonders veranlagten Postbeamten oder einen doppelt besetzten Wachposten vor dem dem Studio eines Mailänder Modedesigners. „Posto“ heißt übersetzt „Sitze“. Wir lernen also, dass die 3,66 Meter kurze Abarth-Version des kultigen Fiat 500 nur zwei Insassen mit auf die rasante Fahrt nehmen kann. Es gäbe zwar Platz für eine Rückbank. Doch der ist blockiert vom Gestänge eines massiven Überrollkäfigs samt knallroter Zusatzgurte, die durch die Rücklehnen der Sitze nach vorne geführt werden. Beides ist dann hilfreich, wenn dem ambitionierten Biposto-Lenker wirklich mal die Straße ausgeht.

Rein optisch macht der entfernte Verwandte eines Alltagsautos, wie es der Fiat 500 nun mal ist, ordentlich etwas her
Rein optisch macht der entfernte Verwandte eines Alltagsautos, wie es der Fiat 500 nun mal ist, ordentlich etwas her

Und die Gefahr droht allemal. Denn die Riesenherde an Zugpferden unter der kurzen Haube zerrt heftig am Lenkrad, wenn das rechte Pedal die Rolle der Sporen übernimmt. Dank elektronischer Hilfe und Sperrdifferential können die Vorderräder des Winzling die Kraft von 139 kW/190 PS tatsächlich verkraften, was allerdings ein energisches Zupacken beim Beschleunigen erfordert. Lässige Lenkarbeit wie in einem beliebigen PKW verleitet den Abarth zum Abweichen vom geraden Weg. Flottes Fortkommen will geübt sein, wenn die knapp sechs Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 erreicht werden sollen.

Damit all die da draußen auch mitbekommen, welche Art von Derwisch da unterwegs ist, hält der 1,4-Liter-Turbomotor auch mit seiner Geräuschentwicklung nicht hinterm dem Berg
Damit all die da draußen auch mitbekommen, welche Art von Derwisch da unterwegs ist, hält der 1,4-Liter-Turbomotor auch mit seiner Geräuschentwicklung nicht hinterm dem Berg

Ähnliches gilt für die Schaltarbeit. Blankes Metall, aus dem der Schaft des Schaltknüppels wie ein Spazierstock herausragt, beherrscht den Raum vor den Vordersitzen. Hier wurde nicht etwa die Abdeckung vergessen. Der ungetrübte Blick ins Innenleben des Schaltgestänges gilt nun mal als sportlich-schick. Die optische Urigkeit erspart dem Fahrer aber nicht seine akustische Unzulänglichkeit beim Schalten. Denn erst nach langer Praxis, bei der zuweilen auch das fast vergessene Zwischengas zum Einsatz kommen sollte, gelingt das lautlose Einlegen der Gänge. Abarth selbst beruhigt: „Das Getriebe ist hart im Nehmen“.

Knapp 40.000 Euro werden für den Biposto fällig
Knapp 40.000 Euro werden für den Biposto fällig

All das werden die Fans solcher durchweg unvernünftigen Art von Autos besonders schätzen. Playstation oder X-Box lassen grüßen, wenn es um das meist kostenpflichtige Hinzufügen von allerlei sportiven Extras geht. Ob ein Kunststofffenster mit kleiner Schiebeluke, Schlaufen statt Griffen zum Zuziehen der Tür, Motorhaubenverschlüssen aus Titan, Schalensitzen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff oder ein Datenaufzeichnungssystem, das Rundenzeiten ebenso speichert wie die Querbeschleunigung. Vieles davon dient der Gewichtseinsparung auf knapp unter einer Tonne (ohne Fahrer). Somit ist jedes PS für nur 5,2 Kilogramm zuständig.

Wohlgemerkt, der Abarth 695 biposto ist ein Rennwagen im Westentaschenformat. Aber eben einer mit Straßenzulassung für den öffentlichen Verkehr. Damit all die da draußen auch mitbekommen, welche Art von Derwisch da unterwegs ist, hält der 1,4-Liter-Turbomotor auch mit seiner Geräuschentwicklung nicht hinterm dem Berg. Dabei kann er auf den künstlich erzeugten Klang eines Generators verzichten. Alles ist echt. Die Schalldämpferanlange kommt vom slowenischen Spezialisten Akrapovic, der sich einst Motorrädern widmete.

Was nicht wichtig ist, wurde weggelassen
Was nicht wichtig ist, wurde weggelassen

Dabei ist der Vergleich zwischen dem rasanten Abarth und einem Motorrad durchaus erlaubt. Wenig Komfort, nur beschränkter Platz z.B. im Kofferraum, ein starker Motor und eben Räder dran. Vielleicht lassen sich ja an sich eingefleischte Biker zum Kauf eines Biposto verleiten, der schließlich mit der nötigen Behutsamkeit auch bei Regen genutzt werden kann. Denn rein optisch macht der entfernte Verwandte eines Alltagsautos, wie es der Fiat 500 nun mal ist, ordentlich etwas her. Beispiele sind die 18-Zoll-Räder, in deren Innenleben die Sättel der Brembo-Bremsen in sattem Rot leuchten.

Bleibt die Frage nach Kunden solcher Autos. Spielzeuge für betuchte Zeitgenossen, die einfach nicht vernünftig werden wollen. Oder Abi-Geschenk für den Universalerben, der für die Fahrt zum Liegeplatz der Luxusyacht nicht immer Papas Rolls Royce blockieren soll. Oder vielleicht doch junge Freaks, die ihr Sparkonto plündern und von einer Karriere auf den Rennpisten träumen. Für alle gilt: Bitte ein professionelles Fahrertraining buchen und fleißig auf abgesperrten Strecken üben. (Peter Maahn/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Markenausblick Jaguar Land Rover – Geländeparcours mit Hindernissen

Erfolg kann manchmal auch zum Fluch werden. Jaguar Land Rover (JLR), seit mehr als sechs Jahren im Besitz des indischen Tata-Konzerns, geht es so blendend wie nie zuvor. Die Briten feiern ein Rekordjahr nach dem nächsten. Seit 2009 hat sich der Absatz mehr als verdoppelt. Die Marke hat kein „faules Ei“ im Nest. Sämtliche Modelle, ob Limousinen, SUVs oder Sportwagen, kommen bei den Kunden gut an. Das Design stimmt, das Image stimmt, die Technik stimmt. Und doch hat JLR ein Problem: Den für 2021 von Brüssel geforderten CO2-Flottenausstoß zu schaffen. Ansonsten drohen empfindliche Strafen und damit einhergehender Imageverlust. Für jedes Gramm CO2 zu viel hat die EU den Herstellern ein Bußgeld von 95 Euro angedroht. Was zunächst nach wenig klingt, kann sich zu beachtlichen Beträgen von zig Millionen Euro addieren.

Lange konnten sich beide Traditionsmarken als sogenannte Nischenhersteller bequem zurücklegen. Doch nun, mit jährlich zusammen über 500.000 produzierten Einheiten, ist der Welpen-Schutz vorbei. Es gilt auch für JLR die 95-Gramm-Regel, die aufgrund der größeren Gewichtsklassen, in denen die meisten Modelle unterwegs sind, noch ein paar Gramm nach oben abweichen darf. Aber selbst 102 oder gar 105 g/km liegen derzeit Lichtjahre entfernt vom heutigen Flottenwert (165 g/km). Nur ein einziges Fahrzeug, der Jaguar XE mit dem 163 PS starken Einstiegsdiesel, erreicht 99 g/km. Löblich. Dafür schlägt ein XJR mit V8-Kompressor und 550 PS mit 264 g/km zu Buche. Bei Land Rover ist die Spreizung ähnlich. Sie reicht von 113 g/km (Evoque) bis zum großen Range Rover mit 299 g/km.

Ausgleichsmodelle wie Kleinwagen in hoher Stückzahl oder gar Plug-in-Hybride sowie Elektrofahrzeuge mit Mehrfachzählungen (Supercredits)? Fehlanzeige. Erstere wird es nicht einmal auf lange Sicht nicht geben, letztere haben dagegen Dringlichkeitsstufe eins. Anstelle den Hybrid-Supersportwagens C-X75 (spielte im Bond-Film „Spectre“ mit) zur Serienreife zu bringen, kündigte Jaguar bereits an, bis Ende 2019 zwei reine Elektromodelle auf den Markt bringen zu wollen, eine Limousine und einen SUV.

In den zeitlichen Rahmen würde da die nächste Generation des XJ passen. Die aktuelle Version wird seit 2009 gebaut. Das Flaggschiff könnte als Gegenstück zum Tesla Model S positioniert werden. Ein zweites Eisen im Feuer hätte Jaguar mit dem SUV F-Pace (seit diesem Jahr auf dem Markt), der als Elektrovariante deutlich mehr Kunden ansprechen würde. Aufs gleiche Crossover-Pferd setzen auch Mercedes mit der Serienversion des EQ und Audi mit dem C-BEV, der vermutlich Q6 e-tron heißen wird. Jaguars SUV mit Stromantrieb (Projektname J-Pace) könnte E-Pace am Heck tragen. Zumindest hat man sich diese Bezeichnung schützen lassen. Gut möglich, dass der E-Pace als Studie in wenigen Wochen auf der Los Angeles Auto Show Premiere feiert.

E-Drive-Erfahrung sammeln die Briten derzeit in der Formel E. Hier hat Jaguar ein Team am Start und nutzt die Rennserie, das Know-how im Bereich der Elektromobilität voranzutreiben. Das gesammelte Wissen kommt natürlich auch der Schwester Land Rover zugute. Zunächst war zu lesen, die Offroad-Marke soll ausschließlich den Plug-in-Hybrid-Part übernehmen. Ob dies so bleibt, ist ungewiss. Vorstellbar ist durchaus eine BEV-Variante (Battery Electric Vehicle), vielleicht sogar als Defender, der Anfang dieses Jahres eingestellt wurde und 2019/20 in Neuauflage beim Händler stehen soll. Entwickelt hat JLR bereits ein E-Modul (EDM), das für nahezu jeden Getriebetyp einsetzbar ist und sogar als alleiniger Antrieb genutzt werden kann. Auch am 48-Volt-Teilbordnetz arbeiten die britischen Ingenieure.

Für den weltweiten Vertrieb von Plug-in-Hybrid-Modellen steht ab nächstem Jahr der komplett neu entwickelte Zweiliter-Vierzylinderbenziner aus der Ingenium-Familie bereit. Kombiniert wird das 296-PS-Turboaggregat mit einer ZF-Achtgangautomatik und kommt in den großen Modellen zum Einsatz. Evoque und Discovery Sport erhalten dagegen einen Dreizylinder-Ingenium-Dieselmotor als Plug-in-Hybrid.

Helfen, die CO2-Werte nach unten zu bringen, soll natürlich auch der Leichtbau. Es ist davon auszugehen, dass zukünftig bei JLR jedes neue Modell in Vollaluminiumbauweise vom Band rollt mindestens 75 Prozent Recyling-Alu enthalten wird (interne Zielwerte), um die Energiekosten bei der Herstellung massiv zu senken. Keine Automarke der Welt fertigt schon heute einen größeren Anteil ihres Portfolios in Leichtmetall. Davon ausgenommen ist nicht einmal der Kult-Geländewagen Defender, bei dem man sich sogar vom klassischen Leiterrahmen verabschiedet und ebenfalls auf das PLA-Monocoque (Premium Lightweight Architecture), wie schon beim neuen Discovery (Marktstart: Frühjahr 2017) setzt.

Noch geheim hält Jaguar Land Rover, wo man welche neuen Modelle fertigen wird. Zur Disposition steht das neue Werk in der Slowakei sowie als Partner Magna Steyr in Graz. Man sei da sehr flexibel, heißt es aus der britischen Zentrale. So wanderte bereits der Jaguar XE von Solihull nach Castle Bromwich, um für den F-Pace Platz zu machen, der dort zusammen mit den großen Aluminium-Geländewagen gefertigt wird. Halewood ist komplett mit dem Evoque ausgelastet, noch immer der Bestseller. Einen weiteren Schub hat die Cabrioversion gebracht. Allein in Deutschland sorgte der offene Lifestyle-SUV für ein Plus von 20 Prozent an der Baureihe.
(Michael Specht/SP-X)

Mercedes Pick-up X-Klasse – Aller Laster Anfang

Wer heute auf US-Highways unterwegs ist, dem wird schnell und unmissverständlich vor Augen geführt: Pick-ups sind die Lieblinge der Nation. Seit Jahrzehnten gehören sie zum festen Straßenbild. Ähnlich, nur eine Nummer kleiner, sieht es in Südamerika, Südafrika, Asien und Australien aus. Pickups zählen zu den nützlichsten Fahrzeugen überhaupt. Transportiert wird so gut wie alles. Wo in alten Lassie-Filmen noch Heuballen und Holzfässer auf der Pritsche lagen, fahren heute auch Jetski, Quads und Cross-Motorräder mit.

Ganz anders sieht die Welt in Europa und Deutschland aus. Hier zählen die Pick-ups eher zu den Ausnahmeerscheinungen. Die größte Zielgruppe sind berufliche Nutzer. Pick-ups werden als Arbeitsgerät für Gewerbe, Handwerk, Forstwirtschaft und Kommunen eingesetzt. Entsprechend spärlich ist der Marktanteil: 0,5 Prozent. Es gibt mehr Elektroautos bei uns.

All dies soll und wird sich ändern, glaubt zumindest Dr. Marion Friese. „Das Segment der Mid-size-Pickups wird weltweit bis 2025 um 39 Prozent wachsen, weil diese Fahrzeuge keine reinen Arbeitstiere mehr sein werden, sondern auch den Freizeit- und Lifestyle-Anspruch abdecken“, sagt die Leiterin Marketing Mercedes-Benz Vans.

Mercedes-Benz Concept X-CLASS powerful adventurer – Exterieur, Lemonaxmetallic ; Mercedes-Benz Concept X-CLASS powerful adventurer – Exterior, Lemonax metallic;
Mercedes-Benz Concept X-CLASS powerful adventurer – Exterieur, Lemonaxmetallic ;
Mercedes-Benz Concept X-CLASS powerful adventurer – Exterior, Lemonax metallic;

Die Stuttgarter wollen hier ab Ende 2017 die Premium-Rolle spielen und das Segment kräftig aufmischen. Die X-Klasse, so der Name des neuen Lasters tritt dann gegen Mitbewerber wie der Mitsubishi L200, Toyota Hilux, Nissan Navara, VW Amarok, Ford Ranger, Fiat Fullback und bald auch der Renault Alaskan an. Nur mit dem Unterschied: Man will der „Mercedes unter den Pick-ups“ sein. Heißt: mehr Komfort, mehr Qualität, mehr Sicherheit, mehr Luxus. Ohne jedoch dabei die traditionellen Tugenden zu verlieren, die einen Pick-up bislang ausmachten: hart im Nehmen, volle Geländetauglichkeit, Robustheit, hohe Anhängelast. 3,5 Tonnen darf die X-Klasse ziehen, über eine Tonne laden. 60 Getränkekisten passten auf die Pritsche oder auch vier Kubikmeter Kaminholz.

Mercedes-Benz Concept X-CLASS powerful adventurer – Interieur, Kombination aus schwarzem Nappaleder in Glanzoptik und schwarzen, geprägten Lederflächen im Carbon-Stil, Akzente in der Farbe des Exterieurlacks (Lemonaxmetallic) ; Mercedes-Benz Concept X-CLASS powerful adventurer – Interior, Mix of glossy black nappa leather and carbon-style black embossed leather surfaces, Highlights in colour of exterior paint finish (lemonax metallic);
Mercedes-Benz Concept X-CLASS powerful adventurer – Interieur, Kombination aus schwarzem Nappaleder in Glanzoptik und schwarzen, geprägten Lederflächen im Carbon-Stil, Akzente in der Farbe des Exterieurlacks (Lemonaxmetallic) ;
Mercedes-Benz Concept X-CLASS powerful adventurer – Interior, Mix of glossy black nappa leather and carbon-style black embossed leather surfaces, Highlights in colour of exterior paint finish (lemonax metallic);

Technisch ist der Mercedes Pickup mit dem Nissan Navara verwandt, auch wenn man darüber in Stuttgart nicht gerne spricht. „Das Design, die Karosserie, das Interieur, der Antrieb, die Achsen, alles ist Mercedes-Benz“, sagt Projektleiter Dr. Klaus Benzinger. Nur der Leiterrahmen bildet eine gemeinsame Basis. Zudem lässt Mercedes die X-Klasse bei Nissan in Barcelona zusammen mit dem Navara produzieren. Die Kooperation rührt aus der Partnerschaft von Daimler mit Renault/Nissan und soll vor allem auf der Kostenseite Synergie-Effekte erzielen.

Ausstatten wird Mercedes seinen Lifestyle-Laster zunächst mit einem Dreiliter-V6-Diesel, permanenten Allradantrieb, Kriechgang und zwei Differenzialsperren. Über Leistungen spricht Benzinger noch nicht. Ausgehen sollte man jedoch von mindestens 260 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment. Genug, um den Bootsanhänger aus dem Wasser oder den Pferde-Trailer von der Wiese zu ziehen. Es wird die X-Klasse aber auch als Vierzylinder-Diesel mit Nissan-Antrieb geben. Für einige außereuropäische Märkte wird Mercedes sogar einen Vierzylinder-Benziner anbieten.

Im Innenraum gleicht die X-Klasse einem Luxus-Laster. Freier Bildschirm, MMI-Bedienung aus der C-Klasse, Multifunktionslenkrad, Chrom, Aluminium, Carbon und Leder. Ganz klar, hier sollen neue Kunden angesprochen werden. Kunden, die jetzt vielleicht einen SUV fahren oder einen Kombi, und die es cooler finden, zukünftig mit einem Pick-up aufzukreuzen, selbst wenn sie mitten in der Großstadt wohnen. In der Aufpreisliste stehen zudem diverse Zubehör-Features zur Individualisierung. Das Segment ist prädestiniert fürs sogenannte „Customizing“. Dazu zählen fette Chrom-Überrollbügel, dicke Räder und coole Camping-Kabinen.

Auch für Preise ist es noch viel zu früh. Und sie sind schwer vergleichbar. Denn die X-Klasse gibt es vorerst nur als Doppelkabine. „Wir werden aber wettbewerbsfähige Preise haben“, sagt Marketing-Frau Marion Friese“, schließlich sind wir der neue Mitspieler im Segment. Zur Orientierung: Der VW Amarok, Bestseller in seiner Klasse, beginnt bei 41.000 Euro.

Mercedes-Benz Concept X-CLASS powerful adventurer – Exterieur, Lemonaxmetallic ; Mercedes-Benz Concept X-CLASS powerful adventurer – Exterior, Lemonax metallic;
Mercedes-Benz Concept X-CLASS powerful adventurer – Exterieur, Lemonaxmetallic ;
Mercedes-Benz Concept X-CLASS powerful adventurer – Exterior, Lemonax metallic;

Die X-Klasse ist nicht der erste Pick-up von Mercedes. Bereits in den 50er-Jahren werkelten Karosseriebauer wie „Binz“ und „ Lueg“ an Pkws herum und modifizierten sie zum Kleinlaster. Ab 1972 liefen in Argentinien sogar offiziell Pick-ups auf Basis des Strich-8 (intern W 115) von den Bändern. Das Modell 220 D hörte auf den wohlklingenden Namen sich „La pickup“. Einige Exemplare schafften es sogar bis nach Europa. Die Eisenbahngesellschaft Stuttgart SSB importierte den Stich-8-Laster nach Deutschland. Auch die berühmte G-Klasse gab es Pick-up-Derivat. (Michael Specht/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Rolls-Royce Dawn Inspired by Fashion – Nix von der Stange

Wer seinen Rolls-Royce Dawn in besonders distinguierter Aufmachung will, kann sich ab November 2016 von der Bespoke-Abteilung des britischen Luxuswagenherstellers über die Möglichkeiten der Sonderedition Inspired by Fashion beraten lassen. Das erweiterte Individualisierungsangebot wurde von einem Team von Modedesignern der Haute-Couture-Szene zusammengestellt.

Ab November 2016 können sich Kunden bei der Bespoke-Abteilung von Rolls-Royce über das Inspired-by-Fashion-Programm beraten lassen
Ab November 2016 können sich Kunden bei der Bespoke-Abteilung von Rolls-Royce über das Inspired-by-Fashion-Programm beraten lassen

Basis für die Inspired-by-Fashion-Edition ist der Dawn in arktikweißer Außenfarbe und einer schwarz-weißen Innenausstattung. Als auffälligen Kontrast zur Karosserie bietet Rolls-Royce das Stoffdach in den auffälligen Kolorierungen Mugello-Rot, Cobalto-Blau und Mandarin an. Zusätzlich gibt es auf die jeweilige Dachfarbe hin abgestimmte Farbakzente für den Innenraum. Hier setzen unter anderem Einleger in den Türen, Ziernähte für die Ledersitze oder ein zweifarbiges Lederlenkrad auffällige Akzente.

Als Basisfarbthema bietet Rolls-Royce den Dawn Inspired by Fashion mit einem schwarz-weißen Innenraum
Als Basisfarbthema bietet Rolls-Royce den Dawn Inspired by Fashion mit einem schwarz-weißen Innenraum

Schließlich wurde das Armaturenbrett aufwendig mit einem mit Aluminiumpartikeln angereicherten weißen Klavierlack veredelt. Das Auftragen der seidenartig wirkenden Oberfläche soll neun Tage in Anspruch nehmen. Als glanzvollen Höhepunkt gibt es eine exklusiv wie ein Juwel inszenierte Uhr in der Armaturenbrettmitte. Die Auslieferung der ersten Dawns Inspired by Fashion wurde für das Frühjahr 2017 angekündigt.

Ist das Dach Mugello-Rot, finden sich auch in den Türen entsprechende Farbakzente wieder
Ist das Dach Mugello-Rot, finden sich auch in den Türen entsprechende Farbakzente wieder
Farbenfrohes Individualisierungsprogramm: Rolls-Royce bietet speziell für den Dawn das Bespoke-Programm Inspired by Fashion an
Farbenfrohes Individualisierungsprogramm: Rolls-Royce bietet speziell für den Dawn das Bespoke-Programm Inspired by Fashion an

(Mario Hommen/SP-X)

Neuer Mini Countryman – Größer war noch keiner

Mini lässt den Countryman in der zweiten Generation zum vollwertigen SUV wachsen. Dazu gibt es neue Motoren, erstmals einen Plug-in-Hybridantrieb und ein paar neue Spielereien. Premiere feiert der Fünftürer auf der Auto Show in Los Angeles (18. bis 27. November), die Markteinführung in Europa erfolgt im Februar 2017 zu Preisen ab 26.500 Euro.

War der erste Mini Countryman seinen Schwestermodellen im Kleinwagensegment gerade soeben entwachsen, ist die Neuauflage knapp einen halben Meter länger als Dreitürer und Cabrio. Selbst den zuletzt ebenfalls kräftig gewachsenen Kombi Mini Clubman überragt das SUV mit seinen nun 4,30 Metern zwischen Kühlergrill und Endrohr deutlich. Das komme auch dem Innenraum zugute, verspricht der Hersteller, der fünf vollwertige Sitzplätze und ein klares Plus bei Raumkomfort und Variabilität ankündigt.

Rund 4,30 Meter misst der Mini
Rund 4,30 Meter misst der Mini

Äußerlich wirkt der Countryman nun zwar im Profil länger, die typisch knackigen Proportionen der Marke sehen aber zumindest auf Bildern aus, als wären sie erhalten geblieben. Auch an der übrigen Optik hat sich wenig geändert. Die Scheinwerfer sind ein wenig ovaler geworden, die Stoßstange wuchtiger und die Blinker in den Kotflügeln sind nun in ein pfeilförmiges Gehäuse gefasst. Innen orientiert sich der Countryman am Stil seiner aktuellen Geschwister, setzt sich aber mit größer dimensionierten Flächen im Detail von ihnen ab. Eine Spezialität ist auch die Touchscreen-Funktion für den runden Zentralbildschirm in der Mittelkonsole. Den bekannten Drehregler mit eigenem Touch-Feld gibt es aber weiterhin.

Die Picnic Bench kostet 120 Euro
Die Picnic Bench kostet 120 Euro

Auch an ein paar neue Spielereien haben die Entwickler gedacht. So gibt es nun einen „Country Timer“, der die offroad verbrachte Zeit misst. Analog zu dem weiland beim Cabrio eingeführten „Always Open Timer“ zur Messung der Offenfahr-Zeit soll er offenbar Lust auf die Fahrt abseits befestigter Straßen machen. Motiviert wird der Fahrer mit einer netten Grafik auf dem Bordmonitor. Eine weitere Neuerung ist der „Find Mate“ – ein Finde-Kumpel – ein Bestandteil des aufpreispflichtigen Online-Pakets. Wer dieses bestellt, erhält eine Handvoll sogenannter Tags, die sich an Reisgepäck, Schlüsselbund oder Handy befestigen lassen und von dort ihren jeweiligen Standort ans Auto funken. Vergessene Koffer oder Smartphones sollen so der Vergangenheit angehören. Ebenfalls praktisch: Die „Picnic Bench“ für 120 Euro – eine Zweier-Sitzbank zum Auflegen auf die Kofferraumschwelle. Bei Nichtgebrauch wird sie unter dem doppelten Laderaumboden verstaut.

Der Country Timer soll Lust auf Fahrten im Gelände machen
Der Country Timer soll Lust auf Fahrten im Gelände machen

Das Motorenprogramm des Countryman besteht zunächst aus je zwei Otto- und Dieselmotoren, die jeweils in Kombination mit Front- oder Allradantrieb (plus 2.000 Euro) zu haben sind. Den Einstieg markiert ein 1,5-Liter-Benziner mit 100 kW/136 PS zu Preisen ab 26.500 Euro, darüber rangiert ein 141 kW/192 PS starker 2,0-Liter-Benziner (ab 29.900 Euro). Der Basismotor unter den beiden 2,0-Liter-Dieseln leistet 110 kW/150 PS (ab 29.500 Euro), die stärkere Ausführung kommt auf 140 kW/190 PS (ab 33.900 Euro). Die Kraftübertragung leisten serienmäßig Sechsgang-Schaltgetriebe, beim stärksten Diesel ist eine Achtgangautomatik obligatorisch.

Das Cockpit ist flächiger als bei anderen Modellen der Marke
Das Cockpit ist flächiger als bei anderen Modellen der Marke

Während die konventionellen Motoren bereits von den anderen Modellen der Marke bekannt sind, feiert im Countryman der erste Plug-in-Hybridantrieb der BMW-Tochter Premiere. Allerdings noch nicht zur Markteinführung, sondern erst einige Monate später. Die Kombination aus Dreizylinderbenziner und einem E-Motor für die Hinterachse kommt gemeinsam auf 165 kW/224 PS und soll sich mit 2,1 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern begnügen. Die rein elektrische Reichweite wird mit 40 Kilometern angegeben.

Das Mini-SUV ist zum kleinen Kompakt-SUV gewachsen
Das Mini-SUV ist zum kleinen Kompakt-SUV gewachsen

Die Ausstattung des neuen Countryman hängt im Detail von der Motorisierung ab, immer an Bord sind jedoch Klimaanlage, Audiosystem und grauer Metalliclack. Gegen Aufpreis gibt es neben zahllosen Design-Individualisierungen unter anderem LED-Licht (990 Euro), ein adaptives Fahrwerk (500 Euro) und ein Head-up-Display (600 Euro). Insgesamt ist die Neuauflage deutlich teurer geworden als die alte – und knapp 20 Zentimeter kürzere. Während nun mindestens 26.500 Euro fällig werden, kostet das vergleichbare Modell (Cooper) bislang 22.700 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Renault Scénic – Ein Van kommt selten allein

Kinder wie die Zeit vergeht: Vor 20 Jahren kam der erste Renault Scénic auf den Markt, damals noch mit dem Zusatz Mégane. Mit ihm brachten die Franzosen frischen und besonders familienfreundlichen Wind in die Kompaktklasse und erfanden den Kompaktvan. Erhöhte Sitzposition, verschiebbare und ausbaubare Einzelsitze im Fond und pfiffige Ideen rund ums Verstauen von Gepäck und Kleinteilen machten ihn zu einem Bestseller. Die Kinder, die damals auf den Rücksitzen der ersten Generation Platz genommen haben, sind mittlerweile Zielgruppe für die vierte Auflage, die seit Mitte Oktober zu Preisen von mindestens 19.990 Euro bei den Händlern steht.

Gegenüber dem direkten Vorgänger ist der Neue nur leicht gewachsen
Gegenüber dem direkten Vorgänger ist der Neue nur leicht gewachsen

Mit 4,41 Metern von Stoßstange zu Stoßstange hat der Scénic des Jahres 2016 um vier Zentimeter in der Länge im Vergleich zum unmittelbaren Vorgänger zugelegt. Dazu hat er noch in der Breite (plus 2,1 Zentimeter auf 1,87 Meter) sowie beim Radstand (plus 3,2 Zentimeter auf 2,73 Meter) zugelegt. Dazu gibt es noch ein deutlicheres Mehr an Design. Der Neue geht auf den ersten Blick als kleiner Bruder des großen Van Espace durch; wählt man noch die Zweifarben-Lackierung sieht er in Verbindung mit den serienmäßigen (!) 20-Zoll-Felgen richtig gut aus. Der Wandel vom eher biederen klassischen Van-Design zum angesagten Crossover-Formen hat aber auch Nachteile. So kommen lang gewachsene Fondpassagiere dem Dachhimmel dank der niedrigeren Dachhöhe (minus 2 Zentimeter auf 1, 65 Meter) nahe. Tummelplatz für die zweite Reihe dürften aber wie eh und je die lieben Kleinen sein. Und die können dank Klapptischen an den Rücksitzlehnen von Fahrer und Beifahrer, vielen Staufächern und je nach Ausstattungslinie mit der weit nach hinten verschiebbare Mittelkonsole sowie und Multimedia-Anschlüssen das Unterwegsein kindgerecht genießen. Anders als früher gibt es aber keine Einzelsitze mehr. Die Rückbank ist im Verhältnis 1/3 zu 2/3 geteilt. Die Komponenten lassen sich aber noch in Längsrichtung um 16 Zentimeter zugunsten von mehr Knie- oder Stauraum verschieben. Das Gepäckraumvolumen variiert zwischen 505 und 1.554 Litern. Das sind knapp 40 Liter mehr als beim Vorgänger. Wobei das Umlegen der Rücksitzlehnen einfach per Hebelzug aus dem Kofferraum oder wie beim Espace über das Multimediasystem erfolgen kann. Es entsteht ein ebener Kofferraumboden. Legt man noch die Rückenlehne des Beifahrersitzes um, lassen sich Gegenstände bis zu einer Länge von 2,61 Metern laden.

Für Unterhaltung ist gesorgt
Für Unterhaltung ist gesorgt

Der Arbeitsplatz des Fahrers wird von dem großen Touchscreen dominiert. Dieser ist das Bedienfeld für das Multimediasystem R-Link 2. Mit ihm lassen sich Navigation, Telefon, Fahrerassistenten, Komfortfunktionen sowie die Fahrmodi wie Sport oder Eco ansteuern und bedienen. Zu den angebotenen Helfern zählen unter anderem Verkehrszeichenerkennung, Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, Müdigkeitswarner oder Fernlichtassistent. Außerdem ist nun ein Head-up-Display erhältlich.

Zunächst stehen für den Scénic zwei Turbobenziner (mit 85 kW/115 PS und 97 kW/132 PS) und drei Diesel mit 81 kW/110 PS, 96 kW/130 PS und 118 kW/160 PS zur Wahl. Ende des Jahres folgt noch ein Dieselhybrid in Verbindung mit dem kleinen Selbstzünder. Der Verbrauch soll um rund einen halben Liter sinken, so dass Werte um 3,4 Liter für die Wegstrecke von 100 Kilometern erfahren werden sollen. Durch die Kombination mit einem 10 kW/13 PS-starken E-Motor dürfte sich der Preis für den 110-PS-Diesel aber um mindestens 1.000 Euro erhöhen. Die meisten Privatkunden dürften sich für den 132 PS starken Turbo (ab 25.090 Euro) entscheiden. Der ist spritzig genug, um auch bei Autobahnfahrten locker im Verkehrsfluss mitschwimmen zu können. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,8 Litern gibt er sich aber recht sparsam. Wer es etwas ruhiger angehen lassen möchte, ist auch mit dem kleinen Diesel (ab 24.990 Euro) gut bedient. Ganz im Sinne, dass ein Familienvan kein Sportwagen sein muss, eignet sich das Aggregat für entspannte Fahrweise. Der Diesel braucht zwar ein wenig um aus dem unteren Drehzahlband herauszukommen, einmal auf Touren gebracht, sorgt er für Gelassenheit.

Der Scénic bietet viel Platz für Ladung
Der Scénic bietet viel Platz für Ladung

Übrigens: Neben dem Scénic bietet Renault auch wieder die verlängerte Version des Vans an. Der um 23 Zentimeter längere und 1.300 Euro teurere Grand Scénic wird auf Wunsch auch als Siebensitzer angeboten (Aufpreis: 800 Euro). Damit dürften die Eltern von damals nun ein passendes Fahrzeug für den Enkeltransport finden. (Elfriede Munsch/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Hinter Gittern im VW load up!

Ruhig Blut! Es geht hier weder um schwedische Gardinen noch um sonst eine Art von Gefängnis, Knast oder Bau. Nein, Volkswagen bietet nun den load up! an, einen Lieferwagen, der über zwei Sitze verfügt, hinter denen ein Trenngitter installiert ist. Und damit zeigt sich schon der Haupt-Einsatzzweck des Mini-Flitzers: Kuriere, Pizzaboten und Konsorten bekommen mit dem load up! eine neue Alternative für das tägliche Liefergeschäft. Dabei darf das Ladegut sogar etwas größer ausfallen, schließlich bietet der Wolfsburger 990 Liter Ladevolumen. So darf die Pizza-Bestellung auch mal größer ausfallen.

Von außen sieht der load up! aus wie ein gewöhnlicher up!
Von außen sieht der load up! aus wie ein gewöhnlicher up!

Der VW up! gilt gemeinhin als so etwas, wie das Premium-Produkt unter den Kleinstwagen. Meist in weiß, wirkt er wie ein iPod – ganz schlicht und chic. Das geht dem load up! nicht ab, sondern nur seine Rückbank. Dafür erweitert sich hingegen der Kofferraum von der Kofferraumklappe bis zum serienmäßigen Trenngitter auf 990 Liter Volumen. Gepaart mit der Wendigkeit und Effizienz des Kleinwagen-Konzepts ergibt sich damit ein veritabler Großstadt-Transporter.

Der load up!: Innen Lieferwagen, außen iPod

Effizienz ist überhaupt ein großes Thema beim kleinen Lieferwagen. Als e-load up! wurde er in der Energieeffizienz mit einem A+ eingestuft. Das freut den Besitzer, da Stromer aktuell von der KFZ-Steuer befreit sind. Rechnet man den niedrigen Strom-Konsum hinzu, der sich auf 11,7 kWh/100 Kilometer beläuft, fährt man unter dem Strich wirklich günstig – wenn da nur der hohe Einstiegspreis nicht wäre. Rund 23.000 Euro muss man berappen, möchte man sich den elektrisch angetriebenen load up! vor den Laden stellen. Rechnet man die üppige Ausstattung mit Klimaautomatik, 15-Zoll-Leichtmetallfelgen und weiteren, vor allem optischen, Gimmick auf, fällt das Staunen über den hohen Basispreis geringer aus. Wenn man allerdings bedenkt, dass der e-load up! mit einer vollen Batterieladung nur maximal 160 km weit fährt, kommt man wiederum ins Grübeln.

vw-load-up-lieferwagen-2016-mein-auto-blog-1Doch es gibt noch andere Varianten, die weniger auf das Portemonnaie schlagen. So ist der City-Lieferwagen auch als 60 PS-Benziner mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,4 Litern erhältlich und kostet nur noch rund 9.300 Euro. Dafür bietet er so gut wie keine Ausstattung. Doch die Preisdifferenz von rund 13.000 Euro gegenüber dem Stromer will erst herausgefahren werden. Als weitere Alternative bietet sich noch die Erdgas-Variante an, der eco-load up!. Er startet bei rund 11.800 Euro und begnügt sich mit 2,9 Kilogramm Erdgas auf 100 Kilometer. Fragt sich nur, wo man das Erdgas tanken will, schließlich sind entsprechende Tankstellen rar gesät. Bei LPG sähe das schon ganz anders aus. Aber ein Pizza-Bote kommt ja gut rum und wird sicherlich den Weg zu einer Erdgas-Tankstelle finden.

Aktuelle Suchanfragen:

Ford-Vignale – Luxuskonzept kommt auch für kleinere Baureihen

Vor etwa einem Jahr startete Ford mit „Vignale“ eine besonders hochwertige Ausstattungslinie, die darüber hinaus auch spezielle Services offeriert. Den Anfang machte damals die Kölner Mittelklasse Mondeo, später kam der große Van S-Max und das aus den USA importierte SUV Edge hinzu. Auch für den jetzt überarbeiteten Kuga will Ford eine Vignale-Variante anbieten. Damit ist aber noch längst nicht Schluss: Offensichtlich plant das Unternehmen auch für kleinere Modelle wie den kompakten Focus oder den nächstes Jahr in einer völlig neuen Generation auf den Markt kommenden Kleinwagen Fiesta eine Vignale-Version. Zumindest lassen sich Äußerungen von Wolfgang Kopplin, Geschäftsführer Marketing und Verkauf bei Ford Deutschland, dahingehend interpretieren: „Wir können uns einen Ausbau der Vignale-Linie auch nach unten sehr gut vorstellen. Immerhin gibt es selbst im Kleinwagen-Bereich Käufer, die bereit sind für ein Fahrzeug mit Premium-Ausstattung 30.000 Euro und mehr auszugeben.“

Zu den Besonderheiten der Vignale-Fahrzeuge zählt neben serienmäßigen Assistenzsystemen, Leichtmetallfelgen, Lederausstattungen und speziellen Farben auch der für diese Ausstattungslinie typische Sechseckmuster-Kühlergrill. Darüber hinaus will Ford auch besondere Dienstleistungen anbieten, wie einen Hol- und Bringdienst bei Werkstatt-Terminen oder eine über 24 Stunden besetzte Hotline, die zum Beispiel auch Karten für verschiedene Veranstaltungen organisieren können soll. „Bisher wird bei uns in Deutschland rund jedes zehnte verkaufte Modell einer entsprechenden Baureihe mit Vignale-Emblem verkauft“, weiß Wolfgang Koppelin. „Damit liegen wir absolut im Rahmen unserer Erwartungen.“ Dieser Anteil solle in den nächsten Jahren nach und nach gesteigert werden. (Peter Eck/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Ford Mustang auf der SEMA – Wilde Herde

Bei der Tuningmesse SEMA in Las Vegas gibt seit vielen Jahren Zeit vor allem ein Auto den Ton an: der Ford Mustang. Anfang November 2016 werden wieder diverse Tuner Vorschläge unterbreiten, wie man den amerikanischen Kultsportler besonders eindrucksvoll in Szene setzen kann. Fünf extrascharfe Entwürfe stellen wir bereits vorab vor.

Als Salut an die amerikanische Luftwaffe ist das kompressorgeladene GT Concept von VMP Performance gedacht. Dank Zwangsbeatmung soll der 2,3-Liter-Motor 851 PS und 953 Newtonmeter Drehmoment mobilisieren. Die heißen Abgase werden seitlich über einen Auspuff von Cervini entlassen. Das tiefergelegte Auto steht zudem auf 19-Zoll-Rädern von Forgestar und ist mit Brembo-Stoppern von Ford Performance bewaffnet. Das Fahrzeug wurde innen zum Zweisitzer mit zwei Recaro-Sportsitzen mit Fünfpunktgurten umgebaut. Die graue Außenoptik mit Airbrush-Motiven soll Assoziationen an die US-Luftwaffe wecken.

Die Tuningvariante von VMP ist als Hommage an die US-Luftwaffe gedacht
Die Tuningvariante von VMP ist als Hommage an die US-Luftwaffe gedacht

Orange ist das neue Schwarz lautet das Motto des von Stitchcraft umgebauten Mustang Cabriolets. Neben der Außenhaut wurde hier auch der Innenraum großflächig mit der grellen Farbe in Szene gesetzt. Eine Lachgaseinspritzanlage von NX Nitrous Express und ein Kühler von AFE dürften zudem dem 2,3-Liter-Ecoboostmotor zu einem gewaltigen Leistungsschub verhelfen. Der Performance zuträglich werden auch die 20-Zoll-Räder von Forgeline oder die Bremsanlage von Wilwood mit Sechskolbenzangen vorne sein.

Bei Stitchcraft setzt man auf grelle Farben und Lachgaseinspritzung
Bei Stitchcraft setzt man auf grelle Farben und Lachgaseinspritzung

Optisch etwas dezenter präsentiert sich der Entwurf von Speedkore. Hier wurde der 5,0-Liter-V8-Benziner mit einem Stage2-Kompressor von Whipple aufgewertet, der den Mustang 825 PS stark machen soll. Die Außenoptik wurde mit diversen Anbauteilen aus Carbon aufgewertet, während ein Eibach-Fahrwerk und 20-Zoll-Räder von HRE ein besseres Handling versprechen.

Bei Speedkore setzt man auf muskulöse Optik und 825 Kompressor-PS
Bei Speedkore setzt man auf muskulöse Optik und 825 Kompressor-PS

Der Tuner MRT hat einen herrlich böse wirkenden, schwarz-rot lackierten Mustang Fastback auf 20-Zoll-Räder von HB Engineering gestellt. Dem 2,3-Liter-Motor soll ein Vortech-Kompressor deutlich mehr Leistung entlocken. Sportfahrwerk und Sportbremsen gehören ebenso wie diverse Carbon-Anbauteile und ein Sporttrimm für den Innenraum zu diesem sehr stimmig wirkenden Tuningpaket.

Der Endzeitracer von CJ Pony wurde vor allem mit Teilen von Ford Performance aufgerüstet
Der Endzeitracer von CJ Pony wurde vor allem mit Teilen von Ford Performance aufgerüstet

Grau lackiert, mit kleinen Akzenten in Neongrün und einer deutlichen Tieferlegung präsentiert sich schließlich der Entwurf von CJ Pony Parts. Dieser kommt dank einiger Carbon-Anbauteile und 20-Zoll-Rädern deutlich aggressiver als das Serienmodell daher. Auch den 2,3-Liter-Motor hat man mit Technik von Ford Performance etwas aufgerüstet, was für bis zu 100 zusätzliche PS sorgen soll. (Mario Hommen/SP-X)

Elektromobilität – Die Last mit dem Laden

Norwegen hat 14 Mal weniger Einwohner als Deutschland, aber mehr elektrische Ladesäulen. Die Niederlande hat nur zwölf Prozent der Fläche Deutschlands, versorgen den E-Auto-Fahrer aber mit rund viermal so vielen Ladesäulen. Auch in Frankreich und Großbritannien stehen doppelt so viele Stromtankstellen wie bei uns.

Jüngste Zahlen belaufen sich auf knapp 6.500 öffentlich-zugängliche Ladestationen, darunter etwa 150 Schnelllader, die man in Deutschland ansteuern kann. Statistiker haben ausgerechnet, dass somit durchschnittlich alle 111 Kilometer eine Säule steht. Zum Vergleich: Die Holländer kommen auf sieben Kilometer. Ginge es mit ähnlichem Tempo weiter, kämen wir bis 2020 auf rund 14.000 Säulen. Das sind Lichtjahre entfernt vom Zielwert 70.000, den die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) ausgegeben hat.

Dabei hat die deutsche Bundesregierung vor drei Jahren großtönig verlauten lassen, unser Land solle zum Leitmarkt für Elektromobilität werden. Immerhin, Mitte Mai hat man nun reagiert und sich für eine Förderung ausgesprochen. 300 Millionen Euro sollen in den Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur fließen. Experten sind sich einig, ein lückenhaftes Versorgungsnetz hemmt neben dem teuren Anschaffungspreis die Verbreitung von E-Autos zusätzlich. „Käufer haben eine Art Urangst, irgendwo mit leeren Akku liegen zu bleiben“, sagt Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach.

Nur, wer ist für den Ausbau des Ladenetzes verantwortlich? Die Politik, die die Ziele vorgibt? Und brauchen wir wirklich ein so dichtes Netz an Stromtankstellen? Umfragen mit Besitzern von E-Mobilen zufolge lädt über 80 Prozent von ihnen zu Hause und passt sein Fahrprofil so an, dass er nicht mit halb leerem Akku startet. Jürgen Schenk, bei Mercedes der Leiter für die E-Mobilität, glaubt sogar, schon in wenigen Jahren gäbe es ein Überangebot an Ladesäulen in Deutschland. „Durch die Fortschritte in der Batterie-Technologie erzielen wir 2020 elektrische Reichweiten von über 500 Kilometern. Der Autofahrer braucht dann höchstens noch Schnelllader entlang der Autobahnen.“

Eine normale Ladestation kostet heute rund 10.000 Euro, ein Schnelllader mit Gleichstrom mehr als das Dreifache. Geld über den Stromverkauf ist damit mittelfristig nicht zu verdienen. Es wundert nicht, dass die Sache zäh anläuft. Auch die Autohersteller tun sich mit dem Thema schwer, sehen sich nicht in der Pflicht, für den Ausbau einer Ladeinfrastruktur zu sorgen. Und eine Insellösung wie Tesla, das seinen Kunden exklusive Säulen und kostenlosten Strom anbietet, soll es nicht geben. Mercedes-Mann Jürgen Schenk: „Wir halten dies nicht für zielführend.“

Hinzu kommt, es fehlt eine übergeordnete Regelung. „Jeder kocht sein eigenes Süppchen“, so Stefan Bratzel. Kommunen legen meist einen strategisch sinnvollen Ladepunkt fest und lassen die Säulen von Energieversorgern betreiben. Bei denen wiederum muss sich der E-Autofahrer registrieren lassen. Er bekommt eine Kundenkarte, mit der er dann auch bequem laden kann. Eine App auf dem Handy zeigt ihm an, welche Säule wo steht und welche frei ist. Das Problem sind Gebiete, die sich überschneiden oder in denen unterschiedlich Anbieter Säulen bereitstellen. Entweder der Autofahrer meldet sich auch bei anderen Betreibern an oder er steht vor einer verschlossenen Säule. Im gewohnten Diesel- und Benzin-Markt kennen wir dieses System nicht. Kraftstoff gibt es an jeder Tankstelle, unabhängig von der Marke, für jeden Autofahrer. Vereinzelt gibt es die Möglichkeit, nach dem Roaming-Prinzip wie bei Handytarifen „fremd“ zu laden. Oder der Kunde schickt einen Code per SMS an den Stromanbieter. Hier gilt aber zu beachten, dass zum Teil happige Aufpreise verlangt werden, die den kWh-Preis um über 50 Prozent verteuern können. Inakzeptabel und ein Bremsklotz für die Verbreitung von Elektroautos.

„Es ist an der Zeit, einen diskriminierungsfreien Zugang auch bei den E-Tankstellen anzustreben“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Der Leiter des CAR-Instituts an der Universität Essen-Duisburg ist sich sicher, erst wenn alle Stromanbieter ihren Kunden ihren Strom zu ihrem Preis an jede öffentliche Ladesäule liefern können, ergibt dies mehr Transparenz, nimmt die Elektromobilität Fahrt auf.

Größter Anbieter im Stromnetz mit über 1.700 Ladepunkten in Deutschland ist derzeit RWE. Es folgen in EnBW, E.ON, Vattenfall und EWE. Durchweg alle Konzerne bieten ihren Kunden Ökostrom aus 100 Prozent regenerativen Quellen an, sowohl an den Ladesäulen als auch zu Hause über eine spezielle Wallbox. Durchgesetzt hat sich in Europa der sogenannte Menneke-Stecker, offiziell Typ 2 genannt. Er ist ausgelegt für Ladeströme, die bei einer maximalen Leistung bis zu 22 kW auftreten. Käufer von Elektroautos sollten zuvor unbedingt darauf achten, ob ihr Fahrzeug die entsprechenden Einrichtungen für das Starkstromladen an Bord hat. Selbst ein Premiumhersteller wie BMW verlangt bei seinem 35.000 Euro teuren Karbon-Elektrokleinwagen hierfür noch einen saftigen Aufpreis.

Ohnehin, so haben Umfragen unter E-Mobil-Besitzern ergeben, „nervt“ das ständige Hantieren mit dem Ladekabel, erst recht bei schlechtem Wetter und im Winter. Besonders zum Tragen kommt dieser Nachteil bei Plug-in-Hybriden. Weil die Batterien aufgrund der kleinen Reichweite nahezu täglich geladen werden müssen, um die Verbrauchsvorteile voll auszunutzen, soll das induktive Laden (unplugged) forciert werden. Es funktioniert im Prinzip über Magnetspulen wie bei der elektrischen Zahnbürste. Das Auto parkt über eine im Boden versenkte Induktionsplatte (Primärspule). Das entsprechende Gegenstück (Sekundärspule) sitzt unterm Fahrzeug. Berührungslos fließt jetzt Strom. Derzeit lassen sich so Leistungen von bis 3,6 kW mit einem Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent übertragen. Mercedes will bereits nächstes Jahr dieses Ladeprinzip in der S-Klasse anbieten. Ebenso BMW, die an der Entwicklung beteiligt waren.

Noch einen Schritt weiter geht Nissan. Zusammen mit dem renommierten Architektur- und Designbüro Foster & Partners entwarf man eine Mobilitätsvision, bei der das E-Auto selbst zur Stromtankstelle wird. In der Nissan-Welt suchen sich sämtliche autonomen E-Fahrzeuge nachts in einer sogenannten „Smart Street“ einen induktiven Parkplatz, werden mit regenerativ erzeugtem Strom geladen, parken selbstständig um, um anderen E-Autos das Laden zu ermöglichen und stehen am nächsten Morgen für die Fahrt zur Arbeit bereit. (Michael Specht/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Alpha N-Performance BMW M2 – Kleiner Aufschneider

Mit dem M4 GTS hat BMW eine besondere Preziose aufgelegt, deren 700 Exemplare trotz eines Preises von über 140.000 Euro rasend schnell ausverkauft waren. Wer leer ausgegangen ist, kann jetzt eine Nummer kleiner und günstiger einen M2 mit der Optik des M4 GTS vom Tuner Alpha-N aufbrezeln lassen. Neben der starken Optik gibt es selbstredend noch ein paar Mehr-PS.

Auch der Heckflügel von Alpha-N lässt den BMW M2 wie einen M4 GTS erscheinen
Auch der Heckflügel von Alpha-N lässt den BMW M2 wie einen M4 GTS erscheinen

Alpha-N hat sich mit seinen Maßnahmen recht genau an der Originaloptik des GTS orientiert. Die Frontschürze mit großen Luftöffnungen, Frontsplitter, Motorhaube oder auch der große Heckflügel entsprechen eindeutig dem Stil des großen Vorbilds. Alle Teile werden bei Alpha-N aus Carbon gefertigt und können in Sichtcarbon oder in Wagenfarbe montiert werden. Das komplette Paket von Anbauteilen kostet samt Carbon-Dach mit M4-Vertiefung etwas über 9.000 Euro. Außerdem braucht man selbstredend noch einen M2, den BMW ab 57.000 Euro anbietet.

Unter anderem hat Alpha-N den M2 auf GTS-Felgen mit 20 Zoll Durchmesser gestellt
Unter anderem hat Alpha-N den M2 auf GTS-Felgen mit 20 Zoll Durchmesser gestellt

Wer möchte, kann auch den Motor des M2 leistungstechnisch näher an den M4 bringen. So hat der in Bad Neuenahr-Ahrweiler ansässige Tuner die Leistung von 370 auf 450 PS angehoben. Wem das nicht reicht, der kann auch eine noch stärkere Ausbaustufe bekommen. Und natürlich gibt es noch GTS-Felgen mit 20 Zoll Durchmesser sowie ein rund 3.000 Euro teures Gewindefahrwerk von Öhlins. Zudem kann sich der Kunde auf Wunsch auch noch die Keramik-Stopper des M4 montieren lassen. (Mario Hommen/SP-X)

Renault Mégane Grandtour – Für verspielte Praktiker

Ein halbes Jahr nach Marktstart des Renault Mégane steht nun seit Anfang Oktober die Kombiversion des französischen Kompaktmodells bei den Händlern. Die Grandtour genannte Variante startet in Verbindung mit dem 74 kW/100 PS starken 1,2-Liter-Vierzylinderbenziner ab 17.790 Euro und kostet 1.000 Euro mehr als der vergleichbare Fünftürer. Insgesamt sechs Ausstattungslinien stehen zur Wahl. Ab Werk gehören unter anderem Klimaanlage, LED Tagfahrlicht, höhenverstellbarer Fahrersitz sowie Radio mit 4,2-Zoll-Display zum Serienumfang.

Vom Fünftürer hat der Kombi die schicken Designgene übernommen und kommt nun deutlich flotter vorgefahren als sein Vorgänger. So wird auch hier die Front von dem großen Markenlogo und ab der dritten Ausstattungslinie „Intens“ von den c-förmig um die in LED-Technik ausgeführten Scheinwerfer gezogenen Tagfahrlichter geprägt. Mit einer Höhe von 1,45 Meter und einer leicht abfallenden Dachlinie wirkt das Fahrzeug nicht zu wuchtig.

In der Länge hat der Kombi um knapp sieben Zentimeter zugelegt und misst von Stoßstange zu Stoßstange 4,63 Meter
In der Länge hat der Kombi um knapp sieben Zentimeter zugelegt und misst von Stoßstange zu Stoßstange 4,63 Meter

In der Länge hat der Kombi um knapp sieben Zentimeter zugelegt und misst von Stoßstange zu Stoßstange 4,63 Meter. Der Radstand wuchs dagegen im Vergleich zum Vorgänger nur um knapp einen Zentimeter auf 2,71 Meter. Der Längenzuwachs kommt überwiegend den hinteren Passgieren zugute. Diese haben wie Fahrer und Beifahrer reichlich Platz. Das Gepäckvolumen (521 bis zu 1.504 Litern) erreicht allerdings keine Spitzenwerte im Segment. Die meisten und zudem kürzeren Wettbewerber weisen höhere Literangaben als der Franzose aus. Dafür kann er durchaus mit praktischen Zugaben punkten. In der fünfsitzigen Konfiguration beträgt die Ladelänge 95 Zentimeter, klappt man die im Verhältnis 1/3 zu 2/3 geteilte Rückbanklehne um – das geschieht einfach per Hebelzug vom Kofferraum aus – steigt die Ladelänge auf 1,75 Meter. Legt man noch die Rückenlehne des Beifahrersitzes um (Serie ab der Ausstattungslinie Intens) passen Gegenstände bis zu einer Länge von 2,70 Meter ins Fahrzeug. Langgewachsene Besitzer des Grandtour werden die bis zu zwei Meter weit aufschwingende Heckklappe zu schätzen wissen. Egal ob groß oder eher kurz: die recht niedrige Ladekante von 60 Zentimetern erleichtert das Be- und Entladen.

Das Gros der gewerblichen Kunden wird sich wohl für einen Diesel entscheiden. Von den drei Selbstzündern (66 kW/90 PS, 81 kW/110 PS und 96 kW/130 PS) macht wohl der leistungsstärkste das Rennen um die Gunst der Käufer. Das Triebwerk (ab 26.190 Euro, Intens) mobilisiert 320 Nm, ermöglicht eine Spitzengeschwindigkeit von 199 km/h und begnügt sich laut Normeinstufung mit vier Litern.

Den Renault Mégane gibt es nun auch als Kombi "Grandtour"
Den Renault Mégane gibt es nun auch als Kombi „Grandtour“

Die meisten Privatkunden dürften sich für den 1,2-Liter-Benzindirekteinspritzer mit 97 kW/132 PS entscheiden. Der Turbo überzeugte bei ersten Testfahrten durch seine Laufruhe. Mit 205 Nm hat er noch genügend Kraftreserven, um mit ihm im Alltag entspannt unterwegs zu sein. Ein leichter Tritt aufs Gaspedal und der Vierzylinder spurtet los. Ein kleines Turboloch ist schnell überwunden. Die Fahrwerksingenieure haben dem Kombi in der Komforteinstellung kunden- und rückenfreundlich abgestimmt. Freundlich liest sich auch die Angabe zum Durchschnittsverbrauch: 5,4 Liter fließen durch die Leitungen. In Verbindung mit einem Siebengang-DSG, das sehr harmonisch die Schaltvorgänge übernimmt, müssen Interessenten mindestens 25.290 Euro investieren. Für die sportlich gesinnte Klientel hat Renault noch die GT-Variante mit 151 kW/205 PS (ab 30.190 Euro) im Programm. Diese zeichnet sich unter anderem durch eine sportlichere Front und Allradlenkung aus.

Mit den sechs Ausstattungsstufen deckt Renault ein breites Band an Komfortwünschen ab. Bei der beliebtesten Linie Intens sind unter anderem 16-Zoll-Leichtmetallräder, automatische Parkbremse, schlüsselloser Zugang, Fernlichtassistent, Verkehrszeichenerkennung und Klimaautomatik im Preis inbegriffen. Das Cockpit wird hier von einem großen 7-Zoll-Touchscreen dominiert. Dieser ist das Bedienfeld für das Multimediasystem R-Link 2. Neben Navigation, Telefon, Fahrerassistenten und Komfortfunktionen werden auch die Fahrmodi (Sport, Comfort, Eco und Neutral) über das System gesteuert. Zudem lassen sich noch die eigenen fahrerischen Vorlieben wie der Lenkwiderstand oder das Ansprechverhalten des elektronischen Gaspedals personalisieren. Für die Spielkinder unter den Fahrern gibt es außerdem die Möglichkeit, die Farbe der Ambientebeleuchtung sowie die Farbe und die Grafik der Instrumente zu ändern. Man kann vom digitalen Tacho auf eine analoge Anzeige wechseln oder bei Wahl der Hintergrundfarbe sich von seiner Stimmung leiten lassen.

Mit den sechs Ausstattungsstufen deckt Renault ein breites Band an Komfortwünschen ab
Mit den sechs Ausstattungsstufen deckt Renault ein breites Band an Komfortwünschen ab

Apropos Stimmung: Wer in der rechten ist und über ein großzügiges Budget verfügt, kann sein Fahrzeug natürlich individualisieren. Massagesitze oder ein Head-up-Display sind genauso erhältlich wie ein beheizbares Lenkrad. Ab Anfang 2017 rüsten die Franzosen den Mégane auch mit moderner Smartphoneanbindung (Android Auto und Apple Carplay) aus. Mit dem Kombi – rund Zweidrittel der Kunden entscheiden sich für diese Variante – ist die Modellplanung abgeschlossen. Ein Coupé oder ein Cabrio wird es für den Kompakten nicht mehr geben. (Elfriede Munsch/SP-X)

Dr. Jekyll and Mr. Hyde – Die neue Mercedes X-Klasse

Vor ein paar Stunden war es soweit: In Stockholm wurde die neue Mercedes X-Klasse gezeigt. Natürlich entspricht das, was wir aktuell noch zu sehen bekommen, nicht dem endgültigen Modell. Doch das Conceptcar ist schon sehr nah dran an der Serie, schließlich ist Ende 2017 die Marktreife geplant. Die Stuttgarter sprechen beim neuen Modell vom ersten Pickup der Firmengeschichte und wollen mit ihm eben dieses Segment umkrempeln. Das haben sie vor 20 Jahren schon einmal geschafft, als sie mit der M-Klasse die Riege der reinen Geländefahrzeuge zum Segment der SUV umfunktionierten. Werfen wir einen Blick auf die Details der neuen Mercedes X-Klasse.

Read more

Aktuelle Suchanfragen:

Ford Fiesta ST200 – Kölner Kurven-Künstler

Der Fiesta ist laut Ford der meistverkaufte Kleinwagen Europas. Im nächsten Jahr soll eine völlig neue Generation dem in Köln gebauten Fahrzeug zusätzlichen Schwung verleihen. Bis dahin müssen aber noch viele aktuelle Fiesta verkauft werden und wie bei vielen Autoherstellern üblich setzt man bei Ford zum Ende der Bauzeit daher vor allem auf Emotionen. Seit Juli zum Beispiel durch den ST200, eine besonders sportliche Variante des normalen ST, der mit 184 PS schon stramm motorisiert ist. Der ST200 kommt auf 147 kW/200 PS, kurzzeitig sind per Overboost sogar nochmal 15 Pferdestärken mehr möglich. Dass der leichte Kleinwagen damit zu einem echt heißen Feger wird, ist keine Überraschung. Die lässt sich Ford mit 24.640 Euro allerdings auf fürstlich bezahlen: Der Aufpreis zum ST beträgt glatt 4.000 Euro.

Rein optisch ist dieser Mehrpreis allerdings nicht zu rechtfertigen. Der ST200 wirkt ähnlich sportlich wie der normale ST, und auch innen kommen zum Beispiel die gleichen Recaro-Sitze zum Einsatz. Eine übersichtliche Armaturentafel und ein ausreichend großes Display darf man dagegen erst von der kommenden Fiesta-Generation erwarten.

Das Cockpit könnte übersichtlicher sein
Das Cockpit könnte übersichtlicher sein

Dafür ist der dynamischste aller Fiesta auch eines der wenigen Fahrzeuge, die noch eine spezielle Art von Fahrspaß bieten, die man vielleicht am ehesten mit dem Begriff „unverfälscht“ beschreiben kann. Zumindest in dieser Fahrzeug- und Preisklasse. Denn der Kölner entpuppt sich als souveräner Kurven-Künstler, dem selbst diese opulente Leistung offensichtlich nicht an seine Grenzen führt. Kein Wunder, gelten doch schon die bürgerlichen Modelle als agil und in Sachen Fahrwerk gar als vorbildlich. So hat man selbst in einem ST200 das Gefühl, dass dessen Fahrwerk selbst von einer weiteren Leistungsspritze nicht an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit gebracht würde.

Der 1,6-Liter-Benziner macht zwar ordentlich Dampf und man jagt mit Genuss durch die kurz gestuften sechs Vorwärtsgänge, aber dabei bleibt das Fahrzeug trotz des kurzen Radstands relativ ruhig und darf sich sogar noch eine ordentliche Portion Restkomfort auf die Reifen schreiben. Allerdings muss für den vollen Fahrspaß der Motor im Drehzahlfenster zwischen 2.500 und 4.000 Umdrehungen gehalten werden. Hier hängt der kleine Ford gierig am Gas und scheint die nächste Kurve geradezu auf eigenen Wunsch anzugehen. Und Kurven, dass kann er mehr als gut und das ist vor allem viel wichtiger und spaßiger als etwa auf der Autobahn die versprochenen 230 km/h Spitze anzupeilen. Denn dann wird der ST200 trotz insgesamt befriedigenden Geradauslaufs doch ein wenig unruhig – und der Fahrer wahrscheinlich auch.

Der ST200 kommt auf 147 kW/200 PS, kurzzeitig sind per Overboost sogar nochmal 15 Pferdestärken mehr möglich
Der ST200 kommt auf 147 kW/200 PS, kurzzeitig sind per Overboost sogar nochmal 15 Pferdestärken mehr möglich

Also schnell zurück auf die Landstraße, am besten eine, die sich durch möglichst wenig Geraden auszeichnet. Im Vergleich zum normalen ST wurde die Torque Vectoring Control optimiert, die Stoßdämpfer angepasst und die Federn gekürzt, was ihn 1,5 Zentimeter tiefer auf der Straße liegen lässt. Das alles mündet in einen Fahrspaß, den man heute nicht mehr so häufig vorfindet, vielleicht noch am ehesten beim Peugeot 208 GTi und weniger beim vielleicht ein wenig zu perfekten Polo GTI. Wer den Fahrspaß á la Cologne wünscht muss sich vielleicht beeilen, Ford legt europaweit nur 1.000 Exemplare vom Über-Fiesta auf. Der schnelle Kölner verlangt also eine schnelle Entscheidung. (Peter Eck/SP-X)