In die Berge mit dem Mitsubishi Outlander PHEV

In die Berge mit dem Mitsubishi Outlander PHEV

Während des Dauertests mit dem Mitsubishi Outlander PHEV haben wir natürlich auch die Fahrt in den Familienurlaub mit dem „ersten Plug-in Hybrid SUV“ unternommen. Wer mit kleinem Kind und Hund in den Urlaub fährt, der wählt gerne ein Ziel nahe der Heimat und so war es für uns der „Urlaub in den Bergen“, den wir geplant hatten. Dass der Outlander als SUV genug Platz bietet, um Kind, Hund, Kegel in den Urlaub zu bringen, war schnell klar. Aber wie wirkt der Plug-in Hybrid Antrieb in den Bergen? Reicht der Benziner? Wie verhalten sich die Akkus?

Urlaubsfahrt mit dem Outlander PHEV

In meinem Artikel (oben verlinkt) bin ich auf die Vorteile und Nachteile des PHEV-Systems während der Urlaubsfahrt eingegangen. Aber wie es eben oft so ist: Es bleiben Fragen offen. In diesem Fall hat mich ein Leser darauf hingewiesen, dass meine Erklärung:

„Mit leeren Batterien am nächsten Pass anzukommen, ist jedoch auch sehr unangenehm.“

ein wenig missverständlich ankommt. Im Leserbrief kamen weitere Fragen auf:

  • Hat man dann Mühe, (asphaltierte) Passstraßen hinaufzukommen?
  • Heißt es, dass der 120-PS-Benzinmotor ohne E-Unterstützung durch das hohe Fahrzeuggewicht dann einfach etwas schwerfällig wirkt?
  • Oder muss man dann eine Zwangspause einlegen und den Benzinmotor laufen lassen, bis der Akku wieder etwas geladen ist?
  • Und wie ist es, wenn es ausgerechnet bergauf Stop-and-Go-Verkehr gibt, wie es z.B. regelmäßig beim Rückreiseverkehr von der Schweiz nach Deutschland Sonntag abends vorkommt? (Ich habe da so meine Erlebnisse). Fährt der Outlander PHEV dann immer noch gleichmäßig oder ruckelt und bockt er, wenn wegen leerer Akkus der Benzinmotor auf sich selbst gestellt ist?

Wichtige Fragen vor dem Autokauf, wenn man, wie der Leser, gerne zum Urlaub in die Berge fährt. Im Leserbrief teilt er zudem mit, er stehe im Prinzip vor dem Autokauf und habe sich eigentlich für einen BMW X1 Diesel entschieden, die aktuelle Diesel-Debatte verunsichere ihn jedoch. Und spannenderweise kostet der Outlander PHEV, trotz dem Plus an Platz und des hypermodernen Antriebsstrangs in etwa so viel wie der sehr kompakte BMW SUV.

Fahrzeug per „Charge-Button“ auf die Berge vorbereiten

121 PS Benzinmotor und 60 kW-Batterieleistung. Ideal, wenn beide zusammenarbeiten. Leider gibt es in Österreich Regionen, in denen die E-Mobilität noch sehr stiefmütterlich behandelt wird und so bleibt – will man mit vollen Batterien am Berg ankommen – nur der „CHARGE-Button“ im Outlander. Aber sage ich selbst nicht immer: „CHARGEN per Benzin ist nicht sinnvoll“? Ja. Aber.

Doch zuerst zu den Fragen aus der Leser eMail:

Man hat keine Mühe, den Pass hinauf zu kommen. Weder asphaltiert, noch geschottert 🙂 und auch nicht bei Schnee und Schneematsch. Einzig die technologische Eigenschaft des PHEV, den Benziner ab rund 64 km/h auf die Vorderachse schalten zu können, sorgt für ein „ungewohntes“ Motorgeräusch bei Fahrten unter diesem Tempo. Je nach Abruf der Last dreht der Benziner hoch und erzeugt per Generator den benötigten Strom. Unangenehm ist es deswegen, weil man die Ruhe im PHEV-SUV gewohnt ist.

Wer vor einer Passfahrt die Batterien per Charge-Button lädt, kann diesen Komfortmalus jedoch auf ein Minimum reduzieren. Denn es ist „NUR“ ein Komfortmalus. Es ist kein Problem im technischen Sinne.

Schwerfällig wirkt der Outlander PHEV nie, denn im Prinzip sind immer die Elektromotoren in der Verantwortung. Einzig die akustische Untermalung durch den Benzinmotor wird prägnanter. Das kann man als Fan der „leisen E-Mobilität“ als unangenehm empfinden.

Zwangspausen bedarf es absolut nicht. Oftmals reicht es, während der Pass-Abfahrt den Charge-Button zu drücken und damit den Benzinmotor zum Strom erzeugen zu nutzen. Andernfalls würde er sich in den Stillstand verabschieden.

Stop-and-Go Verkehr ist DIE Domäne des Outlander PHEV. Selbst bei leer gefahrenen Batterien reicht der dann leise vor sich hinlaufende Benziner, um Strom zu erzeugen. Die E-Motoren sorgen für eine völlig ruckfreie Fahrt. Immer. Selbst das „Zuschalten“ des Benziners auf die Achse spürt man nicht – wenn man sich nicht komplett auf diesen Moment konzentriert.

Plug-in Hybrid oder Diesel?

Diese Entscheidung kann man natürlich nicht von der Urlaubsfahrt alleine abhängig machen. Doch, wer am Tag selten mehr als 100 km fährt, wer zuhause laden kann und im Idealfall auch auf der Arbeit, für den ist der PHEV die richtige Antriebslösung. Und wer Wert auf Allradantrieb und Platz legt, der ist beim Outlander PHEV genau richtig!

 

 

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Bjoern

Autos und Motorsport – meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden.
Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports.

http://about.me/bhabegger

2 Comments

  1. Ich bin ja durch und durch Jeep Fan aber der Outlander macht auch einen sehr guten Eindruck als Geländewagen. Ideal für die Berge.
    Vielen Dank für den tollen Beitrag.

  2. Das ist ein guter Artikel. Was ich noch unbedingt ergänzen möchte, ist die sehr gute Rekuperation bei den Talfahrten auch „Segeln“ genannt. Allein durch Abwärtsrollen und anpassendes Bremsen, wobei beide E- Motoren als Generatoren wirken, wird der Akku wieder nachgeladen. Die Bremswippen vorm Lenkrad sind hier eine gute Hilfe. Neulich bin ich eine kleine Passstraße von ca. 1000 m auf ca. 500 m abgefahren. Unten angekommen war wieder Strom für 8 km elektrisches Fahren mehr drin, oder Start in 2400 m, Akku Minimum, Ziel in 1500 m, Da war die Akkuanzeige bei ca. 50% oder 25 km Reichweite. Dabei braucht man den Charge nicht zu drücken. Die Ladefunktion finde ich eher bei flachen Abschnitten oder leichten Steigungen, sogar bergan, wenn keine große Last gefordert ist sinnvoll, z.B. auf auch schlechten Wegen, wo es sowieso poltert.
    Zum Vergleich mit dem Diesel verstehe ich nicht, warum der Plug-In nur 1,5 t ziehen darf, der Diesel 2 oder sogar 2,5 t. Die üppigen Drehmomente und das gute Bremsverhalten sollten ja eigentlich für Hängerbetrieb ideal sein. Mitsubishi konnte mir hier keine schlüssige Antwort geben, nur mögliche thermische Probleme an Steigungen. Aber da sollte man im Gebirge ja immer aufpassen.

Mit dem Plug-In Hybrid Outlander in den Urlaub!

[notification type=“notification_info“ ]mein-auto-blog testet den Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Alltag. Reichweite, Zuverlässigkeit der Technik und Nutzen – wir schauen ganz genau hin! [/notification]

Sonne, Urlaub, gute Laune

Im Plug-In Hybrid SUV in den Urlaub

Der Outlander packt auch als Plug-In Hybrid ordentlich was weg!

Dieser Artikel ist jetzt sehr persönlich. Wer zeigt schon gerne den Inhalt seines Gepäckraums? Niemand. Aber um zu demonstrieren, was in den Kofferraum des Outlander PHEV passt, haben wie vor der Rückfahrt das gesamte Gepäck hinter dem Fahrzeug aufgebaut.

Mit Kleinkind und jungem Hund in den Urlaub, da bleibt der Stauraum des PHEV nicht ungenutzt!

Platz dank cleverem PHEV-Konzept

Schaut man sich die technischen Daten des PHEV-Outlanders an, dann fällt auf, dass der „normale“ Outlander tatsächlich noch ein wenig mehr Ladevolumen bietet. Minimal 550-591 Liter gegenüber den 451-463 Litern des PHEV. Dass man von diesen Einschränkungen jedoch nichts mitbekommt, liegt an der cleveren Grundkonzeption des Outlander Plug-In Hybrid. Dank einer Konzeption als „PHEV“ von Grund auf wurde der Platz für die großen Batterien konsequent mit eingeplant. Die Einschränkungen halten sich daher sehr im Rahmen. Einzig eine dritte Sitzreihe ist im PHEV nicht möglich.

Beladung im Kombi-Modus

Mit dem Kindersitz in Reihe zwei war klar: Umgeklappt werden kann nichts. Denn auch der Hund braucht einen Platz und da der Kinderwagen auch noch mitzunehmen war, musste der Outlander seine komplette Ladefähigkeit im „normalen“ Kombimodus beweisen. Praktisch ist hierbei die Möglichkeit, die Sitzlehnen der Rückbank in der Neigung zu justieren.

Auf der Seite, auf der unser Hund seinen Platz bekam – natürlich mit Hundeschutzdecke und dem passenden Hundegurt zur Absicherung – haben wir die Sitzlehne maximal aufgerichtet, so entstand dahinter zusätzlich Platz, um den sperrigen Kinderwagen unterbringen zu können. Auf der anderen Seite blieb danach genug Platz, um zwei große, wirklich große Reisekoffer verstauen zu können.

gepäck laderaum Urlaubsfahrt
(ja, ja, altes Bild – hat sich aber nichts geändert)

Platzwunder?

Nein. Aber eben ein echtes Familien-SUV.

Ein Kind mit Kindersitz, ein Welpe mit Hundedecke – damit war die Rücksitzbank belegt. Die Kühlbox mit 12V-Anschluss fand hinter dem Fahrersitz Platz, denn der Hund brauchte keinen Knieraum. Praktisch ist an dieser Stelle dann auch der Anschluss der Box in der 12 Volt-Buchse unterhalb der Mittelarmlehne.

Die beiden großen Koffer brauchen nicht nur viel Platz – übereinander in der rechten Hälfte des Kofferraums klappte das jedoch prima – nein, sie waren auch gut schwer. Der PHEV hatte mit der Urlaubsbeladung jedoch keine Mühe – zumindest fällt einem dank der kraftvollen E-Motoren kein Leistungsmangel auf.

Die beiden Rucksäcke, Badesachen und einmal das mobile Büro des Auto-Bloggers mit Foto-Ausrüstung passten ebenso noch in den Kofferraum wie die Thermo-Tüte mit den Hundesachen. Dass die Baby-Tasche mit den notwendigen Reise-Utensilien der Kleinen dann doch vorne bei der Mama landete, lag nicht am Kofferraum, sondern eher daran, dass man da häufiger dran musste.

Der Kinderwagen war die größte Herausforderung. Selbst zusammengeklappt nimmt so ein Ding ordentlich Platz weg. Doch der Kofferraum des Outlander PHEV hat das alles „in den Griff“ bekommen.

Und Papa und Mama? Die hatten ihre bequemen Plätze in Reihe eins sicher – so wie immer. Kühle Getränke und Knabberzeug bekommt man dann in den Cup-Holdern in der Mittelkonsole und den Türtaschen unter! 

So kann man in den Urlaub fahren … 

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**Wiederholung**

Vieles spricht für den Plug-in Hybriden

Seit ein paar Tagen haben wir auf mein-auto-blog einen neuen Lieferanten für Automobile Nachrichten: Die Motor Presse in Stuttgart und ihre Traditionsmarke „auto, motor und sport“ liefern nun auch für mein-auto-blog die wichtigsten News aus dem Automobilbereich. Als „Blog“ haben wir nicht die notwendige Größe um eine Redaktion für tägliche News vorzuhalten. Deswegen gab es bereits seit gut zwei Jahren die Kooperation mit dem Mediendienst „Spotpress“. Doch auch, wenn mein-auto-blog auf News der etablierten Redaktionen zurückgreifen kann – es bedeutet nicht, dass man nicht einen konstruktiven Dialog innerhalb der Artikel führen kann. Und so müssen wir uns heute mit einem Artikel aus der Print-Version der „auto, motor und sport“ (12/2017) beschäftigen. Auf Seite 71 betrifft ein „Vergleich“ den Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander. Ein Fahrzeug das wir bei mein-auto-blog besser kennen als kein anderes. Seit über 2-Jahren fahren wir einen solchen Plug-in Hybrid im Dauertest. Und wir müssen daher ein paar „Aussagen“ richtigstellen und auch das Fazit des Autors hinterfragen!

Vieles spricht für den Plug-in Hybriden

Richtigstellung zum Plug-in Hybrid Outlander

In einer Vergleichsreihe befasst man sich mit der Frage, ob sich die Hybrid- oder Plug-in Hybridvarianten durchsetzen können. Ausgerechnet beim Plug-in Hybrid Outlander, gewinnt scheinbar die Dieselvariante den Vergleich. Doch das greift einfach zu kurz. Denn ein „simpler Vergleich“ zwischen den Technikwelten ist nicht möglich. Ein Plug-in Hybrid ist ein Fahrzeug für eine klar definierte Zielgruppe. Wer die täglichen Fahrten primär mit der Batteriereichweite von bis zu 54 km erledigen kann und seinen Strom aus „erneuerbaren Energien“ bezieht, der liegt mit der neuen Technik immer komplett richtig. Da gibt es nicht ein einziges Argument „pro Diesel“. Auch nicht die beiden vom Redakteur vorgeschobenen Gründe:

1.) NEIN, der PHEV hat keine CVT-Automatik

2.) NEIN, auch der PHEV hat einen permanenten Allradantrieb

3.) Und wie man sparen kann 

Es gibt keine CVT-Automatik im Plug-in Hybrid Outlander

Der Autor schreibt fälschlicherweise von einer „stufenlosen Automatik“, die unter „hoher Last“ den Benziner aufheulen lässt. Das ist falsch. Der Plug-in Hybrid Outlander besitzt eine permanent fixen Ein-Stufen Übersetzung. Ab 64 km/h kann über diese Übersetzung der Benzinmotor direkt auf die Vorderachse gekoppelt werden. Darunter arbeitet der Benziner als „Stromaggregat“ mit variabler Drehzahl – je nach Leistungsabruf.

Keine HALDEX-Kupplung beim Diesel 4×4, permanenter Allradantrieb beim Plug-in Hybriden

Der Autor schreibt ferner von einer Haldex-Kupplung im Diesel-Outlander. Auch das ist verkehrt. Denn Mitsubishi verwendet eine eigene Lamellenkupplung zur vollvariablen Kraftverteilung. Der Autor führt weiter aus, der „Diesel-Outlander“ hätte zur Differenzierung gegenüber dem PHEV-Outlander eine Taste „4WD-Lock“, die eine mechanische Differenzialsperre darstellt und damit der Achse mit mehr Traktion, mehr Drehmoment zuteilen würden. Auch das ist so nicht richtig. Die „4WD-Lock Einstellung“ sorgt für eine paritätische Verteilung der Antriebskraft und ist, genau so, mit der gleichen Funktion, auch im Mitsubishi Plug-in Hybrid vorhanden. Die Wirkung ist also – trotz vollständig unterschiedlichen Aufbaus, absolut gleich!

Der Plug-in Hybrid ist ein Erfolg für Mitsubishi

Am Schluß führt der Autor aus, der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander sei ein Erfolg für Mitsubishi. Damit liegt er vollkommen richtig! Und einer der Gründe liegt in der massiven technologischen Überlegenheit die man als Kunde mit dem Plug-in Hybrid einkaufen kann. Und das man – anders als suggeriert wird – eine ernsthafte Sparmöglichkeit erhält. Der Plug-in Hybrid Outlander ist die Alternative, für Menschen die nicht ständig auf der Autobahn unterwegs sind. Wer einen Familien-SUV sucht, der oft nur Kurzstrecken fahren soll – mit Allrad, mit Platz, der kann sich im Prinzip nur für den Plug-in Hybrid Outlander entscheiden.

auto motor und sport 12/2017