Die Spannung sinkt

Zulieferer Schaeffler hat ein seriennahes Konzeptfahrzeug entwickelt, das anstelle des heute gängigen Hochvoltsystems mit einem milden 48-Volt-Hybridsystem arbeitet. Diese Bordspannung soll gegenüber konventionellen Hybridfahrzeugen Kostenvorteile bei Herstellung und Wartung bieten. Premiere feiert das Mittelklasse-SUV auf der Detroit Motor Show (12. bis 25. Januar).

Das Konzeptfahrzeug basiert auf dem Ford Kuga. Durch die milde Hybridisierung mit 48 Volt werden laut Schaeffler bereits jetzt Vorgaben erreicht, wie sie erst in zehn Jahren gelten werden. Auch die sogenannten amerikanischen CAFE-Standards für das Jahr 2025 werden erfüllt. CAFE steht für Corporate Average Fuel Economy und beschreibt die gesetzlichen Flottenverbrauchsvorschiften.

Neben der milden Hybridisierung kommen im Konzeptfahrzeug weitere Technologien zum Einsatz, unter anderem eine Allrad-Trennkupplung sowie Maßnahmen zur Dämpfung und Reibungsoptimierung im Antriebsstrang.

Schaeffler arbeitet schon seit längerer Zeit an der Hybrid-Antriebstechnik. Vor wenigen Monaten zeigte der Zulieferer in Kooperation mit dem Reifenhersteller Continental am Beispiel eines 92 kW/125 PS starken Ford Focus mit 1,0-Ecoboost-Benziner, wie man schon heute mittels eines milden Hybridstranges bis zu 17 Prozent Kraftstoff einsparen kann.

Die Kostenbremse setzt das 48-Volt-Hybridantrieb auch an anderer Stelle an: Konventionelle Hybride benötigen bis zu 400 Volt Spannung. Um beispielsweise bei Rettungsmaßnahmen Ersthelfer nicht mit einem lebensgefährlichen Stromstoß zu gefährden, ist eine teure und aufwendige Schutzvorrichtung nötig. Kfz-Mechaniker brauchen für die Wartung solcher Fahrzeuge zudem eine spezielle Ausbildung. Beides wird bei Autos mit 48-Volt-Netz nicht benötigt.

Autor: Adele Moser/SP-X

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