Fahrbericht: Mitsubishi Outlander

Mitsubishi Outlander – SUV. Mal nicht Mainstream

Bei der dritten Generation des Outlanders erkennt man sehr stark die Unternehmenssprache aus Nippon. Wir testen den Outlander 2.2 Diesel (150 PS), ClearTec in der Top Variante und konzentrieren uns dabei ausschließlich auf seine Alltagstauglichkeit.

Seit 1996 ein mitbewerbendes japanisches Unternehmen das Segment des SUVs begründet hatte, ist sehr viel auf diesem Markt passiert. Mitsubishi zog im Jahre 2001 nach und brachte den Outlander zum Kunden. Nun steht die 3. Generation in den showrooms dieser Welt und wir dürfen uns auf ein Fahrzeug freuen, das nicht Mainstream daher kommt und mit seinem Design schon fast polarisiert.

Mehr Mut zum runden Design

Das Design des Outlanders ist bestimmt nicht jedermanns Sache, gerade für diejenigen, die den Mainstream bevorzugen und sich ein Fahrzeug eines deutschen oder importierenden Autoanbieters zulegen möchten. Aber für Freunde von runden Formen, die auch noch etwas Außergewöhnliches darstellen, ist der Outlander ein Muss.

Das Cockpit dem Fahrer zugeneigt

Alles gut ablesbar
Alles gut ablesbar

Alle Bedienelemente sind dem Fahrer zugeneigt und das macht das Fahren im Outlander sehr komfortabel. Gerade das in der Mitte sitzende 6,1″ Display verspricht ein hohes Maß an Kommunikation, sofern man die ersten Befehle ausprobiert und  die damit verbundene Logik verinnerlicht hat. Leider war das Ankoppeln eines Smartphones nicht ganz so einfach wie gedacht.

Die unterschiedlichen Materialien und Farben verleihen dem Outlander trotz der Unterschiede einen gediegen erscheinenden Innenraum. Auch wenn man japanischen Automobilen immer wieder nachsagt, dass große Fahrer keine optimale Sitzposition finden, so ist dies gerade im Outlander nicht der Fall. Durch das höhen- und tiefenverstellbare Lenkrad lässt sich immer wieder eine gute Position finden. Die Bewegungsfreiheit im Fond ist sehr üppig, da sich die Rückbank um 25 Zentimeter in der Länge verschieben lässt (Beim Vorgänger waren es nur acht Zentimeter). Negativer Nebeneffekt: Der Einstieg zur dritten Sitzreihe bleibt ausschließlich sehr viel kleineren Erwachsenen oder Kindern bis 12 Jahren vorbehalten.

Sehr guter Fahrkomfort

Auch auf schwierigen Wegen eine gute Partie
Auch auf schwierigen Wegen eine gute Partie

Der Fahrkomfort des Outlanders ist ausschließlich als sehr bequem zu bewerten. Auch plötzlich auftretende Schlaglöcher etc. meistert das Fahrzeug locker, bei Lastwechseln bleibt er souverän.

Das 2,2-Liter Diesel Aggregat treibt mit dem 6 Gang-Schaltgetriebe das 1,65 Tonnen- Gefährt ordentlich nach vorn und auch beim gemütlichen Cruisen mit 120 km/h lässt sich ein Überholvorgang mit den 360 Nm problemlos bestreiten. Dennoch müssen wir immer wieder bemerken, dass der Outlander sowohl von außen als auch von innen vom Nageln des Diesels dominiert wird. Bei der Allradversion mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung, die wir im Test gefahren sind, wird das Sparpotential durch das Zuschalten der 4WD Eco-Funktion erhöht. Dieses Zuschalten zügelt den Motor, die Klimaanlage arbeitet mit geringerer Leistung und den Vortrieb übernimmt fast ausschließlich die Vorderachse. Schaltet sich die Hinterachse hinzu, so sind Traktionsprobleme entstanden

Preisfrage

Der Outlander Diesel ist mit einem Einstiegspreis von € 30.790 „durchschnittlich“ für dieses Segment eingepreist. Bestellt man den Outlander in der Top Variante mit € 38.890, bleiben dem Kunden nur noch die Optionen Metallic-/Perleffekt-Lackierung (€ 580), 6-Gang Automatikgetriebe (€ 1.800) und die Fahrassistenzsysteme (€ 1.900). Das Paket der Fahrassistenzsysteme mit einem adaptiven Tempomat (ACC), Auffahrwarnsystem (FCM) und Spurhalte-Assistent (LDW) ist im Preis-Leistungsverhältnis zwar mehr als angemessen, jedoch verbindet Mitsubishi diese Option ausschließlich mit dem 6-Gang Automatikgetriebe. Somit wären dies auch € 3.700, was den Kunden eher abschrecken wird, als zum Kauf zu animieren.

Alltagstauglichkeit / Fazit

2014-10-31 15.36.00

Die großzügige Zuladung (bis 575 kg) und die große Reichweite machen den Outlander zu einem sehr alltagstauglichen Fahrzeug. Wem die Zuladung noch nicht reicht, der bekommt die Möglichkeit, weitere 80 kg auf der Dachreling zu transportieren. Ob das Einkaufen im Supermarkt / Baumarkt oder das Reisen auf den Straßen durch Deutschland, der Outlander macht hier ausschließlich eine gute Figur. Der Kunde, der sich zum Kauf eines Outlanders entscheidet, wird das Fahrzeug nach kürzester Zeit für seine persönliche Zwecke nutzen können.

Mit einer Tankfüllung kann eine Reichweite von bis zu 1.000 Kilometer realisiert werden, so die Angaben des Herstellers. Beim tatsächlichen Testverbrauch überschreiten wir die Werte des Herstellers nur knapp und erzielen einen Durchschnittsverbrauch von rund 6,8 Litern bei 681 gefahrenen Kilometern.

Im Falle einer Reifenpanne ist zumindest ein Notrad an Bord. Dies ist bequem am Unterboden des Fahrzeugs verschraubt.

Die gefühlte Rundumsicht ist sehr großzügig und verschafft auch unsicheren Fahrern eine komfortable Situation. Die Karosserieenden lassen sich nicht zuletzt aufgrund der hohen Sitzposition gut abschätzen. Beim Rückwärtsfahren unterstützt eine Heckkamera, die ein sicheres Einparken möglich macht. Die großen Außenspiegel bieten zusätzlich eine hervorragende Sicht nach hinten. Das Xenonlicht sorgt für gute Sicht bei Nacht, durch die Tagfahrleuchten ist der Outlander auch bei schlechten Lichtverhältnissen am Tag gut erkennbar.

 

Ein kräftiger 2,2 - Diesel mit 360 Nm
Ein kräftiger 2,2 – Diesel mit 360 Nm

Technische Daten

Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D 4 WD, 6-Gang, Top Variante

Hersteller:  Mitsubishi
Typ:  Outlander
Kasse:  SUV
Motor:  R4
Getriebe:  6-Gang Schaltgetriebe
Antrieb:  Allrad
Hubraum:  2.268 ccm
Leistung:  150 PS
Drehmoment:  360 Nm
Gewicht Fahrfertig:  1.655 kg
Von 0 von 100:  11.7 s
Höchstgeschw.:  190 km/h
Verbrauch (NEFZ):  5,4 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ)  140 g/km
Emmissionsklasse  EU 5
Effizienzklasse  B
cW-Wert:   0,33
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 Hier geht es zur Bildergalerie des Mitsubishi Outlander

http://mein-auto-blog.de/bildergalerie-mitsubishi-outlander-2-2-di-d-45122

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Stefan Beckmann
Als Quereinsteiger kam ich in die Szene der Mobilität und bin nun seit nunmehr 16 Jahren total infiziert, was das bewerten von Autos und alles was von einem Motor angetrieben wird. Im Laufe diesen Jahres habe ich nun die Möglichkeit bekommen, dies neutral und nicht für einen Hersteller zu tun. Was soll ich sagen ? „Ein tolles Gefühl!“

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