„Pure EV“ – Der Wunsch vieler Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander Piloten?

„Pure EV“ – Der Wunsch vieler Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander Piloten?

Liest man sich durch die eMail der Leser und durch die einschlägigen Foren, dann scheint ein Wunsch unter den Outlander PHEV-Piloten besonders groß zu sein. Der „reine EV-Modus“ auf Knopfdruck. Wobei man schnell merkt, hier sind es wirklich die vielen Kurzstrecken-Fahrer, die einfach ein Maximum an elektrischer Fahrt realisieren möchten. Der große Vorteil des Outlander Plug-in ist ja gerade der „voll-automatische“ Betrieb des Fahrzeuges. Im Prinzip muss man nichts tun, als sich in das Fahrzeug zu setzen und zu fahren. Stecker Zuhause rein, Stecker raus und Abfahrt. Gerade diese simple Handhabung hat mich in den letzten 1.5 Jahren im Dauertest mit unserem Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander so überzeugt. Am Anfang haben wir bewusst nach Ladepunkten gesucht, haben uns zwei unterschiedliche Ladekarten angeschafft. Aber mittlerweile nutzen wir den guten PHEV-Outlander als Familien-SUV ohne Einschränkungen. Dass vor allem die Frau des Hauses damit den größten elektrischen Teil fährt, liegt in der Natur der Sache. Die Tochter elektrisch in den Kindergarten, elektrisch zum Einkaufen und zurück. Für mich muss der Outlander PHEV dann den Benziner anwerfen. Selten sind meine Strecken unter 100 Kilometer. Die oft gefahrene Strecke zum Flughafen? Genau 101 Kilometer. Und da der Frankfurter Flughafen zu den rückständigen Entwicklungsgebieten der E-Mobilität gehört, bringt mich der Plug-in Hybrid Outlander elektrisch zur Autobahn, die ersten 40 Kilometer und danach arbeitet er automatisch, mal im seriellen, mal im parallelen Hybrid-Modus.

Pure EV – Wunsch-Nummer 1?

Und dennoch – viele Käufer des Plug-in Hybrid Outlander scheinen auf eine Möglichkeit zu warten, den Elektromodus manuell zu aktivieren und damit, unter Umständen, auch zu verlängern. Nun kann man einwenden, und so denke ich auch, der Hersteller wird sich schon Gedanken darüber gemacht haben, wie es am effizientesten geht. Was gut und richtig für Batterie und Benzinmotor ist. Wird sich überlegt haben, wie man die Komponenten schützt, die Reichweite ideal splittet und immer den sinnvollsten Antriebsmodus wählt. Und dennoch. Viele wollen den „Pure EV-Mode“. Am liebsten per Knopfdruck.

Der Markt bietet hierzu sogar eine „Chip-Tuning Lösung“ an. Wir haben den Anbieter mal kontaktiert und werden die Box testen.

Im rein elektrischen Modus sollen sich die Reichweiten der Batterie vergrößern lassen, was alleine für eine Mehr-Belastung des Batterie-Systems spricht. Denn hier kommt wieder der Gedanke, den ich am Anfang hatte: Man wird sich bei Mitsubishi etwas bei der Auslegung des Systems gedacht haben. Natürlich müssen Automobil-Hersteller immer Kompromisse eingehen. Aber in vielen Fällen machen diese Kompromisse eben auch Sinn. Dass man beim Outlander PHEV bislang an kalten Tagen die Heizung ausschalten konnte  und man damit den Start des Benziners vermieden hat, mag eine Notlösung für viele PHEV-Outlander Fahrer sein, aber ist es wirklich sinnvoll? Ich denke nein. Heizung und Klimaanlage sind kein überflüssiger Luxus. Wer sich zu dick anzieht, um nicht frieren zu müssen, der kann unter Umständen nicht mehr richtig auf Gefahren reagieren. Schal und Handschuhe beim Auto fahren? Sollten nicht sein. Und auch das Beschlagen der Scheiben ist nicht nur unangenehm, es kann auch gefährlich sein. Also sollte der Lufttrockner der Klimaanlage genutzt werden. Und dass der Benziner 60% Abwärme produziert, ist für den Heizungs-Betrieb dann eben sinnvoll.

Ein „Pure EV-Mode“ ohne das Abschalten der Klimaanlage und Heizung? Könnte das sinnvoll sein?

Es kommt auf einen Test an … 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

Einpacken für die Langstrecke: Der neue e-NV200 mit 40kWh Akku

Mit dem e-NV200 hat Nissan seit ein paar Jahren einen praktischen Transporter im Programm, der sowohl mit Laderaum als auch mit Platz für bis zu 7 Mitfahrer aufwarten kann. Auf dem Nissan Futures 3.0 Event in Oslo hat Nissan nun ein wichtiges technisches Update für die Kombination aus Van und Transporter vorgestellt. Mit einem 40 kWh Akku kann der e-Transporter nun, nach NEFZ, Reichweiten von bis zu 280 Kilometer zurücklegen. 

„Mit seiner größeren Reichweite und den ausgezeichneten Ladekapazitäten ist der neue e-NV200 mit 40-kWh-Batterie die perfekte Transportlösung im städtischen Lieferverkehr“, erklärt Gareth Dunsmore, Direktor Elektrofahrzeuge bei Nissan in Europa. „In Anbetracht der großen Auswirkungen, die Paketdienste und gewerbliche Fahrer auf die Luftqualität und Verkehrssituation insbesondere in Städten haben, leistet die Verringerung der von ihnen verursachten CO2-Emissionen einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft.“

Der Nissan e-NV200 mit 40-kWh-Batterie lässt sich ab dem Jahresende als Kastenwagen, Kombi oder Evalia bestellen, der Marktstart in Europa ist für April 2018 vorgesehen.

IAA 2017: Mercedes-Benz kombiniert im Vorserienmodell des GLC F-Cell Brennstoffzelle und Batterie

Mercedes-Benz zeigt auf der IAA 2017 zum ersten Mal sein Brennstoffzellen-Fahrzeug GLC F-CELL. Es kombiniert Brennstoffzellen- und Batterietechnik zu einem Plug-in-Hybrid. Neben Wasserstoff wird die rein elektrische Variante des SUV auch Strom „tanken“.

In einem intelligenten Zusammenspiel treiben die beiden Energiequellen den Elektromotor mit einer Leistung von 147 kW (200 PS) bei einem maximalem Drehmoment von 359 Nm bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern an. Die beiden karbonfaserummantelte Tanks im Fahrzeugboden fassen circa 4,4 kg Wasserstoff. Dank der weltweit standardisierten 700-barTanktechnologie ist der Wasserstoffvorrat innerhalb von nur drei Minuten aufgefüllt. Damit unterscheidet sich der Tankvorgang zeitlich nicht von dem eines Autos mit Verbrennungsmotor.

Danach produziert das Vorserienmodell genügend Energie für eine Reichweite von bis zu 437 km im NEFZ. Rein elektrisch gefahren, ergibt sich eine Reichweite von bis zu 49 km. Über die 7,2 kW Onboard-Lader kann sie an einer haushaltsüblichen Steckdose, einer Wallbox oder einer öffentlichen Ladestation aufgeladen werden. Die Ladezeit beträgt bei Ausnutzung der gesamten Leistung ca. 1,5 Stunden.

Für die Weltneuheit hat Mercedes-Benz in Zusammenarbeit mit dem Daimler Kompetenznetzwerks ein komplett neues Brennstoffzellensystem entwickelt. Gegenüber der seit 2010 auf dem Markt befindlichen B-Klasse F-CELL (Kraftstoffverbrauch: 0,97 kg H₂/100 km, CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km) bietet das gesamte Antriebssystem rund 40 Prozent mehr Leistung. Das Brennstoffzellensystem ist rund 30 Prozent kompakter als bisher, kann erstmals vollständig im Motorraum untergebracht werden und wird wie ein konventioneller Motor an den bekannten Aufhängungspunkten montiert. Zudem wurde der Einsatz von Platin in der Brennstoffzelle um 90 Prozent reduziert. So werden Ressourcen geschont und Systemkosten verringert. Wie der Plug-in-Hybrid des GLC verfügt auch die Brennstoffzellenvariante über verschiedene Betriebsarten und Fahrprogramme.

Zu den Fahrprogrammen des GLC F-CELL werden ECO, COMFORT und SPORT gehören. ECO bedeutet ein auf geringen Verbrauch optimiertes Fahrzeugverhalten. COMFORT bietet nicht nur eine komfortable Abstimmung, sondern sorgt auch für ideale Klimatisierung. Im Modus SPORT wird der Hybrid-Antriebsstrang sportlich ausgelegt. Während die Fahrprogramme das Verhalten des Autos und somit das Fahrerlebnis verändern, beeinflussen die Betriebsarten das Zusammenspiel zwischen Brennstoffzelle und Hochvoltbatterie. Im Betriebsmodus HYBRID zieht das Fahrzeug Leistung aus beiden Energiequellen. Leistungsspitzen deckt dabei die Batterie ab, die Brennstoffzelle wird im optimalen Wirkungsgradbereich betrieben. Im Modus F-CELL wird der Ladezustand der Hochvoltbatterie durch die Energie der Brennstoffzelle konstant gehalten.

Die Fahrt fast ausschließlich mit Wasserstoff ist der ideale Modus, wenn die elektrische Reichweite für bestimmte Fahrsituationen aufgespart werden soll. Im Modus BATTERY fährt der GLC F-CELL rein batterie-elektrisch, gespeist aus der Hochvoltbatterie. Das Brennstoffzellensystem ist nicht aktiv. Dies ist der ideale Modus für kurze Strecken. Im Modus CHARGE hat das Laden der Hochvoltbatterie Priorität, beispielsweise um die Batterie vor einem Wasserstofftankvorgang für die maximale Gesamtreichweite nachzuladen. Der Modus schafft zudem Leistungsreserven für Bergfahrten oder sehr dynamisches Fahren. In allen Betriebsmodi verfügt das System über eine Rekuperationsfunktion, die es ermöglicht, Energie beim Bremsen und beim Ausrollen zurückzugewinnen und im Akku zu speichern.

Für die Batterie und für alle Bauteile, die Wasserstoff enthalten, gelten besonders strenge Sicherheitsvorgaben. Neben der Absicherung im Fahrzeugcrash werden zusätzliche Komponententests auf Systemebene durchgeführt, die weit über die üblichen Tests hinausgehen. Serienmäßig sind Aktiver Abstands-Assistent DISTRONIC, Spurpaket mit Totwinkel-Assistent und Aktivem Spurhalte-Assistent, Einpark-Paket mit 360°-Kamera oder COMAND Online mit Verkehrszeichenerkennung an Bord.

Optisch geben blaue Akzente in Kühlergrill und den Leichtmetallrädern, der Schwellerverkleidung und dem Heckstoßfänger und eine Folierung mit der Aufschrift F-CELL einen deutlich sichtbaren Hinweis auf den Brennstoffzellenantrieb. Im Inneren differenziert ein neuer Designstyle das Brennstoffzellenfahrzeug deutlich vom konventionellen GLC. Neu im GLC F-CELL ist das Multifunktions-Touchpad mit Handschriftenerkennung, das in den präsentierten Vorserienfahrzeugen auf der IAA seine Weltpremiere feiert. Mit dem neu entwickelten Feature können TelematikFunktionen über Ein- und Mehrfingergesten, dem sogenannten Multitouch, gesteuert werden. Das Touchpad bietet damit eine zusätzliche Eingabemöglichkeit zur LINGUATRONIC in Verbindung mit COMAND Online. Darüber können über das Touchpad Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen mittels Handschrift eingegeben werden.

Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität ist eine flächendeckende Infrastruktur. Bis Ende nächsten Jahres soll das H2-Tankstellennetz auf 100 Stationen anwachsen. Bis 2023 wird ein Netz von bis zu 400 Wasserstofftankstellen entstehen. Ähnliche Infrastrukturprojekte werden in Europa, den USA und Japan vorangetrieben.