Test: Fiat 500 RIVA

„Leinen los,“ würde der Skipper einer Jacht an sein Oberdeck weiter geben. Der kleine Fiat 500 Riva Italiener fährt als Cabrio in der Sonderedition Riva vor und der Name ist Programm. Der italienische Motorboot-Hersteller und Designer steht für Luxus und ausschweifende Lebensfreude. Mit einer großen Portion „Dolce Vita“ an Bord fährt der Fiat500C selbstbewußt und verkörpert einmal mehr das süße Leben beider italienischer Ikonen in einem Fahrzeug. Bereits 2016 hatte Fiat die Kooperation mit der Riva Bootswerft verkündet und manifestiert so eine langjährige Tradition mit der italienischen Stil- Ikone. Nach den Mode Label DIESEL und GUCCI finden die Italiener diesmal die Verbindung mit dem Bootsbauer aus Sarnico in der Lombardai / Italien. Die lifestylige offen zu fahrende „Knutschkugel“ ist für einen Einstiegspreis von € 21.440 bei ausgesuchten Fiat-Händlern erhältlich und verspricht nicht nur eine Menge Spaß- und Fahrvergnügen.

Testbericht: Fiat 500C RIVA 1.3 16V MultiJet S&S

Frischluft Feeling im Dolce Vita Lifestyle

Fiat 500 RIVA Lifestyle ohne Ende.

Kleiner Fiat als Bestseller

Die Lust, die Leinen vom Ufer zu lösen und in See zu stechen, bringt schon der erste Blick auf den Fiat500C. Die Liebe zum Detail starten die italienischen Designer mit der Exterieurfarbe. Das Yachtblau fällt als erste Symbiose ins Auge. Der „RIVA“-Schriftzug am Kotflügel vorn und das Emblem des 500er in Mahagoni Optik auf dem hinteren Kotflügel bringen uns zum Lächeln beim Gedanken an italienischen Lifestyle. Die proportional großen Felgen und der mindgrüne Doppelstreifen rund ums Fahrzeug stimmen sich gut mit den Exterieur Feinheiten in Chrom ab und lassen den Fiat im Yachtlook souverän auf der Straße stehen. Als sogenanntes „Weltfahrzeug“ verkauft sich der kleine Italiener in über 100 Ländern und markierte bereits vor seiner Neuauflage 2007 die 4 Millionen Grenze. Mit der für Deutschland limitierten Auflage der Sonderedition will der Autobauer aus Turin den Anreiz weiter erhöhen, einen Fiat500 mit Kultcharakter zu erwerben. Dass dies einmal mehr gelungen ist, versprechen die Verkaufszahlen des Fiat500. Rund 200.000 mal ging der Fiat Cinquecento inklusive seiner „Brüder“ 500X und 500L an Käufer in Deutschland raus.

Ein schmaler Grad vom Boot zum Auto.

Interieur mit viel Holz und Leder

Nach Öffnen der Fahrertür wirkt die hellbeige Lederausstattung in Kombination mit Holz Applikationen und weiteren kleinen Details äußerst elegant und bringt uns gleichzeitig gedanklich wieder an die italienische Riviera. Fahrer- und Beifahrersitz mit blau aufgesticktem „RIVA“-Logo geben uns bequemen Halt. Die Haptik der im Innenraum genutzten Materialien wirkt durchweg anmutend. Das Armaturenbrett, ein Mix aus Mahagoni und Ahorn, reiht sich ins Detail verliebte Erscheinungsbild ein. Keine Überladung durch unnütze Bedienelemente wie bei dem einen oder anderen Mitbewerber. Beim Starten des RIVA begrüßt uns der Schriftzug im meerblauen Hintergrund der Tempoanzeige. Das digitalisierte Display gibt uns die relevanten Informationen auf einen Blick. Das als Schaltzentrale in der Mitte des Armaturenbretts sitzende Fiat „Uconnect-System“ mit seinem Sieben-Zoll-Touchscreen verbindet die Informationen der Navigation, DAB Radio und Smartphoneanbindung inklusive verschiedener Livedienste wie „Deezer“, „Tuneln“, „ReuterNews“, „Facebook“, „Twitter“ und andere Tom Tom Applikationen. Hier trifft Fiat den Nerv der Zeit gerade bei unseren jüngeren Testern, die voller Begeisterung im Auto nichts vermissen. Selbst die Soundanlage mit dem „Beats Soundsystem“ zeigt, dass die Italiener gerade die jungen Käufer ansprechen. Eine positive Ansprache an Jung und Alt bleibt immer wieder sein elektrisch zu öffnendes und schließendes Stoffverdeck. Es lässt sich vollständig nach hinten fahren und schützt auch während der Fahrt gegen Seitenwind, weil nur die mittlere Fläche beweglich ist. So fühlen wir auch nach längerer Fahrt nicht, dass wir offen gefahren sind. Die Ingenieure aus Turin geben dem Verdeck drei voreingestellte Stufen. Unangenehm wird es nur, wenn das Verdeck nach hinten gefahren durch den Windfänger gestört wird. Abhilfe schafft hier eine zusätzlicher Hebel am Dachanfang, der manuell zu bedienen ist. Im Gesamtpaket ist alles stimmig, wobei Fiat die Bootsmarke mit vielen Einzelheiten stilvoll auf die Straße bringt.

Viel Holz und Leder mit Eleganz.

Kleinwagen mit Diesel (Klein-) Power

In Sachen Flexibilität bleibt der Fiat 500C ein Kleinwagen, der zwar Rücksitze aufweist, die aber eigentlich nur von Kleinkindern genutzt werden können. Das kann und muss er auch nicht verhehlen. Fährt man zu zweit und klappt die Rücksitze im Verhältnis 50:50 um, wächst das Laderaumvolumen und gibt Raum für genügend Gepäck, um die Urlaubsreise zum Beispiel nach Italien anzutreten. Seine immer wieder neu optimierten Werte machen sich beim Kraftstoffverbrauch (3,4 Liter im Normtest) und Abgasemission (89 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) bemerkbar. Leider haben wir die Angaben des Herstellers nicht ganz erreicht, aber dies lag wohl generell am Fahrspaß und dem sprichwörtlichen Ritt auf der Kanonenkugel. Sein 1.3 Liter MultiJet Diesel mit Start/Stop Automatik und ausreichenden 70 kW (95 PS) bei 4.000 Umdrehungen und einem Drehmoment von 200 Newtonmeter bei 1.500 Umdrehungen in Verbindung mit dem abgestimmten Fünf-Gang-Schaltgetriebe machen das Fahren auf der Autobahn sowie im urbanen- und Stadt-Verkehr gleichermaßen zum permanenten Vergnügen. In Verbindung mit den großen Rädern erfahren wir eine ruhige Straßenlage, wobei er Unebenheiten gut abfedert. Beim Beschleunigen aus dem 2. und 3. Gang findet der Diesel allerdings nur mit viel Gaszufuhr einen akzeptablen Durchzug. Gerade wegen des kurzen Radstandes sind wir erwartet sportlich in der einen oder anderen Kurve unterwegs und die kleinen Fahrzeugmaße machen das Parken zur stressfreien Zone. Ein absolutes Plus für die doch eher urbane Yacht.

Den Kleinen zieht es immer ans Wasser.

Die RIVA Version immer etwas teurer

Die Preise innerhalb der Fiat 500 Famiglia starten bei € 12.590 mit dem 500 POP (1.2 Liter Benziner). Für die Sondermodelle des Kult Italieners mit Stoffverdeck sind allerdings die Preise unterhalb der 20.000 Euro Marke tabu. Mit 21.440 Euro startet der „offene“ RIVA und dem 1.2 8V Benziner (51 kW/ 69 PS) auf dem deutschen Markt. Der von uns getestete 500C RIVA mit dem 1.3 16V MultiJet Diesel (70 kW / 95 PS) schlägt mit einem Listenpreis von 24.890 Euro zu Buche. Seine Serienausstattung liest sich dafür mit Features wie „Follow-me-Home“-Lichtfunktion, Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Instrumentenanzeige als 7-Zoll-Farbdisplay, Parksensoren vorn, Sieben Airbags, Electronic Stability Control (ESC) mit Antriebsschlupfregelung (ASR), Motorschleppmomentregelung (MSR) und Anfahrhilfe am Berg (Hill Holder) sehr lang. Unser Testwagen stellte uns außerdem folgende Sonderausstattung zur Verfügung: Bi-Xenon-Scheinwerfer (900 Euro), Parksensoren hinten (350 Euro), Automatisch abblendender Innenspiegel (150 Euro), Hifi-System Beats Audio (590 Euro) und Uconnect Navigationssystem (600 Euro).

Die kleinste Yacht der Welt.

Fazit: Die kleinste Yacht der Welt, so wirbt Fiat, fährt mit Berganfahrhilfe und 7 Airbags sicher durch den Alltag. Serienmäßigen Xenonscheinwerfern erhellen den Weg. So sind weder Leuchttürme noch Bojen nötig.

Fiat

500 RIVA 1.3 MultiJet

Motor Diesel
Hubraum 1.248 ccm³
Leistung 70 PS @ 4.000 U/min
Kraft 200 Nm @ 1.500 U/min
Getriebe 5-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

Abmessungen und Fahrleistungen

Länge, Breite, Höhe 3.571, 1.892, 1.488   mm
Radstand 2.300 mm
Leergewicht 1.095 kg
Wendekreis 10,8 m
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 10,7 sec
Normverbrauch 3.4 l/100 km

Verbrauch im Test

Alltagsfahrer 4.2 l / 100 km
Öko-Experte 3.7 l / 100 km
Außendienst-Modus 4.5 l / 100km
Text: Jan-Niklas Eickhoff und Stefan Beckmann, Bild: Anke Eickhoff, Stefan Beckmann und Hersteller (FCA Germany AG) - Beitragsbild: Hersteller (FCA Germany AG)

 

Aktuelle Suchanfragen:

Erste Fahrten: 60 Jahre Fiat 500

Die Fiat 500 Familie im Fahrbericht

Alter schützt vor Lifestyle nicht

Will man die Charakteristik eines A-Segment-Fahrzeugs oder neudeutsch „City-Car“ beschreiben, gibt es hierfür nur ein Wort und eine Zahl: FIAT 500. Der bereits seit 1957 in den Bestellbüchern des Turiner Autobauers gelistete Kleinwagen beging am 04. Juli diesen Jahres sein historisches 60-jähriges Jubiläum. Immer wieder mit unterschiedlichen Antrieben und Konzepten modifiziert, machte Fiat 2007 einen Schnitt und vermarktet den Kleinen aus Italien als neuen Fiat 500. Als eines der „Weltfahrzeuge“ verkauft sich der 500er in über 100 Ländern dieser Erde und markierte bereits die 2.000.000 Marke der Verkaufszahlen. Nimmt man die verkauften Einheiten seiner älteren Modelle, kommt die Marke Fiat auf etwas mehr als 6 Million Fahrzeuge, die die unterschiedlichen Produktionsstätten verlassen haben. Hauptabnehmer in Europa ist der deutsche Markt. Hier verkaufte sich der neue Fiat Cinquecento seit 2007 inklusive seiner „Brüder“ 500X und 500L rund 200.000 mal. Mit einigen Sondermodellen, unter anderem beim großen 500L mit den Linien „Urban“, „Cross“ und „Wagon“, will Fiat diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben.

Kleiner Lifestyler aus Italien mit und ohne Verdeck.

Generell stehen italienische Marken für Lifestyle und Dolce Vita. Der Italiener gilt als sehr modebewußt und detailverliebt. Demnach konzipierten und produzierten die Turiner Autobauer 1957 als Nachfolger eines ihrer von 1936 – 1955 verkauften Fahrzeuge, dem Fiat 500 „Topolino“, den Fiat 500 „Nuova“. Die viersitzige „Knutschkugel“ begeistert heute wie damals mit ihrem Charme der „Sixties“. So richtet sich auch die diesjährige Kampagne des Konzerns aus und verpackt dies in einen Werbefilm mit Adrian Brody, wie schon zum Sondermodell des 500 Riva. Der Oscar-Preisträger fühlt sich in die Zeit der 60iger Jahre zurückversetzt. An Details aus Chrom in Kombination mit Komfort Features der heutigen Zeit wird dort nicht gespart. So definiert sich der kleine Italiener seit seinem Produktionsstart. Aufgepeppt mit immer wieder neuen Accessoires und Farben für das Interieur und Exterieur. Nach dem „Reset“ im Jahr 2007 findet der Fiat 500 immer wieder neue Kooperationspartner aus der Mode oder anderer branchenfremder Industrie. Das waren in den vergangen Jahren unter anderem die Modelabel „Gucci“ und „Diesel“. Seit letztem Jahr bedient man sich der Designelemente aus dem Bootsbau. Mit dem „RIVA“ verbinden beide Firmen die Eleganz und die Sportlichkeit ihrer Unternehmen. Für einen kleinen Rückblick auf die Feierlichkeiten und natürlich einen Ausblick in die Zukunft sowie kurze Testfahrten lud der FCA Konzern in die bayrische Landeshauptstadt München ein.

Dolce Vita mit dem Fiat 500.

Fahrzeug mit Anpassungspotential

Wirken Exterieur und Interieur permanent erneuert, so passt man die Komfortpunkte wie Fahrerassiatenzsysteme oder Konnektivität über Apple CarPlay oder Android Auto dem Mainstream an. Für den Kunden ist optional das Fiat bekannte System UnconnectTM Link wählbar, das mittels eines Touchscreen mit sieben Zoll Bildschirmdiagonale gesteuert wird. Dort sind die Smartphone Anbindungen für Apple und Android Gerät integriert. Das Navigationssystem kann dann weiter eingebunden werden. Die Sicherheitsfeatures beschränken sich auf das City-Notbremssystem, den Spurhalteassistenten mit aktiver Lenkunterstützung sowie den Totwinkel-Assistenten. Bei der Motorenpalette wird die Qual der Wahl nicht allzu groß, denn mit insgesamt drei Aggregaten stellt sich der kleine 500er puristisch auf. Zwei Benziner mit 1.2 Liter und 51 kW (68 PS) und 0,9 Liter mit 63 kW (84 PS) und 77 kW (105 PS) sowie der 1,3 Liter Diesel mit 70 kW (95 PS) stehen dem Jubilar sowohl in Verbindung mit einem Start&Stopp-System und Fünf-Gang-Schaltgetriebe als auch mit einem Automatikgetriebe zur Verfügung. Bei so viel italienischem Lifestyle ist mehr Motor auch nicht nötig.

Großer Bruder 500L.

Fiat 500 mit bis zu sieben Sitzen

Anders als der kleine Bruder kommt der große 500L daher. Fünf Jahren nach seiner Premiere wird er nun runderneuert auf den Markt geschickt. Gestreckt und gezogen bietet der 500L eine optimale Raumnutzung mit zweckmäßiger Funktionalität für kleine und große Familien. Im Vergleich zum Vorgänger wollen Fiats Ingenieure 40 Prozent aller Bauteile erneuert haben. Rein optisch reicht uns dies leider nur zu einem Facelift. Dennoch selektieren die Italiener ihren „Großen“ nun in drei Charakteristika mit den Zusätzen „Urban“, „Cross“ und „Wagon“. Der „Urban“ soll Kunden bedienen, die das Fahrzeug ausschließlich für den Verkehr in der Stadt nutzen wollen. Für Kunden, die auch mal abseits der Straße unterwegs sein wollen, kann der „Cross“ genutzt werden. Ausgestattet mit einem Unterfahrschutz vorne und hinten und Flankenschutz bei 25 Millimeter erhöhter Bodenfreiheit ist er auch für die Schotterpiste bestens geeignet. Die Großfamilie mit bis zu sieben Mitgliedern würde dann gerade richtig passen für die letzte Variante des 500L, dem „Wagon“. Das eindeutige Plus aller drei Varianten liegt zweifelsohne in der Kapazität ihres Kofferraumes. Während „Urban“ und „Cross“ als ausschließliche Fünfsitzer bei voller Bestuhlung noch 455 Liter fassen, nimmt der „Wagon“ bis zur zweiten Sitzreihe sogar noch 638 Liter auf. Mit der dritten Sitzreihe sind es dennoch 415 Liter. Fallen die Rücksitze, laden die Fünftürer 1.480 Liter zu und der Siebensitzer satte 1.784 Liter. Wie seine Brüder der 500er Familie ist auch der 500L mit zeitgemäßen Konnektivitäts Systemen sowie den Fahrerassistenzsystemen ausgestattet.

Aus eins mach`drei – 500L Urban, Cross und Wagon.

Von Benzin bis Erdgas

Seine Motorenpalette spannt der 500L unter der Emissionsnorm Euro 6. Sie umfasst zwei Benziner mit drei Leistungsstufen sowie zwei Turbo Diesel mit je einer Leistungsstufe. Die Benziner stehen in der Liste mit einem 1.4 Liter Aggregat, das als Sauger 70 kW (95 PS) und als T-Jet 88 kW (120 PS) auf die Kurbelwelle bringt. Der 0,9 Liter TwinAir Turbo produziert hingegen ganze 77 kW (105 PS). Das Dieselangebot rundet das Motorenportfolio mit dem 1,3 Liter MultiJet bei 70 kW (95 PS) und dem 1,6 Liter MultiJet bei 88 kW (120 PS) im vollen Maße ab. Optional kann der 1,3 Liter MultiJet mit einem automatisierten Dualogic-Getriebe ausgestattet werden. Darüber hinaus ist ein bivalentes Triebwerk verfügbar. Der TwinAir-Zweizylinderturbo kann wahlweise mit Benzin und dem effizienten Erdgas (CNG) ausgerüstet werden. Im CNG-Betrieb beträgt die Gesamt-Leistung 59 kW (80 PS).

Der 500L kann auch abseits der Straße.

Start unter 13.000 Euro

Die Preisgestaltung aus Turin gestaltet sich generell sehr moderat. Startet der kleine 500 mit der Ausstattung „POP“ bei 12.590 Euro, bekommt man den sehr bullig wirkenden 500X mit der Variante „POP“ bereits bei 16.290 Euro. Den Start beim 500L macht die Variante „POPSTAR“ mit einem Einstieg bei 16.490 Euro. Die Basisversionen aller drei Varianten des 500er sind bereits ohne Kompromisse ausgerüstet. Über die mittlere Ausstattungslinie „POP STAR“, dessen Preise bei 13.490 Euro, 18.590 Euro (beim 500X) und 17.990 Euro (beim 500L) einige Features mehr auflistet, enden die Topvarianten mit einem Rund-um-Sorglos-Paket. Das resultiert beim 500 in der Linie „LOUNGE“ bei 15.100 Euro und 20.890 Euro beim 500X, sowie 18.490 Euro beim 500L.

Sieht gar nicht aus wie 60 Jahre.

Fazit: Die 500er Familie scheint mit ihren verschiedenen Derivaten jeden Kunden bedienen zu können. Dabei kommen sowohl Raumvolumen, Nutzwert und vor allen Dingen der italienische Lifestyle nicht zu kurz. Nach gut 60 Jahren wird die Erfolgsgeschichte des kleinen großen Italieners bei gleichem Design in jedem Fall weitergehen.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Aktuelle Suchanfragen:

Abarth 124 Spider – Kleines Herz, große Töne!

Ein klassischer Roadster: Lange Haube, kurzes Heck, spartanische Ausstattung, ein knochentrockenes Fahrwerk und vor allem eines Heckantrieb! Dazu eine knackige Handschaltung und ein Sound, der sofort klarmacht, dass es sich hierbei um ein richtiges Spaßmobil handelt. Nun, der Abart 124 Spider erfüllt nahezu alle dieser Attribute. Nur mit der knackigen Handschaltung ist es nicht weit her: Zwar kommt der kleine Italienische Roadster in Kriegsbemalung serienmäßig mit einer tollen Handschaltbox, doch der Testwagen verfügte über eine Automatik. „FAIL!“, werden viele schreien. Aber ist dem in Zeiten des beliebten DSG und nahezu perfekt arbeitender Automaten wirklich so? Read more

Aktuelle Suchanfragen:

Weltpremiere in Sárnico / Italien: Fiat 695 Rivale

Motorsport trifft auf Designer Werft
Kleiner Italiener mit ganzen 180 Pferdestärken.

Bereits im letzten Jahr hatte Fiat die Kooperation mit der Riva Bootswerft verkündet und so die langjährige Tradition mit kleinsten und italienischen Stil Ikonen gepflegt. Nach den Mode-Labeln DIESEL und GUCCI fanden die Italiener diesmal eine Verbindung mit dem Bootsbauer aus Sarnico in der Lombardai / Italien. Ein Jahr später folgt nun die Symbiose beider sportlichen Linien mit dem 695 Abarth Rivale und der zum 175 jährigen Jubiläum aufgelegten Yacht  56’ Rivale. Sowohl Carlo Abart als auch Carlo Riva stehen hier für ihren Leitspruch: „an ordinary into something extraordinary“. Das Unternehmen Abarth, das 1949 gegründet wurde und seit 1971 als Tuner für Fiat viele Erfolge aufzuweisen hat, veredelt zusammen mit Riva den Cinquecento, um die Anhänger des Motorsports zu bedienen. Für Carlo Riva verkörpert dies das gewisse „Dolce Vita“ Italiens. Der kleine italienische Sportler soll zunächst in einer limitierten Auflage von je 175 Stück (geschlossen und als Cabrio) mit echtem Mahagoni am Armaturenbrett, zweifarbigem Leder (Schwarz / Blau) im Interieur, zweifarbigem Chassis und vielen kleinen Details aus dem Bootsbau loyalen Kunden angeboten werden. Unterstützung findet er dabei im Werbe Clip mit seinem Pendant zu Wasser. Erste Auslieferungen werden in Deutschland für den kommenden Herbst erwartet. Abhängig von der Nachfrage wird dann über die Weitervermarktung einer „normalen“ Linie nachgedacht, die bereits in den Startlöchern steht.

Die Liebe im Detail, Fiat !
Motorsport pur im Innenraum.

Fiat 695 Rivale – Bolide mit Eleganz

Rund 90 Kilometer vor den Toren Mailands liegt am Largo d’ Iseo die Bootswerft RIVA. Fiat präsentiert seine Kooperation zwischen seinem getunten Bestseller, dem Fiat 695 Rivale, und dem Traditions-Bootsbauer einigen ausgesuchten Medienvertretern aus Europa. Noch ist sowohl der Eingang zur Präsentationshalle der Autos als auch zu der Wasserbühne geschlossen. Dies passiert alles auf dem Firmengelände der für ihre mit Mahagoni gefertigten Rennboote bekannten Werft. Wie schon im letzten Jahr angesprochen, war die Aufgabenstellung an die Ingenieure des Autotuners und des Designers der Werft nicht leicht. Das aus dem Schiffsbau bekannte Mahagoni Holz sollte mit gleicher Eleganz und Sportlichkeit auch das Armaturenbrett des kleinen 695 Boliden zieren.

Exklusive Bootswerft am See in Sarnico – RIVA.
Neuentwicklung aus dem Hause Riva – 56′ Rivale.

Skorpion mit der Lizenz zu begeistern

Was genau versteckt sich nun unter der Haube und im Interieur des Skorpions aus Italien ? Die neue Yacht der Werft diente dabei zumindest beim Chassis schon mal Pate. Die „56’ Riva“ Yacht trägt ein spezielles Silber und Blau mit der  mind grünen Farbnuance, die sich im 695er wiederfindet. Die spezielle Kombination der schwarz/blauen Ledersitze und das Mahagoni Holz nahm man auch hier als Anleihe der neuesten Yacht von Riva. Die Zusammenstellung der Technik unter der Haube der Rennsemmel lag einzig in der Verantwortung der Abarth Ingenieure. Das Resultat kann sich zwar im Moment „nur“ sehen lassen, aber es klingt zumindest schon mal nach Motorsport. Den 695 Rivale wird ein 1.4 Liter T-Jet Benziner mit 180 Pferdestärken antreiben. Das macht ein Gewicht von 5,9 Kilogramm pro PS aus, das den kleinen Italiener in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h bringt. Serienmäßige ausgestattet wird der Rivale mit einem „Active Dual Mode“ Akrapovič Auspuff, Brembo Bremsen und Koni Stoßdämpfern. Optional erhältlich sind unter anderem Parksensoren hinten, Xenon Frontscheinwerfer und das von Abarth entwickelte D.A.M (mechanical limited slip) Differential. Die finalen Preise liegen ab einem Listenpreis von ca. € 28.000 bei der geschlossenen Version und  30.000 Euro beim Cabrio. Der konkrete Verkaufsstart beider Karosserievarianten inklusive der Sonder Edition 175 Anniversary ist noch für dieses Jahr terminiert.

Rennsemmel mit eleganten Ambitionen.

Fazit: Mit der Kombination des Rivale aus dem Abarth Stall und den Designern der traditionellen Bootswerft setzt Fiat einmal mehr auf Emotion und Fahrspaß. Dies darf gerade in der heutigen Zeit bei all`den Skandalen rund um die Autobauer dieser Welt nicht vergessen werden.

Text und Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (FCA Germany AG), Titelbild: Hersteller (FCA Germany AG)

Aktuelle Suchanfragen:

Test: Fiat Spider 124

Mit dem 124 Spider bietet Fiat seit Mitte 2016 seine offen zu fahrende Ikone nach mehr als drei Jahrzehnten Pause wieder zum Kauf an. Allerdings sparen sich die Autobauer aus Italien die Hälfte der Entwicklungs- und Produktionskosten und lassen ihren Roadster zusammen mit dem neuen Mazda MX5 in Hiroshima (Japan) bauen. Mit kleinen, aber feinen kosmetischen Korrekturen repräsentiert der offene Fiat nun die Marke weltweit als eleganten, aber sportlich agilen Roadster. Dass die Korrekturen nur minimal ausgefallen sind, verdankt der Lifestyle Zweisitzer seiner Fan- und Kundengemeinde. Dafür startet der Offene mit dem Fahrzeug angepassten Komfortfeatures, einem manuell zu öffnenden und schließenden Stoffverdeck mit acht verschiedenen Außenfarben und drei verschiedenen Lederbezügen. Um der Sommersonne entgegen zu fahren, haben die Italiener eine übersichtliche Palette aus Motoren- und Antriebsvarianten geschnürt. Den Einstieg findet die Stil-Ikone bei € 24.990

Testbericht: Fiat Spider 124 Lusso

Wiedergeburt einer Frischluft Ikone
Nach drei Jahrzehnten wieder auf dem Markt.

Um ein sportlich elegantes Design noch attraktiver zu gestalten, bedarf es Feinheiten, dachte man sich bei den Designern von Centro Stile in Turin. Aufgabenstellung war es, Elemente des Vorgängers von 1966 mit den Bedürfnissen der heutigen Kunden zu verbinden. Dass dies mit einem Chassis gelungen ist, das zeitlos, aber doch mit viel Präsenz daherkommt, darüber sind wir uns einig beim ersten Rundgang um den neuen Testwagen. Dabei sind es nicht nur die Merkmale der Front mit dem oberen Hexagon-Kühlergrill und dem Grillmuster sowie die Hutzen (Powerdoms) an der Fronthaube, es sind die Seitenführungen des Wagens, die uns ins Schwärmen bringen. Die Änderungen zum Urahn gestatten dem Fahrzeug, in Gänze breit und flach auf der Straße zu stehen. Nicht sichtbare Modifikationen bei der Verstärkung der Karosserie für den Fall eines Unfalls sind selbstverständlich. Wichtig waren die geraden Träger und eine möglichst durchgängige Rahmenstruktur, der es speziell bei Cabriolets mit Frontmotor und Hinterradantrieb bedarf, wie es der Spider ist. Im Falle eines Frontalaufpralls verteilt die von Fiat entwickelte „Multi-Load-Path“-Struktur der Karosserie die Aufprallenergie in zwei Richtungen. Die Energie wird entlang der Seitenschweller, B-Säulen und des Tunnelabschnitts abgeleitet, um das Risiko einer Deformation der Fahrgastzelle zu reduzieren.

Auch für die Fahrt zum Picknick allzeit bereit. 

Auf Sound wird nicht verzichtet

Fahrer- und Beifahrersitz sind klassisch manuell einzustellen, bieten aber dennoch einen komfortablen Seitenhalt. Für Beinfreiheit ist ausreichend gesorgt, was ein entspanntes Cruisen zu zweit möglich macht. Instrumenteneinheit und Bedienung sind bereits beim ersten Eindruck selbsterklärend, wirken nicht überladen, doch sehr informativ. Das optionale Infotainment-System präsentiert ein 7-Zoll Touchscreen-Display in der Mitte des Armaturenbretts als Blickfang. Lieferumfang des Systems sind AM/FM-Radio, HD-Radio, MP3-Player, zwei USB-Anschlüsse, AUX-Eingang, sechs Lautsprecher, Multimedia-Steuerung, Bluetooth-Verbindung, Rückfahrkamera und ein 3D-Navigationssystem. Die Spracherkennung macht es uns möglich, das Mobiltelefon, Musik und Navigationssystem durch Freisprechen zu bedienen. Das Versenden von Sprachnachrichten (Voice Text Reply) ist gemäß der italienischen Ingenieure mit einem kompatiblem Mobiltelefon selbstverständlich. Für eine ausgezeichnete Klangqualität, auch bei offenem Verdeck, sorgt das Bose® Premium Sound-System mit neun Lautsprechern, einschließlich zweifacher Kopfstützenlautsprecher pro Sitz sowie einem Subwoofer, was uns als semiprofessionelle Musiker natürlich freut. Das Manövrieren beim Parken und schnellem Lastwechsel des etwa vier Metern langen Fahrzeuges ist über die direkte und präzisen Lenkung sehr leicht, auch wenn der Blick über die Motorhaube ein langer ist. Darüber hinaus erhalten wir eine gute Rückmeldung auf Geraden und in langgezogenen Kurven gleichermaßen. So macht der 124 Spider nicht nur beim Geradeauslauf eine sehr gute Figur.

Der Spider kann auch im urbanen Verkehr überzeugen. 

Spritsparen durch Cruisen

Auf dem Fahrersitz Platz genommen und den Startschalter des Spider gedrückt, hört man den 1.4 Liter turbogeladenen MultiAir Vierzylinder mit seinen 103 kW (140 PS) knurrig brummen. Das Sechs-Gang-Schaltgetriebe bringt den etwas mehr als 1.100 Kilogramm wiegenden Roadster mit sehr viel Kraft in Bewegung. Das gut abgestimmte Fahrwerk mit der Doppelquerlenkerachse (mit Stabilisatoren) vorn und der Mehrlenkerachse (mit Stabilisatoren) hinten beweist ein um das andere Mal seine Leistungsfähigkeit beim Neutralisieren von Straßenunebenheiten gerade im urbanen Verkehr. Die Settings des Spider geben uns die Möglichkeit, das Fahrzeug agil und zielsicher durch den Verkehr zu manövrieren. Der Roadster zeigt bei schnellerer Fahrt merklich mehr Stabilität bei Lastwechseln. Der vom Hersteller angegebene Normverbrauch von 6,4 Litern auf 100 Kilometern ist in der Praxis in jedem Fall zu schaffen, denn beim Cruisen ist das Einsparen von Kraftstoff immer möglich. Wir meinen: für dieses Fahrzeug: ein bemerkenswert kleiner Schluck aus der Benzinflasche. Der Antrieb des in Japan produzierten Cabrios liefert dagegen magere 240 Newtonmeter Drehmoment bei 2.250 Umdrehungen pro Minute. Die Kraftentfaltung lässt den Spider in 7,5 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. In der Spitze sind gemäß Hersteller bis zu 217 km/h drin.

Markantes zeitloses Äußeres mit 140 PS Benziner.

Roadster mit kleinen Helferlein

Die Turiner arbeiteten bei der Neuauflage des 124 Spider nicht nur an der Performance des Fahrzeuges. Es wurden die bereits zum Standard eines Mittelklasse Fahrzeuges üblichen Komfortfeatures gleichermaßen überarbeitet und optimiert. Das Paket umfasst Adaptive Frontscheinwerfer AFLS, eine Aktive Motorhaube, eine Automatische Leuchtweitenregelung, Tagfahrlicht, Elektronische Überschlagsvermeidung (ERM), eine Elektronische Fahrzeuginformationszentrale (EVIC), ein Schlüsselloses Enter’n-Go-System, eine Mechanische Feststellbremse, ein ParkSense-Rückparkassistent-System, eine ParkView-Rückfahrkamera sowie Scheibenwischer mit Regensensoren. Geschlossene Fahrten bis zur Höchstgeschwindigkeit sind akustisch absolut machbar. Beim Öffnen des Verdecks faltet sich das Softtop klein zusammen und legt sich auf der Karosserie ab, dient so zugleich als Persenning.

Ausstattung, einfach aber komfortabel.

Puristischer Preis

Der 124 Spider, den Fiat mit nur einer Benzin Motorisierung anbietet, ist ab einem Preis von 24.990 Euro zu haben. Dafür bieten die Italiener einen 1.4-Liter Benziner mit 140 PS und Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Zur Basis Ausstattung setzt Fiat noch ein Upgrade, die Ausstattung „Lusso“ ein. Der Aufpreis von 2.000 Euro beinhaltet unter anderem Ledersitze, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, einen Überrollbügel in Aluminium Optik sowie elektrisch verstellbare Außenspiegel. In der zweiten Ausstattung kann der Roadster zudem mit einem Automatikgetriebe kombiniert werden.

Legenden aus unterschiedlichen Zeitaltern.

Fazit: Der 124 Spider Roadster von Fiat steht für Emotion, Lifestyle und sportliche Eleganz. Auf die gewohnte italienische filigrane Verarbeitung der Materialien muss im offenem Zweisitzer nicht verzichtet werden. So erhält der Kunde das Rundum-Sorglos-Frischluft-Feeling einer Stil-Ikone.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Fiat

Spider 124 Lusso

Motor R4, Super Benzin
Hubraum 1.368 ccm³
Leistung 140 PS @ 5.000 U/min
Kraft 240  Nm @ 2.250 U/min
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Hinterradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.075, 1.740, 1.230   mm
Radstand 2.310 mm
Leergewicht 1.125 kg
Wendekreis 9,4 m
Höchstgeschwindigkeit 217 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 7,5 sec
Normverbrauch 6.4 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 6.3 l / 100 km
Öko-Experte 5.9 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.6 l / 100km

[notification type=“notification_info“ ]Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (FCA Germany AG) – Beitragsbild: Hersteller (FCA Germany AG)[/notification]

[/toggle]

Aktuelle Suchanfragen:

Fahrbericht: Oben ohne mit dem neuen Fiat 124 Spider

Also als erstes muss ich mal eine Warnung aussprechen. Cabrio fahren ist nicht ungefährlich. Ohne den nötigen Sonnenschutz sieht man schnell aus wie ein gekochter Hummer und unschuldige Kollegen werden einfach mal origamiartig zusammengefaltet. Doch natürlich tut das dem Spaß keinen Abbruch. Die Tour mit dem neuen Fiat 124 Spider sollte in der Stadt der Liebe beginnen. Und auch wenn in letzter Zeit in Paris davon nicht viel zu spüren war, wollten die Italiener wenigstens mit ihrem Temperament und der Liebe für ihre Autos ein Licht in die derzeit dunklen Zeiten vor Ort bringen. Petrus meinte es ebenfalls gut, denn er bescherte uns einen herrlich sonnigen Frühlingstag. Nach einem sehr französischen Lunch, bei dem die Mägen nicht besänftigt werden konnten, stellten wir uns der neuen Schöpfung Fiats. Hier lässt der italienische Autohersteller die guten alten Zeiten wieder aufleben. Das Design von 1966 ist zurück, doch nur äußerlich erinnert der Roadster an vergangene Epochen, denn unter der Haube zeigt er sich von seiner modernsten Seite.

Schwulstes Auto des Jahres 2017?

Seit 2005 wird diese Auszeichung von Ledorga vergeben, einer französischen Organisation homosexueller Autofreunde. Für den European Gay Car Award fragt Ledorga seine Mitglieder nach ihrer Meinung und siehe da: Der neue Fiat 124 Spider ist wohl das schwulste Auto des Jahres 2017. Doch das ist absolut nicht als negativ zu betrachten. Ganz im Gegenteil. Zeugt das Fahrzeug offensichtlich von gutem Stil, Style und Sexyness. Seine sportliche Ausdrucksstärke hat wohl einen starken visuellen Eindruck hinterlassen. Klar. Hier geht es ja auch um sehen und gesehen werden. Und das kann der Fiat 124 Spider. Er ist wirklich eine Augenweide. Die klassische Front erinnert an seine Anfänge im Jahre 1966. Eine schlanke Linienführung zaubert eine schöne Silhouette und die langgezogene Motorhaube prägt den sportlichen Charakter. Wahrlich verführerisch, auch beim Interieur geht es direkt weiter. Schöne Details um das teils digitalisierte, teils analoge Armaturenbrett, ergeben eine Mischung aus Klassik und Moderne.

Hochwertiges Leder schmiegt sich sowohl ans Lenkrad als auch an den Schaltknauf. Exklusive Ledersitze mit Kontrastnähten mit niedriger Sitzposition und stabilem Seitenhalt füllen das Fahrzeuginnere. Schön sind sie, doch leider nichts für längere Autofahrten. Der Popo-Meter schlägt hier schnell Alarm. Doch wer es ein wenig härter mag, ist gut aufgehoben. Der Kofferraum ist ebenfalls nichts für längere Touren. Mit einem Volumen von nur 140 Liter war er mit zwei Handkoffern und einem Rucksack kaum noch zu schließen. Ebenfalls gibt es im Innenraum so gut wie keine Ablagen. Flaschen- oder Becherhalter? Fehlanzeige. Einzig ein Mini-Handschufach in der hinteren Mittelkonsole bietet ein wenig Stauraum. Ansonsten steht, pardon, sitzt man da mit seiner Flasche, seinem Handy oder was man sonst so verstauen möchte, allein. Eine Reduktion auf das Wesentliche ist hier erforderlich. Oder man nimmt sich einen Lieferdienst, der einem alles stets hinterher fährt.

Ein 7“-Touchscreen-Display mit integriertem DAB-Radio, die obligatorische Bose-Soundanlage mit in den Kopfstützen integrierten Lautsprechern, W-LAN- und Bluetooth®-Verbindung inklusive USB-Anschlüssen und AUX-IN sorgen neben der Straßenführung für die musikalische Unterstützung bei unserer Tour von Paris nach Deauville. Entlang der Seine. Oben ohne, versteht sich. Mein Mitfahrer hat hier allerdings das Nachsehen. Mit seinen 1,93 Meter ist er für den neuen Fiat 124 Spider leider nicht geschaffen. Ein Origami-Meister hätte ihn nicht besser zusammenfalten können und so kamen neben den Schmerzen im Allerwertesten auch noch welche in den Knien dazu. Besonders hinterm Steuer und noch mehr bei geschlossenem Verdeck. Zum Glück war es auf dem Beifahrersitz für ihn ein wenig bequemer. Ich mit meinen 1,72 Metern passte allerdings hervorragend in das Gefährt. Ein Wagen, wie für mich gemacht, wenn man von der Sonnenbrand-Gefahr mal absieht. Denn das typische Verdeck aus Stoff, das aus dem Fiat 124 Spider nicht wegzudenken ist, war natürlich stets offen. Inklusive klassischer manueller Handhabung. Wer nach dem Knöpfchen sucht, um ihn zu öffnen: Fehlanzeige. Selbst ist der Fahrer. Ein Zug am Hebel und Zack: das Verdeck fällt nach hinten zusammen. Und das schneller als bei einem elektrischen Dach, der nur bei einer bestimmten Maximal-Geschwindigkeit zu schließen oder öffnen ist und dann gefühlt mehrere Stunden braucht. Mit ein wenig Kraftaufwand muss das Dach dann noch eingerastet werden, damit es hält. Wer genug Kraft hat, kann dies auch während der Fahrt machen, anzuraten ist das aber nicht, besonders, wenn man allein unterwegs ist.

Faszinierendes Aufbrausen?

Sobald alle Auto-Schreiberlinge ihren Sitzplatz gefunden hatten, ging unser sonniger Roadtrip auch endlich los. Eine knackige Schaltung lässt den Fiat 124 Spider schnell auf Touren kommen. Er wird von seinem bereits bekannten, wie beim Vorbild längs eingebauten, 1.4 MultiAir Turbobenziner mit 140 PS angetrieben. Geprägt von seinem schlanken Leergewicht von nur 1.125 Kilo schafft er die 0 auf 100 km/h locker in 7,5 Sekunden. Seine Power spüren wir durch die kurzen Schaltwege recht schnell. Doch plötzlich eine Stimme aus dem Off: „You are over the speedlimit“. Diese bekommen wir tatsächlich recht oft zu hören. Hey, der Fiat 124 Spider will spielen, der muss gescheucht werden. Sein 6-Gang-Getriebe und die 140 PS schreien: Fahrspaß, wohohoho! Dass der Fuß da manchmal ein wenig schwerer auf dem Gaspedal liegt, ist quasi programmiert. Das muss man uns einfach mal nachsehen und auch wenn meine Frisur mal eben umstrukturiert wurde, war langsameres Fahren einfach keine Option. Basta! Schuld war das fehlende Windschott, ohne das es im kleinen Flitzer ganz schönen Durchzug gibt. Wer sich also nicht in 50er-Jahre-Manier das Kopftuch aufs Haupt legen möchte, sollte sich schnellstmöglich eins besorgen. Wir „klauten“ uns nach der ersten Etappe kurzerhand eins aus einem der anderen Fahrzeuge und fortan herrschte wohlige Ruhe. Erstaunlich, wenn man sich die Größe des Schotts betrachtet. Aber, hey, es kommt ja bekanntlich nicht auf die Größe an.

Entlang der Seine in einem Cabrio. Klingt das nicht großartig? Das könnte der Anfang einer wunderbaren Freundschaft sein. Oder eines Kitschromanes. Verliebt bin ich allemal. Die romantischen Kurven der Normandie nimmt der Roadster dank der elektrischen Dual Drive Servolenkung und der gleichmäßigen Gewichtsverteilung souverän. Das sanfte Fahrwerk kuschelt sich förmlich auf die Strasse, was der Dynamik nur förderlich ist. Einen Verbrauch von 6,4 Litern gibt der Hersteller an. Wer aber ein bisschen mehr Spaß auf der Strasse haben möchte, ist hier natürlich schnell drüber. Ein wenig verwirrend mutet das Armaturenbrett an, wenn man die Information zum Verbrauch sucht. Die analoge Geschwindigkeitsanzeige ist ganz rechts zu finden und nicht wie gewohnt in der Mitte. Da ist nämlich der analoge Drehzahlmesser positioniert. Ganz links dann die digitale Anzeige, die sowohl Verbrauch wie auch alle anderen wichtigen Infos liefert, die der geneigte Fahrer so braucht.

Die Navigation wird natürlich auf dem großzügigen Display dargestellt. Hier muss man hin und wieder genauer hinschauen, denn nicht immer ist klar, an welcher Abzweigung man nun runter muss. Auch wenn die Dame aus dem Off dabei eigentlich recht hilfreich ist, wenn sie uns mal nicht auf die zu hohe Geschwindigkeit hinweist. Nach ein paar Verirrungen erreichten wir Deauville sogar vor allen anderen, die sich der schönen Umgebung rund um die Normandie ergeben hatten. Teilweise ein wenig zu sehr, wie man uns später berichtete. Mit einem seligen Lächeln gaben wir unseren Kleinen am Hoteleingang ab, in freudiger Erwartung, ihn am nächsten Tag erneut fahren zu dürfen. Denn nach einer erholsamen Nacht dürften auch der Rücken beziehungsweise die Knie wieder gnädiger gestimmt sein.

Fazit: Hallo, Cabrio-Gemeinschaft, ihr bekommt hier einen würdigen Vertreter eurer Zunft. Der neue Fiat 124 Spider verspricht Sportlichkeit und gepflegten Fahrspaß kombiniert mit klassisch-schönem Retro-Design und Funktionalität. Und das Versprechen hält er auch. Eine echte moderne Schönheit, die an die Eleganz vergangener Zeiten erinnert. Schon ab 23.990 Euro ist der Roadster zu haben. Wer das nötige Kleingeld noch nicht aufbringen kann, sollte sich zumindest eine Probefahrt sichern. Jetzt nämlich, zu Beginn des Frühlings/Sommers, ist die perfekte Jahreszeit für die Tour oben ohne. Meint ihr nicht auch?

Fahrbericht: Simone Amores
Fotos: Simone Amores & Fiat

Alfa Romeo und Jeep – Mit Doppelspitze in die Offensive

Wer vom Straßenrand aus einen Alfa Romeo entdecken will, braucht Geduld und langen Atem. Jahrelang darbte die einstige Kultmarke vor sich hin, kaum neue Modelle, wenig Händler, Probleme mit der Qualität. Bis der Mutterkonzern Fiat seine Ikone neu entdeckte und nun nach einer gefühlten Ewigkeit wieder Gas gibt. Mit der Sportlimousine Giulia und dem schmucken SUV Stelvio ist Alfa Romeo heute wieder kaufbar geworden. „Das ist das Spannende an unserem Beruf“, sagt Deutschlands Alfa-Chef Stefan Moldaner. „Eine traditionsreiche Marke mit neuen Modellen wieder im Bewusstsein der verwöhnten Kunden zu verankern, endlich wieder konkurrenzfähig zu sein und mit neuen Ideen in die Offensive zu gehen“.

Der gelernte Diplomingenieur hat bei der Reanimation von Alfa ein Ass im Ärmel, für das ihn Kollegen anderer Hersteller beneiden. Denn der 48jährige ist in der Zentrale von Fiat Deutschland auch für eine andere berühmte Marke zuständig. Seit der amerikanische Chrysler-Konzern zum italienischen Megakonzern gehört, sind die Modelle mit dem Jeep-Logo gefragt wie nie zuvor in der 76jährigen Geschichte des amerikanischen Offroad-Spezialisten. Auch in Deutschland boomt Jeep, im letzten Jahr wurden fast 15.000 Fahrzeuge verkauft. „Jeep und Alfa Romeo sind unsere Premiummarken, die sich perfekt ergänzen“, sagt Moldaner. Mit Hilfe der US-Marke will er jetzt eine Alfa-Schwäche beheben und die Zahl der Händler für die italienischen Modelle bis Ende des Jahres auf 180 fast verdoppeln. In vielen der neuen Autohäuser stehen heute bereits Jeeps im Schaufenster.

Drohen da nicht Kollisionen der beiden Marken? Schließlich will Alfa bald zwei weitere SUV bringen, die direkt mit Jeep-Modellen konkurrieren. Das geplante Kompakt-SUV, deutlich kleiner als der Stelvio, könnte auch Kunden des Jeep Compass interessieren, dessen Deutschland-Start jetzt auf den Sommer auch nach Deutschland vorgezogen wurde. Das künftige große Alfa-SUV dagegen tritt auch gegen den Luxus-Offroader Jeep Grand Cherokee an. Stefan Moldaner sieht das anders: „Die Charaktere der beiden Marken sind völlig unterschiedlich. Alfa bedient eher die Kunden sportlicher Allradler, die nur selten ins Gelände abbiegen“. Dagegen würden Jeep-Kunden auch die Fähigkeiten ihres Autos abseits fester Straßen schätzen.

Problemlos sind dagegen andere Alfa-Neuerscheinungen bis zum Jahr 2020. Da steht eine große Limousine im Format der Mercedes E-Klasse ebenso auf dem Mailänder Speisezettel wie ein Sportwagen oder ein Nachfolger des Golf-Konkurrenten Giulietta. Recht bald wird schon die Edel-Version des Stelvio zu haben sein: Der Allradler mit Beinamen Quadrifoglio Verde (vierblättriges Kleeblatt) wird wie sein Schwestermodell Giulia QV mit 375 kW/510 PS unter der Haube protzen. Jeep dagegen hat weiterhin die Abenteurer im Visier. Neben dem Compass wird es unter anderem einen völlig neuen Wrangler geben. Neu erscheinen soll auch der Jeep Grand Wagoneer, ein SUV der Fünf-Meter-Klasse.

Doch neue Produkte allein, seien sie auch noch so attraktiv, reichen nach Moldaners Überzeugung nicht aus, um die Marke Alfa zu neuen Höhen zu führen. „Wir haben eine Fülle von Ideen“, sagt der Manager jetzt zum Marktstart des neuen Stelvio in Innsbruck. Er nennt als Beispiel eine Vier-Jahres-Garantie oder den Versuch, auch Flottenkunden in ein Alfa-Modell zu locken. Und dann sind da ja noch die Familien, die Moldaner im Blick hat. Geplant ist ein sogenanntes Mix-Leasing, bei dem neben dem geräumigen Stelvio ein kleiner Alfa Mito zu besonders günstigen Konditionen dazu bestellt werden kann, über den sich dann ein weiteres Familienmitglied freuen darf. (Peter Maahn/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Fiat 500 Mirror – Kleiner Konnektivitätskönig

Ab sofort bietet Fiat den 500 als neues Sondermodell Mirror an. Zum Preis von rund 14.000 Euro verfügt der Kleinwagen neben einigen Komfortextras auch über eine Spiegelfunktion für Smartphone-Inhalte.

Die Farbe Italia Blau ist eine von fünf für den 500 Mirror verfübaren Außenlackierungen

Zu den speziellen Ausstattungsdetails des 500 Mirror gehören Klimaanlage, Lederlenkrad und beheizbare Außenspiegel. Außerdem ist das Infotainment-System Uconnect an Bord, das über Apple Car Play oder Android Auto die Möglichkeit bietet, Inhalte des Smartphones auf dem 7-Zoll-Touchscreen anzuzeigen und zu bedienen. Die Konnektivitätstechnik erlaubt es unter anderem, Navigations-Apps auf dem bordeigenen Bildschirm zu nutzen. Ebenfalls lassen sich Telefon, soziale Netzwerke oder Nachrichtendienste auf dem großen Bildschirm in der Mittelkonsole anzeigen und bedienen.

Als besonderes Ausstattungsdetail bietet der Fiat 500 Mirror ein Infotainment-System mit Smartphone-Spiegelfunktion

Das Sondermodell ist ausschließlich in Kombination mit dem 51 kW/69 PS starken 1,2-Liter-Basisbenziner bestellbar. Die Kunden können zwischen fünf Außenfarben und zwei Farbkombinationen für den Innenraum wählen. Fiat bietet es auch in Kombination mit der Cabrio-Version 500C an, die mindestens 16.600 Euro kostet. (Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Abarth 695 XSR Yamaha – Ein bisschen Motorrad auf vier Rädern

Fiat-Werkstuner Abart legt gemeinsam mit dem Motorradhersteller Yamaha ein Sondermodell seines sportlichsten Kleinstwagens auf. Als Abarth 695 XSR Yamaha verfügt der Fiat-500-Ableger über die 121 kW/165 PS starke Ausführung des 1,4-Liter-Turbomotors der Baureihe, eine Sportabgasanlage, 17-Zoll-Leichtmetallräder und Teilleder-Sportsitze. Erkennbar ist die auf 695 Einheiten limitierte Auflage des Viersitzers zudem an Alu-Applikationen und roten Zierteilen auf der grauen Karosserie, die an das Design von Moto-GP-Bikes erinnern sollen. Die Preise starten bei 25.000 Euro für die Limousine, das Cabriolet kostet mindestens 27.500 Euro.

Bislang war der Zahlencode 695 bei Abarth dem zweisitzigen Spitzenmodell 695 Biposto mit 139 kW/190 PS vorbehalten. Der Mini-Bolide ist mit knapp 40.000 Euro deutlich teurer als das Sondermodell, das sich eher auf dem Niveau der drei zwischen 107 kW/145 PS und 132 kW/180 PS starken Abarth-595-Modelle einordnet. Abarth zählt zu den Sponsoren des Moto-GP-Teams von Yahama; beide Unternehmen haben bereits mehrfach bei Sondermodellen zusammengearbeitet. (Holger Holzer/SP-X)

Fiat 500C 60th Anniversary – Das Baby wird 60

Der Cinquecento feiert im Juli 2017 seinen 60sten Geburtstag. Das nimmt Fiat zum Anlass, vom 500C eine für die Märkte in Europa, Mittlerer Osten und Afrika auf 560 Exemplare limitierte Sonderserie namens 60th Anniversary aufzulegen. Online kann man sich bereits ein Exemplar sichern, Preise gibt es allerdings noch nicht. Die Auslieferung soll bereits am 4. Juli erfolgen.

Wie einst der Ur-500 hat die Jubiläumsedition ein variables Stoffdach. Zu den weiteren äußeren Erkennungsmerkmalen gehören 16-Zoll-Aluräder und eine Zweifarb-Lackierung. Während der untere Fahrzeugkörper weiß ist, hebt sich, betont durch eine doppelte Trennlinie, von der Schulterlinie aufwärts ein beige lackierter Karosseriebereich ab.

Der Innenraum des Fiat 500C 60th Anniversary wurde mit viel Leder aufgewertet

Im Innenraum mischt Fiat moderne Elemente mit Retro-Details. Als Kombiinstrument fungiert ein modernes Farbdisplay. Zusätzlich befindet sich in der Armaturenbrettmitte ein großer Touchscreen für das optionale Navi-Infotainmentsystem. Das große Schmuckpaneel im Armaturenbrett ist mit rotem Vinyl bezogen. Im Kontrast dazu sind viele Elemente elfenbeinfarben, wie etwa das Lederlenkrad, der Lederschaltknauf, die Ledersitze oder die Schaltkulisse der Klimaautomatik. Spezielle Alueinstiegsleisten, Fußmatten und eine kleine Aluplakette mit Nummerierung in der Mittelkonsole runden den Sondertrimm ab.

Beim Antrieb lässt Fiat dem Kunden die Wahl zwischen drei Benzinmotoren. Neben dem Basisbenziner 1.2 8V mit 51 kW/69 PS gibt es noch den Zweizylinder Twinair in den Leistungsstufen 63 kW/85 PS oder 77 kW/105 PS. (Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Fiat Fullback Cross – Vom Nutztier zum Lifestyler

Fiat nimmt eine spezielle Pkw-Variante seines Pick-ups Fullback ins Programm. Erkennbar an dem Namenszusatz „Cross“, wartet sie unter anderem mit veredeltem Außendesign, verbesserter Ausstattung und aufgemöbeltem Innenraum auf. Zur Serienausstattung zählen unter anderem Xenonlicht, beheizbare Ledersitze und Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Einzige Karosserievariante ist die fünfsitzige Doppelkabine, die kleinere Extended-Cab mit Notsitzen in Reihe zwei bleibt den Nutzfahrzeugmodellen vorbehalten. Für den Antrieb sorgt ein 133 kW/181 PS starker 2,2-Liter-Diesel. Ein zuschaltbarer Allradantrieb ist optional ebenso zu haben wie eine Fünfgangautomatik. Preise nennt der Hersteller noch nicht. Das technisch vergleichbare Nutzfahrzeugmodell gibt es zu Bruttopreisen ab 36.000 Euro (Holger Holzer/SP-X)

Die Ausstattung fällt betont edel aus
Aktuelle Suchanfragen:

Fiat Tipo mit Doppelkupplung – Spät geschaltet

Jetzt wächst auch bei Fiat zusammen, was anderswo längst zusammengehört. In der umkämpften Golf-Klasse musste der Fiat Tipo bislang passen, wenn potenzielle Kunden nach einem modernen Doppelkupplungsgetriebe fragten, wie es zum Beispiel VW für die meisten Versionen des Wolfsburger Bestsellers anbietet. Das Warten hat ein Ende, ab sofort gibt es diese Art des Gangwechsels auch in der Tipo-Familie. Leider jedoch nur im Zusammenspiel mit dem Dieselmotor.

Beim Fünftürer und dem Kombi muss ein typischer Tipo-Kunde genau 1.800 Euro drauflegen, wenn er die Schaltarbeit der Doppelkupplung überlassen will. Die Sechsgang-Automatik liefert die gleichen Verbrauchswerte wie die geleichstarke von Hand geschaltete Version. Der 88kW/120 PS starke Tipo gehört auf dem Papier mit im Schnitt 3,7 Litern Diesel auf 100 Kilometer zu den Musterknaben seiner Zunft. Zumindest nach der bekanntlich fragwürdigen Norm. Wobei er mit seiner Durchzugkraft von 320 Newtonmetern bei Bedarf auch richtig flott unterwegs ist. Wenn’s denn sein muss, rennt der 4,64 Meter lange Fünftürer sogar 200 km/h.

Mit mindestens 21.250 Euro ist der fünftürige Tipo alles andere als ein Schnäppchen, zumal der neue Eigner dann auf Stahlfelgen unterwegs ist. Die nächst bessere Ausstattung (u.a. Alu-Räder, Klimaautomatik) ist 1.000 Euro teurer. Genauso hoch ist der Aufpreis für den geräumigen Kombi, der meistverkauften Tipo-Variante. Für die Benzinmotoren und die viertürige Limousine ist das neue Getriebe nicht lieferbar. (Peter Maahn/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Fiat-Markenstrategie – Eine wachsende Familie

Eine Autofamilie war Fiat schon immer. Als mächtigster Konzern in Italien adoptierte der Gigant fast alle Firmen, die im Süden Europas Fahrzeuge bauen. Natürlich Ferrari, aber auch Maserati, Alfa Romeo, Lancia, Abarth oder Autobianchi. Als die große Krise kam, geriet der Riese ins Wanken, vertraute Marken wie eben Lancia wurden beerdigt. „Jetzt sind wir wieder eine Familie“, sagt Deutschland-Chef Giorgio Gorelli, „eine, die gut zusammenpasst und sich perfekt ergänzt“.

Das Erfolgsgeheimnis des nunmehr internationalen Konzerns, der sich vor gerade mal drei Jahre den zuvor insolventen US-Konzern Chrysler komplett einverleibt hatte? „Auf jeden Fall ein wichtiges Element auch für uns in Deutschland“, analysiert Giorgio Gorelli und meint damit vor allem die Kultmarke Jeep, die den Italienern beim Chrysler-Deal gleichsam in den Schoß gefallen war. „Wir haben im letzten Jahr fast 15.000 Jeep verkauft“, berichtet er. Derzeit allerdings zeigen die Kunden der US-Ikone etwas Zurückhaltung, warten wohl auch auf das neue Kompakt-SUV Compass, das aber erst Ende des Jahres auch in Deutschland zu haben sein wird.

Also muss es die Stammmarke Fiat richten. „Der Start in diesem Jahr war prächtig“, freut sich Gorelli und nennt ein Plus von 25 Prozent. „Das letzte Jahr war mit einer Steigerung um fast 10 Prozent bereits der Wendepunkt. Unser Fiat-Modellprogramm ist durch den neuen Tipo so komplett wie seit Jahren nicht mehr.“ Der italienische Golf-Rivale ist derzeit das größte Fiat-Modell und stemmt zusammen mit den Kleinwagen Panda und den drei Varianten des Retromobils 500 den Hauptteil der Verkäufe. Offenbart sich damit nicht auch eine Schwäche, weil Fiat nicht mehr in der für die Firmenkasse so wichtigen Mittelklasse vertreten ist? Der Chef widerspricht vehement: „Nein, wir müssen uns schließlich als Markenfamilie sehen, die nicht nur aus Fiat besteht“.

Damit bringt Gorelli den Namen Alfa-Romeo ins Spiel, die Marke war jahrelang eher als Mauerblümchen unterwegs und wagt gerade mit der neuen Sportlimousine Giulia und dem SUV Stelvio einen Neuanfang. „Die Reaktion auf die beiden Modelle war überwältigend“, berichtet er und prophezeit Alfa eine prächtige Zukunft. „Natürlich müssen wir Geduld haben, aber die Marke wird jetzt wieder wahrgenommen. Die meisten Interessenten kommen von anderen Fabrikaten, zumeist von deutschen Premiumherstellern“.

Ist mit dem neuen Stevio von Alfa das Thema SUV für Fiat erledigt? „Wir haben schließlich den Panda Cross und den 500X“, weicht Gorelli aus und verweist auf die Verkaufserfolge der kleinen Allrad-Modelle. Von einem Einstieg in die Klasse der mittleren SUV, die anderswo allerorten zu haben ist, will der deutsche FCA-Chef nichts wissen. „Mit dem Alfa Romeo Stelvio und den US-Modellen sind wir bei den SUV perfekt aufgestellt, haben mit Jeep die beste Allradmarke der Welt“. Derzeit also keine Pläne für ein größeres Modell dieser Art mit Fiat-Logo, aber Gorelli ringt sich mit einem verschmitzten Lächeln dann doch noch zu einer Binsenweisheit durch: „Sag niemals nie“.

Also nicht Neues bei der Stammmarke Fiat im neuen Jahr? „Wir haben das Glück zwei Modelle mit langer Tradition im Angebot zu haben, mit denen wir die Emotionen unserer Kunden ansprechen“, erklärt Giorgio Gorelli. „Der Fiat 500 feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag und der Fiat 124 Spider ist das ideale Auto für den Frühling“. Der zweisitzige Roadster auf Basis des Mazda MX 5 kam im letzten Jahr für die Freiluftsaison zu spät und soll jetzt punkten. „Vor allem aber werden wir uns um unser Kerngeschäft kümmern“, sagt der Italiener. Damit meint er vor allem die Steigerung der Kundenzufriedenheit, den Ausbau des lukrativen Geschäfts mit den Flottenkunden und die weitere Verbesserung des Händlernetzes. „Da haben wir in den letzten Monaten schon große Fortschritte gemacht, haben aber noch ein gutes Stück Arbeit vor uns“. (Peter Maahn/SP-X)

Fiat Fullback – Für alle Fälle

Pickups bestimmen – anders als zum Beispiel in den ländlichen Gegenden der USA – zwar hierzulande nicht das Straßenbild, sie werden aber immer beliebter. Im vergangenen Jahr sind immerhin rund 20.000 Kaufverträge über diese robusten Arbeitstiere getätigt worden. Seit Herbst 2016 hat auch Fiat mit dem Fullback sein Nutzfahrzeugportfolio um ein solches Fahrzeug erweitert. Der auf dem Mitsubishi L200 basierende japanische Italiener wird als Double-Cab (Fünfsitzer), Extended Cab (2+2-Sitzer) und Fahrgestell angeboten.

Zur Wahl stehen zwei Dieselaggregate mit 113 kW/154 PS oder 133 kW/181 PS. Heckantrieb oder Allradantrieb sind für den Fünfsitzer erhältlich, der 2+2-Sitzer fährt immer mit 4×4-Antrieb vor. Die Preisliste weist für den Double Cab mit Heckantrieb und dem kleinen Selbstzünder mindestens 27.850 Euro brutto (23.400 Euro netto) aus. Mit zuschaltbarem Allradantrieb erhöht sich der Preis auf 29.036 Euro brutto (24.400 Euro netto). Als Extended Cab werden in Kombination mit dem 154 PS-Diesel und zuschaltbarem Allradantrieb 26.660 Euro brutto (22.400 Euro netto) fällig.

80 Prozent der Kunden entscheiden sich für den Double Cab. Auf dem Laderaum passen Gegenstände bis zu 1,52 Meter Länge, die Zuladung beträgt knapp eine Tonne und bis zu 3,1 Tonnen darf diese Version an den Haken nehmen. Bei der Motorisierung geht der Trend zu dem stärkeren Diesel, so dass die Kundschaft mindestens 34.034 Euro brutto (28.600 Euro netto) investieren muss. Eine Fünfgang-Automatik als Alternative zum serienmäßigen Sechsgang-Getriebe kostet rund 2.000 Euro (brutto) Aufpreis.

Ab dem zweiten Ausstattungsniveau bietet Fiat für den Fullback allerlei Annehmlichkeiten

Bei ersten Testfahren gab sich das Top-Triebwerk durchzugsstark. 430 Nm stehen ab 2.500 Umdrehungen bereit und sorgen für genügend Kraftreserven. Man kann auf der Landstraße oder auf der Autobahn also entspannt cruisen, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 177 km/h erreicht. Allerdings wird es bei höheren Tempi recht laut, der 2,4-Liter-Motor geht durchaus kernig zur Sache. Den Durchschnittsverbrauch gibt Fiat mit 7,5 Litern an, bei schnellen Fahrten dürfte dieser Wert aber überschritten werden. Aber ein Pickup ist schließlich kein Sportler, sein Einsatzgebiet sind schon aufgrund seiner Länge von 5,28 Metern weniger die Innenstädte als eher die Baustellen oder Wirtschaftswege im Wald. Für ein souveränes Durchkommen auf Schotter, losem Untergrund oder aufgeweichten und matschigen Wegen verfügt der Double Cab über permanenten Allradantrieb. Hier werden Motorkraft und Drehmoment über ein Mitteldifferenzial an alle vier Räder geleitet wird. Per Drehknopf lassen sich vier Modi wählen: Antrieb über Hinterachse, Allradantrieb, Vierradantrieb mit gesperrtem Mitteldifferenzial und Vierradantrieb mit gesperrtem Mitteldifferenzial und Getriebeuntersetzung. Auf Wunsch gibt es auch eine elektronische Differenzialsperre.

Das Platzangebot im Double Cab ist ordentlich. Auch hinten müssen die Passagiere nicht darben. Das Gestühl ist bequem und gibt auf holprigen Wegen guten Seitenhalt. Sitzkomfort wie in einem Pkw kann man natürlich nicht erwarten, schließlich kommt hinten eine Starrachse zum Einsatz, die die Unebenheiten der Straße recht ungefiltert an die Insassen weitergibt. Da die Kunden ihren Pickup oft auch privat nutzen, gibt es den Fullback nicht nur spartanisch und kärcherfreundlich. Ab dem zweiten Ausstattungsniveau bietet Fiat allerlei Annehmlichkeiten und optische Hingucker. Dazu zählen unter anderem seitliche Trittstufen, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, einen höhenverstellbaren Fahrersitz und elektrische Fensterheber für vorne und hinten. Das ESP umfasst zudem eine Gespannstabilisierung, außerdem ist ein Spurhalte-Warner an Bord. Darüber hinaus stehen weitere Komfortfeatures gegen Aufpreis zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Klimaanlage oder –automatik, Leder, Infotainmentsysteme oder auch eine Rückfahrkamera. Außerdem im Angebot: Hard Top, Full-Box, Abdeckungen oder Überrollbügel.

Einsatzgebiete des Fullback sind schon aufgrund seiner Länge von 5,28 Metern weniger die Innenstädte als eher die Baustellen oder Wirtschaftswege im Wald

Um sich im Wettbewerb gegen die bereits etablierten Wettbewerber zu punkten, offeriert Fiat für den Fullback eine vier Jahres-Garantie. Außerdem will man mit attraktiven Finanzierungs- und Wartungsangeboten sowie einem dichten Servicenetz überzeugen. (Elfriede Munsch/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Fiat Tipo – Sonderpreis bis zum Monatsende

Zu Aktionspreisen ab 12.000 Euro ist bis Ende Januar die Fiat Tipo Limousine zu haben. Für den Fünftürer werden 1.000 Euro mehr fällig, den Kombi gibt es ab 14.000 Euro. Der Kundenvorteil gegenüber dem Listenpreis beträgt 2.260 Euro. Wer den Kauf der Kompaktmodelle über die Hersteller-Bank finanziert, erhält noch einmal 1.000 Euro Nachlass. Alle Tipo-Varianten sind unter anderem mit Klimaanlage, Radio und Servolenkung ausgestattet, das Motorenangebot startet mit einem 70 kW/95 PS starken 1,4-Liter-Benziner. (Holger Holzer/SP-X)

Fiat 500X – In der Basis günstiger

Fiat bringt im Februar 2017 sein Mini-SUV 500X mit einigen neuen Details auf den Markt. Wichtiger als die kleinen Änderungen bei der Außenoptik dürfte aber die Preissenkung um 1.000 Euro für das Basismodell sein.

Bei der nunmehr rund 16.000 Euro teuren Einstiegsversion handelt es sich wie bisher um den 500X in der Ausstattung Pop in Kombination mit einem 81 kW/110 PS starken 1,6-Liter-Benziner. Den Basismotor wird Fiat erstmalig auch für die etwas robuster gestalteten Varianten Cross und Cross Plus anbieten. Diese Versionen tragen künftig zudem eine überarbeitete Frontschürze mit neuen Tagfahrleuchten und neuem Unterfahrschutz-Design. Für alle 500X stehen zudem drei neue Außenlackierungen in den Farben Beige, Hellblau und Bronze zur Wahl. Speziell für die Ausstattungen Pop, Pop Star und Lounge sollen darüber hinaus neue Designs bei den Sitzbezügen für Frische im Innenraum sorgen. (Mario Hommen/SP-X)

Abarth 124 Spider – Im Winter kaufen, im Sommer zahlen

Mit speziellen Finanzierungskonditionen will Fiat im Winter den Verkauf des Roadster Abarth 124 ankurbeln. Bis Ende Januar gibt es den Zweisitzer mit Stoffverdeck ohne Anzahlung und mit sechs Monaten Ratenfreiheit. Der effektive Jahreszins beträgt knapp fünf Prozent, die erste Rate liegt bei 630 Euro, anschließend werden 40 Mal 600 Euro fällig. Wer sein Altauto in Zahlung gibt, erhält außerdem einen Rabatt in Höhe von 2.250 Euro. Der Listenpreis für den Abarth 124 – der Sportversion des Fiat 124 – startet bei 40.000 Euro. Für den Antrieb sorgt ein 125 kW/170 PS starker 1,4-Liter-Turbomotor. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Fiat Tipo – Preiswerte Pakete

Fiat gewährt für alle Karosserievarianten des Tipo Kunden bis zum Jahresende auf sogenannte Tech-Pakete einen 50-prozentigen Nachlass. Dieser Rabatt geht für den Kunden mit einem Preisvorteil in Höhe von 375 bis 495 Euro einher.

Der Umfang der Tech-Pakete ist abhängig von der Ausstattungsvariante. Wer einen Tipo in der Basisversion Pop bestellt, kann diese für 375 Euro um Parkpiepser hinten, Bluetooth-Anbindung für Smartphones sowie ein Lenkrad mit Lederoptik und Bedientasten aufrüsten. Für die Version Easy gibt es zum gleichen Preis Parkpiepser sowie das Infotainmentsystem Uconnect, während der Tipo Lounge für 495 Euro zusätzlich zu diesen Extras noch Rückfahrkamera sowie DAB-Radioempfang bekommt. Unabhängig vom Rabatt für die Tech-Pakete profitiert der Tipo-Kunde außerdem noch von einer bis zu 2.260 Euro hohen Eintauschprämie, die Fiat für den alten Gebrauchten zahlt. (Mario Hommen/SP-X)

Fiat 500 – Preisvorteil im Advent

Mit einem Rabatt bis zu 2.500 Euro wird bis Ende des Jahres der Fiat 500 angeboten. Günstigstes Modell ist die Einstiegsvariante „Pop“ für 10.990 Euro, die unter anderem über Klimaanlage, Radio und Multifunktionslenkrad verfügt. Dazu gibt es eine zweijährige Anschlussgarantie zusätzlich zur üblichen Herstellergarantie gleicher Dauer. Das Angebot gilt bis Ende Dezember für sofort lieferbare Lagerfahrzeuge. (Holger Holzer/SP-X)

Fiat Panda – Günstig wird günstiger

Der Fiat Panda ist bis Ende Dezember bereits ab 8.000 Euro zu haben. Der Preis gilt für alle sofort verfügbaren Fahrzeuge in der Variante „Easy“ bei gleichzeitiger Inzahlungnahme eines Altfahrzeugs. Die Ausstattung des fünftürigen Kleinwagens umfasst unter anderem Klimaanlage, Radio und Servolenkung. Alternativ bietet Fiat für 1.000 Euro zusätzlich die Top-Variante „Lounge“ mit Leichtmetallfelgen, Multifunktionslederlenkrad und Zentralverriegelung an. Den Antrieb übernimmt jeweils ein 51 kW/69 PS starker 1,2-Liter-Benziner. Bei einer Finanzierung durch die Fiat-Bank gewährt der Hersteller weitere 1.000 Euro Nachlass. (Holger Holzer/SP-X)

Test: Fiat Tipo 5-Türer

Knapp zehn Jahre hat es gedauert, bis der italienische Autobauer aus Turin die große Bühne des C-Segments neu betreten hat. Ende 2015 war Marktstart für die viertürige Stufenheck Variante des kompakten Tipo. Mehr als 35.000 Einheiten setzte Fiat bereits im Vermarktungsgebiet Europa, Mittlerer Osten und Asien ab. Mit der von uns getesteten Fünf-Türer Variante wollen die Italiener ein Stück vom großen Kuchen des C-Segments für sich beanspruchen. Dabei setzen die Turiner Ingenieure auf einen funktionellen Innenraum und hohen Nutzwert. Darüber hinaus darf die Familientauglichkeit nicht zu kurz kommen. Mit jeweils zwei Benziner und Diesel sowie drei Ausstattungslinien geht der Tipo nun seit diesem Jahr auf Kundenfang sowohl in den eigenen Reihen als auch bei Kunden anderer Marken. Den Einstieg findet der Tipo mit seinem 1.4 Liter 90 PS Benziner bei 14.990 Euro.

Fiat Tipo 1.6 Multijet 5-Türer, Lounge

Golf Räuber aus Italien ?
fiat_tipo_07
Chicer Auftritt, auch in der Herbstsonne.

Im Produktionszeitraum von 1988 – 1995 erblickte der Tipo erstmals das Licht der Welt. Damals löste er den bis dahin von Fiat produzierten Ritmo ab. 1995 verabschiedeten sich die Turiner vom C-Segment und schickten den Bravo an seiner statt ins Rennen. Mit Abschluss der Kompletteinführung aller 500 Modelle konzentriert sich Fiat nun auf das viel umkämpfte C-Segment, das mit dem deutschen Platzhirsch eine doch sehr starke Konkurrenzsituation geschaffen hat. Die Front der fünftürigen Schrägheckversion des Tipo prägen zwei schwungvoll zu den Seiten leicht hochgezogene Schürzen. Prominent sitzt das Markenlogo auf dem fast schon aggressiv wirkenden Waben-Kühlergrill. Die seitliche Rundung der Frontscheinwerfer setzt sich in einer geraden Sicke über die gesamte Fahrzeuglänge fort, bevor sie geradlinig an den Heckleuchten endet. Am Heck sorgen die Scheinwerfer für einen starken und selbstbewussten Auftritt. Zur verbesserten Aerodynamik trägt die Heckschürze am Dach bei. Der Wagen ist zudem mit knapp 4,37 Meter Länge ganze 16 cm kürzer als die viertürige Variante. Die optimierte Windschlüpfrigkeit lassen den Tipo gerade beim Kraftstoffverbrauch (3,7 Liter im Normtest) und der Abgasemission (98 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) auf der Liste der effizienten Fahrzeuge im oberen Drittel liegen.

fiat_tipo_innenraum
Strukturiert und aufgeräumt mit den nötigen Informationen.

Angenehmer Innenraum

Schon beim ersten Einsteigen scheint es, dass das Cockpit sich selbst erklärt und dem Fahrer ergonomisch zuwendet. Alle Instrumente, die das Fahrzeug betreffen sowie das in der Mitte des Armaturenbretts sitzende sieben Zoll Entertainment Display bieten nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Information. Der Bildschirm lässt sich, wie beim Smartphone oder Tablet, mit einem einfachen Wischen oder Antippen steuern. Die strukturierte Front mit dem Instrumententräger auf einer Ebene ist Blickfang und Schaltzentrale zugleich und sorgt zudem für ein großzügiges Raumgefühl. Die benutzerfreundlich zugeschnittenen Vordersitze wirken nicht nur durchgestylt, sondern geben Halt zu jeder Fahrsituation. In Sachen Flexibilität liegt der Tipo Fünftürer deutlich im Trend seiner Mitbewerber. Das Kofferraumvolumen des Kompakten aus Italien lässt sich leider nur mit voller Bestuhlung beziffern. Bei Besetzung von fünf Personen, die im Fahrgastraum bequem Platz nehmen können, fasst der Kofferraum immerhin noch gute 440 Liter. Hierzu haben sich die Ingenieure aus Turin einen flexibel zu nutzenden Gepäckraum einfallen lassen, denn der Laderaumboden ist entweder vollständig absenkbar oder im 40-Grad-Winkel zu fixieren.

fiat_tipo_motor
MultiJet Diesel der 2. Generation.

Quirliger Diesel

Eine satte Portion Fahrvergnügen vermittelt der von uns getestete 120-PS-Diesel. Denn mit einem maximalen Drehmoment von 320 Newtonmetern bei 1.750 Umdrehungen kann das Aggregat jederzeit noch einmal merklich nachlegen bzw. ist beim Spurt an der Ampel immer in der ersten Reihe. Kombiniert mit dem kurz abgestuften Sechs-Gang-Schaltgetriebe lässt sich der Fiat Tipo sehr effizient durch den Stadt- und urbanen Verkehr, aber auch spurtstark über die Autobahn steuern. Die Lenkung ist betont Spur sicher ausgelegt, so dass in der Stadt gerade in Verbindung mit seinem Wendekreis von 10,93 m ein sehr entspanntes Fahren bzw. Einparken (mit installierter Rückfahrkamera) möglich ist.

fiat_tipo_11
Fahrerassistenzsysteme on board – check !

Fahrerassistenzsysteme nicht überladen

Die Fahrerassistenzsysteme, die wir bereits aus dem viertürigen Tipo kennen, finden wir auch in seiner Fünf-Türer Variante wieder. So installierten die Entwickler aus Turin nicht nur ein stark verbessertes ESC (Elektronische Fahrstabilitätskontrolle). Integriert in das System sind auch eine Berganfahrhilfe (das Fahrzeug hält den Bremsdruck beim Anfahren an Steigungen noch für zwei Sekunden), eine Traktionskontrolle (TCS) und ein Bremsassistent (PBA – erhöht die Notbremsung automatisch und unabhängig vom Verhalten des Fahrers). Weitere Features der Assistenzsysteme sind je nach Ausstattung eine Geschwindigkeitsregelanlage, sowohl konventionell als auch adaptiv, Parksensoren, Regen- und Lichtsensor sowie ein selbsttätig abblendender Innenspiegel. Unser Testwagen verfügt zusätzlich über ein City-Notbremssystem, das ab einer Geschwindigkeit von mehr als 6 km/h zu arbeiten beginnt.

Lifestylig macht er immer eine gute Figur
Italiener mit betont guter Figur.

Moderate Aufpreispolitik

Ab einem Preis von 20.190 Euro ist der Kompakte mit fünf Türen aus Italien mit dem stärksten Diesel-Aggregat zu haben. Dafür bietet Fiat einen 1.6-Liter MultiJet mit 120 PS und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Der Preisunterschied zwischen den beiden Ausstattungslinien Easy und Lounge (nur beim 1.6 Liter Diesel) liegt mit 1.000 Euro im moderaten Bereich. Zur Aufpreisliste unseres Testwagens kommen außer der Metallic-Lackierung (€ 550) die Sitzheizung (€ 250), das Lounge Tech Paket (€ 990 – Parksensoren hinten, Uconnect® Navi und Rückfahrkamera), das Lounge Komfort Paket (€ 300 – Mittelarmlehne vorn und hinten, Lordosenstütze elektrisch für den Fahrersitz, Beifahrersitz höhenverstellbar), das Lounge Style Paket   (€ 650 – 17-Zoll Leichtmetallfelgen, Chromleisten an Front und Seitenfenstern, Fensterscheiben hinten getönt) und das Reserverad (€ 180) hinzu.

Fazit:

Seine Kombination aus Nutzwert und Fahrspaß lassen den „Golf Räuber“ aus Italien mit seiner Fünf-Türer-Variante ein akzeptables Kopfnicken nach oben und unten bewirken. Im Vergleich zum deutschen Platzhirsch ist der Fiat Tipo eine gelungene Alternative, die unbedingt eine Überlegung beim Autokauf wert ist.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Fiat

Tipo 1.6 MultiJet

Motor R4, Diesel
Hubraum 1.598 ccm³
Leistung 120 PS @ 3.750 U/min
Kraft 320  Nm @ 1.750 U/min
Getriebe Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.368, 1.792, 1.595   mm
Radstand 2.638 mm
Leergewicht 1.370 kg
Wendekreis 10,93 m
Höchstgeschwindigkeit 200 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 9,8 sec
Normverbrauch 3.7 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 4.9 l / 100 km
Öko-Experte 4.3 l / 100 km
Außendienst-Modus 5.2 l / 100km

[notification type=“notification_info“ ]Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller – Beitragsbild: Hersteller (FCA Germany AG)[/notification]

[/toggle]

Aktuelle Suchanfragen:

Fiat 124 Spider – Ein Italiener zum Verlieben

Der kleine, schon etwas in die Jahre gekommene Fiat 500 muss jetzt ganz stark sein: Seine Stellung als das Frauenauto der italienischen Marke ist in Gefahr. Die Bedrohung kommt nicht von außerhalb, sondern aus den eigenen Reihen. Der seit Anfang Juli und zu Preisen ab 23.990 Euro erhältliche Fiat 124 Spider schickt sich an, die Frauen-Versteher-Position einzunehmen.

Anders als der Cinquecento spielt der Spider nicht die „ach, wie süß“-Karte aus, sondern setzt beim ersten Kennenlernen auf seinen durchtrainierten Körper. Sein wohlgeformtes und muskulös gezeichnetes Blechkleid entspricht den klassischen Normen eines offenen Zweisitzers. Auch wenn das Fahrzeug mit einer Länge von 4,06 Metern kein Riese ist, riskiert frau doch gerne einen zweiten und dritten Blick auf seine lange Schnauze, die niedrige Dachlinie und das markante Hinterteil. Wenn wie bei unserem Testauto in der Lusso-Ausstattung (ab 26.490 Euro) noch schicke 17-Zoll-Leichtmetallfelgen die Augen erfreuen, umso besser. Dass der kleine Sportwagen eng mit dem Mazda MX5 verwandt ist, sieht man ihm nur bedingt an.

Der Fiat 124 liegt satt auf der Straße und so schnell lässt er sich und Fahrer nicht aus der Ruhe bringen
Der Fiat 124 liegt satt auf der Straße und so schnell lässt er sich und Fahrer nicht aus der Ruhe bringen

Doch der rassige Italiener will nicht nur mit seiner Optik überzeugen. Unter der langen Motorhaube kommt ein 1,4-Liter-Benziner mit 103 kW/140 PS zum Einsatz. Anders als die japanischen Kollegen setzen die Fiat-Ingenieure nicht auf Saugmotoren, sondern auf Turbounterstützung. Und der kleine Turbo stellt schon bei zarten Gaspedaldruck sein Temperament unter Beweis. Flankiert wird seine Lebhaftigkeit durch einen sonoren Sound, der bei der Lusso-Version der serienmäßigen Doppel-Auspuffanlage entweicht. Dabei macht der Spider nicht auf dicke Hose, verspricht also akustisch nicht, was er motorisch nicht halten kann. Im Gegenteil: Der Turbo hat leichtes Spiel – buchstäblich, es müssen ja auch nur 1.125 Kilogramm Leergewicht in Bewegung gebracht werden.

Der Turbo hat leichtes Spiel – buchstäblich, es müssen ja auch nur 1.125 Kilogramm Leergewicht in Bewegung gebracht werden
Der Turbo hat leichtes Spiel – buchstäblich, es müssen ja auch nur 1.125 Kilogramm Leergewicht in Bewegung gebracht werden

So fühlen sich die 140 PS auch nach deutlich mehr Leistung an. Der Motor dreht willig hoch. Das knackige Sechsgang-Getriebe animiert zum Schalten, so dass die 240 Nm passgenau abgerufen werden können. Bei herbstlichen Schmuddelwetter mit viel Regen und Graupelschauern sowie nassem Laub auf den Straßen haben wir seine Kurvenräubereigenschaften, die unter anderem auf seinem Hinterradantrieb und niedrigem Schwerpunkt fußt, nur bedingt erfahren können. In den wenigen trockenen Teststunden machte der Spider bei kurvigen Ausfahrten einfach nur gute Laune. Er liegt satt auf der Straße und so schnell lässt er sich und Fahrer nicht aus der Ruhe bringen. Auch der Blick auf die Tanknadel treibt den Puls nicht in die Höhe. Den Normwert von 6,4 Litern überboten wir zwar, aber 7,5 Liter gehen für ein solches Spaßmobil durchaus in Ordnung. Theoretisch schafft man auf der Autobahn die Spitzengeschwindigkeit von 217 km/h, in der Schlechtwetter-Praxis, haben wir auf das Erfahren der Höchstgeschwindigkeit verzichtet.

Apropos Regen: Das Verdeck zeigte sich von den Regengüssen unbeeindruckt. Es blieb immer dicht. Gerade bei schlechtem Wetter konnte seine einfache manuelle Bedienung punkten. Öffnen und Schließen erfolgt ganz traditionell per Hand. Einfach Entriegeln, Stoffmütze nach hinten werfen und dann ein kurzer Druck, um sie in ihrer Vertiefung zu fixieren. Und wenn es wieder anfängt zu tröpfeln? Das Schließen des Verdecks geschieht fast genauso schnell. So ließen sich die wenigen Sonnenscheinminuten unkompliziert nutzen.

Öffnen und Schließen des Verdecks erfolgen ganz traditionell per Hand
Öffnen und Schließen des Verdecks erfolgen ganz traditionell per Hand

Aber nicht alles ist eitler Sonnenschein beim Spider. Das merken besonders Menschen, die länger als 1,85 Meter sind. Die Kopffreiheit endet hier bei geschlossenem Dach sehr schnell. Zudem sind die Sitzschienen bauartbedingt nicht sehr groß, so dass lange Beine gestaucht werden. Im Vorteil sind eindeutig kürzere Fahrer und Beifahrer. Doch auch diese benötigen geschmeidige Gelenke und am besten noch einen Pilates-Kurs, um nicht auf die Sitze zu plumpsen. Nicht nur der Platz für die Passagiere ist eingeschränkt. Ablagen sind rar. Eine größere Handtasche muss bei Zweiernutzung ins Gepäckteil. Das fasst immerhin 140 Liter. Einkäufe aus dem Supermarkt verstaut man aber am besten lose darin, um sie erst zuhause in eine Transportbox umzuladen.

Egal, ob Regen oder Sonnenschein – der Fiat 124 Spider macht gute Laune. Dazu trägt in der Lusso-Ausstattung auch das schön gestaltete Interieur bei
Egal, ob Regen oder Sonnenschein – der Fiat 124 Spider macht gute Laune. Dazu trägt in der Lusso-Ausstattung auch das schön gestaltete Interieur bei

Egal, ob Regen oder Sonnenschein – der Fiat 124 Spider macht gute Laune. Dazu trägt auch in der Lusso-Ausstattung auch das schön gestaltete Interieur bei. Das Armaturenbrett in Lederoptik wirkt edel, dazu gibt es Ledersitze und die Klimaautomatik sorgt für angenehme Temperaturen. Für weitere Individualisierungswünsche bietet Fiat noch LED-Scheinwerfer an (im Paket mit Kurvenlicht: 1.500 Euro, Navigationssystem mit Rückfahrkamera (1.000 Euro) oder ein Bose-Soundsystem (700 Euro). Wer den rassigen Italiener in einem schicken Metallic-Farbton sein eigen nennen will, muss 520 Euro investieren. Aber gutes Aussehen gehört beim Spider ja schließlich unbedingt dazu. (Elfriede Munsch/SP-X)

Abarth 595 Edizione Turini – Scharfes Sondermodell

Fiats sportliche Tochtermarke Abarth bietet ab sofort den 595 als Sondermodell an. Der 595 Edizione Turini steht in lediglich zwei Außenfarben mit einem kurios anmutenden Preisunterschied zur Wahl: Für die weiß lackierte Variante werden 26.085 Euro fällig, die Version in Blau kostet 40 Euro mehr. In beiden Fällen beziffert Fiat den Preisvorteil auf 1.800 Euro.

Der neue Sonder-Abarth basiert auf der Turismo genannten 595-Variante. Diese wird von einem 121 kW/165 PS starken 1,4-Liter-Turbobenziner angetrieben. Knapp über 7 Sekunden dauert der Standardsprint, maximal schafft die kleine 500-Granate 218 km/h.

Die Ausstattung umfasst Bi-Xenon-Leuchten, Parkpiepser hinten, Sportsitze mit Sitzheizung, Klimaautomatik, das Infotainment-System Uconnect mit Sieben-Zoll-Touchscreen und DAB-Radio, Sportfahrwerk, Koni-Stoßdämpfer sowie 17-Zoll-Leichtmetallräder mit Sommerbereifung. Zusätzlich gibt es zudem Winterräder auf ebenfalls 17 Zoll großen Alufelgen. (Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Autoverkauf über Amazon – Fiat-Neuwagen zum Klicken

Fiat will auf seinem Heimatmarkt Autos auch über Amazon verkaufen. Zunächst stehen in Italien die Kleinwagen Panda, 500 und 500L online zur Wahl, wie das Magazin „Auto Motor und Sport“ berichtet. Die Autos sollen bis zu 33 Prozent günstiger sein als vergleichbare Modelle beim Händler. Für den Fiat 500 Lounge etwa werden knapp 11.500 Euro aufgerufen, der Listenpreis beträgt 16.000 Euro. Nach dem Kauf im Internet erfolgt die weitere Abwicklung über lokale Händler.

Fiats Versuch, neue Vertriebswege zu öffnen, ist kein Einzelfall. In den USA testet Hyundai ebenfalls die Zusammenarbeit mit Amazon; dort können Kunden Testwagen online ordern. Der schwedische Hersteller Volvo hat bereits ein Sondermodell des XC90 exklusiv über das Internet verkauft und will künftig weitere derartige Angebote machen. Bislang hält sich die Branche jedoch auch aus Rücksicht auf ihre Vertragshändler, die letztlich auch das Servicenetz betreiben, noch weitgehend zurück. (Holger Holzer/SP-X)

Fahrbericht: Herzensbrecher – Fiat 500S 0.9 Twinair

„Mattlack, das ist ja sowas von 2012…“ – bis plötzlich der Fiat 500S in Alpi Verde vor dir steht.

Nachdem jetzt auch der letzte Premium-Hersteller auf den Zug der matten Lackierungen aufgesprungen ist, hat sich dessen Fahrt mächtig verlangsamt. In allen shades of grey haben wir es nun gesehen, ob günstig foliert oder aufwändig gespritzt – irgendwie ist der Trend keiner mehr.

Und dann kommt ganz normal der kleine Fiat und trägt Nato-oliv. Sie nennen es natürlich wunderbar anders, aber die Präsenz wird dadurch nicht zaghafter. Das gelbe (!) Lederinterieur macht es nicht weniger auffällig.

test-fahrbericht-007fiat-500s-twinair

Der 500S ist also ein Knaller. Mit den großen Lufteinlässen, Spoilerleitwerken an Front und Heck, wie den dunklen Scheiben und abgefinsterten Chromakzente macht er zudem auf böse. Rote Bremssättel und Akzente auf den mattschwarzen Sechzehnzöllern besorgen den Rest.

Die vor einem Jahr modellgepflegten LED-Lampen an Front und Heck kommen in diesem Umfeld nun noch besser zur Geltung, besonders wenn man die grimmigen Xenon-Linsen in der Aufpreisliste anhakt. Überhaupt ist es der Preis, den man gleich zu Beginn verdauen muss: knapp 22.000 Euro notiert unser Testwagen stumm und ein wenig verschämt auf dem Beipackzettel. Wahrlich viel Geld für so wenig Auto. Doch der 500S mit seinem 105 PS-Twinair-Motor sorgt bereits im Stand dafür, dass der Schmerz über den mächtigen Preis schnell vergessen wird.

test-fahrbericht-015fiat-500s-twinair

Im Innenraum empfängt er dich in einer dunklen Höhle dank des schwarzen Dachhimmels, die Sportsitze tragen die gleichen gelben Lederakzente wie die Türtafeln, dazu ist das Lenkrad sportlich ausgeformt und der Schalthebel des Sechsgang-Getriebes liegt wie gewohnt hoch zur Hand. Wunderbar frisch kommt das neue Uconnect Live HD-Navi daher – kein Vergleich zum ähnlichen System in den großen Geschwistern – die Konnektivität per Kabel und Bluetooth klappt wunderbar und die 440 Watt des Beats-Soundsystems mit fettem Subwoofer schieben im Stand mindestens so gut wie der 0.9 Liter Zweizylinder.

Denn: er hinkt noch immer etwas über der Leerlaufgrenze. Einmal in Fahrt, ist er dann aber jener Quell der Freude, der er immer gewesen ist. Vielleicht sogar der fröhlichste Motor, der derzeit für Geld zu kaufen ist? Sein Tremolo – dieses wunderbare Prötteln, der entfernte Sound eines Ducati-V2 oder einfach die Kindheits-Erinnerung, als wir noch den Lutscherstiel in die Fahrradspeichen gesteckt haben, herrlich. Dabei bist du immer erstaunlich hochtourig unterwegs, weil das abgestumpfte Vierzylinder-Ohr einfach zu wenige Zündvorgänge hört und die stets auf halber Drehzahl wähnt. Das ist aber kein Problem, denn erst oben auf der Leiter der Umdrehungen feuert der Twinair seine ganze Kraft ab. Hier oben blüht er auf, reißt fast schon gierig an und wirft den kleinen 500 locker aus den Ecken und wuchtet ihn bei Bedarf mit knappen 200km/h über die Autobahn.

test-fahrbericht-004fiat-500s-twinair

Dass das nicht sein bevorzugtes Terrain ist, dafür kann der 500S natürlich nichts. Sein kurzer Radstand und der hohe Aufbau fühlen sich mehr der Stadt verpflichtet als der Langstrecken-Brennerei. Ein abruptes Bremsmanöver aus vollem Lauf, weil ein Ausscherender den kleinen Matten übersehen hat, endet gerne mit schweißnassen Handflächen und wagenradgroßen Augen. Er wird dann schon sehr leicht auf der Hinterachse, beginnt ein Tänzchen, gerne auch zwei. Mit der Lenkung ist das Ganze nicht wirklich einzufangen, zu wenig Rückmeldung gibt sie dir, weil alles Gefühl in der massiven Servounterstützung erstickt wird.

Doch er ist eben ein Kleinwagen, ein Herzensbrecher und keiner für den Rundenrekord. In der Stadt rückt er die Welt dann auch wieder gerade: schnell an der Ampel, treffsicher in allen Lücken und locker mit einem Finger einzuparken. Dazu der passende Beat aus dem Auspuff und die Welt ist wirklich sehr in Ordnung.

test-fahrbericht-017fiat-500s-twinair test-fahrbericht-012fiat-500s-twinair test-fahrbericht-010fiat-500s-twinair test-fahrbericht-009fiat-500s-twinair test-fahrbericht-013fiat-500s-twinair test-fahrbericht-014fiat-500s-twinair test-fahrbericht-008fiat-500s-twinair test-fahrbericht-003fiat-500s-twinair test-fahrbericht-002fiat-500s-twinair test-fahrbericht-006fiat-500s-twinair

Aktuelle Suchanfragen:

Fiat 124 Spider America Limited Edition – Hommage an ein Geburtstagsgeschenk

Fiat legt den 124 Spider als Sondermodell „American Limited Edition“ auf. Der ausschließlich in Bronzebraun-Metallic lackierte Roadster tritt mit hellbraunen Ledersitzen, silbernen Außenspiegelkappen und einem goldfarbenen 124-Logo im Kühlergrill in die Fußstapfen des Fiat 2000 Spider Limited Edition, der 1980 als Sondermodell zum 50. Geburtstag des Designstudios Pininfarina gebaut wurde. Zur Ausstattung zählen unter anderem eine Bose-Audioanlage, Navigationssystem und Klimaautomatik, den Antrieb übernimmt ein 1,4-Liter-Turbobenziner mit 103 kW/140 PS, der wahlweise mit Handschaltung oder Sechsgangautomatik zu haben ist. Die Preise starten bei 31.990 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Ram Rebel TRX Concept – Die Wüste bebt

Was für Ford der F-150 Raptor, ist für die Fiat-Chrysler-Marke Ram der Rebel, der mit üppiger Leistung, dicken Offroad-Reifen und mehr Bodenfreiheit deutlich mehr als nur Lastesel sein will. Wie man das wilde Treiben dieses Power-Trucks noch auf die Spitze treiben kann, zeigt Ram nun mit der Studie Rebel TRX.

Dank 34 Zentimeter Federweg soll sich der Ram Rebel TRX auch für Sprünge gut eignen
Dank 34 Zentimeter Federweg soll sich der Ram Rebel TRX auch für Sprünge gut eignen

Statt um eine mit ein paar Anbauteilen aufgemotzte Tuningversion handelt es sich um eine tiefgreifend modifizierte und von Grund auf neu aufgebaute Hardcore-Interpretation des Rebel. Besonders viel Aufwand wurde beim Fahrwerk betrieben, welches mit verbreiterter Spur und deutlich mehr Federweg fast schon das Kompetenzniveau von Desert-Racern erreicht. Dem Rebel wurden entsprechend Beadlock-Felgen mit extrabreiten 37-Zoll-Offroad-Reifen unter die deutlich erhöhte Karosserie geschnallt.

Von seinen Riesenreifen trägt der Ram Rebel TRX sogar zwei huckepack
Von seinen Riesenreifen trägt der Ram Rebel TRX sogar zwei huckepack

Unter der Haube mobilisiert ein 6,2-Liter-V8 dank Kompressoraufladung 575 PS, die via Achtgang-Automatik an alle vier Riesenräder verteilt werden. Eine auf beiden Flanken in den Seitenschwellern austretende Auspuffanlage verspricht einen markanten Sound. Während vorne ein offenes Differenzial zum Einsatz kommt, verfügt der TRX hinten über eine elektrisch zuschaltbare Differentialsperre von Dynatrack. Vier per Knopfdruck aktivierbare Fahrprogramme gibt es. Wer es in der Wüste so richtig krachen lassen will, sollte in den Baja genannten Offroadmodus wechseln.

Auch der Innenraum des Ram Rebel TRX wurde auf das sportliche Ansinnen des Offroad-Biestes hin optimiert
Auch der Innenraum des Ram Rebel TRX wurde auf das sportliche Ansinnen des Offroad-Biestes hin optimiert

Auch der Innenraum des Rebel TRX wurde sportlicher getrimmt. So gibt es ein unten abgeflachtes Sportlenkrad mit Schaltwippen für die Automatik, um die Schultern herum stark konturierte Sportsitze mit Sechspunktgurten, einen speziellen Schaltknauf sowie Textilschlaufen als Türöffner.
(Mario Hommen/SP-X)

Aktuelle Suchanfragen:

Fiat 500X Trekking Sondermodell – Matschversion mit Preisvorteil

Als Sondermodell Trekking kommt Fiats 500X im expressiven Offroad-Outfit und einer bereits gehobenen Serienausstattung vorgefahren. Zu den serienmäßigen Extras gehören unter anderem das Entertainmentsystem Uconnect mit Fünf-Zoll-Touchscreen, 16-Zoll-Alus, Tempomat, Klimaanlage und Bluetooth-Freisprechanlage.

Der Kunde kann zwischen drei Motorvarianten ausschließlich in Kombination mit Frontantrieb wählen. Die beiden Benziner leisten 81 kW/110 PS beziehungsweise 103 kW/140 PS. Alternativ ist ein 1,3-Liter-Diesel mit 70 kW/95 PS verfügbar. Der Einstiegsbenziner ist abzüglich eines von Fiat gewährten, sogenannten Händlerbonus von 3.000 Euro für rund 17.000 Euro zu haben. Wer möchte, kann das Sondermodell mit einigen Extras in Form von optionalen Ausstattungspaketen zusätzlich aufrüsten. (Mario Hommen/SP-X)