Arrow460-Granturismo – Mega-Yacht mit Mercedes-Genen

Arrow460-Granturismo – Mega-Yacht mit Mercedes-Genen

Die von Mercedes gestaltete Luxus-Motoryacht Arrow460-Granturismo hat nun ihre Jungfernfahrt absolviert. Der 14,14 Meter lange „Silberpfeil des Meeres“ wird von zwei zusammen 706 kW/960 PS starken Dieselmotoren angetrieben und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 Knoten (74 km/h). An Bord können sich die zehn Passagiere unter anderem an einem Weinkeller, einem hochwertigen Audiosystem und einer Klimaanlage erfreuen. Aus den Autos von Mercedes bekannt sind zudem die „Magic Sky“ genannten, elektrisch abdunkelnden Scheiben. Der Preis beläuft sich auf rund 2,5 Millionen Euro.

Das Schiff kostet rund 2,5 Millionen Euro
Das Schiff kostet rund 2,5 Millionen Euro

Für Mercedes-Benz Style war die Luxus-Yacht die Schiffs-Premiere. Zuvor hatten die Designer unter anderem einen Helikopter sowie eine Flugzeugkabine gestaltet. Wem das zu groß ist: derzeit führt die Style-Abteilung ihre eigene Brillenkollektion ein.

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SP-X Redaktion | Holger Holzer

Dieser Artikel stammt aus der SP-X Redaktion von Holger Holzer

A-KLASSE: Kunst der Gestaltung

Jüngst hat Mercedes zwar noch nicht die komplette A-Klasse gezeigt, immerhin doch ihren Innenraum. Normal würde uns das eher weniger interessieren, aber irgendwie haben die Bilder doch fasziniert.

Es geht da jetzt weniger um die „tollen“ Begrifflichkeiten, die sich Gordon und die Marketingabteilung ausgedacht haben, sondern mehr um: Wandel, Anspruch und Plattformen. Nun der Reihe nach. Sie sehen hier das Interieur der kommenden Generation des kleinsten Mercedes – scheinbar in einer neongelben Edition.

Spannend, sicher. Ein fröhliches Farbenspiel, nicht zuletzt dank der türkisblauen Beleuchtung des Ambientes. Man erkennt auch: zwei Mal 10,25 Zoll Bildschirme aus der S-Klasse, Lenkrad aus der S-Klasse (Tipp nach Stuttgart: vielleicht können sie demnächst auch noch ein zweites Lenkrad montieren, dann würden sie noch mehr Knöpfe unterbringen!). Nicht zu vergessen: Lüftungsdüsen aus E-Klasse Coupé und Cabriolet. Allerdings hat ob der Breite der neuen A-Klasse in der Mitte ein Ausströmer weniger Platz.

Diese Bilder zeigen es eindrucksvoll. Unten ein neuer S560e und darüber ein Cabriolet der aktuellen E-Klasse. Was wir daran interessant finden: es geht bei der Vorstellung des neuen Cockpits um eine A-Klasse. Und beim ersten Blick muss man dann auch noch ein, zweites, drittes, vielleicht sogar viertes Mal schauen, ob man nicht in einem S- oder E-Modell sitzt. Das war früher anders.

Früher, also 1998 und damit keine zwanzig Jahre her, konnte man die Rangordnung in Stuttgart deutlich erkennen. Solider Luxus mit reichlich Holz und edlem Leder in der S-Klasse, kombiniert mit dem neuesten Stand der Technik was Instrumentierung und elitäre Dinge wie GPS-Navigation anging. Belüftete Massagesitze waren ebenfalls Dinge, die man nur im Automobilen Oberhaus um deutlich sechsstellige Geldbeträge erhielt.

In starkem Kontrast dagegen: die A-Klasse. Eine wunderbare Playmobil-Landschaft aus hartem Plastik und bunten Farben. Die Sitzbezüge kamen direkt aus der Omnibus-Abteilung und taten auch in den lokalen Schulbuslinien ihren Dienst. Praktisch, günstig, abwaschbar – so lässt sich das Interieur der ersten A-Klasse ehrlich beschreiben. Leider können wir uns nicht mehr an die Ausführungen der Design-Abteilung im Rahmen der Pressevorstellung vor zwanzig Jahren erinnern. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die A-Klasse zum Marktstart andere Probleme hatte, als Designkritiken.

Die Abstammung und die natürliche Einsortierung in der Mercedes-Nahrungskette war auf den ersten Blick erkennbar. Was so schlecht nicht ist, wenn es darum geht den Kunden vom nächst größeren Modell und entsprechend größerer Marge zu überzeugen. Natürlich sieht eine neue A-Klasse auch nur nach erheblicher Turnerei durch die Optionsliste so aus wie auf dem ersten Foto – was die Marge dann wieder in die richtige Richtung drückt, aber sie werden verstehen um welche Idee es uns hier geht.

Deshalb stellen wir hier die Frage: „Wann ist Plattform, zuviel Plattform?

Sollten Plattformen nur innerhalb einer Baureihe geteilt werden?

Ist es in Ordnung, wenn die Einstiegsbaureihe sich die wichtigsten Bedien- und Anzeigenelemente (also das, was man bei der Nutzung des Wagens als Fahrer sieht, dreht und drückt) mit der teuerste Baureihe teilt?

Anbei noch eine kleine Gestaltungsevolution, die uns daran erinnert, dass ein guter Entwurf nicht altert. Was, wenn man die groben Sprünge in der Stilistik der Stuttgarter bewertet, nicht als Auszeichnung für das Design von Mercedes-Benz gelten kann.

Hallo i bims, die A-Klasse

Hallo i bims, die A-Klasse, so vong Interieur her. 

Oder die Stuttgarter-Version von „50 shades of grey“

Wer bei dieser Überschrift nur Bahnhof versteht, der hat die Jugendsprache 2017 verpasst. Und wer eine andere Farbe als „Leasing-Grau“ für seine in 2018 zu bestellende A-Klasse wünscht, der wird überrascht sein. So, oder ähnlich lässt sich der erste Kommunikations-Aufschlag von Mercedes-Benz für die 2018 erscheinende vierte Generation des „Baby-Benz“ zusammenfassen.

Habby war für mein-auto-blog in Stuttgart und hat sich schon einmal umgeschaut. 

Mit dem kleinsten Mercedes-Benz haben die Stuttgarter in den letzten 20 Jahren bereits mehr erlebt, als andere Automobilhersteller in 100 Jahren. Von einem konzeptionellen Überflieger, einem mehr als praktischen Micro-Van, zum Elch-Test mit Umkipper bis hin zur 180°-Wende vor 5 Jahren. Mercedes-Benz hat nicht nur das Segment der Kompaktwagen zweimal auf den Kopf gestellt, sondern auch selbst viel über die eigene Marke gelernt und mit der in 2018 kommenden vierten Generation will man wieder einmal vieles anders machen. Dabei findet die Revolution dieses Mal nicht im sofort sichtbaren Bereich statt. Wer die neue Mercedes-Welt verstehen will, der muss einsteigen. Einsteigen in den vermutlich radikalsten Mercedes der letzten Jahre. Willkommen im Interieur der vierten A-Klassen Generation.

„Hallo, i bims, die A-Klasse, so vong Interieur her“.

Für alle die beim Anblick der Fotos die gleichen Empfindungen haben, wie der Autor des Textes: In echt sieht alles viel besser und weit weniger radikal aus. Während die ersten Fotos vom neuen Cockpit eine klitzekleine Reizüberflutung auslösen, ist der erste Kontakt mit einer lebensechten A-Klasse eine ganz andere Erfahrung. Mercedes-Benz verabschiedet sich in der kommenden A-Klasse vom klassischen Cockpit-Design. Das ist ähnlich radikal, wie die Sache mit dem Sandwich-Boden damals. Nicht einmal für die Basis-Version wird es analoge Rundinstrumente geben. Die kleine A-Klasse macht den größten Schritt im Interieur, den sich ein deutscher Automobilhersteller bisher wagte.

Im realen Fahrzeug wirkt diese Konzentration auf digitale Gestaltungsmerkmale, die Reduktion der Knöpfchen und der Wegfall einer Cockpit-Hutze weit weniger irritierend, als man beim ersten Blick auf die Bilder vermutet. Das die Lüftungsdüsen nun auch in der A-Klasse zu Turbinen werden, zudem beleuchtet werden können und schon fast das dominierende Merkmal des Innenraums sind, gönnen wir den Stuttgartern, nachdem klar wird – wer erst einmal hinter dem Lenkrad Platz genommen hat, der freut sich vor allem über mehr Schulterfreiheit, eine bessere Rundumsicht und auch, über den gewonnenen Platz, aufgrund des horizontal angeordneten Riesen-Displays. Das Armaturenbrett ist flacher, das Raumgefühl so viel besser und selbst bei den ganz kleinen Details, wie den USB-Buchsen im Innenraum, springt Mercedes-Benz in eine neue Liga. Nein – man protzt nicht mit einer neuen zweistelligen Anzahl an Ladebuchsen, aber man bietet USB-C anstelle der bekannten USB-A Varianten. Das dürfte für noch mehr fragende Gesichter  bei den bisherigen Käufern der Top-10 Farben sorgen, als die beleuchteten Lüftungsdüsen.

Doch diese Radikalität im Innenraum, sie schadet nicht. Sie formt einen Charakter.

War die erste A-Klasse ein Raumwunder und primär für Senioren konstruiert, hat die 180-Wende bei der dritten Generation den Anspruch „sportlich kompakt“ auf die Spitze getrieben – so stellt die vierte Generation den Punkt; Eine neue Zeit im Innenraum, in den Mittelpunkt.

Oberklassen-Features und mehr Platz

Bei den Sitzen kehrt Mercedes-Benz von den sportlichen Integralsitzen mit der integrierten Kopfstütze zum Glück zurück zur Normalität. Der Kunde wird zwischen simplen Basis-Stoffsitz, Komfortsitz und einem sportlichen Gestühl wählen können. Drei der vier Varianten besitzen in der Zukunft wieder eine variable Kopfstütze. Zudem ziehen mit optionaler Sitzklimatisierung, Massage und Multikontursitzen beliebte Ausstattungsoptionen aus der Oberklasse in die A-Klasse sein. Noch ein wenig mehr Mercedes, für den Baby-Benz.

Mehr Platz im Innenraum. Die A-Klasse will bei kaum wachsenden Außenabmessungen, vor allem im Innenraum mehr bieten.

Und außen? „50 shades of grey“

Während man im Interieur dank RGB-LED-Technik die ganze Farbwelt abbilden will, stehen beim Außenlack für den Start der neuen Generation nur die bisherigen „Top 10 Farben“ zur Verfügung. Das sind Farben, von denen 8 alles, aber keine echte Farben sind. Neben einem Rot- und Gelb-Ton, kann der Käufer vor allem aus dutzenden Grau-Schattierungen wählen. Das sagt viel über die bisherige Käuferschicht der A-Klasse aus. Oder?

Auf der anderen Seite, nicht jede Revolution benötigt einen Elch. Manchmal reicht die richtige Dosierung Digitalisierung.

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