BMW X3 – Münchner Alleskönner

BMW X3 – Münchner Alleskönner

Sie haben es 2003 vorgemacht, die Münchner. Der erste BMW X3 begründete das Segment der Mittelklasse-SUV, pardon, SAV muss es natürlich heißen. Der BMW X3 möchte nämlich kein gewöhnliches Sports Utility Vehicle sein, sondern ein Sport Activity Vehicle. Die gepflegt dynamische Gangart ist das Metier des Bajuwaren, der seit seinem Marktstart mit dieser Attitüde überzeugen konnte und so auf stolze 1,5 Millionen verkaufte Exemplare in zwei Generationen kommt. Nun legen die Münchner die dritte Generation auf und wollen damit den nächsten Teil der Erfolgsgeschichte starten. Ihr Rezept: Eine markantere Formensprache, kräftige, aber gleichzeitig effiziente Aggregate sowie eine luxuriöse Ausstattung und gute Fahreigenschaften auf jedem Terrain – X-Drive sei Dank.

Zwischen den Welten – BMW X1 und X5 als Vorbild

Besonders seitlich erkennt man Stilelemente der Brüder BMW X1 und X5

Beim Design gehen die Münchner einen Zwischenweg: Der neue BMW X3 ist nicht nur in der Firmenpolitik zwischen dem BMW X1 und dem X5 angesiedelt, sondern übernimmt nun vollends die Formensprache der beiden Brüder. So tritt er zum einen mit robuster Offroad-Optik auf, bietet aber andererseits den bekannt sportlichen Auftritt mit typischen BMW-Proportionen, wie etwa dem Hofmeister-Knick in der D-Säule. Hinzu gesellen sich kurze Überhänge vorn wie hinten, die die optimalen Gewichtsverteilung von 50:50 betonen sollen.

An der Front fällt zunächst die dreidimensional gestaltete Doppelniere im Großformat auf. Stolz steht sie steil am Bug des Mittelklasse-SUV und zeigt das Selbstbewusstsein der Bayern. Hinzu kommen erstmals hexagonal geformte Nebelscheinwerfer sowie Voll-LED-Scheinwerfer vorn. Auch am Heck gibt es optional Voll-LED Rückleuchten, die dem SAV eine gewisse Dreidimensionalität und besondere Ausdrucksstärke verleihen sollen. Außerdem setzen die Designer auf einen weit hinunter gezogenen Dachspoiler sowie auf doppelte Endrohre, wodurch ein kraftvoller Abschluss entsteht.

Im Vordergrund: Die Individualität

Bei den Modellvarianten hat man nun die Wahl zwischen der xLine, dem M Sport sowie der neuen Luxury Line. Den Tupfer auf dem i erreicht man mit BMW Individual, womit man ein noch spezifischeres Erscheinungsbild erstellen kann. Die, gegenüber dem Vorgänger von 17 auf 18 Zoll gewachsenen Räder, wirken dennoch teilweise etwas verloren in den großen Radkästen. Die maximal 21 Zoll großen Walzen, die optional parat stehen, schmecken aus optischen Gesichtspunkten viel besser.

Das Interieur überzeugt mit hoher Material- und Verarbeitungsgüte sowie klassischer BMW Bedien-Logik

Je nach Modellvariante ist darüber hinaus das Interieur anders gestaltet, während alle neuen BMW X3 die hohe Material- und Verarbeitungsqualität eint. Neu sind zudem besondere Extras, wie etwa eine 3-Zonen-Klimaautomatik, eine aktive Belüftung oder die Cargo-Funktion der serienmäßig 40:20:40 klappbaren Rücksitzlehne. Diese kann in verschiedenen Neigungen arretiert werden und erleichtert so das Beladen mit unhandlichem Gut. Nicht nur hübsch anzusehen ist der optionale Display Schlüssel, über den man verschiedene Statusinformationen oder einige Fahrzeugfunktionen, wie etwa die Standheizung, bedienen kann.

Natürlich hat der BMW X3 bei der Fahrdynamik und beim Komfort nochmals zugelegt – schließlich ist er ein Sports Activitiy Vehicle! Die neue Fahrwerksabstimmung, verbessert die Fahrdynamik, den Geradeauslauf und das Lenkgefühl deutlich und macht dem Mittelklasse-SAV damit sportlicher als den Vorgänger. Dennoch soll der Fahrkomfort nicht unter den Dynamik-Maßnahmen gelitten haben. Optional kann man mit der Wahl des M Sportfahrwerks, der dynamischen Dämpfer Kontrolle, der M Sportbremse oder der variablen Sportlenkung aber eine Ladung Sportlichkeit oben drauf legen.

Antriebe: Der Diesel auf dem Rückmarsch?

Dynamik versprechen auch die Motoren des neuen BMW X3. Bei den Benzinern macht man den Einstieg mit dem xDrive20i, einem Vierzylinder mit 2.0 Litern Hubraum und 184 PS. Wie bei aktuell allen Aggregaten im X3 ist eine 8-Gang-Steptronic verbaut. So schafft es der Basis-Benziner in 8,3 Sekunden auf 100 km/h und ist maximal 215 km/h schnell, während der Verbrauch bei 7,2 Liter im Durchschnitt liegen soll. Darüber rangiert ebenfalls ein 2.0 Liter Vierzylinder, der aber auf den Namen xDrive30i horcht – eine Typologie, mit der man in den „guten alten Zeiten“ zwingend einen Reihen-Sechszylinder verband. Der Vierender generiert 252 PS und wuchtet 350 Nm auf die Kurbelwelle. Damit schafft man den Stammtisch-Spurt in 6,3 Sekunden und ist maximal 240 km/h schnell, während der Durchschnittsverbrauch mit einem genügsamen Plus von 0,2 Litern gegenüber dem xDrive20i angegeben ist. Als Top-Aggregat bekommt man einen 3.0 Liter Reihensechszylinder – hier brechen die Bayern nicht mit der Tradition. 360 PS und 500 Nm reichen für sehr dynamische Fahrleistungen. So sprintet der BMW X3 in 4,8 Sekunden auf 100 km/h und wird er bei politisch korrekten 250 km/h elektronisch im Zaum gehalten. Der Verbrauch soll dabei im Bereich von 8,2 bis 8,4 Liter im Mix liegen.

Dank xDrive Allradantrieb macht der BMW X3 auch abseits befestigter Wege eine gute Figur

Bei den Dieseln wird man zunächst die Wahl zwischen zwei Aggregaten haben. Einstiegsmotor ist der xDrive20d mit 2.0 Litern Hubraum, vier Zylindern und 190 PS. Der Standard-Spurt ist damit in zügigen acht Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit mit 213 km/h angegeben. Der Verbrauch soll bei niedrigen 5 bis 5,4 Litern im Schnitt liegen. Top-Motor bei den Selbstzündern ist der 3.0 Reihensechszylinder mit 265 PS. 5,8 Sekunden auf 100 km/h und 240 km/h Spitze geben die Bayern an – souveräne Fahrleistungen, vor allem in Anbetracht des angegebenen Verbrauchs von 5,7 und 6 Litern.

Man merkt beim Lesen der Daten klar, dass BMW die Efficient Dynamics weiterentwickelt hat: Intelligenter Leichtbau durch die gesteigerte Verwendung von Aluminium-Komponenten bei den Aggregaten und beim Fahrwerk und der daraus resultierende Gewichtsvorteil von bis zu 55 kg gegenüber dem Vorgänger – je nach Ausstattung – machen den BMW X3 zum Sparmeister. Hinzu kommt ein cW-Wert von 0,29, womit der SAV den Bestwert im Segment erreicht.

Assistenten und Vernetzung: Zukunft jetzt!

Eine Vielzahl moderner Assistenten macht das Fahren eine Spur sicherer und leichter

Natürlich haben die Münchner nicht vergessen dem neuen BMW X3 moderne Assistenten und Konnektivitätslösungen mit auf den Weg zu geben. So findet man optional die neueste Generation der Active Cruise Control sowie das Sicherheitspaket Driving Assistant Plus im Bayern. Hinzu kommen ein Lenk- und Spurassistent, später ein Spurwechselassistent sowie ein Spurhalteassistent mit Seitenkollisionsschutz – safety first also.

Bei der Konnektivität steht BMW ConnectedDrive mit Services und Apps parat. Das neue, ganzheitliche Konzept der Digitalisierung möchte die individuelle Mobilität unterstützen und nutzt als Basis eine flexible Plattform (Open Mobility Cloud). Sie greift auf verschiedene Touchpoints zurück, wie etwa Smartwatches oder Smartphones, die nahtlos in das System integriert werden können. So nutzt das System beispielsweise Adressen aus Kalendereinträgen und setzt sie automatisch als Navigationsziel. Die Bedienung erfolgt intuitiv per Finger- oder Wischgeste oder mithilfe des Sprachassistenten, der in Alltagssprache geäußerte Ansagen versteht. Bleibt nur eine Frage: Versteht der Sprachassistent auch Dialekt? In diesem Sinne: „Pfüati!“

Fakten:

  • X3 xDrive 20d, 2,0-l-Vierzylinder-Diesel, 190 PS, 400 Nm, 0-100 km/h in 8,0 s, Allradantrieb, Verbrauch: 5,0 l, ab Herbst 2017, Preis: ab 47.000 Euro
  • X3 xDrive 30d, 3,0-l-Sechszylinder-Diesel, 265 PS, 620 Nm, 0-100 km/h in 5,8 s, Allradantrieb, Verbrauch: 5,7 l, ab Herbst 2017, Preis: ab 55.700 Euro
  • X3 xDrive 20i, 2,0-l-Vierzylinder-Benziner, 184 PS, 290 Nm, 0-100 km/h in 8,3 s, Allradantrieb, Verbrauch: 7,2 l, ab Frühjahr 2018, Preis: ab 44.000 Euro
  • X3 xDrive 30i, 2,0-l-Vierzylinder-Benziner, 252 PS, 350 Nm, 0-100 km/h in 6,3 s, Allradantrieb, Verbrauch: 7,4 l, ab Dez. 2017, Preis: ab 51.900 Euro
  • X3 M40i, 3,0-l-Sechszylinder-Benziner, 360 PS, 500 Nm, 0-100 km/h in 4,8 s, Allradantrieb, Verbrauch: 8,2 l, ab Herbst 2017, Preis: ab 66.300 Euro
Previous ArticleNext Article
Adam Meyer

Ich bin vernarrt in Autos, seit ich denken kann. Bereits im Alter von vier konnte ich alle Autos mit Marke und Typ benennen. Eine Krankheit, die mich begeistert und meine Umwelt auch mal zu Tode nerven kann… :)
So hat es sich schließlich entwickelt, dass ich zum Schreiben über die blechgewordenen Träume gekommen bin.

Von SUV bis zum Kleinwagen, vom Supersportler bis zum Vernunftsdiesel – ich halte Euch mit News und Fahrberichten auf dem Laufenden und freue mich über Eure Anregungen, Wünsche und Kritik!

Lebensmotto: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen als durch noch mehr Hurbaum!

Erste Fahrt: BMW X3

BMW X3 Fahrbericht

Kraftpaket mit Geländeambitionen

Als Spagat zwischen X5 und X1 gedacht, gründete der X3 mit seiner Präsentation auf der IAA 2003 das Segment der Mittelklasse SUV. Der nicht ganz so bullig wirkende X3 kam sportlicher und agiler daher als sein großer Bruder, X5. Mittlerweile wird er ab Herbst diesen Jahres in der 3. Generation den Münchner Automobilhersteller weltweit vertreten. Mehr als 1,5 Millionen verkaufter Fahrzeuge seines Typs sprechen eine deutliche Sprache. Ein überarbeitetes Design, seine bereits gelungene Motorenpalette und eine weitere Ausstattungslinie sollen die Erfolgsgeschichte des „kleinen“ SUV weiter schreiben. Dass er darüber hinaus mehr als nur Ambitionen auf seine Geländetauglichkeit anmeldet soll er künftig auch bei seiner dritten Auflage im Kundeneinsatz demonstrieren. Im Herbst 2017 stehen der X3 in den Programmen xLine, Sport und Luxury Line in den BMW Autohäusern zur Verfügung. Mit seinem kleinsten Benziner und seiner Basisausstattung startet der X3 bei einem Preis von 44.000 Euro ins Rennen um weiterhin gute Verkaufszahlen.

Als Mittelklasse-SUV klar Positioniert

Schon mit der ersten Einführung des „kleinen Bruders“ des X5 Anfang 2004 waren die Aufgabenstellungen des Kompakt SUV klar definiert. Es sollte eine Verbindung zwischen einer robusten Off-Road Optik und einem dynamischen Fahrzeug mit sportlichen Ambitionen schaffen. Die Ingenieure des bayrischen Automobilherstellers haben ganze Arbeit geleistet, denn mehr als 1,5 Millionen Einheiten des X3 gingen in den ersten beiden Generation an seine Kundschaft. Niemals Müde vom Erfolg, fährt der in Nordamerika, Südafrika und China produzierte X3 ab diesem Herbst in die 3. Generation. Gegenüber seinem Vorgänger konnte der X3 in fast allen Abmessungen zulegen. 4,18 Meter Länge, 1,90 Meter Breite, 1,68 Meter Höhe und 2,86 Meter Radstand lassen ihn sehr breit und wuchtig auf der Straße stehen. Beim ersten Blick über das Außenkleid des BMW erkennen wir die kurzen Überhänge vorn und hinten, die dem Fahrzeug eine Gewichtsverteilung von 50:50 geben. Seine Front bietet mit der dreidimensionalen BMW Doppelniere und seinen angepasst aggressiven Scheinwerfern eine von Haus aus sportliche Performance. Dieser Auftritt zieht sich über die Seitenlinien bis hin zum Heck, das mit den Voll-LED-Leuchten in Dreidimensionaler Optik, des heruntergezogenen Dachspoilers und der doppelbordigen Endrohre für einen bleibenden Eindruck sorgt. 204 Millimeter Bodenfreiheit lassen den Kompakt SUV zusätzlich im Gelände mühelos nicht nur Auf- und Abfahrten nehmen. Das aerodynamisch optimierte Dach drückt seinen Cw-Wert auf 0,33, was sich klar auf die Verbrauchswerte auswirkt. Der uns präsentierte kombinierte Verbrauchswert des 3.0 M40i mit 265 kW von 8,2 Litern ist an dem Tag der Veranstaltung leider nicht zu prüfen. Für die ersten Tests standen uns sowohl Fahrzeuge für Fahrten auf der Straße als auch im unwegsamen Gelände im Hinterland von Lissabon/Portugal zur Verfügung.

Typische BMW-Optik

M40i als Flaggschiff

Zum Verkaufsstart präsentiert sich der Bayer mit einer Motorenpalette von zwei Diesel und drei Benziner recht übersichtlich. Dabei dient erstmals ein M-Modell in der X-Serie als Flaggschiff. Kombiniert werden sowohl die Benziner xDrive20i mit 135 kW (184 PS), der xDrive30i mit 185 kW (252 PS), als auch die Diesel xDrive20d mit 150 kW (190 PS), der xDrive30d mit 195 kW (295 PS)  mit einem weiter entwickeltem Acht-Stufen Steptronic Getriebe. Das von uns auf den Straßen vor dem Atlantik gefahrene M-Modell erhält wegen seiner Übersetzungen ein sportlich abgestimmtes Getriebe. Der M40i ist gleichermaßen auf den kurvigen Wegen und auf den Autobahnen rund um Lissabon gerade wegen seines Drehmoments von 500 Newtonmeter immer wieder mit gefühlter brachialer Gewalt unterwegs. Dennoch bleiben seine Motoren durch die konsequent umgesetzte Entwicklungsstrategie des EfficientDynamics beim X3 effizient, darf man den Kennzahlen des Herstellers vertrauen. Aber auch ganz banale Dinge, wie Optimierung beim Leichtbau führen dort hin. So erzielten die Entwickler von BMW durch den Einsatz von mehr Aluminium-Komponenten im Motor- und Fahrwerksbau eine Reduzierung des Gesamtgewichts von ausstattungsbereinigt bis zu 55 Kilogramm.

Karosserie Optimierung durch Leichtbau Konzept

Innenraum funktional und luxuriös

Im Innenraum demonstrieren die Testfahrzeuge vor Ort durchweg ein Bild von hochwertigen Materialien und einer Verarbeitungsqualität, wie man Sie von einem deutschen „Premiumhersteller“ erwarten würde. Die Sportsitze des M40i geben zu jeder Fahrsituation den dementsprechenden Halt und Sicherheit. Fahrer und Beifahrer, als auch Passagiere im Fond genießen Sitzkomfort mit groß bemessener Beinfreiheit. Die hohe Sitzposition, die natürlich auch im X3 vorherrscht, bietet dabei eine komfortable Rundumsicht. Beim Kofferraumvolumen wurde wie schon bei den Außendimensionen nachgebessert. Demnach faßt der Stauraum bei voller Bestuhlung 550 Liter. Bei umgeklappten Rücksitzen reichen dann 1.600 Liter für einen Einkauf beim Baumarkt unbedenklich aus. Sein Lenkrad ist mit den Bedienelementen besetzt, die ein Optimum an Komfort bieten und dennoch nicht überladen wirkt. Seine Rundinstrumente vor dem Lenkrad sind zwar digitalisiert, vermitteln indes den Eindruck von Analogzeiten. Das oberhalb des Lenkrades erscheinende Head-Up Display spiegelt ganz individuell Funktionen der Fahrerassistenzsysteme, Geschwindigkeitsanzeige und/oder Navigationsanzeigen. In der Mitte des Armaturenbrett fungiert der Touchscreen als Schaltzentrale und Funktionsanzeige zugleich. Er lässt sich auf Wunsch ganz intuitiv mit Finger- und Handgesten steuern. Optional liefert BMW einen Sprachassistenten, der seine Befehle in einer Alltagssprache entgegen nimmt, um diese dann entsprechend umzusetzen. Im Screen integriert ist eine Weiterentwicklung des BMW ConnectedDrive. Auf der Basis einer flexiblen Plattform, der Open Mobility Cloud, werden die Funktionen des Smartphones auf dem Display angezeigt.

Lederausstattung ist beim M40 eine Selbstverständlichkeit

Fahrerassistenzsysteme auch fürs Gelände

Beim Thema Sicherheit- und Fahrerassistenzsysteme richtet man bei BMW Alles dem teilautonomen Fahren aus. Unter dem Begriff „BMW Personal Co-Pilot“ fassen der Hersteller aus München seine stetig weiterentwickelnden Systeme zusammen. Hierzu gehören die neueste Generation einer adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage, der Active Cruise Control (ACC), die unter anderem im stockenden Verkehr das Fahrzeug bis zum Stillstand abreisen lässt und automatisch wieder anfahren soll. Weiter im optional erhältlichen Paket sind eine mit aktiven Lenkeingriffen arbeitende Funktion Lenk- und Spurführungsassistent, ein Spurwechsel und Spurhalteassistent mit Seitenkollisionsschutz sowie die Vorfahrt-, die Falschfahr- und die Querverkehrswarnung. Für den Einsatz im Gelände verfügt der X3 darüber hinaus über der Bergabfahrassistenten, der vom Fahrer lediglich das Mitlenken erfordert. Geschwindigkeit und Verzögerung des Fahrzeuges wird durch die Voreinstellung der km/h geregelt.

Nicht nur Ambitionen fürs Gelände. Die Tauglichkeit nimmt man ihn nach der ersten Fahrt ab.

Produktionen auch in Südafrika und China

Seine ausführliche Preisliste stand uns bei Veranstaltung bereits zur Verfügung. Der ersten Fahrzeuge werden zudem im Herbst diesen Jahres an seine Kunden ausgeliefert. Ab Januar 2018 werden Kauffreudige auch mit Fahrzeugen aus der Produktion aus Südafrika und China beliefert, was seiner Qualität in keiner Weise hinten anstehen lässt. Seinen Startpreis findet der X3 mit dem kleinsten Benziner und der Basisausstattung bei 44.000 Euro. Ende der konventionellen X3 Modelle bildet der stärkere Diesel und die Ausstattung „M Sport Advantage“ bei 62.000 Euro. Der M40i als Flaggschiff beginnt seinen Einstieg bei 66.300 Euro.

In Zukunft auch in Südafrika und China produziert, der BMW X3

Fazit: Fahrspaß und guter Nutzwert werden die Verkaufsargumente beim X3 anführen. Dabei wird sowohl der anspruchsvollere Kunde, als auch der Geländefahrer und die junge Familie Ihr Premium Kompakt SUV finden. Die Messlatte für Sicherheit- und Fahrerassistenzsysteme, sowie Antriebsvarianten setzten den X3 an die Spitze unserer persönlich geführten Liste in seinem Segment.

3 Liter Motoren stehen übrigens beiden Modellen

Der neue BMW X3 schiebt die Messlatte der Premium SUVs nochmals ein ganzes Stück nach oben und setzt sich, wie wir meinen dabei an die Spitze.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Wolfgang Groeger-Meier

Aktuelle Suchanfragen:

Weltpremiere: X2: Oans, zwoa, g´SUVa?

Automobilhersteller sehen immer wieder Lücken in ihrem Portfolio – das ist bei den Bayern nicht anders. Wer sich die Nomenklatur der Modelle genau angesehen hat, hat dies aber kommen sehen, schließlich klafft zwischen BMW X1 und BMW X3 eine Lücke. Diese möchte nun der BMW X2 schließen, ohne aber darauf zu verzichten, etwas ganz Besonderes zu sein: Ein SAC, also ein Sports Activity Coupé. Ausblick auf den neuen Münchner.

Design – Warum der BMW X2 ein Coupé ist

Haken wir zunächst die wichtigsten Zahlen ab: Der neue BMW X2 ist 4,36 m lang, 1,82 m breit und 1,53 m hoch. Auf dieser Basis, die vollkommen ins Schwarze des Kompaktklasse-Formats trifft, versammeln sich rund 1.460 kg Leergewicht – je nach Motor. Überschüssige Pfunde hat der Bayer damit nicht, sondern liegt, wie schon mit seinen Abmessungen, auf Augenhöhe mit der Kompaktklasse-Konkurrenz. Aber ein SUV? Nein, das schmeckt den Münchnern nicht, sodass der BMW X2 zum SAC, also einem Sports Activity Coupé wurde.

Der BMW X2 ist kein SUV sondern ein SAC – ein Sports Activity Coupé

Als Alleinstellungsmerkmal soll entsprechend die athletische Sportlichkeit eines Coupés dienen. Dem BMW X2 sieht man man seine Dynamik auf den ersten Blick an: Er wirkt durchtrainiert, zeigt die Robustheit eines SUVs und kombiniert sie mit einer gewissen Eleganz und Sportlichkeit. Aber ein Coupé? Hat ein solches nicht für gewöhnlich zwei Türen? Oder einen nach hinten abfallenden Dachverlauf?

Wie dem auch sei, der BMW X2 nutzt typische Elemente der BMW X-Modelle, wie etwa die quadratisch anmutenden Radhäuser oder die markanten Endrohre. Bei den Vierzylindern sind diese zweifach vorhanden – eines links und eines rechts. Hinzu kommen betonte Seitenschweller, eine elegante Dachlinie und eine flache Fenstergrafik, die das Greenhouse verkleinert und die Rundumsicht einschränken dürfte. Aber das ist man von modernen Autos gewohnt. Dennoch wirkt der BMW X2 eigenständig und sticht aus der Masse hervor – besonders in den Ausstattungslinien M Sport X und M Sport, die den Charakter noch individueller machen.

Jung, dynamisch und modern: Die Zielgruppe des BMW X2

Eigenständigkeit suggeriert auch die BMW Doppelniere, deren bislang bekannte Trapezform umgekehrt und nun nach unten hin breiter wird. Dadurch steht das Fahrzeug kräftiger und aggressiver da, als seine Brüder der X-Reihen. Und eine weitere Premiere steht im X2 an: Die Designer spendiertem dem SAC ein BMW-Logo an der C-Säule, das von historischen BMW wie dem 2000 CS oder 3.0 CSL stammt. Ob die anvisierte Kundschaft, die vorwiegend „jung oder jung geblieben“ sein soll, dieses Element als historisch anerkennt, ist hingegen fraglich.

Antriebe – Zünftiges zum Start

Dass der BMW X2 sich von der üblichen Kompakt-SUV-Zunft entfernen will erkennt man nicht nur an seiner Kategorisierung als „SAC“ sondern auch daran, dass unter seiner dynamischen Hülle zunächst nur kräftige Aggregate stecken. Zum Marktstart stehen drei Motoren zur Verfügung – allesamt mit TwinTurbo-Aufladung. Bei den Benzinern startet die Palette mit dem BMW X2 xDrive20i und 141 kW/192 PS. Damit soll der Verbrauch zwischen 5,5 und 5,9 Litern im Mix liegen. Wer das Potential des 2.0 Turbomotors mit seinen 280 Nm oft ausnutzt, wird diesen Verbrauch eher nicht realisieren können, wohl aber die zügigen Fahrleistungen. Mit seiner 7-Gang-Steptronic soll der BMW X2 xDrive20i in 7,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und maximal 227 km/h schnell sein.

Das BMW-Logo auf der C-Säule soll an historische Klassiker erinnern

Auch die Diesel sind eher zünftig-stark ausgerüstet. Der BMW X2 xDrive20d und der BMW X2 xDrive25d verfügen beide ebenfalls über 2.0 Liter Hubraum – genau wie der Benziner. Bei der Leistung stellt die selbstzündende Einstiegsversion 140 kW/190 PS bereit, während der stärkere Diesel 170 kW/231 PS leistet. Beim Drehmoment liegen 400 bzw. 450 Nm an und schieben den SAC druckvoll nach vorn. Der xDrive20d soll in 7,7 Sekunden auf 100 km/h sprinten und für maximal 221 km/h gut sein, während der xDrive25d den Standardspurt in 6,7 Sekunden absolviert und 237 km/h schnell ist. Beide Aggregate sind mit einer 8-Gang Steptronic kombiniert und verfügen über Allradantrieb. Trotz ihrer guten Fahrleistungen sollen die Aggregate aber beim Konsum knausern: Die schwächere Variante wird mit 4,6 bis 4,8, der stärkere Diesel mit 5,1 bis 5,3 Liter im kombinierten Verbrauch auf 100 km angegeben. Im kommenden Jahr wird die Palette darüber hinaus nach unten erweitert. Dann wird man den BMW X2 als sDrive18i, xDrive 20i, sDrive18d und xDrive18d ordern können.

Ausstattung und Innenraum – Wer die Wahl hat…

… hat die Qual, das ist soweit bekannt. Im Fall des BMW X2 bedeutet dies, dass der SAC – je nach gewählter Ausstattungslinie – besonders dynamisch daherkommt. Wählen kann man zwischen der Basis, dem M Sport und M Sport X. Letztere sind jeweils mit einem M Sportfahrwerk mit einer strafferen Feder- und Dämpferkennung sowie einer leichten Tieferlegung ausgerüstet. Optional stehen zudem dynamische Dämpfer in der Preisliste.

Das Cockpit kommt einem bekannt vor, bietet aber lifestyligen Pfiff

Innen zeigt sich ein Cockpit in BMW-Manier mit aufgesetztem Bildschirm. Das wirkt aber immer noch modern. Überzeigen möchten die Bayer darüber hinaus mit hoher Qualität, wie etwa mit hochwertigen Polsterungen. Die beiden oberen Ausstattungslinien sind mit einer Stoff-Alcantara Polsterungen oder mit perforiertem Leder „Dakota“ in Magmarot erhältlich – das dürfte ein echter Hingucker sein. Zusätzlich sorgen Kontrastnähte auf dem Armaturenbrett und in der Mittelkonsole für hochwertige Akzente.

Modern zeigt sich zudem der Instrumententräger mit seinen großen Displays sowie das Angebot an Online-Diensten. Darunter fallen BMW Connected und BMW ConnectedDrive Services. Seitens der Fahrsicherheit steht zudem ein vollfarbiges Head-Up Display bereit, damit man den Blick nicht mehr von der Straße nehmen muss. Außerdem bietet der BMW X2 einen Stauassistenten, der Teil des optionalen Driving Assist Plus ist. Dieses fasst eine Reihe von kamerabasierten Fahrerassistenzsystemen zusammen, wie etwa den automatisierten Einparkassistenten.

Wer, wie, was?

Für einen Ausflug in die Berge ist der neue BMW X2 auch mit Allradantrieb erhältlich

BMW tut gut daran, ein weiteres SU… pardon, ein SAC, auf den Markt zu bringen. Nun ja, das Coupé sucht man vergebens, erwischt. Dennoch scheint die Nachfrage nach Fahrzeugen, in denen man hoch sitzt und die einen Geländewagen imitieren nach wie vor ungebremst zu sein. Der Nachfrage nach Premium-Produkten ist es ohnehin, weshalb die Verfügbarkeit von starken Motorisierungen und exklusiven Ausstattungsmerkmalen bestens auf die Zielgruppe zugeschnitten zu sein scheint. „Jung oder jung geblieben“, urbane und aktiv soll man laut den Münchnern sein. Na, wiedererkannt?

 

Aktuelle Suchanfragen: