Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander: Leserfragen beantwortet

Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander: Leserfragen beantwortet

Seit dem Oktober 2014 gibt es hier jede Woche einen Artikel zu unserem Langzeit-Test mit dem Plug-in Hybrid Outlander von Mitsubishi. Und jede Woche erreichen uns eMails von Ihnen. Von den Lesern. Manche eMails beantworten wir direkt, andere Fragen beantworten wir, wie in diesem Fall, in einem eigenen Artikel. Dieser Familien-SUV mit seinen zwei Elektromotoren und einem Benzinmotor sowie dem großen 12 kWh Akku, hat die Sichtweise auf SUVs verändert. Von durstig auf sparsam, von unnütz auf praktisch. Diese Themen treiben auch Sie ums.

Antworten auf Leserfragen zum Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid

Kann der Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid als Zugfahrzeug dienen?

Leserfrage: Man kann den Plug-In Hybrid Outlander auch mit einer Anhängerkupplung bestellen. Aber macht das Sinn? Ist der Plug-in Hybrid Outlander ein sinnvolles Zugfahrzeug?

Nun, die richtige Antwort lautet wohl: Es kommt darauf an. Wenn die Fahrt zum nächsten Campingplatz nur 40 Kilometer weit geht, dann würde ich mir keine Gedanken machen. Vermutlich schafft der Outlander PHEV diese Strecke mit einem 1.5 Tonnen Anhänger nicht rein elektrisch – auch wenn er im Idealfall über 50 Kilometer weit kommt. Aber, so lange der 12 kWh-Akku geladen ist, dürfte sich das Ziehen eines Hängers mit dem Plug-In Hybrid Outlander als leise Aufgabe herausstellen.

Nachdem der Akku leer ist, wird es allerdings lauter. Systembedingt kann der Mitsubishi Outlander PHEV den Benzinmotor mit seinen 121 PS erst ab etwa Tempo 65 direkt auf die Achse zuschalten. Dann kommt der Benziner in seinen effizientesten Bereich. Zwischen 65 und Tempo 120 arbeitet der Benziner, wirkt er direkt auf die Achse, leise und unauffällig. Anders als andere Hybridfahrzeuge lässt sich dann mit Gefühl auch durchaus ordentlich beschleunigen, ohne den Motor aufheulen zu lassen und jenen Gummiband-Effekt eines stufenlosen Getriebes zu erhalten.

Also: Eine Fahrt zum Baumarkt, zum örtlichen Bauhof und am Heck ein einfacher Hänger? Kein Ding. Auch nicht querfeldein. Mit dem Wohn-Anhänger über die Alpen? Das ist eine andere Nummer, der Benzinmotor wird hier ordentlich brummen.

Um es abzukürzen: Einmal im Jahr, eine längere Strecke mit Hänger? Geht schon. Aber man sollte daran denken, dass der Plug-In Hybrid Outlander primär für Kurzstrecken konstruiert ist. Zum Pendeln zur Arbeit, zum elektrischen Fahren von zuhause in den nächsten Supermarkt. Den echten Systemvorteil des PHEV kann nur ausnutzen, wer die Akkutechnik des PHEV wirklich nutzt. Nicht nur als „Puffer-Batterie“ im täglichen Hybridleben, nein – der Outlander PHEV ist ein Plug-In Hybrid und das bedeutet: Man sollte die Ladefunktion nutzen!

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Autos und Motorsport – meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden.
Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports.

http://about.me/bhabegger

1 Comment

  1. Gibt es denn einen echten Testbericht mit Hängerbetrieb vom plug in Outländer ?
    Ich kann leider erst mit Theorie kommen. Mit 135 Nm vorn und 195 Nm hinten sollte er gut ausgestattet sein. Der Diesel hat zwar mehr aber bei den E – Motoren ist das Drehmoment bereits bei 0 km/h da, also eigentlich prädestiniert für Hängerbetrieb. Besonders beim Rangieren auf engem Raum ein Vorteil. Bei Handschaltern geht das oft über die Kupplung und die kann beim Hybrid nicht kaputt gehen, weil er keine hat. Sicher ist der Akku schneller leer und er brummt dann kräftig. Aber bei 80/bzw. (max 100km/h) relativiert sich das. Ich würde öfter den Charge Knopf an leichten Strecken betätigen, um Zugkraftreseven aufzubauen. An Bergpässen sollte ich die Temperaturen im Auge behalten. Aber bei Talfahrt sollte die Rekuperation toll funktionieren und sollte kompfortabel mit Brake-Padels sein. Laden an öffentlichrn Stationen wird mit Gespann eher schwierig. Auf Campimgplätzen sollte das aber kein Problem sein.

Mit dem Plug-In Hybrid Outlander in den Urlaub!

[notification type=“notification_info“ ]mein-auto-blog testet den Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Alltag. Reichweite, Zuverlässigkeit der Technik und Nutzen – wir schauen ganz genau hin! [/notification]

Sonne, Urlaub, gute Laune

Im Plug-In Hybrid SUV in den Urlaub

Der Outlander packt auch als Plug-In Hybrid ordentlich was weg!

Dieser Artikel ist jetzt sehr persönlich. Wer zeigt schon gerne den Inhalt seines Gepäckraums? Niemand. Aber um zu demonstrieren, was in den Kofferraum des Outlander PHEV passt, haben wie vor der Rückfahrt das gesamte Gepäck hinter dem Fahrzeug aufgebaut.

Mit Kleinkind und jungem Hund in den Urlaub, da bleibt der Stauraum des PHEV nicht ungenutzt!

Platz dank cleverem PHEV-Konzept

Schaut man sich die technischen Daten des PHEV-Outlanders an, dann fällt auf, dass der „normale“ Outlander tatsächlich noch ein wenig mehr Ladevolumen bietet. Minimal 550-591 Liter gegenüber den 451-463 Litern des PHEV. Dass man von diesen Einschränkungen jedoch nichts mitbekommt, liegt an der cleveren Grundkonzeption des Outlander Plug-In Hybrid. Dank einer Konzeption als „PHEV“ von Grund auf wurde der Platz für die großen Batterien konsequent mit eingeplant. Die Einschränkungen halten sich daher sehr im Rahmen. Einzig eine dritte Sitzreihe ist im PHEV nicht möglich.

Beladung im Kombi-Modus

Mit dem Kindersitz in Reihe zwei war klar: Umgeklappt werden kann nichts. Denn auch der Hund braucht einen Platz und da der Kinderwagen auch noch mitzunehmen war, musste der Outlander seine komplette Ladefähigkeit im „normalen“ Kombimodus beweisen. Praktisch ist hierbei die Möglichkeit, die Sitzlehnen der Rückbank in der Neigung zu justieren.

Auf der Seite, auf der unser Hund seinen Platz bekam – natürlich mit Hundeschutzdecke und dem passenden Hundegurt zur Absicherung – haben wir die Sitzlehne maximal aufgerichtet, so entstand dahinter zusätzlich Platz, um den sperrigen Kinderwagen unterbringen zu können. Auf der anderen Seite blieb danach genug Platz, um zwei große, wirklich große Reisekoffer verstauen zu können.

gepäck laderaum Urlaubsfahrt
(ja, ja, altes Bild – hat sich aber nichts geändert)

Platzwunder?

Nein. Aber eben ein echtes Familien-SUV.

Ein Kind mit Kindersitz, ein Welpe mit Hundedecke – damit war die Rücksitzbank belegt. Die Kühlbox mit 12V-Anschluss fand hinter dem Fahrersitz Platz, denn der Hund brauchte keinen Knieraum. Praktisch ist an dieser Stelle dann auch der Anschluss der Box in der 12 Volt-Buchse unterhalb der Mittelarmlehne.

Die beiden großen Koffer brauchen nicht nur viel Platz – übereinander in der rechten Hälfte des Kofferraums klappte das jedoch prima – nein, sie waren auch gut schwer. Der PHEV hatte mit der Urlaubsbeladung jedoch keine Mühe – zumindest fällt einem dank der kraftvollen E-Motoren kein Leistungsmangel auf.

Die beiden Rucksäcke, Badesachen und einmal das mobile Büro des Auto-Bloggers mit Foto-Ausrüstung passten ebenso noch in den Kofferraum wie die Thermo-Tüte mit den Hundesachen. Dass die Baby-Tasche mit den notwendigen Reise-Utensilien der Kleinen dann doch vorne bei der Mama landete, lag nicht am Kofferraum, sondern eher daran, dass man da häufiger dran musste.

Der Kinderwagen war die größte Herausforderung. Selbst zusammengeklappt nimmt so ein Ding ordentlich Platz weg. Doch der Kofferraum des Outlander PHEV hat das alles „in den Griff“ bekommen.

Und Papa und Mama? Die hatten ihre bequemen Plätze in Reihe eins sicher – so wie immer. Kühle Getränke und Knabberzeug bekommt man dann in den Cup-Holdern in der Mittelkonsole und den Türtaschen unter! 

So kann man in den Urlaub fahren … 

[notification type=“notification_info“ ]Haben Sie Fragen? Anmerkungen oder Wünsche zu unserem Dauertest-Fahrzeug? Schreiben Sie uns! [/notification]

**Wiederholung**

Vieles spricht für den Plug-in Hybriden

Seit ein paar Tagen haben wir auf mein-auto-blog einen neuen Lieferanten für Automobile Nachrichten: Die Motor Presse in Stuttgart und ihre Traditionsmarke „auto, motor und sport“ liefern nun auch für mein-auto-blog die wichtigsten News aus dem Automobilbereich. Als „Blog“ haben wir nicht die notwendige Größe um eine Redaktion für tägliche News vorzuhalten. Deswegen gab es bereits seit gut zwei Jahren die Kooperation mit dem Mediendienst „Spotpress“. Doch auch, wenn mein-auto-blog auf News der etablierten Redaktionen zurückgreifen kann – es bedeutet nicht, dass man nicht einen konstruktiven Dialog innerhalb der Artikel führen kann. Und so müssen wir uns heute mit einem Artikel aus der Print-Version der „auto, motor und sport“ (12/2017) beschäftigen. Auf Seite 71 betrifft ein „Vergleich“ den Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander. Ein Fahrzeug das wir bei mein-auto-blog besser kennen als kein anderes. Seit über 2-Jahren fahren wir einen solchen Plug-in Hybrid im Dauertest. Und wir müssen daher ein paar „Aussagen“ richtigstellen und auch das Fazit des Autors hinterfragen!

Vieles spricht für den Plug-in Hybriden

Richtigstellung zum Plug-in Hybrid Outlander

In einer Vergleichsreihe befasst man sich mit der Frage, ob sich die Hybrid- oder Plug-in Hybridvarianten durchsetzen können. Ausgerechnet beim Plug-in Hybrid Outlander, gewinnt scheinbar die Dieselvariante den Vergleich. Doch das greift einfach zu kurz. Denn ein „simpler Vergleich“ zwischen den Technikwelten ist nicht möglich. Ein Plug-in Hybrid ist ein Fahrzeug für eine klar definierte Zielgruppe. Wer die täglichen Fahrten primär mit der Batteriereichweite von bis zu 54 km erledigen kann und seinen Strom aus „erneuerbaren Energien“ bezieht, der liegt mit der neuen Technik immer komplett richtig. Da gibt es nicht ein einziges Argument „pro Diesel“. Auch nicht die beiden vom Redakteur vorgeschobenen Gründe:

1.) NEIN, der PHEV hat keine CVT-Automatik

2.) NEIN, auch der PHEV hat einen permanenten Allradantrieb

3.) Und wie man sparen kann 

Es gibt keine CVT-Automatik im Plug-in Hybrid Outlander

Der Autor schreibt fälschlicherweise von einer „stufenlosen Automatik“, die unter „hoher Last“ den Benziner aufheulen lässt. Das ist falsch. Der Plug-in Hybrid Outlander besitzt eine permanent fixen Ein-Stufen Übersetzung. Ab 64 km/h kann über diese Übersetzung der Benzinmotor direkt auf die Vorderachse gekoppelt werden. Darunter arbeitet der Benziner als „Stromaggregat“ mit variabler Drehzahl – je nach Leistungsabruf.

Keine HALDEX-Kupplung beim Diesel 4×4, permanenter Allradantrieb beim Plug-in Hybriden

Der Autor schreibt ferner von einer Haldex-Kupplung im Diesel-Outlander. Auch das ist verkehrt. Denn Mitsubishi verwendet eine eigene Lamellenkupplung zur vollvariablen Kraftverteilung. Der Autor führt weiter aus, der „Diesel-Outlander“ hätte zur Differenzierung gegenüber dem PHEV-Outlander eine Taste „4WD-Lock“, die eine mechanische Differenzialsperre darstellt und damit der Achse mit mehr Traktion, mehr Drehmoment zuteilen würden. Auch das ist so nicht richtig. Die „4WD-Lock Einstellung“ sorgt für eine paritätische Verteilung der Antriebskraft und ist, genau so, mit der gleichen Funktion, auch im Mitsubishi Plug-in Hybrid vorhanden. Die Wirkung ist also – trotz vollständig unterschiedlichen Aufbaus, absolut gleich!

Der Plug-in Hybrid ist ein Erfolg für Mitsubishi

Am Schluß führt der Autor aus, der Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander sei ein Erfolg für Mitsubishi. Damit liegt er vollkommen richtig! Und einer der Gründe liegt in der massiven technologischen Überlegenheit die man als Kunde mit dem Plug-in Hybrid einkaufen kann. Und das man – anders als suggeriert wird – eine ernsthafte Sparmöglichkeit erhält. Der Plug-in Hybrid Outlander ist die Alternative, für Menschen die nicht ständig auf der Autobahn unterwegs sind. Wer einen Familien-SUV sucht, der oft nur Kurzstrecken fahren soll – mit Allrad, mit Platz, der kann sich im Prinzip nur für den Plug-in Hybrid Outlander entscheiden.

auto motor und sport 12/2017