Erste Fahrt: Honda HR-V

Erste Fahrt: Honda HR-V

Entdecker-Lust entdeckt

Erste Fahrt im neuen Honda HR-V

Das Segment der Einstiegs-SUV, Fachleute sprechen auch gerne vom B-SUV-Segment, boomt ohne große Unterbrechung seit 2006. Analysten sehen auch noch lange kein Ende dieses Trends. Verständlich das die japanische Marke Honda im Zuge ihrer Neuausrichtung und Modernisierung der Fahrzeugpalette auch mitmischen möchte.

Der neue Civic, der sportliche Dampfhammer Civic Type R, aber auch der Cityflitzer Jazz sind frisch oder werden zeitnah neu in die Showrooms der Honda-Händler kommen. Nach hauseigenen Marktforschungsanalysen, wünschen sich besonders jüngere Fahrzeugkäufer, Singles, aber auch jüngere Paare ohne Kinder ein Auto für alle Zwecke.

Geräumig soll es sein, aber von außen nicht wuchtig, robust, auch im Aussehen und ein wenig Sportlichkeit wäre auch toll, letztendlich reitet man als moderner Mensch ja auf der angesagten Health- und Fitnesswelle. Gerne darf das Fahrzeug dieses auch zeigen.

Erster fahrbericht test honda -hr-v (6)

Diese ganzen Eigenschaften zu verbinden war die Aufgabe der Honda-Ingenieure. Und was fast als Paradoxon anmutet, hat Honda in schönes Blech gepresst, auf die Plattform des neuen Honda Jazz gestellt und diesem urban Crossover den Namen „Honda HR-V“ verpasst.

Honda HR-V werden sich nicht nur Autokenner fragen, diese Nomenklatur gab es doch schon einmal im Honda Portfolio. Richtig, von 1999 bis 2005 gab es eine Art hochgebockten kantigen Kombi, zu einer Zeit, als das Wort „SUV“ noch nicht wirklich erfunden war.

Der neue Honda HR-V orientiert sich am großen Bruder CR-V, der zu Jahresbeginn aufgefrischt wurde und sich über alle Modellgenerationen hinweg über sieben Millionen mal verkaufte. Honda spricht hier nicht zu Unrecht von einem Weltauto!

Welcher Ort wäre für diesen Aufbruch in eine neue Zeit besser geeignet sein als Lissabon. Dort wo dem portugiesischen Seefahrer Vasco Da Gama zahlreiche Institutionen gewidmet sind. Und so wie er sich früher aufmachte um die Welt zu erkunden, starten wir mit dem neuen „Dynamic Cross Solid“-SUV von Honda. Vom Vasco da Gama Platz, vorbei an den architektonischen Highlights der Uferpromenade, passend zum modernen Lifestyle SUV, der nur mit Frontantrieb lieferbar ist und daher wie die meisten SUV, in der Stadt Zuhause suchen wird. Das neue expressive Myriad by Sana Hotels, ein visuelles Highlight direkt am Meer, liegt hinter uns.

Erster fahrbericht test honda -hr-v (1)

Wir fahren die aus dem Modellprogramm bekannte Diesel-Motorversion mit 120 PS, der bereits die neue Euro 6 Norm erfüllt. Der zweite zum Marktstart angebotene Motor ist ein 1,5 Liter –i-VTEC Benziner mit 130 PS. Sowohl Benziner als auch Diesel sind mit Sechsgang-Schaltgetriebe erhältlich, das für den neuen HR-V umfassend überarbeitet wurde.

Exklusiv dem Benziner bleibt das ebenfalls modernisierte CVT-Getriebe vorbehalten. Eine völlig neue CVT-Steuerlogik wurde eigens für den europäischen Markt entwickelt, um das direkte und lineare Gefühl eines Schaltgetriebes zu vermitteln.

Erreicht wird dies durch eine neue und exklusiv in Europa verfügbare Steuersoftware, welche sieben Gänge simuliert und eine optimierte Zuordnung des Gangwechsels bietet. Zwei zusätzliche neue Programme bieten situationsabgestimmte Verbesserungen. Darauf werden wir demnächst bei unserer Fahrt mit dieser Getriebeversion eingehen.

Erster fahrbericht test honda -hr-v (27)

Das manuelle 6-Gang-Getriebe lässt sich gut führen, der etwas zu minimalistisch geratene Schaltknauf würde in einer dickeren Version noch besser in der Hand liegen. In der Stadt, aber auch auf unserem kurzen Stück Autobahn um die malerische Westküste zu erreichen, hält sich der Selbstzünder angenehm zurück. Bei normalem Stadttempo und wenn man nicht auf der Jagd zur Pole Position ist, hat er sogar die Geräuschkulisse eines Benziners, also fast nicht hörbar. Das liegt nicht nur am Motor, sondern auch an zahlreich verbauten Dämmstoffen. Die Honda-Techniker haben dabei nicht mal Halt vor den Radhäusern gemacht und auch dort Dämmmaterial eingebaut.

Die Insassen sollen bequem ihr Ziel erreichen können, oder wie Honda-Ingenieur Yamamoto sagt, „Der Mensch steht bei Honda im Mittelpunkt, nicht die Maschine!“.

Das Interieur zeigt sich europäisch, es fehlt die Verspieltheit des Cockpits, das früher aussah als wäre eine Dose mit Schaltern und Knöpfen explodiert und dort wo sie beim Vorab- Tonmodell ins Armaturenbrett einschlugen, da blieben sie auch. Für die einen war es Innovation, das Besondere, für die anderen war es eine Bestrafung für die Augen. Wir gehören der zweiten Kategorie an und fühlen uns daher mit dem neuen Armaturenbrett-Layout verstanden und einfach gut im aufgeräumten Innenraum.

Jeder Knopf ist dort wo man ihn vermutet, die Instrumente klar ablesbar, sogar blendfrei trotz der portugiesischen Sonneneinstrahlung. Das ist nicht bei jedem außereuropäischen Modell so. Allerdings die Anordnung der drei Luftdüsen auf der Beifahrerseite scheint uns eine Reminiszenz an alte Tage zu sein, die unter dem Credo „Wir machen etwas anders als die anderen“ zu stehen scheint. Praktisch ja, die drei Düsen sind individuell steuer- und regelbar, jedoch optisch ein Affront für die Augen, da sie sich visuell nicht schließen lassen.

Die Honda eigene Erfindung, den Kraftstofftank unter die Vordersitze zu packen, schafft hinten Platz für die „Magic Seats“, die man schon aus anderen Modellen kennt. Selbst das normale Kofferraumvolumen von 453 Litern ist überproportional groß, für diese Klasse, kann aber auf bis zu 1.240 Liter erweitert werden. Selbst ein Surfbrett lässt sich im Auto verstauen, das lästige auf dem Dach transportieren entfällt.

Durch zahlreiche Pakete kann der HR-V individuell bestückt und weiter aufgewertet werden. Wer den Menschen in den Lebensmittelpunkt rückt, der ist auch meistens um dessen Sicherheit besorgt. So rüstet Honda den neuen HR-V bereits serienmäßig mit dem City-Notbremsassistenten (CTBA) aus. Das System wurde entwickelt, um Unfälle bei niedrigen Geschwindigkeiten zu vermeiden bzw. deren Folgen zu mindern. Mithilfe von Laser-Radar-Technologie überwacht der Assistent die Fahrbahn nach vorne und leitet automatisch eine Bremsung ein, wenn eine Kollision droht. Der Assistent arbeitet bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 32 km/h. Das System gibt bei einer drohenden Kollision ein akustisches und optisches Signal aus, um den Fahrer zu warnen, und leitet den Bremsvorgang sowie gegebenenfalls eine vollautomatische Notbremsung ein.

Wir näheren uns „Cabo da Roca“, dem westlichsten Punkt des europäischen Festlandes. Dort, wo man früher Vasco da Gama die letzten Blicke zuwerfen konnte, bevor seine Flotte am Horizont verschwand. Beim HR-V ist es wohl genau andersrum. Er kommt mit seinem charmant robusten Blick ab September auf die Käufer des SUV-Marktes zu, dass diese ihn zu Recht entdecken können.

 

Text: Bernd Schweickard |  © Foto: Bernd Schweickard
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Bernd Schweickard

Individualist, Lifestyle-Experte und Gründer des AWR-Magazin.

Markenausblick: Honda – Geschrumpft und neu sortiert

Die Marke Honda stand einst für Innovation. Vorsprung durch Technik hätten sich die Japaner eigentlich früh als Marken-Claim sichern können. 1990 bauten sie den Sportwagen NSX komplett aus Aluminium – lange vor Audi. 1999 schickte Honda das Hybridmodell Insight auf die Straße, das erste 3-Liter-Benzin-Serienauto. Zeitgleich begann man, mit der Brennstoffzelle zu experimentieren. Man leistete sich Besonderheiten wie den Van FR-V mit drei Sitzplätzen in der ersten Reihe. Oder ein Motorrad mit ovalen Kolben. Und einen Jazz, ausgestattet mit dem besten Rücksitzkonzept der Kleinwagen-Klasse. Es ist bislang unerreicht.

Und heute? Japans drittgrößte Automarke tendiert eher zu Mainstream, denn Extravaganz – den neuen NSX einmal ausgenommen. Kunden haben Honda längst nicht mehr so häufig auf der Shopping-Liste wie einst. In Deutschland beliefen sich die Neuzulassungen auf rund 25.000 Einheiten, gegenüber dem Peak aus den 90er-Jahren ein Rückgang um fast Zweidrittel. Unter den Top50 der Neuzulassungen ist kein Modell von Honda vertreten. In Europa verkaufte das Unternehmen 2016 exakt 159.126 Fahrzeuge. Das ist zwar erheblich besser als 2015 (plus 20,8 Prozent), aber immer noch auf niedrigem Niveau. Zum Vergleich: Der Absatz von Kia betrugt 436.000 Fahrzeuge. Die Ursache liegt auch in der Anfang des Jahrzehnts gestarteten Umstrukturierung. Beschäftigt sind bei Honda Europe derzeit nur noch rund halb so viele Mitarbeiter. Auch das R&D-Center in Offenbach ist deutlich geschrumpft.

Honda hat in Deutschland einen Marktanteil von weniger als einem Prozent. „Wir sind nur im Privatkundengeschäft unterwegs“, sagt Hirokazu Tomiki, Präsident von Honda Deutschland. Daher nahm man die Mittelklasse-Limousine Accord in Europa aus dem Programm. „Im D-Segment sind nahezu 90 Prozent Geschäftskunden unterwegs“, so Tomiki.

Etwas kompensieren soll den Accord-Abgang die neue Civic-Limousine, die mit 4,63 Metern Länge die Kompaktklasse fast schon verlassen hat. Bislang wurde der Civic in neun Werken und auf vier Kontinenten produziert, jährlich über 600.000 Mal. Die neue Generation des Civic wird in Swindon für den globalen Markt produziert. Dazu gehört auch die Variante mit 1.0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner. Bei Testfahrten verblüffte dieser Motor durch eine hohe Laufruhe. Den Dreizylinder soll später auch der Jazz erhalten. Kurz vor Serienstart im Civic steht Ende 2017 ein neu entwickelter 1,6-Liter-Dieselmotor. Das sportliche Image wiederzubeleben, diese Aufgabe entfällt auf den Civic Type R. Er hat mit rund 15 Prozent einen ungewohnt hohen Anteil an der Baureihe. Erstmals bietet Honda den Kompaktsportler auch in den USA an. Keinen Nachfolger soll der Kombi (Tourer) erhalten. Das jetzige Modell wird noch bis zum Herbst produziert.

Jüngst verkündete Honda, auch in Europa die Antriebe zu elektrifizieren. „Bis 2025 sollen zwei Drittel unserer Verkäufe Hybrid-, Plug-in-Hybrid-, Brennstoffzellen- und Elektrofahrzeuge sein“, sagt Katsushi Inoue, Präsident und COO Honda Motor Europe.

Den Anfang könnte nächstes Jahr der neue CR-V machen, der zum Flaggschiff der Marke aufgerückte SUV. Allerdings ringt sich Honda im ersten Schritt zunächst nur zu einem normalen Hybrid durch. Die Zwei-Motoren-Technik stammt aus dem US-Accord und wurde für Europa adaptiert. Plug-in-Versionen kommen später. „Wir werden nach und nach alle unsere vier Baureihen hybridisieren“, verspricht Philip Ross. Wann es mit dem batterieelektrischen Antrieb losgehen soll, will der Senior Vice President bei Honda Motor Europe jedoch nicht verraten. Angeblich wird auf der kommenden IAA im September eine Studie zu sehen sein. Beim Elektromotor arbeitet Honda mit Hitachi zusammen. Der Civic könnte Hondas erstes BEV (Battery Electric Vehicle) werden. Dessen Plattform wurde außerdem ausgelegt für Plug-in- und E-Antrieb sowie für Allradantrieb. Nicht jedoch für die Brennstoffzelle.

Diese Rolle fällt dem Clarity zu. Die Mittelklasse-Limousine ist allerdings nur in den USA und in Japan erhältlich. In Europa laufen zehn Exemplare im Rahmen der sogenannten HyFIVE-Initiative (Hydrogen For Innovative Vehicles). Kommendes Jahr will Honda den Clarity in Amerika auch als Plug-in-Hybrid- sowie als Elektromodell anbieten.

In der gefragten Klasse der B-Segment-Crossover/SUV ist Honda seit 2015 mit dem HR-V (4,29 Meter) aufgestellt. Er basiert auf der Jazz-Plattform und wird in Mexiko gebaut. Die nächste Generation (ab zirka 2020) soll wieder aus Japan kommen. Darunter wäre noch Platz für einen City-SUV. Ein Modell dieser Größe (3,99 Meter) läuft bereits ebenfalls in Mexiko vom Band, der WR-V. Pläne, dieses Modell auch bei uns anzubieten, will Honda derzeit nicht bestätigen. (Michael Specht/SP-X)

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Test: Honda HR-V Diesel

Seit September 2015 ist der japanische Automobilhersteller auch in der Welt der Crossover angekommen, meint man. Trugschluss ! Denn Honda bot mit dem HR-V der ersten Generation bereits 1999 einen Mini SUV an, der als legitimer Vorgänger des ab Dezember 2013 in Japan angebotenen VEZEL gilt. Damals noch als High Rider Vehivle (HR-V). Basierend auf der gleichen Plattform des Honda Jazz stellt sich nun der HR-V seinen Mitbewerbern im viel umkämpften Markt der Crossover. Mit chicem Außenkleid, effizienten Motoren und Fahrerassistenzsystemen soll der Neue der zuletzt weniger präsenten Marke wieder zu mehr Standing verhelfen. Was er mit seiner frischen Frontpartie verspricht, denn die passt sehr gut zum Markenbild. Optisch führt sie ihn in die Reihe mit dem Jazz, Civic und CR-V. Die Japaner lassen die Preisliste mit der Dieselmotorisierung  bei 23.190 Euro starten.

Testbericht: Honda HR-V Elegance 1.6 i-DTEC

 Wiederbelebter Crossover mit Dieselpower
Chices und zeitgemäßes Design.

Sein zeitgemäßes Äußeres zeigt das als ausschließlich fünftüriges Modell erhältliche Fahrzeug in der sportlichen Darstellung der Honda-Familie. Rein von seinen Abmessungen passt er geradewegs in das Segment der Crossover. Die Front des Japaners formen unter anderem breite zu den Seiten hochgezogene Schürzen. Herausragend wird das „H-Mark“ vom Kühlergrill umfasst, dazu setzen sich die seitlichen Rundungen der Frontscheinwerfer in einer virtuellen Linie über die gesamte Fahrzeuglänge fort. Bogenförmig endet sie vor den Heckleuchten, wo sie kurz nach oben zieht. Markant am Heck sind seine Scheinwerfer, die dem HR-V einen dynamisch sportlichen Auftritt geben. Durch die fest mit dem Dach verbundene Dachreling verbessert sich der Crossover um einige Punkte beim Thema Aerodynamik. Der Wagen ist zudem mit knapp 1,78 Meter Breite und 1,60 Meter Höhe schmaler und niedriger im Vergleich zu den Mitbewerbern. Seine optimierte Windschlüpfrigkeit macht sich beim Kraftstoffverbrauch (4,0 Liter im Normtest) und Abgasemission (104 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) positiv bemerkbar. Die im Labor gefahrenen Werte konnten wir während unserer Testphase nicht erreichen. Gründe sind dabei das hohe Verkehrsaufkommen des Rhein/Main-Gebietes und das generell selbstsichere Fahrgefühl, das uns der HR-V in Kombination mit dem Honda bekannten Fahrwerk (eine Federbein-Aufhängung vorne und eine Verbundlenkerachse hinten) und seiner durchaus direkten Lenkung vermittelt.

Schmaler und niedriger als die Wettbewerber.

Geräumiger Innenraum

Bei einer Fahrzeuglänge von 4,29 Metern finden bis zu fünf Personen bequem Platz. Leider hält auf der ein oder anderen Fläche Hartplastik Einzug, das aber mit einer guten Verarbeitungsqualität einher geht. Blickfang und Schaltzentrale im klar strukturierten Cockpit  ist sein Navigationssystem Honda Connect. Eine gute Rundumsicht sorgt darüber hinaus für ein großzügiges Raumgefühl. Das bereits im Jazz und Civic angewandte Sitzsystem Magic Seats® gibt dem Fahrzeug nicht nur eine große Ladeflexibilität. Es verschafft gerade den Passagieren im Fond große Beinfreiheit. Mit dem Verlegen des Tanks unter die Vordersitze lassen sich die hinteren Sitze zur Kinobestuhlung hochklappen oder sie bilden eine gerade Ladefläche. Durch diesen Klappmechanismus wächst das Laderaumvolumen von 470 Liter auf mehr als großzügige 1.533 Liter, rechnen wir das clever versteckte Unterfach mit.

Navigation als Schaltzentrale.

Power Diesel mit 1.6 Liter Hubraum

Als Urban Vehicle und Fahrzeug für den ländlichen Verkehr gleichermaßen ist der japanische Crossover sehr flott unterwegs. Enge Passagen in der Stadt, aber auch schnelle Spurwechsel bilden zu keiner Zeit eine Herausforderung für den HR-V. Seine Lenkung ist ausgesprochen spursicher ausgelegt, so dass in der Stadt auch dank seines kleinen Wendekreises ein sehr entspanntes Fahren und Einparken möglich ist. Das Bewältigen von nicht befestigten Wegen ist auch kein Problem für den Crossover. Der von uns getestete 120-PS-Diesel treibt bei viel Fahrspaß immer wieder ein Lächeln in unsere Gesichter. Mit einem maximalen Drehmoment von 300 Newtonmeter bei 2.000 Umdrehungen kann der Motor jederzeit und ohne Schwierigkeit locker noch einmal intensiv nachlegen. Allerdings fällt uns das laut knurrende Aggregat bei „Kaltphasen“ unangenehm auf, einmal „warm“ gefahren, besticht er auf Autobahnfahrten mit einer gewissen Laufruhe. Kombiniert mit dem Sechs-Gang-Schaltgetriebe lässt sich der japanische Crossover zwar effizient durch den urbanen Verkehr steuern, dennoch ist jeder Gangwechsel ein wenig hakelig.

Diesel aus der Earth Dreams Technology.

Fahrerassistenzssteme im Trend

Ab Werk kommt der HR-V mit einer reichhaltigen Serienausstattung daher. Für die Basis „Comfort“ listet Honda auf: einen ECON Modus, Kollisionswarnsystem, Sitzheizung vorn für Fahrer und Beifahrer, eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Bordcomputer und eine nützliche Coming-/Leaving-Home Begleitlichtfunktion. In der von uns gefahrenen mittleren Ausstattung „Elegance“ sind eine Klimatisierungsautomatik mit Zwei-Zonen-Reglung und dem Infotainment System Honda Connect mit Bluetooth®-Schnittstelle und USB-Anschluss an Bord. Hinzu kommen Nebelscheinwerfer, Lenkrad und Schalthebelknauf in Leder sowie 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Als Hersteller, der auf Innovation und Funktionalität setzt, punktet Honda im Bereich Fahrerassistenzsysteme. Demnach sind in unserem Testwagen „Elegance“ eine adaptive elektrische Servolenkung, Berganfahrhilfe (Hill Start Assist), City-Notbremsassistent, Fahrlichtassistent, Spurhalteassistent, intelligenter Geschwindigkeitsbegrenzer gekoppelt mit dem Verkehrszeichenerkennungssystem serienmäßig enthalten.

Schöne Heckansicht.

Niedriger Einstieg

Der HR-V, den es ausschließlich als Fronttriebler gibt, ist ab einem Preis von 23.190 Euro zu haben. Dafür bietet Honda einen Motor der Eath-Dreams-Technology Aggregate, den 1.6-Liter i-DTEC® mit 88 kW (120 PS). Diese Motorisierung ist nur mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe kombinierbar. Die Benzinmotorisierung hingegen wartet mit dem 1.5 i-VTEC® mit der Leistungsstufe 96 kW (130 PS) auf, zu bestellen mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder per Aufpreis mit einem CVT-Automatikgetriebe. Der Preis hierfür liegt bei 1.300 Euro. Der Basispreis steht bei 20.490 Euro. Die Preisunterschiede zwischen den drei Ausstattungslinien Comfort, Elegance und Executive mit 2.450 Euro bzw. 3.750 Euro sind moderat gehalten.

Crossover mit großem Auftritt.

Fazit: Mit der Kombination Raum- und Nutzangebot arbeitet sich der HR-V sehr gut in das Segment der Crossover ein. Sein zeitgemäßes Design und die Dieselmotorisierung sind jedoch verglichen zum Benziner die bessere Variante.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Honda

HR-V 1.6 i-DTEC

Motor R4, Diesel
Hubraum 1.597 ccm³
Leistung 120 PS @ 4.000 U/min
Kraft 300  Nm @ 2.000 U/min
Getriebe Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.294, 1.772, 1.605   mm
Radstand 2.610 mm
Leergewicht 1.395 kg
Wendekreis 11,4 m
Höchstgeschwindigkeit 192 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 10,1 sec
Normverbrauch 4.0 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 5.2 l / 100 km
Öko-Experte 4.2 l / 100 km
Außendienst-Modus 5.8 l / 100km

[notification type=“notification_info“ ]Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (HONDA MOTOR EUROPE) – Beitragsbild: Hersteller (HONDA MOTOR EUROPE)[/notification]

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