S wird immer besser. Erste Informationen zur S-Klasse „MOPF“

S wird immer besser. Erste Informationen zur S-Klasse „MOPF“

Das Bessere ist des Guten Feind. So sagte es Voltaire, so erleben es Besitzer von Mercedes-Benz S-Klassen mit jeder Modellpflege. Shanghai 2017, Mercedes-Benz präsentiert das „Update“, die „Modellpflege (kurz MOPF)“ der aktuellen Generation „S“. Von einer neuen S-Klasse zu sprechen wäre zu viel, aber die Bandbreite der Neuerungen sprengt jeden Rahmen! 

S ist noch besser geworden.

Weltpremiere Mercedes-Benz S-Klasse „MOPF“ in Shanghai 2017

Während sich die Optik kaum verändert, stecken unter dem Blech viele spannende Veränderungen. So darf die S-Klasse nun auch das erste Mercedes-Modell mit dem neuen Reihensechszylinder sein. Neben den neuen Effizienz-Triebwerken stehen jedoch vor allem Komfort und Sicherheit im Vordergrund.

Einmal mit allem, nur geiler!

Mehr Sicherheit, mehr Intelligenz, mehr Komfort, mehr Wellness, mehr Luxus, mehr Power. Liest man sich die Pressemeldung zur neuen Mercedes-Benz S-Klasse durch, dann stellt sich am Ende nur eine Frage: Wie verarbeitet man als Auto-Journalist diese News? Am besten, man konzentriert sich auf drei ganz persönliche Highlights.

Mercedes-Benz S-Klasse; Langer Radstand; 2017; Exterieur: Diamantsilber; AMG Line; Interieur: Leder Magmagrau/Espressobraun – und mit neuen Multibeam LED, sowie einem Ultra-Range Fernlicht.

Highlight 1: Der neue Reihensechser, Diesel.

Tatsache. Der Motor spielt auf mein-auto-blog eben noch immer die größte Rolle. Und auch, und gerade, weil es ein Dieselmotor ist. In dieser Fahrzeug- und Preisklasse mag es einen TESLA geben, der alles auch elektrisch kann, aber 1.200 km an einem Tag, auf der linken Spur mit Tempomat 190+, das schafft bislang nur der Dieselmotor. Und als Vielfahrer kenne ich solche Tage. Also:

Der neue S400d 4matic besitzt den stärksten Seriendieselmotor der Stuttgarter, über die gesamte Historie betrachtet. 340 PS und 700 Nm lassen sich abrufen, verpackt unter dem wundervollen Kleid der S-Klasse Limousine. Zweistufige Aufladung, Nanoslide-Laufbahnbeschichtungen die eine Kombination aus Alublock und Stahlkolben erlauben, eine variable Ventilsteuerung und und und und .. der neue Dieselmotor ist eine einzige Konzentration von Hightech-Details. Stufenmulden-Brennverfahren, Mehrwege-Abgasrückführung und motornahe Abgasnachbehandlung stehen für die Erfüllung auch zukünftiger Emissionsgesetze. Der neue Motor wurde bereits für die kommende RDE-Prüfung ausgelegt und gehört zu den effizientesten Triebwerken der Welt. 2.925 Kubikzentimeter Hubraum und sechs Zylinder in Reihe – eine Kombination die den S400d 4matic mit 5.6 Litern auf 100 Kilometer auskommen lassen sollen. Eine Stufe darunter, der neue S350d 4matic. Mit 286 PS und 600 Nm ein wenig zurückhaltender in der Leistung und neuer Effizienzking in der Oberklasse. 145 Gramm CO2 und nur 5.5 Liter auf 100 km sollen auf dem Reiserechner stehen. Das ist definitiv ein Highlight und die vermutlich sinnvollste Brücke, bis das E-Auto Dilemma gelöst wurde.

Mercedes-Benz S-Klasse – 2017 – Kein Tempomat-Hebel mehr, ein Frevel? Dafür mit Schalterleisten in den Lenkradspeichen.

mein-auto-blog durfte die neue Stufe der Level2-Autonomie bereits testen und ich war überzeugt vom Fortschritt. Nun der offizielle Serienstart. Ein verbessertes Kamera- und Radarsystem behält das Verkehrsgeschehen nun noch besser im Blick. Neue Rechner-Algorithmen beziehen erstmal die neuen, präziseren, Kartendaten in die Funktionen des „Drive-Pilot“ mit ein. Nun werden die Geschwindigkeiten vor den Kurven oder Kreuzungen automatisch reduziert, der Wagen kennt seine Route und unterstützt den Fahrer beim aktiven Fahren. Und er nimmt ihm viele Aufgaben ab. In Verbindung mit dem aktiven Lenk-Assistenten und dem adaptiven Abstandstempomaten, wird nun eine Stufe des „Selbstfahrens“ erreicht, die erstmals wirklich den Namen „Drive-Pilot“ verdient. Die S-Klasse ist intelligenter denn je. Aber auch sicherer. So kann der aktive Nothalt-Assistent das Fahrzeug kontrolliert zum Stillstand bringen, sollte der Fahrer nicht mehr aktiv werden.

Das man den Staufolge-Assistenten ebenso überarbeitet hat und man nun Stopps von bis zu 30-Sekunden erlaubt, binnen denen die S-Klasse automatisch wieder anfährt, dürfte nicht nur den Stau-geplagten Stuttgartern gefallen.

Highlight 3: Wellness auf Rädern, ernsthaft.

Mit der ENERGIZING Komfortsteuerung geht eine Weltneuheit in Serie: Diese Sonderausstattung vernetzt verschiedene Komfortsysteme im Fahrzeug. Sie nutzt gezielt Funktionen der Klimaanlage (einschließlich Beduftung) und der Sitze (Heizung, Belüftung, Massage), der Flächenheizung sowie Licht- und Musikstimmungen und ermöglicht je nach Stimmung oder Bedürfnis des Kunden ein spezielles Wellness-Set-up. Dadurch steigen Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit während der Fahrt bzw. bei einem Stopp. Abhängig von der Ausstattung lässt sich ENERGIZING Komfort auf allen Sitzplätzen erleben.

Äh? Gut, ich freue mich sehr auf die kommende Testfahrt 😉

Haben wir noch was vergessen?

Ach ja, richtig. Maybach und AMG!

Natürlich erhalten auch der Mercedes-Maybach und der Mercedes-AMG das Facelift-Programm. Wobei sich gerade beim Mercedes-Maybach die Veränderungen in Grenzen halten. Details wären zu vermelden – und – ein neuer Motor. Der Mercedes-Maybach S560 4matic mit 469 PS starken V8 und 700 Nm. Dieser V8 basiert auf dem Mercedes-AMG Motor und verfügt nun über eine Zylinderabschaltung im Teillastbereich. Für den Oligarchen mit dem grünen Gewissen, sozusagen. Ernsthaft, Mercedes spricht von einem Norm-Verbrauch von 9.3 Litern. Wir können uns ein Grinsen nicht verkneifen.

Den neuen V8-Motor bekommt natürlich auch der Mercedes-AMG S63 4matic+. Hier lassen die Mercedes-Mannen 612 PS aus dem bekannten Hot-V V8 Bi-turbo. Der 5.5 Liter V8 wandert damit aufs Altenteil und muss dem neuen Sportler-Herz Platz machen. Ach ja, Zylinderabschaltung kann auch der V8 im S63 😉 – wir grinsen wieder.

Markt-Einführung der neuen Modelle wird im Juli sein!

Mercedes-AMG S 65, anthrazitblau
Mercedes-Maybach S 560 4MATIC;
Mercedes-Maybach S 560 4MATIC;
Mercedes-Maybach S 560 4MATIC;
Mercedes-AMG S 63 4MATIC+, designo diamantweiß bright
Mercedes-AMG S 63 4MATIC+, designo diamantweiß bright
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Bjoern

Autos und Motorsport – meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden.
Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports.

http://about.me/bhabegger

Weltpremiere der neuen G-Klasse in Detroit

Ja. Ja. Wirklich. Es ist eine neue G-Klasse. Wirklich. Sieht nicht so aus? Und doch, es wurden nur 3 Bauteile vom Vorgänger übernommen und um das zu verdeutlichen, hatte Dieter Zetsche sogar eines dieser Bauteile in seiner Jacken-Tasche, als er in Detroit die neue G-Klasse der Welt-Öffentlichkeit präsentierte. Ein Fahrzeug, so grob geschnitzt, dass es als Kulturgut, Werkzeug und Lifestyle-Vehikel gleichermaßen durchgeht. Kein anderes Auto besitzt mittlerweile diese Aura. Ihrer militärischen Notwendigkeit ist sie längst entwachsen, heute fährt die G-Klasse, gerne als AMG, auf den Promi-Meilen der Schönen und der Reichen.

Manchmal kommen sie wieder – I’ll be back

Weltpremiere der Mercedes-Benz G-Klasse in Detroit 2018

Geboren in Graz, geprüft am „Schöckl“, lieb gewonnen über Jahrzehnte. Die G-Klasse ist nicht der einzige Exportschlager mit Wurzeln in Österreich. Ein anderer kantiger Typ kommt ebenso aus Graz, ist aber, anders als die G-Klasse von Mercedes, selbst in Hollywood ein Unikat: Arnold Schwarzenegger. Der Ex- Mister Universum, der  Filmstar, der Terminator, der Ex-Gouverneur von Kalifornien – eine Legende zu Lebzeiten wie die G-Klasse. Ein passender Star, um zusammen mit dem Chef der Daimler AG, Dieter Zetsche, die G-Klasse der Weltöffentlichkeit zu präsentieren.

Die G-Klasse hat weder die charakteristischen Blinker auf den Kotflügeln verloren noch das grobe Design und auch die Türscharniere sind massiv und außen liegend wie seit 39 Jahren bekannt. Und dennoch, bis auf drei Bauteile wurde alles neu konstruiert. So ist die Karosserie um bis zu 190 Kilogramm leichter, ein intelligenter Materialmix ermöglicht diesen großen Schritt. Und dennoch ist die G-Klasse noch steifer als je zuvor. Um 55% nahm die Torsionssteifigkeit zu.

Das gesamte Fahrwerk wurde überarbeitet, immer mit dem Blick auf maximale Geländefähigkeit, und dennoch einem gesteigerten Fahrkomfort auf der Straße. Auch wenn die Karosse weiterhin auf einem Leiterrahmen aufgesetzt wird, die Gene des klassischen Geländewagens wurden erweitert um Kultur und Komfort moderner Personenwagen. Die G-Klasse soll mehr denn je die Quadratur des Kreises ermöglichen.

Zum Start wird es erst einmal nur einen Motor geben. Den neuen 4.0 Liter V8 mit 422 PS und 610 Nm, angebunden an das 9-Gang Automatikgetriebe mit Geländeuntersetzung und drei manuell schaltbaren 100% Differentialsperren an den Achsen und dazwischen.

In den Innenraum der G-Klasse hatte uns Mercedes-Benz bereits einen Blick ermöglicht, jetzt nach der Enthüllung einer Form, die eigentlich bekannt war, bleibt das erste Urteil:

Es hat sich vieles geändert, aber man sieht es nicht. Selten war das eine bessere Nachricht als bei diesem Kulturgut! 

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Hey Mercedes!

Wissen Sie auf Anhieb, wo ihr Köpfchen für die Sitzheizung im Auto ist? Oder welche Befehle ihr Navigationssystem, in welcher Reihenfolge erwartet, um eine Adresse per Sprache einzugeben?

Genau das ist das Problem. Eigentlich ist Sprachsteuerung nützlich. Es ist die natürlichste Form der Verständigung unter Menschen. Wäre es nicht toll, wenn das eigene Auto so viel Sprache verstehen würde und dann auch noch deren Sinn, wie ein Mensch? Bislang hält sich das Vermögen der nutzbaren Szenerien bei vielen Herstellern in Grenzen. Bis jetzt.

„Hey Mercedes“

Mit diesem Befehl hört die jüngste Generation von Mercedes Comandsystem auf den Fahrer. MBUX feiert auf der CES in Las Vegas gerade Weltpremiere, wir konnten es bereits beim „Wintertest der A-Klasse in Schweden“ testen.

Mit der Premiere der neuen A-Klasse im Frühjahr, wird Mercedes-Benz auch das derzeit fortschrittlichste Sprachbedienungssystem auf den Markt bringen. Die Liste der möglichen Befehle ist zu lange, um sie einzeln abzuarbeiten und zudem würde das nichts helfen, da die Logik des System ständig weiter entwickelt wird. Man kann es sich vorstellen wie ein kleines Kind. Am Anfang ist der Wortschatz beschränkt, mit der Zeit lernt es mehr und mehr hinzu. Wenn man mit ihm redet.

Mit der neuen „MBUX“ (Mercedes-Benz User Experience) wird das Auto in der Lage sein, logische Aussagen wie „Hey Mercedes, mir ist kalt“, „Hey Mercedes fahre mich zum nächsten Italiener“ und ähnliches direkt in Handlungen umzusetzen. Sei es um die Heizung zu erhöhen oder das nächste italienische Restaurant anzufahren. Die Möglichkeiten für die Zukunft sind immens. MBUX steht dabei auch für ein neues digital aufbereitetes Erlebnis beim Thema „Displays“, Nutzung von Daten und der deren Visualisierung im Cockpit. Der grundsätzliche Ansatz, das Auto lernt vom Fahrer und nicht der Fahrer lernt die Bedienung des Autos wird damit über alle Schnittstellen zwischen „Mensch und Auto“ ausgedehnt.

Mit dem neuen Betriebssystem zieht auch ein neues Ökosystem an Apps in die A-Klasse sein. Kannten Sie zum Beispiel schon „What3Words“?

Mit drei Worten zum Ziel

What3Words ist eine GPS basierte App, die jeden Punkt der Erde, eingegrenzt auf 3×3 Meter, in drei Wörter verpackt. „Seine.Büchse.Wundervoll“ – ist zum Beispiel der Eingang zum Büro von mein-auto-blog. Sicher, wir haben eine Straße mit Namen, eine Hausnummer und wenig Potential für Verwechslungen. Was aber wenn Sie „mitten im Nirgendwo“ sind? Oder in einer fremden Großstadt. An einem von 12 Ein- und Ausgängen einer riesigen Shopping-Mall und wollen jemanden sagen, wo sie abgeholt werden sollen. Genau hier spielt „what3words“ die Brücke. Man könnte einen Link von Endgerät zu Endgerät schicken. Mit der Integration von what3words reicht aber auch die Weitergabe von „drei Wörtern“ per Telefon, die man in das Navi der A-Klasse eingibt und fertig ist die Routenkonfiguration. Zugegeben, das ist schon alles sehr nerdig. Aber genau deswegen so wichtig.

Vom Rentner-Auto zur Heimat der Nerds?

Mercedes-Benz ist bei Rentnern besonders beliebt, eine aktuelle Studie sprach von 17.8% der Käufer eines Mercedes sind Rentner. Mit dem neuen voll digitalen Cockpit und dem fortschrittlichsten Sprachbedienungsprogramm am Markt könnte sich das ein Schritt weit ändern. Ideen die aus dem Silicon Valley kommen, nahtlos integriert in das jüngste Modell der Stuttgarter. Beim voll digitalen Cockpit zeigt Mercedes-Benz auf den ersten Blick in den Innenraum, wie ernst man das Thema „Digitalisierung“ spielen will. Die Nutzung von MBUX ist etwas, auf das man sich einlassen muss und natürlich ist das System, erst einmal, nur über die Aufpreisliste erhältlich .

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