BMW X3 – für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!

BMW X3 – für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!

Spartanburg, 27. Juni 2017 – eben hat man im US-Werk der Münchner noch 25-Jahre BMW „made in USA“ gefeiert, da muss das „quasi Geburtstagskind“ schon ran. Der neue BMW X3 – eine Erfolgsgeschichte der Bayern und, darauf legen sie wert in München, ein SAV – kein SUV. Okay – lassen wir ihnen die Wortklauberei. Aber wer „sport activity“ sagt, der muss eben auch Sport liefern.

BMW X4 M40i – der erste Eindruck

Nicht SUV, nicht SAV – einfach nur WTF

Es ist wohl kein rechter Zufall, wenn die Feier zum 25-Jahre Jubiläum der Bayern in South Carolina mit der Weltpremiere des neuen BMW X3 zusammenfällt. Und es ist auch kein Zufall, dass man nicht nur größter Automobil-Exporteur der USA ist, sondern neben dem Geburtsort der X-Modelle auch ein modernes Performance-Center besitzt. Ein wenig Asphalt zum Driften, Hüpfen und Scheitelpunkt kratzen. Daneben ein Offroad-Kurs mit Geröll, Sand und Wasser. Alles, was man im X-Modell benötigt, um glücklich zu sein.

Weltpremiere: Anfassen, nicht anlassen

360 PS verstecken sich im Quasi-M des X3. Zum ersten Mal gibt es einen M40i im Modellprogramm des Bayerischen „Nicht-SUV“. Damit ist klar: Der will nicht nur die Kids zur Schule bringen, der will seine 360 PS und 500 Nm zeigen. Die Weltpremiere als Rahmen für den ersten Kontakt zum neuen Modell: Clever gewählt – so steckt hinter dem eher trockenen Jubiläums-Programm doch auch noch ein wenig Fahrspaß. Aber die Devise lautet: „Anfassen ja, anlassen nein.“ Bis zur offiziellen Presse-Fahrveranstaltung des X3 ist es noch ein wenig hin und so ist „Mitfahren“ angesagt.

Mein Pilot auf der ersten Ausfahrt im neuen sportlichen SAV-Flaggschiff: Mike Renner. Einer der Instruktoren der BMW Performance Driving School. Seine Frage:“ Wieviel ich vertrage“, beantworte ich mit einem überheblichen: „Rock it, Mike“.

Top 1: Der Sound

Mike lächelt und schaut mich direkt nach dem Starten des Dreiliter an. Er erwartet einen Kommentar von mir zum Sound. Dem Mann kann geholfen werden. Aber ein „not to bad“ sollte für den Anfang reichen. Ist mir doch eines bewusst: Ein Reihensechser ist geil. Und die 40i-Modelle sind bekannt für einen „feinen Klang“. Im Leerlauf geht dem Motor noch ein wenig die Gewalt ab – das ändert sich, als Mike auf den Handlingsparcours abbiegt. Volle Leistung, bei 4.000 Umdrehungen trompetet der neue X3 M40i lauter aus die Pausenglocke auf dem Werksgelände – melodischer sowieso.

Top 2: Der Antritt

Nun, von der Beifahrerseite aus sind alle Autos schnell. Dass die 500 Nm vorhanden sind und vom Allradantrieb und der 8-Stufenautomatik wirkungssicher in Vortrieb umgewandelt werden, ist eindeutig – auch wenn man nur die Angstgriffe auf der Beifahrerseite in der Hand hält. Auffällig: Die Ansatzlosigkeit, mit der sich der Turbo-Reihensechser an sein Werk macht.

Top 3: Das Handling

Die obligatorischen, aber selbstverständlich Aufpreis pflichtigen 21-Zöller sind mit P Zero besohlt und scheinen die Hitze South Carolinas erst einmal gut zu vertragen. Dass hier über 1.8 Tonnen gewuchtet werden müssen, man ahnt es nur. Gefühlt – rein gefühlt – hat es Mike nur gut gemeint mit mir. Von der Beifahrerseite aus, scheint es, als würde der X3 zwar ganz leicht untersteuern – was nur logisch ist – aber ebenso ist klar: Da geht noch was. Wenngleich die Ausfahrt mit Mike schon mehr als „over the limit“ gewesen sein dürfte für den täglichen Einsatz auf dem Weg, den Nachwuchs in die Schule zu bringen. Der längere Radstand scheint der Agilität nicht zu schaden, ob er auf der Autobahn für mehr Langstrecken-Komfort sorgt? Kaum festzustellen, während Mike den X3 über eine blinde Kuppe auf dem Track des Performance-Driving Centers wedelt.

BMW X3 M40i – „first contact“

Ganz egal, ob SUV oder SAV. Der Auftrag eines BMW ist immer gleich: Fahrdynamisch in seiner Klasse zur Benchmark zu gehören. Punkt. Ob er das erreicht? Gefühlt ist er auf jeden Fall auf dem Weg dorthin. Aber hey, auf der Beifahrerseite ist es immer spektakulär.

Was ist mir sonst aufgefallen?

Das neue Cockpit erinnert an den aktuellen Fünfer, welch ein Wunder, und es überzeugt. Dass der Kofferraum groß genug ist, scheint ebenso zu sein. Und bei der Verarbeitung scheint man sich auch an die Benchmark Audi heran robben zu wollen. Der längere Radstand lässt in Reihe zwei ein besseres Raumgefühl entstehen. Dass man sich optional auch beduften lassen kann und der sinnlose Display-Schlüssel nun verfügbar ist – nun, es zerstört das erste Date nicht, punktet bei mir aber auch nicht. Klimatisierte Sitze in Reihe 1 und eine Drei-Zonen Klima sind da schon bessere Argumente, gerade unter der Sonne South Carolinas. Dass die neue Windschutzscheibe zudem aus Akustikglas besteht und in Serie kommt, ist gut gemeint. Noch besser jedoch wirkt die neue Front. In Verbindung mit der neu gewichteten Niere (danke an Calvin Luk) und den Voll-LED Scheinwerfern wirkt der X3 modern, dominant und dennoch nur zart verändert.

Ob das alles dem bisherigen Erfolg des X3 einen weiteren Push verleiht? Wir werden es erleben – doch zuvor freuen wir uns auf eine Ausfahrt ohne Mike Renner und selbst am Steuer – sorry Mike, aber du hast ja noch die ganzen anderen feinen Track-Tools dort bei euch in der BMW Performance Driving School. 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

„Der BMW im i3“ (oder wie BMW sagt: Der neue i3)

Bereits vor 7 Jahren hat BMW eine „Submarke“ gegründet. Mag man damals innovativ gefunden haben, ein Zeichen für die Zukunft oder einfach nur eine Absicherung, um den „Brand“, die Marke BMW nicht zu allzu sehr zu schädigen, nur für den Fall, dass die Sache mit der „Elektromobilität“ doch in die Hose geht. Ging sie zum Glück nicht. Zumindest Stand heute. Im Gegenteil, so langsam scheint das Thema so richtig Fahrt aufzunehmen. Auch für ein Auto, das man von Anfang als „Premium-Produkt“ etabliert hat. Premium können auch andere – aber im Kompaktwagen-Segment war man den Mitbewerbern aus Ingolstadt und Stuttgart aber in der Tat erst einmal ein gutes Stück voraus.

Der BMW unter den i3 und das Facelift im Detail

Weltpremiere BMW i3s

Power & Stance

Es gibt Dinge, die ein Auto sportlich werden lassen: Eine gute Gewichtsbalance zum Beispiel. Oder Heckantrieb. Und was macht man, wenn man das schon hat? Richtig. Man legt das Auto noch ein wenig tiefer, packt mehr Leistung unter die Haube und verbreitert die Spur. Genau das hat BMW mit dem BMW i3s getan, der zeitgleich mit dem Facelift des i3 erscheint.

Die Leistung steigt im Peak von 125 auf 135 kW, zugleich darf der e-Motor ein wenig mehr Drehmoment (20 Nm) in Richtung Hinterachse schicken. Die Spur wurde um 4 Zentimeter verbreitert und der i3s liegt 10 Millimeter tiefer als sein Brüderchen ohne „s“ auf der Heckklappe. Damit von der Potenz auch optisch die Kunde verbreitet wird, darf der i3s mit eigener Front- und Heckschürze um die Kundengunst buhlen. Dank seiner schwarzen Radhausverbreiterungen, den 20-Zoll Felgen und der Feinarbeit am Fahrwerk, wirkt der i3s dynamischer als bisher. Eben einfach ein wenig mehr BMW unter der Hülle des Premium-Kompakten aus München.

BMW Connected

Mit dem Facelift zieht nun auch das neue Multimedia-Display mit der aktuellen Infotainment-Software in den Elektro-Flitzer ein. Real-Time-Traffic Informationen und eine mögliche Car-to-Car Kommunikation ermöglichen eine vernetzte Fahrt und holen damit den aktuellen Status der BMW Connected Dienste in den i3 LCi.

11 kW-Ladung und Reichweite wie gehabt

BMW i Wallbox Connect ermöglicht in Verbindung mit dem weltweit einzigartigen BMW Digital Charging Service intelligentes Laden mit optimierter Kosteneffizienz beziehungsweise bevorzugter Nutzung von selbst erzeugtem Solarstrom. Vollständige Transparenz und Möglichkeit zur Erzielung von finanziellen Erlösen durch Einbindung in Smart-GridSysteme. Zusätzliche Möglichkeit zur Steuerung des Ladevorgangs per Smartphone App und Verwaltung über Zugangskarte.

Die optional erhältliche BMW i Wallbox ermöglicht einen Ladevorgang mit bis zu 11 kW. Die reale Reichweite des unverändert 33 kWh großen Akkus gibt BMW mit rund 200 Kilometern an, in einem mehr als realistischen Szenario. BMW kommuniziert damit selbst deutlich realistischere Werte, als es die NEFZ-Prüfung (290 – 300 km) oder auch die WLTP-Prüfung (235 – 255 km) erahnen lassen.

Unverändert behält BMW auch eine i3-Variante mit Range-Extender im Programm. Hier kommt zum E-Motor ein 38 PS starker Zweizylinder-Benziner hinzu, damit erkauft man sich ein wenig Ladesteckdosen-Unabhängigkeit, verliert aber den geeky-Charakter des Elektromobils.

Offizielle Weltpremiere des i3s und des i3 LCi wird auf der IAA im September sein, auf den Markt kommt er ab November 2018.

#Das Autohub-Video zum neuen BMW i3, i3s – #stayHabby

BMW M5 (2018) – Der König ist tot, lang lebe der König

Der neueste Wurf aus der Powerlimousinen Baureihe der Münchner packt 600PS unter die Haube und beschleunigt mit 3.4 Sekunden auf 100km/h.

Auf der IAA im September kann man ihn das erste Mal live sehen, präsentiert hat ihn BMW im Rahmen der Gamescom diese Woche schon. Basierend auf der aktuellen G30-Generation der 5er Limousine markiert der intern F90 genannte M5 die sechste Evolution des M5-Labels.

Whaaat? Allradantrieb?

Doch das erste Mal in seiner über 30-jährigen Geschichte wird der neue BMW M5 nicht mehr nur von den Hinterrädern angetrieben. Mit dem M xDrive verbauen die Münchner einen sportiven Allradantrieb, der der gestiegenen Leistung – vor allem aber auch der Konkurrenz – Rechnung tragen soll.

Mit 600PS und 750Nm Drehmoment ist die aktuelle Ausbaustufe des S63-Triebwerks leistungsfähiger denn je. Überarbeitete Turbolader mit optimierter Abgasführung in Krümmern und Schalldämpfern wirken in Kombination mit einer effizienteren Ladeluftkühlung und einer neuen Direkteinspritzung mit nun 350bar Kraftstoffdruck.

Bei der Leistung, ganz bescheiden?

Derart ausgestattet wuchtet der 4.4 Liter große V8-Motor die Powerlimousine in 3.4 Sekunden von 0 auf 100km/h, was einer beeindruckenden Verbesserung um 0,9 Sekunden gegenüber dem Vorgänger entspricht. Noch interessanter ist der Sprint auf 200km/h. Hier notiert der neue M5 mit 11.1 Sekunden, was ihn auf Augenhöhe mit dem Mercedes-AMG E63 S 4Matic+ hebt, der immerhin über 100 zusätzliche Newtonmeter und 12 Mehr-PS verfügt.
Möglich macht dass das Gewicht des schnellsten BMWs. Ein Leergewicht von 1855kg sind glatt 100 Kilogramm unter dem Stuttgarter Konkurrenten und sogar 10 Kilogramm weniger als der rein heckgetriebene M5-Vorgänger. Der großzügige Einsatz von Aluminium an Fahrwerk, Kotflügeln und Vorderwagen ist dafür ebenso verantwortlich wie die Dachhaut aus Kohlefaser. Wer die Keramikbremsanlage ordert, spart zusätzliche 23 Kilogramm.

Ebenso für die starken Sprintleistungen verantwortlich ist der komplett neue Antriebsstrang des BMW M5. Der BMW M xDrive arbeitet im Prinzip wie die bekannten Allradantriebe der Marke, hier natürlich in seiner Drehmomentverteilung an das M-Umfeld angepasst. Generell ist die Momentenverteilung vollvariabel, der M5 ist also im Normalbetrieb beinahe ausnahmslos als Hecktriebler unterwegs, der Momentenanteil zur Vorderachse wird rein aus den Fahrdynamikprogrammen errechnet und je nach Schärfe der Modi entsprechend früher oder später zugeteilt.

„4WD“ nennt sich hier der Standardmodus, „4WD Sport“ hält die Vorderachse etwas mehr zurück und lässt dabei größere Schräglaufwinkel zu. „2WD“ kann der Fahrer dann nur auswählen, wenn er ASC und DSC ausschaltet und die 600PS allein mit seinen Eingaben an Pedalen und Lenkrad verwaltet, ohne jedes elektronische Sicherungsnetz.

Dass das nicht nötig ist verspricht M-Chef Frank van Meel während der Präsentation: „Fahrpräzision und Fahrdynamik des neuen BMW M5 sind besser als bei allen Vorgängern.“ Traktion und Fahrstabilität seien mit einem Zweiradantrieb nicht zu erreichen.

Optisch setzt sich der M5 nicht stark von seinen Brüdern ab. Die Front mit großen Lüftungsöffnungen ist familienbekannt, ebenso die Entlüftungen auf den Kotflügeln, die Abrisskante am Heck und der angedeutete Diffusor rund um die vier Endrohre. Auch das Carbondach ist nun hinreichend aus den anderen M-Baureihen bekannt. Im Vergleich zu den AMG-Mercedes und RS-Audis ist der stärkste BMW hier etwas gar zurückhaltend. Keine ausgestellten Radhäuser, kein besonderer Sturz an den Rädern, die 600PS sind wirklich zurückhaltend verpackt. Dazu kommt, dass nun auf Knopfdruck „die akustische Präsenz reduziert werden kann“. Leise statt laut als neue Form der Zurückhaltung?

Ob es für den neuen, zarten M5 gegen die starke Konkurrenz reicht, werden wir spätestens im November erfahren, wenn wir ihn das erste Mal fahren dürfen. Bisweilen können sich interessierte durch die Preisliste wühlen, wo der M5 mit 117.900 EUR Grundpreis notiert.