Erste Fahrt: Der neue Mazda MX5 RF

Erste Fahrt: Der neue Mazda MX5 RF

Mit mehr als einer Million verkaufter Fahrzeuge begeistert der MX-5 seit 1989 Kunden in aller Welt. Hierzu entwickelten Mazdas Ingenieure nicht nur vier Generationen. Zahlreiche Sondermodelle und limitierte Auflagen begeistern bis heute seine Anhänger. Die 4. Generation ist seit 2015 auf dem Markt und setzt ab Februar diesen Jahres mit dem RF (Retractable Fastback) Modell die Messlatte unter den Roadstern nochmal nach oben. Das Hardtop Verdeck gibt dem Wagen außer mehr Stabilität einen Fastback Look und sorgt damit für ein elegantes Auftreten. Unterstützt vom zeitlosen KODO-Design, langgezogener Motorhaube, kurzem Radstand und tiefliegenden Scheinwerfern sowohl vorn als auch hinten unterstreicht er außerdem seine sportlichen Gene bei der Neuauflage des MX5 RF. Design mit Kult-Status trifft Technik der Moderne. Das war das Motto der Ingenieure aus Japan. Das Gesamtpaket bietet Mazda zur Verkaufsveranstaltung am 03. und 04. Februar in Deutschland seinen Kunden zum Kauf an. Bestellbar ist die Design- und Roadster-Ikone bereits seit Dezember 2016 zu einem Basispreis von € 29.890.

Der Mazda MX5 RF im ersten Fahrbericht

Japans Vorzeige Roadster mit Falthardtop

Global gesehen muss sich der Mazda MX5 seinen Mitbewerbern im europäischen und deutschen Markt stellen, denen er selbstbewußt entgegentreten kann. Seine Kundschaft findet er dabei nicht nur unter seinen Loyalisten, die in Clubs organisiert sind. Markante Anleihen seiner Vorgänger nahm man bewußt auf, um den Charakter des MX5 nicht zu verändern. Hierzu gehörten unter anderem die hexagonale Form des unten liegenden Kühlergrills sowie die auf einer horizontalen Achse verlaufende Position der Heckscheinwerfer mit ihren runden Bremsleuchten. Der Blick seiner Front mit den aggressiv wirkenden Front- und Nebelscheinwerfern lassen den MX5 RF breit und bestimmend auf der Straße stehen. Dabei bleibt sein Gesamterscheinungsbild aerodynamisch und agil, was sich gerade in den Verbrauchswerten widerspiegeln soll. Um einen ersten Eindruck seiner Gesamtperformance zu bekommen, lud Mazda ins weltoffene Barcelona. Dort konnten wir auf den Serpentinen einer privaten Straße durch ein Naturschutzgebiet seine dynamischen Eigenschaften bestens testen.

Mit aggressiver Front.

Innenraum Puristisch

Die Innenraumausstattung des MX5 RF ist mit hochwertigen Materialen bestückt und filigran gearbeitet. Sein Cockpit bleibt puristisch, aber doch mit allen notwendigen Informationen angelegt, wie dem Durchschnittsverbrauch und der Restweitenanzeige im Bordcomputer oder dem zentral sitzende Drehzahlmesser. Alle Instrumente sind dem Fahrer zugeneigt. Highlight ist das optional erhältliche SD-Navigationssystem, das über seine Touchfunktion bedienbar ist. Die Ledersitze nehmen Fahrer und Beifahrer sehr gut auf und geben zum sportlichen Fahren den nötigen Halt. Die Rundumsicht beim Fahren mit offenem Verdeck gibt uns das typische Roadster Gefühl. Zwar tief sitzend, aber visuell alles im Griff. Das dreiteilige Hardtop lässt sich in 13 Sekunden vollautomatisch öffnen und schließen. Selbst während der Fahrt bei einer Geschwindigkeit bis zu 10 km/h. Der „Kofferraum“ ist eines Roadsters würdig. Er ist ausreichend für einen Bordtrolley sowie einen Pilotenkoffer und eine kleinere Aktentasche. Mehr muss er auch nicht aufnehmen.

Innenraum puristisch minimalistisch.

Mit nur einem Motor

Zum Verkaufsstart stellt der Automobilhersteller aus Hiroshima entgegen den Vorgängern bislang nur eine Motorisierung zur Verfügung. Den Antrieb bestreitet ein 2.0 Liter Vierzylinder  SKYACTIV-G Motor. Die Leistung beträgt 118 kW (160 PS), das maximale Drehmoment 200 Newtonmeter bei 4.600 Umdrehungen in der Minute. Das ergibt eine CO2-Emission von 161 Gramm. Diese Leistungsdaten beschleunigen den Mazda MX5 RF in 7,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h. Kombiniert wird der Euro-6 Motor sowohl mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe als auch in der Topversion „Sports-Line“ mit einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe. Weiter setzt Mazda durch den kompakteren und leichteren Motor auf einen traditionellen Hinterradantrieb (RWD). Ob es  nachfolgend noch limitierte Auflagen des RF geben wird, konnte man uns im Media Gespräch nicht beantworten.

Klassischer 2.0 Liter Benziner.

Fahren wie an der Schnur gezogen

Das manuelle Schaltgetriebe, das wir ausreichend testen durften, macht sich bei den ersten Fahrten positiv bemerkbar. Direkt ansprechend mit kurzen Schaltwegen, sportlich und agil begleitet es unsere Fahrt durch die Berge des Hinterlandes von Barcelona. Die ausgesuchten Strecken meistert der MX5 RF mit der geschwindigkeitsabhängigen elektrischen Servolenkung mit souveräner Leichtigkeit in Verbindung mit der . Der tiefe Schwerpunkt lässt uns den Roadster ein wenig wie auf Schienen über die Serpentinen bewegen und wir erhalten immer wieder eine positive Rückmeldung. Der drehfreudige, zuweilen knurrige Motor trägt ebenso zum Fahrspaß bei und vermittelt uns mit seinen 200 Newtonmetern immer ausreichend Kraft auf die Straße zu bringen. Der angegebene Verbrauchswert von 6,9 Liter ist zu unseren Tests am Veranstaltungstag leider nicht zu prüfen.

Fahrspaß dank tiefem Schwerpunkt.

Mit Hardtop mehr Möglichkeiten

Den Einstieg ins Roadster Feeling mit Hardtop bestreitet die Basisversion, der Mazda MX5 RF „Exclusive-Line“ mit einem Listenpreis von € 29.890. Im Serienpaket enthalten liefern die Japaner Klimaautomatik, Digitalradio, MZD Connect mit Sieben-Zoll Farb-Touchdisplay und Zugang zum Internet via Smartphone, Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung und Bluetooth®, Lederlenkrad, Windschott aus Acryl, Spurhalteassistent (LDWS), 17-Zoll-Leichtmetallbereifung, LED-Tagfahrlicht, Motor Start-Stopp-Knopf, verstärkten Dachhimmel sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Begrenzer und elektrische Fensterheber. Zur Aufwertung bietet man nur noch eine Ausstattungsvariante – „Sport-Line“ –  an. Für einen Preis von € 32.090 sind zusätzlich ein Fernlichtassistent (HBC), dynamisches Kurvenlicht (AFS), Spurwechselassistent Plus (BSM), Ausparkhilfe (RCTA), Einparkhilfe hinten, schlüsselloses Zugangssystem Login, BOSE® Sound-System mit neun Lautsprechern (inkl. Lautsprecher in den Kopfstützen), sowie das Mazda SD-Navigationssystem mit 3D-Kartendarstellung, i-ELOOP System zur Bremsenergierückgewinnung und i-stop Start-Stopp-System enthalten. Mit nur zwei optionalen Ausstattungspaketen leistet Mazda wenig Spielraum zur Individualisierung des MX5 RF. Es können bestellt werden ein Technik-Paket (€ 750 für „Exclusive-Line“ – Ausparkhilfe (RCTA), Einparkhilfe hinten, dynamisches Kurvenlicht (AFS), Spurwechselassistent Plus (BSM) und ein Sport-Paket (€ 1.800 für „Sports-Line“ – Domstrebe, Sportfahrwerk mit BILSTEIN® Stoßdämpfern, RECARO Sportsitze in Leder-Alcantara® Kombination). Das Sechs-Stufen-Automatikgetriebe wird mit € 1.900 vergütet.

BOSE® Soundsystem on board und in den Kopfstützen.

Fazit: Der Mazda MX5 RF setzt eine sehr lange Tradition der japanischen Roadster-Experten fort und arbeitet dabei weiter an seinem Kult-Status. Design und Fahrspaß bieten Kaufgrund Nummer eins und zwei. Die Macht wird mit ihm sein.

Im Kult-Roadster von Mazda.

Der Mazda MX5 RF unterstreicht mit seinem frischen Design und den im Trend liegenden Fahrerassistenzsystemen seine „Vormachtstellung“ im Roadster Bereich. Dabei ist der MX5 seit  über  25 Jahren erste Wahl beim Neukauf.

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

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Stefan Beckmann

Als Quereinsteiger kam ich in die Szene der Mobilität und bin nun seit nunmehr 16 Jahren total infiziert, was das bewerten von Autos und
alles was von einem Motor angetrieben wird. Im Laufe diesen Jahres habe ich nun die Möglichkeit bekommen, dies neutral und nicht
für einen Hersteller zu tun. Was soll ich sagen ? „Ein tolles Gefühl!“

Test: Mazda MX-5

Die fünfte Generation des japanischen Roadster Klassikers bewirbt sich bereits seit 2015, weiter der meist verkaufte Zweisitzer zu sein. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert setzt der MX-5 die Philosophie des japanischen Automobilherstellers um, das Streben nach dem Gleichklang von Fahrer und Fahrzeug zu perfektionieren. „Jinba Ittai“ nennen die Japaner das Gefühl dieser Symbiose. Den nach seiner Modellpflege Ende 2016 aufgefrischten Roadster konnten wir auf „Herz und Nieren“ mit dem 131 PS starken SKYACTIVE-G Benziner für vierzehn Tage testen. Seinen Einstieg findet die Ikone mit der Basisausstattung „Prime-Line“ bei runden 23.000 Euro.

Testbericht: Mazda MX-5 SKYACTIV-G

Nimmermüder Samurai
Elegant auch in der Bergwelt.

Kam die 1. Generation 1989 des MX-5 vom Konzept als Evolution der kleinen britischen und italienischen Sportwagen der 60iger Jahre – z.B. Triumph Spitfire, MG, Fiat 124 Spider – daher, revolutionierte er die Roadster Community und startete durch als meist verkaufter Roadster der Welt. Die aggressiv kleinen nach innen gezogenen Frontscheinwerfer rahmen den tief sitzenden Kühlergrill ein, der ganz prominent das Markenlogo zur Schau trägt. Am Heck machen die schmalen Leuchten dem relativ großen Kofferraumdeckel Platz. Ein hohes Maß an Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit wollen die Ingenieure aus Japan dem MX-5 trotz seines kleinen Chassis dennoch bieten. Wichtig sind die geraden Träger und eine möglichst durchgängige Rahmenstruktur, der es speziell bei Cabriolets mit Frontmotor und Hinterradantrieb bedarf, wie es der MX-5 ist.

Enge Kurven sind ein Kinderspiel.

131 PS Vollspaß Motor

Von Anfang an hielt Mazda die Motorenpalette des MX-5 übersichtlich und so kommen in der 5. Generation wieder zwei Benziner zum Einsatz. Der von uns getestete SKYACTIVE-G 1,5 Liter Benziner bringt 96 kW (131 PS) bei 7.000/min auf die Kurbelwelle und hängt mit seinem gut abgestimmten Sechs-Gang-Schaltgetriebe immer agil und drehfreudig am Gas. Durch den für einen Roadster typischen tiefen Schwerpunkt ist er zudem sehr wendig, gerade in engen Kurven.

Baugleich mit Fiat 124 Spider

Beim MX-5 steigen wir wie schon wie dem baugleichen Fiat 124 Spider in ein äußerst enges und dennoch angenehmes Ambiente ein. Die große Frontscheibe leitet den Fahrtwind beim Fahren mit offenem Verdeck gekonnt ab. Der Zweisitzer verfügt außerdem für beide Fahrgäste über sportliche Sitze, die uns auch beim Cruisen fest im Griff haben. Das „Gepäckraumvolumen“ des MX-5 ist mit 130 Litern schon fast üppig bemessen für einen Roadster. Die Kofferraumbreite macht es möglich, auch Gepäck mit bis zu 1,10 m Breite einzuladen.

Roadster mit üppigem Kofferraum.

Voll ausgestatteter Roadster für unter 30.000 Euro

Mit der von uns getesteten Ausstattungsvariante „Sport-Line“ bietet Mazda das „Rundum-Sorglos-Paket“. Außer den bereits ab der Basisversion serienmäßigen Features wie LED-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung, einer Klimaanlage und einem Multi-Informations-Display mit Touring-Computer finden sich im Lieferumfang ein SD-Navigationssystem mit 3D-Kartendarstellung und kostenlosem Kartenupdate für 3 Jahre, ein auf den MX-5 zugeschnittenes BOSE® Sound-System mit neun Lautsprechern inklusive Lautsprechern in den Kopfstützen und Lederausstattung in schwarz. Der Listenpreis für das Testfahrzeug beträgt insgesamt 27.890 Euro

Erfolg in der 5. Generation.

Fazit: Auch mit der fünften Generation des Erfolgsmodells von Mazda schreibt der japanische Automobilhersteller seine Erfolgsgeschichte in Punkto Roadster weiter fort. Die Neuauflage verbindet in gekonnter Art und Weise die Tugenden eines puristischen Zweisitzers mit den sicherheitstechnischen Anforderungen eines modernen Fahrzeugs, ohne den Fahrspaß außer Acht zu lassen.

Motor und Getriebe

Mazda

MX-5 Skyactiv-G 131 Sports-Line

Motor Benzin
Hubraum 1.496 ccm³
Leistung 131 PS @ 7.000 U/min
Kraft 150 Nm @ 4.800 U/min
Getriebe Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Frontantrieb

Abmessungen und Fahrleistungen

Länge, Breite, Höhe 3.915, 1.735, 1.225   mm
Radstand 2.310 mm
Leergewicht 1.050 kg
Wendekreis 10,4 m
Höchstgeschwindigkeit 204 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 8,3 sec
Normverbrauch 6.0 l/100 km

Verbrauch im Test

Alltagsfahrer 6.9 l / 100 km
Öko-Experte 6.1 l / 100 km
Außendienst-Modus 7.2 l / 100km

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (Mazda Motors (Deutschland) GmbH) – Beitragsbild: Hersteller (Mazda Motors (Deutschland) GmbH)

Mazda MX-5 RF – das Beste aus zwei Welten?

Dass der MX-5 schon immer ein großer Wurf war, zeigt seine eigene Statistik: der meistverkaufte Roadster der Welt. Keiner macht ihm da etwas vor. Er ist der für all diejenigen, die etwas Leichtes, Frisches, Knackiges wollen – ohne dabei gleich das Bankkonto leer räumen zu müssen. Was, wenn sie ihm nun plötzlich ein festes Dach aufsetzen, ihn komfortabler machen und von mehr Kultiviertheit sprechen?

Den Zahlen nach nichts Schlimmes: das Gewicht bleibt mit 1120 kg wunderbar im Rahmen (45 kg mehr gegenüber dem Stoff-MX-5), die Balance findet er wie gehabt 50:50 und auch an Leistung, Getriebe und Chassislayout wurde nichts geändert. Soll heißen, dass der bis 7500 Touren drehende Skyactiv-Zweiliter weiterhin 160 PS spendiert, die von einem der besten manuellen Getriebe dieser Tage zu verwalten sind. Dazu bleiben die Doppelquerlenker an der Front sowie das Sperrdifferenzial und die Mehrlenkerachse im Heck.

Doch es gibt auch Änderungen. Einen größeren Stabilisator an der Vorderachse etwa, dazu ein Versteifungskreuz am Vorderwagen. Feder- und Dämpferraten wurden ebenfalls auf das Mehrgewicht angepasst. Dazu kommt ein Mehr an Dämmmaterial, etwa im Getriebetunnel, am Dach und sogar in Form von dickerem Teppich im Innenraum. Die elektrische Servolenkung soll nun aus der Mittellage mehr Unterstützung bekommen, dafür weniger bei starkem Einschlag – insgesamt zielt Mazda mit dem RF in Richtung GT, weniger in Richtung Rasiermesser, so scheint es.

Natürlich machen die Änderungen kein S-Klasse Cabriolet aus dem MX-5 RF, ja noch nicht mal einen Audi TT Roadster, doch genau darum geht es ja auch gar nicht. Es geht ums Fahren. Die Freude daran. Die Leichtigkeit des Seins.

Und so erfreut dann die Erkenntnis, dass es keine zigfach verstellbaren Dämpfer braucht, wenn man von vorneherein wenig Gewicht balancieren muss. Dass auch eine elektrisch assistierte Servolenkung wenig stört, wenn sie an ein paar dürren Reifchen dreht und dass 160 PS völlig ausreichen.

Mit den Fingerspitzen kannst du am zarten Sportlenkrad dirigieren, spürst die feinsten Nuancen der turbofreien-Gasannahme und freust dich über die ultra-präzise Schaltung. Dazu kommt, dass der Skyaktiv-Vierzylinder mit seiner beinahe utopischen 14:1-Verdichtung eine kleine Sau ist. Ein bisschen knorrig untenrum, so wie es bei den geilen Motoren eben ist; knackig in der Mitte, mit einem schönen Punch und am Ende der Drehzahlskala tatsächlich fordernd. Und wehe du bist unsauber beim Schalten – mit der kleinen Schwungmasse schießt du den Drehzahlmesser ruck-zuck in die Umlaufbahn!

Dort findest du dich auch, wenn du im kleinen RF richtig am Kabel ziehst. Wenn sich die Reifen massiv in den Asphalt verbeißen und du nach allen Regeln der (Fahrdynamik-)Kunst an Abflug entlangrasierst. Plötzlich lehnt er sich auf, neigt sich massiv der Trägheit nach und wirkt weder ums Eck noch auf der Bremse so kontrolliert wie sein ganz offener Bruder.

Genau das soll er aber auch nicht sein. Er ist nicht das Auto für die eine Bestzeit im Jahr, er ist das Auto für jede Zeit im Jahr.

Doch hier beißt sich der RF in seinen eigenen Schwanz. Dem Leichtbau verschrieben ist er weder wirklich luxuriös, noch wirklich komfortabel – und auf der anderen Seite ist er trotzdem nicht so herzerwärmend zu fahren wie der „klassische“ MX-5. Der RF bleibt ein bisschen zwischen den Stühlen sitzen.

Was nicht heißt, dass er ein schlechtes Auto ist. Er ist nur nicht so unglaublich gut wie sein Bruder. Und wenn sie sich für einen MX-5 interessieren, dann kaufen sie ihn einfach. Denn die kleinen Nachteile des Stoffdaches haben sie früh sonntags auf einer herrlichen Landstraße auf dem Weg zum ersten Kaffee ganz schnell wieder vergessen!