Hyundai Ioniq holt sich den Titel „Women’s World Car of the Year 2017“

Der Hyundai Ioniq wurde mit dem Preis „Women‘s World Car of the Year 2017“ ausgezeichnet und siegte zudem in der Kategorie „Grünes Auto des Jahres“.

Die Motorjournalistinnen, darunter Solveig Grewe, freie Journalistin für Auto, Reise und Lifestyle in Deutschland und Autorin für mein auto blog, wählten den Mazda CX-5 zum Familienauto des Jahres, den Ford Fiesta zum Budgetauto des Jahres und den Peugeot 3008 zum SUV/Crossover des Jahres. In der Kategorie „bestes Luxusauto“ setzte sich der BMW 5er durch. Der Honda Civic Type R punktete in der Kategorie „Performance Car“.

Der Holly Reich Dream Car Award, der einer der Gründungsjurorinnen der Auszeichnung „Women‘s World Car of the Year“ gewidmet ist, brachte McLaren mit dem 720S seinen zweiten Sieg in Folge ein. Der 570S bekam den Preis 2016.

Sandy Myhre, CEO des Women’s World Car of the Year, betonte bei der Verkündung der Ergebnisse:  „Das Auto, das den Supreme Award gewinnt, hat sich einem strengen Test von 25 Jurorinnen aus 20 verschiedenen Ländern unterzogen. Die Wahl ist ein demokratischer Prozess und die Modelle, die ihre Kategorien gewonnen haben, sind wirklich herausragend“. Für die Abstimmung wurden von der Jury zunächst 420 Autos nominiert, von denen 60 dann in die engere Auswahl kamen. Dies ist die achte Ausgabe des Women’s World Car of the Year Award – dem einzigen, in dem die Jury ausschließlich aus Frauen besteht.

Genesis GV80 – Die nächste Stufe

Bei Herstellern luxuriöser Fahrzeuge darf heutzutage ein SUV nicht im Portfolio fehlen. Kein Wunder also, dass nun auch Genesis – die Nobelmarke von Hyundai – zwei solche Autos plant. Auf der New York International Auto Show zeigt der Hersteller die Studie eines großen SUV mit Brennstoffzellenantrieb, die auf den Namen „GV80“ hört. Auch eine Plug-in-Hybrid-Version ist in Planung.

Der Innenraum ist hochtechnisiert und luxuriös

Die Optik entstammt der Feder des neuen Chefdesigners Luc Donckerwolke und soll zeigen, in welche Richtung das Design künftiger Genesis-Modelle gehen wird. Besonders auffällig sind neben den LED-Laser-Scheinwerfern auch die B- und C-Säulen. Diese sind für eine bessere Übersicht aus einer Wabenstruktur gefertigt. Kleine Kameras ersetzen die Außenspiegel, gewaltige 23-Zöller drehen sich in den Radhäusern.

Der Innenraum ähnelt vielen anderen modernen SUV-Studien: ein volldigitales Cockpit und vier Einzelsitze sollen eine hochtechnisierte Wohlfühlatmosphäre schaffen. (Max Friedhoff/SP-X)

Hyundai Tucson Advantage – Neuer Antrieb für ein Sondermodell

Hyundai bietet den Tucson ab sofort die 130 kW/177 PS starke Top-Motorisierung 1.6 T-GDI auch in Kombination mit Frontantrieb und Doppelkupplungsgetriebe DCT an. Die neue Variante gibt es zum Preis von rund 32.600 Euro ausschließlich für das Sondermodell Advantage.

Basis für diese Variante ist das Ausstattungsniveau Trend. Sie beinhaltet unter anderem 17-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Rückleuchten, Nebelscheinwerfer und eine Dachreling. Zudem gibt es eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, elektrische Fensterheber, Sitzheizung vorn, Geschwindigkeitsregelanlage sowie Leder für Lenkrad, Schaltknauf und Handbremshebel. Als besondere Extras gibt es darüber hinaus einen automatisch abblendenden Innenrückspiegel, Parkpiepser hinten, Navisystem mit 8-Zoll-Touchscreen, Rückfahrkamera, DAB+-Radio, Spurhalteassistent, Totwinkelassistent sowie Verkehrszeichenerkennung. (Mario Hommen/SP-X)

Hyundai i30 Kombi – Fein gemacht

Mitte 2017 stellt Hyundai der im Januar 2017 gestarteten Neuauflage des kompakten i30 die neue Kombiversion zur Seite. Für rund 19.000 Euro bietet diese einen großzügig dimensionierten Kofferraum und eine bereits in der Basisversion umfangreiche Sicherheitsausstattung.

Im Vergleich zum Vorgänger wirkt der neue i30 Kombi ruhiger und eleganter

Während der bisherige i30 Kombi eine dramatisch inszenierte Außenhaut mit vielen Sicken und Charakterlinien bot, setzt die Neuauflage auf ruhiges und elegantes Design. Der auf 4,59 Meter Länge gestreckte Koreaner gefällt mit einer sachlichen Linienführung, dezentem Chromschmuck und einer nach hinten leicht abfallenden Dachlinie.

In der Länge ist der Hyundai i30 Kombi um vier Zentimeter auf 4,59 Meter gewachsen

Die Formgebung beeinträchtigt den Nutzwert indes kaum, denn hinter der Heckklappe eröffnet sich ein 602 Liter großer Standardkofferraum. Klassisch sind die Lehnen der Rücksitzbank im Verhältnis 60 zu 40 umlegbar, wodurch das Gepäckabteil auf bis zu 1.650 Liter wächst. Das ist übrigens mehr als beim VW Golf Variant, der einen 605 bis 1.620 Liter fassenden Gepäckraum bietet. Zusätzlich befinden sich im i30 unterm Kofferraumboden noch ein paar weitere Staufächer für Kleinkram. Eine 12-Volt-Steckdose sowie ein Schienensystem zur besseren Arretierung von Ladegut runden den Alltagsnutzen ab.

Trotz des aufsteigenden Kofferraumbodens soll das Heck des i30 Kombi 1.650 Liter Gepäck aufnehmen können

Bei der Antriebspalette bietet der Kombi das gleiche Portfolio wie die Limousine. Die drei Benziner leisten 74 kW/100 PS bis 103 kW/140 PS, die drei Diesel decken ein Leistungsspektrum von 70 kW/95 PS bis 100 kW/136 PS ab. Zum Teil sind die Motoren mit einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar. Auch die Ausstattungsniveaus Pure, Select, Trend, Style und Premium entsprechen denen der Limousine. Bereits die Basisversion bietet eine gehobene Sicherheitsausstattung, die unter anderem Kollisionsverhinderer (bis 75 km/h), Spurhalte- und Fernlichtassistent sowie einen Müdigkeitswarner umfasst. (Mario Hommen/SP-X)

Hyundai i20 Sondermodell – Go Mehr für weniger

Ab sofort gibt es den Kleinwagen i20 in Kombination mit dem 55 kW/75 PS starken 1,2-Liter-Basisbenziner als Sondermodell Go für 9.990 Euro. Der Preisvorteil gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Serienmodell soll bei rund 4.000 Euro liegen.

Das Polsterdesign im Hyundai i20 Go heißt Grayish Blue

Im Vergleich zur 12.200 Euro teuren Basisversion bietet der i20 Go einige zusätzliche Annehmlichkeiten. Die Ausstattung wurde unter anderem um Klimaanlage, Audiosystem, elektrisch bedien- und beheizbare Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Alarmanalage und ein spezielles Polsterdesign namens Grayish Blue erweitert. (Mario Hommen/SP-X)

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Hyundai i30 Kombi – Lust auf Laster

Hyundai wird die Neuauflage der kompakten i30-Baureihe in naher Zukunft um eine Kombiversion ergänzen. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) feiert die Nutzwert-Variante ihre Weltpremiere. Optisch orientiert sich das i30-Derivat am gefälligen Design der Limousine. Diese kommt wohlproportioniert, unaufgeregt und dank Details wie den serienmäßigen Projektions-Scheinwerfern auch modern daher. Beim Kombi sorgt eine zum Heck hin abfallen Dachlinie für eine fast coupéhafte Silhouette.

Bei Motorisierungen und Ausstattungen dürften sich Limousine und Kombi weitgehend gleichen. Einen Preis und einen konkreten Marktstarttermin hat Hyundai für den i30 Kombi noch nicht genannt. Doch dürfte die Markteinführung bereits kurz nach der Genf-Premiere folgen. Beim Preis hat Hyundai bislang im Vergleich zur Limousine einen Aufpreis von etwas über 1.000 Euro verlangt. Die Neuauflage des i30 kostet in der fünftürigen Basisversion rund 17.400 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Hyundai i30 – Angriff in der Golfregion

Manche Hersteller nervt es, bei jedem neuen Angebot in der Kompaktklasse ständig auf den VW Golf angesprochen zu werden. Immer nur rechtfertigen, gleich, ob man etwas ganz anders oder genau so macht wie der Klassenprimus aus Wolfsburg. Markus Schrick sieht das lockerer: “Wir wollen die Alternative zum Volkswagen sein – ganz klar”, sagt der Deutschland-Geschäftsführer von Hyundai. Die Chefs der europäischen Entwicklungszentrale in Rüsselsheim nennen die Neuauflage des i30 sogar selbstbewusst “New People’s Car” – neuen Volkswagen also. Ab 17.450 Euro ist die neue Generation jetzt zu haben, 300 Euro mehr als bisher.

Wer Freund des gepflegten, komfortbetonten Fahrens ist, wird am i30 seine Freude haben. Das neue Siebengang-DSG in den höheren Motorisierungen macht seine Aufgabe mindestens so gut wie das im Golf, die Start-Stopp-Automatik korrespondiert beim Anfahren noch nahtloser mit dem Getriebe als der Konkurrent. Im hügeligen Hinterland Südspaniens macht das genau so viel Spaß wie beim Kurven durch Marbellas enge Altstadtgassen.

Ein rasanter Kurvenräuber ist der neue i30 trotz der agilen Motoren nicht

Zu Recht sind die Entwickler aus der hessischen Europa-Zentrale auch stolz auf ihren neuen 1,4-Liter-Turbobenziner: Der passt ideal zum DSG und versieht den i30 genau mit der Dynamik, mit der sich Golf, Astra oder Focus angreifen lassen. Und 240.000 Besitzer der Vorgänger-i30 wird man mit der neuen Spritzigkeit sicher auch bei der Stange halten können. Nur die rund anderthalb Liter Mehrverbrauch auf der Testrunde zu den angegebenen 5,5 Liter im Mix enttäuschen. Auch der Einliter-Turbo übrigens verfehlte die Herstellerangabe ähnlich deutlich.

Ein rasanter Kurvenräuber ist der neue i30 trotz der agilen Motoren nicht. Das Fahrwerk ist defensiver ausgelegt als bei deutschen Wettbewerbern, Komfort und Sicherheit sind Trumpf. Dazu passen auch die gemütlichen, nicht übersportlich konturierten Sitze – die sich auf Wunsch belüften lassen. Erst mit der getunten “N”-Variante wird dann auch der Hyundai in den GTI-Regionen mitspielen wollen. Im Oktober soll die Sportversion kommen – mit mindestens 250, eventuell später sogar 300 PS und brettharter Straßenlage.

Der Kompaktwagen, erdacht in Deutschland, fährt nun in der Spitzengruppe des Segments mit

Die Vernunftfraktion bekommt Ende Mai noch den Kombi – und Anfang 2018 rollt ein sogenannter i30-Fastback heran; “einmalig in der Klasse” freut sich Schrick auf den Wagen, der eine Mischung zwischen Coupé, Fließheck und Shooting Break sein könnte.

Bei der Motorisierung rundum empfehlenswert sind für den Normalanwender auch der Diesel in seinen drei PS-Varianten von “sparsamer Urlaubsgleiter” bis “hetzender Handelsvertreter”. Auch mit dem neuen 95-PS-Selbstzünder ist der i30 dabei nicht untermotorisiert.

Wer Freund des gepflegten, komfortbetonten Fahrens ist, wird am i30 seine Freude haben

Optisch hat der i30 deutlich zugelegt: Die neue Hyundai-Front mit dem nach unten zur Straße geneigten Grill ist ein Hingucker. Mit 4,34 Meter Länge ist der i30 nun vier Zentimeter gewachsen, um 1,5 Zentimeter auf fast 1,80 Meter verbeitert und duckt sich bei 1,46 Meter Höhe einen Zentimeter flacher. Lobenswert: Das geht nicht zu Lasten des Einstiegs für die Passagiere oder der Beladbarkeit.

Im deutlich verbreiterten Innenraum “wollen wir unsere Handwerkskunst besser sichtbar machen”, sagt Hyundai-Designchef Peter Schreyer. Die Innenraum-Farben sind zwar nur in schwarz oder grau-schwarz zu haben. Das abgeflachte Lenkrad fasst sich aber ebenso wertig an wie Sitze, Knöpfe oder Armaturenbrett, die Instrumente sind klar gezeichnet, Bildschirme brillant auflösend.

Gerade das acht Zoll große Touchscreen-Navi ist seinen Preis (ab 750 Euro inklusive Rückfahrkamera und Verkehrszeichenerkennung) wert. Denn die einzelnen Programme haben sehr große Symbole, die sich auch in voller Fahrt gut treffen lassen. Apple-Carplay oder Android-Auto ist zudem perfekt und schnell integriert. Kabelloses Laden wird ebenfalls angeboten – ab Ausstattungsvariante Style serienmäßig.

Mit 4,34 Meter Länge ist der i30 nun vier Zentimeter gewachsen

Vorn dabei ist Hyundai nun auch – anders als früher – bei den Assistenzsystemen. Schon in der Basisausstattung “Pure” mit dem etwas bemühten 1,4-Liter-Sauger (100 PS) sind Tempomat, City-Notbremsfunktion, Fernlichtassistent, Müdigkeitswarner oder aktiver Spurhalteassistent serienmäßig. Klimaanlage und RDS-Radio mit 5-Zoll-Display machen die Basis vollwertig.

Ab 19.700 Euro ist in der zweiten Stufe “Select” auch ein 1,0 Liter-Turbo zu haben – und LED-Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer, Abbiegelicht oder Bluetooth-Freisprecher. Bei “Trend” für mindestens 21.450 Euro kommen 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Parkpiepser hinten, beheizbares Lederlenkrad und Sitzheizung dazu.

2.100 Euro teurer geht es mit “Style” los – und 17-Zöllern, LED-Rückleuchten oder Zweizonen-Klimaautomatik. Schon teilautonom assistiert fährt schließlich die “Premium”-Ausstattung voran (ab 25.500 Euro): Dann ist bei DSG ein adaptiver Tempomat an Bord, der von 0 bis 180 Stundenkilometern den Abstand zum Vordermann automatisch hält. LED-Scheinwerfer, elektrischen Fahrersitz, Smart-Key oder Kollisionsverhinderer mit Fußgängererkennung gibt es obendrein. Noch teurer geht es fast nur noch mit Metallic-Lacken (590 Euro), Panorama-Glasdach (1.100 Euro) oder Navigations-Paket (750 Euro).

Vollausgestattet hat der i30 weit über der 30.000-Euro-Schwelle endgültig in preisliche Golfregionen aufgeschlossen. Stets serienmäßig ist beim Hyundai eine fünfjährige Garantie, Navi-Updates gibt es gratis autolebenslang. In diesem Punkt ist der i30 schon jetzt das versprochene “People’s car”. (Peter Weißenberg/SP-X)

Hyundai Tucson Sondermodell – Stärkster Ottomotor auf bescheidener Basis

Wer sich das Kompakt-SUV Hyundai Tucson in Kombination mit der 130 kW/177 PS starken Top-Motorisierung 1.6 T-GDI kaufen wollte, musste bislang mindestens 28.000 Euro investieren. Jetzt haben die Koreaner die Sondermodelle Go und Go+ aufgelegt, die bei weniger Ausstattung eine Ersparnis von über 2.000 Euro ermöglichen.

Beide Varianten setzen auf der Basisversion Classic auf. Das Sondermodell Go bietet zusätzlich zu dieser Ausstattung, die unter anderem auch Klimaanlage, Radio und Bluetooth-Freisprecheinrichtung umfasst, 17- statt der sonst vorgesehenen 16-Zoll-Leichtmetallräder. Das Fahrzeug kostet so 25.750 Euro; 1.500 Euro mehr verlangt Hyundai für die Version Go+, welche außerdem noch Dachreling, Lederlenkrad, Tempomat, Parkpiepser hinten sowie ein Navigationssystem bietet. (Mario Hommen/SP-X)

Hyundai i30 – Angriff in der Golfregion

Manche Hersteller nervt es, bei jedem neuen Angebot in der Kompaktklasse ständig auf den VW Golf angesprochen zu werden. Immer nur rechtfertigen, gleich, ob man etwas ganz anders oder genau so macht wie der Klassenprimus aus Wolfsburg. Markus Schrick sieht das lockerer: “Wir wollen die Alternative zum Volkswagen sein – ganz klar”, sagt der Deutschland-Geschäftsführer von Hyundai. Die Chefs der europäischen Entwicklungszentrale in Rüsselsheim nennen die Neuauflage des i30 sogar selbstbewusst “New People’s Car” – neuen Volkswagen also. Ab 17.450 Euro ist die neue Generation jetzt zu haben, 300 Euro mehr als bisher.

Wer Freund des gepflegten, komfortbetonten Fahrens ist, wird am i30 seine Freude haben. Das neue Siebengang-DSG in den höheren Motorisierungen macht seine Aufgabe mindestens so gut wie das im Golf, die Start-Stopp-Automatik korrespondiert beim Anfahren noch nahtloser mit dem Getriebe als der Konkurrent. Im hügeligen Hinterland Südspaniens macht das genau so viel Spaß wie beim Kurven durch Marbellas enge Altstadtgassen.

Wer Freund des gepflegten, komfortbetonten Fahrens ist, wird am i30 seine Freude haben

Zu Recht sind die Entwickler aus der hessischen Europa-Zentrale auch stolz auf ihren neuen 1,4-Liter-Turbobenziner: Der passt ideal zum DSG und versieht den i30 genau mit der Dynamik, mit der sich Golf, Astra oder Focus angreifen lassen. Und 240.000 Besitzer der Vorgänger-i30 wird man mit der neuen Spritzigkeit sicher auch bei der Stange halten können. Nur die rund anderthalb Liter Mehrverbrauch auf der Testrunde zu den angegebenen 5,5 Liter im Mix enttäuschen. Auch der Einliter-Turbo übrigens verfehlte die Herstellerangabe ähnlich deutlich.

Ein rasanter Kurvenräuber ist der neue i30 trotz der agilen Motoren nicht. Das Fahrwerk ist defensiver ausgelegt als bei deutschen Wettbewerbern, Komfort und Sicherheit sind Trumpf. Dazu passen auch die gemütlichen, nicht übersportlich konturierten Sitze – die sich auf Wunsch belüften lassen. Erst mit der getunten “N”-Variante wird dann auch der Hyundai in den GTI-Regionen mitspielen wollen. Im Oktober soll die Sportversion kommen – mit mindestens 250, eventuell später sogar 300 PS und brettharter Straßenlage.

Die Vernunftfraktion bekommt Ende Mai noch den Kombi – und Anfang 2018 rollt ein sogenannter i30-Fastback heran; “einmalig in der Klasse” freut sich Schrick auf den Wagen, der eine Mischung zwischen Coupé, Fließheck und Shooting Break sein könnte.

Im deutlich verbreiterten Innenraum “wollen wir unsere Handwerkskunst besser sichtbar machen”, sagt Hyundai-Designchef Peter Schreyer

Bei der Motorisierung rundum empfehlenswert sind für den Normalanwender auch der Diesel in seinen drei PS-Varianten von “sparsamer Urlaubsgleiter” bis “hetzender Handelsvertreter”. Auch mit dem neuen 95-PS-Selbstzünder ist der i30 dabei nicht untermotorisiert.

Optisch hat der i30 deutlich zugelegt: Die neue Hyundai-Front mit dem nach unten zur Straße geneigten Grill ist ein Hingucker. Mit 4,34 Meter Länge ist der i30 nun vier Zentimeter gewachsen, um fast zehn Zentimeter auf 1,80 Meter verbeitert und duckt sich bei 1,46 Meter Höhe einen Zentimeter flacher. Lobenswert: Das geht nicht zu Lasten des Einstiegs für die Passagiere oder der Beladbarkeit.

Der Kofferraum fasst bis zu 1.300 Liter

Im deutlich verbreiterten Innenraum “wollen wir unsere Handwerkskunst besser sichtbar machen”, sagt Hyundai-Designchef Peter Schreyer. Die Innenraum-Farben sind zwar nur in schwarz oder grau-schwarz zu haben. Das abgeflachte Lenkrad fasst sich aber ebenso wertig an wie Sitze, Knöpfe oder Armaturenbrett, die Instrumente sind klar gezeichnet, Bildschirme brillant auflösend.

Gerade das acht Zoll große Touchscreen-Navi ist seinen Preis (ab 750 Euro inklusive Rückfahrkamera und Verkehrszeichenerkennung) wert. Denn die einzelnen Programme haben sehr große Symbole, die sich auch in voller Fahrt gut treffen lassen. Apple-Carplay oder Android-Auto ist zudem perfekt und schnell integriert. Kabelloses Laden wird ebenfalls angeboten – ab Ausstattungsvariante Style serienmäßig.

Vorn dabei ist Hyundai nun auch – anders als früher – bei den Assistenzsystemen. Schon in der Basisausstattung “Pure” mit dem etwas bemühten 1,4-Liter-Sauger (100 PS) sind Tempomat, City-Notbremsfunktion, Fernlichtassistent, Müdigkeitswarner oder aktiver Spurhalteassistent serienmäßig. Klimaanlage und RDS-Radio mit 5-Zoll-Display machen die Basis vollwertig.

Im deutlich verbreiterten Innenraum “wollen wir unsere Handwerkskunst besser sichtbar machen”, sagt Hyundai-Designchef Peter Schreyer

Ab 19.700 Euro ist in der zweiten Stufe “Select” auch ein 1,0 Liter-Turbo zu haben – und LED-Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer, Abbiegelicht oder Bluetooth-Freisprecher. Bei “Trend” für mindestens 21.450 Euro kommen 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Parkpiepser hinten, beheizbares Lederlenkrad und Sitzheizung dazu.

2.100 Euro teurer geht es mit “Style” los – und 17-Zöllern, LED-Rückleuchten oder Zweizonen-Klimaautomatik. Schon teilautonom assistiert fährt schließlich die “Premium”-Ausstattung voran (ab 25.500 Euro): Dann ist bei DSG ein adaptiver Tempomat an Bord, der von 0 bis 180 Stundenkilometern den Abstand zum Vordermann automatisch hält. LED-Scheinwerfer, elektrischen Fahrersitz, Smart-Key oder Kollisionsverhinderer mit Fußgängererkennung gibt es obendrein. Noch teurer geht es fast nur noch mit Metallic-Lacken (590 Euro), Panorama-Glasdach (1.100 Euro) oder Navigations-Paket (750 Euro).

Mit 4,34 Meter Länge ist der i30 nun vier Zentimeter gewachsen

Vollausgestattet hat der i30 weit über der 30.000-Euro-Schwelle endgültig in preisliche Golfregionen aufgeschlossen. Stets serienmäßig ist beim Hyundai eine fünfjährige Garantie, Navi-Updates gibt es gratis autolebenslang. In diesem Punkt ist der i30 schon jetzt das versprochene “People’s car”. (Peter Weißenberg/SP-X)

Hyundai i30 Intro Edition – Zum Markstart einmal mit allem

Hyundai legt zur Markteinführung der neuen Generation des Kompaktmodells i30 eine „Intro Edition“ auf. Zur umfangreichen Ausstattung des Fünftürers zählen unter anderem LED-Scheinwerfer, ein Navigationssystem mit Smartphone-Anbindung und ein Panorama-Glasschiebedach. Für zusätzliche Sicherheit sollen neben einem Notbremsassistenten mit Fußgängerwarnung elektronische Helfer zur Totwinkel- und Querverkehrsüberwachung sorgen.

Als Antrieb stehen drei Motoren zur Wahl: ein 1,0-Liter-Turbobenziner mit 88 kW/120 PS für 22.900 Euro, ein 1,4-Liter-Turbobenziner mit 103 kW/140 PS für 23.700 Euro sowie ein 81 kW/110 PS starker Diesel, der für 25.450 Euro zu haben ist. Das Angebot gilt nur bis zum Jahresende.

Ausgeliefert wird die neue Generation des i30 Anfang erst 2017. Gegenüber dem Vorgänger ist das Design der Schräghecklimousine noch einmal eine Spur europäischer und eleganter geworden, dazu gibt es moderne Assistenzsysteme und neue Turbobenziner. Preise für die Standardmodelle nennt der Hersteller noch nicht. (Peter Maahn/SP-X)

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Hyundai Ioniq Elektro – Auffällig, aber nicht schrill

Noch ist die Auswahl bezahlbarer rein batteriebetriebener Elektroautos jenseits von Tesla relativ klein. Da gibt es beispielsweise den Vorreiter Nissan Leaf, den günstigen Renault Zoe und natürlich auch den e-Golf oder den Up von VW. Und es gibt seit wenigen Tagen beim Hyundai-Händler ein Modell namens Ioniq zu bestaunen, denn der Kompakte ist das erste Fahrzeug, das von vornherein für die drei Antriebsarten Hybrid, Elektro und Plug-in-Hybrid ausgelegt wurde.

Der Plug-in scheint die größte Herausforderung zu sein, weil der erst im Spätsommer 2017 nach Deutschland kommt. Hybrid- (ab 23.900 Euro) und Elektro-Modell (ab 33.300 Euro) gibt es schon zu kaufen. Wobei dem reinen E-Auto eher die Zukunft gehört, denn der Hybrid kann im Vergleich außer seinem deutlich günstigeren Preis und des Wegfalls des Reichweitenproblems keine wirklichen Vorteile bieten. Bei den Vorbestellungen, laut Hyundai 1.200 Einheiten bislang, entfallen allerdings derzeit zwei Drittel auf den Hybrid und ein Drittel auf den Elektro.

Hyundai gibt 280 Kilometer Reichweite an
Hyundai gibt 280 Kilometer Reichweite an

Kommen wir also zur E-Version, deren reine Daten unspektakulär wirken. Tatsächlich aber hat Hyundai das Fahrzeug so geschickt positioniert, dass es in vielen Kategorien etwas besser abschneidet als der Wettbewerb: So bietet der Ioniq mehr Reichweite als der Leaf, mehr Platz als ein Zoe und ist deutlich günstiger als ein Golf. Dazu ist er relativ spurtstark (9,9 s auf Tempo 100) und regelt erst bei 165 km/h Spitze ab. Die üblichen Vorteile des E-Autos – Antrittsschnelligkeit, Geräuscharmut und das befriedigende Gefühl, etwas Besonderes zu fahren – bietet der Koreaner selbstredend und bauartbedingt sowieso. Die üblichen Nachteile – relativ hoher Preis, begrenzte Reichweite und die strukturelle Unterversorgung mit öffentlichen Ladesäulen – allerdings ebenfalls. Aufladen kann man den Fünftürer sowohl an einer Haushaltssteckdose mit 230 Volt (theoretisch 8 Stunden) als auch über die Schnelllademöglichkeit an einer Starkstromladesäule. Der 28-kWh-Akku ist laut Hyundai dann innerhalb von 30 Minuten zu 80 Prozent geladen. Wir sagen: Wenn man denn eine freie und funktionierende findet.

Der Ioniq bietet gegenüber einigen anderen Fahrzeugen mit alternativem Antrieb, etwa dem E-Leaf oder dem hybriden Prius, einen Vorteil: Sein Design ist zwar nicht unauffällig, aber weit davon entfernt, seine besondere Stellung im Straßenverkehr ungeniert hinauszuschreien. Das gilt übrigens auch für den sehr professionell gemachten, nur leicht futuristischen Innenraum mit routiniert verarbeitetem, teilweise aber etwas preiswert anmutenden Materialien und einer durchaus logischen Bedienung.

Der Hyundai Ioniq fährt nun auch rein elektrisch
Der Hyundai Ioniq fährt nun auch rein elektrisch

Der Kofferraum fasst zufriedenstellende 350 Liter, nach Umlegen der Rücksitze sind es über 1.400. Dafür sitzt man hinten nicht so gut. Die stark abfallende Dachlinie kostet Kopfraum, Erwachsene werden auf längeren Strecken hier kaum glücklich werden. Dagegen sind die Sitze selbst okay, vielleicht ein wenig zu weich für längere Strecken, aber wer fährt schon mit einem Elektroauto quer durch Deutschland?

Mit den Paddeln hinterm Lenkrad wechselt man hier übrigens nicht die Gänge, schließlich gibt es nur einen einzigen Gang, sondern die Rekuperationsstärke, und beeinflusst damit die Energierückgewinnung beim Bremsen. Es gibt drei Stufen (plus die Null-Stufe) und in der höchsten ist die verursachte Bremswirkung so groß, dass man in der Stadt mit etwas Geschick den Tritt aufs Bremspedal fast vermeiden kann. Außerdem macht es Spaß. Auf schlechten Straßen, und wo gibt es die nicht, wirkt der Ioniq allerdings etwas stößig, hier könnte die Federung gerne mehr Komfort bieten.

Mit den Paddeln hinterm Lenkrad wechselt man nicht die Gänge, sondern die Rekuperationsstärke
Mit den Paddeln hinterm Lenkrad wechselt man nicht die Gänge, sondern die Rekuperationsstärke

Wie schnell beim Fahren die Restkilometeranzeige nach unten rauscht, das entscheidet natürlich der Gasfuß. Selbst bei zurückhaltender Fahrweise, die davon absieht, es den Verbrennern an jeder Ampel auf den ersten 50 Metern mal so richtig zu zeigen, werden in der Praxis kaum mehr als 200 bis 220 Kilometer Fahrt drin sein. Hyundai gibt 280 Kilometer Reichweite an. Wir verbrauchten bei fleißigem Betätigen der Rekuperationspaddel rund 13 kWh für 100 Kilometer. Ein guter Wert und nur leicht über dem Normwert von 11,5 kWh.

Im Vergleich zu anderen Elektroautos ähnlicher Größe und Reichweite ist der Hyundai etwas günstiger eingepreist. Den Vergleich zum Schwestermodell Ioniq Hybrid verliert er aber um knapp 10.000 Euro. Das macht deutlich, wie teuer Batterien heute noch sind. In beiden Modellen ist bereits die Basisvariante (Trend) ziemlich üppig ausgestattet. Sie beinhaltet beispielsweise Klimaautomatik, Multimediasystem mit Digitalradio DAB+, adaptiven Tempomat, Spurhalte-Assistent und Einparkhilfe hinten. Um den großen Preisunterschied ein wenig abzumildern gehört beim Ioniq Elektro unter anderem zusätzlich das Navigationssystem mit 8-Zoll-Bildschirm zur Serienausstattung. Und dann gibt es natürlich nur für das E-Auto derzeit ja noch 4.000 Euro Prämie, womit der reale Grundpreis auf unter 30.000 Euro (exakt: 29.300 Euro) und der Preisvorsprung zum Hybriden auf knapp 6.000 Euro sinkt. (Peter Eck/SP-X)

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Hyundai i10 Facelift – Weiterhin unter 10.000 Euro

Auch nach der Überarbeitung liegt der Einstiegspreis des Hyundai i10 weiterhin bei 9.990 Euro. Angetrieben wird der ab sofort bestellbare Kleinstwagen dann vom 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 49 kW/67 PS. Serienmäßig sind in der Basisausstattung unter anderem sechs Airbags, Bordcomputer und getönte Scheiben.

Klimaanlage, MP3-Radio mit USB-Anschluss und elektrische Fensterheber sind in der nächst höheren Ausstattungsstufe „Classic“ ab 11.480 Euro an Bord. Neben weiteren Ausstattungslinien sind zudem diverse Pakete und Extras für das optisch am neuen Kühlergrill erkennbare Facelift erhältlich. So kann man in den nächst höheren Ausstattungen Trend (ab 12.110 Euro) und Style (ab 13.630 Euro) zum Beispiel in Sachen Konnektivität und Assistenz aufrüsten: Mit 7-Zoll-Navi inklusive Android Auto und Apple Carplay (950 Euro) oder Spurverlassenswarner, Frontkollisionswarner und Rückfahrwarnsystem (750 Euro).

Unschlagbar bleibt das umfangreiche Garantie-Paket des Hyundai i10. Die volle Fahrzeuggarantie gilt 5 Jahre ohne Kilometerbeschränkung. Nach Ablauf der Herstellergarantie kann der Kunde eine Neuwagenanschlussgarantie bis einschließlich des 10. Jahres nach der Erstzulassung erwerben.
(Hanne Schweitzer/SP-X)

Hyundai Ioniq auf Rekordfahrt – Speed-Hybrid

Wer sagt eigentlich, Hybridautos seien eher von der bedächtigen Art? Hyundai hat jetzt mit seinem neuen Ioniq eine vom internationalen Automobildachverband FIA zertifizierte Bestmarke für Hybridautos mit Serientechnik auf den Bonneville-Salzseen im amerikanischen Utah aufgestellt. Offiziell 157,8 Meilen war das Spritsparmobil schnell, was umgerechnet rund 254 km/h entspricht. Hyundai selbst behauptet sogar, 160,7 Meilen (259 km/h) gemessen zu haben. Angaben zur Leistung des Motors macht Hyundai nicht.

Die 104 kW/141 PS starke Serienversion, die sich übrigens mit 3,4 Liter Benzin auf 100 Kilometer bescheiden soll, wird maximal 185 km/h schnell. Im Kern steckt auch im Hochgeschwindigkeits-Ioniq die aus 1,6-Liter-Benziner, E-Motor und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe bestehende Antriebseinheit. Allerdings wurde der Antrieb in nicht unwesentlichen Details verändert. Unter anderem kann der Motor freier atmen, zudem wurden Auspuffanlage und Motorsteuerung modifiziert. Darüber hinaus haben die Koreaner die Klimaanlage rausgeworfen und im Gegenzug eine Lachgas-Einspritzung installiert. Zudem wurde weiteres Gewicht eingespart, die Aerodynamik verbessert und das Fahrwerk tiefer gelegt. (Mario Hommen/SP-X)

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Hyundai Santa-Fast – Das SUV für die Rennstrecke

Eigentlich ist der Hyundai Santa Fe eher ein gemütliches Reise-SUV als ein Express-Crossover. Dass aber irgendwo in seinen Genen auch ein Sportler stecken könnte, zeigen die Koreaner nun gemeinsam mit dem Tuner Bisimoto in Form des Showcars Santa-Fast SUV. Die Premiere findet auf der Tuning-Messe SEMA in Las Vegas (1. bis 4. November) statt.

Dank Doppelturbo, härterer Kolben und neuer Nockenwelle bringt es Hyundais von Haus aus eher harmloser 3,8-Liter-V6-Benziner in diesem Einzelstück auf mächtige 765 kW/1.040 PS. Fahrwerk, Bremsen und Getriebe wurden entsprechend angepasst. Weggespart wurde der Allradantrieb: Beim Showcar werden ausschließlich die Hinterräder bewegt. Zu kaufen gibt es den Santa-Fast nicht; gemeinsam mit drei weiteren Concept Cars soll er als Blickfang für Messebesucher und als Werbeträger für das Zubehörprogramm des Herstellers und seiner Tuning-Partner dienen. (Holger Holzer/SP-X)

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Neuer Hyundai i30 – Durch und durch europäisch

„Da scheppert nix!“ Mit diesen Worten adelte einst Martin Winterkorn, der damalige VW-Konzernchef, auf der IAA 2011 den Hyundai i30, als er bei einem Rundgang über die Messe am Steuer des koreanischen Kompaktwagens die Lenkradverstellung prüfte und seinen Golf-Designer Klaus Bischoff missmutig anblaffte: „Warum kann’s der und wir nicht?“

Ob diese unfreiwillige Fremdwerbung den Absatz des i30 tatsächlich maßgeblich befeuerte, weiß keiner genau. Der Golf-Rivale aus Fernost entwickelte sich jedenfalls zum Bestseller im Hyundai-Programm. Mit einem ausgewogenen, eleganten Design und einer Mischung aus Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit soll die dritte Generation des kompakten Modells nicht nur den Spitzenplatz im eigenen Lager vom SUV Tucson zurückerobern, sondern mit einem betont europäischen Auftritt die komplette Konkurrenz auf dem Golf-Platz kräftig aufmischen. Der neue i30 kommt Anfang 2017 auf den Markt, wurde jetzt aber noch vor seinem Publikumsdebüt auf dem Pariser Salon (1. bis 16. Oktober) in der Europa-Zentrale am Kaiserleikreisel in Offenbach erstmals enthüllt.

Tatsächlich steckt nicht mehr viel Korea in dem Produkt, dessen Ursprung viele im Fernosten vermuten könnten. Gebaut wird das Fahrzeug, das „ein Auto für Jedermann“ sein will, im tschechischen Nosovice, entwickelt wurde er im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim und für das Aussehen zeichnet Konzern-Designchef Peter Schreyer verantwortlich.

Im Innern vermittelt der i30 einen erwachsenen Eindruck ohne spleenige Spielereien
Im Innern vermittelt der i30 einen erwachsenen Eindruck ohne spleenige Spielereien

Und das spürt man. Zum Beispiel an den stämmigeren Proportionen. Der i30 ist ein wenig länger und breiter geworden, dafür in der Höhe eine Idee geschrumpft, was insgesamt für einen sportlicheren Auftritt sorgt. Verstärkt wird das durch eine leicht nach hinten versetzte A-Säule und die daraus resultierende längere Motorhaube. Die Schulterlinie steigt dynamisch nach hinten an. Markantestes Designmerkmal ist aber sicher der sogenannte Kaskaden-Grill in der bulliger wirkenden Frontpartie, den man bei allen künftigen Hyundai-Modellen wiederfinden wird und mit dem sich Peter Schreyer, ähnlich wie zuvor schon bei Kia, wohl ein weiteres Denkmal im Konzern schafft.

Dazu gibt es erstmals Voll-LED-Scheinwerfer vorn und größere Rückleuchten mit einer eigenständigen Leuchtgrafik in der Heckansicht. Allerdings wird die Rückseite mit dem schwarzen, das Dach verlängernden Spoiler und dem horizontalen Knick zwischen den Rücklichtern sowie den hoch gesetzten Nebellampen sicher nicht jedermanns Geschmack treffen. Insgesamt ist das Bild aber stimmig.

Mit einem ausgewogenen, eleganten Design und einer Mischung aus Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit soll der neue i30 punkten
Mit einem ausgewogenen, eleganten Design und einer Mischung aus Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit soll der neue i30 punkten

Im Innern vermittelt der i30 einen erwachsenen Eindruck ohne spleenige Spielereien. Ein ruhiges und aufgeräumtes Cockpit mit einem auf dem Armaturenbrett thronenden 8-Zoll-Touchscreen, das allerdings nur optional erhältlich ist und dann ein deutlich schlichteres 5-Zoll-Display ohne Navi und Berührfunktion ersetzt. Das eigene Smartphone, das im Auto auch kabellos aufgeladen werden kann, lässt sich auch nur bei der größeren Bildschirm-Variante über Apple Car Play oder Android Auto einbinden.

Bei unverändertem Radstand gegenüber dem Vorgänger wirkt das Raumangebot für die kompakte Fahrzeugklasse recht großzügig. Was besonders auch für das Gepäckabteil gilt, das sogar noch einmal um 17 Liter auf nunmehr 395 Litern Fassungsvermögen erweitert wurde. Die im Verhältnis 40:60 umlegbaren Rücksitzlehnen vergrößern die Zulademöglichkeit gar auf 1.301 Liter. Erstmals bei Hyundai wird zudem eine Durchlademöglichkeit für Skier angeboten.

Der i30 steht auf einer neuen Plattform, die es sicher auch erlaubt, Komponenten aus dem Elektro-Trios Ioniq später einmal für eine denkbare Hybrid-Variante zu nutzen. Zunächst bleibt es aber bei einer Auswahl an jeweils drei Diesel- und Ottomotoren, wobei das einzig komplett neue Triebwerk der 1.4 T-GDI ist. Der turbo-gedopte Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer leistet 103 kW/140 PS, verfügt über 242 Nm Drehmoment und soll ein echtes Leichtgewicht sein. Gegenüber einem vergleichbaren Saugmotor bringt er immerhin 14 Kilogramm weniger auf die Waage. Er kann mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe oder mit dem neuen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden.

Bei den Benzinern haben die Kunden zudem die Wahl zwischen dem 1.0 T-GDI, der aus Dreizylindern 88 kW/120 PS schöpft, und dem 1.4 MPI als Einstiegsmotor mit 74 kW/100 PS, der auch die preisliche Untergrenze darstellen wird. Exakte Tarife hat man beim deutschen Importeur in Offenbach aber noch nicht fixiert. Trotz umfangreicherer Ausstattung sollte das aktuelle Einstiegsniveau von derzeit 16.130 Euro aber nur geringfügig angehoben werden. Wer einen Selbstzünder bevorzugt, kann den bekannten 1,6-Liter-Turbodiesel in einer der drei Leistungsstufen mit 70 kW/95 PS, 81 kW/120 PS oder 98 kW/136 PS wählen.

Exakte Fahr- und Verbrauchsdaten fehlen noch, da die Fahrzeuge noch nicht für den deutschen Markt homologiert sind. Der günstigste Diesel soll sich aber, so die Zielvorstellung der Hyundai-Leute, bestenfalls mit 3,4 Litern Normverbrauch begnügen und selbst der stärkste Benziner nicht die 5,5-Liter-Marke auf dem Rollenprüfstand überschreiten.

Das eigene Smartphone, das im i30 auch kabellos aufgeladen werden kann, lässt sich über Apple Car Play oder Android Auto einbinden
Das eigene Smartphone, das im i30 auch kabellos aufgeladen werden kann, lässt sich über Apple Car Play oder Android Auto einbinden

In Zukunft wird der kompakte Hyundai zu einer kompletten Modellfamilie heranwachsen, zu der auch der erste eigene High-Performance-Ableger der Sportmarke „N“ gehört. Der 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo wird mit einer Power von rund 250 PS eher gegen Ende 2017 erwartet. Eine dreitürige Variante wird es nicht mehr geben. Die mit einem Blick in die Zukunft gezeigten Silhouetten lassen neben einer Kombi-Variante eher noch ein viertüriges Coupé erwarten.

Markus Schrick, der Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland, zeigt sich mit dem Ergebnis jedenfalls zufrieden. „Der i30 wird jedem Anspruch gerecht. Zudem bietet er eine Auswahl an Assistenzsystemen, die es so bei Hyundai-Modellen bisher noch nicht gab, dazu modernste Infotainment- und Connectivity-Angebote.“

Tatsächlich kann der Kompakt-Hyundai vom mitlenkenden Spurhalteassistenten über den adaptiven Tempomat, Totwinkelwarner, Notbremsassistent und die Verkehrszeichenerkennung bis hin zum erstmals verfügbaren Müdigkeitswarner mit allen elektronischen Helferlein ausgestattet werden, die die koreanische Marke im Angebot hat. In den meisten Fällen natürlich gegen Aufpreis – und so bewegt man sich schnell in anderen Preisregionen weit jenseits des Einstiegstarifs. (Michael Lennartz)

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Hyundai i10 Facelift – Mehr Chrom, Infotainment und Sicherheit

Für das Modelljahr 2017 hat Hyundai die seit 2013 angebotene zweite i10-Generation leicht überarbeitet. Der geliftete Mini wird sich erstmalig Anfang Oktober auf dem Pariser Autosalon der Öffentlichkeit zeigen.

Neu beim Hyunddai i10 sind die kleinen runden LED-Tagfahrleuchten
Neu beim Hyunddai i10 sind die kleinen runden LED-Tagfahrleuchten

Optisch hat Hyundai den i10 lediglich in einigen Details leicht modifiziert. In der Front fallen die neu gesetzten Tagfahrleuchten auf. Bisher befanden sich winkelige LED-Diodenstreifen in den unteren äußeren Ecken der Frontschürze. Künftig gibt es runde LED-Leuchten in den oberen Ecken des Kühlergrills. Hinten fallen noch ein großer schwarzer Einleger in der Heckschürze sowie runde Nebelschlussleuchten auf. Schließlich bietet Hyundai künftig verchromte statt in Wagenfarbe lackierte Türgriffe sowie neue Felgendesigns.

Die Heckschürze hat einen großen schwarzen Einleger erhalten
Die Heckschürze hat einen großen schwarzen Einleger erhalten

Der Innenraum des i10 bleibt nahezu unverändert. Einzige nennenswerte Neuerung ist ein moderneres Infotainment-System für die Topversion mit Sieben-Zoll-Touchscreen, welches dank Android Auto oder Apple Carplay die Möglichkeit bietet, Smartphones einzubinden. Darüber hinaus hat Hyundai die Sicherheitsausstattung ausgebaut. Neu und jeweils kamerabasiert sind ein Spurverlassens- und ein Kollisionswarner. Schließlich wurde die Lenkung des i10 neu abgestimmt, um dem Fahrer ein direkteres Lenkgefühl zu vermitteln.

Einzige nennenswerte Neuerung im Innenraum des i10 ist ein modernes Infotainmentsystem mit Sieben-Zoll-Touchscreen
Einzige nennenswerte Neuerung im Innenraum des i10 ist ein modernes Infotainmentsystem mit Sieben-Zoll-Touchscreen

Antriebsseitig bleibt alles beim Alten: Alternativ zum 1,0-Liter-Basismotor mit 49 kW/67 PS gibt es weiterhin den 1,2-Liter-Otto mit 64 kW/87 PS. An den Preisen wird sich vermutlich ebenfalls nur wenig ändern: Wahrscheinlich wird das Einstiegsmodell weiterhin knapp unterhalb der psychologisch wichtigen 10.000-Euro-Grenze liegen.

(Mario Hommen/SP-X)

Hyundai Grand Santa Fe – Separation

Er ist das Flaggschiff der SUV-Palette der Koreaner: Der Hyundai Grand Santa Fe. Damit er sich mehr von seinem kleineren Bruder, dem Santa Fe ohne den Zusatz „Grand“ abhebt, spendierte ihm Hyundai nun eine Modelpflege. Angefasst wurde aber nicht nur das Design, sondern auch die Komfort-Features sowie eine Steigerung der Effizienz. Los geht es bei knapp 48.000 Euro. Read more

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Lebenslänglich – Updates für Hyundai-Navigationssysteme

„Bitte JETZT links abbiegen“, schallt es aus dem Navigationsgerät. Ungünstig nur, dass die Straße, die links weiterführt, eine Einbahnstraße ist, in die man nicht hineinfahren darf. Das weiß „Uschi“ – so nenne ich mein Navigationssystem – nur leider nicht. Grund dafür ist das veraltete Kartenmaterial. Man könnte es erneuern, aber dafür ist man irgendwie zu geizig. Damit Hyundai-Fahrer nicht vor abgerissenen Straßen stehen, gibt es nun das Hyundai Lifetime MapCare, das den neuesten Stand sichert. Read more

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Markenausblick Hyundai – Arbeiten am grünen Image

Recht beeindruckend, was Hyundai in den vergangenen 25 Jahren, seit dem die koreanische Marke bei uns Autos verkauft, auf die Räder gestellt hat. Alles begann 1991 mit dem Kleinwagen Pony, dessen Design übrigens wie der Golf I aus der Feder von Giorgetto Giugiaro stammte. Anfangs milde belächelt und nicht ernst genommen, konnte Hyundai im ersten vollen Verkaufsjahr 1992 hierzulande immerhin 21.258 Käufer gewinnen.

Heute ist Hyundai ein Global Player mit einer fast vollständigen Modellpalette, fünf Jahren Garantie und einem anerkannt guten Design, das seit 2013 zum Kaufgrund Nummer eins geworden ist. Hauptverantwortlich dafür zeichnet Ex-Audi-Volkswagen-Mann Peter Schreyer, was sich natürlich auch auf die Verkäufe auswirkt. 2015 setzen die Koreaner bei uns über ihre 480 Händler mehr als 100.000 Neuwagen ab. Der Marktanteil liegt bei 3,4 Prozent. Nach Skoda und Renault ist Hyundai damit Importmarke Nummer drei (und nicht mehr Toyota), belegt als Arbeitgeber unter den Autoimporteuren sogar die Pole Position.

Diese auch beim Umwelt-Image zu belegen, dürfte allerdings schwierig werden. Öko, grün, Hybrid und Hyundai fallen bei Umfragen nicht in einem Satz. Toyota bleibt hier unerreicht. Doch die Koreaner bemühen sich nach Kräften, wollen mittelfristig zweitgrößter Anbieter von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben werden. So hört man es zumindest aus der Konzernzentrale in Seoul.

Aufgebaut werden soll das neue Image zunächst mit dem Mittelklassemodell Ioniq, das es von Anfang an nicht mehr allein mit konventionellem Verbrennungsmotor geben wird. Dieses Jahr startet der Ioniq als Elektroauto, macht damit dem Nissan Leaf und dem BMW i3 Konkurrenz. Kurz darauf folgt der Ioniq mit einem Hybrid-Antrieb nach Toyota-Prius-Vorlage. 2017 soll dann sogar eine Plug-in-Version hinzukommen, 2019 gar ein neues Brennstoffzellenauto mit eigener Karosserie, das den jetzigen ix35 Fuel Cell ablöst. „Der Ioniq repräsentiert die Zukunft der Marke“, sagt Hyundai Deutschland Geschäftsführer Markus Schrick. Da die alternative Antriebstechnik einem modularen Baukasten folgt, kann man sich leicht ausmalen, dass allein aus Kostengründen mehr auf dem Plan steht. Schrick: „E- und Hybridantriebe bleiben nicht dem Ioniq vorbehalten, sondern werden auf andere Modelle ausgeweitet.“

Zum Beispiel auf den Tuscon (Verkaufsanteil derzeit 21 Prozent) und vielleicht sogar auf das darunterliegende Kompakt-SUV, das bei Hyundai für nächstes Jahr auf dem Programmpunkt steht. Denn im Segment des Opel Mokka zeigen die Absatzprognosen weiterhin steil nach oben. Fest steht, das kleine SUV wird nicht ix25 heißen, sondern einen richtigen Namen bekommen. Gut möglich, dass Hyundai sich hierzu wieder einen Ort aus dem amerikanischen Westen herauspickt. Gut möglich auch, dass dem SUV-Ausbau der Nachfolger des Kombis i40 zum Opfer fällt. Im Programm bliebe dann nur die Limousine, die 2017 nochmals ein Facelift erhält, 2019 abgelöst wird und dann unter dem Namen Sonata vermarktet werden dürfte, wie heute schon in den USA.

Noch in diesem Jahr erhalten der i10, der Grand Santa Fe und die Sportlimousine Genesis ihre Modellpflege. Letztere ist dann auch mit einem Diesel zu bekommen. Mit der neu gegründeten Premiummarke Genesis – das neue Topmodell G90 hatte sein Debüt im Januar in Detroit – hält sich Hyundai im Vergleich zu den USA in Europa allerdings noch zurück. Während man in Amerika sechs Modelle anbieten will, werden Kunden in der Alten Welt vorerst selbst Importeur spielen müssen, um in den Genuss der koreanischen S-Klasse G90 zu kommen. Erst 2018, wenn die kürzlich in New York präsentierte Studie G70 als Serienversion zu den US-Händlern rollt, will man entscheiden, wie es in Europa um die Positionierung seiner Premium-Tochter steht. Lexus und Infiniti sind hier das beste Beispiel, wie heikel die Sache ist. Beide Marken fahren aus ihren Nischen seit Jahren nicht heraus.

Im Herbst in Paris wird Hyundai den nächsten i30 vorstellen, der Anfang 2017 in den Markt geht. Die Einstiegsmotorisierung bildet dann ebenfalls der neu entwickelte 1.0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner, wie er kürzlich im i20 vorgestellt wurde und dort einen prima Eindruck hinterließ. Er löst den 1,2-Liter-Vierzylinder ab, hat 28 Prozent mehr Drehmoment und verbraucht 22 Prozent weniger. Entwickelt wurde der Motor bei Hyundai Europe in Rüsselsheim.

Ende 2017 folgt dann der i30 Kombi. Einen Dreitürer soll es angeblich nicht mehr geben, stattdessen aber eine sportlich anmutende Fließheckvariante. Apropos Sport: Seitdem Albert Biermann von der BMW M GmbH zu Hyundai gewechselt ist, geht es auch in Korea in Sachen Performance voran. 2018 sollen in Europa unter der Sub-Marke N die ersten Power-Hyundai an den Start gehen. Das N krönt jeweils das stärkste Modell der jeweiligen Baureihe. Könnte gut möglich sein, dass bald darauf auch ein eigener N-Sportwagen die Branche staunen lässt. Denn etwa zeitgleich steht der Ruhestand für Designchef Peter Schreyer an. Sein Wunsch, so hat er mal verlauten lassen, ist es, sich mit dem Entwurf eines rassigen Sportwagens aus dem Berufsleben zu verabschieden. (Michael Specht/SP-X)

Hyundai baut Genesis-Familie aus – Mit Volldampf gegen BMW und Mercedes

Hyundai will die Edel-Submarke Genesis ausbauen. Das geht aus Plänen hervor, die die Internetseite TheKoreanCarBlog geleakt hat. Zum bereits bekannten Oberklasse-Modell G90 sollen sich demnach bis 2020 fünf weitere Premium-Fahrzeuge hinzugesellen. Neben zwei Limousinen unterhalb des G90 sind noch zwei SUV-Modelle sowie ein Sportcoupé geplant.

Japanische Hersteller wie Toyota und Nissan haben es vorgemacht und mit Lexus und Infiniti jeweils komplett neue Edelmarken etabliert, um sich ein Stück vom lukrativen Premiummarkt zu sichern. Dass Hyundai ähnliche Pläne verfolgt, ist nicht ganz neu. Sowohl das mittlerweile eingestellte Genesis Coupé als auch der BMW-7er-Gegner G90 wurden als Vorboten einer größeren Genesis-Familie angekündigt.

Der auf TheKoreanCarBlog geleakte Plan für die Modelloffensive zeigt sehr konkret, um welche weiteren Mitglieder die Genesis-Familie wachsen wird. Bis 2017 sollen demnach zunächst zwei weitere Limousinen folgen, die dann G80 und G70 heißen werden. Während der bekannte G90 in der Oberklasse angesiedelt ist, dürfte der G80 als 5er-Gegner in der oberen Mittelklasse antreten, der G70 wird hingegen als Mittelklasse-Limousine als 3er-Pendant fungieren. Einen klaren Hinweis auf das Design der kommenden Genesis-Limousinen gab im März 2016 die in New York gezeigte Studie Genesis Concept.

Mit dem G90 ist bereits ein Modell der Hyundai-Submarke Genesis in Deutschland unterwegs
Mit dem G90 ist bereits ein Modell der Hyundai-Submarke Genesis in Deutschland unterwegs

Neben den beiden Limousinen will der koreanische Autobauer noch zwei SUV-Modelle im Premium-Segment positionieren. Auch hier lassen sich wieder entsprechende Vorbilder bei deutschen Herstellern finden. So dürften die beiden Genesis-SUVs sehr wahrscheinlich gegen BMW X5 und X3 antreten. Modellnamen für diese SUVs wurden noch keine verraten. Möglicherweise wird das für 2018 geplante große SUV XG80 heißen, das für spätestens 2020 geplante kleinere Modell könnte XG70 heißen.

Als Sahnehäubchen will Hyundai außerdem noch bis 2020 ein Coupé im gehobenen Luxussegment positionieren. Vermutlich wird sich dieser sportliche Zweitürer irgendwo zwischen Z4 und 6er ansiedeln.

Wer die Koreaner kennt, wird wenig Zweifel haben, dass diese Pläne auch ziemlich genau in dieser Form und im geplanten Zeitkorridor umgesetzt werden. Vermutlich werden die Genesis-Modelle in einigen Details nicht ganz das Qualitäts-Niveau deutscher Mitbewerber erreichen, sich dafür aber preislich als attraktive Alternative zu Modellen von Mercedes, BMW und Audi empfehlen. Bleibt die spannende Frage, in welchem Umfang Hyundai die Genesis-Modelle in Europa anbieten wird und wie erfolgreich die Koreaner damit sein werden. Für die Vorbilder Lexus und Infiniti war die Bilanz bislang ernüchternd. Auch der seit 2015 in Deutschland verfügbare G90 ist bisher eine Ausnahmeerscheinung.
(Mario Hommen/SP-X)

Erste Fahrt: Hyundai i20 1.0 T-GDI

Hyundai bietet jetzt einen Dreizylinder-Turbo im Kleinwagen i20 an. Erste Ausfahrt!

Seit Herbst 2014 ist die aktuelle Generation des Hyundai i20 auf dem Markt. Mit seinem unaufgeregten und durchaus elegantem Design oder marktschreierische Effekte zieht der Kleinwagen durchaus Blicke auf sich. Keine spontan nach oben gereckten Daumen, dafür wandern die Finger lieber in die Hosentasche in Richtung Geldbörse – wo man doch eigentlich gerade auf dem Weg war, den fünften VW Polo in Folge zu kaufen.

Bei der Probefahrt konnte es dann doch noch passieren, dass der i20 stolpert und ausrutscht – aus dem Kaufraster heraus. Denn auch wenn ein Auto dieser Größe vornehmlich als Supermarkt-, S-Bahn oder Büroshuttle benutzt wird, darf gerne auch ein wenig Fahrfreude mit dazu geliefert werden.  Die Saugbenziner waren und sind also Hyundais Achillesferse auf dem Weg von der reinen Preis-Wert-Alternative hin zum Auto mit Anspruch.

Jetzt weht ein frischer Wind durch den i20 – und zwar durch einen Turbolader geblasen. Nach dem ersten Auftritt im größeren Konzernbruder Kia cee´d schraubt nun Konzernmutter Hyundai den in Korea produzierten 1,0 Liter – Dreizylinder in ihren i20. Dieses Modell wurde übrigens in Deutschland entwickelt, das Montagewerk steht in der Türkei.

Gekonntes Design bis ins i20-Heck (Foto: Bernd Conrad)
Gekonntes Design bis ins i20-Heck (Foto: Bernd Conrad)

Mit dem neuen Aggregat löst Hyundai im i20 den 1,4 Liter großen Vierzylinder-Benziner ab, der wie der neue 1,0 T-GDI 74 kW/100 PS leistet. Zusätzlich gibt es den neuen Motor auch in einer stärkeren Version mit 88 kW/120 PS, der zusätzlich ein Sechsganggetriebes statt des Fünfgang-Handschalters besitzt und 600 Euro Aufpreis kostet.

Gar 700 Euro beträgt der Preisschritt vom 1,4 Liter-Sauger zum neuen 100 PS-Turbomotor, aktuell werden beide Antriebe parallel angeboten. Nach einer ersten Ausfahrt steht aber fest – wer nicht zwingend die Getriebeautomatik haben möchte, die es nur mit dem Vierzylinder gibt, der investiert en Aufpreis in mehr Drehmoment (172 Nm zu 134 Nm, die zudem viel früher und über ein breites Drehzahlband anliegen) und zwar nicht übertriebene, aber vorhandene Längsdynamik.

Der Neue unter der Hyundai-Haube (Foto: Bernd Conrad)
Der Neue unter der Hyundai-Haube (Foto: Bernd Conrad)

Der Motor mit den drei Brennräumen macht bei Vollast durchaus auf seine Bauart aufmerksam. Man kann das Dreizylinderrasseln herausfordernd finden, manche Menschen stört der Klang jedoch. Interessant dabei: Die im Vergleich gefahrene 120 PS-Variante des 1.0 T-GDI hat ein kernigeres und lauteres Motorgeräusch, trotz der sechs Getriebestufen.

Im Fahrbetrieb erweisen sich beide Varianten als problemlose Begleiter mit ordentlichem Durchzug. Wer im hohen Gang nach der Ortsausfahrt auf Landstraßentempo beschleunigen will, ohne dabei schwarze Striche auf dem Asphalt zu malen, sollte die gebotene Leistung als ausreichend empfinden. Auch auf der Autoahn schwimmt der i20 1.0 T-GDI sehr gut mit, erst ab Tempo 160 lässt der Vortrieb nach, 188 Sachen schafft die 100 PS-Version auf dem Papier, der 20 Prozent stärkere Bruder legt waghalsige zwei Stundenkilometer Endgeschwindigkeit oben drauf.

Da sich die bessere Beschleunigung des stärken Einliters mit einer halben Sekunde auf 100 km/h auch im Rahmen hält, können die 600 Euro Aufpreis durchaus z.B. in einen Satz Winterräder investiert werden.

Äußerlich unterscheidet sich der Turbo-i20 durch einen geänderten Kühlergrill mit horizontalen Lamellen dezent von seinen Brüdern mit kleineren Benzinern oder den Dieselmodellen (die aber natürlich auch zwangsbeatmet werden).

Die neue Active-Version macht auf Abenteurer (Foto: Bernd Conrad).
Die neue Active-Version macht auf Abenteurer (Foto: Bernd Conrad).

Für mehr optische Abwechslung sorgt die neue Active-Version des i20. Ganz trendbewusst macht der Kleinwagen mit einer um 20 Millimeter erhöhten Bodenfreiheit, rustikalen Kunststoffplanken und einer Dachreling auf City-SUV, ohne freilich Allradantrieb zu bieten. Die Abenteueroptik erkauft man sich nicht nur mit einem satten Aufpreis von bis zu 2.350 Euro, sondern auch mit einer spürbar härteren Fahrwerksabstimmung.

Die neuen Varianten und Motoren zeigen, dass Hyundai auch in der Kleinwagenklasse die Rolle des günstigen Newcomers Schritt für Schritt verlässt. Das wird von den Kunden honoriert, die Marke ist aktuell der größte asiatische Importeur in Deutschland.

So empfiehlt sich der i20 auch als ernstzunehmende Alternative zum Klassenprimus VW Polo. Sparpotenzial bietet Hyundais Kleiner aber dennoch, indem er den Verzicht auf 20 Extra-PS und die Active-Maskerade leicht macht.

Der i20 trifft seinen Opa und fragt "wie Getz?" (Foto: Bernd Conrad)
Der i20 trifft seinen Opa und fragt „wie Getz?“ (Foto: Bernd Conrad)

Der Fahrzeugschein für den Hyundai i20 1.0 T-GDI

 

Verkaufsstart:

 

Ab sofort im Handel
 

Basispreis:

 

15.650,00 Euro in der Version Classic

Testwagen: Modell Style ab 18.800,00 €

 

Motorleistung:

74 kW / 100PS, 172 Nm bei 1.500 – 4.000 U/min
 

Antrieb und Getriebe:

Frontantrieb, Fünfgang-Schaltgetriebe
 

Beschleunigung:

10,7 Sekunden 0-100 km/h
 

Höchstgeschwindigkeit:

188 km/h
 

Verbrauch kombiniert:

4,3 – 4,5 Liter Super / 100 km
 

Länge, Breite, Höhe, Radstand:

 

4.035mm, 1.734 mm, 1.474 mm, 2.570 mm

 

Das i20-Cockpit ist kein Weichmacher-Eldorado, aber gut verarbeitet (Foto: Bernd Conrad).
Das i20-Cockpit ist kein Weichmacher-Eldorado, aber gut verarbeitet (Foto: Bernd Conrad).
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Hyundai i20 Active – Ein bisschen SUV darf sein

Als dritte Modellvariante seines Kleinwagens i20 bringt Hyundai nach dem Fünf- und Dreitürer den SUV-ähnlichen i20 Active. Der kleine Crossover ist seit Mitte April erhältlich und will durch seine markante Optik und seine leicht erhöhte Sitzposition überzeugen. In Verbindung mit dem neuen, 74 kW/100 PS starken Dreizylinder-Turbo kostet das SUVchen ab 17.100 Euro.

Einen Hauch von Abenteuer verströmt der i20 Active: Dachreling, optischer Unterfahrschutz, Kunststoffplanken am Kotflügel und an den Seiten und eine leicht modifizierte Front- und Heckgestaltung im Vergleich zum Fünftürer lassen den Neuen etwas robuster wirken. Doch wie bei den meisten auf SUV getrimmten Kleinwagen ist auch der Hyundai nur schöner Schein. Einen Allradantrieb gibt es nicht, Ausfahrten auf unbefestigten Wegen sind nicht zu empfehlen. Immerhin wurde hier die Bodenfreiheit von 17 auf 19 Zentimeter erhöht. Die beiden zusätzlichen Zentimeter sorgen für eine erhöhte Fahrersitzposition, mit ein Grund, warum diese Pseudo-SUV auch in Bonsai-Form so beliebt sind.

100 oder 120 PS: Der Active mutiert nicht zum Sportwagen
100 oder 120 PS: Der Active mutiert nicht zum Sportwagen

Für den Vortrieb offeriert Hyundai für den Active nur drei Motoren: den neuen 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo in zwei Leistungsstufen sowie den bekannten 66 kW/90 starken Diesel. Der im Hyundai eigenen R & D-Zentrum in Rüsselsheim entwickelte Dreizylinder leistet 74 kW/100 PS oder 88 kW/120 PS. In der stärkeren Version ist es an ein Sechsgang-Getriebe gekoppelt, die 100 PS-Variante begnügt sich mit fünf Vorwärtsgängen. Das Triebwerk ersetzt den bisherigen 100 PS-Sauger und kommt in allen i20-Modellen zum Einsatz. Bislang ist es aber nur mit Handschaltern verfügbar. Eine Sechsgang-Automatik soll mit dem Facelift des i20 erhältlich sein. Außerdem wird es in den neuen Kompaktwagen i30, der 2017 debütiert, Einzug halten.

Für den Vortrieb offeriert Hyundai für den Active nur drei Motoren
Für den Vortrieb offeriert Hyundai für den Active nur drei Motoren

Der kleine Turbo mobilisiert deutlich mehr Drehmoment als der abgelöste 1,4-Liter-Sauger. Statt 134 Nm sorgen nun bei beiden Aggregatsstufen 172 Nm für vergleichsweise gute Durchzugskraft. Gleichzeitig gehen die Verbrauchswerte um zirka 20 Prozent runter.

100 oder 120 PS: Der Active mutiert nicht zum Sportwagen. Wie auch der von der Kundschaft favorisierte Fünftürer – rund 85 Prozent der Bestellungen fallen auf ihn – ist er kleinwagentypisch kommod abgestimmt. Wer es etwas flotter mag, ist aber mit dem stärkeren Aggregat besser bedient. Der Standardspurt gelingt etwas schneller (10,4 statt 10.9 Sekunden) und auf der Autobahn sind 183 statt 176 km/h möglich. Dafür muss man einen etwas höheren Verbrauch in Kauf nehmen. Hyundai gibt 5,1 Liter im Mittel an, das sind 0,3 Liter mehr als bei den vergleichbar ausgestatteten 100 PS-Versionen. Bei ersten, flott gefahrenen Testrunden zeigte der Bordcomputer 6,3 Liter an. Ein Wert, der für 120 PS in Ordnung geht. Dazu gab sich der Motor laufruhig und ausgesprochen leise. Das typische Dreizylinder-Surren ließ sich kaum vernehmen.

Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 326 und 1.042 Litern
Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 326 und 1.042 Litern

Hinsichtlich seiner Innenraumökonomie kann der Active ebenfalls punkten. Wie der Fünftürer zeigt sich der Crossover von seiner üppigen Seite. Das Platzangebot ist nicht nur auf den vorderen Sitzen großzügig, auch im Fond geht es luftig zu – zumindest dann, wenn auf der Rückbank nur zwei Personen Platz nehmen. Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 326 und 1.042 Litern. Beim Umlegen der Rückbanklehne entsteht ein ziemlich ebener Ladeboden.

Das Platzangebot ist nicht nur auf den vorderen Sitzen großzügig, auch im Fond geht es luftig zu
Das Platzangebot ist nicht nur auf den vorderen Sitzen großzügig, auch im Fond geht es luftig zu

Schon in der Basisversion „Classic“ gibt sich der Active nicht knauserig. Im Grundpreis für 17.100 Euro sind unter anderem Klimaanlage, RDS-Radio, elektrische Fensterheber vorn, Bordcomputer und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung enthalten. Da aber beim i20 und damit auch beim Active der Käufertrend zu den höheren Ausstattungslinien geht, dürften sich die meisten Kunden für die Niveaus Trend und Syle entscheiden. Sitz- und Lenkradheizung, Audioanlage mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Geschwindigkeitsregelanlage, Spurhaltewarner, LED-Tagfahrlicht und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen sind bei Trend Standard. Die höchste Ausstattungsstufe ist nur mit dem 120 PS-Benziner (ab 21.750 Euro) oder dem Diesel (ab 22.400 Euro) kombinierbar. Sie wartet unter anderem mit elektrisch anklappbaren Außenspiegeln, Licht- und Regensensor, vorderen Einparkhilfen und Klimaautomatik auf. Für den „großen“ Aufritt sorgen 17-Zöller, LED-Rückleuchten, ein mit Chrom umrandeter Kühlergrill und ab der B-Säule dunkel getönte Scheiben. Die Fünf-Jahres-Garantie ist ab Werk immer dabei. (Elfriede Munsch/SP-X)

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Carsharing mit Brennstoffzellenautos – Mit Wasserstoff durch München

Ein Carsharing-System mit Wasserstoffautos bietet der Technologiekonzern Linde ab dem Sommer in München an. Unter dem Namen „Bee Zero“ sollen in der Innenstadt fünfzig Brennstoffzellen-SUV vom Typ Hyundai ix35 Fuel Cell zur Verfügung stehen. Die Buchung erfolgt wie bei anderen Systemen online oder per Handy-App. Tarife nennt das Unternehmen noch nicht.

Die Brennstoffzellenautos werden von einem 100 kW/136 PS starken E-Motor angetrieben, die Reichweite gibt Linde mit 400 Kilometern an. Das Auffüllen des Wasserstofftanks übernimmt der Carsharing-Anbieter. Linde unterhält in München eine von deutschlandweit rund 34 Wasserstofftankstellen, in München und im Umland der Landeshauptstadt gibt es sieben Anlagen. Nicht alle sind öffentlich zugänglich.

News: Genesis New York Concept – Neue Mittelklasse-Konkurrenz für Mercedes und BMW

Hyundai-Nobeltochter Genesis nimmt die Mittelklasse ins Visier. Auf der Auto Show in New York (25. März bis 3. April) zeigen die Koreaner die Studie einer sportlichen Limousine im Format von Audi A4, BMW 3er und Mercedes C-Klasse. Auffällige Gestaltungsmerkmale des Konzeptfahrzeugs sind der große Kühlergrill und weit in die Kotflügel gezogene Scheinwerfer. Auf den Markt kommen könnte die Serienversion bereits 2017 unter dem Namen G70. Auch eine Coupé-Variante dürfte angeboten werden.

Hyundai hatte den Premium-Ableger Genesis Ende 2015 offiziell als eigene Marke etabliert. Die wichtigsten Märkte sind Korea, China, Nordamerika und der Nahe Osten. Aber auch in Europa will Genesis mittelfristig präsent sein. Erstes Modell der Marke ist die Oberklasselimousine G90; fünf weitere Modelle sollen bis 2020 folgen. Darunter das Businessmodell G80, der kleinere G70 sowie zwei SUV.

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News: Hyundai Tucson 1.7 CRDi – Die neue Mitte

Das koreanische Erfolgsmodell, der Hyundai Tucson, geht mit einem gestärkter Diesel in sein zweites Modelljahr. So wird die bereits breit aufgestellte Antriebspalette um eine mittlere Motorisierung ergänzt. Allerdings kann man das Kompakt-SUV mit diesem Motor nur mit Frontantrieb bekommen, womit klar wäre, dass ein gröberer Geländeeinsatz ausgeschlossen ist. Im Frühjahr, genauer gesagt im März, ist es dann soweit und die ersten Hyundai Tucson 1.7 CRDi rollen zu den Händlern.

Aktuell gibt es schon einen 1.7 Liter Diesel im Angebot für den Hyundai Tucson. Dieser fungiert als Einstiegsmodell und leistet 116 PS. Nun soll der 1.7 CRDi mit 104 kW bzw. 141 PS die Modellpalette erweitern. Das Aggregat ist in allen Ausstattungsvarianten erhältlich und kostet in der Basisausstattung „Classic“ mindestents 27.450 Euro. So leistet das Diesel-Aggregat, das bereits aus dem Hyundai i40 blue bekannte ist, kräftige 340 Nm Drehmoment, die bei 1.750 – 2.500 Umdrehungen bereitstehen. Die Kraftübertragung übernimmt ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe – serienmäßig. Die Fahrleistungen, die mit den 141 PS zu bewerkstelligen sind, lassen nicht gerade darauf schließen, dass man Bäume mit dem Koreaner ausreißen kann. Für ein guten Mitschwimmen im Alltag reichen diese allerdings aus. So beschleunigt das immerhin 1.623 kg schwere Kompakt-SUV in 11,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Spitze von 185 Stundenkilometern. Ein vergleichbar motorisierter VW Tiguan ist etwas spritziger.

Was bekommt man also für sein Geld? Zum einen wäre da ein praxisgerechter Kofferraum mit 513 Litern Basisvolumen, das auf maximal 1.503 Liter ausgeweitet werden kann. Ansonsten zeigt sich der Hyundai auf der Höhe der Zeit. In der Ausstattungslinie „Style“ bekommt man attraktive 19-Zoll-Räder, womit der Style-Anspruch bedient wäre. Die Sicherheit deckt das Kompakt-SUV mit einer Vielzahl von Assistenzsytemen ab. Dazu zählt ein radargestützter Auffahrwarner, der nicht nur vorausfahrende Fahrzeuge, sondern auch Fußgänger erkennt, eine Blind Spot Detection in den Außenspiegeln, die Speed Limit Information Function im zentralen Touchscreen oder der Spurhalteassistent.

Wen die neue Motor-Variante nicht anspricht, der kann den Hyundai Tucson auch weiterhin mit einem 2.0 Liter Diesel in zwei Leistungsstufen bestellen: 136 oder 185 PS sind hier die Ausbeute. Wenn aber Benzin und kein Diesel durch die Adern fließen soll, dann hat man die Wahl zwischen einem 1.6 Liter Vierzylinder-Sauger mit 132 PS oder einem 1.6 Liter Turbo mit 177 PS. Fraglich ist nur, warum der kleinere 2.0 Diesel noch im Programm ist, wenn der doch ähnliche Fahrleistungen und eine nahezu identische Leistung bietet wie das neue 1.7 Liter-Aggregat.

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Livestream: Hyundai Pressekonferenz Automobilsalon Genf 2016



Hyundai-Livestream: Es ist vor allem die Weltpremiere des neuen Hyundai IONIQ

Vom PHEV zum Elektrofahrzeug. Die Koreaner stellen mit dem IONIQ eine ganze Bandbreite an alternativen Antrieben in nur einem Fahrzeug vor. Die Weltpremiere in Genf ist als spannender Auftakt in eine Welt neuer Techniken zu verstehen. Vom Hybrid, zum Plug-In Hybrid bis hin zum Elektrofahrzeug. Drei Techniken, eine Hülle: Der neue Hyundai IONIQ.

Der Livestream startet um 10:45 Uhr

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Hyundai Ioniq – Zunächst mit E- oder Hybridantrieb

Als reines E-Auto sowie mit Hybridantrieb kommt im Herbst 2016 der Hyundai Ioniq nach Deutschland. Die kompakte Limousine soll gleichzeitig den Branchenprimus Toyota Prius und E-Mobile wie Nissan Leaf oder Chevrolet Volt ins Visier nehmen. Als dritte Antriebsvariante ist ein Plug-in-Hybridantrieb angekündigt, der zu einem späteren Zeitpunkt auf den Markt kommen soll.

Den Ioniq gibt es mit drei Antriebsoptionen
Den Ioniq gibt es mit drei Antriebsoptionen

Leistungsdaten nennen die Koreaner jedoch nur für das konventionelle Hybridauto. Dort arbeiten ein 77 kW/105 PS starker 1,6-Liter-Benziner und ein Elektromotor mit 32 kW/43,5 PS zusammen. Gemeinsam stellen sie eine Systemleistung von 104 kW/141 PS zur Verfügung – 5 PS mehr als die ähnliche Triebwerkskombination im Prius. Den Verbrauch gibt der Hersteller vorläufig mit 3,4 Litern an. Auch das entspricht in etwa dem Niveau des Hauptkonkurrenten.

Angaben zum reinen E-Antrieb gibt es noch nicht, ebenso wenig welche für die Plug-in-Hybridvariante, die beide Technologien kombiniert. Ihr Akku kann nicht nur von Verbrennungsmotor und Bremskraftrückgewinnung, sondern auch an der Steckdose aufgeladen werden. Noch schuldig bleibt Hyundai zudem den Preis seiner neuen Öko-Modelle. Zur Orientierung: ein Prius kostet rund 28.000 Euro.

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Test: Hyundai Genesis

Es ist ein Top-Modell. Daran lässt der prägnante Kühlergrill keine Zweifel. Ein wenig Aston Martin schwingt mit im Design. Eine Limousine mit stolzer Form. Und so war ich nicht überrascht, als bei einem Tankstopp an der Nachbar-Tanksäule das Foto-Handy gezückt wurde und der Mann fragte: Ist das nicht ein Aston Martin? Noch bevor die Frage beantwortet war, klickte das Handy. Prunkvoll, ja. Imposant, ja. Aber ein Aston Martin? Nein.

Test des Hyundai Genesis 3.8

Mut zum anders sein!

Ein großer Hyundai, der von anderen als Aston Martin „erkannt“ wird. Das sagt viel über die Ambitionen der Koreaner aus. Und über diesen Genesis. Wer die Motorhaube mit dem beflügelten Emblem öffnet, findet darunter „nur“ einen 3.8 Liter V6-Sauger. Damit dürfte dann klar sein – hier geht es vor allem darum, Prestige zu demonstrieren. Aber ist das schon gleich eine „Premium-Kampfansage“ an die großen Drei?

Test Fahrbericht007 Hyundai Genesis V6 3.8

Irgendwo zwischen 5 und 7, 6 und 8, E und S

Zwar hatte Hyundai auch früher schon große Limousinen im Programm. Doch wirkten Modelle wie dieser Grandeur oder der Dynasty eher wie schlecht kopierte Ami-Schlitten. Der Hyundai Genesis ist nun das erste Modell mit einer beeindruckenden Außenwirkung. Mit 4.99 Meter Länge und einem Radstand von knapp 3 Metern rangiert der Genesis zwischen den Premium-Business-Klassen aus Ingolstadt, München und Stuttgart.

Umfangreich bedient sich der Koreaner am Baukasten des internationalen Business-Car-Designs und addiert hier und da ein paar stilistische Besonderheiten. Die coupéhaft verkürzte Heckgestaltung oder das geflügelte Logo auf der Motorhaube sind Charakter bildend. Ein Hyundai-Schriftzug prangt nur an einer Stelle des Genesis. Das Genesis-Wappenschild mit zwei seitlichen Schwingen erinnert an die Markenzeichen von Aston Martin oder Bentley. Bei anderen Autofahrern sorgt das für eine Überraschung: sich erst einmal begeistert, mit fast ehrfürchtigem Blick, andächtig dem bulligen Wagen nähern und dann ein verwunderter, leicht enttäuschter Gesichtsausdruck, wenn das Heck sichtbar wird. Dort nämlich findet sich der einzige„Hyundai“-Schriftzugs.

Test Fahrbericht003 Hyundai Genesis V6 3.8

Günstig? Preiswert? Andersartig.

Ironischerweise wird an dieser ambivalenten Reaktion die Richtigkeit der Hyundai-Strategie deutlich. Denn die Marke wird hierzulande immer noch unter Wert wahrgenommen. Der Genesis wird das wohl kaum kurzfristig ändern können, zeigt aber zumindest Interessierten, dass man mehr kann als allein günstige Autos bauen. Billig Günstig ist der Genesis mit einem Listenpreis von 65.500 Euro nämlich nicht. Zumindest, wenn man nicht die Vollausstattung in Rechnung stellt, die serienmäßig an Bord ist. Auswählen muss der Kunde nur noch Lack- und Lederfarbe, alles andere zählt zum Lieferumfang. Für einen 5er oder eine feine E-Klasse würden eher 80 Kilo auf den Wunschzettel geschrieben werden. Was man sich wünscht, der Genesis bringt es bereits mit: Um nur ein paar Highlights zu nennen: adaptives Xenonlicht mit Fernlicht-Assistent, Head-up-Display, gekühlte Nappaledersitze, Dreizonen-Klimaautomatik mit CO2-Überwachung, Panorama-Glasdach, Abstandsregeltempomat mit Notbremsfunktion, Soundsystem – all das bekommt der Käufer automatisch mit. Alles durchaus gehobener Stand der Technik. An die Spitze im Wettbewerbsumfeld (wo LEDs beispielsweise mittlerweile das Xenonlicht abgelöst haben) schaffen es die Koreaner aber noch in keinem Punkt. Auch der ordentlich und mehr als gefällig gestaltete, sowie hervorragend verarbeitete Innenraum muss sich zwar vor der Konkurrenz nicht verstecken, eine neue Benchmark stellt er aber nicht dar.

Unter der Haube mangelt es an Argumenten

Der wahre Wettbewerbsnachteil des Genesis ist aber sein Antrieb. Einzige Option ist ein 3,8 Liter großer V6-Saugmotor. Sein Normverbrauch: 11,6 Liter.  Ein realistischer Wert für den Alltag. Einen sparsamen Diesel oder einen Turbo-Benziner gibt es nicht. Für den deutschen Markt ist das in diesem Segment fast ein wirtschaftliches Todesurteil. In den USA hämmert immerhin alternativ ein 5.0 Liter V8 unter der Haube – auch kein Triebwerk für Deutschland, aber geil!

Ein knurrender Genesis beißt nicht

Sportlimousine nennen die Koreaner den Genesis. Doch auch die 315 PS, die sein Direkteinspritzer-V6 ausliefert und vom 8-Gang Automaten an alle vier Räder geliefert werden, machen den großen Koreaner eben nicht zu einer solchen „Sportlimousine“. Dafür sind der Achtgang-Automat (eine Hyundai-Entwicklung!) und der Sechszylinder mit seinen knapp 400 Nm zu kultiviert. Wer den Fahrmodi-Schalter von „Normal“ auf „Sport“ schaltet, zwingt ihn zu höheren Drehzahlen und sportlichem Knurren. Doch ein knurrender Genesis beißt noch lange nicht. Dass der große Koreaner eher souverän bis träge wirkt, liegt an der wenig verbindlichen Lenkung und dem komfortablen Fahrwerk. Wanken und Nicken der Karosserie haben die Marktbegleiter jedoch eindeutig besser im Griff. Der Koreaner verzichtet hier weitgehend auf Spezialtechniken wie Luftfederung oder intelligente Stabilisatoren und kombiniert die unauffälligen Multilenker-Radaufhängungen lediglich mit einer elektronischen Dämpferverstellung.

Test Fahrbericht006 Hyundai Genesis V6 3.8

Ganz sicher: Ein Premium-Hyundai

Für einen Hyundai ist der Genesis unter dem Strich ein herausragendes Auto – für eine Limousine der gehobenen Premiumklasse jedoch nur ein erster Aufschlag. Wer sich für den Genesis und gegen die Klassiker von BMW, Mercedes und Audi entscheidet, der wird dies aus sehr subjektiven Gründen tun. Und neben einem überzeugenden Dieselmotor oder Hybrid fehlt es dem Genesis auch an Raffinesse. Und natürlich am Image.

Für die Zukunft plant Hyundai eine Edelmarke mit dem Namen „Genesis“, ganz nach dem Vorbild von Lexus und Infiniti. Ob das gut geht? Wir glauben schon!

[notification type=“notification_info“ ]Tl;dr?

Ein Hyundai, der Premium verneint, es aber ist!

Was sonst: Infiniti Q70, Lexus GS, Jaguar XF, Mercedes E-Klasse, Audi A6, BMW 5er
Warum: viel Komfort, viel Raum, viel Ausstattung für relativ kleines Geld
Warum nicht: Nur ein simpler V6 im Angebot[/notification]

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Hyundai

Genesis 3.8

Bauart 6-Zylinder V, Saugmotor
Hubraum 3.778 ccm³
Leistung 315 PS / 6.000 U/min
Kraft 397 Nm /5.000 U/min
Getriebe 8-Gangautomatik (Hyundai)
Antriebsachse Allradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.990, 1.890, 1.480  mm
Radstand 3.010 mm
Leergewicht 2.050 kg
Wendekreis 11.40 m
Höchstgeschwindigkeit 240 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 6,8 sec
Normverbrauch 11.6 l/100 km

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[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 12.3 l / 100 km (Benzin)
Öko-Experte 9.4 l / 100 km
Außendienst-Modus 15.6l / 100km
 Mehr zum Thema Verbrauch:  So messen wir auf m-a-b

Test: Bjoern Habegger Text: Bjoern Habegger, mit Material von SP-X Holger Holzer und Fotos: Thomas Majchrzak

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