Absurde Testkompetenz der „auto, motor und sport“

Absurde Testkompetenz der „auto, motor und sport“

Sicher, man kann dem „Auto-Blogger“ im Jahres-Rythmus Test-Inkompetenz, Unglaubwürdigkeit und Käuflichkeit vorwerfen. Gerade erst wieder hat der Chef-Redakteur der „ams“ genau das getan. Im gleichen Atemzug hebt der Chefredakteur der „ams“ die Test-Kompetenz des eigenen Hauses hervor. Nur dort bekomme man die „Fakten“, denn nur dort sei die Auto-Tester-Kompetenz zu Hause. Kann man glauben. Oder nicht.

Test-Kompetenz der auto, motor und sport am Beispiel des Mitsubishi Outlanders

Binnen 2 Wochen reduzieren sich Bremsweg und Verbrauch. Laien-Schauspiel-Theater aus Stuttgart?

Seit über einem Jahr fährt mein-auto-blog die PHEV-Variante des Mitsubishi Outlanders im Test, daher sind wir besonders aufmerksam, was „Kollegen“ zum Fahrzeug zu erzählen haben. Im Gegensatz zu der Stuttgarter-Chefredaktion proklamieren wir für uns weder Unfehlbarkeit noch den Status des Allwissenden. Viele Eindrücke von uns sind so subjektiv, wie die Menschen, die dahinter stehen. Der zusätzliche Abgleich mit Meinungen und Erfahrungen von Endkunden ist für uns daher ebenso wichtig wie die Test-Meinungen von „Kollegen“.

ams absurd 008 testkompetenz

Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D 4WD Top im Test (ams Heft 3/2016)

[..weil sein größter Schwachpunkt mit der Modellpflege nicht beseitigt wurde und die Bremsverzögerung .. deutlich nachlässt …]

So schreibt es die ams im Test des Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D 4WD „Top“ am 21. Januar 2016. Und weiterhin führt man einen Testverbrauch von 9.3 Liter Diesel auf 100 km an. Würde man nun an die vom Herrgott gegebene Test-Kompetenz und Unfehlbarkeit der „Stuttgarter-Fachmedien“ glauben, dann müsste Mitsubishi diesen SUV sofort vom Markt nehmen.

mein-auto-blog ist den Outlander auch als 2.2 DI-D gefahren. Weder Bremsen-Probleme noch einen absurden Testverbrauch können wir bestätigen. Im Gegenteil. Der noch immer bei uns befindliche PHEV wiegt sogar noch mehr als Diesel und dennoch, auch bei den Testfahrten in den Bergen, vollbeladen, zeigten sich die Bremsen immer von der überzeugenden Seite!

Doch man muss gar keine Gegen-Argumentation in das Feld führen. Die „auto, motor und sport“ macht das selbst!

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Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D 4WD Top im Test (ams Heft 4/2016)

Im folgenden Heft wird der Outlander erneut getestet. Dieses Mal die Variante mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Und dieses Mal sind die Bremswerte im Rahmen der ebenso mitgetesteten SUVs von Ford, Hyundai und Subaru. Anstelle der „deutlich nachlassenden“ Bremsverzögerung: Nichts. Und der Verbrauch? Der liegt nun bei 8.3 Litern auf 100 Kilometern. Einen Liter unter dem Verbrauch des Testwagens in der ams 03/2016. Nun kann man einwenden, aber das eine war ein Automatik-Fahrzeug, das andere ein Handschalter. Richtig. Aber in beiden Fällen sind die Testwerte der ams bereits so weit weg von dem, was andere „Auto-Tests“ gezeigt haben, man kann beide Werte nicht mehr ernst nehmen. Der ADAC hat 5.9 Liter im Test verbraucht, wir selbst 6.5, der Focus 7.1 usw … aber niemand hat die absurden Verbrauchswerte der ams erreicht.

Bei den Bremsen war das Urteil des ADAC im übrigen ähnlich konträr, wie das der „ams“. Nur als „durchschnittlich“ im Text bewertet, aber dennoch mit einer Note von 2.7 gut.

Test-Kompetenz ist, was man selbst definiert?

Der aufmerksame ams-Leser bemerkt bei den beiden Artikeln: Der Vergleichstest (04/2016) erfolgte im Schnee. Es war augenscheinlich kalt. Der Verbrauch im Winter? Höher! Gibt es einen Hinweis aus der ams-Redaktion hierzu? Eine Beurteilung der Verbrauchswerte? Im Artikel zwei Wochen zuvor: Keine Schnee-Fotos, nein, eher gelbes Herbstlaub. Wer diese Fotos sieht, der muss denken: Die Ermittlung des Testverbrauches erfolgte bereits im Herbst 2015. Bei „milden“ Temperaturen? Aus gut unterrichteten Kreisen kann ich jedoch sagen: Nein. Auch die Automatik-Variante wurde erst vor wenigen Wochen geprüft. Also auch im Winter. Wieder fehlt jeglicher Hinweis auf die Test-Umstände. Nein. Der Leser möge doch bitte ohne Diskussion die „Kompetenz“ der Stuttgarter Fachmedien anerkenne.

Und die Bremswerte? Die wurden mit Sommerreifen gemessen, bei winterlichen Temperaturen. Dazu fällt uns allerdings nichts mehr ein. Ganz unter uns. Selbst Hobby-Journalisten sollte auffallen: Will man verlässliche Werte, auf deren Basis man Beurteilungen fällt und Vergleiche anstellt, dann müssen diese Werte unter den gleichen Bedingungen erfahren werden. Aber wie soll das eigentlich gehen? Sommer, Winter, Regen, Hitze, Kälte – alles wichtige Faktoren – aber völlig unwichtig für die ams.

Soviel zur Test-Kompetenz des „wichtigsten“ Deutschen Automagazins. Man spricht auch gerne von „Fach-Medien“. Und wir Blogger werden von diesen gerne als „unglaubwürdige“ und „käufliche“ Medien dargestellt.

mein-auto-blog wird für die Zukunft die eigene Test-Kompetenz weiter ausbauen. Nachdem die ams bereits unsere Methoden zur Verbrauchsmessung kopiert hat, werden wir uns nun zum nachprüfen der weiteren „ams-Werte“ die notwendige Test-Ausrüstung zulegen.

 

 

 

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Bjoern
Autos und Motorsport - meine Leidenschaft seit über 20 Jahren. Für mich müssen Autos einfach Spaß machen und wenn ich heute Neuwagen teste, dann habe ich meine eigenen Kriterien die ein Fahrzeug erfüllen muss. Ob mich ein Auto so richtig begeistert hat, könnt ihr hier im Blog herausfinden. Dazu kommen Nachrichten aus der Welt des Automobils und des Motorsports. http://about.me/bhabegger

6 Comments

  1. Wenn einem die Leser fortlaufen, die ein Auto suchen und deshalb eine Zeitschrift kaufen, muß man sich ja irgendwie vor irgendjemandem, der höher als man selbst positioniert ist, rechtfertigen. Und wie einfach ist es, es auf die unzähligen Blogger zu schieben, die irgendwas im Internet hinterlassen.
    Qualität setzt sich immer durch, würden die Zeitschriften Qualität bieten, müssten sie sich nicht beschweren.

  2. Hm… ob der Liter / 100 km nicht doch auf die Automatik und andere äußere Umstände zurückzuführen ist? Oder verschiedene Autos. Ich erinnere mich an den von mir gefahrenen Hyundai i30 Turbo, den ich absolut nicht unter 10 Liter / 100 km gebracht habe. Der geschätzte Bjoern H. hat bei einem i30 Turbo deutlich weniger Benzin nachgegossen…

    1. Wenn man die „Test-Kompetenz“ für sich pachtet, dann sollte man auch immer für „vergleichbare“ Umstände sorgen. Ich mache das bei „meinen Normrunden“. Wenn Du einen anderen Wert ermittelst, als ich – ist das in Ordnung. Keiner von uns beiden pachtet die Weisheit für sich alleine. Im Gegensatz zur ams. Hier liegt der Hund vor allem in der nicht Vergleichbarkeit der angeblich – unfehlbaren – Testwerte von Fahrzeug a zu Fahrzeug b. Einmal Sommer, einmal Winter? Aber immer 100% korrekt? Auf Basis von was? Der Leser wird im unklaren gelassen.

  3. Mag sein, daß Ihr Blogger unglaubwürdig seid; wer weiß? Aber Ihr schreibt verdammt interessante Artikel, Ihr habt Meinungen und verbindet diese mit Fakten. Noch viel wichtiger (zumindest für mich): Subjektive Eindrücke. Wie fährt sich das Auto, was meldet der Hintern, stellen sich die Härchen auf?

    Mein Lieblingsdetail bei der ams ist der µ-split Faktor, was auch immer das sein soll. Als der eingeführt wurde habe ich die Publikation gewechselt.

    Macht weiter so, gerne Klasse statt Masse und sehr gerne Meinungen und völlig subjektive Emotionen.

    1. Danke für das Feedback. Ich sag ja immer: Lieber ehrlich subjektiv, als verlogen objektiv 😉
      In diesem Sinne.

Lotus Elise Cup 260 — Absolut limitierter Rennableger

Der britische Sportwagenbauer Lotus legt mit der Elise Cup 260 eine auf weltweit 30 Fahrzeuge limitierte Sonderserie auf, die ganz dicht am Rennfahrzeug Elise Race 250 bleibt.

Lotus setzt weiter auf Diversifizierung seiner Baureihen und bringt mit der Elise Cup 260 eine neue Modellvariante des leichten Zweisitzers. Diese ist zwar für die Straße zugelassen, soll aber technisch ganz nah am Rennwagen Elise Race 250 liegen. Von der extremsten Elise aller Zeiten sollen nur 30 Exemplare für den gesamten Weltmarkt gebaut werden.

Im Lotus Elise Cup 260 kommt der 1,8-Liter-Kompressormotor auf 253 PS und stellt ab 4.000 Touren ein maximales Drehmoment von 255 Nm bereit. Damit soll der Zweisitzer in 4,2 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen können und maximal 243 km/h schnell werden. Geschaltet wird per manuellem Sechsgang-Sportgetriebe, die Traktion optimiert ein elektronisches Sperrdifferenzial.

Neue Aeroparts für deutlich mehr Abtrieb

Zur Ausstattung des Lotus Elise Cup 260 zählen Vorderradkotflügel mit Entlüftungsöffnungen, die den Abtrieb weiter erhöhen, ein Frontsplitter aus Carbon sowie Carbon-Hauben vorne und hinten und ein großer Heckspoiler – ebenfalls aus Kohlefaserlaminat gefertigt. Alle neue Aerobauteile zusammen sollen den Abtrieb bei Topspeed um 180 kg erhöhen. In den Radläufen drehen sich an einer um 10 mm verbreiterten Spur extrem leichte Schmiedefelgen mit schwarzem Finish in den Dimensionen 16 und 17 Zoll. Vorne sind 205/45er Pneus aufgezogen, hinten drehen sich 235/40er Reifen. Hinter den Felgen lugen rot lackierte Bremssättel hervor. Alle Leichtbauteile zusammen senken das Gewicht der Elise um 15 kg auf trocken 862 kg. Neu sind auch die einstellbaren Federbeine

Den Innenraum haben die Briten mit schwarzem Alcantara mit gelben Kontrastnähten ausgeschlagen. Die beiden Passagiere sitzen in Carbonschalen, der Fahrer greift in ein mit Alcantara bezogenes Sportlenkrad, während sich die Augen an Carbonapplikationen ergötzen können. Die sechs Gänge werden mit einem polierten Schaltknauf angesteuert, kommt die elise zum Stillstand so arretiert ein Lederhandbremshebel die Stopper.

In Deutschland ist die neue Lotus Elise Cup 260 ab sofort ab 76.000 Euro bestellbar.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/lotus-elise-cup-260-daten-infos-marktstart-preis-8563182.html

Alpina XD3 Erlkönig (2018) — SUV mit über 350-PS-Diesel

BMW hat den SUV X3 gerade aktualisiert. Jetzt steht Kleinserienhersteller Alpina in den Startlöchern mit dem ebenfalls renovrierten Alpina XD3 Biturbo.

Mit dem X3 hat Alpina nur einen einzigen SUV im Angebot und der ist auch nur als Diesel zu haben. BMW hat jetzt das Basismodell für den Alpina XD3 renoviert, Zeit für Alpina auch den XD3 zu modernisieren.

Mehr Power mit Diesel aus D5 S

Der neue Alpina XD3 baut wieder auf dem X3 mit Reihensechszylinder-Turbodiesel und drei Liter Hubraum auf. Im noch aktuellen Alpina XD3 leistet der Biturbo-Selbstzünder 350 PS und kommt auf ein maximales Drehmoment von 700 Nm. Damit spurtet der SUV in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 251 km/h.

Im neuen XD3 könnte Alpina die Chance nutzen und den Power-SUV noch kräftiger zu machen. Im Alpina D5 S stünde dazu der Biturbodiesel in einer Leistungsvariante mit 388 PS und 800 Nm bereit. Zur Modellpflege gehören selbstverständlich wieder eine neue Frontschürze, eine Vierrohrabgasanlage sowie ein speziell abgestimmtes Fahrwerk und Alpina-Leichtmetallräder.

Sein Debüt dürfte der neue Alpina XD3 auf dem Genfer Autosalon 2018 geben. Die Preise dürften bei rund 70.000 Euro starten.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news/alpina-xd3-erlkoenig-2018-daten-infos-marktstart-preis-8876619.html