Test: Mitsubishi Space Star

Test: Mitsubishi Space Star

Mit der Wiederbelebung des Space Star seit 2012 startete Mitsubishis Kleinster nicht nur die offizielle Nachfolge des Colt. Sein Gesamtpaket animierte bereits 33.000 Kunden zum Kauf des Japaners auf dem deutschen Markt und dies zu fast 80 Prozent von Privatkunden. Für das laufende Jahr möchte sich der Autobauer aus Nippon jedoch nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und verpasst dem Space Star eine kosmetische Korrektur. Er verbindet dabei zwei neue Einstiegsmodelle mit einem neuen Infotainment-System und einem optimierten Fahrwerk. Ob dies genügt, mehr Stückzahlen zu vermarkten, konnten wir mit dem 1.2 Liter „Intro Edition Plus“ 14 Tage lang testen. Der agile Kleinwagen ist für einen Basispreis von € 8.990 erhältlich.

Mitsubishi Space Star 1.2 MIVEC

Kleiner City Flitzer mit großer Wirkung
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Kleiner Flitzer mit großer Wirkung.

Attraktiv und peppig !

Farblich attraktiv und peppig unterstreicht der Space Star seinen Charakter als spritziger Kleinwagen. Für das Modelljahr 2016 gab es kleine äußerliche Korrekturen in Form von Gitterstrukturen am vergrößerten Kühlergrill und Chromeinfassungen an den Lufteinlässen. Dazu kommt eine konturierte Motorhaube mit Bi-Xenon-Scheinwerfern und schon ist der Space Star zumindest schon mal an der Front aufgerüstet. Die Heckansicht modifizierten die japanischen Ingenieure hauptsächlich mit Rückleuchten mit LED-Technik und einem ebenfalls optionalen Dachspoiler. Die 14 beziehungsweise 15 Zoll Leichtmetallfelgen runden das Bild ab und lassen den Kleinen sehr agil erscheinen.

Interieur mit Tom Tom Navigation

Beim ersten Einsteigen fällt zwar das für die Ausstattung „Intro Edition Plus“ erhältliche Infotainment-System „Smart Link Navigation“ in der Mitte des Armaturenbretts auf, dennoch behält sich der Space Star die für einen Wagen in seiner Klasse einfache Bedienbarkeit vor. Materialien und Verarbeitung wirken solide, aber nie billig. Zur Ausstattung der von uns getesteten Variante des Kleinwagens gehören unter anderem eine Klimaanlage mit Pollenfilter, „Privacy“-Verglasung, LED-Rückleuchten, Multifunktions-Lederlenkrad und Leder-Schaltknauf, Licht- und Regensensor, beheizbare Vordersitze sowie Tempoautomatik. Das Arbeiten mit dem 6,5-Zoll-Navigationsgerät von TomTom gestaltet sich über den Touchscreen nicht nur intuitiv, es ist sehr einfach und effektiv. Ein Smartphone ist mit wenigen Handgriffen gekoppelt. Das integrierte Audiosystem mit Bluetooth®- und USB-Schnittstelle erlaubt das Abspielen von MP3 Dateien und der digitale Radioempfang (DAB+) verspricht neuen Klangumfang.

Space Star mit Tom Tom Navigation
Space Star mit Tom Tom Navigation.

Kleinwagen mit großem Laderaum

In Sachen Flexibilität bleibt der Space Star leider ein Kleinwagen, der zwar Rücksitze aufweist und das Sitzen von bis zu fünf Personen erlaubt, aber lange Reisen machen Erwachsenen das Leben im Fond nicht leicht. Das kann und muss er gar nicht verhehlen, denn wer sich für den kleinen Japaner entscheidet, wird ihn ausschließlich im Straßen- und urbanen Verkehr nutzen wollen. Fährt man zu zweit und klappt die Rücksitze komplett um, wächst das Laderaumvolumen auf 912 Liter bis unter das Dach. Beachtet man dabei die Gesamtlänge des Fahrzeuges, ist dies ein beachtlicher Wert. Seine kleinen Chassis-Modifikationen machen sich beim Kraftstoffverbrauch (4,1 Liter im Normtest) und Abgasemission (96 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) bemerkbar. Leider haben wir die Angaben des Herstellers nicht ganz erreicht, aber dies lag wohl generell an unserer etwas sportlicheren Fahrweise.

Umgeklappt mit 912 Liter Laderaum
Umgeklappt mit 912 Liter Laderaum.

Drehfreudiger 3 Zylinder

Sein knurriger 3 Zylinder, 1.2 Liter Benziner mit Start/Stop Automatik und immerhin 59 kW (80 PS) bei 6000 Umdrehungen und einem Drehmoment von 106 Newtonmeter bei 4000 Umdrehungen in Verbindung mit dem abgestimmten Fünf-Gang-Schaltgetriebe machen das Fahren auf der Autobahn ein wenig mühsam. Um so agiler geht er im Stadt-Verkehr. Das gegenüber dem Modelljahr 2015 neu abgestimmte Fahrwerk inklusive der elektrischen Servolenkung erlauben es dem Space Star, sich gerade bei kurvigen Straßenabschnitten selbstbewußt zu bewegen.

Knurriger 3 Zylinder
Knurriger 3 Zylinder.

Tolle Einstiegsmodelle

Das Preisniveau des Japaners startet unterhalb der 10.000 Euro Grenze mit dem 1 Liter Basis-Benziner mit einer Leistungsstufe von 52 kW (71 PS) und einem Fünf-Gang-Schaltgetriebe. Darauf folgt das erste Einstiegsmodell, der „Intro Edition“, bei gleicher Motorisierung. Für einen Aufpreis von € 1.300 sind bereits eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, ein Audiosystem inklusive Radio und CD-/MP3-Funktion, eine Klimaanlage mit Pollenfilter und eine USB-Audioschnittstelle enthalten. Das zweite Einstiegsmodell, der „Intro Edition Plus“, positioniert sich mit den bereits beschriebenen Ausstattungsfeatures über der Ausstattungsvariante „Plus“ mit einem Aufpreis von ebenfalls € 1.300. Das Rund-um-Sorglos-Paket des Space Star ist in der Ausstattung „Top“ mit einem 1.2 Liter Benziner (50 kW/80 PS) und einem CVT-Getriebe bei € 15.390 zu erwerben.

Der Space Star gibt Gas mit seinen Einstiegsmodellen
Der Space Star gibt Gas mit seinen Einstiegsmodellen.
Fazit:

Mitsubishi bietet seinen Kunden mit dem Space Star einen Einstiegs- und Zweitwagen mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis an und legt bis Ende August 2016 eine Sonderaktion drauf. Auf jeden Neuwagen Listenpreis gewähren die Rüsselsheimer einen Preisnachlass von € 2.000.  Beide „Intro“-Ausstattungs-Zusatzpakete sind ab April 2016 beim Mitsubishi Händler bestellbar.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Mitsubishi

Space Star 1.2 MIVEC

Motor R3, Benziner, Turbo
Hubraum 1.193 ccm³
Leistung 80 PS @ 6.000 U/min
Kraft 106  Nm @ 4.000 U/min
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 3.795, 1.665, 1.505   mm
Radstand 2.450 mm
Leergewicht 920 kg
Wendekreis 9,20 m
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 11,7 sec
Normverbrauch 4.1 l/100 km

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[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 4.6 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 4.0 l / 100 km
Außendienst-Modus 5.9 l / 100km

Text und Fotos: Stefan Beckmann

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Stefan Beckmann
Als Quereinsteiger kam ich in die Szene der Mobilität und bin nun seit nunmehr 16 Jahren total infiziert, was das bewerten von Autos und alles was von einem Motor angetrieben wird. Im Laufe diesen Jahres habe ich nun die Möglichkeit bekommen, dies neutral und nicht für einen Hersteller zu tun. Was soll ich sagen ? „Ein tolles Gefühl!“