AllGrip-Training bestanden – Der Suzuki Ignis im Hochland von Irland

Suzuki kann Allrad. Für alle Gelegenheiten. Unter der Bezeichnung ALLGRIP bietet der japanische Hersteller eine Vielzahl von 4×4-Technologien, zugeschnitten auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Lebensstile. Weltweit vertreibt Suzuki Fahrzeuge in 196 Ländern und Regionen, unterhält 35 Hauptproduktionsstätten in 24 Ländern und beschäftigt insgesamt 51 503 Mitarbeiter. Mit einem Umsatz von 25,6 Milliarden Euro und 2,9 Millionen produzierten Fahrzeugen gehört das Unternehmen zu den zehn größten Automobilherstellern auf dem gesamten Markt. Der neue Suzuki Ignis soll jetzt als Micro -SUV mit optionalem ALLGRIP AUTO eine ganz besondere Rolle im deutschen Kleinwagensegment spielen.     

Im Ignis verschaffen 18 cm Bodenfreiheit nicht nur eine erhöhte Sitzposition, sondern auch die Freiheit, mal durch Pfützen zu fahren. (Foto: Suzuki)

Hat doch mal eben jemand ein Taschentuch, um dem Kleinen die Schlammspritzer über den Augen abzuwischen. Dabei soll sich der Suzuki Ignis doch hier oben im irischen Hochland bei seiner Fahrt durch Pfützen und Schlamm als echter Geländewagen beweisen. Als kleinstes SUV und Begründer eines neuen Segments, wie Christian Andersen, Marketing Chef von Suzuki Deutschland, stolz wie der Vater eines Erstklässlers am ersten Schultag betont. In die Schultüte hat man dem schon im letzten Jahr in Deutschland auf den Markt gekommenen Kleinstwagen jetzt einen Allradantrieb und ein spezielles Traktionssystem gepackt. Für Suzuki gehört der Antrieb auf alle vier Räder seit über drei Jahrzehnten zur Tradition.

Für den Antrieb sorgt 1,2 Liter Benziner, optional mit einem Mild Hybrid System, das den Verbrauch von 4,6 auf 4,3 Liter/100 Km absenken kann.

Die Allradphilosophie von Suzuki berücksichtigt stets auch wirtschafliche Aspekte des Kunden

Während bei den großen Brüdern Jimny, SX4 und Vitara das Drehmoment entweder fest zwischen Vorder – und Hinterachse verteilt oder über ein ausgeklügeltes System bedarfsgerecht bis zu 50 Prozent auf die Hinterachse geschickt wird, erfolgt die Kraftübertragung beim Ignis ausschließlich über eine Viskokupplung. Bei Schlupf an der Vorderachse leitet das System automatisch Drehmoment zur Hinterachse. Weil diese Variante technisch weniger aufwändig und daher preisgünstiger ist, eignet sie sich eher für kleinere Wagen. Wie für den Ignis, dessen Name übersetzt sehr verheißungsvoll Feuer heißt. Mit 18 Zentimetern Bodenfreiheit, bulliger Front, extrem kurzen Karosserieüberhängen, ausgestellten Radhäuser und einer Dachreling und einer Länge von gerade mal 3,70 Metern, wirkt er wie die Miniaturausgabe eines klassischen SUV.

Dekor Elemente, hier in der Wagenfarbe Flame Orange, können das Wageninnere noch aufhübschen. (Foto: Suzuki)

Trotz eines Radstandes von gerade mal 2,44 Metern bietet sich ordentlich Freiheit für Kopf und Knie

Im schwarz-weiß gehaltenen Inneren überwiegt Hartplastik, das sich aber passend zur Außenfarbe mit buntem Dekor an der Bodenkonsole und an den Türinnengriffen aufhübschen lässt. Platz gibt es für normal gewachsene Passagiere ordentlich. Hinten bietet sich trotz des Radstandes von gerade mal 2,44 Metern viel Freiheit für Knie und Köpfe der Passagiere. Ab der zweiten der vier Ausstattungslinien lässt sich die Rückbank eintauschen gegen zwei in der Länge verschiebbare einzelne Sitze. Sinnvoll, wenn man mehr Platz für Gepäck braucht, für das von 260 bis 1100 Liter Volumen zur Verfügung stehen.

Die extrem kurzen Karosserieüberhänge des nur 3,70 langen Fünftürers verweisen auf die hohe Wendigkeit des kleinen SUV . (Foto: Suzuki)

Fleißig wuselt der kleine Japaner durch die eng geschnittenen Straßen auf der grünen Insel. Links und rechts grasen friedlich schmuddelig weiße Schafe. Scheinbar sind es Hecken, die sie am Freigang über den Asphalt hindern. Doch hinter all dem Grün verbergen sich Steinmauern, die den Felgen unseres Testwagens im ungewohnten Linksverkehr immer wieder gefährlich nahe kommen. Mit dem Allrad schleppt der Ignis gegenüber der Basisversion ( 885 Kilogramm) zwar noch etwas noch etwas mehr an Gewicht ( 945 Kilogramm) durch die Gegend. Doch der 1,2 Liter große Vierzylinder-Sauger unter der Motorhaube nimmt es trotzdem gelassen. Er entwickelt 90 PS und bringt bei 4.400 Umdrehungen 120 Newtonmeter auf die Vorderräder. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 170 km/h, für den Spurt von 0 auf 100 lässt sich der Ignis 12 Sekunden Zeit. Zumindest vorerst kombiniert Suzuki ihn ausschließlich mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe, was hier, weit entfernt vom zivilisatorischen Nutzen einer Autobahn entfernt, nicht weiter stört.

Mehr Gelände sollte man dem Ignis aber trotz Allrad nicht zumuten.

Praxistest bestanden – Zweifel daran lässt schon das bullige Äußere des kleinen Japaners gar nicht erst aufkommen. (Foto : Suzuki)

Mit Allrad kostet der Suzuki Ignis ab 11 900 Euro. 

Während der echte Geländegänger und damit zum Kultauto gewordene Suzuki Jimny sich nebenan durch tiefe Schlammlöcher in schwerem Gelände wühlt, sucht der Ignis seine Herausforderungen auf einem regennassen und ausgefahrenen Waldweg, der jetzt auch noch blindlings endet. Beim Wenden hinein in eine Grasnarbe zeigt sich die optionale Rückfahrkamera von Nutzen. Dafür, dass der Kontakt zur Außenwelt auch jetzt nicht abreißen kann, sorgt das gut ablesbare und leicht zu bedienende Touchscreen des Navigationssystems mit Smartphone-Anbindung, sowohl für Android als auch für Apple. Auch mit einem schlüssellosen Zugangssystem, Spurverlassenswarner, Müdigkeitsüberwachung und Notbremsassistenten kann der kleine Ignis aufwarten. Der Basispreis für den  japanischen Mini-SUV liegt bei 11.900 Euro, mit Allrad kostet er 15.990 Euro.

 

Technische Daten 

Suzuki

Ignis 1,2 Dualjet Allgrip

Motor Vierzylinder Benziner mit Mulipointeinspritzung
Hubraum 1.242 cm³
Leistung 90 PS @ 6000 U/min
Kraft 120 Nm @4400 U/min
Getriebe 5-Gang Schaltgetriebe
Allgrip Auto Allradantrieb
Länge, Breite, Höhe 3.700, 1.660, 1.595  mm
Radstand 2.435 mm
Leergewicht 945 kg
 Wendekreis  9,4 m
Höchstgeschwindigkeit 165 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 11,9 sec
Normverbrauch 5,0 l/100km

 

 

 

Advertisements