Mercedes Concept A Sedan – Erster Ausblick

Mercedes Concept A Sedan – Erster Ausblick

Fünf Jahre hat die Mercedes A-Klasse auf dem Buckel und ist damit schon im Herbst ihrer Bauzeit angelangt. Ende 2018 wird voraussichtlich die neue Generation präsentiert, die dann Anfang 2019 zu den Händlern rollen wird. Am Vorabend der Auto Show in Shanghai gibt Mercedes jetzt mit der Studie Concept A Sedan einen ersten Vorgeschmack auf die neue Kompaktklasse.

Dass die Studie als klassische Drei-Box-Limousine vorfährt, kommt nicht von ungefähr

Die Neuauflage tritt in große Fußstapfen: Allen anfänglichen Unkenrufen zum Trotz, hat sich der radikale Designwechsel bei der aktuellen Generation für Mercedes bezahlt gemacht. Zwar mag der ein oder andere Bestandskunde, der weder Lust auf das progressive, neue Design, noch auf einen Modellwechsel hin zur etwas konservativeren B-Klasse hatte, verloren gegangen sein. Doch hat die Marke gleichzeitig viele neue Käufer dazu gewonnen – und die waren deutlich jünger als die bisherige Klientel.

Die Neuauflage wird für 2019 erwartet

Diesen Trend soll der Nachfolger natürlich fortsetzen, denn: Je früher die Kundschaft zur Marke findet, desto mehr Zeit hat sie schließlich, sich innerhalb des Produktportfolios nach oben zu arbeiten – und damit mehr Geld in die Stuttgarter Kassen zu spülen. Und mit der Formensprache des 4,57 Meter langen Concept A Sedan hat Daimler gute Chancen, auch weiterhin bei jungen Leuten zu punkten. Die großen, klaren Flächen setzten das vom Chef-Kreativen Gordon Wagener eingeführte Design – abgesehen von ein paar auffälligen Sicken, von denen er eigentlich weg wollte – konsequent fort und wirken elegant und sportlich zu gleich. Die scharf gezeichneten, dreieckigen Scheinwerfer und der Panamericana-Grill mit seinen vertikalen Streben wecken Erinnerungen an die erst jüngst in Genf gezeigte AMG-Studie GT Concept. Passend dazu gibt es kurze Überhänge, ein nach hinten gesetztes Greenhouse und muskulöse Radläufe.

Die großen, klaren Flächen setzten das vom Chef-Kreativen Gordon Wagener eingeführte Design konsequent fort

Die Marschrichtung ist also klar, mehr Sportlichkeit, mehr Dynamik – und vielleicht auch eine neue Karosserieform: Denn dass die Studie als klassische Drei-Box-Limousine vorfährt, kommt nicht von ungefähr. Eine Stufenheckvariante der A-Klasse ist mehr als wahrscheinlich: Audi macht es mit dem A3 vor und auch den 1er BMW gibt es zukünftig – zumindest in China – als Limousine. Ob zusätzlich auch das schnittige Coupé CLA im Angebot bleibt oder Mercedes sich auch auf dessen Kombi-Ableger Shooting Brake beschränkt, ist noch offen. Als gesetzt gelten dagegen die Neuauflagen das Kompakt-SUV GLA und auch die bereits erwähnte B-Klasse. Zusätzlich dürfte es von der neuen Kompakt-Generation aber auch noch einen weiteren SUV-Ableger geben, der wahrscheinlich GLB getauft wird.

Mit der Formensprache des 4,57 Meter langen Concept A Sedan hat Daimler gute Chancen, auch weiterhin bei jungen Leuten zu punkten

Während das fahrbereite Concept A Sedan, das allerdings noch keinen Blick in den Innenraum erlaubt, in vielen Details bereits sehr seriennah wirkt, haben sich die Designer nicht nur mit den versenkbaren Türgriffen, sondern auch bei den Scheinwerfern eine Spielerei erlaubt, die wohl exklusiv dem Showcar vorbehalten sein wird. Im Inneren der Leuchten findet sich eine prägnante Gitterstruktur, die quasi aus einem hochwertigen 3D-Drucker stammt. Diese ist mit einem UV-Lack beschichtet, der mit ultraviolettem Licht beleuchtet wird. So kann der Scheinwerfer in unterschiedlichen Farben zum Glimmen gebracht werden – zum Beispiel weiß für das Tagfahrlicht. Die gleiche Technik kommt auch bei den Heckleuchten zum Einsatz, in der Serienversion dürfte Mercedes aber wohl beiderseits eher auf klassische LED-Leuchten setzen.

Die scharf gezeichneten, dreieckigen Scheinwerfer und der Panamericana-Grill mit seinen vertikalen Streben wecken Erinnerungen an die erst jüngst in Genf gezeigte AMG-Studie GT Concept

Apropos klassisch: Große Überraschungen sind auch beim Motorenangebot der neuen A-Klasse vorerst nicht zu erwarten. Daimler wird weiterhin auf Vierzylinder-Verbrenner setzen, die – zumindest am unteren Ende der Palette – vom Kooperationspartner Renault zugeliefert werden könnten. Hauseigen sind dagegen mit Sicherheit die Starkversionen, die in der AMG-A-Klasse auf bis zu 470 PS kommen sollen. Wie es in Sachen Elektromobilität weitergeht, steht noch in den Sternen. Eine Plug-in-Version der A-Klasse ist auf jeden Fall denkbar. Eine rein elektrische Variante unter der neuen Öko-Submarke EQ könnte dagegen auf den höheren Karosserievarianten GLA und GLB aufbauen: sie haben genug Platz für die Batterien im Boden. (Michael Gebhardt/SP-X)

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SP-X Redaktion | Michael Gebhardt

Dieser Artikel stammt aus der SP-X Redaktion von Michael Gebhardt.

Weltpremiere der neuen G-Klasse in Detroit

Ja. Ja. Wirklich. Es ist eine neue G-Klasse. Wirklich. Sieht nicht so aus? Und doch, es wurden nur 3 Bauteile vom Vorgänger übernommen und um das zu verdeutlichen, hatte Dieter Zetsche sogar eines dieser Bauteile in seiner Jacken-Tasche, als er in Detroit die neue G-Klasse der Welt-Öffentlichkeit präsentierte. Ein Fahrzeug, so grob geschnitzt, dass es als Kulturgut, Werkzeug und Lifestyle-Vehikel gleichermaßen durchgeht. Kein anderes Auto besitzt mittlerweile diese Aura. Ihrer militärischen Notwendigkeit ist sie längst entwachsen, heute fährt die G-Klasse, gerne als AMG, auf den Promi-Meilen der Schönen und der Reichen.

Manchmal kommen sie wieder – I’ll be back

Weltpremiere der Mercedes-Benz G-Klasse in Detroit 2018

Geboren in Graz, geprüft am „Schöckl“, lieb gewonnen über Jahrzehnte. Die G-Klasse ist nicht der einzige Exportschlager mit Wurzeln in Österreich. Ein anderer kantiger Typ kommt ebenso aus Graz, ist aber, anders als die G-Klasse von Mercedes, selbst in Hollywood ein Unikat: Arnold Schwarzenegger. Der Ex- Mister Universum, der  Filmstar, der Terminator, der Ex-Gouverneur von Kalifornien – eine Legende zu Lebzeiten wie die G-Klasse. Ein passender Star, um zusammen mit dem Chef der Daimler AG, Dieter Zetsche, die G-Klasse der Weltöffentlichkeit zu präsentieren.

Die G-Klasse hat weder die charakteristischen Blinker auf den Kotflügeln verloren noch das grobe Design und auch die Türscharniere sind massiv und außen liegend wie seit 39 Jahren bekannt. Und dennoch, bis auf drei Bauteile wurde alles neu konstruiert. So ist die Karosserie um bis zu 190 Kilogramm leichter, ein intelligenter Materialmix ermöglicht diesen großen Schritt. Und dennoch ist die G-Klasse noch steifer als je zuvor. Um 55% nahm die Torsionssteifigkeit zu.

Das gesamte Fahrwerk wurde überarbeitet, immer mit dem Blick auf maximale Geländefähigkeit, und dennoch einem gesteigerten Fahrkomfort auf der Straße. Auch wenn die Karosse weiterhin auf einem Leiterrahmen aufgesetzt wird, die Gene des klassischen Geländewagens wurden erweitert um Kultur und Komfort moderner Personenwagen. Die G-Klasse soll mehr denn je die Quadratur des Kreises ermöglichen.

Zum Start wird es erst einmal nur einen Motor geben. Den neuen 4.0 Liter V8 mit 422 PS und 610 Nm, angebunden an das 9-Gang Automatikgetriebe mit Geländeuntersetzung und drei manuell schaltbaren 100% Differentialsperren an den Achsen und dazwischen.

In den Innenraum der G-Klasse hatte uns Mercedes-Benz bereits einen Blick ermöglicht, jetzt nach der Enthüllung einer Form, die eigentlich bekannt war, bleibt das erste Urteil:

Es hat sich vieles geändert, aber man sieht es nicht. Selten war das eine bessere Nachricht als bei diesem Kulturgut! 

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Hey Mercedes!

Wissen Sie auf Anhieb, wo ihr Köpfchen für die Sitzheizung im Auto ist? Oder welche Befehle ihr Navigationssystem, in welcher Reihenfolge erwartet, um eine Adresse per Sprache einzugeben?

Genau das ist das Problem. Eigentlich ist Sprachsteuerung nützlich. Es ist die natürlichste Form der Verständigung unter Menschen. Wäre es nicht toll, wenn das eigene Auto so viel Sprache verstehen würde und dann auch noch deren Sinn, wie ein Mensch? Bislang hält sich das Vermögen der nutzbaren Szenerien bei vielen Herstellern in Grenzen. Bis jetzt.

„Hey Mercedes“

Mit diesem Befehl hört die jüngste Generation von Mercedes Comandsystem auf den Fahrer. MBUX feiert auf der CES in Las Vegas gerade Weltpremiere, wir konnten es bereits beim „Wintertest der A-Klasse in Schweden“ testen.

Mit der Premiere der neuen A-Klasse im Frühjahr, wird Mercedes-Benz auch das derzeit fortschrittlichste Sprachbedienungssystem auf den Markt bringen. Die Liste der möglichen Befehle ist zu lange, um sie einzeln abzuarbeiten und zudem würde das nichts helfen, da die Logik des System ständig weiter entwickelt wird. Man kann es sich vorstellen wie ein kleines Kind. Am Anfang ist der Wortschatz beschränkt, mit der Zeit lernt es mehr und mehr hinzu. Wenn man mit ihm redet.

Mit der neuen „MBUX“ (Mercedes-Benz User Experience) wird das Auto in der Lage sein, logische Aussagen wie „Hey Mercedes, mir ist kalt“, „Hey Mercedes fahre mich zum nächsten Italiener“ und ähnliches direkt in Handlungen umzusetzen. Sei es um die Heizung zu erhöhen oder das nächste italienische Restaurant anzufahren. Die Möglichkeiten für die Zukunft sind immens. MBUX steht dabei auch für ein neues digital aufbereitetes Erlebnis beim Thema „Displays“, Nutzung von Daten und der deren Visualisierung im Cockpit. Der grundsätzliche Ansatz, das Auto lernt vom Fahrer und nicht der Fahrer lernt die Bedienung des Autos wird damit über alle Schnittstellen zwischen „Mensch und Auto“ ausgedehnt.

Mit dem neuen Betriebssystem zieht auch ein neues Ökosystem an Apps in die A-Klasse sein. Kannten Sie zum Beispiel schon „What3Words“?

Mit drei Worten zum Ziel

What3Words ist eine GPS basierte App, die jeden Punkt der Erde, eingegrenzt auf 3×3 Meter, in drei Wörter verpackt. „Seine.Büchse.Wundervoll“ – ist zum Beispiel der Eingang zum Büro von mein-auto-blog. Sicher, wir haben eine Straße mit Namen, eine Hausnummer und wenig Potential für Verwechslungen. Was aber wenn Sie „mitten im Nirgendwo“ sind? Oder in einer fremden Großstadt. An einem von 12 Ein- und Ausgängen einer riesigen Shopping-Mall und wollen jemanden sagen, wo sie abgeholt werden sollen. Genau hier spielt „what3words“ die Brücke. Man könnte einen Link von Endgerät zu Endgerät schicken. Mit der Integration von what3words reicht aber auch die Weitergabe von „drei Wörtern“ per Telefon, die man in das Navi der A-Klasse eingibt und fertig ist die Routenkonfiguration. Zugegeben, das ist schon alles sehr nerdig. Aber genau deswegen so wichtig.

Vom Rentner-Auto zur Heimat der Nerds?

Mercedes-Benz ist bei Rentnern besonders beliebt, eine aktuelle Studie sprach von 17.8% der Käufer eines Mercedes sind Rentner. Mit dem neuen voll digitalen Cockpit und dem fortschrittlichsten Sprachbedienungsprogramm am Markt könnte sich das ein Schritt weit ändern. Ideen die aus dem Silicon Valley kommen, nahtlos integriert in das jüngste Modell der Stuttgarter. Beim voll digitalen Cockpit zeigt Mercedes-Benz auf den ersten Blick in den Innenraum, wie ernst man das Thema „Digitalisierung“ spielen will. Die Nutzung von MBUX ist etwas, auf das man sich einlassen muss und natürlich ist das System, erst einmal, nur über die Aufpreisliste erhältlich .

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