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2.757 km mit dem Alfa Romeo Stelvio

Fernfahren, um dem Mythos nahe zu kommen

Es gibt wenige Automobil-Marken, die einen Mythos besitzen wie die italienische FIAT-Tochter Alfa Romeo. Alfa Romeo. Der Name alleine, er bringt Zungen zum Schnalzen und fordert den Redner förmlich dazu auf, einen italienischen Dialekt anzuschlagen und die Hände zum Sprechen mit zu benutzen. Alfa Romeo Stelvio. Ein Name, wie andere ein Musikstück betiteln.

Dabei ist der Stelvio doch auch nur ein schnöder Pass in den italienischen Alpen. Ein Asphaltband, das sich über die Ortler-Alpen spannt und sich dabei hinauf auf 2.757 Meter zieht. Für Automobilisti ist aber genau das der Himmel. Kurve an Kurve, 75, um genau zu sein, eine schmale Straße, in den Alpen. Fahrvergnügen nennen wir das. Wenn man auf das richtige Auto gesetzt hat.

Mit dem neuen Alfa Romeo Stelvio setzen die Italiener auf die richtige Fahrzeugklasse. SUV sind begehrt. Jeder will so einen praktischen Vielzweckwagen haben. Man sitzt gut, hat Platz, es bietet sich eine gute Übersicht über das Verkehrsgeschehen. Dass Alfa Romeo ausgerechnet mit einem SUV eine Wiedergeburt feiert, mag alte Alfisti ein wenig wundern. Doch ohne Verkaufserfolg keine erfolgreiche Historie. Und so spielt der Alfa Romeo Stelvio die Rolle des Helden. Und wie gut er diese spielt, das konnte ich auf meiner ganz persönlichen Heldenreise erfahren.

Stelvio mieten & erleben

Das erste SUV von Alfa Romeo. Da sind die Erwartungen hochgesteckt. Emotionen, Dynamik, Fahrfreude und die pure Lust am Automobil, gegossen in eine verlockende Form. Weniger erwartet man nicht. Und der Stelvio erfüllt. So viel vorab.

Um ein Auto zu verstehen, um es kennen zu lernen, um sich ein Urteil bilden zu können, muss man es fahren. Der durchschnittliche deutsche Autofahrer fährt 12.500 km pro Jahr. Soviel Zeit hatte ich nicht. 4 bis 5 Tage mussten reichen, denn der Alfa Romeo Stelvio kam dieses Mal nicht direkt von der Presse-Abteilung als Testwagen, sondern über Enterprise Rent-A-Car. Von dort kam die Frage, ob ich nicht Lust hätte, den Stelvio zu „erfahren“ – zu erleben. Was für eine Frage …

Enterprise Rent-A-Car gehört zu Enterprise Holdings, einer Firma, die auch heute noch in der Hand der Gründerfamilie Taylor ist und weltweit für exzellenten Kundenservice steht. Zusammen mit den Marken Enterprise Rent-A-Car, Alamo Rent A Car und National Car Rental gehören 1.9 Millionen Fahrzeuge, 100.000 Mitarbeiter und mehr als 9.900 Standorte zur Unternehmensgruppe.  In Deutschland gibt es den größten Autovermieter der Welt seit 1997. Mittlerweile hat man rund 200 Standorte und um die 2.300 Mitarbeiter. Und ganz aktuell den ersten SUV der italienischen Traditionsmarke Alfa Romeo in der Flotte. Es war also an der Zeit, dies alles zu verbinden. Und da kam ich ins Spiel.

2.757 – die Zahl ist Programm

Wie soll man ein Auto erleben, wenn man nur 4 bis 5 Tage Zeit hat? Am besten, indem man einsteigt und erst einmal nicht mehr aussteigt. Damit war klar, ich tausche die Meter in Kilometer und mache aus der Passhöhe von 2.757 Metern die „Erlebnisstrecke“ von 2.757 km. Einmal quer durch Deutschland. Und damit man auch ein Ziel hat, habe ich mir Filialen von Enterprise Rent-A-Car auf der Strecke als Zwischenstopps ausgesucht.

Startpunkt: Aschaffenburg – 9:00 Uhr  – die Hatz beginnt

Man kann ja über Autovermietungen denken, was man will. Wenn man allerdings mit einem freundlichen Lächeln, einem frischen, heißen Kaffee und per Handschlag begrüßt wird, dann fängt der Tag extrem gut an. Genau das habe ich am Startpunkt meiner Reise erlebt. Der Alfa Romeo Stelvio stand frisch getankt, gewaschen und picobello aufbereitet für mich bereit. Sein 2.2 Liter Diesel schnurrte sich warm. Noch drei Unterschriften und dann wartete die Autobahn auf mich. Die Route war geplant. Von Aschaffenburg ging es über Fulda nach Dresden, zur ersten Enterprise Rent-A-Car Filiale auf meinem Trip. Die ersten Kilometer mit einem „neuen Testwagen“ sind immer gleich. Ein wenig aufgeregt beschäftigt man sich mit dem Interieur. Drückt die Knöpfchen, spielt mit den Einstellungen. Eine perfekte Sitzposition war gleich zu Beginn gefunden. Der Stelvio bietet optional eine elektrische Sitzverstellung mit Memory-Funktion. Auf den kommenden 2.757 km sollte ich die Sitzposition jedoch nicht mehr ändern und das spricht eindeutig für den Sitzkomfort des Alfa. Eine Lordosen-Unterstützung und die sehr gute Kinematik der Sitzposition lassen einen binnen weniger Minuten das Gefühl von Heimat hinter dem Lenkrad spüren.

Von Dresden ging es nach Berlin, von Berlin nach Kiel, von Kiel nach Bielefeld. Alles an einem Tag. Ja. Alles an einem Tag. 1.363 km binnen 13 Stunden. Inklusive Stadtverkehr in Berlin, Dresden und Kiel. Inklusive Stau. Inklusive Pinkelpausen und einer Rast für einen schnellen Burger zwischendrin. Dass ich dennoch einen Reiseschnitt von mehr als 100 km/h erreichte, verdankte ich dem 2.2 Liter Turbodiesel hinter dem traditionellen Alfa Romeo Kühlergrill.

210 PS und Achtstufenautomatik

Der Vierzylinder-Diesel mit seinen 210 PS ist eine von derzeit 6 angebotenen Motorisierungen. Die Leistung reicht dabei vom 150 PS Diesel bis zu einem 510 PS starken V6-Turbo Benziner. Für mich stand der kräftige Diesel bereit.

Die Gänge wechselt die famose 8-Stufenautomatik von ZF, die Kraft wandert über alle vier Räder in Richtung Asphalt. Typisch für einen Alfa Romeo dabei : Die klar hecklastige Dominanz der Kraftverteilung und genau das spürt man.

Die ersten 500 Kilometer musste sich der Stelvio durch Regenmassen kämpfen. Gäbe es einen Freischwimmer für Automobile, der Stelvio und ich, wir hätten an diesem Tag das goldene Seepferdchen erschwommen. Und dennoch, der Reiseschnitt betrug vor allem auf den langen Etappen in Richtung Dresden, auf freien Autobahnen, gerade zum Start und bei diesen widrigen Bedingungen, noch deutlich mehr als die 100 km/h, die am Abend als Schnitt  feststanden. Das spricht vor allem für das Fahrwerk des Stelvio. Schnelle Autobahnkurven sind pure Unterhaltung. Die Zwischenspurts von 160 bis 210 km/h kurzweilig.

Tag 2 – oder wie man 2.757 km in nur 48-Stunden abfährt

Eigentlich wären 4-5 Tage planbar gewesen. Doch einmal im Alfa Romeo Stelvio Platz genommen, waren 1.363 km an Tag 1 und 1.141 km an Tag 2 kein Hexenwerk. Nachdem am Vortag mit Kiel bereits der nördlichste Zipfel der Republik abgehakt war, mit Berlin und Dresden der Osten besucht, ging es von Bielefeld über Köln bis nach Füsse/Reutte an die Grenze Österreichs. Im Eiltempo. Am späten Abend von Tag 2 stand der Alfa Romeo Stelvio dann vor der eigenen Hütte im heimischen Spessart. Bis zum Ziel, der Distanz von 2757 km, fehlten nur noch 253 km. Dafür lockte nach erneuten 11 Stunden hinter dem Steuer einfach das heimische Bett zu sehr.

Eine Extrarunde im Spessart, ein Ausflug über den Odenwald und am Ziel in Aschaffenburg am nächsten Morgen standen 2.757 km auf dem Tacho. Exakt. Eine Punktlandung.

Und was lernen wir daraus?

Drei Dinge: Wer nicht schläft, der könnte diese Distanz theoretisch auch innerhalb von 24-Stunden schaffen (Was wir natürlich niemanden empfehlen, schlafen im Alfa Romeo Stelvio – ok, aber niemals übermüdet hinter das Steuer klemmen!). Bei Enterprise Rent-A-Car kann man mit hervorragendem, sympathischem Service einen SUV mieten, der nicht nur aussieht wie ein Alfa Romeo, sich fährt wie ein Alfa Romeo, sondern auch direkt von Alfa Romeo kommt und – ein Alfa Romeo Stelvio ist der definitiv beste Partner für diese Aktion gewesen. Emotional, sportlich, zuverlässig. Und ein Erlebnis, über das es sich lohnte, zu berichten.

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger