Lamborghini Huracan Performante – Flügelstürmer

Lamborghini stellt den Huracan auf dem Genfer Autosalon (bis 19. März 2017) in einer scharf gemachten Version namens Performante vor. Für die rennstreckenoptimierte Version haben die Italiener das Gewicht gesenkt und die Leistung angehoben. Im Sommer werden die ersten Exemplare des rund 232.000 Euro teuren Sportwagens in Kundenhand übergeben.

Auf dem Genfer Autosalon 2017 feiert der Lamborghini Huracan Performante Premiere

40 Kilogramm haben die Italiener unter anderem dank des Einsatzes von Kohlefaserlaminat-Bauteilen eingespart. Damit soll der Zweisitzer 1.382 statt bisher 1.422 Kilogramm leer auf die Waage bringen. Im Gegenzug ist die Leistung des 5,2-Liter-V10-Motors von 449 kW/610 PS auf 470 kW/640 PS sowie 560 auf 600 Newtonmeter Drehmoment angestiegen. Der Standardsprint auf 100 km/h dauert 2,9 Sekunden, bis 200 km/h vergehen 8,9 Sekunden, maximal sind 325 km/h drin. Um dem sportlichen Anspruch gerecht zu werden, hat Lamborghini außerdem das Fahrwerk versteift, die Lenkung überarbeitet und die Aerodynamik verbessert.

Eindrucksvoll: Das Spoilerwerk des Huracan Performante

Letzteres wirkt sich auch auf das Design aus. Zu den optischen Erkennungsmerkmalen gehören ein neuer Frontsplitter, ein Riesenspoiler am Heck, ein neues Diffusordesign sowie bronzefarbene 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, die den Blick auf Carbon-Keramik-Stopper freigeben. Eine Besonderheit ist das aktive Aerodynamiksystem ALA. Unter anderem sorgen per Elektromotor verstellbare Klappen am Frontspoiler für eine Optimierung der aerodynamischen Last in Abhängigkeit zur Fahrsituation. Der Heckspoiler erlaubt zudem bei Kurvenfahrten eine Erhöhung des Anpressdrucks für die jeweils kurveninneren Räder.

In 2,9 Sekunden kann der Huracan Performante aus dem Stand auf Tempo 100 stürmen

Der Innenraum des Performante trägt unter anderem mit dunklem Alcantara dem sportlichen Ansinnen Rechnung. Ein neues digitales Kombiinstrument gibt Auskunft über die Arbeitsweise des aktiven Aerodynamiksystems ALA und zeigt die klassischen fahrrelevanten Daten an. (Mario Hommen/SP-X)

Im Innenraum des Lamborghini Huracan Performante gibt es reichlich dunkles Alcantara
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Lamborghini Aventador S – Scharf gemacht für den Ego-Trip

Lamborghini frischt zum Frühjahr 2017 den Aventador auf und verpasst ihm gleich noch den Namenszusatz S. Das in vielen Details modernisierte Modell bietet unter anderem mehr Leistung, eine bessere Aerodynamik und ein neues Infotainmentsystem.

Künftig fegt der Standard-Aventador mit 740 PS über die Piste

Wichtigstes neues Detail ist eine ordentliche Leistungsspritze. Im Vergleich zur bisherigen Standardversion steigt die Leistung des 6,5-Liter-V12-Saugbenziners von 515 kW/700 PS auf 544 kW/740 PS. Zugleich wurde die maximale Motordrehzahl von 8.350 auf 8.500 U/min angehoben. In Kombination mit der bekannten Siebengang-Automatik soll das Allradcoupé wie bisher in 2,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 stürmen und bis zu 350 km/h schnell werden.

Unter anderem sorgt ein neuer Heckdiffusor für bessere Abtrieb beim Aventador

Damit die Kraft besser auf die Straße kommt, hat Lamborghini unter anderem die Radaufhängung und die Aerodynamik verbessert. So sollen neue Varianten von Frontsplitter, Heckdiffusor und Heckflügel neben einer aggressiveren Optik mehr Abtrieb garantieren. Zudem wird sich der S dank einer mitlenkenden Hinterachse und neuen Pirelli-Reifen wahrscheinlich noch einen Tick agiler und mit mehr Seitenstabilität durch Kurven scheuchen lassen.

Der Fahrer kann künftig auf Knopfdruck zudem zwischen vier Fahrprofilen mit den Bezeichnungen Strada, Sport, Corsa und Ego wählen. Unter anderem werden dabei die Parameter für Dämpfung, Lenkung und Antrieb verändert. Im Ego-Modus hat der Pilot die Möglichkeit, eine individuelle Abstimmung aller Parameter nach seinen bevorzugten Kriterien aufrufen.

Der Aventador S hat ein neues Infotainmentsystem mit größerem Display sowie ein TFT-Display als Kombiinstrument

Dank einer neuen digitalen, programmierbaren TFT-Instrumententafel wird es möglich, dass das Kombiinstrument in einen auf das Fahrprofil abgestimmten Anzeigemodus wechselt. Im Innenraum fällt zudem ein neues Infotainmentsystem mit einem größeren Display in der Mittelkonsole ins Auge. Dieses bietet unter anderem eine Sprachsteuerung, Apples CarPlay und ein optionales Telemetriesystem. Verfügbar ist der neue Aventador S ab Frühjahr 2017. Der Preis liegt bei rund 330.000 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Lamborghini Huracán RWD Spyder – Leichtgewicht dank Allradverzicht

Lamborghini bietet seinen offenen V10-Sportwagen Huracán Spyder ab Januar 2017 auch mit Hinterradantrieb an Stelle der üblichen Allradtechnik an. Die neue, puristischere RWD-Variante des Cabrios hat nun im Vorfeld der Auto Show in Los Angeles (18. bis 27. November) Premiere gefeiert. Zu erkennen gibt sie sich unter anderem durch eine aggressiver gestaltete Fron und ein modifiziertes Heck.

Den Antrieb übernimmt der bekannte 5,2-Liter-Saugmotor in einer Variante mit 426 kW/580 PS Leistung. Der Zehnzylinder beschleunigt den Zweisitzer in 3,6 Sekunden von null auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 319 km/h. Das Leergewicht liegt mit 1.509 Kilogramm um rund 34 Kilogramm unter dem des 449 kW/610 PS starken Allrad-Sypder.

Die Preise sollen zwischen denen der Coupés mit Hinterrad- (179.000 Euro) und Allradantrieb (202.000 Euro) liegen. Der Spyder RWD ist damit deutlich günstiger als das Allradcabrio, das mindestens ab 222.000 Euro kostet. (Holger Holzer/SP-X)

Sexismus at its best – Lamborghini Huracán LP 610-4

Reitbeteiligung für italienischen Rassestier geboten – oder Sexismus at its best: Der Lamborghini Huracán LP 610-4 von Motion Drive

Lamborghini Huracán

Liebe Wendy-Leser, Sonntags-Fahrer, liebe aufgespritzte Ü30-Burberrys im zweckentfremdeten SUV … jetzt bitte unbedingt wegschauen und weiter die rosa Ponys kämmen!

Ich bin ein junger strammer italienischer Rassestier auf der Suche nach jemandem, der meinem Potential gewachsen ist. Jemand, der mich mit dem nötigen Respekt behandelt, aber auch hier und da ordentlich in die Hörner zwickt! Nach rund 10 Jahren bin ich in die Fußstapfen meines Bruders, dem Gallardo, gestiegen und habe diese mehr als besser ausgefüllt. Benannt wurde ich nach einem im Jahre 1879 ungeschlagen gebliebenen spanischen Kampfstier-Kollegen aus Alicante, so wie die meisten meiner Lambo-Brüder.

Ich bin wunderschön, ich bin stark und verdrehe den Leuten den Kopf. Ich stehe gerne im Mittelpunkt. Ich bin aber nicht arrogant. Ich definiere nur das Niveau (vor allem in der Lambo-Einstiegsklasse) neu. Menschen mit intellektueller Insolvenz neigen ja häufig dazu, Menschen, die geistig besser bestückt sind, als arrogant zu bezeichnen. Ist mir aber egal. Ich bin schließlich kein Mensch. Ich bin eine (Fahr-) Maschine. Und vor allem bin ich, wie ich bin. Ich freue mich immer über ausgiebige Ausritte, bei denen ich jagen darf. Jagen ist sowieso mein Hobby. Ich jage alles – auch ganz ohne rotes Tuch.

Lamborghini Huracán

Meine unbändige Kampfeslust wird lediglich von meinem grenzenlosen Selbstbewusstsein überstrahlt. Wo sich andere mit ihren Kurven in Szene setzen (müssen), biete ich skalpellscharfe Ecken und Kanten soweit das Auge reicht. Mit meinem Sex-Appeal komme ich bei jung, alt, männlich und weiblich in gleichem Maße gut an. Selbst Alice Schwarzer würde ich wuschig machen und nebenbei könnte ich den Papst dazu verleiten, sich einen Irokesen schneiden zu lassen und mit der Ordensschwester im knappen Kurzen die Wallfahrt nach Vegas anzutreten. Ich bin voller knallharter Power, Fahrfreude und liebe es, den Asphalt aufzusaugen. Ich bin nicht perfekt, aber verdammt nah dran. Selbst Chuck Norris würde sich vor mir verbeugen. Wenn Du genauso ein Draufgänger (m/w) bist und kein Mittelspurschleicher, einer, der das Leben liebt und sich nicht bei 149 ins von Mutti bereit gelegte Unterhöschen macht, nicht andere für ihre Herkunft oder Status verurteilst und nicht permanent mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt eiferst, dann verstehen wir uns. Leben und leben lassen!

Understatement oder Zurückhaltung? Kenne ich nicht! Du solltest also schon ein gesundes Selbstwertgefühl mitbringen, denn Dir muss klar sein, dass wir überall extrem auffallen. Im Idealfall zaubern wir den Menschen Erstaunen gepaart mit einem Lächeln ins Gesicht. Fotos sind unabdinglicher Teil dieser Prozedur, also gewöhne Dich daran und sei gefälligst auf Augenhöhe mit mir!

Die Suche nach dem Endgegner kann damit beginnen …

Lamborghini Huracán

Mein Innenraum ist komplett neu und an einen Kampfjet angelehnt. Auch groß gewachsene Cowboys finden in meinen feinst belederten Sätteln gut Platz. Deine Wumme aber bitte unbedingt im Halfter stecken lassen! Wo bei meinem Bruder analoge Instrumente verbaut waren, trumpfe ich im Playstation-Style mit einem animierten Hauptdisplay auf und zeige Dir alles, was Du wissen musst. Drück einfach den im Mitteltunnel zentral angeordneten Startknopf – der im Cruise Missile Style entsichert werden muss – und schon bin ich genauso scharf wie die Animationen auf dem 12,3“ TFT-Farbdisplay vor Deinen verblüfften Augen.

Lamborghini Huracán

Lamborghini Huracán

Je nach Gusto, kannst Du einstellen, ob Du lieber das Navi, Fahrzeugeinstellungen oder aber den XXL Drehzahlmesser bevorzugt sehen möchtest. In der Mittelkonsole zeige ich Dir auf kleinen ebenfalls animierten Displays weitere Informationen, wobei ich Dich eindringlich bitte, speziell meine Öltemperatur im Blick zu behalten, bevor Du mir die Sporen gibst. Wie jeder Hochleistungssportler muss auch ich mich erst aufwärmen, denn nur so wird mir langes Leben garantiert und mein Herz geschont.

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Lamborghini Huracán

610 PS treiben uns dann ganz ohne Turbo, aber dafür emotionalst Hochdruck geladen an. Mein mit einer kombinierten Direkt- und Saugrohreinspritzung ausgestattetes 5.2 Liter V10 Herz schlägt hinten längs, was auch die Bezeichnung LP in meinem Namen impliziert – nämlich „Longitudinale Posteriore“. Über einen wunderbaren Klappenauspuff schnaube, rotze und wüte ich alles in Grund und Boden, was sich im Umkreis von Lichtjahren befindet. Bevorzugt fege ich dabei mit leuchtenden Voll-LED Augen und Gebrüll durch einen Tunnel, um meiner Fahrfreude Nachdruck zu verleihen.

Lamborghini Huracán

Lamborghini Huracán

Wenn Du mich ordentlich in die Eier kneifst (Achtung: Übertriebene Metapher, bitte nicht bei einem echten Stier probieren!), jage ich in rund 3 Sekunden auf 100 km/h, die 200 km/h meistern wir nach 9,3 Sekunden. Mit 1.422 kg Leergewicht habe ich leichtes Spiel. Dank Heck betontem Allradantrieb (stufenlose und blitzschnelle Abgabe von bis zu 50% der Antriebskraft an die Vorderräder über eine elektronisch geregelte Lamellenkupplung), Launch-Control und pfeilschnellem DSG Getriebe immer wieder reproduzierbar. Klingt und ist im Prinzip einfach, fühlt sich aber einfach eindrucksvoll an. Das Scharren meiner vier Hufen ist dabei gewünschter Nebeneffekt, wenn mein Gaspedal auf Anschlag steht, bei 4.500 U/min Anfahrdrehzahl Dein Fuß von der Bremse wuppt, die Kupplung brutalst einrückt und Dich mitsamt Toupé in die Sitznaht drückt. Bluthochdruck oder Herzprobleme sollten Dich daher nicht plagen. Feuchte Sitze schätze ich übrigens überhaupt nicht! Dass der harte Launch-Control-Start zwar cool ist, mir aber irgendwann tierisch auf die Nüsse geht, muss wohl an dieser Stelle nicht noch explizit erwähnt werden?!

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Wenn Du dich ansonsten traust, können wir mit über 320 km/h in Richtung Horizont durchbrennen. Es lebe der Chemtrail! Dabei bleibe ich extrem cool und vermittle Dir nicht nur dank meines optionalen und aus dem Audi Regal bekannten „Magnetic-Ride“ Fahrwerkes perfekt gefühlten und tatsächlichen Fahrbahnkontakt. Sollte sich doch mal ein Dacia-Fahrer in meiner freien (Auto-)Wildbahn blicken lassen, kralle ich mich mit meinen serienmäßigen Carbon-Keramik Bremsen lässig, aber vehement in den Asphalt und verhindere den intimeren Kontakt.

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Ich bin nämlich eitel, sehr teuer und möchte niemanden auf die Hörner nehmen. Viele können sich mich sowieso nicht leisten. Immerhin rund 202.000 € wären fällig – plus Extras natürlich. Ihr habt aber Glück, denn mein Besitzer hat noch weitere Kampf(s)tierchen im Stall und kann mich daher nicht permanent selbst ausfahren. Also, wenn Du willst, hab temporär und ungebremst frivolen Fahrspaß mit mir! Klingt schlüpfrig? Ist es nur, wenn Du an dem kleinen roten Schalter am Lenkrad („ANIMA“ = Adaptive Network Intelligent Management) von „Strada“ bzw. „Sport“ auf „Corsa“ schaltest. Hierdurch ändert sich nämlich nicht nur die Charakteristik meines Herzens und Getriebes, sondern wird auch Einfluss auf die Regelsensibilität meines ESP und – sofern als Option an Bord – der elektromagnetischen Dämpfer sowie der elektronisch variablen Lenk-Zügel genommen. Da vergesse ich dann sogar mein perfekt arbeitendes ESP, verfalle in den Rodeo-Kampfmodus und reiße mit meinen Hufen den Asphalt auf.

Lamborghini Huracán

Ich empfehle Dir daher die vollkommen ausreichende Stufe „Sport“, bei der ich den ESP Schutz noch eher im Hinterkopf behalte und Dich nicht sofort zum Beifahrer werden lasse, wenn Du mich überreizt. Vergiss dennoch niemals: Ich bin ein Kampfstier! Wenn Du die Finger vom „ESP OFF“ nicht lassen kannst, sei gewappnet! Auch wenn ich untersteuernd ausgelegt bin, garantiere ich Dir, dass Dich ein ausschlagendes Heck genauso trifft wie ein Hufschlag ins Gesicht, wenn Du nicht aufpasst. Dazu musst Du dich aber extrem dämlich anstellen oder mich gekonnt bewusst reizen. Also keine Scheu! Ich tue Dir nichts, ich will nur spielen. Denke aber immer daran: Jage nicht, was Du nicht töten kannst.

Lamborghini Huracán

Ansonsten bin ich selbst für den Corsa Fahrer im „Strada“ Modus ganz normal erfahrbar und aufgrund meines sauberst schaltenden 7-Gang DSG Getriebe mit Automatikmodus, meiner Start-Stop Automatik sowie Zylinderabschaltung (seit 2016) sogar fast als „City-Cruiser“ geeignet. Nur bei Ein- und Ausfahrten in der City musst Du aufpassen, dass ich keines auf die Schnauze bekomme. Das verursacht mir eine Schürfwunde und Dir einen blutenden Geldbeutel. Daher lieber mit der optionaler Liftfunktion meinen Vorbau und den Deiner (vielleicht gelifteten) Beifahrerin leicht anheben, wenn Ihr zum Cappuccino saufen auf den Parkplatz des nächsten Szenecafés abbiegt. Bitte dann auch an mich denken, denn ich kippe mir gerne mit einen hinter die Binde. 12,5 l/ 100 km hochoktaniges im EU-Durchschnitt, gerne aber auch mehr.

Wenn Du jetzt Lust auf einen Ausritt bekommen hast, dann schnell zum nächsten Lamborghini-Händler oder unter www.motion-drive-vermietung.de nach einer Reitbeteiligung fragen. Beifahrer (-innen) im einschlägigen Internet übrigens auf Stundenbasis ebenfalls zubuchbar.

Ich bin der Lamborghini Huracán LP 610-4 – ich bin bereit für den himmlischen Höllenritt!

Ein Video zum Lambo gibt es hier noch.

News: High-Performance-Cars auf dem Genfer Autosalon – Im Reich der Reichen

Autohersteller bauen, was der Kunde haben will – und erst recht, was reiche Kunden haben wollen. Nach dem Motto „Muss denn Leistung Sünde sein“ scheint die PS-Orgie derzeit kein Limit nach oben zu haben. Waren es früher in Ausnahmefällen einmal 500 PS, so sind es heute bis zu 1.500 PS. Bei dieser Zahl ist mittlerweile Bugatti angekommen. Die Volkswagen-Tochter aus dem französischen Molsheim baut einen rollenden Superlativ, den Chiron, Nachfolger des Veyron. Die über zwei Meter breite Karbon-Flunder beschleunigt in wenig mehr als 2 Sekunden von null auf 100 km/h und dürfte auf abgesperrter Strecke eine Spitze von über 440 km/h erreichen. Limitiert wurde der Chiron auf 420 km/h, ebenso begrenzt ist seine Stückzahl. Nur 500 Exemplare sollen gebaut werden – innerhalb der nächsten zehn Jahre. „Über ein Drittel ist bereits verkauft“, sagt Bugatti-Chef Wolfgang Dürheimer. Stückpreis: 2,4 Millionen Euro plus Mehrwertsteuer. Mit ein paar Extras sind das dann drei Millionen.

Die Volkswagen-Tochter aus dem französischen Molsheim baut einen rollenden Superlativ, den Chiron, Nachfolger des Veyron.
Die Volkswagen-Tochter aus dem französischen Molsheim baut einen rollenden Superlativ, den Chiron, Nachfolger des Veyron.

Darüber können Lykan-Fahrer nur lächeln. Für sie ist der Chiron ein Schnäppchen und auch ein Großserienmodell. Der Lykan kostet 3,4 Millionen Euro und stammt von der Marke W Motors aus Dubai. Sieben Stück sind bereits auf der Straße. Gefertigt wird der Racer, der schon im Film Fast & Furious mitspielte, in Österreich – in aufwendiger Handarbeit von dem Spezialisten Magna zusammengesetzt. Als technische Basis dient ein Ruf-Porsche. Für den Lykan wurde der 3,7-Liter-Boxer auf 780 PS und 960 Newtonmeter getrimmt, genug, um in 2,8 Sekunden auf 100 km/h zu sprinten und danach weiter auf eine Spitze von 395 km/h.

Der Zwölfzylinder-Sauger des Lamborghini Centenario leistet 770 PS und schafft den Sprint 0-100 km/h in 2,8 Sekunden. Spitze: 350 km/h.
Der Zwölfzylinder-Sauger des Lamborghini Centenario leistet 770 PS und schafft den Sprint 0-100 km/h in 2,8 Sekunden. Spitze: 350 km/h.

Auch Herr Ruf selbst führt auf dem Genfer Autosalon Kundengespräche. Diese interessieren sich besonders für einen ganz speziellen Porsche, ein Modell der Baureihe 964, wie es noch Anfang der 90er-Jahre gebaut wurde und das hier auf der Messe wie aus dem Ei gepellt dasteht. Größter Unterschied sind nicht die 590 PS im Heck, sondern dass bei der Ruf-Version die Karosserie vollständig aus Karbon laminiert wurde. Eine Weltpremiere bei Ruf. Leichtbau und Individualität über alles, kostet es, was es wolle. In diesem Fall sind es knapp 550.000 Euro – und die Nachfrage ist groß.

In einer völlig anderen Preisliga fährt der Lamborghini Centenario, eine auf 40 Stück  (20 Coupés und 20 Roadster) limitierte Edition zu Ehren des 100-jährigen Geburtstags von Firmengründer Ferruccio Lamborghini.
In einer völlig anderen Preisliga fährt der Lamborghini Centenario, eine auf 40 Stück (20 Coupés und 20 Roadster) limitierte Edition zu Ehren des 100-jährigen Geburtstags von Firmengründer Ferruccio Lamborghini.

Ein paar Schritte weiter drängelt sich ein Menschenpulk am Stand von Aston Martin. James-Bond-Fieber? Etwa Ähnliches. Präsentiert wird die neue Superwaffe DB11, das Rückgrat der britischen Nobelmarke, von der man bereits dachte, da kommt nichts mehr. Das Gegenteil ist der Fall. Durchschnittlich alle neun Monate will Aston Martin zukünftig ein neues Modell vorstellen, und dies die nächsten fünf Jahre lang, heißt es aus dem Hauptquartier in Gaydon. Der DB11 macht im Herbst den Anfang. Unter seiner wirklich bildschön gezeichneten Karosserie steckt ein 5,2-Liter-V12 mit 600 PS. Über 1.000 Bestellungen sollen bereits vorliegen. Was wenig wundert, der DB11 kostet nur knapp 200.000 Euro.

Ein paar Schritte weiter drängelt sich ein Menschenpulk am Stand von Aston Martin. Präsentiert wird die neue Superwaffe DB11, das Rückgrat der britischen Nobelmarke.
Ein paar Schritte weiter drängelt sich ein Menschenpulk am Stand von Aston Martin. Präsentiert wird die neue Superwaffe DB11, das Rückgrat der britischen Nobelmarke.

In einer völlig anderen Preisliga fährt der Lamborghini Centenario, eine auf 40 Stück (20 Coupés und 20 Roadster) limitierte Edition zu Ehren des 100-jährigen Geburtstags von Firmengründer Ferruccio Lamborghini. Monocoque-Fahrgastzelle und Karosserie sind selbstverständlich aus Karbon. Der Zwölfzylinder-Sauger leistet 770 PS und schafft den Sprint 0-100 km/h in 2,8 Sekunden. Spitze: 350 km/h. Jetzt noch schnell einen Centenario ordern, dürfte jedoch wenig Aussicht auf Erfolg haben. Trotz des gewaltigen Preises von 1,75 Millionen Euro plus Steuern ist die komplette Produktion bereits ausverkauft.

Unter seiner wirklich bildschön gezeichneten Karosserie steckt ein 5,2-Liter-V12 mit 600 PS.
Unter seiner wirklich bildschön gezeichneten Karosserie steckt ein 5,2-Liter-V12 mit 600 PS.

Den Boom der Supersportwagen spüren verstärkt natürlich auch die Nischenanbieter wie beispielsweise Radical Sportscars, Apollo oder auch Koenigsegg. Letzterer ist bekannt dafür, Höchstleistungen und Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen. Erneut glänzt im Rampenlicht das Modell Regera. In der Leistung übertrifft er sogar den Bugatti Chiron. Die Schweden geben „mehr als 1500 PS und mehr als 2000 Nm Drehmoment“ an. Die aber mobilisiert der Fünfliter-Twinturbo-Achtzylinder jedoch nicht allein. Ihm hilft eine 700 PS starke Elektromaschine. Tempo 400 ist so in unter 20 Sekunden erreicht. Es dürfte der weltweit schnellste Hybridantrieb sein.

Autor: Michael Specht/SP-X

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Unterwegs im Lamborghini Gallardo Spyder LP 560-4

Oben ohne im Osten – oder Mietwagenupgrade mal anders

Lamborghini Gallardo Spyder

„20 Grad im November, Danke Volkswagen!“

Statt bei Schnee und Kälte zu frieren, konnten wir uns vor kurzem auf einen überaus sonnigen automobilen Selbsterfahrungstrip mit einigen Überraschungen, Gegensätzen und den bekannt flachen Witzen begeben. Bei Wikipedia liest man zum Thema Selbsterfahrung: „Der Begriff Selbsterfahrung ist einerseits ein populärwissenschaftlich psychologischer Ausdruck für das Kennenlernen und Reflektieren über das Erleben und Agieren der eigenen Person (Selbst) insbesondere in herausfordernden Situationen …“

Jedenfalls kam natürlich mal wieder alles anders, als man es initial geplant hatte, doch nur ein Genie beherrscht ja bekanntlich das kreative Chaos und Wachstum erfolgt nur durch Herausforderung. Läge man diese Formelaussage unserem Projekt „MotorOli“ zugrunde, der FotoRalph und ich hätten bereits mehrfach promoviert und die Habilitation für das Lehrfach „Spontanaktionen planen – ein Widerspruch in sich“ mit Auszeichnung und Arschbombe erlangt. Den Spass haben wir aber niemals verloren und thats the most important thing in life! Fahrspass steht bei uns drauf und Fahrspass ist (irgendwie) immer drin. So viel ist sicher! Und was nicht passt, wird eben passend gemacht. Läuft!

„Läuft“ ist zufälligerweise auch der Facebook Slogan von Motion Drive, einer jungen sympathischen Autovermietung mit Hauptsitz in Magdeburg. Doch wir sprechen hier nicht von Gruppe C (= Golf Kategorie) – Mieten, wie sie sich so mancher von uns vorstellen mag. Da darf es schon ein klein wenig mehr „Mehr“ sein. Teils mündet auch beim Vermieter ums Eck eine Gruppe C Reservierung idealerweise hin und wieder in einem sogenannten Upgrade, also dem Erhalt einer größeren Fahrzeugkategorie zum vorher reservierten kleinen Preis. Klappt übrigens oftmals gut, wenn man explizit „Kleinwagen (= Mietwagenklasse Mini, Economy oder Compact) mit Automatik“ reserviert. Gibt’s eher selten und daher fährst Du meist eine entsprechend größere Kiste vom Hof. Siemens-Indiander und Vielfahrer wissen sofort Bescheid, doch das ist ein anderes Thema.

Lamborghini Gallardo Spyder

Bei Motion Drive – ganz anders – fängt es hingegen erst an, wo es bei den allermeisten bekannten Autovermietern aufhört. Die sozusagen kleinste Kategorie ist nämlich ein Porsche 911. Davon völlig abgesehen gibt man sich hier mit so etwas trivialem wie Mietwagenklassen sowieso nicht ab. Motion Drive vermietet nämlich Luxus- bzw. Sportwägen. Soll keine Werbung sein und wenn es als solche wahrgenommen wird, dann ist das Euer Problem. Es gibt natürlich zahlreiche Vermieter mit spannendem Portfolio, darunter Sixt, Europcar, Auto Zitzmann oder den Landmaschinenverleih Dümpfelhuber. Motion Drive hat uns aber ganz konkret ein Auto angeboten und daher standen wir mit Geschäftsführer Phillipp Müller in Kontakt. Der Gute hat sich wohl auf dem stillen Örtchen unsere Videos angeschaut und meinte, er habe da was für uns. Kurz darauf stand er schon bei uns im Büro und die Chemie stimmte.

Konkret ging es um eine besondere Ausfahrt im neuen BMW i8, der ebenfalls in der Flotte zu finden ist. Der Aufhänger „Fahrspass zum selbst er-Fahren“ erschien mir für diese Geschichte durchaus gangbar, denn wir wollten einerseits ein brandaktuelles Fahrspassgerät vorstellen, aber zusätzlich darauf hinweisen, dass auch IHR diesen Fahrspass selbst erleben könnt. Wer träumt nicht davon, einfach mal aus dem Quartett der Supersportwägen auswählen zu dürfen und in die vollen zu gehen? Klar, das kostet ein paar Euro, aber nicht ansatzweise so viel, wie Kauf oder Leasing. Klingt logisch? Ist es auch!

Motion Drive bietet hier ein überaus interessantes Portfolio aus den – ich sag mal vorsichtig – gängigen Supersportwägen vom „normalen“ Porsche 911,  Audi R8, Ferrari 458 bis hin zum Bugatti Veyron oder eben bspw. BMW i8 an deutschlandweit 8 Standorten an. Die Fahrzeuge teils in verschiedenen Ausführungen (Coupé/ Cabrio) und Motorisierungen. Eine Anlieferung ist manchmal ebenso im Mietpreis bereits inbegriffen. Am besten schaut Euch selbst unter www.motion-drive-vermietung.de um bzw. beruft Euch bei Interesse gerne auf diesen Artikel – vielleicht gibt es unter dem Stichwort „MotorOli“ einen kleinen Rabatt. Wenn genervt aufgelegt wird am anderen Ende, dann hat unsere Geschichte wohl nicht gefallen 😉

Lamborghini Gallardo Spyder

Die Idee zu Motion Drive

Für Auto-Geeks sicherlich spannend ist die Entstehung und das Gesicht hinter der Idee: Phillipp Müller sieht eher aus wie der Sohn vom Chef – ein symphatischer Jungunternehmer und Petrolhead mit deutlich erkennbarem Benzin im Blut. Doch der Schein trügt, ER ist der Chef. Ich erwähne das in einigen Takten, da ich derartigen Enthusiasmus gepaart mit unternehmerischem Wagnis bemerkenswert finde. Man stelle sich das Gesicht des Hausbankers vor, dem ein Mittzwanziger erklärt, dass er einen nicht unerheblichen Betrag benötige, um Supersportwägen zu erwerben und selbige zu vermieten. Doch glücklicherweise konnte Phillipp bereits eine überzeugend plausible Referenz vorweisen.  Angefangen hatte es nämlich ganz klassisch mit dem Wunsch, einen Porsche zu fahren. Was wohl jeder zweite BWL-Student mit fast originalem Ralph Lauren Shirt und stehendem Kragen als das „Lifegoal“ mit 30 auf seiner Wunschliste führt, war für Petrolhead und Maschinenbaustudent Phillipp einfach zu säumig. „Das muss früher gehen!“, dachte er und ersteigerte sich mit einem Bekannten einen Porsche 911 der Baureihe 996 – und zwar zum unschlagbaren Preis. Das Ganze in einer etwas übermotivierten aber nur ungleich weniger enthusiastischen Freitagabend-Party-Wir-Kaufen-Jetzt-Porsche-Spontanaktion. Unschlagbar war nämlich nicht nur der Preis, sondern auch die Mängelliste, welche die zwei im Eifer des Gefechtes und nach einigen strategisch wichtigen Bierchen irgendwie überlesen hatten. Wohl bekomms!

Und es kam wie es kommen musste, denn das vermeintliche Schnäppchen entpuppte sich zunächst als vollkommenes Groschengrab. Ich meine trotz „Schnäppchen“ sprechen wir hier von einem nicht unerheblichen Betrag. Überhaupt nicht wenig für zwei Studenten und viel zu viel zum vernichten. Aber wenn Dir das Leben Zitronen beschert, sollst Du ja bekanntlich nach Salz und Tequila fragen und eine Party schmeißen – oder zumindest Limonade daraus machen. Dass der Motor direkt auf der Überführungsfahrt seinen Geist aufgegeben hat, war fast schon zu erwarten. An dieser Stelle wäre wohl manch einer völlig entnervt nach Thailand ausgecheckt, um auf einer Full-Moon Party billigend berauscht seine Exmatrikulation in Kauf zu nehmen und einfach nur zu vergessen.

Doch die Jungs sind dran geblieben und schlussendlich wurde das Baby mit einem befreundeten Mechaniker für kleines Geld sukzessive wieder fit gemacht. Ein überholter Austauschmotor war schnell gefunden und zudem ein wenig Kosmetik plus schwarzer Folierung. Schon bot sich dem interessierten Betrachter ein doch recht ansehnliches Gefährt, welches auch bei Freunden und Bekannten für Aufsehen sorgte. Immerhin ein echter Porsche! Es folgten relativ schnell diverse Anfragen nebst Geldgeboten mit dem coolen „11`er“ doch mal eine Runde drehen zu dürfen. Nach und nach amortisierte sich der Wagen auf diesem Weg und fuhr plötzlich sogar Gewinn ein. Das war der Punkt, an dem es Klick gemacht hat und eben diese Referenz überzeugt wohl auch die Bank, dem Konzept Motion Drive grünes Licht zu geben.  Nach und nach wurde der Fuhrpark also aufgestockt und investiert …

Heute – einige Jahre später – eignet Motion Drive rund 20 eigene Supersportler und greift über Partner auf mehr als 150 weitere Sport- und Luxuswägen zurück. Zu den Kunden gehören nicht nur reiche Touristen aus Fernost oder der Filmstar in Südfrankreich, sondern auch einfache Jungs, die sich zu zweit Fahrspass übers Wochenende teilen und eine schöne Zeit bspw. im Audi R8 erleben.

Lambo & Audi

Das Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell, geile Autos für fette Kohle zu vermieten, ist übrigens nur auf dem Papier einfach, denn dahinter steckt eine ganze Menge administrativer und versicherungstechnischer Aufwand. Es dürfte kein Geheimnis sein, dass Mietwägen allgemein überproportional mehr leiden als private Autos. Vor allem verhalten sich die Kosten für Unterhalt, Versicherung, Wartung und Instandhaltung an Supersportwägen proportional zum Kaufpreis. Motion Drive macht hier aus meiner Sicht alles richtig, denn die Autos werden meist als gepflegte Gebrauchte mit wenig Kilometern gekauft und von der eigenen Tochterfirma Motion Cars unterhalten und gewartet. Ebendiese hauseigene auf Supersportwägen spezialisierte Werkstatt ist unabdinglicher Teil des Geschäftsmodells und hält so schon mal zumindest diesen extremen Kostenblock im Rahmen. Angenehmer Nebeneffekt ist, dass sich Gutes herumspricht und Motion Cars mittlerweile diverse andere private Supersportler wartet und betreut.

Überaus wichtig ist es ferner, die Autos zum richtigen Zeitpunkt wieder abzustoßen, denn der Wertverlust bei Miet-Supersportlern ist – wenn wundert es – natürlich teils ebenfalls super sportlich. Zuviel KM sind schlecht, zu wenig aber auch. Denn nur ein Auto, welches genutzt wird, bringt Umsatz. Wieder eine Besonderheit, denn Motion Drive bietet neben der Vermietung auch Fahrevents an und tut alles, damit die Autos bewegt werden. Ob eine geführte Sportwagentour durch die Alpen, Drifttrainings, bei denen es richtig zur Sache geht oder Rennstreckenevents – jeder einzelne Baustein ist ein durchdachter Teil des Geschäftsmodells, sorgt dabei für Entertainment und Grinsen beim Teilnehmer sowie den notwendigen Umsatz bei Motion Drive. Wer möchte sich nicht mal mit einem Supersportler auf der Rennstrecke auslassen oder einfach mal richtig schön quer fahren? Auch das könnt Ihr auf der Seite buchen. Die Kosten sind je nach Event unterschiedlich und teils gibt es echte Lastminute-Schnäppchen. Warum ich das so ausführlich schreibe? Nun, weil ich mich vor Ort von all dem selbst überzeugen konnte und die Chemie bei uns und den Jungs eben gepasst hat. Wer jetzt denkt, dass wir dafür Geld bekommen, den muss ich enttäuschen. Wenn ich etwas gut finde, dann schreibe ich das unentgeltlich und speziell, weil das Team jung und erfrischend dynamisch ist, war es mir diese Zeilen wert. Vor allem – und das ist die Aussage der Geschichte – könnt Ihr das alles selbst erleben! Klar ist das teils Geld, aber wenn Ihr euch mit einem Bekannten zusammentut, ist es nur noch die halbe Miete. Und Glück verdoppelt sich ja bekanntlich nur, wenn man es teilt. Man lebt nur einmal und denkt immer an den Neupreis!

Der Lamborghini Gallardo Spyder LP 560-4

Lamborghini Gallardo

Ich konnte diese Mietwagenerfahrung jedenfalls mit dem FotoRalph teilen und wir haben uns in unserer bekannt schrägen Art bemüht, ein wenig den Fahrspass zu vermitteln. Wie eingangs erwähnt, sollten wir ja BMW i8 fahren, doch der war leider im Rahmen einer Garantiearbeit in der Werkstatt bei BMW. Als Ersatz wurde uns spontan ein Lamborghini Gallardo Spyder LP 560-4 angeboten. Nehmen wir!

Der Stier hat 560 Pferde, permanenten Allradantrieb und stemmt sein max. Drehmoment von 540 Nm bei 6500 U/min. auf die Kurbelwelle. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 324 km/h. Die Beschleunigung 0-100 km/h gibt der italienische Herstellers mit 4,0 Sekunden an – 4,1 Sekunden haben wir gemessen, was auch an den Winterreifen gelegen haben könnte. Den halben Wimpernschlag kann man aber verzeihen. Das Leergewicht des Testwagens beträgt übrigens rd. 1,6 Tonnen. Dank den vielen Extras sprengt unser Lambo deutlich die 200.000 € Marke. Keine Kunst, liegt schon der Grundpreis bei round about 195.300 €.

Das „LP“ steht übrigens für „Longitudinale Posteriore“, also Motor in Längsrichtung hinten. Stimmt, da ist was hinter uns. 560 sind -man ahnt es- die Pferdchen, die 4 symbolisiert den permanenten (sportlich heckbetonten) Allradantrieb mit Viscokupplung, der die Kraft situativ je nach Traktion an Vorder- oder Hinterachse abgibt. Ein wenig Nachhilfe zum Thema Allradantrieb sowie zur Viscokupplung findet Ihr hier. Lesson learned!

Lamborghini Gallardo Spyder

Ich persönlich mag den Lambo sehr gerne. Einmal, weil es aus meiner Sicht ein sehr emotionales und formschönes Auto ist, der V10 überragend klingt und überdies an diesem von Gott gegebenen 23-Grad-Novembertag nichts schöner ist, als offen durch die Welt zu cruisen und dem herrlichen Orchester des V10 Konzerts aus dem Heck unseres noch recht neuen Mittelmotorsportlers zu lauschen. Den Gallardo gibt es bereits seit 2003 und seit kurzem ist auch der Nachfolger Huracán als Coupé bzw. Roadster auf dem Markt. Meine letzte Gallardo Erfahrung ist schon etwas her. Nichtsdestotrotz ist und bleibt ein Lambo eben ein Lambo und macht auch mir als Auto verwöhntem Menschen immer noch extrem viel Spass. Die Form ist einfach zeitlos und macht ihn sofort zu einem echten Lambo. Das glühend leuchtende Orange war da wie das Tüpfelchen auf dem „i“ von GEIIIIL an diesem sonnigen Novembertag. Der Wagen steht da wie aus dem Ei gepellt und hat gerade 19 tKm auf der Uhr. „Kam gerade von einer Monatsmiete aus Südfrankreich zurück.“ – sagen mir die Jungs. Auch schön: Einfach mal an der Cote d´Azur abhängen und im Gallardo Spyder nach Monaco rüber zum Essen fahren. Kann man machen!

Lamborghini Gallardo Spyder

Wir machen das analog und selbstverständlich offen in und um Magdeburg. Südfrankreich kann jeder! Für alle, die in Erdkunde nicht aufgepasst oder sich einem Nickerchen hingegeben haben: Magdeburg ist im Osten. Neue Bundesländer. Soli und so. Nicht so eine Prollstadt wie München, wo jeder mit seinem geleasten Möchtegern-Porsche umher fährt und den Lässigen mimt. Magdeburg ist einfach. Nicht negativ gemeint, sondern auf die Autos bezogen. Überaus – und das ist todernst gemeint – sympathische Menschen und regelrechte Offenheit strahlen Dir entgegen. Man muss dazu sagen, dass ich aus dem Raum Nürnberg komme und die Franken eher reservierte Frohnaturen sind. Ein Lächeln mit Augenkontakt kann da schon mal zur vollkommenen Verwirrung beim Gegenüber sorgen. Hier in Magdeburg ist uns aber deutlich aufgefallen, dass die Menschen entspannter sind. Man schaut einem in die Augen, man versteht Witze und lächelt zurück. Muss auch mal explizit erwähnt werden und damit kurbeln wir vielleicht den Magdeburger Tourismus ein wenig an.

Lamborghini Gallardo Spyder

Tür auf und rein. Er ist schlank. Leder wohin das Auge blickt. Tolle Haptik. Ich fühle mich sofort pudelwohl, erinnere mich aber auch ein wenig an das Audi A4 3.0 TDI Cabrio, welches ich mal hatte. Tacho, Navi und einige Schalter lassen keinen Zweifel an der engen Audi Verbundenheit aufkommen. MQB ist das Stichwort und heißt nicht weniger als „Modularer Querbaukasten“. Für Laien erklärt: Aus Kosten und strategischen Gründen teilen sich die Fahrzeuge eines Konzernes (auch Marken übergreifend) diverse Bauteile und Plattformen. In unserem Fall teilt sich der Lambo bestimmte Teile mit dem Audi R8 der ersten Generation – bspw. Motor, Antrieb usw. Dank dem MQB passt das alles auch im Lambo und umgekehrt. Egal! Per Knopfdruck öffnet das Stoffmützchen nach gefühlten 23 Minuten. Ist halt etwas oldschool. Aber offen ist offen. Wir atmen herrliche Sonnenluft und können dem V10 Inferno hinter uns lauschen.

Lamborghini Gallardo Spyder

Unser Lambo hat das sequentiell automatisierte E-Gear der zweiten Generation verbaut. Das heißt konkret, dass dem Fahrer Smart ähnliche XXL Schaltpausen erspart bleiben. Heute gehen Gangwechsel zwar softer und schneller, aber der noch relativ junge Gallardo hatte dadurch einen gewissen puristischen Charme. Die Initiierung des Schaltvorganges erfolgt über feststehende Aluschaltwippen hinter dem Lenkrad oder auf Wunsch gänzlich automatisiert. Das Ganze kann vom Fahrer dann noch über die Stufen „Sport“ und „Corsa“ angeschärft werden. Stellt man den optionalen Corsa-Modus (Track only eigentlich) ein, ist alles maximal auf Krawall getrimmt. Die Klappen im Auspuff auf Durchzug, sämtliche Kennlinien nebst ESP-Schutz auf „BÄM“ und auch das E-Gear haut die Gänge mit einer Vehemenz rein, dass Du glaubst, die Gearbox fliegt Dir gleich um die Ohren. Man sieht im Video, wie sehr der FotoRalph seine Nackenmuskeln anspannen muss, wenn Du dem Stier die Sporen gibst. Soundmässig sorgt das nicht nur beim Fahrer, sondern vor allem beim Hintermann und allen, die sich im Umkreis von 2 Kilometern aufhalten, für stehende Nackenhaare gepaart mit Gänsehaut. Ich weiß nicht, was besser ist: Das vulgäre Zwischengasrotzen bei jedem Herunterschalten oder das Brüllen beim Angasen. Ich ertappe mich dabei, mit den Gängen zu spielen. Wie ein Kleinkind, das wild auf seiner Spielzeugorgel rumhämmert und sich über jeden Ton einfach nur tierisch freut.

Lamborghini Gallardo Spyder

Man fällt aber nicht nur wegen dem Sound auf. Die Erscheinung per se reicht bereits aus.  Als würde man, statt mit einem weißen Pudel, mit einem ausgewachsenen Stier durch die Stadt laufen. Ein Lambo per se fällt natürlich sowieso auf – besonders in Magdeburg. Vor allem in der Farbe, bei dem Wetter und offen, mit uns zwei schrägen Vögeln im Cockpit. Spass? Oh ja! Dieser V10 macht sogar im Stau Spass, denn die Soundkulisse ist immer einzig- und bestimmt nicht artig. Und ja, die Strassen in Magdeburg sind teils richtig Mist! Es fühlt sich regelmässig an, als würde es den Lambo zerlegen. Eigentlich  müsste man ihn permanent mit aktiver Liftfunktion fahren, um ihn vor bösen Vulkankrater ähnlichen Löchern zu schützen. Doch er schlägt sich wacker. Aber wir fühlen mit ihm und entführen ihn auf die Landstrasse.

Lamborghini Gallardo

Bildschöne Alleen mit langen Gerade, knackigen Kurven und sauber geteerte Strassen. Hier fühlt sich der Stier wohl. Man muss auch gar nicht heizen. Im Gegenteil, im Normalmodus der Automatik schaltet er fast schon gemächlich und schraubt auch sein infernalen Sound dezent zurück. Wohlwissend, dass er jederzeit kann, wenn er muss. Trotz der weichen Winterreifen vermittelt er direkten Fahrbahnkontakt und bietet Grip in jeder Alltags-Fahrsituation. Dank seines Sperrdifferenzials mit asymmetrischer Sperrwirkung an der Hinterachse kannst Du aber auch einfach ein oder zweimal an den Schaltwippen ziehen und ihn trotz schmierigen Winterreifen ordentlich aus der Kurve kommen lassen, ohne dass Dich der Wagen überrascht. Das Zwischengasgerotze ist unabdinglicher Teil der Schaltprozedur und unbedingt im Sport bzw. Corsa-Modus zu empfehlen.

Lamborghini Gallardo Spyder

Vehement zähmen kann den losgelassenen Stier nur die eigene Bremse. Die packt Ihn nämlich mit je 8 Kolben vorne und jeweils 4 hinten ordentlich an den Hörnern. Die 365 x 34 mm Stahlscheiben vorne und 356 x 32 mm hinten sorgen nachaltigst für Verzögerung und bremsen auch übermotivierte Toreros wieder ein. Mit optionaler Keramik-Anlage kann es gar passieren, dass die Haftcreme der Dritten versagt und die Beisserchen von innen in der Frontscheibe einschlagen. Macht aber nix, die Teil bzw. Vollkasko übernimmt Glasschäden und alles ist besser, als sich um den nahenden Alleebaum zu wickeln.

Ja, solche Tage gehen leider immer viel zu schnell vorbei. Stunden fühlen sich an wie Minuten im Raum-Lambo Kontinuum. Die eigene Nahrungsaufnahme kann da schon mal in Vergessenheit geraten und eingebremst wirst Du eigentlich nur, wenn der Stier an die Futterstelle geführt werden möchte, um seinen animalischen Durst zu stillen. Irgendwas zwischen 15 und 30 Litern genehmigt er sich, je nach Spassfuss-Stellung auf 100 KM. Ist aber völlig egal, denn er ist jeden Cent Sprit wert!

Lamborghini Gallardo Spyder

Ich könnte mich jetzt noch ewig über den geilen Tag, Fahrverhalten oder zahllose technische Details auslassen. Schleppmomente, Agilität, ungefederte Massen, oder Tendenzen zu Über- oder Untersteuern … Mache ich aber nicht! Soll ja kein Rennstreckentest sein und was bringt die ganze graue Theorie nebst technischem Gequatsche noch? Fahrberichte vom Gallardo gibt es zu Genüge und die Hardfacts habe ich abgefrühstückt 😉 Der Punkt ist: Probiert es doch selbst einfach mal aus und habt Spass!

Wer trotz blutenden Augen noch gar nicht genug bekommen hat, der kann sich ja noch unser bekannt schräges Video anschauen. Check it here!

In diesem Sinne und bis zur nächsten automobilen Grenzerfahrung. Wir bleiben dran!

Euer MotorOli & FotoRalph

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Den originalen Artikel gibt es hier.
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Zehn Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über den Lamborghini Miura wussten

Im November 1965 – also vor einem halben Jahrhundert – präsentierte Lamborghini auf dem Autosalon in Turin ein Sportwagen-Konzept, das nur vier Monate später als Miura zum schönsten Auto aller Zeiten wurde. Hier kommen zehn Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über diese Legende wussten.

1) Der Lamborghini Miura war 1966 bereits das dritte Modell der Marke, die es als Autohersteller erst seit 1962 gab. Ferruccio Lamborghini, der damals lediglich Traktoren produzierte, hatte Enzo Ferrari Verbesserungsvorschläge für dessen Fahrzeuge unterbreitet, woraufhin ihn „Il Commendatore“ aus seinem Büro warf und den Satz hinterher schleuderte: „Du verstehst es vielleicht, einen Traktor zu fahren, aber einen Ferrari wirst du nie zu behandeln wissen.“ Der Lamborghini 350GT und der 400GT dienten noch als pure Provokation. Der Miura war der erste Sinnstifter der Marke.

2) Lamborghini war eine junge, kleine Marke und das Internet gab es noch nicht. So ist es nicht verwunderlich, dass die Namensgebung einige potentielle Kunden verwirrte. Der Lamborghini Miura trug einen Stier im Wappen und war nach der berühmtesten Farm benannt, die damals die Arenen belieferte. Don Eduardo Miura Fernández betrieb damals in der Nähe von Sevilla die namensgebende Stierzucht und erhielt einige Bestellungen. Lediglich den obskuren Farbwünschen dürfte es zu verdanken sein, dass die Tiere nicht ausgeliefert wurden. Wie hätte er auch einen orangen Kampstier zu Stande kriegen sollen?

3) Vielleicht hatte er sich auch gefragt, was Berühmtheiten wie Dean Martin und Frank Sinatra mit einem Kampfstier anfangen könnten. Ersterer orderte einen Lamborghini Miura, weil sich sein Sohn angeblich weigerte, in einem Porsche zur Schule zu fahren, nachdem die italienische Sensation erst einmal auf dem Markt war. Sinatra bestellte sich noch angeblicher ein Modell mit Leopardenfell-Interieur und hinterließ den Lamborghini-Chronisten folgendes Bonmot: „Wer jemand sein möchte, der fährt Ferrari. Wer schon jemand ist, der fährt Lamborghini.“

4) Ein Erfolg, der so nicht abzusehen war. Der Lamborghini Miura entsprach so gar nicht dem Geschmack von Ferruccio Lamborghini. Es war eine eigenständige Kreation von Paolo Dallara, Paolo Stanzini und Bob Wallace. Die drei Techniker hatten das erste Chassis samt Motor für die Turiner Autoshow im November 1965 entworfen. Für Lamborghini war der Miura zu nahe dran an einem Rennwagen. Er fürchtete den Motorsport, da Kosten und Erfolg unkalkulierbar waren.

5) Motorsportflair erhielt der Wagen durch seinen grundsätzlichen Aufbau. Der Zwölfzylinder wurde hinter dem Cockpit, aber vor der Hinterachse montiert. Weil er quer eingebaut wurde, hatten Piloten vergleichsweise viel Platz hinterm Steuer. Eine Anordnung, mit der es Honda ein Jahr zuvor in der Formel 1 versucht hatte.

6) Am Motor angeflanscht war ein Gehäuse, in dem Kurbelwelle, Getriebe und Differenzial ihre Arbeit parallel verrichteten. Das sparte zusätzlich Platz. Wirklich neu war die Idee allerdings nicht. Englands berühmtester Kleinwagen, der Mini Cooper, griff bereits auf diesen Dreh zurück.

7) Ferruccio Lamborghini hatte sich völlig verkalkuliert was den Miura betraf. Das erste Chassis sollte lediglich zu Demonstrationszwecken auf der Messe ausgestellt werden. Als dann tatsächlich Bestellungen eingingen, musste es schnell gehen. Zwischen dem Turiner und dem Genfer Autosalon – auf dem das fertige Auto präsentiert werden sollte – lagen gerade einmal vier Monate. Und das Auto musste fertig werden, denn Ferruccio sammelte bereits kräftig Anzahlungen ein. Immerhin: der Miura sollte das erste Fahrzeug werden, mit dem Lamborghini tatsächlich Geld verdiente

8) Entsprechend unausgereift ging der Miura in die Serienproduktion. Drei Probleme sorgten bei Kunden für Nervenkitzel. Zum einen der enorme Auftrieb an der Vorderachse. Bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn war das Fahrzeug nicht mehr zu lenken. Bei Kuppen hob der Miura auch mal ab. Das zweite Problem trat nur bei Kurvenfahrten auf: weil die Ölwanne zu flach war, fiel bei ambitionierter Fahrweise der Öldruck drastisch ab. Zum größten Problem wurden aber die Vergaser. Weil der Motor quer montiert wurde, waren die Gasschieber höheren Belastungen ausgesetzt. Wurden sie nicht alle 15.000 Kilometer gewartet, konnte Benzin austreten, auf das Auspuffrohr tropfen und den Wagen in Brand setzen. Erst die dritte Generation des Fahrzeug, der P400 SV, der von 1971 bis 1972 insgesamt 150 Mal gebaut wurde, gilt als ausgereiftes Fahrzeug… nach italienischen Maßstäben der 1970er Jahre.

9) Im Jahr 2006 – also 40 Jahre nach Marktstart – präsentierte Lamborghini auf der Autoshow in Detroit eine Miura-Studie. Walter de Silva versprach, dass es sich dabei lediglich um eine Hommage handele. Eine Serienproduktion sei nicht in Planung. Aber damals schloss man auch ein weiteres SUV aus.

10) Der Miura wurde 1972 eingestellt. Viel zu früh. Aber Lamborghini hatte mit der Studie LP500, die später als Countach Karriere machen sollte, bereits einen beeindruckenden Nachfolger im Köcher. Ferruccio verlor das Interesse am Automobilbau, verkaufte seine Anteile 1971 an einen Investor, setzte sich am Lago Trasimeno zur Ruhe und produzierte einen Wein namens „Sangue di Miura“. Stierblut.

Lamborghini 002 Miura 50 jahre

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News: Bentley – Bugatti – Lamborghini – Die Drei für die Tankstelle

Die VW-Edelmarken Bentley, Bugatti und Lamborghini beflügeln die Phantasien und bereichern die Träume des gemeinen Volkes, auch wenn sie natürlich letztlich nur einer Handvoll wirklich gut situierter Menschen vorbehalten sind, die nun wirklich keine Zeit für Benzinpreisvergleiche hat. Auch auf der 66. IAA in Frankfurt vermitteln sie Leistung und Luxus der gehobenen Art.

Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht.
Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht.

Bentley hat die letzte Scheibe der PR-Wurst auf den Teller gelegt, nach vielen Nachrichten-Portionen in Form von Vorankündigungen und Konzeptcar-Premieren steht nun das Luxus-SUV Bentayga im Rampenlicht. Der Name ist Programm, erinnert an das Lied der verstorbenen Sängerin Alexandra, das von der Sehnsucht in der Taiga berichtet. Die sollen eine edelste Inneneinrichtung und satte 447 kW/608 PS wecken, die eine W12-Maschine aus 6 Liter Hubraum generiert. Je nach Betriebssituation arbeitet der TSI-Motor mit direkter oder indirekter Benzineinspritzung, auch eine Zylinderabschaltung soll den Konsum zügeln. 900 Nm Drehmoment stemmt das Triebwerk, es beschleunigt den gut zwei Tonnen schweren Bentayga in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und letztlich auf mehr als 300 km/h, macht ihn damit zum derzeit schnellsten Serien-SUV des Marktes. 292 g/km CO2 soll er emittieren, das entspräche einem Normverbrauch von fast 13 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Edelste Inneneinrichtung im Luxus-SUV Bentayga
Edelste Inneneinrichtung im Luxus-SUV Bentayga

Innen gibt es Leder, Holz und Edelstahl, normalerweise vier Sitze. Auf Wunsch wird der Innenraum für den Transport von Fahrer plus vier Passagiere konfiguriert, zusätzlich findet sich als Extraausstattung ein Klappsitz im Laderaum. Der Chauffeur kann die Motorkennlinie über den Charisma-Schalter verändern, sanftes Säuseln und geschmeidige Kraftentfaltung oder wuchtiges Wummern und brachialen Antritt werden geboten. Ob Prinz Harry den Bentyaga irgendwann für seinen Jagdausflug wählen wird? Vermutlich lässt er lieber die Flinte im Schrank und nimmt den Helikopter.

In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke.
In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke.

Ein dicke Schaufel mehr wirft der Veyron-Nachfolger von Bugatti unter den Kessel, noch reist er als Vision Gran Tourismo nach Frankfurt, wird aber Ende des Jahres als Bugatti Chiron in Kleinserie bei der französischen Marke entstehen. 1.102 kW/1.500 PS soll der modifizierte 16-Zylinder-Benziner liefern, er wurde im Vergleich zum aktuellen Triebwerk mit 883 kW/1.200 PS deutlich modifiziert. Vier Zylinderbänke werden von jeweils zwei Turboladern beatmet, vier von ihnen sollen elektrisch betrieben werden, um das Ansprechverhalten um unteren Drehzahlbereich zu verbessern und obendrein den Treibstoffverbrauch zu verringern. Und ähnlich wie beim Porsche 918 unterstützt ein Elektromotor den Vortrieb und er soll auch beim Spritsparen helfen. Denn mit dem, was der Chiron auf der Standarddistanz verbrauchen wird, dürfte ein VW Polo gut 400 Kilometer weit kommen.

In Blau lackierter Kohlenfaser-Karosserie debütierte der Ultra-Sportler beim Frankfurter Konzernabend, also in der Traditionsfarbe der Marke. Besonders auffällig ist neben der geduckten Front und den Windleitschaufeln auf den hinteren Kotflügeln die vom Dach bis zum mächtigen Heckflügel ziehende Finne. Sie soll bei hohen Geschwindigkeiten für mehr Stabilität sorgen. Dass der Chiron den Geschwindigkeitsrekord der Straßenserienfahrzeuge für Bugatti in naher Zukunft erneut schnappen wird, ist mehr als sicher.

Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder.
Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder.

Lamborghini zeigte beim Konzernabend die offene Version des Huracán LP 610-4 mit dem Beinamen Spyder. Nachdem Gallardo Spyder, der das bestverkaufte offene Modell der Marke war, soll er nun zum Grundpreis von 221.875 Euro diesen Erfolg deutlich übertreffen. Der 5,2 Liter-V10-Motor leistet 449 kW/610 PS und beschleunigt den allradgetriebenen, 1.542 Kilogramm schweren Huracán Spyder in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Er erreicht 324 km/h Höchstgeschwindigkeit, und verbraucht dank Zylinderabschaltung nach Norm 12,3 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop. Die Stoffmütze liegt sehr flach auf der Aluminium-Karbon-Karosserie, nur 1,18 Meter reckt sich der Lambo in die Höhe. Ein automatischer Überrollschutz verbirgt sich hinter den beiden Sitzen und soll Fahrer und Beifahrer bei einem Unfall behüten.

Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop.
Markantes Kennzeichen des Supersportlers ist das elektrohydraulisch in 17 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schließende Softtop.

Das Luxus-Trio von den Edelmarken des VW-Konzerns ist zwar ebenso wie die Volumenmodelle der anderen Hersteller mit umfassenden Assistenzsystemen ausgestattet, geht aber nicht mit dem allgegenwärtigen Zukunftsziel des autonomen Fahrens an den Start. Das hat bereits stellvertretend Porsche-Chef Matthias Müller unlängst als „Hype“ abgetan. Wäre ja noch schöner, wenn Vollblut-Autos am Zügel geführt werden sollen. Hier gibt der Chauffeur am liebsten selber Gas. Und das nicht zu knapp.

Das Cockpit des Lamborghini Huracán LP 610-4 Spyder
Das Cockpit des Lamborghini Huracán LP 610-4 Spyder

Autor: Michael Kirchberger/SP-X

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News: 25 Jahre Lamborghini Diablo – Teuflisch stark

Diablo! Typisch Lamborghini stand dieser Name zunächst einmal für einen teuflischen Tritt ins Kreuz bei jedem Tempobefehl. Der Sprint auf 100 km/h gelang dem 326 kW/492 PS starken V12 in exakt 4,09 Sekunden und die Vmax wurde mit 325,2 km/h angegeben. Jede Stelle hinter dem Komma zählte vor 25 Jahren, schließlich holte der dramatisch designte Diablo so den begehrten Titel „Schnellster Seriensportwagen der Welt“ zurück nach Sant’Agata Bolognese. Was zugleich eine Demütigung der meist rot lackierten Rivalen aus Maranello bedeutete. Damit nicht genug. Mit dem Kapital des neuen Lamborghini-Eigentümers Chrysler sollte der Countach-Nachfolger Diablo die Maßstäbe im Highend-Bereich der Supersportwagen grundsätzlich verschieben. Dort, wo zuletzt der Ferrari F40 mit 324 km/h die Tempospitze markiert hatte, die Käufer des 315 km/h schnellen Porsche 959 vergeblich auf einen Nachfolger hofften und sich stattdessen Jaguar XJ 220 und Bugatti EB110 scharf machten, um 1992 die 340-km/h-Marke zu knacken. Gar nicht zu reden vom noch schnelleren McLaren F1. Es war eine Ära des Geschwindigkeitsrauschs, in der sich Lamborghini mit dem Diablo als fast perfekter Symbiose aus überlegener Technik und vollendeten Formen ins 21. Jahrhundert katapultierte – und sich so plötzlich unter dem Dach der Audi AG wiederfand.

Lamborghini Diablo VTViscous Traction Allradantrieb 1993
Lamborghini Diablo VTViscous Traction Allradantrieb 1993

So weit, so schnell. Am Anfang der Diablo-Story stand aber im Jahr 1985 zunächst einmal die Suche nach neuen Geldgebern für das Werk in Sant’Agata und die Entwicklung eines radikalen Racers, der nicht weniger rebellisch war als die zu ersetzende automobile Rakete namens Countach. Immerhin verdankte die Marke im Zeichen des Stiers dem Countach ihren Wiederaufstieg aus den tiefen Tälern der finanziellen Katastrophen nach dem schon 1973 erfolgten Ausstieg des Unternehmensgründers Ferruccio Lamborghini. Was dem keilförmigen Countach gelungen war, sollte das neue Geschoss nun ebenfalls schaffen. Für Countach-Designer Marcello Gandini eine Herausforderung, die er nur zu gerne annahm. Tatsächlich gerieten seine ersten Entwürfe für den Diablo sogar so radikal, dass Chrysler als neuer Lamborghini-Eigentümer zur Mäßigung aufrief und Gandini von einer Glättung der Formensprache überzeugte. Euphorisierende Begeisterung beiderseits des Atlantiks entfachte dafür die Topspeed von 337 km/h, mit der bereits die Prototypen in Nardo ihre Runden drehten. Das Entwicklungsprojekt 132 schien das Potenzial für Weltrekorde zu bieten, vor allem die für Nordamerika – dem weltgrößten Luxusmarkt – so imageträchtige 200-mph-Schallmauer konnte geknackt werden. Wollten doch amerikanische Supercar-Käufer stets die Schnellsten sein – allerdings weniger in der Realität als im Wunschdenken.

Lamborghini Diablo Jota 1995
Lamborghini Diablo Jota 1995

In der Praxis waren es stattdessen meist Motorjournalisten, die den Diablo feierten – als einen der ersten Plus-300-km/h-Renner, der auch bei Fahrbahnunebenheiten, leichten Windböen und sanft geschwungenen Autobahnkurven auf Kurs blieb. Der Diablo war kein Papiertiger wie die vielen Powercars, die nur im Prospekt Rekorde aufstellten. Vielmehr war dieser nach einem besonders wilden Kampfstier benannte Lamborghini ein furioser Stratosphären-Jäger, der auch verfolgende Ferrari nicht fürchtete. Und der standfest blieb, wenn manch anderer Tempobolzer durch thermische oder sonstige Defekte längst liegengeblieben war. Sogar in Langstreckentests der Fachmedien gab es nur Lobeshymnen zu lesen. Qualitäten, die Ende der 1990er Jahre auch die Audi-Ingenieure und Ferdinand Piech begeisterten, als es eigentlich nur darum ging, ob das Audi-A8-Triebwerk einen sogenannten Baby-Lamborghini befeuern sollte.

Lamborghini Diablo SV 1996
Lamborghini Diablo SV 1996

Im Januar 1990 stand aber erst einmal die glamouröse Premierenparty für den Diablo auf der Agenda. Und wo hätte diese fettere Schlagzeilen gemacht und mehr kaufkräftige Millionäre angezogen als im Sporting Club von Monaco mit musikalischer Unterstützung durch Startenor José Carreras? Gastgeber der Gala war der charismatische Chrysler-Chef Lee Iacocca, der zuerst den Detroiter-Giganten aus der Asche zu neuem Glanz geführt hatte und ein solches Kunststück nun bei Lamborghini wiederholen wollte. Das verwöhnte Premierenpublikum in Monaco war begeistert von Show und Fahrzeug und tatsächlich trafen mehr Vorbestellungen für den Diablo ein als von den Auguren erwartet. Immerhin war der Diablo ein 393.000 Mark teures Auto, was 30 Prozent Preisaufschlag gegenüber dem Countach entsprach.

An diesen Vorgänger erinnerte der Diablo optisch durch das spektakuläre Designmerkmal der „Tore zum Himmel“. In dieser Form einzigartige, weit aufschwingende Scherentüren, die einen extraordinären Einstieg ins Cockpit des Fighters gewährten. Oberhalb der Hinterachse saß der neu konstruierte 362 kW/492 PS starke 5,7-Liter-V12 und vor der Achse zwei Ölkühler, die nicht weniger als 13 Liter Schmierstoff für das Kraftwerk zu temperieren hatten. Trotz einer Karosserie aus Leichtmetall und Karbonfiber und eines ebenfalls auf Leichtbau getrimmten Stahlgitterrahmenshatte der 1,6 Tonnen schwere Diablo an Gewicht gegenüber dem Countach deutlich zugelegt. Vor allem als optionale Allradversion VT, dafür glänzte der Diablo durch perfekter ausbalancierte Fahrtalente und überraschend viel Komfort. Nicht zu vergessen der imaginäre Lorbeerkranz des schnellsten Serienautos.

Diablo 30SE Jubilaeumssondermodell anlaesslich 30 Jahre Lamborghini Automobile 1993
Diablo 30SE Jubilaeumssondermodell anlaesslich 30 Jahre Lamborghini Automobile 1993

Dieser spielte schon 1992 kaum noch eine Rolle. Nicht weil die neuen Konkurrenten nach ihm griffen, sondern weil Lamborghini schon wieder in eine wirtschaftliche Krise schlitterte. Eine globale Rezession bremste den Luxusmarkt ein und Lamborghini verkaufte 1992/93 nur noch jeweils rund 170 Autos. Daran änderte auch ein Novitätenfeuerwerk nichts. Dazu gehörte 1992 ein heißer Sonnenwind in Form einer Diablo Roadster-Studie (der Verkauf der Serienversion des schnellsten Cabrios der Welt startete drei Jahre später), der 333 km/h rennende Diablo SE zum 30. Jubiläum von Lamborghini als Sportwagenbauer oder 1995 der Diablo Jota mit 427 kW/580 PS als Antwort auf den Ferrari F50. Als Sant’Agata für 1996 auch noch eine erfolgreiche Kunden-Sportserie mit Diablo SV-R für Läufe in Le Mans oder auf dem Nürburgring vorbereitete und die dunkelroten Bilanzfarben ins Schwarze changierten – da hatte Chrysler die Marke mit dem Kampfstier bereits verkauft.

Lamborghini Diablo 1990
Lamborghini Diablo 1990

Neuer Eigner war ein Konsortium aus Malaysia und Indonesien, Geschäftsleute, die durchaus geschickt agierten. Hätte es nicht 1997 die Asienkrise gegeben. Entsprechend schnell trennten sich die asiatischen Lamborghini-Eigentümer von der Kultmarke, als sich 1998 Audi an einer Übernahme interessiert zeigte. Die anspruchsvolle Kundschaft war begeistert. Zumal ein 6,0-Liter-V12 den betagten Diablo 338 km/h schnell machte – 18 km/h mehr als der 550 Maranello als damals flottester Ferrari bieten konnte. Nach immerhin wieder 213 Diablo im Jahr 1998 konnte Lamborghini im Jahr 2000 schon wieder rund 300 der Racer ausliefern. Tatsächlich sagen viele Fachleute und Fans der letzten bis 2001 gebauten Serie sogar nach, die Beste gewesen zu sein. So viel Entwicklungsarbeit hatte Audi noch investiert, obwohl schon im Oktober 2001 der Murciélago als Nachfolger mit scharfen Hufen scharrte.

Autor: Wolfram Nickel/SP-X

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News: Lamborghini Aventador Superveloce LP 750-4 Roadster – Schwerer Name, leichtes Gewicht

Lamborghini hat eine Roadster-Version des Aventador Superveloce LP 750-4 aufgelegt. Premiere hatte der offene Supersportwagen nun auf der Monterey Car Week in Kalifornien gefeiert. 500 Einheiten sollen gebaut werden, Bestellungen nehmen die Händler bereits entgegen.

as neue Cabrio wiegt 1.575 Kilogramm und ist damit 50 Kilogramm leichter als das Standardmodell
as neue Cabrio wiegt 1.575 Kilogramm und ist damit 50 Kilogramm leichter als das Standardmodell

Basis des neuen Modells ist das Coupé des Aventador Superveloce, die Leichtbau-Ausführung des Zweisitzers. Dementsprechend wird auch der um 50 PS auf 552 kW/750 PS verstärkte V12-Benziner zum Einsatz kommen, der den Allrader in rund drei Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen dürfte und für einen Höchstgeschwindigkeit von rund 350 km/h gut sein wird. Das neue Cabrio wiegt 1.575 Kilogramm und ist damit 50 Kilogramm leichter als das Standardmodell.

Der Preis für den Aventador Superveloce LP 750-4 beträgt in Deutschland 424.830 Euro
Der Preis für den Aventador Superveloce LP 750-4 beträgt in Deutschland 424.830 Euro

Der Preis für den Aventador Superveloce LP 750-4 beträgt in Deutschland 424.830 Euro. Zum Vergleich: Den Standard-Roadster gibt es für 357.000 Euro. Die Auslieferung des ersten offenen Superveloce-Leichtbaumodells der Marke startet 2016.

Autor: Holger Holzer/SP-X

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News: Lamborghini Aventador Superveloce Roadster – Leicht und luftig

Lamborghini legt eine Roadster-Version des Aventador Superveloce LP 750-4 auf. 500 Einheiten sollen gebaut werden, die Händler nehmen ab sofort Bestellungen entgegen. Basis des neuen Modells ist das Coupé des Aventador Superveloce, die Leichtbau-Ausführung des Supersportwagens. Dementsprechend wird auch der um 50 PS auf 552 kW/750 PS verstärkte V12-Benziner zum Einsatz kommen, der den Allrader in rund drei Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen dürfte und für einen Höchstgeschwindigkeit von rund 350 km/h gut sein wird. Genaue Werte gibt es aber ebenso wenig wie Angaben zum Gewicht. Auch einen Preis nennt der Hersteller noch nicht. Das günstigere Coupé kostet bereits rund 390.000 Euro. Allerdings sind alle 600 Exemplare bereits ausverkauft.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Neues Lamborghini-SUV – Der will hoch hinaus

Wenn 2018 das neue Luxus-SUV von Lamborghini auf den Markt kommt, soll die neue Baureihe Schwung in die Traditionsmarke bringen. Mit dem Luxus-SUV will sich der Sportwagenhersteller neue Zielgruppen erschließen. Neben bestehenden Kunden, die bisher SUV anderer Marken gefahren sind, haben die Italiener auch Familien und andere neue Kundenkreise im Auge. Hauptmärkte für das SUV sind die USA, China, der Mittlere Osten, Großbritannien, Deutschland und Russland. Lamborghini rechnet mit einem jährlichen Absatz von rund 3.000 Einheiten. Damit würde die neue Baureihe die aktuellen Verkaufszahlen in etwa verdoppeln (Weltweiter Absatz 2014: 2.530 Einheiten).

Die Gesamtinvestitionen für die dritte Baureihe beziffert das Unternehmen auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Unter anderem wird das Werk am Stammsitz in Sant’Agata Bolognese in Italien mit einer neuen Montagelinie, neuen Lagerhäusern und mehr Forschungskapazitäten ausgebaut: Die bebaute Fläche vergrößert sich von aktuell 80.000 Quadratmeter auf rund 150.000 Quadratmeter. Das neue SUV schafft rund 500 neue Arbeitsplätze bei Lamborghini.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

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Mansory Lamborghini Huracan: Mehr Pferde für den Kampfstier

Der bayerische Tuner Mansory ist bekannt für radikale Leistungssteigerungen und auffälliges Optiktuning. Entsprechend bearbeitet schickt er den Lamborghini Huracan in einer Breitbau-Ausbaustufe auf den Genfer Autosalon (5. bis 15. März).

Der jüngste Stier aus Sant’Agata Bolognese soll sich nach der Behandlung des Veredlers deutlich vom Serienfahrzeug unterscheiden. So wurden die Tagfahrleuchten eigens für ihn entwickelt. Front-, Heckschürze und Seitenschweller sowie die Rückspiegel sind aus Karbon gefertigt.

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Durch den Einsatz des leichten Werkstoffes ist der Kampfstier leichter geworden, was sich positiv auf die Beschleunigungswerte und den Kraftstoffverbrauch auswirken soll. Zusätzlich sorgt ein Heckflügel in Kombination mit dem Diffusor für mehr Anpressdruck an der Hinterachse.

Den optimierten Huracan will der Tuner in mehreren Leistungsstufen anbieten. Nach Genf kommt der schwächste Stier namens MH1. Durch unterschiedliche Eingriffe, beispielsweise im Motor- und Getriebemanagement, leistet sein 5,2-Liter-V10-Motor 625 kW/850 PS statt der serienmäßigen 449 kW/610 PS. Für den Sprint auf Tempo 100 nimmt der Huracan MH1 sich nur 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 330 km/h.

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Zum Preis oder den weiteren Ausbaustufen gibt der Tuner noch keine weiteren Informationen. Das Basismodell des Lamborghini Huracan, der als Nachfolger des Gallardo seit Frühjahr 2014 erhältlich ist, kostet mindestens 202.000 Euro.

Autor: Adele Moser/SP-X

Emotionen: Lamborghini Aventador im Fahrbericht

Pirelli Partner von #radical14Es ist dieser eine Augenblick, dieser Wimpernschlag, nicht einmal ein Atemzug, in dem du denkst, jetzt hast du ihn unter Kontrolle. Es ist diese eine Sekunde, in der du denkst, nein, du fühlst es innerlich, du bist zufrieden und sicher. Bist dir deiner Reflexe bewusst und die Überzeugung wähnt dich in einem warmen Bad der Sicherheit. Du denkst, du wärst gut genug für dieses Biest. Es ist genau diese eine Sekunde, in der du dich zu sicher fühlst und du dir eingebildet hast, ihr wärt jetzt die besten Freunde. In dieser Sekunde, gerade als du denkst, du hättest sein volles Vertrauen. Das ist der Moment, in dem das Tier zuschlägt und alle deine Lenkradakrobatik hämisch auslacht.

Armageddon-Time im Aventador

Emotionen Lamborghini 02 Aventador Fahrbericht

Knapp 700 PS im Corsa Modus, vollständig von der Leine der elektronischen Sicherheitsnetze gelassen. Hinter dir bricht der 6.5 Liter große V12 aus. Helden werden in diesem Moment gezeugt. Träume vom Weltfrieden zerbröseln in der aggressiven Aura oberhalb von 6.000 Touren. Der Motor brüllt dir direkt und ungefiltert das hohe Lied der Verbrennung in die Sinneshärchen deines Mittelohres. Entfesselte Kräfte übertrumpfen alle deine Visionen vom sportlichen Autofahren. Plötzlich erscheinen die eigenen Lenkradfähigkeiten in einem gänzlich neuen Licht. Wie ein überdimensioniertes Kart hämmert die Puppenfalle durch die Emilia Romagna und du siehst dich in einer Linie mit Namen wie Fangio, Senna und Prost. Gnadenlos und frei von den Kontrollen einer eingreifenden Elektronik wuchtet der ekstatisch kreischende Zwölfzylinder seine Kraft auf beide Achsen, die mehr als 30 Zentimeter breiten Pirelli P Zero auf der Hinterachse kleben auf dem Asphalt wie Kaugummi in einem Flokati. Und dennoch, wenn der auf 7.000 Umdrehungen zustürmende V12 über das schwarze Rund herfällt, kennt er keine Gnade und dass die Kraft auf vier Räder verteilt werden – das ist der schieren Wucht des Antriebsstranges ebenso egal. Du willst quer fahren? Jederzeit. Ohne Netz, doppelten Boden und der Fahrschüler-Bremse ESP wuchtet dich der Aventador zu jeder Sekunde in die Dimension des absoluten Kontrollverlustes. Du hast es in der Hand.

Dein linkes Bein stemmt sich fest gegen die Aluminium-Fußstütze, die Finger der rechten Hand suchen die Nähe zu den filigranen Schaltpaddeln. Deine Hand zuckt – das sequentielle Getriebe serviert mit der Eleganz eines auf einen Amboss nieder schlagenden Hammers binnen 50 Millisekunden den nächsten Gang. Der Aventador sprintet am Rande deiner persönlichen Reaktionsfähigkeiten über die Landstraßen. Fanfaren jubilieren und singen dir das hohe Lied der geilen Enthebung von Naturgesetzen. Es ist Zeit für Orgasmen in der Phonetik des automobilen Alltags. So rüde, so enthemmt, so geil hat dir noch niemand die Lust in die Hirnrinde getrommelt.

Emotionen Lamborghini 01 Aventador Fahrbericht

Hier wird nicht mehr gefahren – hier wird extrem tief geflogen.

Eine Gerade verwandelt sich unter dem tosenden Applaus der zwölf sich in Ekstase schreienden Zylinder zu Momenten zwischen zwei Bremspunkten. Die Landschaft zoomt im Eiltempo in deinen Augenwinkeln vorbei. Du erwartest in jedem Moment, die nächste Anweisung per Funk zu erhalten. Luftraum-Kontrolle? Wir ändern das Flight-Level, bitten um Freigabe.

Von Null auf Einhundert? Eine lächerliche Frage für den Fahrer des Aventador. Am Steuer eines Zwölfzylinder-Lamborghini suchst du nicht die auto-motor-und-sport Messgröße von Null auf Einhundert, du suchst die Antwort auf deine eigene Leidensfähigkeit. Unter 4 Sekunden auf 100 beschleunigen, das machst du nebenbei. Während sich das Zwischenhirn aus der Verarbeitung kognitiver Umwelteinflüsse ausklinkt. Aber du musst wach sein, aufpassen. Nur einen Wimpernschlag zu lange auf dem Gas und du katapultierst dich in Kurvengeschwindigkeiten, die andere, bereits auf der Autobahn ausgefahren, als grob fahrlässig bezeichnen würden. Es ist diese eine Sekunde, der halbe Atemzug, der kurze Moment, in dem du dir zu sicher bist. Du denkst, Du wärst Fangio, Senna oder Prost? Genau dieser Moment kommt kurz vor Deiner Niederlage.

Eine Bodenwelle in der Kurve, zu aggressiver Leistungsabruf, vollständig geöffnete Drosselklappen und plötzlich siehst du das Ende deines eigenen Talents ganz nah vor deinen Augen.

Emotionen Lamborghini 05 Aventador Fahrbericht

Das ist der richtige Augenblick, zurück in den Modus „Strada“ zu wechseln, den eigenen Puls zu überprüfen, zurück zu fahren – von der Schnappatmung auf ruhige und tiefe Atemzüge zu wechseln. Der Gasfuß wechselt in eine Position, in der er nur noch wenig Druck auf das Gaspedal ausübt. So schnell wie der Zauber kam, verschwindet er auch wieder. Binnen Augenblicken wechselt das Getriebe in den siebten Gang und mit der Drehzahl fällt auch dein eigener Puls auf ein weniger ekstatisches Niveau.  In diesem Zustand verzeihst Du den Lamborghini-Leuten dann auch die arg pathetische Entscheidung, den Startknopf unter eine rote Plastikabdeckung zu packen.

Zeit für einen Espresso. Doppio. Während ich mich aus dem Aventador schäle, aus der Bodennähe in den freien Stand des Homo Sapiens wechsel, werden die Emotionen der „letzten Sekunde“ in eine begreifbare Form gewandelt. Die Welt ist nicht untergegangen, trotz Corsa-Modus und Hochmut ist das Armageddon ausgeblieben. Es ist das völlig verschwitzte Hemd, in dem die Geschichte sichtbar wird. Zeit, es zu trocknen. Der Lamborghini Aventador hat für diese Fälle einen 690 Newtonmeter starken Heizkörper im Heck – die verglaste Abdeckung nach oben – das Hemd über die Luftsammler des V12 gelegt.  Strahlend blauer Himmel, eine gnadenlose Sonne, Donnerstagnachmittag bei 36° in der Emilia Romagna und Dein Hemd wird von der Hitze des 12 Zylinder Lambos getrocknet – die Welt ist schön.

 

 

 

Zur Galerie – die Fotos vom Fotoshooting mit dem Lamborghini Aventador – hier lang [klick]