Abrechnungspanne bei Lkw-Maut — Millionen-Verlust belastet Dobrindt

Abrechnungspanne bei Lkw-Maut — Millionen-Verlust belastet Dobrindt

Weil die Lkw-Maut mit privaten Autobahnbetreibern falsch abgerechnet wurde, entgingen dem Bund Millionen-Einnahmen. Der Grund ist laut ein Fehler im Abrechnungssystem, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Ein Abrechnungsfehler bei der Lkw-Maut kostet den Bund vermutlich einen zweistelligen Millionenbetrag. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, kann „das Abrechnungssystem nicht zwischen kleinen 7,5-Tonnen- und großen Zwölf-Tonnen-Lkw unterscheiden“. Seit Anfang 2005 müssen Lkw über 12 Tonnen auf deutschen Autobahnen Maut bezahlen, seit Oktober 2015 auch Lkw ab 7,5 Tonnen.

Technikpanne bei der Maut kostet Millionen

Private Autobahnbetreiber, die für den Bau von Autobahnen über die Lkw-Maut entlohnt werden, sollten die Gebühren von Lkw ab 12 Tonnen bekommen. Abgerechnet worden seien jedoch auch die Maut-Einnahmen von kleineren Lkw. Das Bundesverkehrsministerium von Alexander Dobrindt (CSU) habe Probleme bestätigt. Laut einem Ministeriumssprecher würden Vergütungen nur unter Vorbehalt gezahlt, so der Bericht der Süddeutschen Zeitung. Rückforderungen aus Berlin lehnten die meisten Betreiber jedoch ab – sie verwiesen auf die Verantwortung des Bundes, korrekt abzurechnen. Der hatte es laut Zeitungsbericht versäumt, die Hunderttausende kleinere Lkw auch technisch ausweisen zu lassen.

Bundesstraßenmaut startet 2018

Die Lkw-Maut soll zum 1. Juli 2018 auf alle Bundestraßen ausgeweitet werden. Das sind rund 40.000 zusätzliche mautpflichtige Kilometer. Der Betrieb der Lkw-Maut ab September 2018 wird europaweit ausgeschrieben.

Zurzeit wird die Lkw-Maut auf rund 13.000 Kilometern Bundesautobahnen und rund 2.300 Kilometern autobahnähnlichen Bundesstraßen erhoben. Bereits seit dem 1. Oktober 2015 gilt die Mautpflicht auch für Lkw zwischen 7,5 und 12 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/lkw-maut-abrechnungspanne-belastet-dobrindt-1913759.html

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Weltpremiere Ram 1500 Pickup (2018) — Neuauflage für den Fullsize-Truck

Fiat-Chrysler präsentiert in den USA die neue Generation des Urviehs Ram1500. Der kommt mit Pkw-Komfort, vielen neuen Assistenzsystemen und wieder mit bärigem V8. Als Hybrid.

Die ewige Nummer drei unter den Riesen-Pickups geht in die nächste Runde. Der seit Jahren nur noch „Ram“ genannte Pickup-Truck, der einst als Dodge Ram geboren wurde, debütierte auf der Detroit Motorshow in seiner fünften Generation. Die wird erheblich smarter, moderner und effizienter. Und beide Antriebe, der 3,6-Liter Pentastar-V6 sowie der 5,7-Liter Hemi-V8, kommen künftig als (Mild)Hybride.

Ram 1500 Modelljahr 2019

Die moderne Optik mit den kleinen, LED-umkränzten Hauptscheinwerfern macht den Ram des nach US-Rechnung 2019er Jahrgangs auf den ersten Blick erkennbar. Nicht sichtbar ist ein anderes Detail, der Hersteller hat den Riesen-Truck vor allem aufgrund eines neuen Rahmens aus hochfestem Stahl um insgesamt über 100 Kilo leichter gemacht. Und gleichzeitig will man im Segment der Fullsize-Trucks, das außerhalb Nordamerikas praktisch keine Rolle spielt, in vielen Dingen Technikvorreiter sein.

So ist der neue Ram 1500 laut Fiat-Chrysler das aerodynamischste Modell seiner Klasse (unter anderem mit automatisch verschließendem Kühlergrill), verfügt über neue aktive Stoßdämpfer, eine elektrische Feststellbremse und die insgesamt größten Frontbremsen des Segments. Nachdem der Ram mit seinen hinteren Schraubenfedern bereits einzigartig unter den großen Pickups war und ist, wird mit der nun eingeführten optionalen Luftfederung (an beiden Achsen) erneut in den Fahrkomfort investiert – die Konkurrenz setzt weiterhin auf preiswerte Blattfedern an der Hinterachse. Beim Ram Rebel war die Luftfederung bereits im Vorgängermodell verfügbar. Zusätzlich gibt es ein Offroad-Paket mit einer Höherlegung um 26 Millimeter, einer elektronischen Hinterachssperre und Bergabfahrkontrolle.

Mild-Hybrid für beide Benziner

Durch die Einführung eines 48-Volt-Mildhybridsystems mit Startergenerator sollen die beiden Benzinmotoren effizienter sein als zuvor. Beim V6 steuert der Startergenerator bei Bedarf 122 Newtonmeter Zusatzschub bei, der im V8 verbaute Startergenerator bingt es auf 176 Newtonmeter. Die zusätzliche 48-Volt-Batterie, in welche der Startergenerator im Schiebe- und Bremsbetrieb rekuperiert, befindet sich an der Kabinenrückwand. Direkt am Rahmen montiert ist ein „Active Tuned Mass Module“. Das tonnenförmige Modul kann man sich als eine Art Gegengewicht vorstellen, mit dem Vibrationen direkt im Rahmen eliminiert werden sollen – für besseren Fahrkomfort. Gleichzeitig wird beim neuen Ram ein Noise-Cancellation-System eingeführt, das Motor- und Fahrgeräusche reduzieren soll.

Das Unterhaltungsprogramm übernimmt die neueste UConnect-Version in Verbindung mit einem stattlichen 12-Zoll-Display in Armaturenmitte. Das System verfügt über einen 4G-Internet-Hotspot, Notfallsendesystem, Sprachsteuerung, 3D-Navigation und nicht zuletzt einen Birdview-Modus, um das Auto und sein Umfeld in der Vogelperspektive darzustellen. Die adaptive Geschwindigkeitssteuerung beherrscht nun auch stop-and-go-Situationen.

Auch der Ram Rebel kommt neu

Gleichzeitig mit dem neuen Ram hat auch das Offroad-Derivat des Pickups Premiere gefeiert, der Rebel. Der bekommt neben der Höherlegung aus dem Offroad-Kit große 33-Zoll-Geländereifen, Hinterachssperre und diverse Unterfahrschutz-Bleche. Künftig kommt der Rebel serienmäßig wieder mit Schraubenfedern, das Luftfahrwerk bleibt aber optional verfügbar.

Die Markteinführung wird in den USA nach den Werksferien im Spätsommer erfolgen, Preise wurden noch nicht genannt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/ram-1500-pickup-premiere-detroit-2018-12856105.html

Ford Ranger (2018) — Mit Turbopower und 10 Gängen

Ford hat auf der Detroit Motor Show den neuen Ford Ranger Pickup vorgestellt. Die Neuauflage kommt mit einem Vierzylinder-Turbo-Benziner und einer 10-Gang-Automatik.

Ford will den US-Pickup-Markt künftig auch wieder mit einem kleinen Truck bearbeiten und stellt dazu auf der Detroit Motor Show den überarbeiteten Ranger vor. Der war von 1982 bis 2011 schon in den USA zu haben und soll dort jetzt wieder neu durchstarten. Für sein US-Comeback erhielt er eine neue Optik sowie einen neuen Antriebsstrang.

Turbobenziner und Zehngang-Automatik

In Europa ist der Ranger ausschließlich mit Turbodiesel-Triebwerken zu haben, für den US-Markt hat Ford den bekannten 2,3-Liter-Ecoboost-Turbobenziner an den Ranger adaptiert und diesen mit der neuen Zehngang-Automatik gekoppelt. Genaue Leistungsdaten nennt Fortd noch nicht, aber der Vierzylinder leistet in anderen Ford-Modellen bis zu 314 PS und 475 Nm Drehmoment. Zu haben ist der Ranger mit Heck oder Allradantrieb.

Für die Sicherheit sorgen ein Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, ein Spurhalteassistent und ein Toter-Winkel-Assistent, der auch den Bereich neben einem Anhänger abdeckt sowie ein adaptiver Tempomat. Zudem gibt es LED-Scheinwerfer und -Rücklichter. Die Kabine bietet bis zu 5 Sitzplätze, zentrales Bedienelement ist ein 8-Zoll-Touchscreen.

Beim Design unterscheidet sich das US-Modell von der europäischen Variante durch eine neue Motorhaube neue Scheinwerfer, einen neuen Grill sowie neue Stoßfänger an Front und Heck.

US-Modell wird in den USA gebaut

Angeboten wird der US-Ranger in den Ausstattungsvarianten XL, XLT und Lariat in den Kabinenvarianten SuperCab und SuperCrewCab. Optional ist ein für den Offroadeinsatz optimiertes FX4-Paket mit Unterfahrschutz, geländegängigerer Fahrwerksabstimmung und entsprechenden Reifen zu haben. Dazu gehört auch noch ein Geländefahrsystem mit vier Fahrmodi.

Gefertigt wird der neue Ford Ranger für den US-Markt ab Herbst 2018 im US-Werk in Michigan. Er soll noch 2018 auf den US-Markt starten. Preise wurden noch nicht genannt.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/ford-ranger-2018-marktstart-infos-daten-preis-745948.html