Mitsubishi Space Star -Vorstellung

Mitsubishi Space Star -Vorstellung

Klein ist das neue groß

Der neue Space Star von Mitsubishi im ersten Fahrbericht

Kleinwagen. Mal ganz ehrlich, Kleinwagen mag doch wirklich niemand gerne fahren. Und die Gründe sind auch ganz klar: Ein Kleinwagen kann immer nur eine Minimal-Antwort auf die Frage sein, wie man von A nach B kommt.  Wer jedoch in der Stadt wohnt und dem Automobil nicht den Stellenwert einräumt, wie ich – der denkt unter Umständen über den Kauf eines kleinen, aber praktischen Autos nach.

Zeit um sich den jüngsten Spross der Marke mit den drei Diamanten im Grill anzuschauen. 

Ob man einen Kleinwagen nun ausgerechnet „Space Star“ nennen soll? Eine gute Frage – impliziert der Name doch Raum im Überfluss und bei dem Hersteller Mitsubishi zudem, die Erinnerung an ein ehemaliges Modell aus dem eigenen Haus – und das war damals kein Kleinwagen.

Der Mitsubishi „Space Star“ wird in anderen Teilen der Welt als „Mirage“ verkauft, nur für Deutschland gab es Bedenken in Hinsicht auf irgendwelche Namensrechte. (Wer googelt findet Hinweise auf den Tuner Gemballa). Dennoch, das kleinste Fahrzeug der Marken nun ausgerechnet „Space Star“ zu taufen, finde ich bemerkenswert mutig, ist aber auch ein Hinweis auf ein besonderes Talent der neuen „Global Small Plattform“ im drei Diamanten-Haus.

Mitsubishi Space Star Fahrbericht

Was ist besonders am Space Star?

Mit dem Mirage, pardon, Space Star ersetzt Mitsubishi den erfolgreichen Colt, der im übrigen bei mir bereits „Auto des Jahres“ war! Und obwohl der Space Star kleiner wurde, er ist in der Tat nur 3,7 Meter lang, soll er im Innenraum mehr Platz bieten als sein 20 Zentimeter längerer Vorgänger. Und mit 235 Liter Kofferraumvolumen, auch noch 21 Liter mehr Platz in eben diesem.

Wie viel Platz auf der Rücksitzbank verloren ging, kann ich nicht mit Gewissheit sagen – da ich weder ein Maßband zur Hand hatte, noch die Daten hierfür im Netz finden kann. Gefühlt geht es in der zweiten Reihe aber weniger geräumig zu – als zuvor im Mitsubishi Colt. Womit ein Teil des „außen kürzer – innen größer“ Rätsels gelöst sein dürfte.

Konzentration auf Kleinstwagen-Tugenden

Genug Kofferraum-Volumen um beim Einkauf auch nicht vor der Tour zum Getränke-Händler zu kapitulieren, genug Platz in der ersten Reihe und trotzdem die Möglichkeit, zur Not auch noch die zweite Reihe zu besetzen. Ein Kleinstwagen wird im Alltag oft nur für kurze Strecken, zum pendeln oder für Einkaufsfahrten benutzt und dies zu 90 % mit nur einer Person an Board. Mitsubishi hat sich für den Mirage – pardon, den Space Star, also bewusst auf die Ansprüche als „Stadtmobil“ konzentriert. Hierzu gehört auch der extrem praktische und kleine Wendekreis von nur 9,2 Metern und eine neue Motorengeneration um einen möglichst effizienten Alltag zu bieten.

Mitsubishi Space Star Seitenansicht

Drei Zylinder müssen reichen

Mit einer neuen Generation (3A9 höher verdichtet!) von MIVEC-Motoren will Mitsubishi einen besonders effizienten und dennoch kraftvollen Antrieb für den kleinen Stadtfloh bieten. MIVEC steht bei Mitsubishi für variable Steuerzeiten und Ventilhübe der Nockenwellen, was nicht nur die Drehfreude und damit Fahrfreude steigert, sondern auch für einen sparsamen Alltag stehen soll.

Der 1.0 l große Dreizylinder liefert hierbei 71 PS und 88 Nm und der von mir auch gefahrene 1.2 Liter Dreizylinder bringt 80 PS und 106 Nm mit.  Mit Ausnahme des 1.0 Basis-Benziners in der Basis-Ausstattung, werden alle Motoren mit einer Start & Stopp Automatik ausgeliefert.

Mitsubishi gibt einen Verbrauch von 4.0 bis 4.4 Liter auf 100 Kilometer im Euro NEFZ an. Meine – recht kurze – Testfahrt mit dem Space Star 1.2 zeigte die Möglichkeiten nur bedingt auf. Mit 5.5 Litern auf dem Display im Cockpit, würde ich die Chancen auf einen realistischen Verbrauch von unter 5 Litern auf 100 Kilometern aber als gegeben einstufen.

Die Manieren des putzigen Motörchens sind überschaubar, dafür glänzt der 1.0 in der Clear Tec Variante mit einem CO2 Minimal-Ausstoß von nur 92 Gramm je Kilometer. Entweder Luxus – oder sparen.

Leichtigkeit und Widerstand

Nicht ohne Stolz verweisen die „Mitsubishianer“ auf den cW-Wert von 0,27 und das Leergewicht von nur 825 Kilogramm und in der Tat, der cW-Wert ist für ein so kleines Auto gut und das Leergewicht steht für gemachte Hausaufgaben. Ein VW Golf 1 war im übrigen auch nur 3.7 Meter lang und wog auch nur 825 Kilogramm. Allerdings sprachen wir damals noch über die Kompaktwagenklasse – verbrauchten mit 37 kW schon 6.4 Liter auf 100 Kilometer und konnten von sechs Airbags, Keyless-Go und einem Navigations-System nur träumen.  Dies nur als Orientierungshilfe – wenn man sich überlegt, worüber wir heute bei Kleinstwagen eigentlich reden.

Mirage Space Star Mitsubishi

Mein erster Eindruck:

Emotionsbefreiter Japanischer Kleinwagen. Daran können auch die peppigen Farben nichts ändern. Aber wie gesagt: „Wer mag schon Kleinwagen„.

Wenn es jedoch darum geht, sich durch enge Gassen zu schlängeln, auf Supermarktparkplätzen die letzte Lücke zu nutzen und in einem Zug zu wenden, dann spielt der Space Star seine Klassentypischen Stärken aus. Über Land könnten die Federn und Dämpfer des Fahrwerks noch ein wenig sensibler reagieren, das Lenkgefühl in der Mittellage präziser sein und die Schaltung mehr Rückmeldung über die Schalthebelführung vermitteln.

Ungewöhnlich gut:

Die Rundumsicht und das Raumgefühl. Er wirkt – vor allem vorne – wirklich geräumig. Kleinstwagen stelle ich mir immer noch anders vor. Und auch die Ausstattung des gefahrenen Modells war vollständig. Sechs Airbags, Bremsassistent und Tagfahrlicht sind immer mit an Board, ebenso die elektrischen Fensterheber für die vorderen Türen.

Wer sich für den 1.2 in der höchsten Ausstattung Shine+ entscheidet, der kann sich über den Licht- und Regensensor freuen, bekommt das 7 Zoll Mitsubishi Multimedia Sound- und Navigationssystem (inkl. Bluetooth) ein Leder-Lenkrad sowie einen Leder-Schaltknauf und das Smart-Key Schlüsselsystem, bei dem der Fahrer das Fahrzeug öffnen, schließen und starten kann, ohne hierzu den Zündschlüssel aus der Tasche zu holen.

Mitsubishi Space Star Test Foto von vorne

Wie ihn der Hersteller beschreibt:

Raum für mehr

Mehr Effizienz. Mehr Komfort. Mehr Freiheit. Mehr Raum. Mehr Sicherheit. Mehr Auswahl.

Was mir besonders positiv aufgefallen ist: 

  1. Der kleine Wendekreis von 9,2 Metern ist für die Stadt wirklich ideal. Pizza-Lieferdienste werden darauf abfahren. 
  2. Der Einstiegspreis ist mit 8.990 € erfreulich übersichtlich und eigentlich bekommt man hierfür bereits ein vollwertiges Auto – für den Weg von A nach B.
  3. Peppige Farben. Mitsubishi bietet 8 attraktive Farben an.

Mitsubishi Space Star Cockpit

Was kann er besser als seine Mitbewerber?

Wenden. Dank der guten Übersichtlichkeit und dem kleinen Wendekreis ist der Space Star ein quirliger Stadtfloh mit echtem Wende-Talent.

Sparen. Der Einstiegspreis schont den Geldbeutel und der Verbrauch das Tank-Budget.

Mitsubishi space Star Anzeige Display cockpit

Worin sind die Mitbewerber besser?

Lenkgefühl und Federungskomfort lassen Raum für Verbesserungen.

Mitsubishi Mirage Space Star Kleinstwagen

Faktenlage:

  • Der neue Space Star startet am 13. April
  • 2 Benziner stehen zur Auwahl
  • 6 Airbags sind Serie
  • Einfache Bedienung
  • Startpreis 8.990 €
  • 4.0 l auf 100 KM im EuroNEFZ

Fazit – Der neue Space Star ist …

.. noch immer ein japanischer Kleinwagen der keine emotionalen Luftsprünge begründet – aber er ist ein cleveres Auto, mit Talent zum sparen im Alltag, einem guten Raumangebot in der ersten Reihe, hervorragender Übersichtlichkeit und er startet zu einem fairen Einstiegspreis.

 

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger