Dunlop und Bonk Motorsport gewinnen die VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring

  • VLN-Titel für Alexander Mies und Michael Schrey im BMW M235i Racing Cup
  • Der 24-jährige Alexander Mies gewinnt auch VLN Junior Trophäe
  • Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop fährt beim Saisonfinale erneut aufs Siegerpodest

Hanau, Oktober 2016 – Dunlop und Bonk Motorsport haben die VLN-Langstreckenmeisterschaft 2016 gewonnen. Alexander Mies (24, Heiligenhaus) und Michael Schrey (33, Wallenhorst) setzten sich im Dunlop-bereiften BMW M235i Racing Cup gegen stärkste Konkurrenz durch. Acht Siege in zehn Rennen in der besonders hart umkämpften BMW-Cup-Klasse sprechen eine deutliche Sprache. Auch beim Saisonfinale holte das Duo Schrey / Mies den Klassensieg und freute sich nach dem Rennen. „Für mich ist das der größte motorsportliche Erfolg – wir wollen die Nummer 1 auf jeden Fall im nächsten Jahr tragen“, jubelte Mies, und Schrey fügte freudig hinzu: „Ein überwältigender Moment. In der Auslaufrunde sind bei mir die Tränen geflossen, da fiel der ganze Druck ab.“

„Wir freuen uns mit der gesamten Mannschaft von Bonk Motorsport über den Gewinn der VLN-Langstreckenmeisterschaft“, sagte Alexander Kühn, Manager Dunlop Motorsport. „Gratulation und großes Kompliment an Alexander Mies und Michael Schrey, die wirklich eine eindrucksvolle Siegesserie hingelegt haben. In einer der teilnehmerstärksten Klassen der VLN konnten sie das Potenzial der in Hanau produzierten Dunlop-Rennreifen am besten nutzten.“ Dunlop ist Technical Partner von BMW Motorsport und rüstet als exklusiver Reifenpartner den BMW M235i Racing Cup aus.

VLN Saison 2016, 62. ADAC Westfalenfahrt. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 02.04.2016 Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com

Diverse Siege und Podiumsplätze im Laufe der Saison
Dunlop war auf der legendären Nürburgring-Nordschleife in dieser Saison Reifenpartner zahlreicher Top-Teams. Dabei startete die neue Zusammenarbeit mit Phoenix Racing sogleich sehr erfolgreich. Der Phoenix-Audi R8 LMS feierte auf Anhieb zwei glänzende Siege in den ersten beiden Rennen. Auch die Dunlop-bereiften BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop waren erfolgreich unterwegs und holten sechs Podestplatzierungen – die letzte mit Rang drei von Christian Krognes (NOR), Victor Bouveng (SWE) und Jesse Krohn (FIN) beim Saisonfinale der VLN.

Dunlop begleitete als Technischer Partner im Rahmen einer weltweiten Partnerschaft mit Aston Martin Racing auch die Einsätze in der VLN und beim 24h-Rennen. Die werksunterstützten Lexus RC F GT3 von Emil Frey Racing waren ebenso auf Dunlop unterwegs wie die spektakulären Sportprototypen der Scuderia Cameron Glickenhaus.

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Neue Nordschleifen-Rekorde auf Dunlop
Deutlicher Beleg für die herausragende Performance der Dunlop-Rennreifen sind eindrucksvolle Bestzeiten auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses und Nordschleife. Walkenhorst-Pilot Christian Krognes benötigte im Zeittraining (VLN8) lediglich 7:53.375 Minuten für einen Umlauf. Damit markierte der BMW M6 GT3 im schwarz-gelben Dunlop-Design eine inoffizielle Bestmarke. Offizielle Rekorde können nur im Rennen gefahren werden. Das gelang dann kurz darauf Nico Verdonck mit dem Alzen-Ford GT: Der Belgier benötigte – ausgerüstet mit einem Standard-GT3-Reifen von Dunlop – lediglich 7:58.558 Minuten. Mit dem neuen Rundenrekord setzt Dunlop eine stolze Tradition am Nürburgring fort: 1983 fuhr Stefan Bellof mit seinem Porsche 956 auf Dunlop-Rennreifen die bis heute schnellste Rundenzeit auf der Nordschleife.

 

 

 

 

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VLN 2016: Land-Motorsport feiert dritten Saisonsieg

Furioses Finale: Land-Motorsport feiert dritten Saisonsieg

Mit einem furiosen Finale verabschiedet sich die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring am Ende ihrer 40. Saison in die Winterpause. Bei anfangs schwierigen Witterungsbedingungen gestartet, empfing im Ziel eine strahlende Herbstsonne die Sieger des 41. DMV Münsterlandpokals, Christopher Mies und Connor De Phillippi: Im Audi R8 LMS von Land-Motorsport wurden sie nach 4:06:25,800 Stunden mit einem Vorsprung von 2:44,418 Minuten vor Jörg Müller und Nico Menzel im BMW M6 GT3 des BMW-Teams RBM abgewinkt. Auf Platz drei landeten Christian Krognes, Victor Bouveng und Jesse Krohn im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport. Land-Motorsport ist mit drei Gesamtsiegen und dem Gewinn der VLN Speed Trophäe das erfolgreichste Team der Saison. Die erfolgreichsten Fahrer 2016 sind Alexander Mies und Michael Schrey von Bonk Motorsport: Die neuen Meister der VLN rundeten ihre außergewöhnliche Leistung mit dem achten Klassensieg im BMW M235i Racing Cup ab.

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Drei Teams lieferten sich beim VLN-Finale einen packenden Kampf um den Gesamtsieg: Land-Motorsport, das am Ende zweitplatzierte BMW-Team RBM und Haribo Racing mit den Fahrern Uwe Alzen, Lance David Arnold und Renger van der Zande im Mercedes-AMG GT3. Von der Pole-Position aus gestartet, übernahm Jörg Müller im BMW M6 GT3 zunächst die Führung, die ihm in Runde drei Lance David Arnold abspenstig machte, dessen Teamkollege Uwe Alzen musste den Haribo-Mercedes jedoch in der 18. Runde nach einem Unfall vorzeitig abstellen.

„Bis auf die Tatsache, dass wir beim 6h-Rennen ein paar Hundert Meter vor dem Ziel mit leerem Tank liegen geblieben sind, hatten wir 2016 tatsächlich einen guten Lauf“, bilanzierte Christopher Mies. „Die Bedingungen waren heute allerdings eine Herausforderung. Wir haben uns nach dem ersten Stopp entschieden, auf Regenreifen zu bleiben. Dadurch haben wir vielleicht etwas an Boden verloren, aber es war die sichere Variante. Dafür konnten wir später den letzten Boxenstopp so legen, dass wir keine Mindeststandzeit mehr hatten.“

Mit Nico Menzel, dem Sohn von Nordschleifen-Routinier Christian Menzel, stand beim Finale einer der jüngsten Piloten auf dem VLN-Siegerpodest. Der 18-jährige BMW-Junior lieferte in seinem erst zweiten Rennen im GT3-Boliden eine blitzsaubere Leistung ab. „Das ist Wahnsinn. Ein großes Dankeschön an die Leute von BMW, die mir diese Chance gegeben haben“, freute sich Menzel. „Und auch an mein Team RBM, das sehr gut vorbereitet war. Es ist das erste Podium für mich, hoffentlich eines von vielen.“

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Ein erneut gutes Ergebnis erzielte Walkenhorst Motorsport. Dabei war die Fahrt zum insgesamt sechsten Podestrang der Saison für das Team aus Melle bei Osnabrück alles andere als ein Spaziergang. „Der erste Stint war sicher der härteste, den ich hier je gefahren bin“, gestand Jesse Krohn. „Es war extrem schwierig, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Das war das Maximum, was heute möglich war. Für uns ist alles gut gelaufen, wir haben zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen getroffen.“

Hinter dem Spitzentrio folgte auf den weiteren Positionen ein bunter Herstellermix: Der Mercedes-AMG GT3 von HTP Motorsport belegte am Ende Rang vier vor dem Nissan GT-R Nismo GT3 von Zakspeed, Platz sechs ging an den Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing, die Scuderia Cameron Glickenhaus fuhr mit dem SCG003C auf den siebten Rang. Hinter dem Wochenspiegel-Porsche und dem zweiten Walkenhorst-M6 pilotierten Tim Scheerbarth und Alexander Toril Boquoi den schnellsten SP7-Porsche auf Rang zehn.

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Gelungene Premiere Teil 1: Nordschleifen-Rookies aus der DTM
Die beiden DTM-Piloten Lucas Auer und Felix Rosenqvist zogen sich bei Ihrer Premiere auf der Nordschleife achtbar aus der Affäre. Im TMG GT86 fuhren sie zusammen mit dem DTM-Kollegen Daniel Jucadella, der sein zweites VLN-Rennen bestritt, zum Klassensieg in der Cup4-Klasse. „Dass die Jungs schnell sind, war zu erwarten, dass sie aber auf Anhieb in einem ihnen unbekannten Auto so schnell sein würden, war großartig“, lobte Alexander Fielenbach vom Einsatzteam Mathol-Racing.

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Gelungene Premiere Teil 2: Der neue TCR-Bolide Audi RS 3 LMS
Der neue Audi RS 3 LMS hat bei seinem ersten Renneinsatz einen starken Eindruck hinterlassen. Beim Finale belegten Jordi Gené und Kelvin van der Linde und Rahel Frey und Christopher Haase unter 140 Teilnehmern die Gesamtpositionen 17 und 22. „Das Ergebnis war bei diesem Testeinsatz jedoch nebensächlich“, sagt Chris Reinke, Leiter von Audi Sport customer racing. „Viel wichtiger war, dass beide Autos ohne technische Probleme durchgefahren sind und sich unsere Fahrer bei schwierigen Bedingungen wohlgefühlt haben.“

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Weitere Termine 2016: Jahressiegerehrung und Essen Motor Show
Die erfolgreichen Fahrerinnen und Fahrer der Saison 2016 in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring werden am 19. November 2016 im Rahmen der Jahressiegerehrung im Bitburger Event Center am Nürburgring geehrt. Vom 26. November bis zum 4. Dezember 2016 präsentiert sich die VLN auf der Essen Motor Show in Halle 6, Stand 100.

Best of Galerie  –  Letztes Rennen 2016 – Das Schinkenrennen

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Car Collection beschreitet 2017 neue Wege

Das Team Car Collection Motorsport will sich in der kommenden VLN-Saison breiter aufstellen. Neben den Audi R8 LMS in der GT3-Klasse möchte Teamchef Peter Schmidt im Jahr 2017 Fahrzeuge in zwei weiteren Klassen an die Nürburgring-Nordschleife entsenden. „Die Vermietung von GT3-Fahrzeugen an Gentlemen-Fahrer stand bei uns im Vordergrund. Nun möchten wir diesen Kunden aber auch wieder eine Alternative anbieten. Da wir in den vergangenen Jahren regelmäßig bis zu fünf Porsche 911 GT3 Cup eingesetzt haben, ist es für uns nur logisch zu unseren Wurzeln zurückzukehren“, sagt Schmidt, der aus diesem Grund den zusätzlichen Einsatz von mindestens einem Porsche GT3 911 Cup in der SP7 oder im Cup2 realisieren möchte.

Neben den GT-Fahrzeugen geht das Team aus dem Rheingau aber auch neue Wege in der Tourenwagen-Kategorie. Mindestens ein nagelneuer Audi RS 3 LMS (TCR) soll bei den VLN-Rennen eingesetzt werden. Das neueste Kundensportmodell von Audi Sport customer racing ist mit einem Zweiliter-Vierzylinder-TFSI Motor und rund 330 PS ausgestattet. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h liegt bei beeindruckenden 4,5 Sekunden.

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SEAT Leon Eurocup auf dem Nürburgring

Einsteigen, anschnallen und die Motoren starten. Am Nürburgring wird es am Wochenende wieder laut und schnell. Die Racer des Seat Leon Eurocup sind zurück. Zum dritten Mal ist der Nürburgring der Austragungsort für den Seat Leon Eurocup.

14 Rennfahrer in ihren 330 PS starken Seat Leon Eurocup-Rennern gehen am Wochenende am Nürburgring an den Start.

Es gibt derzeit drei Fahrer, die bei nur zwei Rennen vor Saisonende alle eine Chance auf den Gesamtsieg haben – die nächsten Rennen werden also nochmal richtig spannend. Der traditionsreiche Nürburgring wird eine Herausforderung für alle. Hier kann der kleinste Fehler über Sieg oder Niederlage entscheiden. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die beiden nächsten Rennen ausgehen werden. Und ich bin mir sicher, dass noch mit einigen Überraschungen zu rechnen ist“, so Jaime Puig, Direktor von SEAT Sport.

Der Nürburgring ist eine Rennstrecke von 5,1 Kilometern Länge mit deutlichen Höhenunterschieden und ist als schnellster Kurs im Rennkalender bekannt. Der Kurs verfügt über sieben Links- und zehn Rechtskurven und hält einige Eigenheiten bereit, die den meisten Fahrern gut bekannt sind. Stian Paulsen (Stian Paulsen Racing) hat gute Erinnerungen an die deutsche Strecke, konnte der Norweger doch hier vor zwei Jahren seinen ersten Sieg feiern.

 

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VLN: Dramatischer Sieg für Porsche beim 6-Stunden Rennen

Das ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen wurde seinem Ruf als Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft gerecht. Das Rennen des MSC Ruhr-Blitz Bochum ist das längste der VLN-Saison, und seine Schlussphase war von einem äußerst packenden Kampf um den Sieg geprägt. Bei strahlendem Sonnenschein rund um den Nürburgring und die legendäre Nordschleife fuhren Patrick Pilet und Jörg Bergmeister im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing zum ersten Porsche-Sieg der Saison. Dabei errangen der Franzose und der Deutsche einen neuen Distanzrekord für das 6h-Rennen: Sie legten in 43 Runden 1.047,394 Kilometer zurück.

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Auf Platz zwei wurden Uwe Alzen, Lance David Arnold und Jan Seyffarth abgewunken, die nach dem Sieg im vorangegangenen Rennen die Performance des Mercedes-AMG GT3 von Haribo-Racing abermals unter Beweis stellten. Jörg Müller, Jesse Krohn, Victor Bouveng und Felipe Fernández Laser feierten im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop wurden Vierte. Den schnellsten Audi R8 LMS pilotierten Frank Stippler, Anders Fjordbach und Markus Winkelhock vom Team Phoenix-Racing auf Rang vier. So lautet die Bilanz: vier GT3-Sportwagen von vier deutschen Automobilherstellern auf den ersten vier Positionen.

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Die Schlussphase des Rennens geriet zum echten Rennkrimi: Manthey-Racing ging kurz vor Ablauf der Distanz 8,5 Sekunden vor dem Land-Audi in die letzte Runde. Während sich Pilet mit ausreichend Treibstoff ins Ziel retten konnte, rollte Mies auf der Döttinger Höhe mit leerem Tank aus – das Land-Team hatte zu wenig Sprit nachgefüllt. „Wir wollten bei unserem letzten Stopp auf keinen Fall hinter den Haribo-AMG zurückfallen und haben mit dem Benzin zu knapp gerechnet“, gestand Teamchef Wolfgang Land. „Daher geht der Ausfall auf meine Kappe. Die Jungs haben alles richtig gemacht und sind sensationelle Zeiten gefahren. Beim nächsten Mal greifen wir wieder an.“ Der Phoenix-Audi legte für die letzten zwei Runde sicherheitshalber einen kurzen Tankstopp ein und verlor so einen Podestrang.

„Die 6-Stunden-Distanz kam uns heute eindeutig entgegen“, erklärte Bergmeister im Ziel. „Auf eine Runde gerechnet sind wir nicht die Schnellsten, über die Distanz aber können wir unsere Konstanz als Stärke ausspielen. Hinzu kommt, dass das Team mit einer perfekten Strategie und sehr guten Boxenstopps die Grundlage für diesen Sieg gelegt hat.“

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Die dramatische Schlussphase wird auch Arnold lange in Erinnerung bleiben. „Wenn ich so etwas noch häufig erlebe, kriege ich sicherlich graue Haare“, meinte er. „Wir haben versucht, Mies das Leben möglichst schwer zu machen, hatten aber auf der Strecke am Ende keine Chance. Heute war das Glück auf unserer Seite, wir hatten unsererseits auch schon oft genug Pech.“

Zufrieden mit seiner Premiere im BMW M6 GT3 war Laser. „Ich bin sehr froh, gleich bei meinem ersten Einsatz im M6 auf dem Podium zu stehen“, sagte der Spanier. „Ich hatte zu dem Auto auf Anhieb sehr viel Vertrauen, so dass ich mich schnell einschießen konnte.“ Nachdem seine Teamkollegen gute Vorarbeit geleistet hatten, konnte Routinier Müller den Podiumsplatz relativ entspannt nach Hause fahren. „Ich musste wirklich nicht mehr viel machen, die Jungs waren einfach perfekt“, gestand er.

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Hinter dem Spitzenquartett fuhr ROWE RACING beim „Heimspiel“ – der Mineralölhersteller begleitet das 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen als Titelsponsor – auf den fünften Rang. Philipp Eng, Stef Dusseldorp und „Iain Wright“ setzten sich im BMW M6 GT3 mit einem Vorsprung von fast drei Minuten gegen die Sechstplatzierten „Gerwin“, Yelmer Buurman, Hubert Haupt und Manuel Metzger im Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon durch. Bei seiner Premiere im BMW M6 GT3 fuhr das Frikadelli Racing Team mit Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Patrick Huisman und Norbert Siedler auf den siebten Rang.

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Ein Rekord für die Ewigkeit: Opel Manta geht ins Motorsport-Geschichtsbuch ein
Olaf Beckmann, Peter Hass, Volker Strycek und Jürgen Schulten fuhren beim Saisonhighlight ein geschichtsträchtiges Rennen. Beim 111. VLN-Einsatz des betagten Opel Manta durchbrachen sie nach 22 Runden die Schallmauer von 50.000 Rennkilometern auf der Nordschleife – ein Rekord, der wohl nie einem anderen Rennauto gelingen wird. Nach 35 Runden überquerten sie zudem als Sieger der Klasse H2 die Ziellinie. Für Doppelstarter Strycek immer noch nicht genug: Zusammen mit seinen Kindern Lena und Robin triumphierte der Nordschleifen-Routinier auch in der Opel Astra OPC Cup-Klasse. „Ein fantastischer Renntag – mehr geht einfach nicht“, konstatierte er bei der Siegerehrung.

Die Tabellenführer siegen weiter: Mies/Schrey auch über sechs Stunden nicht zu bremsen
In Sachen Meisterschaft ist beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen eine Vorentscheidung gefallen. Was zu Beginn der Saison kaum jemand für möglich gehalten hat, ein Durchmarsch im stets sehr stark besetzten BMW M235i Racing Cup, wird langsam aber sicher Realität. Alexander Mies und Michael Schrey fuhren für Bonk-Motorsport den siebten Klassensieg im siebten Rennen ein. Indes mussten die direkten Verfolger in der Fahrerwertung weiter Federn lassen. Mies/Schrey reicht ein weiteres Top-Ergebnis in den verbleibenden drei Rennen, um sich den Titel zu sichern.

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Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 24. September statt. Der 48. ADAC Barbarossapreis führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden. Eine 30-minütige Zusammenfassung des siebten Laufs zeigt der Sender SPORT1 am 10. September um 12:30 Uhr.

 

 

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VLN 6-Stunden: Langer Samstag beim Saisonhöhepunkt

Es ist das Highlight des Rennkalenders, die Königsetappe der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Statt vier werden die Teilnehmer diesen Samstag über sechs Stunden auf der Nürburgring-Nordschleife gegeneinander fahren. So wird den Fans beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen von 12 bis 18 Uhr bewährte VLN-Rennaction im XL-Format geboten.

Nach vier Audi-, einem BMW- und einem Mercedes-AMG-Erfolg in der bisherigen Saison stellt sich die Frage, wer nach sechs Stunden die Nase vorn haben wird? Black Falcon, Phoenix Racing, Manthey-Racing, Land-Motorsport, Walkenhorst-Motorsport, ROWE-Racing und Haribo Racing schicken wohl die Autos ins Rennen, die die größten Aussichten auf den Gesamtsieg haben.

Die Uhren ticken an diesem Samstag jedoch nicht nur länger, sondern für einige Teams im Feld auch anders.

Letzteres gilt in erster Linie für Piloten wie Heiko Eichenberg. Der 42-Jährige bestritt alle Rennen der Saison 2016 bislang im Alleingang, erzielte im BMW M235i Racing Cup vom Team Securtal Sorg Rennsport mit einem dritten und zwei vierten Cup5-Plätzen respektable Ergebnisse und liegt als bester Solist in der Gesamtwertung auf dem 15. Rang.

Aufgrund der längeren Renndauer sind Einzelstarter beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen jedoch nicht zugelassen. So wird Eichenberg sich seinen Platz hinter dem Steuer teilen müssen. Für Team und Fahrer keine unerhebliche Umstellung – eingespielte, bewährte Strategien müssen angepasst werden.

Eine Tatsache, die jedoch nicht nur auf die Solisten im Feld zutrifft. Viele Teams holen sich für das sechsstündige Rennen Verstärkung ins Cockpit und sind gegebenenfalls auch zu taktischen Änderungen gezwungen.

Die wohl größte Umstellung erwartet jedoch Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Patrick Huismann und Norbert Siedler. Das Team Frikadelli Racing geht zwar mit dem bewährten Fahrerquartett an den Start. Das aber nimmt in einem völlig neuen Arbeitsgerät Platz. Die schnellste Frikadelle der Welt für den siebten VLN-Lauf wurde nicht in Zuffenhausen, sondern in München produziert: Statt eines Porsche 911 GT3-R schickt der Kultrennstall aus Barweiler einen BMW M6 GT3 ins Rennen. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 ist es für das Team der erste Hersteller-Wechsel.

„Nach dem Motorschaden beim vergangenen Lauf wissen wir nicht, ob die Revision rechtzeitig fertig wird. Aus diesem Grund haben wir uns kurzfristig entschieden, einen BMW auszuprobieren“, begründet Abbelen den Umstieg. „Bei den Testfahrten am Freitag müssen wir uns alle auf dieses Fahrzeug einschießen. Dennoch bin ich mir sicher, dass wir mit dem M6 auf Anhieb gut zurechtkommen und um vordere Plätze mitfahren können – auch wenn wir sein Potenzial nicht ganz so ausreizen können wie bei unserem Porsche.“

Absolutes Neuland betreten derweil zwei gestandene Rennfahrer, die beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen erstmals Fahrstunden für ihren „Führerschein“ nehmen, zum Erwerb der DMSB-Permit A. Die beiden DTM-Piloten Daniel Juncadella und António Félix da Costa geben ihre VLN-Premiere auf der Nordschleife. Juncadella tauscht dabei seinen Mercedes-AMG C63 DTM gegen einen Porsche Cayman, den er gemeinsam mit Suad Al Faisal, Ronny Lethmate und Carsten Palluth für Black Falcon in der Klasse V5 pilotieren wird. Félix da Costa, normalerweise im BMW M4 DTM aktiv, wechselt sich in einem BMW M235i Racing Cup (SP8T) mit Ricky Collard ab.

Um die Permit A zu erlangen, müssen beide mindestens zwei VLN-Rennen und 18 Runden auf der Nordschleife bestreiten. Erst dann haben sie die Möglichkeit, in den GT3-Flaggschiffen ihrer Hersteller auf der Nordschleife zu fahren.

Und noch eine weitere Premiere hat die Königsetappe zu bieten. Erstmals in dieser Saison treten die beiden Doppelsieger des Jahres im direkten Duell gegeneinander an. Frank Stippler und Anders Fjordbach hatten im Phoenix-Audi R8 LMS die beiden ersten Rennen gewonnen und werden über die sechsstündige Distanz von Markus Winkelhock unterstützt. Das Trio trifft am Samstag auf Christopher Mies und Connor De Phillippi, die im Audi R8 LMS von Land-Motorsport die Läufe vier und fünf dominierten. „Unsere Unterstützung ist, dass sie keine Unterstützung durch einen zusätzlichen Fahrer erhalten“, sagt Teamchef Wolfgang Land. „Die beiden sind ein traumhaftes Duo, das hervorragend miteinander harmoniert. Das wollen wir nicht auseinanderreißen.“

Die beiden Audi werden es jedoch auch mit den weiteren Gesamtsiegern aus den bisherigen sechs Rennen zu tun bekommen. So nehmen auch die Sieger des vorangegangenen Laufs – Uwe Alzen, Lance David Arnold und Jan Seyffarth – im Haribo-Mercedes-AMG GT3 erneut die vorderen Positionen ins Visier. Und Jörg Müller und Jesse Krohn sind am Samstag ebenfalls mit von der Partie. Sie gewannen gemeinsam mit Marco Wittmann im Schubert-BMW M6 GT3 den dritten VLN-Lauf und werden diesmal mit Victor Bouveng und Felipe Fernández Laser im M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport um den Sieg kämpfen.

VLN Saison 2016, 39. RCM DMV Grenzlandrennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 20.08.2016 Copyright Guido ten Brink / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com
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VLN 4 2016 014 Stefan Baldauf Fotos

Ein Lexus RC F GT3 beim 6h-Rennen auf dem Nürburgring am Start

Dominik und Mario Farnbacher startet gemeinsam mit dem Japaner Akira Iida kommenden Samstag beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, dem Saisonhöhepunkt der diesjährigen VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Das Schwesterauto von Emil Frey Lexus muss nach einem Unfall beim letzten Rennen pausieren.

Farnbacher Racing aus Lichtenau hat sich für die längste VLN-Distanz des Jahres, der siebte Wertungslauf führt über sechs statt vier Stunden, mit dem Japaner Akira Iida verstärkt. „Akira fährt derzeit den Lexus RC F GT3 in der Japanischen SuperGT Meisterschaft und hat uns bereits vergangenes Jahr unterstützt. Er hat enorm viel Erfahrung und wir sind sehr gespannt, was er zum Unterschied der beiden Autos in Deutschland und Japan zu sagen hat“, sagt Dominik Farnbacher.

Ein erfolgreiches Warm-up absolvierte das Gespann bereits vergangenes Wochenende. Dominik Farnbacher fuhr gemeinsam mit Akira Iida und Hiroki Yoshimoto beim 1000 Kilometer-Rennen in Suzuka mit einem baugleichen Lexus RC F GT3 problemlos ins Ziel und sicherte dem japanischen Einsatzteam LM Corsa wichtige Meisterschaftspunkte.

Das Schwesterauto von Emil Frey Racing muss dagegen leider pausieren: „Nach dem Unfall beim letzten Rennen war es in der Kürze der Zeit unmöglich, das Fahrzeug rechtzeitig fertigzustellen. Wir befinden uns nach wie vor in der Entwicklung des Lexus RC F GT3 und haben daher kein großes Ersatzteillager“, schildert Lorenz Frey, Fahrer und Teamchef des Emil Frey Racing Lexus. „Somit haben wir uns dazu entschieden, beim 6h-Rennen nicht anzutreten und das Auto für VLN8 vorzubereiten.

Los geht’s am Samstag, den 3. September 2016 von 08:30 bis 10:00 Uhr mit dem Zeittraining. Das Rennen startet um 12:00 Uhr. Weitere Informationen von Emil Frey Racing gibt es auf www.lexus.emilfreyracing.com und auf www.facebook.com/EmilFreyLexusRacing.

 

 

Foto: SB-Medien, Stefan Baldauf - Guido ten Brink

Bärenstark: Haribo Racing feiert ersten Mercedes-Sieg 2016 in der VLN

Großer Jubel im Haribo Racing Team, dem Sieger des 39. RCM DMV Grenzlandrennens: Nach 4:00:21,323 Stunden wurde Uwe Alzen im Mercedes-AMG GT3 als Erster abgewinkt. Zusammen mit Jan Seyffarth und Lance David Arnold stand so für die in Bonn beheimatete Equipe nicht nur der erste Mercedes-AMG-Sieg in der VLN-Saison 2016 zu Buche, sondern auch der erste Teamerfolg seit dem achten Lauf 2010. Damals triumphierten Lucas Luhr und Richard Westbrook im Porsche 911 GT3 R ebenfalls in markanter Goldbären-Optik. Auf den Plätzen zwei und drei beendeten die beiden BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop das Rennen. Den Markenmix an der Spitze rundeten der Falken-Porsche 911 GT3 R und der Audi R8 LMS von Twin Busch Motorsport auf den Positionen vier und fünf ab. Alexander Mies und Michael Schrey verteidigten die Tabellenführung – souverän fuhr das Duo in der hart umkämpften Cup5-Klasse (BMW M235i Racing Cup) zum sechsten Klassensieg in Folge.

VLN Saison 2016, 39. RCM DMV Grenzlandrennen. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 20.08.2016 Copyright Guido ten Brink / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com
VLN Saison 2016, 39. RCM DMV Grenzlandrennen – Die Top 3 des Rennens! 

Vier Stunden packende Rennaction auf der schönsten und anspruchvollsten Rennstrecke bei sommerlichen Temperaturen – das war ganz nach dem Geschmack der Zuschauer rund um die 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Grand-Prix-Kurs und Nordschleife. In 28 Rennrunden wechselte die Führung nicht weniger als neun Mal. Neben den Siegern und den Zweitplatzierten Christian Krognes, Victor Bouveng und Jörg Müller im Walkenhorst-BMW sammelten auch der Audi R8 LMS von Phoenix Racing und der Porsche 911 GT3 R des Wochenspiegel Team Manthey Führungskilometer. Während der Phoenix-Audi nach einem technischen Defekt in Runde 25 vorzeitig die Segel streichen musste, kam der Wochenspiegel-Porsche auf Platz acht.

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Im Ziel betrug der Vorsprung von Uwe Alzen 12,090 Sekunden auf Müller. „Wir mussten am Ende etwas mit dem Treibstoff haushalten, weil wir nicht hundertprozentig sicher waren, ob der Sprit noch für eine weitere Runde reichen würde“, erklärte Arnold. „Am Ende sprang ein fantastischer Sieg heraus. Die Pace in der Langstreckenmeisterschaft ist enorm, und ehe wir am Ende das Rennen kontrolliert nach Hause fahren konnten, mussten wir jede Runde ‚all in’ gehen.“ Alzen ergänzte: „Ich wollte auf keinen Fall etwas riskieren. Auch wenn ich am Ende etwas Tempo rausgenommen haben, ist jede Runde in der ‚Grünen Hölle’ extrem anspruchsvoll.“

Krognes/Bouveng/Müller waren mit Platz zwei am Ende sehr zufrieden. Im Zeittraining am Samstagmorgen hatte Krognes mit einer Fabelzeit von 7:56,642 Minuten die Pole-Position errungen. Das ist neuer, inoffizieller Rundenrekord; offizielle Rekorde werden nur im Rennen gefahren. Auch hier fuhr das Trio mit 8:02,914 Minuten die schnellste Runde aller Teams. „Auf eine Runde ist der BMW M6 GT3, der erst in diesem Jahr debütierte, schon richtig schnell“, sagte Müller. „Das Team arbeitet nun akribisch daran, diesen Speed auch über die Distanz umzusetzen. Wir haben diesbezüglich wieder große Schritte nach vorne gemacht, was die Positionen zwei und drei eindrucksvoll zeigen.“

Sein erstes Top-3-Ergebnis in der VLN feierte Michele Di Martino zusammen mit Matias Henkola und Jordan Tresson. Di Martino, im vergangenen Jahr noch Junior-Champion in der VLN und Meister im BMW M235i Racing Cup, ist der Sprung in den GT3-Boliden geglückt. „Ich bin wahnsinnig happy“, sagte der 23-Jährige. „Ich habe mich an das Fahrzeug gewöhnt. Natürlich ist noch Luft nach oben, aber generell komme ich nach sieben Rennen schon sehr gut zurecht.“

Enge Entscheidung im TMG-Cup, souveräner Sieg in der BMW-Cup-Klasse
Hart umkämpft war die Entscheidung im TMG GT86 Cup: Nils Jung und Florian Wolf setzten sich mit nur 0,117 Sekunden Vorsprung gegen Manuel Amweg und Thomas Lampert vom Toyota Swiss Racing Team durch. Umso deutlicher war der Vorsprung im BMW M235i Racing Cup. Alexander Mies und Michael Schrey dominieren die Klasse auch weiterhin souverän. Im Ziel lag das Bonk-Motorsport-Duo 41,041 Sekunden vor Thomas Jäger und Rudi Adams vom Team Scheid – Honert Motorsport. Mit ihrem sechsten Klassensieg in Folge bauten Mies/Schrey die Tabellenführung in der Meisterschaft aus. Mit 58,44 Punkten beträgt der Vorsprung auf Christopher Rink, Danny Brink und Gabriele Piana vom Team Pixum Team Adrenalin Motorsport 4,79 Punkte. Claudius Karch und Ivan Jacoma, die ihrerseits im Porsche Cayman R von Mathol Racing fünf Rennen lang das Geschehen in der Klasse V6 bestimmt hatten, schieden erstmals in dieser Saison vorzeitig aus und fielen vom zweiten auf den zehnten Rang in der Meisterschaft zurück.

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Starkes Rennen von raceunion Teichmann auf dem Porsche Cayman #970

Ein sehr guter zweiter Platz in der Cup 3 Klasse ist das Ergebnis von Moritz Gusenbauer und Marcel Hoppe beim sechsten Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring in der Eifel auf ihrem Porsche Cayman GT4. Nach vier Stunden überzeugten die Piloten und das Team rund um die Startnummer 970 mit einer tadellosen Renn-Performance. 

„Im Training war noch Luft nach oben, aber im Rennen lief es gut. Das Auto war über die gesamte Distanz sehr gut, die Reifen konstant. Wir konnten pushen und uns Stück für Stück nach vorne kämpfen. Das war richtig geiles Racing“, sagte Moritz Gusenbauer nach dem Rennen.

Das Zeittraining war noch nicht das ganz große Kino. Mit einer Zeit von 8:53,365 war man zwar bei der Musik, aber für Marcel Hoppe und den jungen Gusenbauer war das dennoch nur der Gesamt 44. Startplatz und in der Gruppe der Cayman Cup-Boliden (CUP3) nur ein fünfter Startplatz.

Im Rennen zeigte sich die Stärke der Cayman GT4 und des Fahrerduos. Eine spannende Aufholjagd über die 24,358 Kilometer lange Nürburgring-Nordschleife und ein vier Stunden Rennen ohne Fehler. Dabei überzeugte Moritz Gusenbauer mit konstanter Rennspeed. Aus dem Pulk kommend, sicherte sich das Team so einen guten zweiten Platz in der eigenen Klasse und einen sehr guten 24. Platz im Gesamtklassement.

Am Ende fehlten dem Duo 2:14 auf den Klassensieger, ebenfalls ein von „raceunion Teichmann Racing“ eingesetzter Porsche Cayman GT4. Die Startnummer 960 mit Marc Hennerici und Moriz Oberheim am Steuer siegten mit einer Gesamtzeit von 4:01:11.158.

Das nächste Rennen für den Porsche Cayman GT4 mit den beiden Piloten Moritz Gusenbauer und Marcel Hoppe in der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, ist der 48. ADAC Barbarossapreis am 24. September 2016.

VLN 6 2016 044 Gusenbauer Cayman GT4 VLN 6 2016 042 Gusenbauer Cayman GT4 VLN 6 2016 036 Gusenbauer Cayman GT4 VLN 6 2016 026 Gusenbauer Cayman GT4 VLN 6 2016 035 Gusenbauer Cayman GT4 VLN 6 2016 040 Gusenbauer Cayman GT4

 

 

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf und Guido ten Brink

Pole Position für den Walkenhorst BMW M6 beim 6. VLN Lauf 2016

„Das beste Auto, die besten Reifen“. Christian Krognes Antwort auf die Frage, was man braucht um die Pole-Position in der VLN zu besetzen ist ziemlich kurz. Aber eindeutig. 7:56,642 ist die schnellste – jemals – in der VLN gefahrene Rundenzeit.

Der von Walkenhorst „powered by Dunlop“ eingesetzte BMW M6 fährt auf der jüngsten Generation von DUNLOP-Rennreifen und ist mit der 7:56,642 jetzt erst einmal in die Geschichtsbücher eingegangen.

Der 6. VLN-Lauf der Saison 2016 startet um 13:00! – Livestream für die VLN *hier klicken*

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Mit 6.000 Reifen nach Le Mans

Dunlop ist beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen in Le Mans breit aufgestellt: 27 der 60 für das Langstreckenrennen gemeldeten Fahrzeuge werden auf Dunlop unterwegs sein. Die Rennfahrzeuge stammen aus allen vier Racing-Klassen. In der LMP1 sind es drei Fahrzeuge, in der LMP2 gehen 20 Rennwagen auf Dunlop-Reifen an den Start, jeweils zwei weitere fahren in den Klassen LMGTE Pro und LMGTE Am. „Wir sind mit neuen Reifenspezifikationen für alle Klassen vor Ort“, sagte Mike McGregor, Dunlop-Testmanager. „Das war eine große Herausforderung für unsere Entwickler und die Produktion. Zudem haben wir sehr intensiv getestet, um die Kombination aus Chassis und Reifen zu optimieren. Die Entwicklungsprogramme für die LMP1 und GTE Pro kommen gut voran, und sind für uns ein wichtiger Schritt bei der Rückkehr in diese Klassen.“

Mehr als 6.000 Dunlop-Reifen bei 24 Stunden von Le Mans
Um die Teilnehmer vor Ort perfekt betreuen zu können, reist Dunlop mit insgesamt zehn Trucks und 6.000 Reifen nach Le Mans. Mehr als 80 Ingenieure, Monteure und technisches Servicepersonal sorgen vor Ort für einen reibungslosen Ablauf und die optimale Vorbereitung. Die besondere Herausforderung von Le Mans sind die unterschiedlichen Regularien der einzelnen Klassen und damit Anforderungen für die unterschiedlichen Reifenspezifikationen. In der LMP1 hat Dunlop für die Teams neue Reifen entwickelt und kann dies auch im weiteren Verlauf des Jahres tun. Während die Anzahl der Reifen für jedes Rennen beschränkt ist, kann es jedoch Änderungen der Reifenspezifikationen bei den folgenden Rennen geben. Die Reifen für die LMP2 sind komplett neu. Sie wurden auf Basis der starken Leistung des vergangenen Jahres entwickelt und wurden hinsichtlich eines breiten Arbeitsfensters und einer stabilen Performance nochmals optimiert. Während in der LMP1- und GTE-Pro-Klasse die Reifenspezifikationen während der Saison weiter entwickelt werden können, gelten in der LMP2 die für das Rennen in Silverstone festgelegten Reifenspezifikationen auf allen Rennstrecken für die gesamte Saison in der FIA WEC, zu der auch das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zählt.

LE MANS TEST DAY sunday 5th june 2016 Photo Clément Marin
LE MANS TEST DAY sunday 5th june 2016 Photo Clément Marin

Aston Martin mit Dunlop in der GTE Pro und GTE Am
Dunlop begleitet als Technischer Partner seit Anfang des Jahres die Einsätze von Aston Martin Racing im Langstreckensport. In Le Mans gehen je zwei Aston Martin Vantage in der GTE-Pro-Klasse sowie der GTE-Am-Klasse auf Dunlop ins Rennen. Für die 24 Stunden von Le Mans haben Aston Martin und Dunlop ein umfangreiches Reifen-Simulations- und Testprogramm absolviert. Wichtige Parameter waren dabei die möglichen großen Temperaturunterschiede in Le Mans von fünf bis 25 Grad, die stabile Performance der Reifen sowie Nasstests bei niedrigen und hohen Temperaturen.

Dunlop-Comeback in der Top-Kategorie LMP1
Erstmalig seit 2012 ist Dunlop in diesem Jahr wieder in der LMP1-Klasse unterwegs. Neben den beiden R-One – AER von Rebellion Racing setzt auch ByKolles für den CLM P1/01 – AER auf Dunlop. Den R-One mit der Startnummer 12 pilotieren Nicolas Prost, Nick Heidfeld und Nelson Piquet junior, im Schwesterfahrzeug mit der 13 sitzen Mathéo Tuscher, Alexandre Imperatori sowie Dominik Kraihamer. Hinter dem Steuer des CLM P1/01 mit der Startnummer 4 sitzen Simon Trummer, Oliver Webb sowie Pierre Kaffer.

LE MANS TEST DAY sunday 5th june 2016 Photo Clément Marin
LE MANS TEST DAY sunday 5th june 2016 Photo Clément Marin

Großes Teilnehmerfeld in LMP2 überwiegend auf Dunlop
Beim diesjährigen Langstreckenklassiker in Le Mans sind in der LMP2 so viele Fahrzeuge wie noch nie seit ihrer Einführung im Jahr 2004 am Start. Von den 14 Teams mit 23 Rennwagen vertrauen elf Teams mit 20 Fahrzeugen auf Dunlop. 2016 markiert dabei das letzte Jahr, bevor ab 2017 eine weitreichende Regeländerung hinsichtlich Chassis und Motoren in Kraft treten wird. Bei dem Rennen am kommenden Wochenende werden noch sieben unterschiedliche Chassis mit drei verschiedenen Motorenlieferanten konkurrieren. In den vergangenen Jahren war Dunlop fünf Mal in Folge der Reifenpartner des Klassensiegers in Le Mans.

Aktuelle Suchanfragen:

Friends of MX-5

Ganz ehrlich. So ein Mazda MX-5 hat natürlich durchaus ein Problem. Ein Image-Problem. Als puristischer Roadster nach britischer Sitte geht er einfach nicht durch. Dafür ist der Japaner viel zu zuverlässig. Zu problemlos in der Handhabung. Weil er aber zugleich klein, leicht und noch viel wichtiger, mit dem klassischen Antriebslayout gesegnet ist, ist er eigentlich sogar viel besser als das Image seiner Vorbilder. Und er ist vor allem etwas, was man heute fast vergessen hat: Ein Drivers-Car. Trotz seines natürlichen Habitats, wegen dessen man ihn gerne in der Nähe von Eisdielen parkt.

So macht man sich Freunde: Das Global Cup Car auf der Rennstrecke

Friends of MX-5

Ab auf die Rennstrecke

Der Gummi klebt auf dem Asphalt. G-Kräfte, die einem jeden Eisbecher aus der Hand rutschen lassen. Wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, der hat alle Vorurteile über Bord geworfen. So gut das eben geht, wenn ein grober Sicherheitskäfig und ein Fangnetz den Fahrer im kleinen Cockpit fixieren. Zugegeben: Einsteigen war für „Nicht-Normgrößen“ eine Herausforderung. Die Tür zu öffnen, funktioniert wie bei jedem anderen MX-5 auch. Doch dahinter lauert das Wirrwarr aus Stahlrohren. Und ein großer schwarzer Schalensitz mit Ohren. Das Lenkrad ist zum Glück mit einem Handgriff abnehmbar. Nur so gelingt das Einfädeln in diesen kleinen Roadster. Fangnetz zu. Helm auf. Bereits im Stand bellt sich der 1.6 er unter der Haube in das Herz des Motorsport-Jüngers. Knackig bleibt das Getriebe zu schalten, die Kupplung ist Serie und lässt sich ebenso bedienen. Der MX-5 will den Renn-Novizen nicht blamieren, er will begeistern. Und das tut er einfach.

Messerscharf lässt sich das Global Cup Car an die Curbs zirkeln. Der Scheitelpunkt wird blind getroffen, der Grip der Hinterachse zaubert ein Lächeln in das Gesicht des Piloten. Dank dem glasklaren Feedback der 215er, der speziell für das CupCar gefertigten BF Goodrich-Slicks auf der Vorderachse,  findet sich die Ideallinie auf dem Parcmotor Castelloli easy ein.

PS-Zahlen? Verrät man noch nicht. Noch finden die letzten Verifizierungen des neuen Cup Cars in den USA statt. Aber so 170 PS sollten schon anliegen. Und das ist das Geheimnis des Mazda MX-5 Global Cup Car. Seine DNA. Anstatt einfach nur mit der feisten PS-Schaufel den Fahrer totzuschlagen und zu überfordern, geht man beim Hersteller aus Japan einen anderen Weg.

Ernsthaftigkeit, Spaß und Leidenschaft. Gegossen in die knackige Figur des MX-5. Bereitgestellt für die Rennstrecke. Ohne Hobby- und semi professionelle Rennfahrer zu überfordern. Je weniger Leistung, desto größer ist nun einmal die Lernkurve. Anstatt in jeder Kurve grob das Grip-Limit zu überschreiten, gehört der MX-5 als „Global Cup Car“ zu den Rennfahrzeugen, mit denen man beides kann: Den Zugang zum Motorsport auf finanziell überschaubarer Basis zu stemmen – und dennoch Spaß dabei zu haben. Stunde um Stunde, Runde um Runde an den eigenen Fähigkeiten zu feilen.

Mazda MX-5 05 Global Cup Car

Das macht das MX-5 Global Cup Car aus

Unter seiner Haube röhrt noch immer der Serien-Vierzylinder mit 2,0 Liter Hubraum. Ein spezielles Motorsteuergerät und eine Edelstahl-Auspuffanlage von einem US-Experten stimmen die Klangfarbe des Saugmotors neu ab, heben die Leistung an und sorgen dank Serien-Triebwerk für eine überschaubare Kostenbasis. Größere Kühler sorgen sich jedoch um die thermische Gesundheit. Das manuelle 6-Ganggetriebe wurde nicht angefasst. Das Sperr-Differential an der Hinterachse bekam eine Kühlung verpasst. Die gröbsten Veränderungen muss das Interieur über sich ergehen lassen.Vom Serien-Armaturenbrett abgesehen, gibt es eigentlich auch kein Interieur mehr. Nacktes Blech, meterlange Stahlrohre für den Sicherheitskäfig.

Eine Sitzschale empfängt den Fahrer, Hosenträgergurte fixieren ihn. Erst das aufgesteckte Lenkrad ermöglicht den Ein- und Ausstieg. Die Sitzposition ist mit knackig, fix und exzellent trefflich umschrieben.

Das Fahrwerk ist mit verstellbaren Dämpfern und einem verstellbaren Front-Stabi aufgerüstet, entspricht in seiner sonstigen Geometrie jedoch der Serie. Da bereits der Serien MX-5 eine unfassbar gute Balance bietet, passt auch im Cup-Car das Layout. Die 17-Zoll Leichtmetallfelgen bekommen speziell von BFGoodrich entwickelte 215/60 ZR 17 Slick-Reifen übergezogen. Selbst die Bremsanlage ist nah an der Serie, soweit man dort die Brembo-Bremsanlage ordert. Einzig neue Beläge und eine nachbehandelte Bremsscheibe und Bremsschläuche aus Stahlflex werden ausgerüstet. Damit es der Bremse nicht zu warm wird, fliegen die Nebelscheinwerfer heraus und machen Platz für eine Kühlluft-Öffnung.

Mazda MX-5 19 Global Cup Car

FIA, IMSA, SCCA und NASA – aber nur in den USA

Im Global Cup Car werden alle Regularien erfüllt. Egal, ob FIA-Käfig oder Feuerlösch-System. Der Ansatz der Japaner, aus dem Eisdielen-Racer einen „Racer“ werden zu lassen, wird mit aller Ernsthaftigkeit umgesetzt. Dummerweise und jetzt kommen wir zum „aber“, gibt es das Global Cup Car derzeit nur in den USA. Ein Anruf bei der dt. Presse-Stelle von MAZDA sollte aber Klarheit bringen, welche Kosten für den Import aufgerufen werden. Denn man denkt auch bei MAZDA in DE hart darüber nach, wie man das Global Cup Car auf dt. Rennstrecken bekommt. Der Basis-Preis des MX-5 in seiner Hardcore-Variante liegt bei rund 50.000 $.

Mazda MX-5 34 Global Cup Car

Virtual Racing

Wer sich das „Cup Car“ erst einmal virtuell anschauen will, der kann das tun. Und gleich in den Rennbetrieb einsteigen. Ohne deswegen das heimische Wohnzimmer verlassen zu müssen. Und 50.000 $ stehen dann auch nicht auf der Rechnung.

Um das Thema „Global Cup Car“ zu pushen, hat sich Mazda dazu entschieden, eine virtuelle Rennserie zu starten. Die iRacing-Plattform wurde dazu ausgewählt, eine Challenge zu starten und bietet die Chance, den Sprung vom „virtuellen Racing“ zum echten Racing zu schaffen. Am Ende wartet der „Mazda Laguna Raceway“ in Kalifornien auf die Besten!

Das deutsche Qualifying wird unter dem Motto „Rennen Deines Lebens“ in Kooperation mit  „AUTO BILD“ durchgeführt und folgt der 2015 ins Leben gerufenen Eventreihe „Defining moments“.  Ab dem 22. April startet Mazda hierfür die Bewerbungs-Möglichkeiten. (Wir werden erneut berichten und stellen den Link zur Aktions-Webseite online!)

Friends of MX-5

Das gesamte Programm steht unter dem Motto: „Friends of MX-5“. Mit vier Modellgenerationen MX-5 hat Mazda eine erfahrbare Ikone im Roadster-Bereich geschaffen. Eine riesige Fan-Gemeinde hat sich rund um den japanischen Roadster gebildet und Mazda möchte den Fans etwas zurückgeben. Dem Enthusiasmus der MX-5-Fans will man mit exklusiven Live-Events begegnen. Möglichkeiten schaffen, die Marke und die Leidenschaft zu erleben. Und für den, der es richtig heiß und schnell mag, die Chance auf die Rennstrecke ermöglichen. Oder gleich zum Kauf eines „Global Cup Cars“ verführen. Was wir an dieser Stelle im übrigen nur wärmstens empfehlen können. Für 50.000 $ ist das schon fast ein unmoralisches Angebot …

mazda mx-5 global cup car bjoern habby helm

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Komme mit mir auf eine 360°-Runde im Mazda MX-5 Global Cup Car auf der Rennstrecke von Parcmotor Castellioli.  Am Steuer der Ex-F1 Pilot und Le Mans Gewinner: Johnny Herbert!

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Eine Runde mit Alexander Bonn von ausfahrt.tv, auf dem Parcmotor Rundkurs:


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News: Renault Motorsport baut auf zwei Säulen

Jüngst wurde das neue Motorsportprogramm von Renault im konzerneigenen Entwicklungszentrum Technocentre in Guyancourt bei Paris vorgestellt. Der Hersteller zeigt das neue Fundament der sportlichen Bemühungen, das auf zwei Säulen basiert. Zum einen wird die Abteilug in Renault Sport Racing inklusive des neu gegründeten Renault Sport Formel 1 Teams und zum anderen in Renault Sport Cars aufgeteilt. Ziele und Ausrichtungen gaben die Franzosen zudem bekannt. Read more

News: Neue Rennreifen von Dunlop

Dunlop kehrt mit Macht zurück auf die Rennstrecke

In diesem Jahr war das Motorsport-Engagement von Dunlop vor allem auf den BMW M235i Cup konzentriert. Und auch wenn es in der VLN einige Erfolge gab, der Umzug der Rennreifen-Fabrik nach Hanau hat für ein „ruhiges“ Jahr gesorgt. 2016 wird sich das ändern. 2016 wird DUNLOP eine komplett neue Reihe von Rennsport-Reifen vorstellen. Diese Reifen wurden und werden speziell für die wachsende Klasse der GTE-Fahrzeuge entwickelt. GTE sind vor allem in der FIA-Langstrecken-WM (WEC) und der Europäischen Le Mans Serie (ELMS) startberechtigt und bieten für die Zuschauer spannende Motorsport-Action. Dabei baute Dunlop auf den Erfahrungen auf, die im ersten Jahr des neuen ELMS-Reglements gesammelt werden konnten. Während die Reifenwahl zuvor freigestellt war, schreibt dieses neue Reglement seit der Saison 2015 die Verwendung eines Einheitsreifens vor.

Ziel bei der Entwicklung des neuen Dunlop-GTE-Reifens war es, auch weiterhin eine auf vielen unterschiedlichen Fahrzeugen gleichwertige Leistung sowie Konstanz und Haltbarkeit zu bieten. Gleichzeitig wurde der Pneu aber mit einem überarbeiteten Profil der Hinterreifen und neuen Gummimischungen verbessert. Das soll dem Fahrer mehr Vertrauen beim Bremsen geben und für mehr Stabilität bei Richtungswechseln bei hoher Geschwindigkeit sorgen.

Bei Tests auf diversen Fahrzeugmodellen, die aktuell in der ELMS starten, hat sich die neue Reifenfamilie bereits als Fortschritt erwiesen. Teams, die die Serie mit Fahrzeugen der Hersteller BMW, Ferrari und Porsche bestreiten, haben die Reifen schon getestet – und ELMS-Neueinsteiger wie Beechdean werden das gegen Ende November in Bahrain tun.

Neuer Intermediate erweitert die Palette
Des Weiteren haben sich Dunlop und die ELMS darauf geeinigt, einen Intermediate-Reifen einzuführen. Das ist das erste Mal seit dem Wechsel des Reglements zu einer Ein-Hersteller-Serie. Diese Neuerung wird den Teams dabei helfen, Kosten zu sparen, da sie nicht länger auf einer halbnassen Strecke Regenreifen zerstören oder mit Slicks auf einer noch feuchten Strecke zu hoch pokern müssen.

Walkenhorst BMW Z4 GT3 - powered by Dunlop
Walkenhorst BMW Z4 GT3 – powered by Dunlop

VLN-Erfolge Am Ende einer intensiven Motorsport-Saison auf der anspruchvollsten Rennstrecke der Welt, der Nürburgring-Nordschleife, holte das Walkenhorst Motorsport-Team powered by Dunlop im BMW Z4 GT3 den Titel in der VLN Speed Trophy – und zwar mit zwei Klassensiegen. Dieser Triumph in diesem Jahr ist ein weiteres Kapitel in der beeindruckenden Erfolgsserie, auf die Dunlop im freien Wettbewerb in der GT-Kategorie als Partner von diversen Teams zurückblicken kann: Sieg beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring 2010 und 2013, Sieg in der amerikanischen Le Mans Serie 2010 und 2011 und Sieg in der europäischen Le Mans Serie 2012.

 

Über Dunlop:
Nach frühen Geschwindigkeitsrekorden siegte Dunlop 1924 zum ersten Mal bei den 24 Stunden von Le Mans und ist heute – mit 34 Siegen bei dem Klassiker an der Sarthe – der erfolgreichste Reifenhersteller in der Geschichte des Rennens. 2013 setzten die LMP2-Sieger in Le Mans wie in der Langstrecken-WM auf Dunlop-Reifen, und auch beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring fuhr der Sieger auf Dunlop-Pneus über die Ziellinie. 2014 sorgten die LMP2-Teams, die auf Dunlop starteten, für ein rein gelb-schwarzes Podium in Le Mans und in der Europäischen Le Mans Serie (ELMS). Hier konnten Dunlop-Teams in den vergangenen drei Jahren 11 der 13 ausgetragenen Rennen für sich entscheiden.
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Niklas Krütten: Der junge Kart-Racer im Kurz-Interview

Es gehört schon eine gehörige Portion Mut und Selbstbewusstsein dazu, um als einer der jüngsten Fahrer in einem Feld von mehr als 30 Racern Nervenstärke zu behalten. Niklas Krütten ist gerade mal 12 Jahre jung und fährt gegen international ambitionierte und erfahrene Karter, die im Durchschnitt knapp zwei Jahre älter sind als er. Niklas, der junge Wilde aus Trier, bringt die besten Voraussetzungen, um einmal ganz groß auf der Motorsport-Bühne mitzumischen. Denn er hat bereits mehrfach bewiesen, dass er neben Talent auch die Ausdauer und die Speed sowie das technische Verständnis mitbringt. Außerdem hat er sich als Rookie bereits erfolgreich auf internationalen Spitzenevents behauptet, bei denen bis zu 90 der weltweit Besten Karten antraten. Regelmäßig zieht er hier in die Finale der Top-30 ein.

Wir haben Niklas zum Kurz-Interview gebeten und auch hier zeigte sich schnell, dass er sich von anderen unterscheidet.

Welches sind Deine Lieblings Kartstrecken?
Der Schweppermannring in Ampfing und der Adria International Raceway.

Hast Du ein Ritual bevor Du ins Kart gehst?
Ich versuche immer vor dem Start zu relaxen, mit geschlossenem Visier, Händen im Schoss und Füße auf den Pedalen.

Was fasziniert Dich so am Kartsport?
Die pure Geschwindigkeit und der direkte Zweikampf.

Wer ist Dein Vorbild und warum?
Sebastian Vettel, weil er nie aufgibt und immer das Beste aus jeder Situation rausholt, weil er trotz des Erfolgs ein ganz normaler und netter Typ geblieben ist.

Welche Person möchtest Du gerne mal für einen Tag sein und warum?
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, weil ich dann den Autoführerschein ab 13 einführen könnte.

Wo siehst Du Dich in fünf Jahren?
Rennfahrer in der Formel 3 oder der GP2.

Welche Musik hörst Du gerne?
Cro, Sunrise Avenue und aktueller Hip-Hop.

Was ist Dein Lieblings-Modestück?
Sneakers aller Art und in allen Farben.

Wie oft trainierst Du pro Woche und was motiviert Dich?
Entsprechend meinem Trainingsplan von ProPerformance jeden Tag und davon dreimal die Woche intensiv mit Trainer. Körperliche Fitness und Kraft an den richtigen Stellen sind Voraussetzung für Erfolg.

Und zum Schluss…beschreibe Dich in drei Worten.
Witzig, hilfsbereit und manchmal ganz schön dickköpfig.

Vielen Dank Niklas und weiterhin viel Erfolg. Das Interview führte Jasmin Müller.

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Porsche Doppelsieg beim WEC Heimspiel

Porsche zeigt wo Sportwagen gebaut werden!
Zweimal Doppelsieg in der Eifel.

Eine kleine Sensation gab es an diesem Wochenende in der Eifel. Nein, gemeint ist nicht der Porsche Doppelerfolg. Nach dem Doppelsieg in Le Mans vor einigen Wochen gilt man sicherlich nicht mehr als Außenseiter und Neuankömmling in der WEC.
Man könnte auch Temperaturen von um 30 Grad in der Eifel als sensationell bezeichnen. Wir meinen aber die gewaltige Anzahl von über 62.000 Zuschauern, welche zum 4. Lauf der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC an den Nürburgring kamen.
Während viele Motorsportserien ums überleben kämpfen, ständig neue Regeln erfinden die die Zuschauer nicht verstehen und in Folge wegbleiben, gewinnt die WEC Series immer stärker an Popularität.

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„In der WEC bekommen Motorsport-Fans „real racing“ zu sehen!“

Keine Klappflügel, keine Zusatzgewichte, keine für den auf der Tribüne sitzenden und zahlenden Fan undurchsichtigen Taktikregeln. Der Fahrer mit dem schnellsten Gasfuß steht vorne, so wie Rennfahren in seiner Ursprungsform einmal war und tausende Menschen in den früheren Jahrzehnten an die europäischen Rennstrecken lockte.

So bekamen die Zuschauer auf den teils bis zum letzten Platz besetzten Tribünen eine Racing Show der Extraklasse gezeigt. Durch die verschiedenen Rennklassen kam es zu ständigen Überholmanövern. Die übermächtigen Sport-Prototypen der LMP1-Klasse mit teilweise bis zu 1000 PS, müssen auf der nur 5,137 Kilometer kurzen GP-Strecke des Nürburgrings die bulligen GT-Fahrzeuge mehrfach überrunden.

Auch in dieser GTE-Pro genannten Klasse zeigt Porsche, wo man in Deutschland Sportwagen baut. Die Zuffenhausener feierten mit dem 470 PS starken 911 RSR Platz 1 und Platz 2 in der Profiklasse. Auf den vom Team Manthey eingesetzten Rennboliden gewannen Richard Lietz (Österreich) und Michael Christensen (Dänemark) vor ihren französischen Teamkollegen Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet. Für Porsche war es der erste Doppelsieg in der WEC seit November 2014, als zwei 911 RSR in Shanghai vorne lagen. Richard Lietz ist der neue Spitzenreiter im World Endurance Cup für GT-Fahrer.

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In der LMP1-Klasse hat Porsche mit seinem Doppelsieg die WM-Führung weiter ausgebaut. Der 919 Hybrid scheint nicht nur durch den emotionalen Comeback-Erfolg in Le Mans das Maß der Dinge zu sein. Wobei der Sieg in der Hitzeschlacht am Nürburgring hart erkämpft wurde. Der siegreiche Porsche mit der #17 ging vom zweiten Platz aus ins Rennen und hatte nach 31 Runden eine Minute Rückstand auf das Schwesterauto mit der Nummer #18. Das Fahrertrio Marc Lieb, Neel Jani und Dumas musste aber ab Runde 54 mit insgesamt drei Stop-and-Go-Strafen kämpfen, die alle Siegchancen zunichte machten. Grund war jedes Mal ein fehlerhaft arbeitender Sensor und daraus resultierend ein höherer Benzinverbrauch, als das Reglement erlaubt.
Ab Runde 167 lieferte sich Jani einen packenden Kampf mit den vor ihm liegenden Audi und Marc Lieb konnte in der Schlussphase in einem harten Fight den zweiten Platz erobern.

Die Siegfahrer Timo Bernhard (DE), Brendon Hartley (NZ) und Mark Webber (AUS) mussten auf der kurvenreichen Traditionsrennstrecke richtiges „Racing“ zeigen. Von Platz zwei gestartet, verlor man schon in der neunten Rennrunde in einer Neutralisationsphase gut 10 Sekunden. Kurz darauf wird der erste Boxenstopp vorgezogen, weil eine Beschädigung an der Front sich negativ auf die Aerodynamik auswirkte. Nun sitzt Webber hinterm Steuer, des mittlerweile auf Platz sechs zurückgefallenen 919 Hybrid mit der #17. Mit neuer Fronthaube und reichlich Erfahrung, setzt der ehemalige Formel 1 Fahrer zu einer grandiosen Aufholjagd an. Nach einigen weiteren Fahrerwechseln fährt Webber auch die Schlussphase ab Runde 175 im Porsche 919 Hybrid und geht als Erster über die Ziellinie.

Foto WEC Porsche-24

Porsche baut mit der Traumbilanz vom Sonntag seine Führung in der Herstellerwertung der Weltmeisterschaft auf 33 Punkte gegenüber Audi bzw. 95 Zähler gegenüber Toyota aus.

Stimmen nach dem Rennen:

Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender Porsche AG: „Nach dem erfolgreichen Le-Mans-Wochenende sind wir hier mit großen Erwartungen angekommen. Die Zeit seit dem 14. Juni wurde gut genutzt, und wir haben hier heute mit zwei Doppelsiegen in der LMP1- und der GTE-Pro-Klasse gezeigt, wozu Porsche fähig ist. Dazu kann man den beiden Teams und allen Beteiligten nur gratulieren.“

Fritz Enzinger, Leiter LMP1: „Beim ersten WEC-Auftritt in Deutschland einen Doppelsieg einzufahren, ist natürlich traumhaft. Die neue Aerodynamik funktioniert sehr gut. Deswegen und mit den Punkten von heute ist unser Ziel ein Stückchen näher gerückt, nämlich die Hersteller-WM zu gewinnen. Dafür möchte ich mich auch bei dem ganzen Team daheim in Weissach bedanken. Wir freuen uns auf die kommenden vier Sechsstundenrennen.“

Mark Webber (39, Australien): „Nach Le Mans der zweite Doppelsieg für unser Team ist einfach grandios. Es ist mein erster Porsche Triumph und für Brendon, Timo und mich natürlich ein ganz besonders großer Tag, aber es ist ein Teamerfolg. Die beiden fuhren überragend, wir hatten keine technischen Probleme und haben einen wichtigen Schritt für unsere Performance auf kürzeren Rennstrecken gemacht. Die Verkehrsdichte heute war teilweise wirklich brutal, aber wir haben es geschafft.“

Sechsstundenrennen Nürburgring (DE), Rennergebnis:
1. Bernhard/Hartley/Webber (D/NZ/AUS), Porsche 919 Hybrid, 203 Runden
2. Dumas/Jani/Lieb (F/CH/D), Porsche 919 Hybrid, – 1 Runden
3. Fässler/Lotterer/Tréluyer (CH/D/F), Audi R18 e-tron quattro, – 1 Runden
4. Di Grassi/Duval/Jarvis (BRA/F/GB), Audi R18 e-tron quattro, – 1 Runden
5. Davidson/Buemi/Nakajima (GB/CH/J), Toyota TS040 Hybrid, – 3 Runden
6. Wurz/Sarrazin/Conway (A/F/GB), Toyota TS040 Hybrid, – 4 Runden

FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC, Stand nach 4 von 8 Läufen, Fahrer:
1. Lotterer/Tréluyer/Fässler (D/F/CH), Audi, 95
2. Bernhard/Hartley/Webber (D/NZ/AUS), Porsche 78
3. Dumas/Jani/Lieb (F/CH/D), Porsche, 76
4. Tandy (GB), Porsche & Oreca, 66
5. Bamber/Hülkenberg (NZ/D), Porsche, 58
6. Di Grassi/Duval/Jarvis (BRA/F/GB), Audi, 52

Hersteller:
1. Porsche, 184
2. Audi, 151
3. Toyota, 89

 

© Fotos: Bernd Schweickard
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Nürburgring ehrt Gustav Büsing

Nein, ich habe Gustav Büsing nicht persönlich gekannt. Ich habe ihn immer mal wieder am Nürburgring getroffen. Hab ihn gesehen, wenn er durch das Presse-Zentrum lief. Hab beobachtet, wie er akribisch Notizen erstellte. Gustav Büsing war Pressechef von Sauber in der Formel 1, war Motorsport-Journalist für die Autozeitung, er war Pressechef des F1-Europa-Grandprix. Gustav Büsing war zigfacher Buch-Autor und seine Stimme kannte nicht nur ich sehr gut aus den Eurosport-Übertragungen. Die 24h von Le Mans waren nur vollständig, wenn Gustav Büsing live aus der Kabine in LeMans kommentierte.

Gustav Büsing starb in diesem Jahr in Le Mans. 

Der Nürburgring widmet dem verstorbenen Motorsport-Experten einen Ehrenbaum. Der Baum befindet sich an der Rolf-Stommelen-Straße im Zufahrtsbereich des Fahrerlagers.

 

 

Das Bild entstammt der N-Ring Capricorn-Pressemeldung.
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Motorsport hautnah: Ein neuer Shootingstar am Karthimmel

Die letzten beiden Wochen waren für den jungen Kart-Fahrer Niklas Krütten sehr aufregend. Die Teilnahme des 12-Jährigen an einem Lauf der CIK FIA Europameisterschaft im schwedischen Kristianstad war ein Test für das kommende Jahr und markierte einen weiteren Meilenstein in der aufstrebenden Karriere des jungen Kartfahrers. Zuletzt zeigte er beim DKM Meeting in Ampfing, dass er als einer der jüngsten Fahrer im Feld trotzdem mit den ganz Erfahrenen mithalten kann – ein Top-10 Ergebnis unterstrich dies.

Der junge Wilde bei der Europameisterschaft in Schweden

89 Top-Fahrer aus 31 Nationen waren für den Event in Schweden gemeldet und mittendrin der junge Wilde aus Trier. Doch dass er einer der jüngsten am Start war, schreckte Niklas nicht ab. In der KF-Junior-Wertung beeindruckte er gleich in der ersten Session mit Platz 14 von 30 in seiner Trainingsgruppe. Am Qualifikationstag wurde Niklas der dritten Gruppe zugeteilt und hatte somit den Nachteil als einer der letzten, erst abends, bei abkühlender Strecke seine Zeit fahren zu müssen. Doch trotzdem schaffte er es auf einen Gesamtplatz von 54 und seine Speed war gut eine Sekunde schneller als noch tags zuvor.

Nach dem morgendlichen Warm-Up und Platz 11 war Niklas am Samstag guter Dinge für die anstehenden vier Vorläufe. Diese sollten allerdings zum Lotteriespiel werden. Das Wetter wechselte viertelstündlich und es war alles andere als eine leichte Aufgabe, das richtige Set-up zu finden. Die Gesamtausbeute aus den Vorläufen war trotz der widrigen Umstände ansehnlich, mit den Plätzen 18, 20 und 13 von jeweils 30 Teilnehmern.

Trotz eines ersten Platzes im Warm-up kam es dann doch nicht zu dem Einzug ins Finale, denn gerade mal drei Plätze haben dem Trierer zu seinem Glück gefehlt. Trotz des verpassten Finaleinzugs wird Niklas diesem EM-Lauf in bester Erinnerung behalten, denn als Rookie und jüngster Starter in dem durchschnittlich 1-2 Jahre älteren Gesamtfeld konnte er auf Anhieb einige international erfahrene „Routiniers“ hinter sich lassen. „Erstes Mal EM, neue Strecke, neue Reifen, super harte Konkurrenz und das Finale knapp verpasst, da kann man eigentlich zufrieden sein.“

 

Ein verdienter 10. Platz nach Aufholjagd

Bereits drei Tage nach seiner starken Premiere bei der CIK FIA Europameisterschaft im schwedischen Kristianstad, ging es für den 12-jährigen Kartfahrer Niklas Krütten bereits an die nächste Aufgabe. Im bayerischen Ampfing fand der dritte Lauf zur Deutschen Kart Meisterschaft statt und der Rookie aus Trier überzeugte bei schwierigen Bedingungen mit einer eindrucksvollen Vorstellung.

Im Qualifying am Samstagmorgen stellte Niklas seine starke Form auch gleich mit Platz 14 unter 39 international erfahrenen Startern aus neun Nationen unter Beweis. Trotz eines vielversprechenden Auftakts, musste Niklas Krütten aufgrund der unverschuldeten Probleme in den Vorläufen am Samstag, erst einmal in den Hoffnungslauf am Sonntag, um sich für die Finalteilnahme zu qualifizieren. Trotz vorhergesagtem, sommerlichem Wetter zogen am Sonntag dann auch noch dicke Regenwolken über das bayerische Land, die für ständig wechselnde Streckenbedingungen sorgten.

Von Platz Drei ging es bei Dauerregen für Niklas in den Hoffnungslauf, den er mindestens als Sechster beenden musste, um sich für die Finalläufe zu qualifizieren. Und das sollte nicht schwer werden! Der junge Racer blieb auch auf nasser Piste cool und spielte seine fahrerischen Qualitäten aus. Nach gut durchdachten Überholmanövern lag er bereits in Runde Fünf an erster Stelle und kam am Ende souverän, mit einem Vorsprung von über fünf Sekunden, vor dem Rest des Feldes ins Ziel.

Damit war die Finalteilnahme gesichert und es ging von Platz 28 in das insgesamt 36 teilnehmerstarke Starterfeld des Pre-Finals. Bei weiterhin nassen Streckenbedingungen stellte Niklas seine fahrerischen Qualitäten im Regen erneut zur Schau. Schon unmittelbar nach dem Start hatte er Plätze gut gemacht und bewegte sich konsequent durch das Feld nach vorne. Zwei unverschuldete Kollisionen nach Blocken durch signifikant langsamere Mitstreiter, warfen Niklas am Ende wieder zurück und er kam nur als 26. über die Ziellinie.

Von Platz 26 ging es dann auch in den abschließenden Finallauf über 19 Runden. Bei abtrocknenden Streckenbedingungen ging das Team von Niklas volles Risiko und fuhr eine andere Set-up-Abstimmung als viele andere Fahrer im Feld. Niklas gewöhnte sich schnell an das neue Set-up und nutzte das Potenzial seines Karts trotz Start auf der ungünstigen Außenlinie voll aus. Runde um Runde schnappte sich der 12-jährige Rookie die vor ihm liegenden, international routinierten Kontrahenten mit einem coolen Kopf. Am Ende machte er 16 Plätze gut und beendete das Finale auf einem hervorragenden 10. Platz.

„Mit dem Pech am Vortag bin ich natürlich mehr als happy mit dem zehnten Platz. Vom reinen Speed her wären sowohl im Trockenen als auch im Nassen ein noch deutlich besseres Ergebnis möglich gewesen“, so Niklas nach dem Wochenende. „Sowohl was die Rundenzeiten als auch das taktische Verhalten im Rennen angeht, habe ich dank der fantastischen Betreuung durch mein Team, Forza Racing, weiter Fortschritte gemacht und ich freue mich schon sehr auf die nächste Runde.“

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Mitfahrt: Das Safari-Ungeheuer im Dauner Urwald

Es gibt Momente im Leben, da trifft man auf etwas und ist einfach fasziniert. Und wenn dies dann auch noch eine fahrende Legende ist wie der Nissan 240RS, der im selben Jahr zusammengeschraubt wurde, in dem ich das Licht der Welt erblickte, dann stehen sich zwei Aug-in-Aug gegenüber. So passiert am vergangenen Wochenende beim Eifel Rallye Festival in Daun – einem Festival, das Generationen vereint.

Obwohl ich 1985 noch viel zu klein war, um das Aussterben der Gruppe B Rallyeweltmeisterschaft mitzuerleben, so kam ich doch sehr früh durch meine Liebe zum Motorsport an die Klassiker von damals. An die wahren Rennmaschinen, in denen einfach das Auto und der Pilot um Sieg oder Niederlage entschieden. Keine hochkomplizierten Techniken und politische Entscheidungen den Kampf ums Podest bestimmten.

Nissan fuhr die erste Safari Rallye der Gruppe-B-Zeit mit dem neuen Typ 240RS im Jahr 1983. Während die Werkswagen von Mike Kirkland (Chassis 006) und Shekhar Mehta früh durch Motorschäden ausfielen, führte der dritte von Timo Salonen die Rallye bis kurz vor dem Ziel an, ehe auch sein Motor kaputt ging. Im folgenden Jahr wurde Chassis 006 als Chase Car (schnelles Servicefahrzeug) eingesetzt, ehe er an Ashok Patel verkauft wurde. Der Kenianer war bei der Safari 1985 mit Platz neun bester Privatfahrer.

Genau dieser Nissan mit dem Chassis 006 wurde von dem jetzigen Besitzer, Achim Loth, im Jahre 2008 von Kenia nach Deutschland geholt und seither komplett über fünf Jahre restauriert. Keine leichte Aufgabe für den Schweizer, denn wie viele andere Rallyefahrzeuge von damals schien auch der 240RS wie vom Erdboden verschwunden zu sein und Ersatzteile waren kaum erhältlich. Doch zum Glück war der Wagen fast komplett, denn bei gerade mal 200 sportlichen Ablegern des Nissan Silvia bedeutete jedes fehlende Teil eine Neuanfertigung. Doch trotzdem mussten einige Blech- und Motorenteile und verschiedene Kleinsteile eigens für den 240RS angefertigt werden.

Seit 2014 ist der Nissan nun wieder einsatzbereit und nahm im letzten Jahr auch das erste Mal bei der Eifel Rallye Meisterschaft teil. Und so kam ich nun am letzten Freitag ins beschauliche und idyllische Daun, um mir das Ganze mal aus der Nähe anzusehen. Niemals hätte ich diesen Auflauf an Menschen erwartet, diesen bunten Mix an Autofans, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und keiner hatte mich vorgewarnt, welch fantastischen Autos dort einfach so mal eben auf dem „Marktplatz“ stehen. Auf meiner Runde entdecke ich den Audi Quattro, einen Opel Ascona 400 und den unverkennbaren Lancia Delta Integrale. Und dann stehe ich vor ihm: Mit einem treuen Blick schaut er mir entgegen und ich bin gefesselt. Welch schönes Rennauto! Und mit 32 Jahren noch sehr gut in Schuss!

Nach einer kurzen Einweisung in die Technik und die Besonderheiten des Fahrzeuges fahren wir im Konvoi an den Treffpunkt für die Mitfahrten. Ich bin als Zweite dran und warte geduldig am Straßenrand in einer „Haarnadelkurve“, was als nächstes passiert. Mit einem Schlag wird die Stille des Dauner Waldes gebrochen. Mit Donner und Grollen bahnt sich an, was man kurze Zeit später live sieht. Das Getriebe knarrt beim Gangwechsel, die Reifen quietschen, es raucht und qualmt, und der Nissan 240RS spurtet den Berg hinauf – Gänsehautfeeling inklusive. Wie wird dann erst die Mitfahrt?

Als ich im engen Schalensitz Platz nehme, mir wie früher die Kopfhörer aufsetze, die Gurte festzurre, wird mir schon ein bisschen flau im Magen. „Der Sitz ist das einzige nicht originale Teil, früher war hier ein Klappsitz, aber heutzutage geht Sicherheit vor“, erklärt mir Achim, bevor er auch schon den ersten Gang eingelegt hat. Der übrigens beim Rechtslenker unten links ist, um das Ganze noch zu verkomplizieren.

Während das Auto sonst über afrikanische Steppen jagte, musste sich das Safari-Ungeheuer mit einer asphaltierten Serpentinenstraße außerhalb von Daun begnügen – aber das war dennoch Spaß pur.

Auch wenn wir ab und zu abbremsen müssen, da wir auf Verkehr auflaufen, man, ist das ein Wahnsinnsgefühl ! Es ist kein Motorenlärm, nein, es ist Musik in den Ohren. Es scheint die Sonne, die Vögel zwitschern im Wald und mittendrin dieses Ungetüm, dass mit seinen 1000 kg keinerlei Probleme hat, den Anstieg in die Wälder hochzupeitschen. Komischerweise blieb ich mal ganz stumm während der Mitfahrt, was bei mir selten der Fall ist. Und als es vorbei war, hatte ich Herzklopfen und ein riesiges Strahlen im Gesicht. Was für ein Auto! Hier beherrscht noch das Talent des Fahrers das Auto, nicht umgekehrt. Hier muss der Fahrer das Auto im Griff haben, sonst liegt man in der nächsten Böschung auf dem  Dach. Hier erlebt man wahren Rennsport und fragt sich dennoch, die Typen von damals müssen doch einfach verrückt gewesen sein.

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Dass die „Typen“ von damals nicht nur verrückt, sondern auch unheimlich charismatisch und witzig waren, beweist mir kurze Zeit später Mike Kirkland, der mir in einem astreinen Oxford-Englisch Rede und Antwort zu seiner Karriere und dem Nissan steht.

„Es ist einfach fantastisch, mein Auto wieder zu sehen und vor allem die ganze Arbeit, die Achim und die Jungs da reingesteckt haben. Wenn du mich fragst, ist das haargenau das Auto, mit dem ich vor 32 Jahren bei der Rallye an den Start ging. Ich sehe einfach keinen Unterschied zu damals.“

Was macht für Sie die Faszination Rallye-Sport aus?
„Motorsport ist mein Leben, das ist das, was ich liebe! Ich nahm an 90 Safarirallyes teil und an vielen weiteren, wie etwa in Zypern, Hongkong, Beijing. Ich hatte das schönste Leben, das man sich vorstellen kann. Wenn ich den Sport in meinem Alter noch ausführen könnte, würde mich nichts davon abhalten, aber ich bin jetzt einfach nicht mehr schnell genug. Die letzte Rallye, an der ich teilnahm, war 2006 in Südamerika. Das waren 30 unheimlich spannende und tolle Tage und das beste am Motorsport ist: man trifft wirklich die besten Menschen auf der Welt.“

Wie finden Sie das Eifel Rallye Festival?

„Ich finde diese Veranstaltung einfach nur gigantisch. Ich sehe hier so viele Autos, gegen die ich früher angetreten bin. Es sind hier so viele, von denen ich die originalen Autos kenne und mit den Fahrern nach wie vor befreundet bin.“

Würden Sie gerne ein Rallye Auto aus der heutigen Zeit mal fahren?
„Nein, ich weiß, dass ich jetzt nicht mehr schnell bin. Ich bin jetzt 68 Jahre alt. Aber damals im Jahr 2006 saß ich das erste Mal seit 13 Jahren wieder in einem Rallye Auto und wir belegten den zweiten Rang. Und sogar ich war sehr überrascht darüber, wie stark wir noch waren.“

Schade, dass ich leider schon nach einem Nachmittag wieder fahren musste, aber das Team hatte eine tolle Rallye und wurde zudem mit dem Preis für das Auto mit dem besten Original-Zustand ausgezeichnet. Ich werde dieses unbeschreibliche Erlebnis so schnell nicht wieder vergessen. Danke Nissan. Danke Mike Kirkland.

 

Text und Interview: Jasmin Müller
Fotos: Bernd Schweickard, Stefan Deck

Audi TT Cup: Der Adel rast am Norisring!

Am zweiten Rennwochenende des Audi Sport TT Cup wird es adlig: Albert von Thurn und Taxis, Pierre Casiraghi und Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff gehen am 27. und 28. Juni als Gastfahrer bei den beiden Rennen auf dem Norisring an den Start und tragen im Feld der 24 Fahrer ihre ganz eigene Challenge aus.

Für das Organisationsteam der quattro GmbH ist das Duell der Blaublütigen zum Audi-Heimrennen auf dem Norisring ein besonderer Coup. „Wir haben bereits vor einigen Monaten mit den Planungen begonnen“, sagt Projektleiter Rolf Michl. „Dass wir nun drei Adlige als Gaststarter gewinnen konnten, freut uns sehr und wertet den Audi Sport TT Cup im Rahmen des DTM Rennwochenendes noch einmal auf.“

Der 27-jährige Pierre Casiraghi ist das jüngste Kind von Prinzessin Caroline von Hannover und Stefano Casiraghi und der Neffe von Fürst Albert II. von Monaco. Neben Starts in Rallye-Wettbewerben ging er 2014 als Gastfahrer im Scirocco R-Cup ins Rennen.

Der 53-jährige Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff stammt aus dem Adelsgeschlecht Oeynhausen und ist Gesellschafter der Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff und damit beteiligt am Bilster Berg Drive Resort, einer Rennstrecke in der Nähe von Paderborn.

Der 31-jährige Albert von Thurn und Taxis ist das jüngste Kind von Johannes und Gloria von Thurn und Taxis und Rennfans schon bekannt. Der ambitionierte Rennfahrer fuhr bereits neun Laufsiege im ADAC GT Masters ein und gewann 2010 die Fahrerwertung. Ein tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass der Fürst erst 2001 mit 18 Jahren hinter dem Steuer eines Rennboliden saß. In diesem Alter blicken andere, heutige Profi-Rennfahrer, bereits auf eine meist gut 10-jährige Rennkarriere im Kart und unteren Formel-Klassen zurück.

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Wir konnten Fürst Albert von Thurn und Taxis am Samstag nach dem 1. Lauf am Wochenende zu einem Interview treffen:

AWR/mab*:

Ist es schwer sich von ihrem letzten „Heavy Metal“-Arbeitsgerät (Ein Chevrolet Camaro V8, Anm. der Red.) sich auf das Leichtgewicht Audi TT umzustellen?

 

ATT:

Ja absolut, der Unterschied ist riesig. Beide Fahrzeuge sind anspruchsvoll und der Audi TT als Rennauto mit Frontantrieb ist ganz anders zu fahren. Audi hat die Aufgabe aber super gelöst, das TT Cup Modell auch als Fronttriebler gut ausbalanciert zu haben.

 

AWR/mab:

Audi ist in vielen Rennklassen erfolgreich dabei. DTM, GT-Sport mit dem R8 oder mit den Prototypen in der WEC. Welche Kategorie würde Sie reizen?

 

ATT:

Eindeutig der GT-Rennwagen-Sport. Ich habe im Sport- und Tourenwagensport angefangen und weiß sehr genau wo meine Grenzen liegen. Dazu kommen meine körperlichen Abmaße die nicht für jeden Rennwagentyp gemacht sind. Als groß gewachsener Mensch sind Formelwagen tabu, im Langstreckensport, wo man sich mit mehreren Fahrern ein Cockpit teilt, kann der Kompromiss zwischen den einzelnen  Fahrerabmaßen zum Problem werden.

 

AWR/mab:

Zwischen den Fahrern ist ein gutes Stichwort. Sie und Pierre Casiraghi und Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff sind außerhalb der Rennstrecke befreundet. Wie schaut das nun auf der Rennstrecke aus?

 

ATT:

Wir sind für die 2x 30 Minuten der beiden Rennen „befreundete Konkurrenten“.

(Alle drei lachen)

 

AWR/mab:

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte AWR/mab-Reporter* Bernd Schweickard 

 

Allerdings, um den Sieg in der Gastfahrerwertung konnte keiner der drei Adligen mitfahren. Diesen sicherte sich in beiden Rennen Jordi Gené (E). Der Rennprofi setzte sich gegen Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff (D) und Playmate Doreen Seidel (D) durch. Pierre Casiraghi (MC) und Albert von Thurn und Taxis (D) klebte am gesamten Rennwochenende das Pech an den Reifen. Unverschuldete Dreher und ein Reifenschaden verhinderten Podestplätze für die beiden prominenten Rennfans.

*= AWR/mab steht für die Kooperation aus AWR-Magazin und mein-auto-blog.de

Text: Bernd Schweickard | © Foto: Bernd Schweickard
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Godzilla in Le Mans: Nur wer kämpft, kann verlieren!

Mit Spannung wurde beim legendärsten Langstreckenrennen der Welt nicht nur das Duell des letzten Seriensiegers Audi gegen Porsche erwartet. Viele Augen schauten auf die Werkseinsatz-Rückkehr von Nissan in der großen LMP1 Klasse. Als Motorenlieferant ist Nissan mit Kundenteams schon länger erfolgreich, nun soll es nach dem RC90 in den 80/90er Jahren wieder ein eigener Rennbolide sein. Dazu, man ist geneigt zu sagen, natürlich, mit einem völlig anderen Konzept als die anderen Marken. Sicherlich hat man mit dem „Delta Wing“ vor einiger Zeit für imposante Aufmerksamkeit gesorgt, aber eines der härtesten Rennen der Welt mit einem nicht erprobten Rennwagen bestreiten zu wollen, ist das mutig oder verrückt?

Ich neige zu mutig, letztendlich ist die Markenvielfalt bei solch einem Rennen interessant und Nissan hat, besonders bei den älteren Fans, die noch die Gruppe C Zeiten kennen, viele Fans, nicht nur an der Rennstrecke. Schön zu sehen, dass Nissan eines von drei Fahrzeugen in der berühmten Farbgebung blau, weiß, rot lackiert hat, während die anderen beiden im aktuellem satten Rot in der Boxengarage stehen.

Aber am Schluss lagen die Zweifler richtig.

Dass man mit einem Konzept basierend auf Frontmotor und Vorderachsantrieb nicht um die vorderen Plätze mitkämpft – nicht mitkämpfen kann, die Kritiker haben es alle vorher gewusst. Doch so einfach ist der „Mut von Le Mans“ nicht einzuschätzen. Nissans LMP 1 Projekt war auf dem Zeichentisch ein geniales, ein völlig neues Konzept. Die Idee war gut – denn bei dem LMP 1 Konzept ging es nicht um den Frontantrieb, sondern um eine umgekehrte Hybrid-Lösung. Die dynamische Achslastverschiebung sorgt auch bei Rennwagen dafür, dass es die Vorderachse ist, die mit den größten Rekuperations-Leistungen umgehen kann. Die ursprüngliche Idee von Nissan, rekuperieren an der Vorderachse, Leistung – den Boost – dann an der Hinterachse wieder auf die Straße zu bringen, unterlag thermischen Problemen der radikalen Konstruktion.  Das extrem schlanke Heck hätte der Aerodynamik maximal zugespielt, zugleich wäre die Anströmung des Heckflügels ideal gewesen. Soweit die Idee.

Bei den ersten Tests zeigte sich jedoch: Nicht jede Idee lässt sich bereits im ersten Schritt zum Erfolg führen. Am Ende musste Nissan den Hybrid-Allradantrieb aus dem Auto werfen und den Start in Le Mans – denn eine Nennung für Le Mans zieht man nicht „einfach so“ wieder zurück – mit einem Fahrzeug wagen, dessen Konzept nur zu 65 % umgesetzt wurde.

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Die 65 % Lösung

In der Folge war „Godzilla“ nicht wettbewerbsfähig. Und das, für die Nissan-Techniker muss es mit Ansage gekommen sein, führte zu einem „ungleichen Kampf“ in Le Mans. 65 % Leistungsfähigkeit reichen für Le Mans einfach nicht. Auch dann nicht, wenn man hinter vorgehaltener Hand von über 1.200 PS Systemleistung munkelt.

Nur wer kämpft, kann auch verlieren

Nissan muss diese Probleme gekannt haben. Dass der LMP 1-Godzilla nicht konkurrenzfähig war, Nissan dürfte das akzeptiert haben und stellte sich dem Wettbewerb. Denn nur so kann man aus den Fehlern lernen.

Alles deutete auf eine tragisch-komisch Nummer in Le Mans hin.

An der Strecke am Rennwochenende sah das aber anders aus. Nippon-Fans mit wehenden Nissan- und Nismo-Fahnen rund um die Strecke und Belagerung des Nissan Standes in der Fan-Area. So gehört sich das als Race-Fan! Und auch wenn Godzilla humpelte, Nissan spielte die Show mit!

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Das Renn-Fiasko startet sofort! 

Zum Start am Samstag um 16 Uhr konnte der Nissan #23 mit Olivier Pla, Jann Mardenborough und Max Chilton bedingt durch einen Kupplungsschaden, erst mit einigen Runden Rückstand gegen 17 Uhr aus der Box starten. So viel Pech passt zu den „Problemen mit Ansage“.

Die ersten Stunden fuhren die #21 mit Tsugio Matsuda, Mark Shulzhitskiy und Lucas Ordonez und die #22, pilotiert von Harry Tincknell, Alex Buncombe und dem deutschen Michael Krumm, im Gleichschritt über die 13,629 Kilometer lange Strecke an der Sarthe.

In den ersten Stunden des Rennes absolvierten alle drei Nismo GT-R LM über 100 Runden, bis in der Nacht die übliche Dramatik eines 24h-Rennens auch die Nissan Mannschaft ereilte.

Die #22 hatte zwar schon die ganze Zeit über mit Kinderkrankheiten zu kämpfen, aber als Tincknell nach neun Rennstunden mit rund 340 km/h in ein Trümmerstück raste, das mittig auf der Ideallinie vor der Indianapoliskurve lag, wurde es richtig hektisch an der Box. „Ein Fahrzeug von den dreien muss durchkommen“ lautete spätestens nun die Devise der eifrig arbeitenden Nissan Truppe. Dass es ausgerechnet die #22 werden soll, die mit 150 Runden Rückstand am Sonntag um 16 Uhr das Ziel sah, war zu diesem Zeitpunkt keinesfalls klar. Aber hier passte einfach alles für einen 24h-Überlebens-Fight. Die Boxencrew kämpfte, um das Auto über die Zeit zu bringen und am Steuer saßen richtige Racer. Männer, die den Wagen auch in der Nacht mit fehlender Frontpartie und dadurch ohne Fahrlicht souverän bis zur Schnell-Reparatur steuerten. Das sind einfach Geschichten, die können nur bei einem 24h-Rennen geschrieben werden!

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Retro-Look ohne Glück

Die #21 im schönen 90er Jahre Design war leider der erste Ausfall, nicht nur bei Nissan, sondern im gesamten LMP1-Feld. Nach 10-Stunden war mit beschädigter rechter Vorderradaufhängung vorzeitig Schluss.

Die mit einer Rennstunde aus der Box verspätet gestartete #23 wurde für alle Mühen und Einsatz leider nicht belohnt und rollte in der vorletzten Rennstunde mit Getriebeschaden aus.

„Ich bin sehr stolz auf das ganze Team“, äußerte sich Nissan Motorsport-Chef Darren Kox nach dem Rennen. „Die Fahrer machten einen erstklassigen Job und unsere Boxen-Crews sind allesamt Helden, die unermüdlich alles gegeben haben, um die Autos über die 24h zu bringen. Wir haben viel gelernt und werden sicherlich gestärkt aus dieser Schlacht zurückkehren. Für uns war wichtig, dass der Motor gehalten halt und dass wir ein Auto ins Ziel gebracht haben. Das ist vielen Herstellern bei ihrem ersten Auftritt in der LMP1 Klasse nicht gelungen“.

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Nismo-Motorenpower

Zusätzlich zu seinem engagierten Auftritt in der LMP1 Klasse liefert Nissan Nismo auch Motoren an Kundenteams in der LMP2 Klasse aus. Und hier konnte man eindrucksvoll Erfolge feiern.

Der Nismo befeuerte Oreca-Nissan #47 des KCMG-Teams fuhr souverän den Sieg ein. Nicolas Lapierre, Matt Howson und Richard Bradley hatten von der Pole-Position aus alles im Griff und bei Rennhalbzeit schon eine Runde Vorsprung rausgefahren. Mehr noch, sie schafften es, bei 22 von 24 Rennstunden als Führender die Start- und Ziellinie zu passieren, machten es aber durch zwei Ausrutscher künstlich spannend. Einmal waren Bremsprobleme die Ursache, bei Lapierre die kalten Reifen nach einem planmäßigen Stopp in der Box. So hatten die Sieger in der LMP2 Klasse nach 24h Dauerhatz gerade einmal 48 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten, den Vorjahressieger JOTA Sport Gibson-Nissan #38. Die #26 von G-Drive Ligier-Nissan machte für die Japaner das Podium in der LMP2 Klasse mit Nissan-Power komplett. Solch ein Triumph wird in der LMP1 Klasse sicherlich noch etwas dauern.

 

Wer die Le Mans Rennboliden und den GT-R LM auch einmal live sehen möchte, kann dies demnächst sogar hierzulande. Den nächsten Einsatz hat die Godzilla-Truppe am Wochenende des 30. August beim 6h-Rennen der WEC Serie auf dem Nürburgring.

 

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Text: Bernd Schweickard  |  © Foto: Bernd Schweickard

N24h: Lexus – Attacke in der grünen Hölle!

Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (14. bis 17. Mai 2015) begeistert nicht nur Motorsportfans, es stellt vor allen Dingen Rennfahrer und Maschinen vor große Belastungsproben. Lexus nutzt diese Herausforderung, um seine Rennsportkompetenz zu demonstrieren. Außerdem präsentiert der Premium-Automobilhersteller auf dem Ring Boulevard seine Serienmodelle in besonders sportlicher Ausführung.

Aktiv am Renngeschehen nehmen drei Lexus Boliden teil. Gazoo Racing, ein Team von japanischen Mitarbeitern aus der Konzernzentrale, die Rennluft schnuppern und die einzigartige Atmosphäre auf dem legendären Eifelkurs kennenlernen möchten, tritt mit dem Lexus LFA Code X sowie dem RC 200t an. Lexus Racing startet mit dem IS F CCSR. Der auf dem LFA basierende Prototyp Code X hat bereits an mehreren Rennen teilgenommen und dabei wertvolle Erfahrungen für zukünftige Serienproduktionen gewonnen. Ebenfalls erfolgreich stellt der IS F CCSR seine Rennsportgene unter Beweis, hat er doch bereits beim Langstreckenpokal in 2013 und 2014 gewonnen.

Aber auch abseits der Rennstrecke zeigt Lexus seine sportliche Seite. Der Lexus GS F feiert stilecht seine Deutschlandpremiere auf dem Ring Boulevard. Die viertürige, 473 PS starke Limousine will mit beeindruckenden Fahrleistungen und perfekten Handling-Eigenschaften überzeugen. Mit einem unverwechselbaren Design und kraftvollen Turbo-Power begeistert das kompakte Premium-SUV NX 200t F-Sport, der erstmals den neuen Turbo-Benziner von Lexus mit der sportlichen Ausstattungslinie F-Sport verbindet. Den zwei Serienfahrzeugen steht das RC F GT3 Konzept vom Team Lexus Racing zur Seite. Mit seiner auf die Anforderungen des Rennsports reduzierten Innenausstattung wiegt das Konzeptfahrzeug nur 1.250 Kilogramm. Der modifizierte V8 Antrieb aus dem RC F leistet im GT3 rund 540 PS.

Auch Toyota ist beim Langstrecken-Klassiker wieder mit von der Partie. Mit den Startnummern 193 und 196 gehen zwei GT86 in der V3-Klasse ins Rennen – darunter auch das Toyota Swiss Racing Team, das zuletzt dreimal hintereinander mit dem Toyota GT86 CS-V3 den Klassensieg eingefahren hat und diese beispiellose Serie in diesem Jahr fortsetzen möchte.

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Ganz besonders lohnt sich für Toyota Fans ein Besuch auf dem Hatzenbachplateau: Die Marke präsentiert dort historische Rennwagen aus dem Toyota Museum wie den Corolla WRC AE111 und den Celica ST185 4WD; verschiedene Toyota Fanclubs haben weitere Unikate mit an den Ring gebracht. Besucher können zudem ihre Fahrküste im GT86 Simulator messen.

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Audi TT – Cup der Langeweile

Es ist die Zeit, in der Budget und Werbegelder großer Konzerne den Motorsport dominieren. Die DTM, selbst auf einem Scheideweg bei immer weiter sinkenden Zuschauerzahlen, hat nun ein neues Rahmenprogramm bekommen. Zuletzt war im Vorprogramm der Scirocco-Cup aktiv. Ein Straßensportler, den sich auch die Fans kaufen können, die einige Euros für die Eintrittskarten bezahlen und mit ihren 19-29 Jahren mit Fahne und Fanpulli auf den Tribünen sitzen. Dazu illustre Gaststarte, ehemalige Tourenwagengrößen wie Christian Danner oder Nicola Larini, die sich im Volkssportler einen Zweikampf mit Playmate Doreen Seidel lieferten. Dazu leichte Berührungen, früher einmal völlig normal im Cup-Sport, eine herunterhängende Stoßstange am Scirocco, triviale Unterhaltung, die sitzt.

Der Scirocco verkauft sich nicht besonders gut, Zeit für einen Wechsel. Praktisch, dass im Volkswagen-Konzern ein neuer Sportler an der Startlinie steht, der Audi TT.

Das Auftaktrennen verlief dann derart spannend wie ein aktueller Formel 1 oder anderer x-beliebiger Rennlauf. Start, nach 2 Runden das Feld so auseinander gezogen, dass alle Fahrzeuge wie an der berühmten Perlenschnur hintereinander Runde um Runde absolvierten. Überholmanöver? Fehlanzeige. Rad an Rad-Duelle? Fehlanzeige. Motorsport-Sound? Fehlanzeige. Die Renn TT sind selbst bei Vollgas vor der Südkurve so leise, dass ein Straßen-Tesla fast wie ein lauter Raufbold dagegen erscheint.

Ist das ein Markenpokal, den man als Motorsportfan sehen möchte? Oder steht der Eventcharakter im Fokus. Popcorn, Cola, schnell ein Selfie mit Motodrom-Ambiente im Hintergrund gepostet, alles nice, alles schön, nur nicht zu laut bitte.

Ergebnisse gab es natürlich auch. Im ersten Rennen setzte sich Marc Coleselli durch. Der 21-Jährige aus Salzburg (A) gewann den Lauf über 13 Runden vor Nicolaj Møller Madsen (DK) und Dennis Marschall (D). Im zweiten Rennen am Sonntag, das unter schwierigen, nassen Bedingungen durchgeführt wurde, musste sich Møller Madsen in den letzten Runden harten Angriffen von Alexis van de Poele (B), Marc Coleselli (A) und Joonas Lappalainen (FIN) erwehren. Der Däne behielt aber die Oberhand und fuhr, wie bei der Premiere des Audi Sport TT Cup am Samstag, auf Rang zwei. Van de Poele komplettierte das Podium als Dritter. Dennis Marschall (D) gewann den zweiten Lauf und führt die Fahrerwertung nach zwei Rennen mit 43 Punkten an, dicht gefolgt von Møller Madsen (42) und Coleselli (41).