Jeep Grand Cherokee und die Wahrheit über den Elchtest

Bereits vor 3 Wochen machte eine Meldung eines schwedischen Automobil-Magazins die Runde, wonach der Jeep Grand Cherokee ein Problem im Elchtest hat.  Ich hatte  zu diesem Zeitpunkt einen Grand Cherokee als Testwagen gehabt, aber leider nicht die Möglichkeiten einen Elchtest unter VDA-Bedingungen zu fahren – geschweige denn, den Platz und die finanziellen Mittel, einen solchen Test zu realisieren.

Im Rahmen meiner Möglichkeiten habe ich den Grand Cherokee auch durchaus flott und sportlich bewegt und dabei keine Ansätze für ein „aufschaukeln“ festgestellt – das wiederum ist natürlich völlig ohne Relevanz 🙂 – das sind reine subjektive Messmethoden und taugen nicht wirklich um eine fundierte Meinung zum Elchtest der schwedischen Zeitung „Teknikens Värld“ zu bilden.

Die „auto, motor und sport“ hatte bereits am 25. Juli einen Artikel veröffentlicht, der mit der Headline: „Jeep Grand Cherokee besteht Elchtest“ und „Jeep kippt nicht um“ doch sehr deutlich Stellung bezieht. Die „ams“ ist in meinen Augen eine von 2 verbliebenen deutschen Automobil-Zeitschriften, denen man durchaus ein wenig „glauben“ schenken darf. Aber mich macht dieser Artikel aus anderen Gründen ein wenig stutzig.

Zum einen: Diese extreme zeitliche Nähe zum „Umfaller-Artikel“ der Teknikens Värld. Dieser wurde am 9. Juli veröffentlicht und bereits am 25. Juli hatte die „ams“ einen neuen Test gefahren und diesen auch veröffentlicht. Nun – das klingt nach extremen Zeitdruck – für ein Print-Magazin. Aber, es könnte ja sein.

Stutzig machen mich jedoch  2 Formulierungen im „ams“-Artikel:

 Beim Elchtest von auto motor und sport blieb das Auto sicher auf der Straße und verlor mit keinem der vier Räder den Kontakt zur Straße.

Das steht in der Einleitung des Textes, groß und fett.

Egal ob mit zwei Personen an Bord oder bis zum maximal zulässigen Gesamtgewicht ausgelastet, behielten alle vier Räder weitestgehend Bodenkontakt.

Das steht ziemlich am Ende des Berichtes. Nun. Das Superlativ von „weitgehend“ wird gerne verwendet um sich bei unsicheren Behauptungen selbst relativieren zu können. Schreibe ich zum Beispiel „weitesgehend“ dann kann mein Leser davon ausgehen, in einem von 10 Fällen war es eben doch anders.

Aber auch der Schlusssatz macht mich stutzig:

 Das untermauert die These, dass der Cherokee in Schweden überladen war.

Eine These? Was denkt sich der Autor dabei? Eine These mag Platz in „Blogs“ haben – in einem Fachmagazin des journalistischen Würdegrades einer „auto, motor und sport“ – jedoch nicht. Oder doch? Wer hat das eigentlich geschrieben?

Und das, sorgt dann endgültig für „Stirn runzeln“: Denn der Artikel wurde verfasst vom Autor mit dem Namen: auto motor und sport.  Auch eher ungewöhnlich – üblicherweise haben die Redakteure der ams  andere Namen und schreiben diese auch unter ihre Artikel.

Nun gut.  Für mich persönlich war die Zeit mit dem  Grand Cherokee Testwagen eine  sehr angenehme  und mein Eindruck vom Fahrzeug war: „Fährt sich, sicher wie eine Burg!“ – ob er nun im Elchtest kippt, oder nicht – würde mich aber schon interessieren …

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

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