Ausstattungswirrwarr beim Plug-in Hybrid Outlander 2017?

mein-auto-blog darf seit ein paar Monaten die 2017er Plug-in Hybrid Variante des Mitsubishi Outlander im Dauertest bewegen und wir haben wieder ein Top-Modell und zusätzlich das Fahrerassistenzpaket. Eine „volle Hütte“ und dennoch, es gibt Dinge – die auch uns umtreiben. Da wäre die Ausstattungspolitik von Mitsubishi, die dem Kunden wenig Spielraum lässt. Zahlreiche Kommentare spiegeln den Unmut der Kunden wieder und auch in den entsprechenden Web-Foren liest man von PHEv-Interessenten, die gerne mehr Variabilität in den Ausstattungsdetails hätten. Zudem scheint es immer wieder Lücken bei Mitsubishi-Verkäufern zu geben, welche Details nun zu welcher Ausstattungslinie gehören.

Die wichtigsten Ausstattungsunterschiede der PHEV-Outlander Varianten

Grundsätzlich gibt es drei Ausstattungslinien: Basis, Plus und Top. Seit dem Modelljahr 2017 gibt es für die Varianten Plus und Top zudem die Möglichkeit, eine Variante „Fahrerassistenzpaket“ zu ordern. Die aktuelle Sondermodell-Generation „Edition 100“ gibt es im übrigen nicht für den Plug-in Hybrid Outlander.

Typisch Japanisch: All inclusive

Die mangelnde Konfigurationsmöglichkeit des Mitsubishi Outlander ist keine Sache von Mitsubishi alleine. Sie ist ein typisches Merkmal von japanischen Fahrzeugen. Der lange Schiffstransport, günstige Preise und eine dennoch gute Qualität erfordern Abstriche bei der Möglichkeit, Fahrzeuge sehr individuell auszustatten. Umso erfreulicher die Möglichkeit, einzelne Ausstattungslinien wählen zu können und so eine Preisabstufung für den eigenen individuellen Anspruch zu erhalten. Allerdings führt dies auch zu Entscheidungen, die man persönlich eventuell anders treffen würde.

Beispiel 1: Android-Auto und Apple CarPlay oder das Mitsubishi Multimedia-System

Das „Smartphone Link Display Audio“ System für die Integration von ANDROID Smartphones und APPLE CarPlay gibt es nur für die Ausstattungslinie Plus. Das wiederum bedeutet aber auch, eine eigene Navigationslösung ist dann nicht mehr an Bord und zudem muss man auf das 710 Watt starke Rockford-Fosgate Premium-Soundsystem verzichten. Wählt man die Variante Plus „mit Fahrerassistenzpaket“, dann muss man dennoch auf den Ausparkassistenten (RCTA) verzichten. Und es gibt auch keine Einparkhilfe, nur die 360° Kamera.

Beispiel 2: Glasschiebedach nur für Top-Modelle

Wer neben der Klimaanlage auch das Glasschiebedach nutzen möchte, muss automatisch zur TOP-Variante greifen. Eine optionale Nachrüstung für die Basis oder Plus-Variante ist nicht möglich.

Beispiel 3: Kein Totwinkelassistent trotz Fahrerassistenzpaket

Selbst wer die Plus-Variante „mit Fahrerassisstenzpaket“ wählt, muss dennoch auf den Totwinkel-Assistenten verzichten. Auch den erhält man nur in der TOP-Variante. Aber dann auch dort ohne das „Fahrerassistenzpaket“ ordern zu müssen. Ist ein Totwinkelwarner nicht ein klassisches Assistenzsystem für den Fahrer?

Beispiel 4: Stoffsitze gibt es gar nicht

Wer die Basis-Variante wählt, erhält Sitzbezüge in einer Mikrofaser/Kunstleder-Variante, aber keine Sitzheizung. Erst gar keine „Ledernachbildung“ zu ordern, ist nicht notwendig. So muss man quasi direkt zur Plus-Variante greifen, denn dort gehört die zweistufige Sitzheizung zum Lieferumfang. Und das beheizbare Lederlenkrad gleich hinzu.

Die Basis-Ausstattung ist zudem nur ohne die elektrische Warmwasser-Standheizung lieferbar. Damit verliert gerade der Plug-In Hybrid Outlander im Winter massiv an Attraktivität. Der Benziner muss deutlich öfter zuarbeiten, die elektrische Reichweite sinkt, das Komfortplus der Vorheizung ist nicht vorhanden.

Wichtig auch zu wissen: Die Basis-Variante besitzt keine LED-Scheinwerfer. Das betrifft jedoch selbst bei den Top-Modellen nur die Abblendlichter, denn selbst der hochwertigste PHEV-Outlander hat beim Fernlicht nur Halogen-Leuchtmittel verbaut.

Fazit:

Es bleibt für Raum für Verbesserungen beim Plug-in Hybrid Outlander und gerade die Koppelung von einzelnen Ausstattungsdetails an Ausstattungslinien kann zu Frust auf der Käuferseite führen. Apple-Car Play nur ohne Aussparkassistent und Totwinkelwarner? Merkwürdig!

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