5x Sonder-Ferraris zum 70sten – Bunte Bande

5x Sonder-Ferraris zum 70sten – Bunte Bande

2017 wird die Marke Ferrari 70 Jahre alt. Das runde Jubiläum nimmt die Sportwagenschmiede zum Anlass, von den fünf Baureihen California T, GTC4 Lusso, F12 Berlinetta sowie 488 Spider und GTB jeweils 70 individualisierte Fahrzeuge zu bauen, die allesamt auf historische Modelle der Sportwagenmarke verweisen. Zum Auftakt dieser Einzelstück-Offensive zeigen die Italiener auf dem Pariser Autosalon (bis 16. Oktober) fünf dieser Fahrzeuge.

Besonders ins Auge fällt bei diesem Quintett ein „The Green Jewel“ genannte 488 Spider. Dieser Frischluftrenner will mit seiner feschen Außenfarbe in Metallicgrün an den 365 P2 erinnern, von dem in den 1960er-Jahren insgesamt sechs Fahrzeuge entstanden. Das britische David Piper Racing Team fuhr mit dem 365 P2 in den Jahren 1965 und 1966 jeweils Siege bei den 9 Stunden von Kyalmi ein. Wie dieser einstige Siegertyp trägt auch der 488 die Startnummer 25. Goldfarbene Leichtmetallräder und ein roter Fahrersitz im sonst schwarz gehaltenen Interieur sind weitere Details dieses Jubiläums-488.

The Green Jewel heißt dieser 488 Spider, der an einen in den 1960er-Jahren vom David Piper Racing Team eingesetzten 365 P2 erinnern soll
The Green Jewel heißt dieser 488 Spider, der an einen in den 1960er-Jahren vom David Piper Racing Team eingesetzten 365 P2 erinnern soll

Ein zweiter offener 488 alias „The White Spider“ ist als Referenz an den von 1953 bis 1955 gebauten Rennwagen Ferrari 375 MM gedacht. Insgesamt wurden von diesem 23 Exemplare als Spider und Berlinetta gebaut – einer von Vignale, 22 von Pininfarina. Unter anderem kamen die Fahrzeuge beim Ferrari-Werksteam und später auch bei anderen Rennställen vor allem in Nordamerika zum Einsatz. In über zehn Jahren fuhren die 375 MM 56 Rennsiege ein. Wie einst einige Original-375 wurde der 488 in Weiß lackiert und mit einem mittig über die Fahrzeuglänge verlaufenden Rallyestreifen in Blau verziert. In diesem Blau ist auch ein wasserdichter und besonders durabler Mycroprestige-Überzug im Innenraum gehalten.

The White Spider ist als Referenz an den von 1953 bis 1955 gebauten Rennwagen Ferrari 375 MM gedacht
The White Spider ist als Referenz an den von 1953 bis 1955 gebauten Rennwagen Ferrari 375 MM gedacht

Beim dritten Auto handelt es sich um einen 488 GTB mit dem Namenszusatz „The Schumacher“. Mit diesem Fahrzeug will Ferrari an den Formel-1-Renner F2003-GA erinnern, mit dem der einstige Rennfahrer Michael Schumacher allein im Jahr 2003 sieben Siege einfahren und sich den Weltmeistertitel sichern konnte. Mit ein paar weißen Akzenten auf der ansonsten roten Außenhaut soll er farblich an den einst erfolgreichen Formel-Boliden erinnern. Der Innenraum finden sich zudem besonders edle Sportledersitze und Carbon-Einleger.

The Schumacher heißt dieser heiße 488 GTB. Er soll an den siegreichen Formel-1-Boliden erinnern, mit dem Michael Schumacher 2003 die F1-Weltmeisterschaft gewann
The Schumacher heißt dieser heiße 488 GTB. Er soll an den siegreichen Formel-1-Boliden erinnern, mit dem Michael Schumacher 2003 die F1-Weltmeisterschaft gewann

Ebenfalls an eine Rennfahrerlegende erinnert der auf einem F12 Berlinetta basierende „The Stirling“. Inspirationsquelle für das Design war der 250 GT Berlinetta SWB, mit dem Stirling Moss 1961 bei der Tourist Trophy als erster durchs Ziel rauschte. Entsprechend seinem historischen Vorbild trägt der Berlinetta eine Sonderlackierung in Indigoblau mit einem weißen Querstreifen über der Motorhaube sowie Startnummerntafeln in den Türen und Hammerschlag-Alu-Applikationen im Innenraum.

Inspirationsquelle für The Stirling war der 250 GT Berlinetta SWB, mit dem Stirling Moss 1961 bei der Tourist Trophy als erster durchs Ziel rauschte
Inspirationsquelle für The Stirling war der 250 GT Berlinetta SWB, mit dem Stirling Moss 1961 bei der Tourist Trophy als erster durchs Ziel rauschte

Beim fünften Spezial-Ferrari handelt es sich um einen California T alias „The Steve McQueen“, dem ein 250 GT Berlinetta aus dem Jahr 1963 als Vorbild diente. Diese nicht für den Renneinsatz konzipierte Preziose schenkte einst die Schauspielerin Neile Adams ihrem damaligen Ehemann Steve McQueen. Wie dieses historische Original wurde auch der California T in dunklem Braun lackiert und mit hellbrauen Masoni-Ledersitzen ausgestattet. (Mario Hommen/SP-X)

The Steve McQueen ist eine Hommage an den 250 GT Berlinetta, den einst Steve McQueen von seiner Frau als Geburtstagsgeschenk bekam
The Steve McQueen ist eine Hommage an den 250 GT Berlinetta, den einst Steve McQueen von seiner Frau als Geburtstagsgeschenk bekam
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SP-X Redaktion

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Markenausblick Mercedes – Die S-Klasse will Weltklasse bleiben

Auch eine S-Klasse kommt in die Jahre. Selbst wenn man ihr das äußerlich nicht unbedingt ansieht. Nach knapp vier Produktionsjahren sieht Mercedes jedoch Bedarf für Veränderungen. Diese sind umso wichtiger, weil zeitgleich im Herbst der neue A8 (Generation D5) auf den Markt kommt, für den Audi eine Menge an Innovationen verspricht.

Die Überarbeitung des Mercedes Flaggschiffs fiel daher nicht gerade knauserig aus: Gesicht neu, Motoren neu, Cockpit neu, Intelligenz neu. „Die Entwicklung war sehr umfassend. Die S-Klasse soll mit einer ganzen Reihe neuer Features und Funktionen technologischer Vorreiter bleiben“, sagt Entwicklungsvorstand Ola Källenius. Das intern „Mopf“ genannte Facelift soll die erfolgreichste Oberklasse-Limousine der Welt für die kommenden drei Jahre weiterhin dort fahren lassen, wo sie auch zuvor fuhr: auf Platz eins.

Sowohl der Siebener-BMW als auch der Audi A8 fahren beim globalen Absatz bislang hinterher. Die meisten S-Klasse-Neuzulassungen werden in China, den USA und Südkorea registriert. Seit Markteinführung im Sommer 2013 sind weltweit über 300.000 Einheiten verkauft worden, 90 Prozent davon mit langem Radstand. Für die 2015 eingeführte Luxusvariante Maybach verzeichnet Mercedes einen Anteil von über zehn Prozent. Die S-Klasse ist im Portfolio der Schwaben eine Lizenz zum Gelddrucken.

Entsprechend spendabel zeigt man sich nun bei der Modellpflege. Allerdings: Ans Blech ging es dem Luxusliner nicht. Dies hätte dann doch zu hohe Kosten bei den Presswerkzeugen nach sich gezogen. Zudem gab es, was das Design angeht, keine Beschwerden aus Kundensicht. Leicht geändert wurden Frontschürze und Scheinwerfer. Innen erhielt die S-Klasse nach Vorlage der eine Nummer kleineren neuen E-Klasse jetzt einen durchgehend großen Bildschirm und ein neues Multifunktionslenkrad. Es enthält die mit der E-Klasse eingeführten Mini-Pads zur Menübedienung und – erstmals bei Mercedes – sitzt im Lenkrad der Tempomat. Der traditionelle Lenkstockhebel gehört damit der Vergangenheit an.

In Sachen Assistenzsysteme und Intelligenz gehen die Stuttgarter Autobauer einen weiteren Schritt in Richtung autonomes Fahren. Der aktive Abstands-Assistent Distronic greift nun auf Kartenmaterial von Here zurück, erkennt Kreisverkehre, Kurven, Kreuzungen und ähnliches und passt automatisch das Tempo an. Die Stärke der Verzögerung hängt davon ab, welcher Modus (Eco, Comfort oder Sport) eingeschaltet ist. Im Stau kann die S-Klasse bis zu 30 Sekunden stehen. In diesem Zeitfenster fährt sie automatisch wieder an. Neu sind zudem die Car-to-X-Kommunikation, das automatische Quer- und Längsparken sowie das selbstständige Ein- und Ausparken, ohne das jemand hinter dem Lenkrad sitzt.

Premiere haben die neu entwickelten Dreiliter-Reihensechszylinder. Der Diesel trägt die interne Bezeichnung OM 656 und leistet 229 kW/313 PS. Zum Vierzylinder OM 654 besitzt er einen hohen Verblockungsgrad, wie Motoren-Entwickler es nennen, wenn viele Gleichteile verwendet werden. Der Zweiliter-Selbstzünder OM 654 hatte voriges Jahr seine Premiere in der E-Klasse W 213. Noch ist nicht entschieden, ob Mercedes sein Flaggschiff in Zukunft erneut auch als Diesel-Mildhybrid S 300 h – dann mit dem OM 654 – anbieten wird. Die alte Version, unter deren Haube noch der OM 651 arbeitete, wurde bereits eingestellt.

Bei den Benzinern dürfte der M 256 einen neuen Maßstab im Segment markieren. Er leistet 299 kW/408 PS und soll, bestückt mit einem 48-Volt-Teilbordnetz mit elektrischem Zusatzverdichter und integriertem Starter Generator (ISG), nicht nur der sparsamste, sondern auch der sauberste Sechszylinder seines Segments sein. Serienmäßig ist ein Partikelfilter an Bord, den, sukzessive, auch die anderen Baureihen erhalten werden, inklusive der Vierzylinder-Modelle. Alle Motoren der S-Klasse sind nun einheitlich mit dem 9-Gang-Automatikgetriebe (NAG3) gekoppelt.

Als weltweit erste Plug-in-Hybrid-Limousine wird der S 500 e mit einem induktiven Ladesystem ausgestattet. Es ermöglicht das kabellose Laden der Batterie, was für den Kunden einen deutlichen Komfortgewinn bedeutet. Das System, es wurde zusammen mit BMW entwickelt, steht allerdings nicht gleich zur Markteinführung zur Verfügung, es kommt voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2018.

Der Verkauf der neuen S-Klasse beginnt diesen Herbst. Neben der Limousine W 222 erhalten auch der V 222 (längerer Radstand), der X 222 (Mercedes-Maybach) und der Maybach Pullmann VV 222 sowie die AMG-Varianten ihre entsprechende Modellüberarbeitung. Zum Ende des Jahres sind dann das Coupé (C 217) und das Cabriolet (A 217) dran. Ob Letzteres auch in nächster Generation die Gruppe der „Dream Cars“ bereichern soll, ist ungewiss. Mercedes plant, sein heutiges Angebot von sechs offenen Autos, auf fünf oder gar vier zu reduzieren. (Michael Specht/SP-X)

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Porsche 911 GT3 – Endlich hat man‘s wieder selbst in der Hand

Mit dem Lifting des Topmodells GT3 schließt Porsche nun die Überarbeitung des Sportwagens 911 ab. Der puristische Leichtbaurenner wird nicht nur optisch und in Sachen Leistung überarbeitet, sondern erhält auch wieder die zuletzt fehlende Handschalter-Option. Die Markteinführung erfolgt Mitte Juni zu Preisen ab 152.000 Euro.

Bei seiner Vorstellung 2013 war der Aufschrei groß, als Porsche den GT3 zwar weiterhin mit Saugmotor vorstellte, aber ausschließlich in Kombination mit einem Doppelkupplungsgetriebe anbot. Dieses wird für den GT3 auch weiterhin zu haben sein, doch optional kann man sich künftig wieder für ein manuelles Getriebe entscheiden.

Darüber hinaus bietet der GT3 künftig etwas mehr Leistung. Der nunmehr bis 9.000 Touren drehende Vierliter-Boxer darf unter anderem dank einer neuen Kurbelwelle und eines neuen Ventiltriebs 368 kW/500 PS statt 350 kW/475 PS mobilisieren. Im Zusammenspiel mit der Automatik absolviert das Coupé in 3,4 Sekunden den 100-km/h-Sprint und erreicht maximal 318 km/h. Die Handschalter-Variante hat beim Sprint mit 3,9 Sekunden das Nachsehen, ist in der Spitze mit 320 km/h aber etwas schneller.

Darüber hinaus hat Porsche das Aerodynamik-Design des GT3 überarbeitet. Der Abtrieb soll sich im Vergleich zum Vorgänger um 20 Prozent verbessert haben. Front- und Heckschürze haben die Stuttgarter zudem optisch leicht modifiziert, ebenso die Heckleuchten, die nun dreidimensionaler geformt sind. Zudem trägt der mächtige Carbon-Heckspoiler künftig schwarz lackierte Seitenblätter. Innen profitiert der GT3 von den allgemeinen Modellpflegemaßnahmen der Baureihe. So ist etwa das aufgefrischte Infotainment-System mit Siebenzoll-Touchscreen mit Online-Funktionen serienmäßig an Bord.

(Holger Holzer/SP-X)