Den Winter elektrisch meistern – Der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander im Dauertest

Den Winter elektrisch meistern – Der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander im Dauertest

mein-auto-blog testet den Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Alltag. Reichweite, Zuverlässigkeit der Technik und Nutzen – wir schauen ganz genau hin! 

Es ist der dritte Winter den wir mit dem Plug-in Hybrid Outlander erleben werden. Während im Sommer der Benziner wirklich oft schweigt, der Alltag ist zu 90% mittlerweile für den Plug-in Hybrid Outlander ein rein elektrischer, verändert sich das in den kalten Monaten. Ist das gut oder schlecht?

Wie fährt man im Winter elektrisch und wann macht es keinen Sinn mehr?

Der Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid mit seiner Kombination aus einem 121 PS starken Benzinmotor und den zwei 82 PS E-Motoren könnte genau die richtige Lösung für den rein elektrischen Winterbetrieb sein, wenn, ja wenn der Benziner auch im Winter ausbleibt. Aber sobald es kalt wird, startet der Plug-in Hybrid Outlander seinen Benzinmotor früher und öfter. Und dafür gibt es einen guten Grund.

19-21 ° ist die normale durchschnittliche Temperatur im Innenraum für viele Autofahrer. Da fühlt man sich wohl, braucht keine Winterstiefel, keine dicken Jacken und Schal und Handschuhe können auch außen vor bleiben. Um diese 19-20° zu erreichen, muss jedoch ordentlich geheizt werden. Und hier kommen wir an den Punkt der Betriebslogik die man dem PHEV-Outlander beigebracht hat, die dafür sorgt, dass im Winter der Benzinmotor auch anspringt, wenn die Akkus eigentlich noch voll sind.

7 kW würde die Heizung ziehen – wenn man nicht die Abwärme des Benziners nutzt. 7 kW für warme Füße und Hände. 7 kW die dem Vortrieb fehlen. Und: Es ist ein Betriebsschutz für den Motor. Ein erster Start des Motors sorgt für eine Durchwärmung des Motoröls. Ein Verschleißschutz für den Winterbetrieb. Das Szenario ist eindeutig: Mit kalten Motor (Frost?) los fahren, rein elektrisch bis zur Autobahn und dann Kick-Down zum beschleunigen? Das mag man machen können, sinnvoller ist es jedoch, dem Motor die Möglichkeit zu geben, sich zu zu temperieren. Und genau diese beiden Vorgänge erledigt die Betriebsstrategie des PHEV-Outlanders bei niedrigen Temperaturen. Der Motor erzeugt mehr als genug Abwärme um den Innenraum zu wärmen und zugleich temperiert sich die Peripherie des Motors. Wasser- und Ölkreislauf. Sobald dann Last gefordert wird, muss der Motor nicht aus dem Kälteschock heraus die Leistung abliefern.

Das Modelljahr 2017 wird eine Veränderung in der Strategie bringen. Ein “pure EV” Button wird hinzukommen. Ob das auch den Betrieb im Winter verändert? Das werden wir testen müssen, hierzu gibt es noch keine Aussagen.  Wer dennoch maximal elektrisch fahren will, weil er zum Beispiel auch weiß: Er braucht keine Volllast und wird den Benzinmotor auch nicht aus seinem Winterschlaf wecken, der muss bei den Modellen 2013-2016 folgendes beachten:

So fährt der Mitsubishi Outlander PHEV auch im Winter erst einmal rein elektrisch:

Methode 1: Heizung, Klimaanlage vollständig aus. Wer sein Fahrzeug im Winter in einer Garage parkt, der wird mit dieser Methode leben können. Solange die Heizung und die gesamte Klimaanlage ausbleibt, fährt der Outlander PHEV rein elektrisch. Die Sitzheizung sorgt hierbei für ein wenig Wärme. Allerdings ist diese Lösung nicht ideal. Je nachdem, wie warm man selbst eingepackt ist, je nach Wetter beschlagen die Scheiben recht schnell.

Methode 2: Wesentlich lieber ist mir Methode 2 und die wurde von uns auch so angewandt. Die Standheizung arbeitet elektrisch. Mit dem Update der Software im Winter 2015  wurde die Vorwärmzeit für den Innenraum von 10 Minuten auf 20 und optional 30 Minuten erhöht. Mit einer 30 minütigen Vorwärmzeit haben wir auch im strengsten Winter das Fahrzeug vollkommen eisfrei bekommen, den Innenraum ordentlich vorgewärmt und je nach Temperaturenlage die Klimaanlage laufen lassen können. Ist der Innenraum genug vorgewärmt, springt der Motor auch bei eingeschalteter Klimaanlage nicht an. Denn es war die Heizung, die mit der Abwärme des Benzinmotors die Kabine aufwärmen wollte.

Mit der nun möglichen Vorwärmzeit von bis zu 30 Minuten entfällt diese Reaktion, der Mitsubishi Outlander PHEV lässt sich auch im Winter rein elektrisch bewegen. Die absolute Minimalstrecke lag hierbei, bei Nutzung von Licht und Heizung und auf Schnee bedeckter Straße bei 19 Kilometern.

Haben Sie Fragen? Anmerkungen oder Wünsche zu unserem Dauertest-Fahrzeug? Schreiben Sie uns! 

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6 Kommentare

  1. Alexander
    1. Januar 2017 zu 08:17 Antworten

    Hallo Bjoern, wohne in Österreich und bekomme bald ein MJ 17 des Outlander PHEV. Wie sind Deine Erfahrungen in Bezug auf Rost bzw. kann der Unterboden zB in der Waschstraße regelmäßig ganz normal gereinigt werden ( Hitze des Wassers – Akku?). Mit welchem Programm /fährt man in eine Waschstraße mit Kettenantrieb ( wo normale Automatikfahrzeuge den Motor in N laufen lassen sollten?), SB Wäsche mit ” Dampfstrahler” möglich? Finde dazu nichts im net. PS Dein Blogg ist perfekt und eine sehr gute Unterstützung in der Entscheidungsphase zum Kauf eines PHEV, beste Grüße aus dem derzeit nur durch Schneekanonen weißen Tirol! Alexander

    • Bjoern
      Bjoern
      1. Januar 2017 zu 09:51 Antworten

      Hallo Alexander,

      gutes Thema ;)
      Werde ich gleich mal aufgreifen!

  2. Chris
    21. Dezember 2016 zu 09:25 Antworten

    Hallo Björn,

    wo lässt sich den den Vorwärmzeit auf 30min. einstellen?
    Beim 2016er Plus Modell lässt sich im Menü der Temperaturfernsteuerung nur wählen zwischen “Klima”, “Heizung” und “enteisen”.
    Ein Untermenü zur Einstellung der Vorwärmzeit habe ich bisher vergeblich gesucht.

    • Bjoern
      Bjoern
      21. Dezember 2016 zu 09:58 Antworten

      Hallo Chris,

      über die Remote-Control App kann man die Dauer einstellen.

      LG
      Bjoern

  3. gerald
    11. Dezember 2016 zu 20:37 Antworten

    gut geschrieben Björn. solange der Akku bis ca. 25% arbeitet der Benziner nur zur Heizungsunterderstützung und Motortemperierung, es sei denn man tritt wild aufs Gas. Auch bei nichtwinterlichen Außentemperturen ist es kein Fehler, wenn wir vorrauschauend nach vollelektrischem LS – oder Stadtgeschleiche z.B. vor AB-Auffahrten mittels “Charge” oder “Save” den Benziner temperiert.

    • Bjoern
      Bjoern
      12. Dezember 2016 zu 11:00 Antworten

      Danke Gerald

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