Porsche 911 GT3 – Endlich hat man‘s wieder selbst in der Hand

Mit dem Lifting des Topmodells GT3 schließt Porsche nun die Überarbeitung des Sportwagens 911 ab. Der puristische Leichtbaurenner wird nicht nur optisch und in Sachen Leistung überarbeitet, sondern erhält auch wieder die zuletzt fehlende Handschalter-Option. Die Markteinführung erfolgt Mitte Juni zu Preisen ab 152.000 Euro.

Bei seiner Vorstellung 2013 war der Aufschrei groß, als Porsche den GT3 zwar weiterhin mit Saugmotor vorstellte, aber ausschließlich in Kombination mit einem Doppelkupplungsgetriebe anbot. Dieses wird für den GT3 auch weiterhin zu haben sein, doch optional kann man sich künftig wieder für ein manuelles Getriebe entscheiden.

Darüber hinaus bietet der GT3 künftig etwas mehr Leistung. Der nunmehr bis 9.000 Touren drehende Vierliter-Boxer darf unter anderem dank einer neuen Kurbelwelle und eines neuen Ventiltriebs 368 kW/500 PS statt 350 kW/475 PS mobilisieren. Im Zusammenspiel mit der Automatik absolviert das Coupé in 3,4 Sekunden den 100-km/h-Sprint und erreicht maximal 318 km/h. Die Handschalter-Variante hat beim Sprint mit 3,9 Sekunden das Nachsehen, ist in der Spitze mit 320 km/h aber etwas schneller.

Darüber hinaus hat Porsche das Aerodynamik-Design des GT3 überarbeitet. Der Abtrieb soll sich im Vergleich zum Vorgänger um 20 Prozent verbessert haben. Front- und Heckschürze haben die Stuttgarter zudem optisch leicht modifiziert, ebenso die Heckleuchten, die nun dreidimensionaler geformt sind. Zudem trägt der mächtige Carbon-Heckspoiler künftig schwarz lackierte Seitenblätter. Innen profitiert der GT3 von den allgemeinen Modellpflegemaßnahmen der Baureihe. So ist etwa das aufgefrischte Infotainment-System mit Siebenzoll-Touchscreen mit Online-Funktionen serienmäßig an Bord.

(Holger Holzer/SP-X)

Mazda3 – Gegen den Golf-Strom

Die Kompaktklasse ist ein schwieriges Pflaster für Autohersteller. Wer zu viel wagt, verschreckt die Kundschaft – wer zu wenig auffällt, bleibt unbemerkt. Der Mazda3 nimmt einen ziemlich perfekten Mittelweg. Verzichtet dabei aber nicht auf Ecken und Kanten.

Der Mazda3 profitiert hier von dem motortechnischen Sonderweg des Unternehmens

Mit sportlichem Design wollten sich auch schon anderen Autohersteller eine Nische neben dem betont sachlich gezeichneten VW Golf schaffen. So gut gelungen wie Mazda ist das bisher aber noch keinem. Lassen große Schwünge und scharfe Lichtkanten im Blech kleine und kompakte Autos ansonsten schnell wie Karikaturen wirken, geben sie dem Mazda3 stimmige Spannung und Sportlichkeit. Wie stilsicher die Designer der Marke mittlerweile sind, zeigt sich auch im Innenraum, der nicht nur mit schöner Materialauswahl, guter Verarbeitung und einwandfreier Bedienbarkeit punktet, sondern auch Wiedererkennungswert bietet, ohne in gestalterische Schrullen abzugleiten. Kehrseite der schönen Formen ist wie so oft die schlechte Sicht aus dem Fahrzeug. Beim Mazda3 stören vor allem die breiten C-Säulen und die klobigen Kopfstützen im Fond, die den Blick nach hinten einschränken. Das sorgt gemeinsam mit dem recht großen Wendekreis (10,60 Meter) dafür, dass der Kompaktwagen im Stadtverkehr schwerfälliger wirkt als erwartet.

Der Mazda fängt auch oberhalb der Richtgeschwindigkeit nicht plötzlich das rücksichtslose Saufen an

Wohler fühlt sich der Fünftürer auf der Landstraße, wo er seine Dynamik ausspielen kann. Mit seiner straffen Abstimmung setzt sich der Mazda3 von der großenteils betont ausgewogenen Konkurrenz ab. Der Japaner setzt hier bewusst Akzente und verlässt den Weg des sicheren Massengeschmacks. Wer das mag, freut sich über das zackige Kurvenverhalten und eine gute Rückmeldung über den Fahrzustand. Insassen mit erhöhtem Komfortbedürfnis ärgern sich vor allem bei Querfugen und Kopfsteinpflaster. Für Menschen mit Rückenleiden gibt es sicher geeignetere Kompaktautos.

Wer angesichts des Fahrwerks einen Sportwagen erwartet, wird jedoch enttäuscht. Zumindest in der getesteten Benzinerversion mit 88 kW/120 PS fehlt es dem Dreier dafür schlicht an Kraft. Dafür überzeugt der zwei Liter große Sauger durch guten Durchzug, hohe Laufkultur und vergleichsweise geringen Verbrauch. Der Mazda3 profitiert hier von dem motortechnischen Sonderweg des Unternehmens. Statt wie die gesammelte Konkurrenz auf auf Downsizing und Turbolader zu setzen, haben die Japaner den Motor mit Feinschliff im Detail sparsamer gemacht, etwa durch eine extra hohe Verdichtung. So ist der Vierzylinder einer der letzten Zweiliter-Saugmotoren überhaupt auf dem Markt. Nicht nur, wer der Haltbarkeit von Turbomotoren misstraut, kann sich darüber freuen. Auch beim Verbrauch schlägt der Sauger in der Praxis viele seiner aufgeladenen, für den Prüfstand optimierten Konkurrenten.

Wie stilsicher die Designer der Marke mittlerweile sind, zeigt sich auch im Innenraum

Der Mazda fängt auch oberhalb der Richtgeschwindigkeit nicht plötzlich das rücksichtslose Saufen an. Im Mix fallen knapp sechs Liter an – auch wenn der Normwerte (5,1 Liter) um einige Zehntel verpasst wird, ist das sehr ordentlich für die gebotenen Fahrleistungen. Die fallen, wenn schon nicht sportlich doch zumindest angemessen souverän aus. Lediglich bei Autobahntempo im sechsten Gang hat der Vierzylinder beim Überholen nicht mehr viel zuzulegen. Schaltet man halt zurück. Und freut sich über das knackige und präzise Getriebe. Die Schaltwege sind kurz, die Mechanik führt sauber und die Kupplung lässt sich gut dosieren.

In Sachen Preis ist der Mazda3 kein wirkliches Schnäppchen. 21.600 Euro kostet die Benziner-Variante in der Einstiegslinie „Center-Line“, inklusive des empfehlenswerten „Touring-Pakets“ (Einparkhilfe, Sitzheizung, Spurwechselassistent) werden 22.700 Euro fällig. Für das Geld gibt es dann aber ein gutes Auto: Der Mazda3 setzt optisch Akzente, zeigt bei Fahrwerk sowie Antrieb Charakter und leistet sich ansonsten kaum Schwächen. In der hart umkämpften Kompaktklasse dürfte das eine gute Strategie sein, Golf, Astra, Focus und Co. mehr als nur ein paar Kunden abzunehmen. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

VW Beetle – Kein Coupé mehr in Deutschland

VW hat die Coupé-Variante des kompakten Retromodells Beetle in Deutschland aus dem Programm genommen. Die Neuauflage des legendären Käfer sei bereits nicht mehr bestellbar, bestätigt Volkswagen einen entsprechenden Bericht der „Automobilwoche“. Weiterhin erhältlich ist hingegen das Cabrio, das Ende Mai leicht renoviert in ein neues Modelljahr geht.

Hintergrund der Entscheidung ist die hierzulande geringe Nachfrage nach dem Coupé. Dessen Anteil an den 14.700 im vergangenen Jahr zugelassenen Beetle-Neuwagen lag bei weniger als einem Drittel. Weltweit gesehen ist das Verhältnis zwischen den beiden Karosserievarianten umgekehrt. Die Produktion des Coupés im mexikanischen Puebla läuft daher für andere Märkte unverändert weiter. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Audi E-Tron Sportback Concept – Der zweite Streich

Nach dem Elektro-SUV kommt der Gran-Turismo-Stromer: Audi gibt auf der Automesse in Shanghai (21. Bis 28. April) mit der Studie E-Tron Sportback einen Ausblick auf sein zweites reines Elektroauto. Die Serienversion des viertürigen Coupés mit leicht erhöhter Sitzposition soll 2019 starten.

Am Heck gibt es ein durchgehendes Leuchtenband

Auffallend ist die Frontpartie des 4,90 Meter langen Viersitzers, an der eine schwarze Maske den typischen Audi-Kühlergrill nachempfindet, obwohl der Elektroantrieb deutlich weniger Luftbedarf hat als ein Verbrennungsmotor. Dazu gibt es eine konkave Fronthaube, prägnant ausgestellte Kotflügel und ein schlankes Fließheck mit durchgehendem Leuchtenband. Wiedererkennungswert soll auch die ausgeklügelte Fahrzeugbeleuchtung bieten; 500 LEDs an der Front sollen Grafiken und kommunikative Zeichen erzeugen können. Der Innenraum kommt reduziert daher, die Bedienung läuft vor allem über berührungsempfindliche Bildschirme.

Audi gibt auf der Automesse in Shanghai mit der Studie E-Tron Sportback einen Ausblick auf sein zweites reines Elektroauto

Technisch gleicht das Coupé dem bereits für 2018 angekündigten SUV. Wie schon bei dessen IAA-Studie E-Tron Quattro sorgt auch beim zweiten Konzeptfahrzeug ein elektrisches Motorentrio für bis zu 370 kW/505 PS Leistung, permanenten Allradantrieb und eine Spurtzeit von 4,5 Sekunden. Wer das Beschleunigungspotenzial nicht auslastet, soll mit der 95 kWh großen Batterie mehr als 500 Kilometer weit kommen. Eine ähnliche Antriebskonfiguration soll sich auch in den Serienvarianten der beiden Elektromodelle finden.

Der Innenraum kommt reduziert daher

Den Start macht 2018 das große SUV, der Sportback folgt ein Jahr später und platziert sich innerhalb des Audi-Portfolios in der Nähe des konventionell angetriebenen A7 Sportback. 2020 könnte dann ein Kompaktmodell auf Basis des Volkswagen-Elektrobaukastens das Angebot ergänzen. (Holger Holzer/SP-X)

Innen haben vier Personen Platz

Alternative Antriebe bei Rolls-Royce – Ganz oder gar nicht

Bei Rolls-Royce bleibt der konventionelle Verbrennungsmotor erste Wahl. Auch die im kommenden Sommer präsentierte Neuauflage des Flaggschiffs Phantom wird weiterhin wohl ausschließlich mit Zwölfzylinderbenziner zu haben sein. Dabei hat die BMW-Tochter durchaus Alternativen in der Schublade. „Wir sind auch auf das Thema Elektromobilität vorbereitet. Allerdinge ist die Nachfrage bislang nicht existent“, so Peter Paul Schoppmann, Deutschlandchef von Rolls-Royce. 2011 hatte der Luxushersteller die Studie einer Elektroversion des Phantom vorgestellt, die Reaktionen der potentiellen Kundschaft waren jedoch ernüchternd.

Auch Plug-in-Hybride mit Elektro- und Verbrennungsmotor sind bei Rolls-Royce aktuell nicht geplant. „Wir werden keine Zwischenschritte machen“, so Schoppmann. Wenn die Nachfrage nach E-Autos steigt oder durch Fahrverbote für Autos mit Verbrennungsmotor geschaffen wird, will Rolls-Royce direkt mit vollelektrischen Modellen einsteigen. (Holger Holzer/SP-X)

Seat Ibiza – Spaniens Polo wird teurer

Mit Preisen ab 14.240 Euro ist ab sofort die neue Generation des Seat Ibiza bestellbar. Das Basismodell des Kleinwagens wird von einem 55 kW/75 PS starken 1,0-Liter-Benziner angetrieben, zur Ausstattung zählen im Einstiegsniveau „Reference“ 14-Zoll-Stahlräder, sechs Airbags und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Wer die höhere Linie „Style“ wählt, erhält Klimaanlage, Mediasystem und geteilt umklappbare Rücksitzlehnen. Der Preis beträgt dann mindestens 16.190 Euro. Außerdem ist der Fünftürer in der komfortorientierten „Xcellence“- (ab 17.790 Euro) sowie der sportlich gestalteten „FR“-Variante zu haben. Letztere gibt es ab 18.790 Euro, aber nur in Verbindung mit den beiden stärkeren Versionen des 1,0-Liter-Motors (70 kW/95 PS und 85 kW/115 PS). Die Auslieferung startet im Juni. Ende 2017 komplettiert der 110 kW/150 PS starke 1,5-Liter-Turbobenziner aus dem VW Golf die Palette. Zudem wird es einen 1,6-Liter-Diesel mit 59 kW/80 PS, 70 kW/95 PS und 85 kW/110 PS geben.

Gegenüber dem Vorgänger ist der neue Ibiza größer und geräumiger, aber auch deutlich teurer geworden. Bislang war der Fünftürer für rund 12.700 Euro zu haben. (Holger Holzer/SP-X)

Opel Insignia Country Tourer – Kombi fürs Gelände

Mit einem Kombi im Offroad-Stil ergänzt Opel im Herbst das Modellprogramm des neu aufgelegten Insignia. Die „Country Tourer“-Variante tritt dank höher gelegter und robust beplankter Karosserie sowie Allradantrieb besonders kernig auf. Bestellbar ist das neue Top-Modell ab Juni, die Markteinführung erfolgt nach der IAA im Herbst.

Erkennbar ist der Mittelklassekombi an schwarzen Kunststoffverkleidungen rund um die Karosserie, silberfarbenen Unterfahrschutzelementen, Dachreling und einer um zwei Zentimeter erhöhten Bodenfreiheit. Parallel zur neuen Variante führt Opel zudem ein neues Individualisierungsmodell namens „Exclusive“ auf; gegen Aufpreis stehen unter anderem spezielle Felgen und 15 unterschiedliche Sonderlackierungen zur Wahl. Außerdem kann die Karosseriefarbe auch nach Kundenwunsch extra angemischt werden.

Am Heck gibt es Unterfahrschutz-Elemente

Genaue Angaben zum Antriebsportfolio des Country Tourer macht Opel noch nicht. Vermutlich wird es die gleichen Motoren wie bei den anderen Insignia-Varianten geben – mit Ausnahme der Basistriebwerke. Als Benziner kämen dann der 1,5-Liter-Motor mit 165 PS und der 260 PS starke 2,0-Liter-Motor zum Einsatz, bei den Diesel sind das 2,0-Liter-Aggregate mit 125 kW/170 PS sowie der neue Spitzen-Selbstzünder mit mehr als 200 PS denkbar. Der Allradantrieb mit Torque-Vectoring-Funktion für dynamische und sichere Kurvenfahrt wird zumindest als Option zur Verfügung stehen. Gleiches dürfte für das weiterentwickelte adaptive Fahrwerk gelten.

Bei der Ausstattung darf der SUV-Kombi auf das volle Insignia-Programm zurückgreifen. Zur Verfügung stehen unter anderem Matrix-LED-Licht, ein adaptiver Tempomat mit Notbremsfunktion sowie Ergonomiesitze. Zum Serienumfang dürfte der Online-Butler OnStar zählen, der nun auch bei der Hotelreservierung und der Parkplatzsuche hilft.

Innen wurde Wert auf hochwertige Ausstattung gelegt

Preise nennt Opel noch nicht. In der Vorgängergeneration lag der Aufpreis gegenüber den Standardmodellen zuletzt bei rund 2.000 Euro. Als Benziner mit 122 kW/165 PS und Frontantrieb würde der Country Tourer demnach knapp 33.000 Euro kosten. Zu seinen Konkurrenten zählen unter anderem VW Passat Alltrack, Subaru Outback und Audi A4 Allroad.

(Holger Holzer/SP-X)

ADAC-Taxi-Test – Da kann man bedenkenlos einsteigen

Taxis in Deutschland sind zuverlässig, schnell und komfortabel. Bei einem Test des ADAC wurden 105 von 160 Fahrten mit „sehr gut“ bewertet. Lediglich 14 Mal gab es mangelhafte Touren. Berücksichtigt wurden neben der Wahl der passenden Route die Freundlichkeit und Kompetenz des Fahrers sowie der Zustand des Fahrzeugs.

Ärger gab es im Test eher selten. Allerdings kannte jeder Vierte Fahrer das Ziel nicht auf Anhieb, insgesamt 17 Chauffeure wählten eine falsche Route. Die größten Umwege leisteten sich zwei Fahrer in Düsseldorf und einer in München. In Leipzig verweigerte ein Fahrer die Beförderung auf der Kurzstrecke. Als negativ bewerteten die Tester auch, dass bei 12 Prozent der Fahrten keine Kartenzahlung möglich gewesen ist. (Holger Holzer/SP-X)

Pkw-Markt – Starkes Wachstum im Frühjahr

Der deutsche Pkw-Markt ist im März stark gewachsen. Die Zahl der Neuzulassungen stieg laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 359.700 Fahrzeuge. Allerdings standen im März 2017 zwei Arbeitstage mehr im Kalender als 2016. Im ersten Vierteljahr wurden damit in Deutschland 844.700 Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Zu den großen Gewinnern der ersten drei Monate zählen vor allem die Premium-Importmarken. Alfa Romeo legte dank der neuen Giulia um 78 Prozent auf 1.328 Einheiten zu, Lexus konnte seinen Absatz um 75 Prozent auf 869 Fahrzeuge steigern und Jaguar um 72 Prozent auf 2.804 Einheiten zulegen. Zu den Verlierern des Jahresstarts gehört Volkswagen. Die Marke verlor 4 Prozent, blieb mit 155.476 Einheiten aber weiterhin klarer Marktführer. Ins Minus rutschten zudem Honda (minus 25 Prozent), DS (minus 23 Prozent), Subaru (minus 3 Prozent) und Smart (minus 2 Prozent). (Holger Holzer/SP-X)

Jeep Compass Opening Edition – Das Beste zum Start

Jeep bietet sein neues Kompakt-SUV Compass in Deutschland zur Markteinführung im Juli als Sondermodell „Opening Edition“ an. Zur Ausstattung zählen unter anderem 18-Zoll-Räder, LED-Rückleuchten und Chrom-Zierteile an den Seitenfenstern. Für den Antrieb stehen ein 2,0-Liter-Diesel mit 103 kW/140 PS sowie ein 125 kW/175 PS starker Benziner zur Wahl. Beide Motoren sind an eine Neunstufenautomatik und Allradantrieb gekoppelt. Die Preise starten bei 35.900 Euro.

Im Verlauf des Jahres kommen weitere Varianten des 4,40 Meter langen Compass auf den Markt, darunter auch Ausführungen mit Handschaltung und Frontantrieb. Zudem dürfte es auch kleinere Motoren geben, so dass der Einstiegspreis für die Baureihe auf rund 25.000 Euro sinken dürfte. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

20 Jahre Mercedes A-Klasse – Endlich angekommen

Wenn die Edelmarke Mercedes ihre Modellpalette nach unten ausbaut, sorgt das immer für Aufsehen und ein wenig Misstrauen. Das war 1982 beim Baby-Benz so. Und auch vor 20 Jahren bei der A-Klasse. Während sich der 190er aber schnell zum Volltreffer entwickelte, holperte es bei dem vanartigen Kompaktmodell zunächst ganz schön.

Mercedes wollte durchaus etwas wagen mit dem 1997 auf dem Genfer Salon vorgestellten neuen Einsteiger. Hatte die Marke bis dahin vor allem prestigeträchtige Limousinen und Sportwagen im Programm, strahlte die kurze und hohe A-Klasse mit ihrer Stupsnasenfront und dem bis dato verpönten Frontantrieb so gar kein Premium-Flair aus. Mercedes jedoch wollte weniger mit Äußerlichkeiten als mit inneren Werten überzeugen: Trotz ihrer geringen Abmessungen war erste A-Klasse innen großzügig wie eine Mittelklasselimousine. Und im doppelten Boden war sogar Platz für die Zukunft; die sogenannte Sandwich-Bauweise sollte perspektivisch den Einbau von Brennstoffzelle oder Batterien erlauben und den kleinen Mercedes so zum Elektromobil machen.

Die Mercedes A-Klasse feiert ihren 20. Geburtstag

Ein derart radikaler Schritt schien Anfang der 90er-Jahre nicht nur aus Mercedes-Perspektive nötig. Der US-Bundesstaat Kalifornien hatte beinharte Umweltschutzregeln aufgestellt, um die Industrie schrittweise zum Bau emissionsfreier Fahrzeuge zu zwingen. Die kompakte A-Klasse sollte die Verbrauchsbilanz der dicken Mercedes-Flotte dank gewichtsbeding geringeren Verbrauchs zunächst leicht aufpolieren und später als E-Auto noch weiter verbessern. Als Kalifornien die harschen Regeln abmilderte, verschwanden die Elektrifizierungspläne genauso schnell wieder wie das zeitgleich bei General Motors entwickelte E-Auto EV1.

Kurz und hoch – richtig schick sah die erste A-Klasse nicht aus

Da stand man jetzt also in Stuttgart mit dem eher unförmigen Mini-Mercedes, dessen Zukunftsfähigkeit vom Bonus zum Malus geworden war. Und die Doppelboden-Bauweise sollte sich nicht nur optisch, sondern auch technisch als Problem erweisen. Denn der bauartbedingt hohe Schwerpunkt machte die Fahrt zu einer wackeligen Angelegenheit. Ohne die schweren Akkus war die kurios hochbauende A-Klasse nämlich alles andere als kippsicher, was sich bei dem in Schweden obligatorischen Elchtest offenbarte. Der kleine Sternträger landete beim Ausweichen mit hoher Geschwindigkeit nicht nur auf dem Außenspiegel, sondern auch riesengroß in den Schlagzeilen. Ein Mercedes als Lachnummer. Letztlich ging die Sache für die Stuttgarter aber glücklich aus, denn der kurzerhand fertig entwickelte Schleuderschutz ESP brachte die A-Klasse nach drei Monaten Produktionsstopp wieder auf Kurs und hat durch seine massenhafte Verbreitung seither vielen tausend Autofahrern das Leben gerettet.

Auch die A-Klasse etablierte sich langsam als feste Größe im Mercedes-Portfolio. Allerdings bei den falschen Kunden. Eigentlich sollte das kompakte Stadtauto die Verjüngung der überalterten Mercedes-Kundschaft einläuten. Bei der Markteinführung legte man in Stuttgart daher Wert auf bunte Cockpit-Designs, knallige Lackfarben und ein frisches Image. Der Plan ging nicht auf: Im Gegenteil, wurde die A-Klasse doch zum prototypischen Rentner-Auto. Denn vor allem Ältere schätzten die hohe Sitzposition, die knappen Abmessungen und die gute Rundumsicht. Bei der Modellpflege 2001 änderte Mercedes daher die Positionierung des Autos und führte wieder das gewohnte Wurzelholz für den Innenraum, gediegene Lackfarben und beigere Sitze ein. Auch der Preis wurde nach oben angepasst.

Trotz aller Widrigkeiten wurde die A-Klasse zum Erfolg, rund 1,1 Millionen Fahrzeuge fanden weltweit einen Käufer. Beim 2004 präsentierten Nachfolger gab es also keinen Grund für große Änderungen. Selbst der zunächst mehr oder weniger obsolet gewordene Sandwichboden blieb erhalten und feierte eine zweite Karriere als Sicherheitsfeature. Bei einem Frontalaufprall bot er dank neuer Konstruktionstricks Platz für den verrutschenden Motorblock. Ähnlich positive Effekte gab es bei einer seitlichen Kollision. So schaffte es auch Generation zwei zum Millionenseller – allerdings wiederum vor allem bei Senioren.

Im Sandwichboden sollte Platz für alternative Antriebstechnik sein. Hier ein Versuchsträger

Ältere Autokäufer haben zwar viel Geld und sind in Deutschland zahlreich vorhanden, weltweit aber klar in der Unterzahl. Vor allem in Asien sind es die Jungen, die neue, teure Autos haben wollen. Für Generation drei wagte Mercedes 2012 daher den kompletten Umschwung. Aus dem geräumigen Van mit Sandwichboden wurde ein architektonisch konventioneller fünftüriger Kompaktwagen, den man optisch und bei der Fahrwerksabstimmung jedoch dezidiert auf juvenile Dynamik trimmte. Dabei hat Mercedes vielleicht eine Spur überdreht: Die angestammte Kundschaft verschreckte der harte Kompaktsportler offenbar sehr. Und zwar nicht nur die alten A-Klasse-Rentner (für die gibt es ja die B-Klasse), sondern auch die downsizing-willigen Umsteiger aus C- und E-Klasse, die einen Großteil der Zielgruppe stellten. Bei der Modellpflege 2015 wurde die Sport-Schraube daher wieder etwas zurückgedreht. Seitdem fährt der kleinste Mercedes fast so sanft wie seine größeren Geschwister.

Fast 20 Jahre nach ihrer Erfindung scheint die A-Klasse endlich am Ziel angekommen. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

SUV-Boom – Europa baut Crossover

Fast jedes zweite neu eingeführte Pkw-Modell aus europäischer Produktion wird 2017 ein SUV sein. Insgesamt starten im laufenden Jahr 32 neue Baureihen in den europäischen Werken der Autoindustrie, 14 davon sind laut einer Statistik des Informationsdienstleisters Inovev SUV oder Geländewagen. Dazu zählen unter anderem die komplett neuen Typen BMW X2, Citroen C3 Aircross, Opel Crossland und Range Rover Velar. Außerdem laufen die Bänder für Neuauflagen bekannter Modelle wie Dacia Duster, Porsche Cayenne, Volvo XC60 und VW Touareg an.

Den zweiten Rang teilen sich Kleinwagen mit den Modellen der oberen Mittelklasse/Oberklasse. Dazu kommen zwei neue Kompakt-Baureihen sowie jeweils ein Mittelklassemodell, ein Coupé und ein Cabrio.

Die SUV-Dominanz in der Produktion spiegelt den Markt. Aktuell liegt der Anteil von SUV-Modellen bei den Neuzulassungen in Europa schon bei rund 20 Prozent, Tendenz steigend. Schon nächstes Jahr könnte nach Expertenmeinung die 25-Prozent-Hürde fallen. (Holger Holzer/SP-X)

Abarth 695 XSR Yamaha – Ein bisschen Motorrad auf vier Rädern

Fiat-Werkstuner Abart legt gemeinsam mit dem Motorradhersteller Yamaha ein Sondermodell seines sportlichsten Kleinstwagens auf. Als Abarth 695 XSR Yamaha verfügt der Fiat-500-Ableger über die 121 kW/165 PS starke Ausführung des 1,4-Liter-Turbomotors der Baureihe, eine Sportabgasanlage, 17-Zoll-Leichtmetallräder und Teilleder-Sportsitze. Erkennbar ist die auf 695 Einheiten limitierte Auflage des Viersitzers zudem an Alu-Applikationen und roten Zierteilen auf der grauen Karosserie, die an das Design von Moto-GP-Bikes erinnern sollen. Die Preise starten bei 25.000 Euro für die Limousine, das Cabriolet kostet mindestens 27.500 Euro.

Bislang war der Zahlencode 695 bei Abarth dem zweisitzigen Spitzenmodell 695 Biposto mit 139 kW/190 PS vorbehalten. Der Mini-Bolide ist mit knapp 40.000 Euro deutlich teurer als das Sondermodell, das sich eher auf dem Niveau der drei zwischen 107 kW/145 PS und 132 kW/180 PS starken Abarth-595-Modelle einordnet. Abarth zählt zu den Sponsoren des Moto-GP-Teams von Yahama; beide Unternehmen haben bereits mehrfach bei Sondermodellen zusammengearbeitet. (Holger Holzer/SP-X)

Peugeot Expert und Citroen Jumpy – Nun auch mit Doppelkabine

Die Nutzfahrzeugmodelle Citroen Jumpy und Peugeot Experte sind ab sofort auch als Kastenwagen mit Doppelkabine bestellbar. An Bord ist Platz für bis zu sechs Personen, das Laderaumvolumen beträgt bei der 4,95 Meter langen Variante 3,2 Kubikmeter, bei der Ausführung mit 5,30 Metern Fahrzeuglänge sind es 4 Kubikmeter. Für den Antrieb stehen vier Dieselmotoren mit Leistungswerten von 70 kW/95 PS bis 130 kW/177 PS zur Wahl. Die Nettopreise starten bei 25.750 Euro (brutto: 30.643 Euro).

Auch den Citroen Jumpy gibt es in einer neuen Variante

Citroen Jumpy und Peugeot Expert sind baugleich und werden gemeinsam mit dem ebenfalls weitgehend identischen Toyota ProAce im französischen Valenciennes gebaut. Die Nutzfahrzeuge gibt es in drei Länge und zwei Höhen, als Fahrgestell, Kastenwagen oder Kombi. Zudem haben alle drei Marken spezielle Pkw-Varianten mit besserer Ausstattung und aufgewerteter Optik im Programm. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Meistgebaute Autos 2016 – Ford-Pick-up ist Produktionsweltmeister

Die Ford F-Reihe war 2016 das meistgebaute Auto der Welt. Insgesamt verließen 1,012 Millionen Einheiten die Fließbänder im amerikanischen Dearborn, wie der Informationsdienstleister Inovev meldet. Der Pick-up ist seit 1978 das meistverkaufte Auto der USA, seit 1983 trägt er auch den Titel des meistverkauften Autos weltweit. Von den im vergangenen Jahr gebauten Fahrzeugen wurden bislang 990.000 verkauft.

Auf Rang zwei der weltweit meistgebauten Autos landet mit dem Toyota Corolla der erste klassische Pkw. Mit 985.000 Einheiten lässt die Limousine die Kompaktklassen-Wettbewerber VW Golf (970.000 Einheiten) und Hyundai Elantra (875.000 Einheiten) hinter sich. Platz fünf geht an den achtsizigen Kompakt-Van Wuling Hongguang, der mit 847.000 produzierten Fahrzeugen auch das meistgebaute Auto Asiens war. Meistgebautes Auto in Europa war der Golf. In Wolfsburg liefen 2016 rund 650.000 Modelle vom Band. Die restlichen 320.000 Einheiten der Jahresproduktion wurden vor allem in China und Mexiko gefertigt. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Kia Sportage – Bis zu 4.400 Euro Nachlass

Mit einem Preisnachlass von bis zu 4.400 Euro ist der Kia Sportage bis Ende Juni zu haben. Die maximale „Bestseller-Prämie“ gilt beim Kauf des Top-Modells GT Line mit dem 136 kW/185 PS starken Diesel, Allradantrieb und Automatik, der mit Rabatt für 35.090 Euro zu haben ist. Bei anderen Varianten des Kompakt-SUV fällt der Preisvorteil geringer aus. So beträgt er beim Sondermodell „Dream Team Edition“ mit dem 97 kW/132 PS starken Einstiegsbenziner 2.600 Euro. Der Endpreis beläuft sich dann auf 23.790 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Autofarben-Trends – Unbunt… oder blau

Weiß bleibt die beliebteste Autofarbe in Europa. Jeder dritte Neuwagen ist in diesem Ton lackiert, wie aus dem „European Color Report“ des Lackherstellers BASF Coatings hervor geht. Auf Rang zwei folgt mit 19 Prozent Schwarz, Grau kommt auf 18 Prozent. Insgesamt sind 80 Prozent aller Autos in einer „unbunten“ Farbe lackiert. Unter den Buntfarben liegt Blau mit zehn Prozent an der Spitze der Beliebtheitsskala. In Rot sind sechs Prozent aller Neuwagen lackiert, Braun kommt auf vier Prozent.

Am stärksten ist die unbunte Dominanz in der Oberklasse, wo Schwarz mit einem Anteil von 34 Prozent der häufigste Ton ist. Überraschend stark ist mit einem Anteil von drei Prozent allerdings Grün. Vor allem dunklere Schattierungen verleihen großen Autos laut BASF eine besondere, elegante Ausstrahlung. Ganz besonders bunt geht es im Kleinwagensegment zu, unter anderem liegt in dieser Klasse der Rot-Anteil mit neuen Prozent am höchsten. Auch Weiß, häufig die einzige aufpreisfreie Farbe, kommt mit 33 Prozent auf den höchsten Anteil in allen Klassen. (Holger Holzer/SP-X)

Skoda-Pläne – Elektroauto kommt 2020

Skoda will 2020 sein erstes Elektroauto auf den Markt bringen. Das hat die VW-Tochter nun im Rahmen der Bekanntgabe seiner Geschäftsergebnisse erklärt. Eine Studie wird im April auf der Auto Shanghai gezeigt. Das Modell wird den Modularen Elektrobaukasten (MEB) des VW-Konzerns nutzen, der auch für die zeitgleich geplanten Elektroautos der Marken VW und Seat zum Einsatz kommt.

Darüber hinaus haben die Tschechen in Form eines Teaser-Bildes einen Ausblick auf ihre künftige Designlinie gegeben. Das Foto zeigt eine langgestreckte Silhouette mit einem nach nach hinten abfallenden Dach und könnte auf das bereits bestätigte Kodiaq Coupé hindeuten. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Mazda CX-5 – Kompakt-SUV ab 25.000 Euro

Zu Preisen ab 24.990 Euro ist ab sofort die neue Generation des Mazda CX-5 bestellbar. Das Basismodell wird über die Vorderräder von einem 121 kW/165 PS starken 2,0-Liter-Saugbenziner angetrieben, zur Ausstattung zählen in der Einstiegsvariante „Prime-Line“ unter anderem Klimaanlage, Radio und Berganfahrassistent.

Insgesamt umfasst das Angebotsprogramm für das Kompakt-SUV neben der Allradausführung des kleinen Benziners zwei Diesel mit 110 kW/150 PS und 129 kW/175 PS. Letzterer ist ausschließlich mit Allradantrieb zu haben. Außer dem manuellen Sechsganggetriebe steht für alle Varianten eine Sechsgang-Automatik zur Wahl. Neben der Basis-Ausstattung gibt es drei weitere Linien bis hin zum nahezu voll ausgestatteten „Sports-Line“-Modell, das als Allrad-Benziner bei 34.890 Euro startet.

Gegenüber dem Vorgänger ist der neue CX-5 um 200 Euro teurer geworden. Zu den Neuerungen der zweiten Generation zählen unter anderem ein aufgewerteter Innenraum und die serienmäßig vorhandene Fahrdynamikreglung „G-Vectoring-Control“. Zudem will Mazda das Fahrwerk und die Geräuschdämmung verbessert haben. (Holger Holzer/SP-X)

Kleinwagen-Neuheiten für Frühjahr und Sommer – Richtig groß geworden!

Ein Kleinwagen ist längst keine rollende Verzichtserklärung mehr. Die neuen Modelle sind schick, gut ausgestattet und erstaunlich groß. Eine Übersicht der Neuheiten des kommenden halben Jahres.

Wie geräumig es mittlerweile selbst im kleinsten Segment zugeht, zeigt der Kia Picanto, der auf kleinster Grundfläche das maximale Platzangebot generiert. So bietet Kleinstwagen bei unverändert 3,60 Metern Länge dank gestrecktem Radstand innen deutlich mehr Platz als zuletzt. Auch der Kofferraum wächst auf maximal rund 1.000 Liter. Den bereits aus dem Vorgänger vertrauten Sauger-Aggregaten, einem Dreizylinder mit 49 kW/67 PS und einem 1,2-Liter-Vierzylinder mit 62 kW/84 PS, stellen die Koreaner ab Herbst einen Turbo-Dreizylinder mit 74 kW/100 PS zur Seite. Die Preise für die neue Picanto-Generation starten bei 9.990 Euro inklusive Audioanlage und Lichtautomatik.

Mit dem Ford Fiesta geht ein kleiner Klassiker in die nächste Runde. Der Kleinwagen-Bestseller der Kölner positioniert sich in der achten Generation gefühlt eine halbe Klasse höher, wird bei nahezu unveränderten Abmessungen vor allem innen edler. Im Vergleich mit dem sehr verspielten Cockpit im Vorgänger wirkt die neue Version angenehm klar, aufgeräumt und modern. Erweitert wird das Angebot an Modellvarianten: Neben einer besonders luxuriösen Vignale-Ausgabe gibt es erstmals auch eine Crossover-Linie namens „Active“. Kern des Motorenangebots bleibt Fords Dreizylinder-Benziner. Den 1,0 Liter großen Turbomotor gibt es wieder mit 74 kW/100 PS, 92 kW/125 PS und 103 kW/140 PS. Als Basistriebwerk fungiert eine neue Variante ohne Turbo, aber mit einem auf 1,1 Liter vergrößerten Hubraum, die 52 kW/70 PS oder 63 kW/85 PS leistet. Auch einen Diesel wird es wieder geben, wenn der Rheinländer Mitte des Jahres auf den Markt kommt. Die Preise starten bei 13.000 Euro.

Obwohl der Kleinwagen Ibiza erst vor knapp anderthalb Jahren ein Lifting erhalten hat, kündigt sich im Sommer bereits die neue Generation des Spanien-Polos an. Neben einem stark veränderten Außendesign, das große Ähnlichkeiten mit dem großen Bruder Leon aufweist, bietet Generation vier dank neuer Plattform deutlich veränderte Proportionen. Vor allem in der Breite hat der Spanier zugelegt. Der Ibiza ist der erste Konzern-Kleinwagen, der die neueste MQB-Plattform nutzt. Damit lässt er sogar den VW Polo hinter sich, dessen neue Generation erst gegen Ende des Jahres startet. Auch ausstattungstechnisch will der Ibiza künftig mit Optionen aufwarten, die man sonst von größeren Fahrzeugen kennt – etwa Voll-LED-Scheinwerfern oder Abstandstempomat. Bei den Benzinern bietet Seat zum Marktstart im Juni zunächst nur Dreizylindermotoren mit 1,0 Liter Hubraum an. Neben dem Basisbenziner 1.0 MPI mit wahlweise 48 kW/65 PS oder 55 kW/75 PS ist noch der aufgeladene 1.0 TSI mit 70 KW/95 PS und 85 KW/115 PS beziehungsweise einer 66 kW/90 PS starken Erdgas-Version zu haben.

Nachdem der Suzuki Swift in den letzten beiden Generationen zumindest äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden war, tritt die neueste Auflage des Kleinwagens im Mai wieder optisch eigenständiger auf. Vor allem die rundlicher gezeichnete Front unterscheidet ihn von seinen Vorgängern. Innen sitzt es sich nun etwas komfortabler, vor allem die Kopffreiheit hinten hat zugelegt. Der Charakter des Fünftürers hat sich weniger stark geändert: Er bleibt klein, leicht und agil. Für den Antrieb stehen ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 66 kW/90 PS, den es mit Front- und auch Allradantrieb gibt, und ein 82 kW/112 PS starker 1,0-Liter-Dreizylinder mit Turboaufladung zur Wahl. Weil das Gewicht des Kleinwagens um 120 Kilogramm gesunken ist, haben beide Triebwerke leichte Wahl. Die Preise für den Fünftürer starten bei rund 14.500 Euro.

Statt bereits die neue Generation aufzulegen, spendiert Toyota dem Kleinwagen Yaris nach der umfangreichen Modellüberarbeitung im Jahr 2014 im Frühjahr 2017 ein zweites Facelift. Dieses beschert dem Japaner im Sommer eine aufgefrischten Optik mit prägnanterer Schnauze und erweiterter Ausstattung, zu der das Safety-Sense-Paket gehört, das einen Kollisionsverhinderer sowie Spurhalte- und Fernlichtassistent bietet. Einstiegsmotor ist weiterhin ein 51 kW/69 PS starker 1,0-Liter-Benziner, darüber rangiert ein neuer 1,5-Liter-Benziner mit 82 kW/111 PS. Später soll es sogar eine Sportversion mit 154 KW/210 PS geben. Die Preise starten bei 12.540 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Genfer Salon 2017 – Besucherzahl stabil

Mit 690.000 Besuchern ist der 87. Genfer Automobilsalon (9. bis 19. März) zu Ende gegangen. Gegenüber dem starken Vorjahr konnte die Zahl der Gäste um 3.000 gesteigert werden. Die Organisatoren verzeichneten mehr Eintritte unter der Woche, an den Sams- und Sonntagen kamen hingegen weniger Besucher. Stark gefragt war zudem das zum halben Preis verkaufte 16-Uhr-Ticket.

Die Messe zählte 122 Weltpremieren von neuen Pkw-Modellen und Konzeptfahrzeugen. Insgesamt waren rund 900 Autos und Exponate von 180 Ausstellern zu sehen. Europaweit ist Genf hinsichtlich der Besucherzahlen die Nummer drei hinter dem Autosalon in Paris mit zuletzt rund 1,07 Millionen Besuchern und der IAA in Frankfurt mit 931.700 Gästen. Da die beiden großen Messen aber im jährlichen Wechsel stattfinden, ist Genf in jedem einzelnen Jahr die zweitwichtigste Autoshow des Kontinents. (Holger Holzer/SP-X)

Das SUV-Halbjahr – Die wichtigsten Crossover-Neuheiten bis zum Herbst

Bis zum Ende des Jahrzehnts wird mehr als jeder vierte Neuwagen in Europa ein SUV sein. So prognostizieren es Experten. Entsprechend konsequent schieben die Autohersteller passende Modelle auf den Markt. Die Zahl der bis zum Herbst erwarteten Neuheiten ist zweistellig. Eine Übersicht.

Auch Alfa Romeo kann sich dem SUV-Trend nicht mehr verschließen. Ab sofort treten die Italiener mit dem sportlich positionierten Stelvio gegen Jaguar F-Pace, BMW X3 und Audi Q5 an. Optisch und technische orientiert sich der erste Crossover der Fiat-Tochter an der Mittelklasselimousine Giulia. Und auch deren sportlicher Anspruch wird übernommen: Für den Antrieb sehen die Italiener Motoren jenseits der 200 PS vor. Das Top-Modell Quadrofoglio Verde bringt es dank Sechszylinder-Turbo sogar auf 375 kW/510 PS. Die Preise für das Italo-SUV starten bei 47.500 Euro.

Alfa legt den Stelvio zum Start als Sondermodell auf

Gerade das in Europa einträgliche Segment der kompakten SUV hat Geländewagen-Spezialist Jeep lange brachliegen lassen. Das ändert sich im Herbst mit dem Compass, der mit 4,40 Metern Länge gegen VW Tiguan und Co., aber auch gegen größere Mini-SUV wie den Opel Mokka antritt. Die Technik teilt sich der Allrader mit dem kleineren Jeep Renegade und steckt wie dieser die meisten Segments-Konkurrenten bei Offroad-Ausflügen in die Tasche. Aber auch für den Alltag auf Stadt und Autobahn ist er dank modernem Infotainment und wohnlichem Innenraum gerüstet. Die Preise dürften bei rund 25.000 Euro starten.

Der Range Rover Velar positioniert sich zwischen Evoque und Range Rover Sport

Die britische Geländewagenmarke baut die Range-Rover-Familie aus. Das neue Mittelklasse-SUV Velar soll die Lücke zwischen dem kompakten Evoque und dem einen halben Meter längeren Range Rover Sport füllen, fällt zudem deutlich flacher und optisch dynamischer aus als seine Verwandten. Prunkstück ist jedoch der Innenraum mit einem neuen Bediensystem, bei dem ein berührungsempfindliches Display nahezu alle klassischen Tasten überflüssig macht. Das Motorenangebot reicht bis zu einem 278 kW/380 PS starken V6-Benziner. Die Markteinführung des vierten Modells in der Lifestyle-orientierten Familienlinie der Engländer erfolgt Ende Juli zu Preisen ab rund 57.000 Euro.

Jeep bringt im Sommer den Compass auf den Markt

Nicht völlig neu, aber in großen Teilen doch deutlich verbessert präsentiert sich die zweite Generation des Mazda CX-5. Das Kompakt-SUV bleibt sich äußerlich weitgehend treu und hält auch an Plattform sowie Motorenangebot fest. Verbessert wurden vor allem Details. So wirkt der Innenraum nun deutlich wertiger, für einen sportlicheren Auftritt soll die vorne und hinten um einen Zentimeter verbreitere Spur sorgen, zudem wurde der Fahrzeugschwerpunkt leicht abgesenkt. Zu den wichtigsten technischen Veränderungen gehört das schon aus dem Mazda6 bekannte G-Vectoring-Control. Das System nimmt bei schneller Kurvenfahrt das Drehmoment ganz kurz zurück, was mehr Last auf die Vorderräder bringt und den Wagen besser in der Spur hält. Die Preise werden sich vermutlich wenig ändern und bei rund 25.000 Euro starten. Los geht es Ende März.

Mitsubishi baut sein SUV-Programm aus

Mitsubishi schließt mit dem Eclipse Cross im Herbst die Lücke zwischen dem kleinen Kompakt-SUV ASX und dem Mittelklasse-Crossover Outlander. Der Tiguan-Herausforderer setzt auf sportliches Design mit leichten Coupé-Anleihen und mächtigen Luftöffnungen in der chromverzierten Front, innen geht es im Gegensatz dazu dank Touchpad-Bedienung betont aufgeräumt zu. Als Antrieb gibt es zunächst zwei konventionelle Verbrenner, darunter einen 1,5-Liter-Turbobenziner. Allradtechnik ist zumindest optional zu haben. Die Preise dürften im Bereich von 22.000 Euro starten.

Der Opel Crossland X ist das erste PSA-Modell bei den Rüsselsheimern

Wie populär SUV sind, zeigt sich auch bei Opel. So ersetzen die Rüsselsheimer ihre klassischen Vans Meriva und Zafira mittelfristig durch zwei SUV-Modelle, die gemeinsam mit dem französischen PSA-Konzern entwickelt wurden. Als erster startet im Sommer der Crossland X, der sich als klassisches Mini-SUV unterhalb des etwas größeren Mokka X platziert. Anders als dieser verzichtet er auf optionalen Allradantrieb. Plattform und Motoren teilt sich der Crossland mit den zum Jahresende erwarteten Wettbewerbern Peugeot 2008 und Citroen C-Cross. Als Basismotor gibt es einen 1,2-Liter-Benziner mit 60 kW/81 PS, die Preise starten bei 16.850 Euro.

Nach der erfolgreichen Kooperation mit Nissan beim Qashqai-Ableger Kadjar, nutzt Renault nun auch eine Klasse höher die Crossover-Kompetenz seines Allianzpartners. Auf Basis des Nissan X-Trail bringen die Franzosen die zweite Generation des Mittelklasse-SUV Koleos auf den Markt. Zu sehen ist die Verwandtschaft allerdings kaum, der 4,67 Meter lange Fünftürer orientiert sich am Design des Markenflaggschiffs Talisman und zeigt auch innen den typischen Renault-Stil mit dem großen Touchscreen in der Mittelkonsole. Angetrieben wird das Mittelklasse-SUV von zwei Benzin- oder Dieselaggregaten mit bis zu 127 kW/172 PS, Allradantrieb ist Option. Die Preise für den bis zu siebensitzigen Koleos dürften im Frühjahr bei rund 25.000 Euro starten.

Das Kompakt-SUV XV sollte für Subaru schon in der ersten Generation neue Kundenkreise jenseits der eingeschworenen Markenfans ansprechen. Die Neuauflage macht das mit schnittiger Karosserie noch einmal konsequenter. Wie bisher setzt der kleine japanische Hersteller auch beim neuen XV auf einen Boxermotor, der umfangreich modernisiert wurde und künftig mehr Leistung mit weniger Verbrauch in Einklang bringen soll. Auch das stufenlose CVT-Getriebe wurde überarbeitet, eine neue Übersetzung soll sich positiv auf Beschleunigung und Wirtschaftlichkeit auswirken. Allradantrieb ist, wie bei Subaru üblich, Serie. Die Markteinführung erfolgt im Herbst zu Preisen von rund 20.000 Euro.

Volvo stattet den XC60 mit neuartigen Assistenten aus

Volvo treibt die Erneuerung seiner Modellpalette konsequent voran. Nachdem in den beiden vergangenen Jahren die 90er-Baureihe frisch aufgelegt wurde, fängt 2017 die Renovierung der kleineren 60er-Modelle an. Den Start macht im Sommer das Mittelklasse-SUV XC60, das im neuen, eleganten Designstil der Marke gehalten ist. Für den Antrieb gibt es ausschließlich Vierzylindermotoren, sowohl als Diesel als auch als Benziner. Auch ein Hybridmodell wird wohl kommen. Traditionell viel Wert wird auf Sicherheit gelegt: Die Road Edge Detection schützt vorm Abkommen von der Straße, das City-Safety-System hilft, Auffahrunfälle mit anderen Fahrzeugen und Kollisionen mit Fußgängern und Wildtieren zu vermeiden und erstmals greift bei drohenden Frontalkollisionen ein Lenkassistent ein, der selbstständig ausweichen kann. All das hat seinen Preis: mindestens 48.050 Euro.

Marktführer VW Tiguan ist mit 4,50 Metern Länge bereits ein durchaus stattliches Auto. Wer noch mehr Platz benötigt, kann ab September die um fast 22 Zentimeter gestreckte Langversion „Allspace“ wählen. Die bietet mehr Knieraum im Fond und wahlweise ein extra großes Gepäckabteil (bis zu 1.920 Liter) oder Platz für zwei zusätzliche Passagiere. Die finden auf zwei ausklappbaren Sitzen im Kofferraum Platz, die den XL-Tiguan zum Siebensitzer machen. Allerdings muss das Zusatzgestühl in dem rund 30.000 Euro teuren SUV extra bezahlt werden. Beim Antrieb bietet das gut gefüllte VW-Regal neben dem 1,4 Liter kleinen Einstiegsbenziner mit 110 kW/150 PS die allseits bekannten 2,0-Liter-Triebwerke bis hin zum 176 kW/240 PS starken Top-Diesel. Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe müssen nur bei den Basismotorisierungen extra bestellt und bezahlt werden, ansonsten sind sie serienmäßig.

Das SUV-Jahr ist im Herbst noch lange nicht zu Ende. Auf der IAA in Frankfurt debütieren weitere Modelle, darunter Luxusmodelle Porsche Cayenne und VW Touareg, Bestseller wie Skoda Yeti und Dacia Duster oder Neulinge wie Citroen C3 Aircross und BMW X2. Für den Jahreswechsel hat sich zudem bereits das Premium-SUV DS7 Crossback angekündigt. (Holger Holzer/SP-X)

Nissan Navara – Lifestyle für Fortgeschrittene

Pick-ups sind die kernigen Cousins des SUV. Eigentlich als ehrliche Geländearbeiter konzipiert, werden sie in Westeuropa im Windschatten des Crossover-Booms vor allem als bullige Lifestyle-Mobile vermarktet. Wer Autos wie den Nissan Navara als eindrucksvollen Pkw für den Alltag nutzen will, muss jedoch wissen, worauf er sich einlässt.

Der Nissan Navara will mehr sein als ein Pritschenwagen für Gewerbetreibende

Zunächst einmal eine Entwarnung: Vor dem Einparken braucht im Navara niemand Angst zu haben. Dank Rundum-Kameraüberwachung vorne, hinten und in den Außenspiegeln ist das Rangieren der wuchtigen Karosse ein Kinderspiel. Die Videoaugen sind eigentlich in erster Linie für den Offroad-Einsatz in unübersichtlichem Gelände gedacht, bewahren aber nicht nur vor ungewolltem Kontakt mit Steinbrocken oder Felswänden, sondern auch vor dem Touchieren von Pollern oder Parkplatznachbarn. Voraussetzung für das umsichtige Einparken ist allerdings, dass man überhaupt einmal eine geeignete Lücke findet.

Auch tiefe Wasser sind kein Problem

Wie groß die Chancen auf einen Parkplatz sind, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und guter Planung ab. Wer etwa im samstäglichen Shopping-Verkehr in eine enge Innenstadt fährt, hat verloren. Mit gut 5,30 Metern Länge und einer Breite von deutlich über zwei Metern findet der Navara dort unter freiem Himmel nur mit viel Glück ein Plätzchen. Dazu kommt: Viele Parkhäuser werden zur Mäusefalle – man findet zwar rein, aber nur schwer wieder raus. Gut, wenn man für solche Gelegenheiten einen Zweitwagen mit city-tauglichen Abmessungen unterhält. Außerhalb des Wochenend-Betriebs und mit ein wenig Parkhauskenntnis (neuere Exemplare sind meist großzügiger gebaut als solche aus den 70ern) macht der Navara aber erstaunlich wenig Ärger. Zugeständnisse muss man allerdings bei der Gepäckmitnahme machen. Die Ladefläche ist zwar riesig – und dank diverser Planen und Hardtops (ab 3.400 Euro) im Zubehörangebot auch wetterfest – aber halt auch ziemlich hoch und tief. Wirklich praktisch ist die Pritsche nur, wenn Sperriges oder Schmutziges transportiert werden soll – etwa ein kleines Offroad-ATV oder Rindenmulch aus dem Baumarkt.

Auf die Pritsche passt ordentlich Ladung

Zugeständnisse verlangt auch das Fahrverhalten. Wo sich aktuelle SUV fahren wie besonders große Pkw, verhält sich der Navara wie ein besonders großes Nutzfahrzeug. Brummig und laut, mit zäher Lenkung und ruppigem Schwerlast-Fahrwerk. Der hemdsärmlige 2,3-Liter-Diesel mit 120kW/163 PS schiebt den Allrader zwar energisch an, sorgt aber dafür, dass das auch ja jeder Passagier mitbekommt. Das entspannt-kraftvolle Mitschaukeln hoch über dem übrigen Straßenverkehr kann dabei durchaus Spaß machen, fühlt man sich doch fast wie ein Kapitän der Landstraße. Die Romantik aber verfliegt auf Langstrecken in lauten Kabine rasch. Dabei zählt der Navara in Sachen Fahrkomfort durchaus zur Spitze im Segment. An der starren Hinterachse sorgen bei den Modellen mit Doppelkabine Schraubenfedern für eine verbesserte Radführung, wodurch das Heck dem Bug präziser durch die Kurve folgt. Rumpeliges Versetzen der Hinterachse kennt der Navara kaum.

Innen geht es edel zu

Auch im Innenraum erinnert wenig an ein Nutzfahrzeug, viel mehr an die SUV-Modelle Qashqai und X-Trail. Von letzterem stammt auch die Cockpit-Einrichtung, die auf Wunsch mit viel Leder und Chrom glänzt. Die Ausstattungsliste ist mit Posten wie einem Notbremsassistenten und einer Klimatisierung für den Fond allgemein üppiger als in der Pick-up-Klasse traditionellerweise üblich. Auch wenn der Navara sich mit all den feinen Extras von seinem günstigen Basispreis entfernt (ab 26.470 Euro für das Basismodell mit zwei-plus-zwei-sitziger King-Cab und Heckantrieb), bleibt er für ein Auto seiner Größe relativ preiswert. Als Allrader mit dem kleineren der beiden Diesel und in der schicken N-Connection-Ausstattung (Zwei-Zonen-Klimaautomatik, abgetönte Scheiben, 18-Zoll-Räder) kostet das fünfsitzige Double-Cab-Modell 35.670 Euro inklusiv Mehrwertsteuer. Selbst ein vergleichbarer Nissan X-Trail käme teurer.
All das kann am Ende aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Navara letztlich nicht für den langweiligen Alltag zwischen Neubaugebiet und Autobahn gemacht ist. Der robuste Leiterrahmen, der zuschaltbare Allradantrieb inklusive Offroad-Untersetzung und Differenzialsperre an der Hinterachse und der serienmäßige Bergfahrassistent zeigen, dass er eigentlich ins Gelände will. Dort hängt der Navara schon auf dem Papier all die modischen Softroader mühelos ab: 22 Grad Rampenwinkel, 50 Grad Kippwinkel und 60 Zentimeter Wattiefe – um nur ein paar Kennzahlen zu nennen, die SUV-Fahrer in der Regel nicht mal in den technischen Datenblättern ihrer Modelle aufgeführt finden würden. Und auch jenseits schweren Geländes punktet der Navara mit Handfestem: Bis zu 3.500 Kilogramm dürfen an den Haken, rund eine Tonne Last auf die 1,58 Meter lange Pritsche.

Die Kameras sorgen für Übersichtlichkeit

Wirklich glücklich wird man mit dem Navara nur, wenn man Lifestyle als aktiven Lifestyle versteht. Mit klobigem Sportgerät eben, oder im freien Gelände. Wer nur ein möglichst dickes Auto will, um den kernigen Typen geben zu können, ist mit einem klassischen SUV besser bedient. (Holger Holzer/SP-X)

Toyota GT86 Tiger – Ein paar Streifen und viel Ausstattung

Mit orangem Lack und schwarzen Zierstreifen an den Türen will der Toyota GT86 als Sondermodell „Tiger“ an das gleichnamige Raubtier erinnern. Neben der lediglich zurückhaltend gestreiften Karosserie zählen ein schwarzer Heckspoiler und 17-Zoll-Felgen in Anthrazit zu den Erkennungsmerkmalen der in Deutschland auf 30 Einheiten limitierten Edition. Zur Ausstattung zählen darüber hinaus Sport-Stoßdämpfer von Sachs, beheizbare Leder-Alcantara-Sitze und eine Türeinsätze in Wildlederoptik. Motorisiert ist das Sondermodell wie alle anderen Varianten mit einem 147 kW/200 PS starken 2,0-Liter-Boxerbenziner. Die Preisliste startet bei 35.000 Euro, gegenüber der Basisvariante bedeutet das einen Aufschlag von 5.000 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

McLaren 720S – Supersportwagen für Einsteiger

McLarens „Super Series“-Sportwagenbaureihe geht in die zweite Runde. Das neue Modell 720S löst nach zwei Jahren Bauzeit 650S ab. Neben mehr Leistung, weniger Gewicht und neuem Look gibt es auch kleinere Verbesserungen: zum Beispiel einen leichteren Einstieg.

McLaren bringt im Sommer den 720S auf den Markt – hier als Sondermodell „Velocity“

Wie die Modellbezeichnung es bereits andeutet, leistet der hinter den beiden Sitzen platzierte V8-Motor nun 720 PS statt wie bisher 650 PS. Dazu wurde das doppelt aufgeladene Triebwerk zu großen Teilen neu aufgebaut, unter anderem wuchs der Hubraum von 3,8 auf 4,0 Liter. Hinzu kommt ein gründlich modifiziertes Chassis mit hohem Carbonanteil, das mit 1.283 Kilogramm 18 Kilogramm leichter ist als zuvor. Den Spurt von null auf 100 km/h absolviert der Mittelmotor-Sportler in 2,9 Sekunden, Tempo 200 ist nach 7,8 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 341 km/h. Offizieller, aber wohl höchst theoretischer Verbrauchswert: 10,7 Liter auf 100 Kilometern.

Der Nachfolger des 650S verfügt über 720 PS

Komplett neu ist auch das Cockpit. Schon der Einstieg gelingt dank der neuen Karosseriestruktur leichter. Die nämlich erlaubt einen größeren Öffnungswinkel für die Schmetterlingstüren. Mehr als ein netter Gag sind die versenkbaren Instrumente, die beim Umschalten in den Rennstrecken-Modus im Armaturenbrett verschwinden und über einen kleinen Schlitz nur noch die wirklich relevanten Informationen zeigen. In anderer Hinsicht setzt der McLaren jedoch auf Alltagstauglichkeit: So kann die Front für Fahrten über Parkhausrampen angehoben werden, dank besonders dünner Säulen soll zudem die Übersichtlichkeit beim Rangieren für ein Fahrzeug dieser Klasse ungewöhnlich gut sein.

Das Cockpit wurde komplett neu gestaltet

Auf den Markt kommt der McLaren 720S im Mai. Deutsche Kunden zahlen mindestens 247.350 Euro für den Straßensportwagen – rund 16.000 Euro mehr als für den 650S. Wer sich noch nicht entschließen will, kann auch noch etwas warten. Der 720S ist lediglich der Auftakt für eine Modelloffensive der Briten. In den nächsten fünf Jahren sollen 15 neue Modelle und Derivate auf den Markt kommen. Darunter sicher auch eine Cabriovariante des 720S. (Holger Holzer/SP-X)

Die Flügeltüren schwingen nun weiter auf

Elektropläne bei Audi – Drei Neue bis 2020

Drei neue Elektroautos will Audi bis 2020 auf den Markt bringen. Den Start macht 2018 das bereits angekündigte Elektro-SUV, das den Namen E-Tron tragen wird, wie Vorstandschef Rupert Stadler auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens erklärte. 2019 soll ein E-Tron Sportback mit Fließheck und erhöhter Sitzposition folgen 2020 startet ein elektrisches Kompaktmodell, das auf dem neuen Elektro-Baukasten des VW-Konzerns basiert. Anschließend soll das Angebot an E-Modellen auf alle übrigen Baureihen erweitert werden. Schon 2025 soll jeder dritte Audi mit elektrischem oder teilelektrischem Antrieb ausgeliefert werden. (Holger Holzer/SP-X)

Nissan Juke Premium – Schwarz und laut

Mit einem leistungsstarken Audiosystem bietet Nissan den Juke nun als Sondermodell „Premium“ an. Das Mini-SUV verfügt über eine Soundanlage der französischen Herstellers Focal. Gegenüber der Standardversion steigt die Leistung der Lautsprecher vorn und im Fond von 40 auf 120 Watt, die Hochtöner entwickeln 100 statt 40 Watt.

Optisch gibt sich das in Deutschland auf 50 Einheiten limitierte, prinzipiell schwarz lackierte Editionsmodell unter anderem durch schwarze Außenspiegelkappen, einen Stoßfänger in gleicher Farbe sowie ebenfalls schwarze Einsätze in den 18-Zoll-Felgen zu erkennen. Zur Ausstattung zählen darüber hinaus Navigationssystem, Umfeldüberwachung per Kamera und ein Assistenzpaket. In Verbindung mit dem 85 kW/115 PS starken 1,2-Liter-Turbobenziner und Frontantrieb kostet das kleine SUV 24.565 Euro. Gegenüber dem vergleichbaren Standardmodell bedeutet das einen Aufschlag von rund 5.000 Euro.

Der polarisierend gestaltete Nissan Juke zählte bei seiner Markteinführung zu den ersten Mini-SUV überhaupt. Ende des Jahres geht er in die zweite Generation. An dem auffälligen Design soll sich nur wenig ändern. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Allianz von VW und Tata – Kooperation beim Billigauto

Der Volkswagen-Konzern und der indische Autohersteller Tata wollen kooperieren. Beide Unternehmen haben nun auf eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung gemeinsamer Komponenten und Fahrzeuge für den indischen Subkontinent. Die Projektleitung innerhalb des VW-Konzerns übernimmt die tschechische Tochter Skoda.

Die Kooperation soll Volkswagen den Weg auf den indischen Markt erleichtern. Bislang konnten die Wolfsburger in der Wachstumsregion noch nicht Fuß fassen, hauptsächlich, weil im großen Produktportfolio ein richtiges Billigauto fehlt. Frühere Versuche einer entsprechenden Allianz mit dem in Indien starken Suzuki-Konzern scheiterten.

Die Tata-Gruppe gehört zu den größten Konzernen auf dem Subkontinent, die Automobiltochter Tata Motors zählt neben Maruti-Suzuki, Hyundai und Mahindra zu den wichtigsten Pkw-Herstellern im Land. In Europa ist Tata vor allem als Muttergesellschaft von Jaguar Land Rover und als Hersteller des Kleinstwagens Nano bekannt. Das Modell galt bei seiner Markteinführung 2009 als billigstes Auto der Welt. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen: