Jeep Renegade – Willy hätte ihn gemocht

Jeep Renegade – Willy hätte ihn gemocht

Zum 75. Geburtstag des historischen „Willys“ Jeep bietet die amerikanische Geländewagen-Marke ihren jüngsten und kleinsten Zuwachs nun günstiger an: Im ersten Quartal 2016 kostet das Einstiegsmodell (81 kW/110 PS) des Jeep Renegade 17.900 Euro, 2.000 Euro weniger als bisher.

Im Zweiten Weltkrieg nutzten amerikanische Truppen den Geländewagen Willys-Overland MB. Er trug dazu bei, dass „Jeep“ heute auch ein Synonym für Geländewagen ist. Der kantige, kompakte Geländewagen Renegade sieht seinem historischen Vorbild ähnlich.

Anders als beim 4×4-Willys wird beim genannten Renegade-Einstiegsmodell die Antriebskraft des 1,6 Liter großen Vierzylinder-Benzinmotors über ein Fünfgang-Schaltgetriebe nur an die Vorderräder geleitet. Zur Serienausstattung des Renegade Sport 1.6 E-torQ gehören unter anderem Klimaanlage, Infotainment-System, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber und Multifunktionslenkrad.

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SP-X Redaktion | Hanne Lübbehüsen
Ein Artikel der SP-X Redaktion, geschrieben von Hanne Lübbehüsen.

Jeep Grand Cherokee Trackhawk – SUV-Superlative

Braucht die Welt ein Performance-SUV mit mehr Leistung als jedes aktuelle Porsche-Modell? Anscheinend lautet die Antwort „ja“. Denn Jeep packt nun den Motor der „Hellcat“-Versionen von Dodge Charger und Challenger in den Grand Cherokee und tauft das Endergebnis auf den Namen „Trackhawk“.

Das Drehmoment liegt bei gewaltigen 875 Newtonmeter

Unter der Haube sorgt ein Kompressor-V8 mit 6,2 Liter Hubraum für gewaltige 520 kW/717 PS und beeindruckende 875 Newtonmeter Drehmoment. Den 0-100-Sprint absolviert der Trackhawk in nur 3,5 Sekunden – Schluss ist erst bei 290 km/h. Ein Allradantrieb mit Hinterachs-Differenzial bringt die Kraft auf die Straße. Die passende Fahrstufe stellt stets eine robustere und schnellere Achtgang-Automatik bereit. Ebenfalls überarbeitet wurden Kühl- und Kraftstoffsystem.

Eine neue Abgasanlage entlässt das V8-Grollen ins Freie

Für eine angemessene Straßenlage montiert Jeep im Trackhawk adaptive Dämpfer der Firma Bilstein. Eine Brembo-Bremsanlage mit gewaltigen 400-Millimeter-Bremsscheiben soll das schnelle Ungetüm adäquat verzögern. 20-Zöller sind serienmäßig montiert, optional gibt es leichtere Schmiederäder in der gleichen Größe. Optisch hebt sich der Trackhawk vor allem durch eine neue Frontmaske und eine neue Abgasanlage mit vier Endrohren ab. Die Nebelscheinwerfer mussten außerdem Luftkanälen weichen, die dem Temperaturhaushalt des Trackhawk zuträglich sein sollen. Außerdem gibt es LED-Scheinwerfer serienmäßig.

Der Motor hat einen Hubraum von 6,2 Liter

Der Grand Cherokee Trackhawk kommt mit fünf verschiedenen Fahrmodi („Auto“, „Sport“, „Track“, „Tow“ und „Snow“) sowie einer Zugkraft von rund 3,2 Tonnen. Der Marktstart ist für das vierte Quartal 2017 geplant. (Max Friedhoff/SP-X)

Alfa Romeo und Jeep – Mit Doppelspitze in die Offensive

Wer vom Straßenrand aus einen Alfa Romeo entdecken will, braucht Geduld und langen Atem. Jahrelang darbte die einstige Kultmarke vor sich hin, kaum neue Modelle, wenig Händler, Probleme mit der Qualität. Bis der Mutterkonzern Fiat seine Ikone neu entdeckte und nun nach einer gefühlten Ewigkeit wieder Gas gibt. Mit der Sportlimousine Giulia und dem schmucken SUV Stelvio ist Alfa Romeo heute wieder kaufbar geworden. „Das ist das Spannende an unserem Beruf“, sagt Deutschlands Alfa-Chef Stefan Moldaner. „Eine traditionsreiche Marke mit neuen Modellen wieder im Bewusstsein der verwöhnten Kunden zu verankern, endlich wieder konkurrenzfähig zu sein und mit neuen Ideen in die Offensive zu gehen“.

Der gelernte Diplomingenieur hat bei der Reanimation von Alfa ein Ass im Ärmel, für das ihn Kollegen anderer Hersteller beneiden. Denn der 48jährige ist in der Zentrale von Fiat Deutschland auch für eine andere berühmte Marke zuständig. Seit der amerikanische Chrysler-Konzern zum italienischen Megakonzern gehört, sind die Modelle mit dem Jeep-Logo gefragt wie nie zuvor in der 76jährigen Geschichte des amerikanischen Offroad-Spezialisten. Auch in Deutschland boomt Jeep, im letzten Jahr wurden fast 15.000 Fahrzeuge verkauft. „Jeep und Alfa Romeo sind unsere Premiummarken, die sich perfekt ergänzen“, sagt Moldaner. Mit Hilfe der US-Marke will er jetzt eine Alfa-Schwäche beheben und die Zahl der Händler für die italienischen Modelle bis Ende des Jahres auf 180 fast verdoppeln. In vielen der neuen Autohäuser stehen heute bereits Jeeps im Schaufenster.

Drohen da nicht Kollisionen der beiden Marken? Schließlich will Alfa bald zwei weitere SUV bringen, die direkt mit Jeep-Modellen konkurrieren. Das geplante Kompakt-SUV, deutlich kleiner als der Stelvio, könnte auch Kunden des Jeep Compass interessieren, dessen Deutschland-Start jetzt auf den Sommer auch nach Deutschland vorgezogen wurde. Das künftige große Alfa-SUV dagegen tritt auch gegen den Luxus-Offroader Jeep Grand Cherokee an. Stefan Moldaner sieht das anders: „Die Charaktere der beiden Marken sind völlig unterschiedlich. Alfa bedient eher die Kunden sportlicher Allradler, die nur selten ins Gelände abbiegen“. Dagegen würden Jeep-Kunden auch die Fähigkeiten ihres Autos abseits fester Straßen schätzen.

Problemlos sind dagegen andere Alfa-Neuerscheinungen bis zum Jahr 2020. Da steht eine große Limousine im Format der Mercedes E-Klasse ebenso auf dem Mailänder Speisezettel wie ein Sportwagen oder ein Nachfolger des Golf-Konkurrenten Giulietta. Recht bald wird schon die Edel-Version des Stelvio zu haben sein: Der Allradler mit Beinamen Quadrifoglio Verde (vierblättriges Kleeblatt) wird wie sein Schwestermodell Giulia QV mit 375 kW/510 PS unter der Haube protzen. Jeep dagegen hat weiterhin die Abenteurer im Visier. Neben dem Compass wird es unter anderem einen völlig neuen Wrangler geben. Neu erscheinen soll auch der Jeep Grand Wagoneer, ein SUV der Fünf-Meter-Klasse.

Doch neue Produkte allein, seien sie auch noch so attraktiv, reichen nach Moldaners Überzeugung nicht aus, um die Marke Alfa zu neuen Höhen zu führen. „Wir haben eine Fülle von Ideen“, sagt der Manager jetzt zum Marktstart des neuen Stelvio in Innsbruck. Er nennt als Beispiel eine Vier-Jahres-Garantie oder den Versuch, auch Flottenkunden in ein Alfa-Modell zu locken. Und dann sind da ja noch die Familien, die Moldaner im Blick hat. Geplant ist ein sogenanntes Mix-Leasing, bei dem neben dem geräumigen Stelvio ein kleiner Alfa Mito zu besonders günstigen Konditionen dazu bestellt werden kann, über den sich dann ein weiteres Familienmitglied freuen darf. (Peter Maahn/SP-X)