Mercedes-Maybach: S 600 Die Krönung der S-Klasse

Alleine hatte Maybach keine Chance. Der 2002 als Rolls-Royce-Konkurrent wiederbelebten Vorkriegs-Marke waren nur knapp zehn Jahre Lebenszeit beschieden. Nun kehren Name und Logo erneut zurück: Diesmal allerdings unter dem Dach der S-Klasse. Als Mercedes-Maybach S-Klasse wirbt die Luxuslimousine nun zu Preisen ab 134.000 Euro um betuchte Kundschaft.

Schon die Langversion der S-Klasse bietet jede Menge Platz und Luxus. Die Mercedes-Maybach S-Klasse toppt das: Mit einer Länge von 5,45 Metern und einem Radstand von 3,37 Metern hat die Chauffeurs-Limousine um 20 Zentimeter zugelegt. Davon profitieren die Passagiere auf der Rückbank – sie können in den beiden Liegesitzen mit gesteppten Polstern die Beine bequem ausstrecken. Das Interieur ist noch einmal verfeinert, optional sind Extras wie Klapptische zum Arbeiten oder eine Sprachverstärkung für die Unterhaltung mit dem Chauffeur erhältlich.

Von außen ist die Aufwertung aber nur an Details erkennbar. Unter anderem wurden die hintere Tür im Vergleich zur Langversion der S-Klasse um knapp sieben Zentimeter gekürzt und das Dreiecksfenster in die C-Säule verlegt. Die Rücksitze liegen so hinter dem Türausschnitt, schwingt die Tür auf, sind die Insassen nicht unmittelbar dem Blitzlichtgewitter der Fotografen ausgesetzt, sondern haben noch einen Moment Privatsphäre.

Keine Blöße gibt sich die besondere S-Klasse auch leistungsmäßig: Der V12-Biturbo des Topmodells S 600 (ab 187.842 Euro) holt aus sechs Litern Hubraum 390 kW/530 PS (830 Nm Drehmoment). Die Kraft verteilt ein Siebengang-Automatikgetriebe. Im S 500 (134.000 Euro) kommt ein 4,7-Liter-V8-Biturbo zum Einsatz, der 335 kW/455 PS leistet.

Trotz der edlen Zutaten ist der Mercedes-Maybach nicht das teuerste Fahrzeug der Marke. Dieser Titel bleibt weiterhin dem Geländewagen-Urgetüm G 65 AMG vorbehalten, das ab 268.345 Euro zu haben ist. Und auch der sportliche S-Klasse-Ableger S 65 AMG ist mit 234.906 Euro noch spürbar kostspieliger. Das könnte sich ändern, wenn die Schwaben im Frühjahr das nochmals um einen Meter längere Spitzenmodell Pullmann nachschieben.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Previous ArticleNext Article
SP-X Redaktion
Die Nachrichtenagentur SP-X liefert Ihnen aktuelle Berichte und Informationen aus den Themenbereichen Auto und Mobilität. Die jeweiligen Autoren der Artikel sind in der Fußzeile des Artikels benannt.