Fahrbericht: Honda Accord Type-S 180PS Diesel

Fahrbericht: Honda Accord Type-S 180PS Diesel

Dienstwagen-Bewerber aus Japan.

Auf der Suche nach einem perfekten Firmen- oder Dienstwagen? Dann jetzt ein wenig: „Inne halten“ und einen Moment über unseren Star aus dem nun folgenden Fahrbericht nachdenken. Wer jeden Tag 500km und mehr auf den Autobahnen in Deutschland verbringt, der benötigt ein Fahrzeug mit Komfort, genug Dampf für die „linke Spur“ und einer bereits legendären Zuverlässigkeit.

Auf der anderen Seite ist eine gewisse „Klassenlosigkeit“ ein besonderes und wichtiges Merkmal für Dienstwagen. Wer will schon bei seinem Termin mit einem Fahrzeug auffallen, das beim Gegenüber für die sofortige Einordnung in „negative Schubladen“ sorgt? Und auch zu Hause in der Neubau-Siedlung kann ein großes Fahrzeug aus dem Segment der deutschen Premium-Limousinen mal schnell für eine kleine Neid-Diskussion sorgen.

Ein kraftvoller Diesel-Motor ist in dieser Fahrzeugklasse zudem derzeit noch ohne Alternative. Damit wären die Zutaten für unseren Dienstwagen-Star geklärt:

Honda Accord I-DTEC Exclusive 180Ps

„German Autobahn approved?“

480km einfache Strecke. Morgens kurz vor 6 in Deutschland. Wer seinen Arbeitstag mit der Anfahrt zu einem Kunden-Termin startet, der braucht einfach einen zuverlässigen und kraftvoll startenden Kollegen.  Der Honda Accord Type-S mit dem 180PS Dieselmotor stellt sich dem Bewerbungsgespräch.

Die Referenzen der Honda Limousine sehen auf den ersten Blick viel versprechend aus. Mit einem sehr guten Leumund und einer vollständigen Liste an Empfehlungen starten wir in die erste Runde des Bewerbungsgespräches.

Der Anzug sitzt und spricht eine sportlich legere Sprache ohne dabei dem gegenüber die Show stehlen zu wollen. Wer sich im Angestellten-Verhältnis auf eine Stelle ohne Führungsverantwortung bewirbt, tut gut daran mit ein wenig Demut zum Vorstellungsgespräch zu kommen. Überzeugt von den eigenen Talenten, aber nicht großspurig und dennoch sicher im Antritt. Ein Spagat den man schaffen muss. Der HONDA Accord tritt in der ersten Runde mit einem dezenten sportlichen Gesichtsausdruck auf.  Überzeugen ohne zu überrollen. Selbstsicher ohne arrogant zu wirken.

Der erste Kontakt ist positiv – die Hürde Nummer 1 erscheint genommen.

[one_third last=“no“] Double-Wishbone: Doppelte Querlenker an der Vorderachse sind in der Mittelklasse eine besondere Lösung. Üblicherweise werden die Vorderachsen in der technisch günstigeren McPherson Ausführung umgesetzt. Doppelte Querlenker entsprechen einer Lösung wie man diese im Motorsport und bei Sportwagen als üblich ansieht!

CMBS: Honda hat ein umfangreiches „Früh-Warn-System“ für den Accord im Angebot. Basierend auf einem Radar-Sensor überwacht der Fahrzeug-Computer den vorausfahrenden Verkehr und kombiniert diese Informationen zusätzlich mit der Fahrspur-Erkennung via Kamera, die auf Höhe des Innenspiegels angebracht ist. Unterschreitet der Fahrer den Sicherheitsabstand oder erkennt das System die Möglichkeit eines Crashs, wird u.a. per Meldung im Tacho-Display oder per Gurt-Ruck davor gewarnt. Das System kann zudem selbstständig verzögern. ein Komfort und Sicherheitsgewinn. [/one_third]

HONDA Accord Type-S 180PS Diesel

Mit 180PS ist der Accord Type-S in seiner Diesel-Version mit dem bekannten 2.2 Liter  4-Zylinder-Motor nicht der stärkste Kandidat im Feld der Dienstwagen-Alternativen. Dank seines gut abgestuften 6-Gang Getriebes kommt jedoch nicht das Gefühl einer unterlegenen Motorisierung auf.

Im Innenraum überzeugt hingegen die, so gut wie, vollständige Anwesenheit aller wünschenswerten Ausstattungs-Details. Wer im Honda Accord etwas vermisst, der hat den falschen Bewerber zum Vorstellungsgespräch geladen und wird vermutlich noch lange auf der Suche nach einem passenden Bewerber bleiben.

4 Erwachsene befördert der mit kantigen Gesichtszügen auf die Autobahn entlassene Japaner komfortabel und für beide Seiten souverän, auch auf langen Dienstreisen.  Stets hilfreich mit auf der Tour, die Assistenten für Fahrsicherheit und Komfort. Abstandsrader und Spurhalte-Assistent sind Teil des CMBS-Paketes mit dem der Bewerber überzeugende Argumente für die Aufgaben auf der langen Strecke und der linken Autobahn-Spur bereithalten will.

Abstandsrader und Tempomat klingen auf dem Papier nach der perfekten Lösung, damit Tempobeschränkungen, Stop&Go und Baustellen ihren Schrecken verlieren. In der Praxis überzeugt das System nicht im immer. Deutsche Autobahnen als Arbeitsplatz und die vielen doch oftmals mit harschen Umgangsformen auftretenden Kollegen auf derselbigen, sorgen für den mit japanischer Zurückhaltung und Demut agierenden Assistenten manchmal für ein wenig Verwirrung und Verständigungsprobleme.

Was unter den Kollegen als freundschaftlicher Knuff verstanden werden könnte, interpretiert der vorsichtige Japaner als mögliche Gefahren-Situation und warnt mit hektischer Schnapp-Atmung im Display, den Piloten vor den geringen Abständen.

Es benötigt eine gehörige Portion Zen-Buddhismus um die vollständige Komfort- und Sicherheits-Idee des CMBS-Systems auch auf deutschen Autobahnen nutzen zu können.  Zu sehr steckt die Hektik der Beteiligten auch den Fahrer des Type-S Diesel an.  Nicht das der 180PS Diesel-Accord nicht auch anders könnte:

Honda Accord Fahrbericht 180PS Dienstwagen

 

Leistung ist vorhanden. 

180PS reichen aus um die linke Spur überzeugend zu bearbeiten. Dank des manuellen, sehr gut abgestuften und knackig zu schaltenden Sechsgang-Getriebes, findet man für jede Situation den richtigen Gang. Einzige Schwäche des grundsätzlich auch aus anderen HONDA-Modellen bekannten 2.2 Liter 4 Zylinder Dieselmotors ist eine leichte Atemschwäche unterhalb von 1.800 Umdrehungen.  Ist dieser Punkt überwunden, begeistert der mit 380Nm zum Dienst antretenden Dieselmotor jedoch mit Arbeitseifer und vorbildlichen Trinkgewohnheiten.

Weder offensichtlich noch versteckt oder nach Streß-Situationen: Der Accord Type-S ertränkt seinen Alltagsstreß nicht mit übermäßigem Dieselkonsum.  Wer häufige Etappen mit vollem Leistungs-Einsatz abfordert, wird an der Tankstelle trotzdem die Grenze der 9 Liter je 100 Kilometer nur selten überschreiten.

Besonnene Tagestouren belohnt der laufruhige 180PS Dieselmotor mit einem Verbrauch von unter 6 Liter. Teilweise sogar deutlich!

Honda Accord Dienstwagen Alternative

Mängel des Bewerbers:

Selbst dem „Besten Bewerber“ kann ein guter Personaler noch „Mängel“ und Schwächen attestieren. So erging es leider auch dem Honda Accord Type-S in unserem Vorstellungsgespräch. Doch die Defizite sind sehr überschaubar und würden einer Übernahme in eine feste Dienstwagen-Anstellung nicht entgegenstehen.

So überzeugte das Fahrwerk des Accord durch seine technische Raffinesse. Mit dem an der Vorderachse als Einzelradaufhängung und doppelten Querlenkern ausgeführten raffinierten Aufwand, konnte die Abstimmung von Federn und Dämpfern bei typischem deutschen Autobahn-Tempo nicht ganz mithalten. Jedoch erst bei hohem Tempo (ab 180+) offenbart der Accord  eine leichte Schwäche in der Dämpfung von langen und kurzen Bodenwellen. Im Landstraßen-Tempo und auf kurvigen Geläuf, beeindruckt das Ergebnis des Fahrwerks-Aufwand mit einer Fahrdynamik die man großen Limousinen mit Frontantrieb nicht unbedingt zustehen würde.

Wirklich ärgerlich ist indessen das der überzeugende Innenraum, die vollständige Komfort-Ausstattung und das sehr gute Niveau der Materialen im Cockpit, durch den pixeligen Navi-Monitor und eine umständliche Menüführung im Bordcomputer beeinträchtigt werden.  Hier würde eine intensive Nachschulung, das Gesamtbild des Bewerbers positiv beeinflussen.

[toggle title=“Vorteile„]Eine Dienstwagen-Alternative für Menschen ohne Status-Symbol-Vorliebe. [/toggle]

[toggle title=“Nachteile„]Das Multimedia-Navi-System ist eine echte Nervensäge. [/toggle]

[tabs tab1=“Verbrauch“ tab2=“Ausstattung“ tab3=“Punktzahl„]

[tab id=1][arrowlist]

  • Verbrauch Norm Gesamt: 5.6l auf 100km
  • Testverbrauch min:  5.1l auf 100km
  • Testverbrauch max: 9.1l auf 100km
  • Testverbrauch Schnitt: 6.8l auf 100km
  • Alle Werte 180PS Diesel mit 6-Gang Manuell
  • Anmerkung: Der Testverbrauch wurde während der gesamten Testdistanz ermittelt.

[/arrowlist][/tab]

[tab id=2][checklist]Perfekt:

  • Innenraum-Verarbeitung und Haptik
  • Fahrwerks-Abstimmung auf Landstraßen
  • Motor-Effizienz

[/checklist][badlist]Vermisst:

  • Kurvenlicht anstelle von Abbiegelicht.
  • Das Navi- und Multimedia-System aus dem neuen Honda Civic!

[/badlist][crosslist]Geht gar nicht:

  • Die Pixel-Grafik auf C64-Niveau im Navimonitor.

[/crosslist][/tab]
[tab id=3][one_half last=“no“]

Komfort – 12 von 25 Punkten

[arrowlist]

  • Federung leer:  2 von 5 Punkten
  • Federung beladen:  3 von 5 Punkten
  • Fahrgeräusche innen: 3 von 5 Punkten
  • Serien-Ausstattung: 2 von 5 Punkten
  • Assistentsysteme: 2 von 5 Punkten

[/arrowlist][/one_half]

[one_half last=“yes“]

Fahrverhalten – 15 von 25 Punkten

[arrowlist]

  • Kurvenhandling: 3 von 6 Punkten
  • Stabilität Vmax:  4 von 6 Punkten
  • Mechanischer Grip: 1 von 3 Punkten
  • Beschleunigung: 2 von 4 Punkten
  • Grenzbereich: 5 von 6 Punkten

[/arrowlist]

[/one_half]

[one_half last=“no“]

Kosten – 15 von 25 Punkten

[arrowlist]

  • Grundpreis: 3 von 6 Punkten
  • Ausstattungaufpreis:  2 von 6 Punkten
  • Verbrauch: 6 von 6 Punkten
  • Wartung: 2 von 3 Punkten
  • Wertverlust: 2 von 4 Punkten

[/arrowlist][/one_half]

[one_half last=“yes“]

Antrieb – 20 von 25 Punkten 

[arrowlist]

  • Laufkultur des Motors: 6 von 6 Punkten
  • Beschleunigung: 3 von 5 Punkten
  • Höchstgeschwindigkeit: 3 von 4 Punkten
  • Getriebe: 4 von 4 Punkten
  • Traktion: 4 von 6 Punkten

[/arrowlist]

[/one_half]

Punktzahl gesamt: 62 / 100 Punkten

[/tab]

[/tabs]

[highlight color=“yellow“]

Honda Accord I-DTEC 180PS Fahrbericht

Fazit:

Der ideale Bewerber?

Sportlich und elegant im Auftritt, mit überzeugenden Talenten und einwandfreiem Leumund – wird aus einer japanischen Mittelklasse-Limousine – ein idealer Bewerber für die umfangreichen Aufgaben eines Dienstwagen mit Qualitäten für die lange Strecke.

Es sind Details wie das nervige und veraltete Navi-System, die den ansonsten so überzeugenden Eindruck negativ beeinflussen. Das technisch aufwendige Fahrwerk könnte für den Dienst auf Deutschen Autobahnen ein wenig Feinarbeit vertragen, Motor und Getriebe sind jedoch bereits heute, mit das beste was man sich für den Alltag wünschen kann.

Für uns ist der Japaner mit den kantigen Gesichtszügen bereits ein Top-Kandidat und für die tägliche Dienstfahrt eine echte Empfehlung ob er auch Ihr Dienstwagen-Star wird, dass sollten Sie bei einer Probefahrt klären.

[/highlight]

[toggle title=“Technische Daten im Überblick:“]

 

HONDA Accord 2.2i DTEC S-Type Limo
Erstzulassung: 2012
Motortyp: Vierzylinder-Reihenmotor, 16 Ventile DOHC, Leichtmetallblock und Kopf, Abgasturbolader, Ladeluftkühlung, commonrail, partikelfilter,
Hubraum in ccm³: 2199
max. Leistung bei min-1: 132 kW / 180 PS – 4.000
max. Drehmoment bei min-1: 380 Nm – 2.000/2.750
Elektro-Motor kW
Elektro-Motor Nm
Antriebsart, serienmäßig: Frontantrieb
Antriebsart, optional:
Getriebeart, serienmäßig: 6-Gang Manuell
Getriebeart, optional: 5-Gang Automatik
Leergewicht: 1.659 kg
maximale Zuladung: 401 kg
Beschleunigung 0–100 km/h: 8,7 Sek
Höchstgeschwindigkeit Hersteller: 220 km/h
Höchstgeschwindigkeit GPS Messung:
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert): 5,6l / 100km Diesel
CO2-Emission, kombiniert: 147 g/km
Abgasnorm EU 5
Effizienzklasse: B
cW-Wert:
Stirnfläche:
Testverbrauch: min 5,1l / 100km
Testverbrauch: max 9,1l / 100km
Testverbrauch: Schnitt 6,8l / 100km
km-Stand Testbeginn: 17.251
km-Stand Testende: 20.149
Unterhaltskosten im Monat in Euro 231 €
Versicherung: 67 €
Verbrauch: 103 €
KFZ-Steuer: 25 €
Wartung 36 €
Basispreis: 29.200 €
Testwagenpreis: 40.975 €
Internet-Preise: 22,2% Rabatt!

[/toggle]

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Weiterführende Links:

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Text/Foto: Bjoern Habegger | auto-bloggerei.de | 2012 |  by-nc-nd

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Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

Test: Nissan X-Trail

Seit 2014 fährt der Nissan X-Trail in der 3. Generation für den japanischen Autohersteller und dies als meistverkauftes Fahrzeug der Marke überhaupt. Zur Modellpflege 2017 bietet Nissan einen neuen Powerdiesel mit 2 Liter Hubraum zur Ergänzung des 1.6 Liter Diesel. Als zusätzliches Kaufargument soll darüber hinaus die Ausstattungslinie „N-Connecta“ dienen, um den SUV weiter auf Dauerbrennerkurs zu halten. Der X-Trail passt sich damit den Wünschen seiner Kunden an. Diese wollen außer einem geländefähigen SUV ein umfangreiches Sicherheitspaket und Komfortausstattung. Bestehen bleibt der seit 2014 auf den Markt gebrachte Mainstream Look, der die Ecken und Kanten der 2. Generation abgelöst hatte. Mit seinem Lifestyle-Charme und drei Motorisierungen startet er ins Modelljahr 2018 durch. Den Einstieg findet der X-Trail bei einem Preis von 24.990 Euro.

Testbericht: Nissan X-Trail 2.0 dCi N-Connecta Xtronic

On- und Off-Road-Mix aus Japan
Nissan X-Trail 2.0-Liter Diesel.

Die Front des sportlichen Kompakt SUVs prägen Stilelemente der aktuellen Murano und Qashqai Modelle. Damit findet Nissan eine Konzernsprache, die zumindest die Crossover Familie einheitlich auftreten lässt. Breit zu den Seiten hochgezogene Schürzen fassen den chrombesetzten Kühlergrill ein, der wiederum das Markenlogo prominent zur Schau trägt. Die seitlichen Enden der Frontscheinwerfer setzten sich in einer geschwungenen Sicke über die gesamte Fahrzeuglänge fort, bevor sie bogenförmig bei den Heckleuchten wieder aufsteigen. Am Heck sorgen die Scheinwerfer für einen dynamischen Auftritt. Die Dachreling ist fest mit dem Dach verbunden. Das verbessert die Aerodynamik. Der Wagen ist zudem mit knapp 1,82 Meter Breite und 1,73 Meter Höhe größer dimensioniert im Vergleich zu seinen Mitbewerbern. Die optimierte Windschlüpfrigkeit macht sich beim Kraftstoffverbrauch (5,8 Liter im Normtest mit 19’’ Rädern) und Abgasemission (152 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) trotz seines Xtronic-CVT-Automatikgetriebes positiv bemerkbar. Wir erreichen die angegebenen Werte nicht ganz, dafür haben wir gerade durch das Automatikgetriebe viel Spaß an der Performance des X-Trail. Selbst im Gelände macht das frontangetriebene Fahrzeug eine erstaunlich gute Figur und meistert den einen oder anderen unbefestigten Weg. Der ausschließlich als Fünf- und Siebensitzer erhältliche X-Trail ist in der Stadt gleichermaßen bequem unterwegs, obwohl sein Wendekreis sich manchmal als hinderlich erweist. Auf längeren Autobahnstrecken bietet der Japaner zwar einen guten Sitzkomfort, jedoch fallen uns die Innenraumgeräusche unangenehm auf.

Kann auch zur Jagd ausgeführt werden.

Cockpit einfach strukturiert

Das sich selbst erklärende Cockpit gefällt bereits beim ersten Einsteigen. Alle Instrumente, die das Fahrzeug betreffen, sowie das in der Mitte des Armaturenbretts sitzende Navigationssystem mit Smartphone-Anbindung bieten nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Information. Zudem leistet das Nissan Connect System Zugriff auf die Applikationen des jeweiligen benutzten Smartphones. Die sehr gut zugeschnittenen Vordersitze wirken nicht nur ergonomisch durchgestylt, sondern geben Halt in jeder Fahrsituation. In Sachen Flexibilität liegt der X-Trail deutlich über dem Trend seiner Mitbewerber. Durch den Klappmechanismus für die Rücksitzbank wächst das Laderaumvolumen von 565 Liter auf angemessene 1.996 Liter.

Schlicht, einfach und doch voller Informationen.

Kleiner Diesel mit viel Drehmoment

Eine gehörige Portion Fahrspaß vermittelt der von uns getestete neue 177-PS-Diesel. Denn mit einem maximalen Drehmoment von 380 Newtonmetern bei 2.000 Umdrehungen agiert das Aggregat durchzugsstark. Bei einer Beschleunigung ab 100 km/h indessen wirkt der X-Trail ein wenig schwerfällig. Kombiniert mit dem komfortabel abgestuften Xtronic-CVT-Automatikgetriebe lässt sich der SUV aus Japan effizient durch den Stadt- und urbanen Verkehr steuern. Seine Lenkung ist spursicher ausgelegt, so dass in der Stadt ein sehr entspanntes Einparken in Verbindung mit seiner Rückfahr- und 360-Grad-Kamera möglich ist.

2.0 Liter Diesel mal ganz überzeugend.

N-Connecta steht für Konnektivität

Die Fahrerassistenzsysteme, die wir bereits aus dem neuen Qashqai kennen, finden wir auch im X-Trail wieder. Die japanischen Ingenieure konfigurierten bereits ab dem Basismodell  „VISIA“ ein stark verbessertes ESP-System mit Berganfahrhilfe, das Fahrerassistenz-Paket bestehend aus autonomen Notbrems-Assistent, Spurhalte-Assistent und Verkehrszeichenerkennung, LED-Tagfahrlicht, einer elektronischen Parkbremse und Einparkhilfe vorn und hinten. Zum Einsatz kommen in der von Grund auf neu aufgelegten Version „N-CONNECTA“ unter anderem das NissanConnect System inkl. Round View Monitor für 360 Grad Rundumsicht. Lieferumfang ist hier das Navigationssystem mit Sieben-Zoll-Touch-Farbdisplay inkl. 3 Jahre kostenloser Kartenaktualisierung, USB-Schnittstelle, Rückfahrkamera und Smartphone Integration. Zusätzlich schnürt Nissan für die neue Ausstattungsline das Style-Paket, tertiär aus 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und Bereifung, einer elektrisch öffnend und schliessenden Heckklappe und dem Intelligent Key mit Start-/Stopp-Knopf.

Dick bereift mit 19 Zoll Rädern.

SUV zu kleinen Preisen

Der X-Trail, den es sowohl als Fronttriebler als auch mit 4 x 4 Allradantrieb gibt, ist ab einem Preis von 24.990 Euro zu haben. Dafür bietet Nissan einen 1.6-Liter Benziner mit 163 PS. Die Dieselmotorisierung hingegen wartet mit dem 1.6 dCi sowohl als frontgetriebenes als auch 4 x 4 angetriebenes Aggregat mit der Leistungsstufe 96 kW (130 PS) und einem Sechsgang-Schaltgetriebe auf. Der Basispreis beträgt hier 32.630 Euro. Die Preisunterschiede zwischen den fünf Ausstattungslinien VISIA, ACENTA, N-CONNECTA, N-VISION und TEKNA sind moderat gehalten, dabei verführen sie in erster Linie immer zur nächst höheren Ausstattungslinie.

SUV mit viel Potential.

Fazit: Alles in allem trifft den X-Trail eher die Bezeichnung „geländegängiger SUV“, als „Kompakt-SUV“. Zusätzlich sind die Synergien zwischen Raumangebot, Fahrdynamik und nettem Lifestyle Look sehr gut gelungen.

Motor und Getriebe

Nissan

X-Trail 2.0 dCi N-Connecta

Motor Diesel
Hubraum 1.995 ccm³
Leistung 177 PS @ 3.750 U/min
Kraft 380 Nm @ 2.000 U/min
Getriebe Xtronic-CVT-Automatikgetriebe
Antriebsachse Frontantrieb

Abmessungen und Fahrleistungen

Länge, Breite, Höhe 4.690, 1.830, 1.730   mm
Radstand 2.705 mm
Leergewicht 1.823 kg
Wendekreis 11,2 m
Höchstgeschwindigkeit 199 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 9,6 sec
Normverbrauch 5.8 l/100 km

Verbrauch im Test

Alltagsfahrer 6.2 l / 100 km
Öko-Experte 5.9 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.8 l / 100km

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (NISSAN CENTER EUROPE GmbH) – Beitragsbild: Hersteller (NISSAN CENTER EUROPE GmbH)

Anzeige: Hoch hinaus mit dem Ford GT 2017

Michelin Drivestyle, Episode 5. Schauplatz: die Alpen.

In atemberaubender Kulisse geht es für die GRIP Moderatoren Matthias Malmedie und Helge Thomson hoch hinaus. Wer jetzt glaubt, dass die beiden PS-Freaks unter die Wanderer gegangen sind, irrt. Helge hat für Matthias nämlich noch eine Überraschung parat, um sich für LeMans zu revanchieren und Wiedergutmachung zu leisten: In einem alten Schuppen mitten im Gebirge steht ein nagelnagelneuer Ford GT 2017. Komplett aus Carbon wurde der Bolide extra für die Rennstrecke gebaut. Diesen PS-starken Renner darf Matthias nun über die Serpentinen auf der Silvretta-Hochalpenstraße jagen, mit den MICHELIN Pilot Sport Cup 2 natürlich kein Problem. Die perfekte Überraschung für den Moderator, dem das Grinsen ins Gesicht gemeißelt ist.

Schlüssel rein und wroom. Die Weiterentwicklung des legendären Autos von Henry Ford 2, dem GT40, den er nur baute um Enzo Ferrari eins auszuwischen. Diese Legende gewann vier Mal in LeMans und darf nun von den beiden Moderatoren kräftig getreten werden. Doch wer glaubt, dass das schon alles war, irrt sich gewaltig. Natürlich gibt es auch in dieser Folge wieder einen Überraschungsgast und eine spannende Challenge. Fotograf Larry Chen ist von der Landschaft begeistert und freut sich auf das Shooting mit dem schicken Sportler. Und natürlich Matthias und Helge. Und natürlich muss sich der Sportwagen von seiner Schokoladenseite zeigen: während des Fahrt über die kurvigen Pisten der Alpen.

Nach dem rasanten Ritt fehlt natürlich noch die obligatorische Challenge. Helge hat sich dieses Mal etwas Besonders für Matthias ausgedacht. An einem Bergsee sollen die beiden TV-Profis auf dem Board zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind und wer den besten Gleichgewichtssinn hat. Wer als erstes runterfällt, verliert und der Gewinner darf das Ziel des nächsten Roadtrips, und damit der nächsten Michelin-Episode, für das kommende Jahr aussuchen.

Ganz in Gladiatoren-Manier stürzen sich die beiden ins kühle Nass. Doch wer wird der Sieger sein? Wer wird in den eiskalten See gestoßen und muss sich geschlagen geben? Schaut euch den Clip an und findet es heraus.