Shell Helix Heartbeat Challenge 2016

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Kennt Ihr das? Ihr sitzt mit weit aufgerissenen Augen auf dem Beifahrersitz, seid bleich geworden und denkt nur: „Ich will hier raus!“. Und spätestens wenn der gute Kumpel, der gerade fährt, sagt: „Puh, das war aber knapp!“, wisst Ihr zwei Dinge. Erstens, ob Ihr bei extremen Fahrmanövern cool bleibt und zweitens, dass man solche Fahrten lieber einem Profi überlässt. Einem Mann, wie etwa Augusto Farfus, seines Zeichens BMW Werksfahrer. In der Shell Helix Heartbeat Challenge 2016 konnten drei Kandidaten eine exklusive Mitfahrt im BMW M4 DTM auf dem legendären Nürburgring gewinnen – der gefährlichsten Rennstrecke der Welt. Ob sie dabei cool geblieben sind?

Ob Matthias Malmedie genauso cool bleiben würde, wie die drei Gewinner?

Viele Video-Beiträge beweisen es: Die Nordschleife ist nicht nur einen der legendärsten Rennstrecken dieser Welt, sondern auch eine der gefährlichsten. Wer es hier auf dem Beifahrersitz eines Rennwagens schafft, es nicht mit der Angst zu bekommen, dürfte zu den besonders abgebrühten Kandidaten gehören. Etwa so, wie die drei Gewinner der Shell Helix Heartbeat Challenge 2016.

Are you cool?

Sie wurden in einem BMW M4 DTM von Augusto Farfus pilotiert und konnten die „Grüne Hölle“ hautnah erleben. Der Rennsport-Bolide holt aus seinem 4.0 Liter V8 satte 480 PS, die auf einen tiefen Schwerpunkt und wenig Gewicht treffen. Allein bei diesen technischen Daten cool zu bleiben, ist eine schwierige Hürde. Wer dabei am coolsten bleibt? Das sieht man im Video.

Klar ist aber, dass eine Menge Spaß und adrenalinreiche Action mit von der Partie waren. Möchte man jeden Tag auf den Rennstrecken dieser Welt dabei sein, sollte man sich aber auch im Klaren darüber sein, dass man über eine extreme Fitness verfügen muss – so wie Augusto Farfus. Um sich fit zu halten, geht der Profi-Rennfahrer jeden Tag laufen. Doch nicht nur der Fahrer muss leistungsstark sein, sondern auch das Auto und deshalb bekommt der BMW M4 DTM die besten Zutaten spendiert, die einen Rennwagen überhaupt erst zu einem DTM-Boliden machen. Und dazu zählt auch das Motorenöl – besonders wichtig, damit alles wie geschmiert läuft.

Shell Helix Ultra gibt (Erd-)Gas

Was wenige wissen: Ein Rennwagen muss mit so wenig Schmierstoffen, wie nur irgend möglich auskommen, um Gewicht zu sparen. Was sogar noch weniger wissen: Shell Helix Ultra wird aus Erdgas hergestellt. Durch einen innovativen Prozess wird dieses Gas jedoch in kristallklares Grundöl umgewandelt, das zu 99,5 Prozent rein ist. Der Vorteil: Eine verbesserte Reinigungs- und Schutzwirkung, aus der ein unübertroffener Schutz vor Schlammbildung resultiert. Kein anderes Motorenöl bietet bessere Reinigungseigenschaften. Nur so wird vermieden, dass Schmutzpartikel verklumpen, Schlamm bilden und in der Folge die Motorleistung negativ beeinträchtigen.

Da würde Malmedie am liebsten selbst am Steuer sitzen. Kein wunder bei einem V8 mit 480 PS

Weiterer Vorteil des Shell Helix Ultra: Man muss weniger Nachfüllen. Dank einer speziellen Formel fallen bis zu 50 Prozent geringere Verdampfungsverluste an, vergleicht man das High-End-Produkt mit minderwertigeren Ölen. Zudem ist das Ultra Helix auch bei extremen Temperaturen einsatzbereit – selbst bei minus 40 Grad Celsius. Die Viskosität, also die Fließgeschwindigkeit ist jederzeit optimal, was eine kürzere Aufwärmzeit des Motors zur Folge hat. Und nur dann kann ein Aggregat, wie etwa der 4.0 Liter Achtzylinder im BMW M4 DTM seine volle Leistung bringen. Und dass Shell Helix Ultra bestens funktioniert, sieht man schon daran, dass es bereits im zweiten Jahr der Partnerschaft zwischen Shell und BMW keine Probleme bereitet.

Ein Blick ins Cockpit

So cool, wie Shell und BMW die Herausforderungen des Rennsports meistern, mussten die Beifahrer erstmal sein. Unterstützt wurden sie dabei vom Auto-Experten und TV-Moderator Matthias Malmedie. Der Petrolhead war ganz in seiner Materie, schließlich ging es um einen PS-starken Boliden und eine legendäre Rennstrecke. Ob Ihr genauso cool bei der Fahrt über die Nordschleife bleiben würdet, wie die drei Gewinner der Heartbeat Challenge 2016, könnt ihr überprüfen, indem Ihr euch virtuell mit ins Auto setzt. Ein echter Höllenritt!

Und als Special-Addon – ein Interview mit Augusto Farfus;

Augusto, wie war´s nach über 20 Jahren mit deinem DTM-Renntaxi auf die Nordschleife zurückzukehren?
Antwort: „Unglaublich! Der Tag wird mir lange in Erinnerung bleiben. Das Team hat einen super Job gemacht und meine Beifahrer waren große Klasse.
Die Strecke ist etwas ganz besonders und bereitet mir sehr viel Fahrspaß. Das DTM-Renntaxi wurde speziell an die Bedingungen der Nordschleife angepasst und so würde ich es die perfekte Rückkehr auf die Nordschleife nennen. Ich hoffe, es dauert nicht wieder so lange bis zum nächsten Mal.

Um mal einen deiner Beifahrer zu zitieren: Du bist einfach „crazy“! Was war deiner Meinung nach noch ausschlaggebend dafür, dass der Shell BMW M4 DTM zu Höchstleistungen auflief?
Antwort: „Es ist nicht nur der Fahrer, der hier „crazy“ sein muss. Nur wer ein starkes Team im Hintergrund hat, dass das Auto und seine Bedürfnisse versteht, kann auch auf der Strecke die beste Performance hinlegen.
Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team und verstehen uns Blind und das ist unbezahlbar. Wenn dazu noch Verlass auf den Motor ist, kann nichts mehr schiefgehen.

Worauf kommt es beim Fahren auf dem Nürburgring/der Grünen Hölle an?
Antwort: „Kontrolle und Konzentration sind hier die Zauberworte. Wer das Auto versteht und kontrollieren kann, kann auf der Strecke alles geben und so die beste Zeit einfahren.
Durch die vielen Kurven ist der Streckenverlauf am Nürburgring sehr anspruchsvoll, nur einmal falsch abgebremst oder zu spät eingelenkt und du landest im Kiesbett.“

Was ist bei der Verwendung von Motorenöl zu beachten – dein ganz persönlicher Tipp?
Antwort: „Motorenöl wird oft unterschätzt. Man kann es nicht sehen, also ist es für viele Autofahrer unwichtig. Aber das ist eine falsche Annahme! Das richtige Motorenöl trägt zur Erhaltung des Motors, aber auch zur Steigerung Performance bei. Aufgrund seiner reinen Basis ist Shell Helix Ultra mit der Shell Pure Plus Technology daher meine klare Empfehlung, denn egal wofür und unter welchen Bedingungen, Shell Helix Ultra hat mich noch nie hängen lassen.“

Erster DTM-Sieg für Lucas Auer – Wickens neuer Tabellenführer

Sternstunde in der Lausitz: Zum ersten Mal in seiner Karriere gewinnt Mercedes-AMG-DTM-Pilot Lucas Auer ein DTM-Rennen. Im Sonntagsrennen beim Motorsportfestival auf dem Lausitzring fuhr er, von der Pole-Position gestartet, in seinem 23. DTM-Rennen zum ersten großen Erfolg in der populärsten internationalen Tourenwagenserie – dem ersten Sieg eines österreichischen Fahrers in der Geschichte der DTM. Vor 67.500 Zuschauern sah der 21-Jährige nach 46 Runden mit einem Vorsprung von 3,763 Sekunden vor Audi-Pilot Mattias Ekström die Zielflagge. Ekström war von Platz neun in das Rennen gestartet.

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„Ich habe vom Sieg in meiner zweiten DTM-Saison nur geträumt, hätte aber nicht gedacht, dass es wirklich klappt. Ich bin überglücklich“, sagte der Tiroler bei der Siegerehrung. „Wichtig waren ein guter Start und die erste Runde – das habe ich hinbekommen“, fasst er sein Erfolgsrezept für den Sieg zusammen. Platz drei im sechsten DTM-Saisonrennen belegte Auers Markenkollege Robert Wickens, der damit auch die Führung in der DTM-Fahrerwertung übernimmt. Bester BMW-Pilot war Marco Wittmann auf Platz sechs.

In der DTM-Fahrerwertung führt nach sechs von 18 Saisonrennen Robert Wickens mit 58 Punkten vor Marco Wittmann (55 Punkte). Mattias Ekström (46 Punkte) hat sich mit seinem zweiten Platz auf Rang drei verbessert. Jamie Green (45 Punkte), Edoardo Mortara (44 Punkte) und Paul Di Resta (43 Punkte) liegen dicht dahinter auf den Positionen vier bis sechs.

[notification type=“notification_info“ ]In knapp drei Wochen, vom 24. bis 26. Juni 2016, startet die DTM auf dem Nürnberger Norisring – dem einzigen Stadtkurs im Kalender – zu den Saisonrennen sieben und acht.[/notification]

DTM: BMW-Festspielwochen in Österreich

Souverän hat Marco Wittmann das DTM-Samstagsrennen im österreichischen Spielberg gewonnen: Von der Pole-Position in das Rennen gestartet sah der DTM-Champion von 2014 nach 30 Runden bei strahlendem Sonnenschein als Sieger die Ziellinie. Für Wittmann ist es der sechste Sieg in seiner DTM-Karriere. Er gewann auf dem 4,326 Kilometer langen Red Bull Ring vor seinem BMW-Markenkollegen Tom Blomqvist, der im dritten DTM-Saisonrennen Zweiter wurde. Das Podium in Spielberg komplettierte Edoardo Mortara im Audi RS 5 DTM als Dritter.

#11 Marco Wittmann, BMW M4 DTM, #31 Tom Blomqvist, BMW M4 DTM, #48 Edoardo Mortara, Audi RS5 DTM
#11 Marco Wittmann, BMW M4 DTM, #31 Tom Blomqvist, BMW M4 DTM, #48 Edoardo Mortara, Audi RS5 DTM

Den BMW-Erfolg in Spielberg haben Timo Glock, Martin Tomczyk und Maxime Martin auf den Positionen vier bis sechs perfekt gemacht. Als bester Mercedes-Benz-Pilot beendete Paul Di Resta das Rennen am Samstag. Der Schotte wurde Siebter, verteidigte damit aber die Führung in der Gesamtwertung. Die führt Di Resta nach drei von 18 Saisonrennen mit 43 Punkten vor Edoardo Mortara (40 Punkte) und Marco Wittmann (29 Punkte) an.

Für Mattias Ekström war das Rennen gelaufen bevor es richtig losging: In Kurve eins nach dem Start kollidierte der Schwede mit Maxime Martin und António Félix Da Costa und fiel an das Ende des Feldes zurück. Im Audi RS5 konnte er zwar noch einige Positionen aufholen, beendete das Rennen am Ende auf Position 16. Ein kleiner Trost: Ekström fuhr die schnellste Rennrunde in 1:23,442 Minuten und stellte so einen neuen Red-Bull-Ring-Rundenrekord auf, den sein Markengefährte Mike Rockenfeller seit 2013 innehatte.

#16 Timo Glock, BMW M4 DTM
#16 Timo Glock, BMW M4 DTM
Und BMW zum Dritten:

Timo Glock gewinnt Sonntagsrennen in Spielberg

Zum dritten Mal in seiner Karriere jubelte Timo Glock ganz oben auf dem Siegerehrungspodest: Beim zweiten DTM-Rennen im österreichischen Spielberg fuhr der BMW-Pilot bei sommerlichen Temperaturen am Sonntag zum Sieg. Er gewann nach 42 Runden auf dem 4,326 Kilometer langen Red Bull Ring vor den beiden Audi-Piloten Mattias Ekström und Jamie Green auf den Plätzen zwei und drei. Bestplatzierter Mercedes-Benz-Pilot in der Steiermark war Daniel Juncadella als Zwölfter.

Für Glock lief es von Beginn an gut: Bereits in Runde zwei übernahm er die Führung von Green und musste diese nur nach dem Boxenstopp kurzzeitig abgeben. Eine tolle Aufholjagd zeigte Mattias Ekström. Er war vom elften Platz in das Rennen gestartet und steuerte als letzter aller Fahrer die Box zum Reifenwechsel an. Mit einer guten Rennstrategie seines Teams und mit schnellen Rundenzeiten kämpfte sich der zweifache DTM-Champion auf Platz zwei vor. Wie Ekström konnte sich auch Gary Paffett nach vorne kämpfen: Von Platz 21 arbeitete er sich auf Position elf vor, eine Platzierung in den Punkten im Visier. Seine Aufholjagd blieb unbelohnt: In der letzten Runde setzte er zum Überholversuch gegen Timo Scheider an, musste auf die Wiese ausweichen und fiel auf Platz 13 zurück.

In der Fahrerwertung führt nach vier von 18 Saisonrennen weiterhin der Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta (43 Punkte), der im Sonntagsrennen als 15. die Zielflagge sah. Zweiter in der Fahrerwertung ist Edoardo Mortara mit 40 Punkten vor Sieger Timo Glock und Maxime Martin (beide 37 Punkte). Mortara schied nach einer Kollision mit António Félix da Costa im Kampf um Platz drei in Runde 25 frühzeitig aus.

#5 Mattias Ekström, Audi RS5 DTM
#5 Mattias Ekström, Audi RS5 DTM
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Souveräner Sieg von Paul di Resta in Hockenheim

Souverän und ungefährdet hat Paul Di Resta das DTM-Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg gewonnen. In seinem Mercedes-AMG C63 DTM überquerte der Schotte nach 37 Runden mit einem Vorsprung von 13,024 Sekunden die Ziellinie. Für Di Resta ist es der siebte Sieg in der DTM. Zuletzt war der Schotte 2010 ebenfalls in Hockenheim siegreich. Hinter dem Mercedes-Benz-Piloten wurden die beiden BMW-Fahrer Timo Glock und Augusto Farfus auf den Positionen zwei und drei abgewinkt. Eine großartige Leistung zeigte Gary Paffett, der hinter Maxime Martin auf Platz fünf gewertet wurde. Der Brite lag lange Zeit hinter Sieger Di Resta auf dem zweiten Platz, fiel nach einer Durchfahrtsstrafe aber auf Rang elf zurück und kämpfte sich im weiteren Rennverlauf wieder bis auf Platz fünf vor. Nico Müller, der am Samstag mit Rang drei seinen ersten Podiumsplatz feierte, beendete das Sonntagsrennen als bester Audi-Pilot auf dem achten Platz.

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Vor allem in der Anfangsphase zeigte das Rennen einige Parallelen zum Samstag: Kontaktbetonte Tür-an-Tür-Duelle, die nicht immer ohne Schaden blieben. Mit Bruno Spengler, Mattias Ekström und Timo Scheider mussten gleich drei ehemalige DTM-Champions ihre Fahrzeuge nach Kollisionen frühzeitig abstellen. Nach seinem erfolgreichen Auftritt im Rahmen der Rallycross-Weltmeisterschaft – vor dem DTM-Rennen gewann Ekström dort das Finale – hatte der Schwede auf ein ebenso gutes Ergebnis im DTM-Rennen gehofft.

In der DTM-Fahrerwertung führt nach zwei von 18 Saisonrennen Paul Di Resta mit 37 Punkten vor seinem Markenkollegen Robert Wickens (26 Punkte) und Edoardo Mortara (25 Punkte). Nach seinem zweiten Platz am Samstag wurde Wickens heute Sechster. In der Hersteller-Wertung übernimmt Mercedes-Benz (83 Punkte) die Führung vor BMW (72 Punkte) und Audi (47 Punkte).

78.500 Zuschauer besuchten das DTM-Auftaktwochenende auf dem Hockenheimring, rund fünf Prozent mehr als im letzten Jahr. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde ihnen ein abwechslungsreiches Programm mit spektakulärem Motorsport geboten, ergänzt durch Live-Auftritte von Christina Stürmer, Finn Martin und DJ Antoine. Bereits in zwei Wochen, am 21. und 22. Mai, steht das nächste DTM-Wochenende im österreichischen Spielberg auf dem Programm.

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DTM 2016: Edoardo Mortara gewinnt den Saisonauftakt

Im Badischen Hockenheim brannte die Sonne an diesem wundervollen Mai-Tag mit aller Macht über das Motodrom. Ein Fest des Motorsports will die DTM präsentieren und um das zu erreichen, gibt es ein volles Programm. Inklusive einem ersten DTM-Lauf, schon am Samstag. Und damit der erste Lauf der Saison 2016. Rennen 2 wird am Sonntag den 8. Mai gestartet.

DTM in Hockenheim – 2016

Für mich persönlich war es eine Rückkehr. Beim letzten DTM-Lauf den ich in Hockenheim besuchte, waren die Erinnerungen an Kalli Hufstadt und seine Mundharmonika noch frisch. Diese neue DTM, ich kann damit „eigentlich“ nichts anfangen. Es gab also vermutlich keinen besseren Zeitpunkt um sich noch einmal damit zu beschäftigen. Die DTM ist das Motorsport-Wohnzimmer von Audi, Mercedes-Benz und BMW. Gemeinsam stellen die drei dt. Hersteller das Starterfeld. Die Autos? Weit entfernt von der früheren Nähe zum Serienfahrzeug. Reinrassige Kohlefaser-Renner. V8-Motoren und Heckantrieb, dazu eine leichte Anlehnung an die Serienformen der jeweiligen Modellen. Wobei die Ähnlichkeit zum Serienfahrzeug in diesem Jahr vor allem Mercedes-Benz gut gelungen ist. Doch, massives Flügelgewerk und eine Nase die tief über dem Asphalt schnuppert lässt die DTM-Shilouettenrenner wie Karikaturen der Serienfahrzeuge erscheinen. Sei es drum. Motorsport auf Formel 1 Niveau, nur mit Dach.

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Sommer-Hitze im Mai – Die DTM kann auch anders

Waren die letzten DTM-Jahre in meinen Augen durch organisierte Langeweile geprägt, gibt diese persönliche DTM-Rückkehr ganz neue Einblicke. Sicher, die Tribünen am Samstag sind nur sporadisch besetzt. Teilweise sind ganze Blöcke leer. Dafür ist das Fahrerlager voll. Eine DTM zum anfassen will man sein. Für die ganze Familie. Und so schieben sich neben den TT-Cup-Rennern auch Kinderwagen durch das Fahrerlager. Motorsport für die ganze Familie? Es scheint zu funktionieren. Für die beteiligten Hersteller steht jedoch auch einiges auf dem Spiel. Motorsport ist in Deutschland eben kein Fußball-Länderspiel. Nicht einmal auf dem Niveau der zweiten Liga. Motorsport ist das Marketing-Instrument schlechthin in der Automobil-Industrie – doch dem dt. Michel scheint das unbekannt zu sein. Die Bemühungen die ganze Familie an die Strecke zu bekommen, sie sind also aller Ehren wert.

Und an diesem Mai, ein Tag vor Muttertag, spielt das Wetter mit: Sonnenbrand-Gefahr. Aber besser als Regen und unterkühlte Stimmung. Die scheint, so überrascht es mich an diesem Samstag: Richtig gut zu sein. BMW-Fans, Mercedes-Fans und Audi-Fans – die Marken scheinen die eigenen Hardcore-Fans animieren zu können.

Nach dem Quali zum ersten Lauf: Eduardo Mortara.
Nach dem Quali zum ersten Lauf: Edoardo Mortara.

Edoardo Mortara zieht durch!

Kein Vettel, kein Schumacher – stattdessen stehen Mortara, Wickens und Müller auf dem Podest. Da muss man das Programm-Heft dann schon einmal bemühen. Wer ist eigentlich dieser Edoardo Mortara? 1987 geboren, da waren bei BMW die E30 M3 gerade die Sportwaffen der Wahl. Eric van der Poele gewann das DTM-Jahr 1987. Edoardo Mortara gehört zu der Generation Rennfahrer die durch die Formel 3 Schule gingen. Die F3-Euroserie beendete er 2010 als Sieger. Seit 2011 fährt er für Audi in der DTM und an diesem heißen Mai-Tag startete er von Platz 2 in das Rennen. Bereits beim Start zieht er am Pole-Setter Nico Müller vorbei. Beide pilotieren einen DTM-Renner der als Audi RS5 DTM betitelt wird. Dahinter auf drei startete Robert Wickens auf dem besten Mercedes-AMG C63 DTM und der beste BMW stand auf P10, es war der M4 DTM von Marco Wittmann.

Und auch wenn Nico Müller am Start von Edoardo Mortara zugleich überrumpelt wurde, mit P3 stand er am Ende zum ersten mal auf dem Podium. Robert Wickens blieb der Beste Mercedes und kam 1.6 Sekunden hinter Edoardo auf P2 ins Ziel. Das Feld dahinter hat es sich in alter Tourenwagen-Sitte ordentlich besorgt. Leidtragende waren die „großen“ Namen der DRTM. Darunter ein Timo Scheider und ein Timo Glock. Es scheint als würden die „jungen Wilden“ nun endgültig die Führung übernehmen. Dabei sorgten Tür-an-Tür-Kämpfe, Dreher und wilde Attacken, hier ist vor allem das DTM-Urgestein (darf man mittlerweile so sagen) Mattias Ekström zu nennen, für ein wirklich kurzweiliges Rennen mit viel Action.

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Übergewicht mal anders

Das ausgerechnet Audi den ersten Saisonsieg einfuhr und zudem die ersten beiden Plätze in der Startaufstellung belegte, sorgte durchaus für ein Stirnrunzeln. Sind die Audi doch die schwersten Fahrzeuge im Feld. Mit knapp 20 Sekunden Rückstand konnte selbst der beste BMW im Feld, der M4 von Bruno Spengler, nicht mit der Spitze mithalten und damit auch nicht von den Zugeständnissen profitieren.

Sonnenbrand und ein „learning“ beim Autor

Die DTM ist gar nicht so langweilig wie ich gedacht habe. Wobei – es war das erste Mal seit langer Zeit, das ich selbst vor Ort war. Was am TV ablief, denn hier waren die letzten Jahre eine echte Katastrophe, kann ich nicht beurteilen. Aber in der Boxengasse, hinter den FIA-Fangzäunen und ganz nah an den fliegenden „Gummiwutzeln“ (Reifenabrieb), bot sich ein neues Bild. Motorsport. Laut. Unterhaltsam und trotz der vielen unbekannten Namen – spannend!  Den Sonnenbrand werde ich wohl noch ein paar Tage behalten, die alten Vorurteile gegenüber der Serie nicht mehr.

Am Ende war es dann auch wieder „wie immer“: Motorsport in Hockenheim bedeutet auch: Staus. Lange Staus. Die Abfahrt der Fans, aus dem beschaulichen Hockenheim ist immer wieder „die Hölle“. Plötzlich wollen alle heim, die Parkplätze leeren sich, die Straßen aus Hockenheim heraus sind verstopft. Irgendwie greift noch immer kein Plan bei der Verkehrsführung. Somit ist fast alles wieder wie früher. Fast.

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