Erste Ausfahrt im neuen Mitsubishi Outlander PHEV

Erste Ausfahrt im neuen Mitsubishi Outlander PHEV

PHEV? Ein kryptische Abkürzung die für „Plug-In-Hybrid-Electric-Vehicle“ steht – und weil man bei Mitsubishi nun Schluss macht mit den Abkürzungen, vermeidet man bei der Präsentation des Plugin-Hybrid Outlander diese Bezeichnung und betont statt dessen lieber die neuen Fähigkeiten und den voll ausgeschriebenen Namen. Eine gute Idee.

Erste Ausfahrt Mitsubishi Outlander Plugin-Hybrid

Der Plugin-Hybrid-Ü-Ei-SUV

Umgewöhnen bei den Fragen der Mobilität? Werden wir uns wohl alle irgendwann müssen. Steigende Benzinpreise und endliche Ölvorräte zwingen uns dazu. Umdenken beim nutzen effizienter Fahrzeuge? Im Falle des Outlander Plug-In Hybrid nicht nötig. Einsteigen, Bremse drücken, Schalthebelchen auf D und los geht’s.

Mitsubishi hat mit der jüngsten Outlander-Generation einen Meilenstein in der Plugin-Hybridtechnik auf die Straße gebracht. Weil man bei Mitsubishi konsequent in die eine neue Richtung nachhaltiger Mobilität fährt, wurde der Outlander von Anfang an so konzipiert, dass die Plugin-Hybrid-Version in das gesamte Fahrzeugkonzept passt. Von außen fällt daher auch kaum etwas von der ungewöhnlichen Technik unter der SUV-Hülle des Japaners auf. Und die Technik ist genial. Mitsubishi ist mit dem Outlander Plugin-Hybrid zudem erste Hersteller der einen vollwertigen SUV anbietet, bei dem der Kunde keine Abstriche im Namen der Hybridisierung machen muss.

Allradantrieb? Hat er. Anhänger ziehen? Kann er. Voll elektrisch auf Tempo 120 km/h beschleunigen? Macht er ohne zu murren. Wer den EV-Modus bevorzugt, fährt bis zu 52 Kilometer weit, ohne einen Tropfen Benzin zu verbrennen. Doch das besondere am Outlander PHEV ist nicht die überzeugende E-Leistung. Elektrisch fahren können andere ja auch, wenn auch die wenigsten so weit wie der Outlander. Es ist seine Kombination. Es ist die Technik die unter seine Hülle gepackt wurde.

Fahrbericht 77 mitsubishi outlander phev

 

Kraft der drei Herzen

Zwei Elektromotoren, jeweils einer pro Achse. Ein Strom-Generator und ein Benzinmotor. Dieses Paket arbeitet, von einer Schar Steuergerät beaufsichtigt, clever zusammen.  Der Hybrid-Antrieb des Outlander arbeitet sowohl seriell, als auch parall. Sein Benzinmotor kann dazu genutzt werden die Akkus zu laden, um damit direkt die E-Motoren anzutreiben, als auch auf Vorrat. Sein Benzinmotor arbeitet bei höheren Geschwindigkeiten aber auch direkt als Antrieb für die Vorderachse. Dank eines Einstufen-Getriebes kuppelt sich der zwei Liter große Benzinmotor mit seinen 121 PS bei höheren Geschwindigkeiten (ab ca. 120 km/h) hinzu und treibt den Outlander so direkt an. Wer es besonders eilig hat, schafft es auf Tempo 170 (km/h) und erlebt dabei ein geniales Zusammenspiel der verschiedenen Motoren. Denn der Benzinmotor kann während er den Outlander antreibt, noch immer den Strom-Generator antreiben und so Energie für die E-Motoren bereit stellen.

Theoretisch könnte der Outlander mit reinem Heckantrieb fahren. Mitsubishi spricht beim Allradantrieb des Outlander von einem „Twin Motor 4WD“ – denn zwischen der Vorderachse und der Hinterachse gibt es keine mechanische Verbindung. An beiden Achsen sitzt je ein 82 PS starker Elektromotor. Diese paritätische Aufteilung der Antriebsleistung lässt eine Nutzung des Allradantriebes zur Steigerung des Fahrspaß zu. Mitsubishi hat die Steuerungslogik des Evolution in den Outlander gepackt und sorgt mit einer aktiven Momenten-Verteilung (Active Yaw) für ein besonders dynamisches Fahrerlebnis. Und bei der ersten Ausfahrt zeigt der Outlander was er kann.

Fahrbericht 17 mitsubishi outlander phev

 

E-Dynamiker

Seine knapp 1.9 Tonnen Leergewicht spürt man nicht. Die fast 400 Nm der Elektromotoren bringen ab der ersten Umdrehung ordentlich Dynamik in den SUV. Per Druck auf den Button „CHRG“ steuert man die Funktion des Benzinmotors. Bei vollen Akkus – die Ladung zu Hause am Standard 230 Volt-Netz dauert ca. 5 Stunden – stehen gut 50 Kilometer Reichweite zur Verfügung. Wer mit leeren Akkus losfährt, aber mit geladenen Akkus in einem Reiseziel ankommen will, an dem er später elektrisch fahren will, der drückt diesen Knopf und im Hintergrund springt der Benzinmotor an. Nun fährt man zum einen elektrisch und zum anderen, lädt der Benziner per Generator die Bord-Akkus wieder auf.

Wie es üblich ist für Hybride, kann man der ganzen Zauberei von Stromfluss und Kraftverteilung im Display per Grafik beiwohnen. Oder einfach nur fahren und sich wundern.

Hinter dem Lenkrad befinden sich Schaltwippen. In Ermangelung eines Getriebes mit mehreren Stufen übernehmen diese eine gänzlich neue Aufgabe. Am Anfang ein wenig ungewohnt, nach ein paar Kilometern aber logisch und praktisch.

Fahrbericht 71 mitsubishi outlander phev

 

Schaltwippen zum rekuperieren

Damit man die Energie nutzen kann, die man üblicherweise beim bremsen einfach nur in Wärme umwandelt, rekuperieren Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge. Hierbei arbeiten die Elektromotoren wie Dynamos am Fahrrad und wandeln die Bewegungsenergie in speicherbaren Strom um. Wie kräftig diese Funktion beim Bremsen unterstützt, lässt sich bei vielen Hybridfahrzeugen einstellen. Oft in Stufen von 1 bis 3. Der Outlander unterteilt die Wirkung der Rekuperationsleistung in 6-Stufen. Von 0 (keine spürbare Rekuperation) bis hoch zu 5. Diese Einstellung lässt sich beim Outlander PHEV über die „Wippen“ vornehmen. In Stufe 5 wird kaum noch das Bremspedal benutzt. Wer in Stufe 5 vom Gas geht, spürt sehr deutlich wie das Fahrzeug über die nun wie Dynamos arbeitenden E-Motoren gebremst wird. Dabei wird viel Bewegungsenergie zurück in später nutzbaren Strom in die Batterien geführt. Vor allem bei Bergabfahrten oder im Hängerbetrieb dürfte diese Stufe gern genutzt werden. Beim heranrollen an eine Ampel habe ich die Schaltwippen genutzt um das Fahrzeug abgestuft langsamer werden zu lassen. Von 5 bis 0 über die Wippen durchgeschaltet und der Outlander rollt sanft aus. Die Bremse wird dann nur noch direkt an der Haltelinie genutzt.

Dieses vorausschauende fahren und auch das mitdenken dürfte am Anfang die größte Umgewöhnung ausmachen.  Wer sich darauf einlässt, erlebt einen SUV der mit unglaublicher Effizienz überzeugt.

Kurze Strecken rein elektrisch, lange Strecken dank 121 PS Benzinmotor ebenso zügig und ohne die Angst die nächste Steckdose zu verpassen.

Fahrbericht 89 mitsubishi outlander phev

 

Platz in der Hütte

Es sind unwichtige Millimeter die im Innenraum des PHEV fehlen, vergleicht man diesen mit seinen Brüdern die ganz konventionell angetrieben werden. 19 Millimeter in der Höhe des Laderaums und 45 Millimeter in der Höhe des nutzbaren Fußraumes für die Mitfahrer in Reihe zwei. In den Kofferraum passen noch immer 463 bis 1.472 Liter und nur die optionale dritte Sitzreihe entfällt vollkommen. Ein fairer Preis für den Fortschritt!

Fahrbericht 45 mitsubishi outlander phev

 

Preis-Wert

Mitsubishi hat die Plugin-Variante mit einem Kampfpreis ausgezeichnet. Zwei Elektromotoren, ein Benzinmotor, 50 Kilometer elektrische Reichweite und 120 km/h elektrische Höchstgeschwindigkeit für insgesamt 5 Passagiere kosten beim Outlander 39.900 €.

(Ein Audi Q5 Hybrid kostet mindestens 54.000€ und fährt elektrisch nicht weiter als 3 Kilometer.  Viele andere schaffen noch weniger Kilometer elektrisch, kosten dafür noch mehr. )

 

Fazit:

In meinen Augen ist der Outlander Plugin-Hybrid derzeit der technologisch interessanteste SUV am Markt. Kein anderer Plugin-Hybrid ist derzeit so konsequent konstruiert, wie dieser Mitsubishi.   

Wie bei den Überraschungs-Schoko-Eiern die man für Kinder kauft, steckt auch im Falle des Outlander PHEV das was man wirklich will, unter der Hülle. 

 

Den Outlander PHEV – sorry – Plugin-In Hybrid, kann man sich am kommenden Wochende, beim Kirschblütenfest der Mitsubishi-Händler ausführlich anschauen. Die Lieferfristen sollen maximal drei Monate betragen. Und ich empfehle ausdrücklich eine Probefahrt – der Outlander Plug-in Hybrid ist wirklich beeindruckend!

Mehr Eindrücke vom Plug-In Hybrid Outlander findet, wer zum Kollegen Fabian von autophorie klickt, auch er ist den PHEV gefahren und er fand keinen Haken.

[notification type=“notification_info“ ]Fakten zum neuen Mitsubishi Outlander PHEV[/notification]

Verkaufsstart:  Mai 2014
Basispreis:  39.900,– €
Motorleistung:  Benziner 121 PS, E-Motor VA: 60 kW, HA: 60 kW
Antrieb und Getriebe:  E-Motoren, 1-Gang für Benziner
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.655, 1.800, 1.680, 2.670 mm
Normverbrauch: 1.9l / 100 km NEFZ, 13.4 kW / 100km – 44g CO²/km
Höchstgeschwindigkeit:  170 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h – Sekunden

Und nur am Rande erwähnt; der Mitsubishi i-MiEV hat auch seinen  schräg klingenden Namen verloren und wird fortan nur noch als „Mitsubishi Electric Vehicle“ vermarktet. Gut so. Und von mir bereits damals bei der ersten Ausfahrt mit dem i-MiEV gefordert 😉  [klick]  Doch nun zurück zum

 

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

Eclipse trifft Eclipse

Der Name verpflichtet. Wenn man als Hersteller ein Auto Eclipse, also Sonnenfinsternis nennt, dann muss man sich zur wirklichen Sonnenfinsternis schon etwas Besonderes einfallen lassen. Mitsubishi hat genau dies getan.

Ein Feld irgendwo im Nichts, gut 60 Meilen südlich von Portland im US-Bundesstaat Oregon. Für Mitsubishi dürfte dieser Acker zum wichtigsten Ort der Firmengeschichte gehören. Ein Hotspot. Genau hier wird das neue SUV-Modell Eclipse Cross in Position gebracht. Zum Foto-Shooting.

Das ist normalerweise nichts Ungewöhnliches. Für Werbung und Marketing treiben die Autohersteller oft großen Aufwand. Dieser Fototermin allerdings ist etwas Besonderes, er nimmt den Fotografen das Licht. Denn in wenigen Stunden, pünktlich um 10:13 Uhr wird sich für knapp zwei Minuten der Mond in voller Größe zwischen Erde und Sonne schieben, den Tag kurzzeitig nahezu zur Nacht machen.

Das tut er nicht oft, zumindest nicht in diesem Ausmaß und schon gar nicht in Amerika. Die vorige totale Sonnenfinsternis, die den amerikanischen Kontinent vom Pazifik im Westen bis zum Atlantik im Osten überquerte, liegt knapp 100 Jahre zurück. Und auf die nächste Sonnenfinsternis in dieser Form müssen die Amis bis 2081 warten. Ob es dann noch ein Modell mit dem Namen Eclipse oder Eclipse Cross geben wird, who knows?

[notification type=“notification_info“ ]Eclipse: In den USA steht der Name Eclipse nicht nur für die Sonnenfinsternis, sondern hat auch eine lange Tradition im Automobilbau: Von 1988 bis 2011 liefen im Mitsubishi Werk Normal (Illinois) bei Chicago vier Generationen des Sportcoupes von den Bändern, insgesamt über 1,4 Millionen Fahrzeuge. Von den ersten beiden Generationen fanden 15.000 Fahrzeuge den Weg über den Atlantik nach Deutschland. Jetzt wird der Name mit dem Eclipse Cross wiederbelebt. Das SUV soll Ende des Jahres nach Europa kommen.[/notification]

Daher hat der Mitsubishi-Vorstand in Japan auch grünes Licht für diese wohl einmalige Eclipse-Aktion gegeben. Über 100 Leute sind seit dem vorigen November am Planen und Werkeln. Vieles lässt sich dabei natürlich logistisch perfekt vorbereiten, Transporte organisieren, Filmteams, Flüge und Hotels buchen. Nur eines ist nicht kalkulierbar: das Wetter. Ein bewölkter Himmel oder – noch schlimmer – Regen ist der größte Feind aller „Sofi“-Fans. Die Stuttgarter können ein Lied davon singen, als am 11. August 1999 um 12:32 Uhr der sogenannte Kernschatten der Sonnenfinsternis über die Landeshauptstadt zog. Nichts war zu sehen, es regnete und wurde dunkel.

Oregon dagegen gilt im August wettertechnisch als ziemlich stabil. Ein blauer Himmel wäre das Optimum. Natürlich hat das Mitsubishi-Team mehrere Locations entlang des Kernschattens für einen Plan B ins Auge gefasst. Sogar bis rüber nach South Carolina. Doch so schön es in Charleston auch wäre, es besteht hier die Gefahr von Sommergewittern. Keine gute Kombination. Zudem fallen auch Orte heraus, die zu geringe Hotel-Kapazitäten haben, was in Wyoming der Fall war oder flugtechnisch nicht günstig angebunden sind.

Entlang des etwa 100 Kilometer breiten Eclipse-Streifens haben Städte schon vor Jahren mit den Vorbereitungen begonnen. Gastronomie, Hotels, Tankstellen, sie alle erwarten Rekorderlöse. Selbst private Unterkünfte über AirBnB sind komplett ausgebucht. Die NASA spricht von einem „Jahrhundertereignis“, die US-Medien schreiben von der „Großen Amerikanischen Finsternis“. Nie zuvor standen wegen eines Eclipse so viele Filmkameras, Foto-Apparate, Teleskope und Smartphones bereit, um das kurze Naturschauspiel einzufangen. Drei Millionen Menschen waren allein in Oregon auf den Beinen. Viele haben sich den Tag frei genommen.

Der einzige Unterschied zu den Mitsubishi-Fotografen und Filmleuten? Deren Motto lautet: Eclipse trifft auf Eclipse. Und plötzlich geht alles sehr schnell. Man spürt den Temperaturabfall von etwa 5 Grad Celsius, obwohl die Sonne noch sichtbar voll scheint. Tut sie aber nicht. Erst der Blick durch die Spezialbrille öffnet einem buchstäblich die Augen. Der Mond hat sich bereits zu dreiviertel vor die Sonne geschoben. Als nur noch eine dünne Sichel zu sehen ist, wird es dunkel, vormittags um 10:13 Uhr. Wenige Sekunden später ist „The total Eclipse“ und bereitet Wissenschaftlern und Hobby-Astronomen an ihren Teleskopen die wohl größten Glücksmomente ihres Lebens.

Hoch zufrieden dürfte auch das gesamte Mitsubishi-Team sein. Alles hat perfekt geklappt, Wetter, Timing, Fotos, Film. Dann blinzelt die Sonne hinter dem Mond wieder hervor, spendet Licht und Wärme. Die Leute applaudieren. Was für ein herrliches Gefühl! Das Leben kann weitergehen…

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Mitsubishi Space Star – Günstig, billig, preiswert?

„Hey, ich habe mir neulich Sneaker gekauft, die waren total billig!“ Billig! Ein viel gescholtenes Wort. Eines, das man eventuell auch für den aktuellen Mitsubishi Space Star verwenden könnte? Oder ist der japanische Kleinstwagen etwa günstig. Oder Preiswert? Habby ist dem auf den Grund gegangen und zeigt im Test auf YouTube, was der Japaner auf dem Kasten hat. Und darin!

Günstig, billig, preiswert? Das ist natürlich eine Sache des persönlichen Geldbeutels. Für Habby ist der Mitsubishi Space Star nicht sofort in eine dieser Kategorien einzuordnen. Nein, der kleine, graue Flitzer ist einfach ein Auto, dass sich Habby leisten kann. Und Du auch! Otto Normal eben! Nun aber Tacheles.

Ist der neu?

Ein Kind der 1990er wird an dieser Stelle entgegnen: „Nee, aber mit Perwoll gewaschen“. Um hier keine unterschwellige Werbung zu machen, seien Persil, Ariel und Konsorten natürlich auch als tolle Waschmittel erwähnt. Aber es stimmt: Der Mitsubishi Space Star ist in dieser Form bereits seit 2012 auf dem Markt und damit nicht mehr ganz taufrisch. Allerdings hat er 2016 ein umfangreiches Facelift bekommen. Damit ist er wesentlich adretter geworden, als die Vor-Facelift-Variante. Besonders in der höchsten Ausstattung „Top“, die zum Test bereitstand. Die so genannte „Full-Spec“-Version mit dem 80 PS starken Benziner, Frontantrieb und CVT-Getriebe wirkt richtig edel und erwachsen. Billiger Kleinstwagen aus Fernost? Wohl kaum!

Mit der Straffung der Gesichtszüge des Mitsubishi Space Star zog final ein Kühlergrill an der Front ein, sodass der Japaner wie ein „vollwertiges“ Auto wirkt. Hinzu kommt eine Menge an Chrom, das aus dem 3,85 Meter kurzen City-Flitzer einen Hingucker macht. Ansonsten wirkt der Asiat unauffällig, besonders im bereitstehenden Grau-Ton. So unauffällig sogar, dass die fünf Türen untergehen. Doch am Heck wendet sich das Blatt: Hier sticht der nicht unterdimensionierte Dachspoiler heraus und könnte manch einem sogar als Unterstand bei Regen dienen…

Spaß beiseite: Der Mitsubishi Space Star könnte etwas mutiger gestylt sein. Doch wirklich etwas auszusetzen gibt es wohl kaum an der Optik. Aber was sind das für Menschen, die sich einen Space Star kaufen? Du bist es! Ich bin es – ein jeder, der vom ÖPNV genervt ist. Derjenige, der üble Körpergerüche anderer am Morgen in der S-Bahn nicht erträgt. Diejenige, die nicht wie Vieh eingepfercht im Bus zur Arbeit bugsiert werden möchte. Und diejenigen, die eine längere Anfahrt zur gymnasialen Oberstufe haben. Also alle, die wenig Budget haben, aber sich doch den Komfort eines günstigen Fahrzeugs leisten wollen. Sogar der ADAC attestiert dem Mitsubishi Space Star eine 1,0 im Preis-Leistungs-Verhältnis. Günstiger? Nee, das wird nichts!

Mit der Kraft der drei Brennräume

Was versteckt sich aber unter der Haube des Bonsai-Mitsubishi? Der Japaner bietet ausschließlich Dreizylinder-Motoren mit 1.0 Litern Hubraum und 71 PS oder mit 1.2 Litern Hubraum und 80 PS. Das „große“ Aggregat generiert 106 Nm und soll im Mittel 4,1 Liter Super auf 100 km/h verdampfen. In der Realität ist es ein Liter mehr – und das passt vollkommen. Gerade wenn man bedenkt, dass der Mitsubishi Space Star mit einem CVT-Getriebe ausgestattet ist und gar nicht mal so üble Fahrleistungen auf die Straße bringt. In 12,8 Sekunden geht es auf 100 km/h, Schluss ist bei 173 V/max. Der Omnibus ist wohl kaum schneller?

Aber wie war das? Ein CVT-Getriebe? Genau! Das ist ein stufenloses Automatik-Getriebe, das sich Schaltrucke verkneift und damit einen hohen Komfort in der Stadt bietet – also in dem Bereich, in dem man mit einem manuellen Getriebe häufig schalten würde. Stufenlos bedeutet, dass das Getriebe permanent die Gesamtübersetzung variiert. Für lange Autobahnfahrten ist dies nicht der Weisheit letzter Schluss, aber für die Fahrt zur Schule, zum Supermarkt oder einfach nur um in einer Metropole wie Berlin von A nach B zu kommen optimal.

Dafür bietet sich auch der kleine Wendekreis von gerade einmal 9,2 Metern an. Die beste Freundin auf dem Beifahrersitz also Navigatorin und los geht es in den Großstadt-Dschungel. Klingt nach Abenteuer, klingt aber auch nach vielen, abrupten Wechseln von links nach rechts. Nein, das andere Rechts! Ganz gleich, wie verwinkelt die Straße ist, wie schmal und wie schlecht von der Straßenwacht gepflegt – der Mitsubishi Space Star macht alles mit und knurrt kernig mit seinem Dreizylinder vor sich hin. Ein sympathischer Sound.

Aber was hat der Mitsubishi Space Star IM Kasten?

Einiges! Man hält es nicht für möglich, aber vier Erwachsene reisen überaus kommod im kleinen Japaner. Der Fahrer darf sich über ein höhenverstellbares Lenkrad freuen. Der Fahrersitz ist überdiese in der Höhe verstellbar – zumindest einigermaßen. Verstellt wird am Ende des Tages nämlich nur die Sitz-Auflagefläche. Aber Schwamm drüber, schließlich sind die Sitze bequem und der Platz mehr als ausreichend. Und das bei der kurzen Gesamtfläche.

Als „Top“-Modell, und dieser Name ist doppelt belegt (Ausstattungen Basis, Plus und Top), kommt der Kleinstwagen darüber hinaus mit reichhaltiger Ausstattung. Tempomat, Freisprecheinrichtung, Sitzheizung und vieles mehr ist on Bord. Dafür auch viel Hartplastik. Dennoch muss man sich vor Augen führen, dass man hier einen Wagen vorfindet, der in der Basis-Variante für 9.990 Euro angeboten wird. Manch Händler ist sogar nochmals 3.000 Euro günstiger. Ist das dann billig? Preiswert? Günstig?

Fest steht, dass das Interieur qualitativ der Preisklasse angemessen erscheint, eine tolle Rundumsicht bietet und sogar einen ordentlichen Kofferraum bereithält. 209 Liter stehen zur Verfügung. Wer mit dieser Zahl nicht viel anfangen kann, der schaut sich einfach das Video auf AutoHub an und trifft auf einen sichtlich heiseren Habby, der noch sichtlicher erstaunt über die Platzverhältnisse ist.

Also was nun?

„Aber was ist er denn nun, der Mitsubishi Space Star? Billig, preiswert, günstig?“ Das entscheidet bitte jeder für sich selbst. Schließlich ist „billig“ oftmals negativ konnotiert und das hat der kleine Japaner beim besten Willen nicht verdient. Und das wissen auch die Käufer: Der Space Star ist der meistverkaufte Mitsubishi in Deutschland. Und zwar bei Privatkäufern. Sie schätzen den niedrigen Einstiegspreis, die günstigen Versicherungseinstufungen und Steuern. Und mit den Reparaturen ist es auch nicht weit her, da der Kleine eine große Garantie mitbringt: Fünf Jahre bieten die Japaner. Und damit ist der Mitsubishi Space Star seinen Preis einfach wert – also preiswert. Gut, der „Full-Spec“ Testwagen kommt auf 16.990 Euro. Aber muss man immer ganz oben ins Regal greifen? All die schlechten Erlebnisse im ÖPNV wird man auch mit der Basis-Variante los, oder? Wer nun Interesse am Space Star bekommen hat, für den hat Habby etwas Besonderes parat: Eine Mitsubishi Premium-Testfahrt für 48 Stunden. Wie ihr dazu kommt? Video anschauen! Auf geht´s!