Lexus RC – Lieber Turbo als Hybrid

Lexus RC – Lieber Turbo als Hybrid

Coupés sind seit je her ein Ausdruck besonderer automobiler Vorlieben. Der Verzicht auf zwei Türen im Fond fördert die gestalterischen Freiheiten und kann der Karosserieform den besonderen Schwung geben, der die Herzen erwärmt. Lexus stellt mit dem RC einen besonders expressiven Vertreter dieser Klasse auf die Räder, jetzt gibt es das elegant-sportliche Coupé mit einem neuen Turbomotor und auch als Hybridvariante mit reduziertem Benzinverbrauch.

Dynamisch, fast aggressiv ist die Frontpartie des RC gestaltet. Die dreieckigen Scheinwerfer weisen auf die sportlichen Gene des 4,7 Meter langen Viersitzers hin, den Innenraum zieren Chrom und Edelstahlintarsien. Vor allem die Sitze gefallen mit famoser Passform, sie sind komfortabel einerseits und geben den Hüften und Schultern Halt in Kurven. Das Platzangebot passt ebenfalls, selbst im Fond sitzen zwei Mitfahrer noch halbwegs passabel.

Zwei Antriebsvarianten hat Lexus im Angebot. Volumenmodell bei uns wird der RC 200t mit seinem 180 kW/245 PS starken Zweiliter-Turbobenziner werden, der satte 350 Nm Drehmomentspitze stemmt und den rund 1.800 Kilogramm wiegenden RC in 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Die Agilität wird allerdings von der achtstufigen Wanderautomatik von Aisin gebremst, die bei spontanem Leistungsabruf eine Besinnungssekunde für die korrekte Gangwahl einlegt. Dennoch spurtet der RC munter aus den Kurven heraus, das überarbeitete Fahrwerk bleibt dabei stramm auf Kurs und verzichtet trotzdem auf eine übermäßig harte Federung.

lexus Kopie

Die zweite Motorisierung ist in der Preisliste rund 1.500 Euro über dem 200t eingeordnet und kostet als RC 300h 47.050 Euro. Hier kommt das bewährte Hybridduo zum Einsatz, gebildet vom 2,5-Liter-Benziner und einer 105 kW/143 PS starken E-Maschine. Im Ensemble leistet das Duo 164 kW/223 PS und erlaubt eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 8,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist anders als beim 230 km/h schnellen RC 200t elektronisch auf 190 km/h begrenzt. Mit einem Verbrauch von 4,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer erreicht der Hybrid RC die Effizienzklasse A.

Vier Fahrmodi stehen zur Wahl, die Einstellungen Snow, Eco, Normal und Sport beeinflussen die Schaltcharakteristik der Automatik, die Servounterstützung der Lenkung und die Arbeitsweise der Klimaanlage. Die Version F-Sport bietet die zusätzliche Stufe Sport+, die auch auf die Dämpferabstimmung wirkt und das Fahrverhalten noch dynamischer macht. Die Variante ist außerdem serienmäßig mit einem Torsen-Differenzial ausgestattet, das den Schlupf eines einzelnen Antriebsrad verhindert.

An Bord finden sich die einschlägigen Assistenzsysteme sowie das Premium-Navigationssystem und hochwertige Audio-Anlagen von Pioneer oder Mark-Levinson mit bis zu 17 Lautsprechern und 835 Watt Ausgangsleistung. Eine Neuheit weist unterdessen die Bedienung der Klimaanlage auf. Die Temperaturwahl erfolgt hier nicht über Drehteller oder Touchscreen sondern eine elektrostatische Wahlleiste. Der Lexus RC kann eher seine umfangreiche Ausstattung und expressives Design als pure Sportlichkeit ins Feld führen. Dies gilt besonders für die Hybridversion, der die Quadratur des Kreises nicht so recht gelingt. Wer dynamische Fahreigenschaften schätzt, greift daher lieber zur etwas knackigeren Turbovariante.

Autor: Michael Kirchberger/SP-X

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Lexus LS 500 F Sport – Groß, aber sportlich

Das Angebot sportlich akzentuierter großer Limousinen wächst. Erst kürzlich hat BMW mit dem M 760 Li eine dynamische Variante seines 7er ins Rennen geschickt. Diesem Beispiel folgt jetzt auch Lexus und präsentiert eine F-Sport-Version der Neuauflage des LS. Premiere feiert der Luxus-Bolide am 12. April auf der New York Auto Show.

Bislang hat Lexus allerdings nur ein Bild veröffentlicht, das einen Teil des Hecks zeigt. Zudem versprechen die Japaner, dass der LS 500 F Sport von der bislang steifsten Plattform in der Lexus-Geschichte profitieren wird und ein entsprechend gutes Handling bieten soll. Über den Antrieb wird noch nichts verraten. Möglicherweise kommt eine stärkere Variante des 3,5-Liter-V6-Benziners zum Einsatz, der im normalen LS 500 305 kW/415 PS leistet. Denkbar wäre allerdings auch, dass der F Sport den 5,0-Liter-V8-Motor aus dem Sportcoupé LC 500 erhält. Im zweitürigen LC leistet dieses Aggregat 343 kW/467 PS und 527 Newtonmeter Drehmoment, was eine Sprintzeit in unter 5 Sekunden erlaubt. (Mario Hommen/SP-X)

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Lexus LS 500h – Doppelherz und Doppelgetriebe

Anfang 2017 stellte Lexus auf der Detroit Autoshow die Neuauflage seines Flaggschiffs LS vor – damals noch mit einem über 400 PS starken V6-Benziner. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) folgt nun die mit einigen Spritspartricks gesegnete Hybridvariante LS 500h.

Erstmalig präsentiert wurde der neue Hybrid-Antriebsstrang im Luxuscoupé LC 500h, der einen 299 PS starken 3,5-Liter-V6-Benziner mit einem 179 PS starken E-Motor kombiniert. Im Zusammenspiel sollen Saugbenziner und E-Antrieb eine Systemleistung von 264 KW/359 PS in den Vortrieb werfen. Angaben zu Fahrleistungen des LS machen die Japaner noch nicht, doch dürfte die Sprintzeit etwas schlechter als beim Coupé ausfallen, das mit 4,7 Sekunden angeben wird. Eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h versteht sich in dieser Klasse von selbst.

Unter der Haube des LS 500h steckt ein technisch hochkomplexer Antrieb

Eine Besonderheit ist das Getriebe des LS 500h, bei dem einem zehn Gänge simulierenden, stufenlosen CVT-Getriebe eine Viergangautomatik nachgeschaltet wurde. Diese Technik soll für ein besseres Antrittsverhalten und niedrige Motordrehzahlen bei Reisegeschwindigkeit sorgen. Außerdem soll der Gummibandeffekt weniger ausgeprägt sein und der Antrieb ein lineares Beschleunigungsgefühl erzeugen. Als weitere Besonderheit kann der Verbrennungsmotor bei Reisegeschwindigkeiten bis zu 140 km/h komplett ausgeschaltet werden. Verbrauchswerte hat Lexus allerdings noch nicht verraten. (Mario Hommen/SP-X)

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